Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Kostenlose Büchertauschbörse

Leseförderung und soziales Projekt

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Leser

Das Prinzip der Tauschbörse ist denkbar einfach: Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen das Regal immer wieder mit Büchern zu füllen, auf die sie im heimischen Regal verzichten können. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 24. Oktober 2013. (red/pm) Die Stadt, die Ehrenamtsinitiative und die Weinheim Galerie eröffnen eine kostenlose Büchertauschbörse im Shopping-Center.

Information der Stadt Weinheim:

„Ute Danella und Heinz Konsalik sind schon da. Tanja Kinkel auch, samt ihrer bibeldicken „Löwin von Aquitanien“. Daneben schwärmt der britische Autor Peter Mayle von seinem „Jahr in der Provence“. Diese ganzen Bücher und viele mehr gibt es jetzt jeden Tag und ganz frei zugänglich in einem so genannten „Offenen Bücherregal“ im ersten Obergeschoss des Shopping-Senters „Weinheim Galerie“ am Weinheimer Dürreplatz mitten in der Stadt.

Am Mittwoch nahmen Gunnar Fuchs vom Weinheimer Kulturbüro und Center-Manager Ragnar Cornelius die „Büchertauschbörse“ in Betrieb. „Die Idee hatten wir schon lange“, so der Kulturbüro-Leiter, „gemeinsam mit der Galerie konnten wir sie jetzt optimal umsetzen“. Denn der Leseplatz in der oberen „Mall“ des Centers ist wettersicher, gut frequentiert und täglich von sieben Uhr morgens bis 20:00 Uhr geöffnet.

Als weiteren Partner konnte die Stadt die Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI gewinnen. Die WEI wird ein Auge auf das Offene Bücherregal haben, die Fächer immer mal wieder ordnen und darauf achten, dass es nicht einfach als Endlager für vergammelte Bücher dienen muss.

Regal mit Büchern füllen

Wenn alles so klappt wie es geplant (und andernorts auch schon gelungen) ist, frischt sich die Büchertauschbörse immer wieder (fast) von alleine auf. Denn so funktioniert’s: Die Kunden der Weinheim Galerie, aber auch alle Passanten sind aufgerufen, das Regal immer wieder mit Büchern zu füllen, auf die sie im heimischen Regal verzichten können.

Andererseits kann sich jedermann jederzeit kostenlos mit einem Buch bedienen. Es gleich vor Ort lesen oder auch für Zuhause ausleihen – kostenlos. „Das Regal ist Leseförderung, es hat aber auch eine soziale Komponente“, sagt Gunnar Fuchs. Insgesamt sollte die Zahl der Bücher aber ansteigen, dafür ist auch noch Platz im Regal.

Ragnar Cornelius hat von der Werbeagentur des Centers mit einer Drei-D-Tapete einen räumlichen Effekt hergestellt, durch den es so scheint, als würde man sich in einer Bibliothek aufhalten. Das reale Regal ist nur ein Teil davon – aber ausbaufähig. Außerdem hat der Center-Manager mit schwarzen Ledersesseln auch eine Leseecke aufgebaut. Fuchs: „Das ist eine echte Bereicherung der Innenstadt.“

Übrigens: Für die WEI wird überwiegend Stadträtin Christine Münch für die Betreuung des Offenen Bücherregals zuständig sein. Für die Menschen der Weststadt betreut sie schon eine Weile ein solches Regal in ihrer frei zugänglichen Hofeinfahrt in der Straße Am Ligusterhaag 12 – mit steigender Nachfrage.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.