Dienstag, 23. Mai 2017

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Erzieherinnen und Lehrerinnen aus Dublin besuchten KindertagesstĂ€tte im BĂŒrgerpark

Weinheimer KiTas mit Vorbildfunktion

Weinheim, 29. Juli 2014. (red/pm) Vergangenen Donnerstag besuchten irische Erzieherinnen und Lehrerinnen aus Dublin die stĂ€dtische KindertagesstĂ€tte im BĂŒrgerpark.

Iren im BĂŒrgerpark

Die Iren besuchen den BĂŒrgerpark. Foto: Stadt Weinheim

Information der Stadt Weinheim:

„Es ist ein warmer Sommertag, aber unter den alten BĂ€umen im Garten des BĂŒrgerparks wird es nie zu heiß. Die Kinder der KindertagesstĂ€tte wuseln durch den Garten, klettern und rutschen. Einige sitzen mit ihren Erzieherinnen in schattigen Winkeln und lassen sich aus einem Buch vorlesen. Es ist lebendig im BĂŒrgerpark, aber entspannt.

„Das gĂ€be es bei uns nicht“, sagt Brenda Kirby, und man merkt ihr an, dass sie das bedauert. Brenda Kirby ist die Inhaberin einer „Preschool“ in der irischen Hauptstadt Dublin.

Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen Aisling Keogh und Margarete Dunne, beide sind Lehrerinnen an der „Fitzwilliam Nursery & Montessori Preschool“, besuchte sie am Donnerstag die stĂ€dtische KindertagesstĂ€tte „BĂŒrgerpark“ und ließen sich von der dortigen Leiterin Anette Roberson durch die Einrichtung fĂŒhren – es ist eine der grĂ¶ĂŸten KiTas der Stadt.

„Sowas gibt es in Irland nicht“

Die Irinnen waren sichtlich begeistert von der Vorzeige-KiTa inmitten der Stadt und insbesondere von der Art, wie hierzulande mit Kindern umgegangen wird. EigenstĂ€ndig spielende Kleinkinder auf KlettergerĂŒsten oder gar auf echten BĂ€umen – so etwas gebe es in einem irischen Kindergarten nicht, berichteten sie.

In Irland seien die Kinder in ihrer „Preschool“ deutlich mehr ĂŒberwacht und behĂŒtet, der KiTa-Alltag sei viel strikter vorgegeben. Gut finden sie das nicht, das war zu spĂŒren, deshalb wollen sie zumindest in ihrem Umfeld ein bisschen des deutschen Modells einfließen lassen.

Nicht zum ersten Mal ist eine Weinheimer KiTa als Vorbild und Anschauungsobjekt fĂŒr Erziehungsprofis aus einem anderen europĂ€ischen Land ausgewĂ€hlt worden. Hintergrund ist, dass die Helen-Keller-Schule, die bekanntlich Erzieherinnen ausbildet, sehr engagierte Austauschprojekte anbietet.

Über den Tellerrand hinausschauen

Angehende Erzieherinnen hospitieren in unter anderem in Norwegen, Schweden, Ungarn – und eben auch in Irland, um ĂŒber den Tellerrand hinauszuschauen. Als Lehrer ist der Weinheimer Ralf Fabian fĂŒr diese Austausche zustĂ€ndig, die im Allgemeinen aus EU-Programmen gefördert werden.

Im Mai waren aus der Helen-Keller-Schule drei Praktikantinnen in der „Fitzwilliam Nursery & Montessori Preschool“: Stephanie Rondik, Melanie Schork und Jana Trautmann. So kam der Kontakt zustande. Brenda Kirby und ihre Kolleginnen wollten im Gegenzug kennenlernen, wie ein Weinheimer Kindergarten so „tickt“.

Dass es in irischen „Preschools“ strenger und behĂŒteter zugeht, konnte auch Ralf Fabian selbst bestĂ€tigen, der vor einiger Zeit seinerseits eine Einrichtung in Dublin besuchte. Was ihm als erstes auffiel: Die Kindertoiletten hatten keine TĂŒren. Selbst dort sollten die Kleinen nicht ganz unbeobachtet sein.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.