Samstag, 19. August 2017

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Schnurbäume bekommen Nachwuchs

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Der Japanische Schnurrbaum am Weinheimer Marktplatz

Weinheim, 28. Oktober 2011. (red/pm) Der Japanische Schnurrbaum auf dem Weinheimer Marktplatz bekommt Nachwuchs: Die Wurzeln des Baums sind in den letzten Jahren so kräftig gewachsen, dass das Kopfsteinpflaster bis zu 30 Zentimeter nach oben gehoben wurde. Schon in den nächsten Wochen soll der alte Japanische Schnurrbaum durch einen etwa sechs Jahre jungen Baum ersetzt werden.

Information der Stadt Weinheim:

„Im Alter werden auch Bäume manchmal schwierig im Umgang. So wie der Japanische Schnurbaum, der seit rund 70 Jahren im unteren Bereich des Weinheimer Marktplatzes stand.

Seine Wurzeln waren in den letzten Jahren so kräftig in Richtung Bodenoberfläche gewachsen, dass sie das Kopfsteinpflaster bis zu 30 Zentimeter weit nach oben gehoben haben.

Wurzeln bilden Unfallrisiko aus

„Ein Unfallrisiko, das so nicht bleiben konnte“, sagt Karl-Heinz Bernhardt, der Leiter des Weinheimer Tiefbauamtes. Die Stolperkanten waren zu gefährlich.

In dieser Woche ging es nun dem Schnurbaum ans Geäst: Mit dem Hubsteiger rückten die Baumgärtner des kommunalen Baubetriebshofs dem etwa 15 Meter hohen Baum zuleibe. Ast um Ast, Meter um Meter wurde er gekürzt, bis nur noch der Stumpf stehenblieb. Und auch der wird noch entfernt.

Der Nachwuchs lässt nicht lange auf sich warten. „Eine Nachpflanzung zu dieser Jahreszeit stellt kein Problem dar. Der neue Baum ist etwa sechs Jahre alt und wartet pflanzfertig in der alten Gärtnerei“, erklärt Bernhard von Hirschheydt, der Baumexperte des Grünflächen- und Umweltamts.

Maßnahmen

Zuvor müsse der Standort allerdings aufwändig vorbereitet werden, bevor bis Mitte November neu gepflanzt werden kann. Die Pflanzgrube wird nun besonders großflächig ausgehoben, mit einem speziellen Substratgemisch gefüllt und als Vorsichtsmaßnahme mit einem Wurzelschutzvlies ausgelegt, so dass die Wurzeln ihren Weg eher nach unten suchen.

Belüftungsrohre sollen dem Baum am innerstädtischen und daher schwierigen Standort außerdem beim Gedeihen helfen. Das sei Stand der Technik bei Straßenbäumen, erklärt Bernhard von Hirschheydt. Dann wird neu und ebenerdig gepflastert.

Der Platz vor dem früheren Frisörgeschäft Eberle sei nur der Anfang gewesen, erklärt auch das Tiefbauamt. Auch an anderen Stellen der Marktplatzterrassen attackieren die Baumwurzeln das Pflaster.

Suzessive sollen in den nächsten Jahren weitere Bäume ersetzt werden. Natürlich nicht ohne Ersatz. Fest steht aber, sagt Bernhard von Hirschheydt: „An den Japanischen Schnurbäumen halten wir fest, das gehört zum Bild des Marktplatzes.“