Freitag, 24. November 2017

Kriminalstatistik 2010/11 wurde im Gemeimderat vorgestellt.

Nicht wie in der Großstadt, aber auch kein lĂ€ndliches Niveau

Weinheim, 29. Juni 2012. (red/sap) Polizeioberrat JĂŒrgen Helfrich, Leiter des Polizeireviers Weinheim, stellte im Gemeinderat die Kriminalstatistik fĂŒr 2010/2011 vor: „Die Zahlen liegen im Trend“. Eine Zunahme der VerstĂ¶ĂŸe gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz ist auffĂ€llig.

Von Sabine Prothmann

Insgesamt konnte die Weinheimer Polizei eine leichte Zunahme von Straftaten feststellen. Die Zahl stieg von 2046 auf 2095, das sind 49 Taten mehr bzw. ein Anstieg um 2,4 Prozent., erklĂ€rte Helfrich. Die AufklĂ€rungsquote dagegen ist leicht, nĂ€mlich um 2,7 Prozent zurĂŒckgegangen, und liegt bei 55,7 Prozent.

Die HĂ€ufigkeitszahl, das ist die Zahl bekannt gewordener Straftaten auf 100.000 BĂŒrger bezogen, liegt bei 4.796 und damit ĂŒber dem Durchschnittswert des Rhein-Neckar-Kreises (4326). Damit, so OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, habe man in Weinheim natĂŒrlich kein Niveau wie in der Großstadt, aber natĂŒrlich auch keine lĂ€ndliche Situation.

Die Zahl der DiebstĂ€hle habe dagegen im Vergleich zu 2010 wieder leicht zugenommen. Leichte DiebstĂ€hle, wie LadendiebstĂ€hle seien hingegen zurĂŒck gegangen. Helfrich macht dafĂŒr die Personaleinsparung in den GeschĂ€ften verantwortlich, die es gar nicht ermögliche den einzelnen Delikten nachzugehen. TaschendiebstĂ€hle liegen – typisch fĂŒr eine Einkaufsstadt – auf hohem Niveau.

Aber auch die schweren DiebstĂ€hle haben zugenommen. Das sind Delikte, so Helfrich, bei denen die TĂ€ter Hindernisse ĂŒberwinden, wie eine Mauer ĂŒbersteigen, Fenster einschlagen, Schlösser öffnen oder auch PKWs aufbrechen.

Massive polizeiliche PrÀsenz stört Einbrecher

Insgesamt gab es 52 WohnungseinbrĂŒche, vermehrt in LĂŒtzelsachen und Hohensachsen. Davon handelte es sich bei 14 um TageseinbrĂŒche. Und „viele Wohnungsbesitzer waren leichtsinnig“, sagte der Chef der Weinheimer Polizei. Durch massive polizeiliche PrĂ€senz in den betroffenen Gebieten, konnte man dem entgegen wirken.

Erfreulich ist der deutliche RĂŒckgang bei Rohheitsdelikten, insbesondere bei Körperverletzung.  Zu den Roheitsdelikten zĂ€hlen neben Körperverletzung, Stalking, Bedrohung und Nötigung im Straßenverkehr. Bei den Delikten mit schwerer Körperverletzung konnte ein RĂŒckgang von 60 auf 45 Taten festgestellt werden. Die AufklĂ€rungsquote liegt hier bei 60 Prozent.

Insgesamt 158 Delikte fielen in den Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze.  Dazu zĂ€hlen: Jugendschutzgesetz (0), Kunsturheberrechtsgesetz (1), Arzneimittelgesetz (1), Aufenthaltsgesetz/Asylverfahrengesetz (6), Waffengesetz (9) und das BetĂ€ubungsmittelgesetz (122). Die RauschgiftkriminalitĂ€t ist in den vier vergangenen Jahren angestiegen,  und von 97 auf 122 VerstĂ¶ĂŸe, auch wenn 2010 mit 133 VerstĂ¶ĂŸen die Zahl sogar noch höher war, lag sie ein Jahr zuvor nur bei 61. Auch die Handelsdelikte mit Rauschmittel sind auf 17 angestiegen.

„Wenn man hinguckt, wird man auch etwas finden“, sagte Helfrich. Die Weinheimer Polizei sei 2011 „subjektiv“ mit einer steigenden Zahl von HĂ€ndlern und mit  Rauschgiftpartys konfrontiert gewesen.

