Sonntag, 19. November 2017

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Stadt und Gesundheitsamt informierten über die Ergebnisse der Stadtteilanalyse

Besser älter werden in Weinheim

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Weinheim, 26. November 2014. (red/pm) Die Stadtteilanalyse „Weinheim West“ sollte untersuchen, wie Menschen in der Weststadt besser und komfortabler älter werden können. Jetzt liegen die Ergebnisse vor – und zeigen deutlichen Handlungsbedarf. 

Information der Stadt Weinheim:

„Die Stadtteilanalyse „Weinheim West“, die im Laufe dieses Jahres untersuchte, wie Menschen in der Weinheimer Weststadt besser älter werden können, hat Aufschlüsse und Handlungsbedarf aufgezeigt.

Einiges konnte erledigt werden, wie über 100 Besucher jetzt bei der Präsentation der Ergebnisse im Rolf-Engelbrecht-Haus verfolgen konnten. Bei einigem Anderen gibt es aber auch noch Verbesserungsbedarf.

Jedenfalls: Es ist in Bewegung – wie die älteren Menschen selbst, die sich in diesem Jahr im Rahmen der Analyse zum Beispiel zu Stadtteilbegehungen getroffen hatten, um vor Ort zu untersuchen, was ihnen das betagte Leben erschwert: Wenig Sitzgelegenheiten, zu wenig öffentliche Toiletten, schiefe und enge Gehwege zum Beispiel.

 

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Präsentation der Ergebnisse im Rolf-Engelbrecht-Haus. Foto: Stadt Weinheim

 

Hintergrund: Im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Gesundheitsamtes Rhein Neckar war Weinheim, inbesondere die Weststadt, als Modellbezirk ausgewählt worden, um im Rahmen einer „Stadtteilanalyse“ herauszufinden, wie Menschen dort besser alt werden können.

In der Weinheimer Weststadt, organisiert vom Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren, fanden eine Reihe von Stadtteilbegehungen mit älteren Bürgerinnen und Bürgern statt, an sechs Bereichen in der Weststadt, eine davon mit Schülerinnen der Fachschule für Altenpflege an der Helen-Keller-Schule.

Dabei wurde zum Beispiel nach Barrieren im Alltag der Senioren gefahndet, nach engen Stellen, durch die keine Rollatoren oder Rollstühle passen oder nach hohen Gehsteigkanten, die schnell zu Stolperfallen werden.

Wo stehen Ruhebänke, wo gibt es Einkaufsmöglichkeiten, wie schnell ist eine öffentliche Toilette erreichbar? Auch dies waren Fragen, die gestellt wurden – um letztendlich das Ergebnis zu verbessern.

Weitere Ziele

Ute Schleh vom kommunalen Fachamt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren präsentierte die Ergebnisse und formulierte weitere Ziele. Einige unbürokratische Verbesserungen wurden schon vorgenommen – auch das wurde gezeigt.

Neue Sitzbänke sind installiert worden, Gehsteige wurden abgesenkt, Parkverbote verhängt, so dass die Fußwege komfortabler sind. Danach tauschten sich Akteure der Begehungen, wie Marianne Pflästerer, Andreas Kränzle, Fritz Weber, Dieter Gerstner und Christine Münch darüber aus, wie sie die Stadtteilanalyse bislang gefunden haben, wie sie mit den Ergebnissen zufrieden sind und welche Umsetzungen noch erforderlich sind.

Immer wieder war von regelmäßigen Angeboten für Senioren die Rede, zum Beispiel wird häufig ein Tanztee für Senioren gewünscht. Ein Teil der Stadtteilanalyse waren auch persönliche Interviews mit Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und dem Landes- Familienministerium, die von den Akteuren vor Ort angebahnt worden waren.

Dafür Erkenntnisse aus der „Modellstadt Weinheim“ sollen als landesweit geltende „Handlungsempfehlungen“ beim zuständigen Ministerium hinterlegt werden.

Großer Zuspruch

„Wir waren sehr erfreut über den großen Zuspruch und den offensichtlich hohen Bekanntheitswert des Projektes, erklärte Ute Schleh vom kommunalen Fachamt.

Die „Weststadtsänger“ des GV 1955 umrahmten die Veranstaltung musikalisch, die TSG sorgte für eine kurze Bewegungspause, die Besucher waren zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Obwohl es sich offiziell um eine „Abschlussveranstaltung“ handelte, ist allen Beteiligten klar, dass das Thema für Weinheim und andere Kommunen aktuell und eine Aufgabe bleibt. Die Handlungsempfehlungen will man nicht nur beim zuständigen Ministerium nutzen.

„Auch bei uns geht die Arbeit mit dem demographischen Wandel weiter“, beschreibt Claus Hofmann vom Fachamt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren: „Und die Weststadt hat uns wertvolle Ergebnisse für die komplette Stadt gebracht“.