Dienstag, 12. Dezember 2017

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Junge Union ist für „NEIN“ beim Bürgerentscheid

Pröhl: Hammelsbrunnen muss erhalten bleiben

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Jeder, der nicht für den Tausch stimmt, zerstört damit das Naherholungsgebiet Hammelsbrunnen, sagt der Vorsitzende der Jungen Union Sascha Pröhl. Foto: CDU Weinheim

 

Weinheim, 31. August 2013. (red/pm) Der Text hat es in sich: Die Junge Union Weinheim sieht Bauern als abhängige Subventionsempfänger, die sonst nicht „überlebensfähig“ seien. Hat der Text das Potenzial, nicht etwa für die Entwicklung der Breitwiesen zu werden, sondern im Gegenteil einen großen Teil Stammwähler der CDU auf die Palme zu bringen? Lesen Sie selbst, wir dokumentieren den Text in voller Länge.

Information der Jungen Union Weinheim:

„In der momentanen Debatte um den möglichen Tausch des Gebietes Hammelsbrunnen mit dem Gebiet Breitwiesen als Gewerbegebiet wirbt die Junge Union für den Flächentausch. Jeder Weinheimer Bürger, der nicht für diesen Tausch stimmt, zerstört damit das Naherholungsgebiet Hammelsbrunnen, welches sich direkt am Weinheimer Krankenhaus und in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet in der Weststadt befindet, sagte der Vorsitzende der Jungen Union und Gemeinderatsmitglied Sascha Pröhl.

Das Gebiet Hammelsbrunnen stellt für die Junge Union aufgrund seiner Vielfältigkeit, seiner kleineren Parzellen, welche zum Teil auch von Familien als Rückzugsgebiet genutzt werden, seines beträchtlichen Baumbestandes und seiner Biotope mit einer großen Artenvielfalt einen wesentlich wichtigeren Wohlfühlfaktor für Patienten des Kreiskrankenhauses sowie für Weinheimer Bürger als das großflächig landwirtschaftlich genutzte Gebiet Breitwiesen..

Das Gebiet Breitwiesen befindet sich direkt an der Autobahn 5 und gegenüber des Gewerbegebietes Freiburger Strasse. Damit ist das Gebiet Breitwiesen für die Junge Union der ideale Standort für die Erschließung eines neues Gewerbegebietes zur Ansiedlung neuer Unternehmen um Arbeitsplätze zu schaffen..

„Ohne Subventionen der Europäischen Union nicht überlebensfähig…“

Vorstandsmitglied Florian Schweikert erwiderte zu diesem Punkt, dass es sinnvoller wäre aufgrund der momentanen finanziellen Situation der Stadt Weinheim neue Gewerbesteuern und anteilsmäßige Einkommenssteuer durch die Erschließung der Breitwiesen zu generieren, anstatt einen Industriezweig zu schützen welcher ohne Subventionen der Europäischen Union nicht überlebensfähig wäre.

Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Dubil fügte noch hinzu, dass es sich bei der Fläche, welche in den Breitwiesen als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll, nur um die durchschnittliche Größe eines landwirtschaftlichen Erwerbsbetriebes handelt und dadurch nicht mehrere Höfe existenziell betroffen wären. Man sollte sich jedoch um Ausgleichsflächen für die Landwirte bemühen.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg hat sich die Fläche eines landwirtschafltichen Erwerbsbetriebes in den letzen 35 Jahren verdreifacht, wobei die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe um mehr als 66% zurückgegangen ist.

Landwirtschaftlichen Betriebe sollen Ausgleichsflächen erhalten

Die Junge Union stellt sich dadurch die Frage, wie viele Betriebe zukünftig in Weinheim bestehen werden und ob dadurch weitere große landwirtschaftiche Flächen notwendig sein werden. Die Junge Union ist nicht gegen die Landwirte sondern sieht einen Entwicklungstrend, der parallel zu den Entwicklungswünschen der Stadt Weinheim verläuft. Die Junge Union wird sich aus diesem Antrieb heraus, dafür einsetzen, dass die landwirtschaftlichen Betriebe Ausgleichsflächen erhalten werden.

Nach Ansicht der Jungen Union ist es wichtig, dass die Stadt Weinheim auch in Zukunft ein beliebter Standort für Firmen und auch für Neubürger bleiben soll. Daher ist es wichtig, dass neue Arbeitsplätze in Weinheim entstehen um die hohe Lebensqualität zu erhalten.

Abschließend sagte Pressesprecher Lars Penther, dass die Weinheimer Bürger sich mit einem NEIN beim Bürgerentscheid für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Weinheim entscheiden und damit auch der jungen Generation eine Chance für ein schönes Leben in unserer lebenswerten Stadt geben.

Abschliessend ist zu sagen, dass das Gebiet Hammelsbrunnen in seiner jetzigen Form erhalten bleiben muss. Das Gebiet Breitwiesen mit seinen schlechteren Böden, auf dem man hauptsächlich Mais und weitere Produkte, welche zur Energiegewinnung genutzt werden und nicht zur Lebensmittelgewinnung. Deswegen sollte das Gebiet Breitwiesen zur Gewerbeansiedlung in welcher Form ausgebaut werden. Daher stimmen auch sie mit „NEIN“ beim Bürgerentscheid am 22. September um nachfrageorientierte Gewerbeflächen zu bekommen.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.