Samstag, 24. Februar 2018

Eva-Gesine Wagner ließ Sandstein-Skulptur vor Ort entstehen

„Undine mit Herz“ erfreut nun Miramar-Besucher

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Die KĂŒnstlerin Eva-Gesine Wegner und Miramar-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart prĂ€sentierten stolz die neueste Skulptur auf dem GelĂ€nde des Freizeitzentrums.

 

Weinheim, 28. August 2013. (red/aw) Am Vormittag prĂ€sentierte das Miramar seinen GĂ€sten und der Presse stolz das neueste Kunstwerk auf dem GelĂ€nde des Freizeitbades. Die „Undine am See“ entstand in zwei Wochen Handarbeit aus einem naturbelassenem Gelbsandstein und ist nun ein weiteres AnschauungsstĂŒck fĂŒr die Besucher des SaunagelĂ€ndes. Die Bildhauerin Eva-Gesine Wegner arbeitet schon ĂŒber dreißig Jahre mit Natursteinen und lĂ€sst sich stets von Natur und Umgebung bei der Entstehung ihrer Werke beeinflussen. „Ein Risiko, dass sich gelohnt hat“, findet Miramar-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart. 

Von Alexandra Weichbrodt

„Euphorisch“ und „freudig, wie ein kleines Kind“ sei sie bei der Entstehung der „Undine am See“ gewesen, erzĂ€hlt die Bildhauerin Eva-Gesine Wegner. In zwei Wochen erschuf sie ein menschengroße Kunstwerk aus gelbem Sandstein, direkt „hier vor Ort“.

Denn Wegner ist eine KĂŒnstlerin, die es liebt, die EindrĂŒcke der Umgebung, der Natur und dem Platz der Skulptur in die Entstehung mit einfließen zu lassen. Was dann am Ende dabei rauskomme, wisse sie vorher nie, so die in Lautertal-Steinbach lebende Wegner. Sie ist Stammgast im Miramar und kam eines Tages auf die Idee, die freie Stelle zwischen Saunen und See mit einer ihrer Skulpturen zu fĂŒllen.

Ein Angebot, das GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart nicht ausschlug. Dem kunstinteressierten BĂ€derbetreiber ist es ein persönliches Anliegen, mit seiner schönen Miramaranlage auch eine Plattform und Raum fĂŒr Kunst aus den Ateliers lokaler Maler und Bildhauer zu schaffen. Gemeinsam suchten Sie den gelben Sandstein in Neustadt in der Pfalz aus. Der Stein wurde auf dem GelĂ€nde des Miramars verankert und Eva-Gesine Wegner legte Hand an. Jeden Morgen um 7 Uhr begann sie mit der Arbeit:

Aus RĂŒcksicht auf die GĂ€ste, immerhin ist dies hier eine Ruheoase.

Doch die GĂ€ste störten sich nicht lange am HĂ€mmern der KĂŒnstlerin. Sie zeigten viel Interesse und halfen sogar mit VorschlĂ€gen zur Namensfindung, erzĂ€hlt Wegner. Am Ende entschied sie sich fĂŒr „Undine am See“.

Wir hatten mehrere Ideen, doch ich fand Undine passend. Sie ist quasi aus dem See entstanden.

Undine war ein mythologischer Wassergeist mit der tiefen Sehnsucht nach einer menschlichen Seele. Viele Geschichten und ErzÀhlungen sind im Laufe der Jahrhunderte um Undine entstanden. Eine weitere kommt nun in Weinheim am Waidsee hinzu.

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Undine war ein mythologischer Wassergeist mit der Sehnsucht nach einer menschlichen Seele. Der passende Name fĂŒr die entstandene Skulptur am See.

 

Skulptur mit zwei Gesichtern

Die Skulptur zeigt zwei Gesichter. Das eine blickt in die Ferne, zum Natursee hin gewandt, das andere blickt in Richtung SaunagelÀnde und betrachtet ruhig und gelassen das entspannte Kommen und Gehen der Wellnessfreunde und Saunaliebhaber.

Die KĂŒnstlerin ließ sich inspirieren von der Kleiderordnung auf dem SaunagelĂ€nde: „Undine ist eingehĂŒllt in ein Tuch“, sie prĂ€sentiere die WohlfĂŒhl-AtmosphĂ€re des Ortes. Eine Besonderheit hat Undine ebenfalls: Ein Herz. Wegner habe diese Beschaffenheit durch Zufall beim Bearbeiten des Steins entdeckt und freigelegt.

Die Arbeit am Stein war aber auch eine Herausforderung:

Denn der Stein ist zwar sehr hoch, hat aber eine geringe Tiefe. Nun sollte die Gute aber BrĂŒste bekommen, gar nicht so einfach bei einem so schmalen Stein.

Sie schaffte es dennoch, die Skulptur anmutig und weiblich werden zu lassen. Eine Skulptur mĂŒsse vor allem eins sein: Von allen Seiten anschaubar. Und das ist sie – finden auch die GĂ€ste und GeschĂ€ftsfĂŒhrer Marcus Steinhart. Sandstein sei zwar nicht ewig von der Verwitterung verschont, „wird uns aber alle ĂŒberleben“, verspricht die KĂŒnstlerin.

 

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„Undine am See“ und mit Herz. „So eine Entdeckung macht man nur, wenn man den Stein mit Hand bearbeitet“, erklĂ€rt die Bildhauerin Wegner.