Donnerstag, 25. Mai 2017

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Schüler interviewen Oberbürgermeister

Schüler entdecken Lebenswelten

Weinheim, 24. Juni 2014. (red/pm) Zum Auftakt eines sozialpädagogischen Projektes wurde der Oberbürgermeister Heiner Bernhard im Rathaus interviewt.

LebensWelten

Die Schüler nahmen den Oberbürgermeister ins Verhör. Foto: Stadt Weinheim

Information der Stadt Weinheim:

„Hat man viel Stress als Oberbürgermeister?“, fragte der Schüler neugierig, und Heiner Bernhard musste nicht lange überlegen: „Uneingeschränkt: ja!“ Allerdings, so räumte der Weinheimer Rathauschef gleich ein: „Es macht ja auch Spaß, man lernt jeden Tag so viel Neues dazu.“

So begann die Fragestunde, die eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen Marie-Antoinette Mayer und Susanne Kern sowie Ben Schmidt, Leiter der Sozialpädagogischen Schülerhilfe der Schule vorbereitet hatten. Zum Auftakt des Schulprojektes „Lebenswelten entdecken“ besuchten die Jugendlichen das Weinheimer Rathaus, um den OB, Bildungsamtsleiterin Carmen Harmand und Rathaus-Pressesprecher Roland Kern im OB-Dienstzimmer zu befragen, wie denn deren Leben auf dem Weg zum Beruf ausgesehen hat.

Heiner Bernhard ist auch Schirmherr des Projektes, das ursprünglich mal konzipiert worden ist, um die Schulfusion der Karrillon-Schule mit der DBS-Werkrealschule zu begleiten. „Die Schüler sind viel problemloser zu einer Gemeinschaft zusammen gewachsen als zu befürchten war!“ berichtete Ben Schmidt. „Das liegt an der intensiven und guten Vorbereitung durch die Lehrer beider Schulen und die genaue Analyse durch alle Beteiligten“.

Wer sind die Menschen, die für Bürger Verantwortung tragen?

Mit dem Projekt wird der Integrations-Prozess nachhaltig vertieft. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Heimatstadt und deren Akteure kennenlernen. Marie Mayer: „Bei der Begegnung kommt es uns darauf an, dass die Jugendlichen der Werkrealschule eine persönliche Bekanntschaft mit der Stadtverwaltung machen können. Sie sollen erfahren können, was sind das für Menschen, die für uns Verantwortung tragen? Wie sind sie zu dieser Aufgabe gekommen? Welche Rolle hat Schule für sie auf ihrem Lebensweg gespielt?“

Der OB plauderte aus dem Nähkästchen. „Man kann eigentlich keinen Tag planen, denn es kommt meistens anders“, schmunzelte er. Häufig müsse ein Oberbürgermeister „schnell entscheiden und sich kümmern“. Sein Fazit dennoch: „Das Positive überwiegt deutlich.“ Im Vorfeld hatten die jungen Besucher schon erfahren, dass der OB selten Zeit für ein vernünftiges Mittagessen hat – und brachten als Gastgeschenk einen Obst- und Vitaminkorb mit.

Probleme in der Schulzeit

Die Jugendlichen waren neugierig zu erfahren, wie die drei Befragten selbst als Schüler waren. So erfuhren sie, dass der junge Heiner Bernhard eigentlich mehr den Handballsport als den Unterricht im Kopf hatte, dass der Pressesprecher miserabel in Mathe war und die heutige Bildungsamtsleiterin bei einer Klassenfahrt schon früh ihren Faible für das Nachbarland Frankreich entdeckte. Schmunzelnde Gesichter riefen alte Fotos aus der Schulzeit der drei Interviewpartner hervor.

Der Rathaus-Besuch mit Interview war erst der Auftakt des Projektes, das noch weitere Stationen hat und am 15. Juli in einer Ausstellungs-Vernissage mündet. Am OB-Zimmer dürften die Buben und Mädchen am besten den großen Balkon über dem Schlosspark in Erinnerung behalten und den großen Schreibtisch mit dem Ledersessel, auf dem jeder einmal Platz nehmen durfte. Denn wer weiß, was der Lebensweg noch so alles mit sich bringt.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.