Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Historischer Vortrag am 01. Juli

Wie „die Medici“ nach Weinheim kam

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Weinheim, 26. Juni 2014. (red/pm) Der nächste historische Vortrag mit dem Titel „Das Jahrhundert der Kriege – Weinheim im 17. Jahrhundert“ im Weinheimer Jubiläumsjahr findet am Dienstag, 01. Juli, statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Das Jahrhundert der Kriege – Weinheim im 17. Jahrhundert. So lautet der Titel des nächsten historischen Vortrages, den die Freunde Weinheimer Geschichte am Dienstag, 01. Juli, 20:00 Uhr, im Bürgersaal des Alten Rathauses zu hören bekommen – es ist der dritte im Jubiläumsjahr „750 Jahre Stadt Weinheim“ und im Rahmen einer Reihe von Vorträgen, die das Stadtarchiv und das Museum der Stadt organisieren. Referent ist diesmal der aus Weinheim stammende Historiker Rainer Gutjahr, Oberstudienrat i.R. aus Karlsruhe, der zahlreiche Aufsätze und Arbeiten zur Weinheimer Stadtgeschichte veröffentlicht hat.

Sein Thema am 01. Juli: Die Politik der reformierten Heidelberger Wittelsbacher – der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. – führt ihr Land und damit auch ihre Weinheimer Untertanen aus einem längst löchrig gewordenen Frieden in die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges. Eine der ersten Folgen ist die Inbesitznahme des kurpfälzischen Landes am unteren Neckar durch den katholischen Münchener Wittelsbacher, den Bayernherzog Maximilian, der auch die Pfälzer Kurwürde an sich reißt.

Wiederaufbau des verwüsteten Territoriums

Erst der Westfälische Friede gibt die Kurpfalz an Karl Ludwig aus der angestammten Linie Pfalz-Simmern zurück. Dieser betreibt den Wiederaufbau des verwüsteten und entvölkerten Territoriums, setzt aber die erzielten Erfolge durch eine an Konflikten reiche Außenpolitik aufs Spiel. Sein Versuch, durch die Verheiratung seiner Tochter Elisabeth Charlotte mit dem Bruder des „Sonnenkönigs“ sich das Wohlwollen Frankreichs zu sichern, bewirkt letztlich das Gegenteil: unter dem Vorwand von Erbansprüchen bricht Ludwig XIV. den Pfälzischen Erbfolgekrieg vom Zaun, der die Lande an Rhein und Neckar in Schutt und Asche legt.

Weinheim geht aus diesem Krieg immerhin halbwegs „aufrecht“ hervor, was den Bürgern aber die zweifelhafte Ehre einbringt, zu Ende des Jahrhunderts neben Kurpfälzer Regierungs-, Verwaltungs- und Universitätsinstanzen die Hofhaltung des Kurfürsten Johann Wilhelm aus der katholischen Wittelsbacher Linie Pfalz-Neuburg und seiner Gemahlin Anna Maria Luisa von Medici aufnehmen zu müssen.

Auch dieser Vortrag steht im Kontext mit dem Anlass des 2014 gefeierten Stadtjubiläums: „750 Jahre Stadt Weinheim“. Im Jahr 1264 wurde Weinheim in den Urkunden erstmals als Stadt erwähnt. Ein Schiedsspruch und ein Vergleich, beide aus dem Jahr 1264, nennen ein „novum oppidum“ in Weinheim, eine neue Stadt.

Weiterer Vortrag im Jubiläumsjahr:

Dienstag, 07. Oktober, 20:00 Uhr: „viele adeliche Häuser“. Stadtsitze und Landschlösser des Adels in der Kurpfalz im 18. Jahrhundert. (Dr. Harald Stockert, Mannheim) Veranstaltungsort ist immer Bürgersaal im Alten Rathaus, Marktplatz 1., 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.