Donnerstag, 16. August 2018

Lieber das "Schimpfwörter ABC" oder doch "Kino im Kopf"?

Wenn Kinder nicht lesen wollen

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Weinheim, 25. April 2013. (red/pm) Das BildungsbĂŒro Weinheim organisierte eine lehrreiche Fortbildung fĂŒr die Lesepaten und Partner Weinheim. Wie bringt man Kinder zum Lesen? Wie kann man sie fĂŒr das gedruckte Wort begeistern? Das fragen sich nicht nur viele Eltern. Das fragen sich auch viele „Bildungsprofis“ wie Lehrer und Erzieher sowie ehrenamtliche Lesepaten, und alle, die mit Kindern zu tun haben.

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DIe Vorleserinnen versuchen, Kinder fĂŒr BĂŒcher zu begeistern. Foto: Stadt Weinheim


Information der Stadt Weinheim:

„Klar ist: Um Kinder fĂŒr BĂŒcher und das Lesen zu begeistern, bedarf es vieler guter Ideen und einer Menge Partner. Um solche Ideen zu erfahren, organisierte das Weinheimer BildungsbĂŒro jetzt im Mehrgenerationenhaus ein Fortbildungsseminar mit dem Titel: „Impulse zur Lese- und LernunterstĂŒtzung“. Elke König, die das Ehrenamtsprojekt „Kita- und Grundschulpaten (KiG)“ im BildungsbĂŒro betreut, freute sich, dass sie dank dem Zukunftsfond der Generali Versicherung und der Freudenberg Stiftung einen solchen Kurs wieder kostenfrei anbieten konnte. In Weinheim sind an Schulen und KiTas immer mehr Schul-Lesepaten engagiert.

Seminarleiterin war Annette Reinhart, eine erfahrenen Ausbilderin der „Stiftung Lesen“ fĂŒr Lesepaten. Ihre Vorbemerkung, nach Augustinus, lautete: „„In Dir muss brennen, was Du in anderen entzĂŒndest.“ Sollte heißen: „Nur wenn man selbst leidenschaftlicher Leser ist, kann man bei Kindern die Lust am Lesen wecken.“ Sie beschrieb eine ideale Vorlesestunde. Sie sollte mit einem Ritual beginnen und nach „magischen sieben Minuten“, die der Vorleser zur VerfĂŒgung hat, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu bekommen, immer wieder von kreativen Pausen unterbrochen werden.

Sie zeigte mit vielen Praxisbeispielen aus ihrer langen Vorleseerfahrung, wie man mithilfe von BewegungsĂŒbungen („Leseohren kneten“), Quizfragen und Mitmachspielen eine Vorlesestunde beleben kann. Auch Reime, Lieder und Gedichte sind eine gute ErgĂ€nzung zu den Geschichten.

Sie hatte einen BĂŒchertisch vorbereitet mit klassischer und neuer Kinderliteratur, die sich besonders gut zum Vorlesen eignet. Witziger, magischer und informativer Lesestoff wie „Das Buch mit dem Loch“, „Schimpfwörter ABC“ oder „Das geheime Wissen der Pinguine“ kann das „Kino im Kopf“ bei Kindern anregen. Hilfreiche Tipps hatte Annette Reinhart auch speziell fĂŒr Jungs, die oftmals eine Vorliebe fĂŒr BĂŒcher in Comic-Form (wie „Gregs Tagebuch“) oder WitzbĂŒcher haben: Ganz einfach, Witze aus der Zeitung ausschneiden, auf Karton kleben und den besten Witz auswĂ€hlen lassen.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.