Stadtrat Hans-Eckhardt Pfisterer (SPD) wollte wissen, ob man davon spreche könne, dass Weinheim durch Viernheimer Drogen infiltriert wĂŒrde.

FĂŒr diese Annahme sah JĂŒrgen Helfrich keinen Grund und verwies darauf: „Auch in Weinheim haben wir Indooranlagen (Anm. d. Red. fĂŒr „Cannabisanbau)“ und Mannheim sei schließlich auch nicht weit.

TatverdÀchtigenstruktur

Von den 862 TatverdĂ€chtigen – bei 2095 insgesamt Taten wird daraus auch ersichtlich, dass es sich teilweise um Mehrfach- bzw. WiedertĂ€ter handelt – waren 30 Kinder – ein Drittel davon MĂ€dchen -, 108 Jugendliche, 85 Heranwachsende und 639 Erwachsene. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe ist mit 486, die der 25 bis 50JĂ€hrigen.

743 TĂ€ter waren schon davor in Erscheinung getreten, 89 Taten geschahen unter Alkohleinfluss und bei 7 wurde eine Waffe mitgefĂŒhrt.

Mit Ortsvorsteherin Doris Falter unterwegs

LĂŒtzelsachsen erkunden

Das Alte Rathaus in LĂŒtzelsachsen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim-LĂŒtzelsachsen, 22. Juni 2012. (red/pm) Sonderausstellung zur Ortsgeschichte. Am 01 Juli Spaziergang zu den historisch bedeutsamen PlĂ€tzen des Ortes.

Information der Stadt Weinheim:

„LĂŒtzelsachsens BĂŒrger, ob neu hinzugezogene oder alteingesessene, interessieren sich offenbar intensiv fĂŒr ihren Wohnort.

Die Sonderausstellung, die von der Ortsverwaltung und dem Museum der Stadt in den vergangenen sechs Wochen in der Sommergasse organisiert worden war, stieß jedenfalls auf ausgesprochen großes Interesse, wie Ortsvorsteherin Doris Falter jetzt mitteilte.

Allein 660 im GĂ€stebuch eingetragene Personen  haben die Ausstellung gesehen. Also dĂŒrfte die Gesamtzahl deutlich höher liegen, da sich nicht alle eingetragen haben. Die Ortsvorsteherin fĂŒhrte selbst mit Freude nicht nur jeden Sonntag durch die Ausstellung, sondern auch Schulklassen und Gruppen.

Doris Falter: „Ich möchte den Vereinen und Privatpersonen fĂŒr die Leihgaben danken. Ebenso danke ich dem Museumsteam der Stadt, der Volksbank Kurpfalz fĂŒr die RĂ€ume und den beiden Ehepaaren, die uns an den Öffnungstagen unterstĂŒtzt haben.“

Wer mehr ĂŒber LĂŒtzelsachsens Ortsgeschichte erfahren will: Am Sonntag, 01. Juli, fĂŒhrt Doris Falter interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in einem Spaziergang zu den historisch bedeutsamen PlĂ€tzen des Ortes und lĂ€dt dazu Interessierte ein.“

Info: Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Kreuzung Weinheimer Straße/HammelbĂ€cherstraße. Der Spaziergang soll gemĂŒtlich ablaufen und etwa zwei Stunden dauern. Eine Teilnahme ist kostenlos.

Wasserzweckverband Badische Bergstraße

Achter Brunnen sprudelt

Weinheim-Hemsbach, 22. Juni 2012. (red/pm) Wasserzweckverband Badische Bergstraße: Neuer Brunnen fördert Trinkwasser. Acht Brunnen sorgen fĂŒr die Trinkwasserversorgung in der Region.

Information der Stadtwerke Weinheim:

„Leise und völlig unspektakulĂ€r hat er seine wichtige Aufgabe ĂŒbernommen: Der achte Trinkwasserbrunnen des Wasserwerks Hemsbach. Er arbeitet jetzt im Verbund mit seinen sieben Kollegen fĂŒr die Trinkwasserversorgung von rund 80.000 Menschen in der Region.

Der neue Brunnen ist nach seiner Fertigstellung Anfang Juni ausgiebig gespĂŒlt worden und hat danach alle PrĂŒfungen und Wasseranalysen nach den Richtlinien der Trinkwasserverordnung ordnungsgemĂ€ĂŸ bestanden.

