Dienstag, 24. Oktober 2017

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Frühe Chancen für Weinheimer Kinder

Sprachförderprogramm an Kitas bewährt sich

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Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/pm) Sprachförderprogramm an KiTas bewährt sich immer besser – Der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding (SPD) informierte sich vor Ort.

Information der Stadt Weinheim:

„Der kleine Fabio kann am Apfel alles. Schälen, würfeln – natürlich auch kraftvoll reinbeißen. Er kennt nun die Farbe Rot, wegen der roten Bäckchen des Apfels. Und die Farbe Grün kennt er auch, er weiß, was Schale bedeutet und, was ein Stengel ist und ein Kern. Auf Deutsch erklärt der kleine Junge aufgeweckt und ohne Hemmungen, wie ein Apfel so aussieht und wie er schmeckt. So hat Fabio frühe Chancen zu seiner ersten Muttersprache auch genauso gut Deutsch zu lernen. „Frühe Chancen“ – so nennt sich ein Programm des Bundesfamilienministeriums, das in Deutschland Kindergärten und Kindertagesstätten unterstützt, die Kindern mit Förderbedarf gewissenhaft und dennoch spielerisch in deutscher Sprache schulen und verbessern.

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MdB Lother Binding (mitte) zu Gast an der „Kuhweid“. Foto: Stadt Weinheim 

 

Projekt an der „Kuhweid“

In Weinheim ist das Projekt an der größten kommunalen KiTa angesiedelt; In der „Kuhweid“ inmitten der Weststadt. Mehr als 100 Kinder besuchen die Einrichtung, die auch Teil des Mehrgenerationenhauses ist, mehr als 60 Prozent haben zu Hause erst eine andere Sprache gelernt als die deutsche. Lothar Binding, Abgeordneter der SPD im Wahlkreis Weinheim/Heidelberg, besuchte jetzt die KiTa, um sich selbst ein Bild davon zu verschaffen, wie das Projekt an der Basis ankommt. Er war sichtlich angetan von der „Begeisterung, mit der Kinder hier Deutsch lernen“.

Seit 2012 gibt es das Projekt an der „Kuhweid“ und es wurde jetzt bis Ende 2015 verlängert – sinnvoll und richtig, wie sich der Politiker jetzt mit der KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum einig war. Binding kam zu Besuch, als rund ein Dutzend Kinder gemeinsam mit der Spracherzieherin Carolin Adam frisch geerntete Äpfel schälten und „schnippelten“. Dabei plauderten alle Kinder und Erwachsenen am Tisch über Äpfel und darüber, was man daraus alles kochen kann, aber auch über Messer, die scharf sein und verletzten können und Bäume und Wiesen und Saft.

Themen des Alltags am besten geeignet

„Sprachförderung funktioniert bei den Themen des täglichen Lebens am besten“, erklärt Carolin Adam, die in der KiTa die „Frühen Chancen“ betreut. Sie kümmert sich um die frühe, alltagsintegrierte Sprachförderung bei den Kindern. Zudem steht sie im engen Austausch mit allen Kolleginnen und Kollegen im Team, die sie bei der Sprachförderung unterstützt und Impulse setzt. die in Einrichtungen wie der „Kuhweid“ nicht selten mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Sprachen hören.

Pflege der Muttersprache wichtig für weiteren Spracherwerb

Auch zu den Eltern werden immer wieder Kontakte geknüpft. Die Sprachforschung weiß mittlerweile übrigens, dass es durchaus sinnvoll ist, wenn das Kind seine Muttersprache weiter pflegt und Deutsch als Zweitsprache lernt. Carolin Adam kann das in der Praxis bestätigen. „Wenn ein Kind sicher seine Grundsprache beherrscht, lernt es auch leichter gutes Deutsch“, erklärt sie. Im dritten Jahr des Programms bekommt die KiTa auch immer mehr positive Rückmeldungen von der Grundschule, in die auch die Kuhweid-Kinder wechseln. „Die Kinder starten jetzt besser in die Schule“, bekommt die Logopädin immer wieder zu hören.“