Freitag, 13. Dezember 2019

Gemeinderat stimmt Erneuerung des Vertrags zu

Strandbad Waidsee bleibt bestehen

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Die Stadt setzt den Badebetrieb am See fort. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 28. Januar. (red/jkr) In der Sitzung am 23. Januar stimmte der Gemeinderat zu, den Badebetrieb des Strandbads Waidsee auch in der kommenden Saison fortzufĂŒhren. Erstmals konnten die Betriebskosten zu rund 62 Prozent durch die Einnahmen gedeckt werden. Der Grund dafĂŒr sind geringere Personalkosten. Seit dem vergangenen Jahr beauftragt die Stadt einen Personaldienstleister mit dem Saisonbetrieb. Eine Praxis, die nicht ohne Kritik blieb.

Im Jahr 2011 versuchte die Stadt, das Strandbad zu privatisieren. Doch es fand sich kein KĂ€ufer. Was also tun? Das Strandbad hat noch nie schwarze Zahlen geschrieben und musste schon immer bezuschusst werden.

FĂŒr die Saison 2012 wurde erstmalig ein Personaldienstleister mit der FĂŒhrung des Betriebs beauftragt. Die Personalkosten konnten im um rund 100.000 Euro gesenkt werden. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen trotz des wechselhaften Sommers von 159.000 Euro im Jahr 2011 auf rund 209.000 Euro. DafĂŒr sorgten mehr als 125.000 Besucher.

Zum ersten Mal konnten so die Betriebskosten zu 62 Prozent gedeckt werden. Die FĂŒhrung des Strandbads wird daher auch in der kommenden Saison in die HĂ€nde des Personaldienstleisters und der DLRG gelegt werden. Eine Privatisierung des Strandbads schließt die Stadt dennoch nicht aus und will diese Möglichkeit auch kĂŒnftig verfolgen.

Alle Parteien sprachen sich fĂŒr den Weiterbetrieb des Strandbads aus. Auch, wenn es sich nicht selbst finanzieren kann, sei seine Funktion als Naherholungsort sehr wichtig.

An heißen Tagen sind beide BĂ€der ĂŒberfĂŒllt. Sie werden also benötigt.

hieß es von Seiten der SPD.

Die Linke Ă€ußerte Misstrauen gegen die Lösung, das Bad durch einem Personaldienstleister zu fĂŒhren:

Wenn Sie die Kosten senken mit Leiharbeit und schlecht bezahlten Billiglöhnern, dann ist das kein gutes Jahr.

Die GrĂŒne alternative Liste (GAL) forderte die Qualifikationen der Mitarbeiter regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberprĂŒfen und schlug vor, eine pauschale ParkgebĂŒhr von einem Euro vor. Damit soll die Parksituation an den Sommerwochenenden entschĂ€rft und die Anwohner entlastet werden.

Sportevents oder Konzerte soll es am Waidsee erst einmal nicht geben. DafĂŒr sprach sich unter anderem die FDP aus.

FĂŒr die Anwohner ist schon die Parksituation belastend genug.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.