Seither fördert er rund 230 Kubikmeter bestes Trinkwasser pro Stunde – und das etwa acht Stunden am Tag.

Der Wasserzweckverband Badische Bergstraße (WZV), dem das Wasserwerk Hemsbach gehört, hat mit diesem Brunnen in die Trinkwasservorsorgung investiert: Er hat 300.000 Euro gekostet, sein Bau hat rund acht Monate gedauert – lĂ€nger als geplant.

„Die strengen SpĂ€tfröste haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Peter KrĂ€mer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des WZV. „Alles war gefroren und das Grundwasser stand höher als ĂŒblich.“

Umso mehr freue er sich jetzt ĂŒber die einwandfreie Funktion des Brunnens. „Durch den zusĂ€tzlichen Brunnen sind auch kĂŒnftige Generationen sicher mit ausreichend Trinkwasser versorgt“, ist sich Peter KrĂ€mer sicher. „Sollte irgendwann ein Brunnen ausfallen oder altersbedingt abgeschaltet werden mĂŒssen, ist die Versorgung der BĂŒrger weiterhin garantiert.“

In Vorsorge investiert

Die Filterstrecke des Brunnens befindet sich in einer Tiefe von 59 bis 100 Metern unter der ErdoberflĂ€che. Von dort fördert der neue Brunnen Trinkwasser nach oben in den TagesbehĂ€lter des Wasserwerks. Im Werk wird das Wasser von Eisen und Mangan befreit, bevor es ins Leitungsnetz fließt. Zwischen den Bohrungen der acht Brunnen liegen jeweils rund 150 Meter Luftlinie.

Die acht Brunnen fördern pro Jahr insgesamt rund vier Millionen Kubikmeter Wasser; sie sind wechselseitig im Einsatz, jeder im Durchschnitt etwa acht Stunden pro Tag. „Der achte Brunnen macht den Betrieb der Wasserversorgung langfristig noch sicherer und komfortabler. Wir können problemlos einen fĂŒr lĂ€ngere Wartungs- oder andere Arbeiten aus dem Betriebsverbund nehmen“, erklĂ€rt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer.

„Eine sichere Trinkwasserversorgung ist ein hohes Gut. Da muss man verantwortungsbewusst und nachhaltig investieren.“

Seit Jahrhunderten unberĂŒhrt

Die Brunnen des Wasserwerks Hemsbach fördern Wasser, das dort im Untergrund seit 500 bis 800 Jahren gut abgeschirmt ruht. Eine bis zu zehn Meter dicke Tonschicht in 40 Metern Tiefe deckt die Grundwasserschicht, aus der das Trinkwasser stammt, ab. Die Tonschicht verhindert, dass DĂŒnger von den Feldern in das Trinkwasser gelangt.

„Die Nitratwerte unseres Wassers sind sehr niedrig und messtechnisch kaum erfassbar“, meint Wasserwerksleiter Michael Seßler dazu, „wir versorgen unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit bester QualitĂ€t.“

Gut gespĂŒlt in Betrieb

Als der achte Brunnen fertig war, wurde er in das Leitungsnetz im Wasserwerk eingebunden und auch elektrisch angeschlossen. Danach folgten zunĂ€chst umfangreiche SpĂŒlungen und QualitĂ€tskontrollen. „

Mehrere Tage lang wurde das geförderte Wasser in den Graben gespĂŒlt und untersucht. Es muss sicher sein, dass der neue Brunnen selbst keimfrei ist, bevor das Wasser als Trinkwasser verwendet werden darf“, berichtet Michel Seßler. „Wir arbeiten da Hand in Hand mit dem Gesundheitsamt.“

Am 8. Juni wurde der neue Brunnen in die Versorgung eingebunden.

Bestens kontrolliert

„Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland“, weiß Michael Seßler. Von der Förderung bis zum Wasserhahn sorgen zahlreiche Kontrollen stets fĂŒr gesunde QualitĂ€t und Frische.

Allein im Wasserwerk nimmt ein geprĂŒftes Fachlabor pro Jahr 50 mikrobiologische und drei physikalisch-chemische Proben – letztere mit 200 verschiedenen Parametern.

Die Werte werden vom Labor jeweils automatisch an das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises ĂŒbermittelt. „In den vergangenen 40 Jahren war immer alles in Ordnung. Das Trinkwasser unserer Region ist gut geschĂŒtzt.“, sagt Michael Seßler. So musste das Trinkwasser bisher aus mikrobiologischer Sicht noch nie gechlort werden.

