Freitag, 26. Mai 2017

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Stadtwerke Weinheim kritisieren geplante Anhebung des Wasserpfennigs

Verbraucher sollen für Wasser bald mehr zahlen

Weinheim, 30. September 2014. (red/pm) Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller will den sogenannten Wasserpfennig anheben. Die Mehreinnahmen sollen aber nicht dem ursprünglichen Verwendungszweck, dem Grundwasserschutz, dienen, sondern dem Hochwasserschutz. Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinheim, missbilligt dieses Vorhaben. 

Wasser_620 (tn)

Umweltminister Frank Untersteller will den Wasserpfennig bis auf 10 Cent pro Kubikmeter heraufsetzen.

Information der Stadtwerke Weinheim:

„Peter Krämer kritisiert die Zweckentfremdung der Umlage und die damit verbundene Intransparenz: „Verbraucher werden an der Nase herumgeführt und wir Versorger müssen für den Staat das Geld mit der Trinkwasserrechnung einsammeln“, sagt er. Es könne nicht angehen, meint er, dass Verbraucher mit sachfremden Kosten belastet würden. Der Hochwasserschutz sei eine originäre Aufgabe des Landes, die auch wichtig sei.

Diese müsse seiner Meinung nach aber aus dem allgemeinen Steuersäckel finanziert werden. Derzeit kostet die Landesumlage Verbraucher pro Kubikmeter Wasser 5,1 Cent; nach den Plänen Franz Unterstellers soll diese ab 1. Januar 2015 auf 8,1 Cent pro Kubikmeter angehoben werden und im Jahr 2019 dann auf 10 Cent steigen.

Für einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen würde die Erhöhung eine Mehrbelastung von 7,35 Euro pro Jahr betragen. „Um den Betrag an sich geht es mir aber gar nicht primär“, betont Peter Krämer, „Verbraucher zahlen inzwischen zig Umlagen für unzählige Dinge – von Grund- und Hochwasserschutz über Energiewende bis zur Stromsteuer, die übrigens zur Füllung der Rentenkasse genutzt wird.“

Die Erhebung von Umlagen und Abgaben über die Energie- und Wasserversorger sei eine Unart, die letztlich dem Image der Versorger schade und die wirkliche Höhe der Besteuerung verschleiern würde. Was er fordert, sind Transparenz und Zweckbindung. Dies bedeutet für ihn eine klare Zuordnung von Einnahmen zu Ausgaben.“