Dienstag, 12. Dezember 2017

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Schnelle Evakuierung der 111 Patienten verhindert Schlimmeres

Drei Verletzte bei erneutem Brand im GRN-Betreuungszentrum

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Weinheim, 29. September 2013. (red) Gegen 14:40 Uhr wurde heute ein Brand in der geschlossenen Abteilung des GRN-Betreuungszentrum in der Viernheimer Straße gemeldet. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte sofort den Brand bekämpfen, da das Klinik-Personal die 111 Patienten im Gebäude schon evakuiert hatte. Zwei Pfleger und eine Patientin kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Von Hardy Prothmann

Vor Ort riecht man den Brandgeruch noch stark auf dem Klinikgelände. Über die Drehleitern der Feuerwehr Weinheim sowie die Werksfeuerwehr Freudenberg wird das Feuer im Dachstuhl angegriffen. Es zischt und spritzt, Rauchschwaden ziehen aus dem Dach. Von drei Seiten wird der Brand durch die gut 70 Feuerwehrleute angegriffen Рauch von innen kämpfen sich Atemschutzträger vor. Aus Hemsbach sind Feuerwehrkameraden mit im Einsatz.

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Das Feuer soll sich vom 1. Stock in die Fassade hoch zum Dach gefressen haben.

 

Bereits um 15:30 Uhr hat die Feuerwehr den wichtigsten Teil des Einsatzes hinter sich – das Hauptfeuer, das vermutlich im ersten Stock ausgebrochen und von dort √ľber die Fassade aufs Dach und von dort auf das Zentralgeb√§ude √ľbergegriffen hat, ist aus. Jetzt m√ľssen mit W√§rmebildkameras Glutnester gesucht werden.

Schwierige Lage durch immobile Patienten

Dutzende von Krankenwagen stehen in der Viernheimer Stra√üe bereit – werden aber gl√ľcklicherweise nicht ben√∂tigt. Es sind rund 50 Polizisten im Einsatz. Polizeisprecher Norbert Sch√§tzle sagt: „Wir wussten nicht, inwieweit wir hier durch die besondere Situation der Patienten entsprechende Einsatzkr√§fte gebraucht werden.“ Die Rettungsdienste des Deutschen Roten Kreuzes aus Mannheim und Heidelberg waren mit 50 Sanit√§tern und drei Not√§rzten im Einsatz.

In einer benachbarten Schule wurde vom Notfallnachsorgedienst des DRK und dem Seelsorgeteam der Feuerwehr ein Treffpunkt f√ľr Familienangeh√∂rige der Bewohner eingerichtet.

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Immenser Schaden Рdie Höhe steht noch nicht fest.

 

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Angriffa auch von innen.

In diesem Teil des GRN-Klinikums sind viel √§ltere und auch psychisch kranke Patienten untergebracht. Mit eingeschr√§nkter Bewegungsf√§higkeit – viele sitzen im Rollstuhl. Die evakuierten Patienten werden in der Kantine und in der Kapelle auf dem Gel√§nde betreut und werden wohl zum Teil zun√§chst im Hauptgeb√§ude untergebracht werden. Norber Sch√§tzle: „Aktuell wird das Geb√§ude entraucht. Die Feuerwehr ist noch im Einsatz. Erst, wenn das Feuer definitiv aus ist, wird die Polizei den „Tatort“ untersuchen. Vermutlich wird der erst am Montagvormittag sein.“

Im Juni vergangenen Jahres war eine 41-j√§hrige Bewohnerin nach einer Brandstiftung um’s Leben gekommen. Auch damals handelten Klinikpersonal und Feuerwehr umgehend – die bettl√§gerige Frau konnte aber das Zimmer im Vollbrand nicht mehr rechtszeitig verlassen.

Die Ursache f√ľr das Feuer steht noch nicht fest. Vermutlich ist es im ersten Stock ausgebrochen, eventuell im Zimmer der verletzten Patientin. Doch das muss die Polizei erst noch untersuchen. Fest steht, dass der Geb√§udeschaden immens ist. √úber die H√∂he konnten die Einsatzkr√§fte noch keine Aussagen machen.

Wie so h√§ufig behinderten teilweise Schaulustige die Einsatzkr√§fte. Die Viernheimer Stra√üe ist f√ľr den Durchgangsverkehr noch bis in die Abendstunden gesperrt. Oberb√ľrgermeister Heiner Bernhard machte sich pers√∂nlich ein Bild der Lage vor Ort.

 

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√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • keiner

    Die einzigen Schaulustigen die gestört haben, waren die Journalisten! Die Bewohner haben sich zwischen Kapelle und Hauptgebäude versammelt und dem hektischen Treiben der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zugeschaut!