Sicher versorgt

Michael Seßler und seine drei Kollegen sind fĂŒr den Betrieb des Wasserwerks Hemsbach des Wasserzweckverbands Badische Bergstraße verantwortlich.

Dazu gehören auch die acht Brunnen. Die Versorgungsleitungen zu den StĂ€dten betreuen die einzelnen Verbandsmitglieder des Wasserzweckverbandes – die Stadtwerke Weinheim, die Stadt Hemsbach und die Gemeinde Laudenbach.

Die Stadtwerke Weinheim versorgen mit Trinkwasser des WZV die Stadt Weinheim, den Zweckverband Gruppenwasserversorgung Eichelberg und die Gemeinde Gorxheimertal. Im Gorxheimertal betreuen die Stadtwerke auch das Leitungsnetz.

Landwirtschaft und BĂŒrgerbeteiligung sind die Themen

Spaziergang in die Breitwiesen

Strahlender Sonnenschein in den Breitwiesen und zahlreiche SpaziergÀnger: Die Natur soll erhalten bleiben! Quelle: Privat.

 

Weinheim, 20. Juni 2012. (red/pm) Neues Gewerbegebiet in der Feldflur? Fragen und Antworten zum Thema Naturschutz und dem aktuell von der Stadt Weinheim geplanten Gewerbegebiet wurden den zahlreichen interessierten SpaziergĂ€ngern bei der Begehung im Hammelsbrunnen und in den Breitwiesen nĂ€her gebracht. Bauern und Mitglieder der BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen‘“ klĂ€rten auf – die Fertigstellung des helfenden „BĂŒrgergutachtens“ indes lĂ€sst noch auf sich warten.

Von Elisabeth Kramer

Die Mitglieder der BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen‘“ strahlten mit der Sonne um die Wette: Über 80 SpaziergĂ€ngerInnen waren gekommen, um sich im Hammelsbrunnen und in den Breitwiesen umzusehen und ErlĂ€uterungen dazu zu hören. Schließlich will die Spitze der Stadt Weinheim ein Gewerbegebiet in der Feldflur ermöglichen, und das wiederum missfiel der Gruppe beim Wandern immer mehr.

Landwirtschaft und Brutraum vs. neue ArbeitsplÀtze?

Viele Fragen gab es und reichlich Antworten von den Bauern Karl BĂ€r und Fritz Pfrang, war doch die Landwirtschaft das große Thema. Der Unterschied zwischen Körner- und Silomais hat sich zwar nicht allen erschlossen, deutlich war aber die Vielfalt der Feldflur, wo neben diesen ĂŒppigen GrĂ€sern auch GrĂŒnland, Weizen, Luzerne, Gerste und Hafer (siehe Foto) zu bewundern war. ErklĂ€rt wurde, warum in Weinheim nirgends bewĂ€ssert werden muss: Die hochwertigen Böden der ehemaligen Weschnitz-Aue halten die Feuchtigkeit besser als die Sandböden der Umgebung. Und genau diese guten Böden sind sowohl im Hammelsbrunnen, wie in den Breitwiesen zu finden, wobei letztere dank der Flurbereinigung die grĂ¶ĂŸeren AckerflĂ€chen bieten und damit leichter zu bewirtschaften sind. Auch der Naturschutz kam zu Wort: Siegfried Demuth erklĂ€rte, warum nicht nur der Hammelsbrunnen schĂŒtzenwert sei, also die FlĂ€che mit den vielen GĂ€rten direkt am Krankenhaus.

Erhöht das Gewerbegebiet wirklich die Weinheimer LebensqualitÀt? Quelle: Privat.

 

So bieten die großflĂ€chigen Felder in den Breitwiesen unter anderem der Feldlerche Brutmöglichkeiten. Und ĂŒberhaupt zieht der Naturschutz sogar intensive Landwirtschaft einem Gewerbegebiet vor. Dann hĂ€tte die Natur hier gar keine Chance mehr. Beim Gang durchs GelĂ€nde kam auch das große Inserat des Dr. Peter Schuster zur Sprache. Warum setzt sich ein Mitglied der Familie Freudenberg so vehement ein fĂŒr ein Gewerbegebiet in den Feldern? Warum beklagt er den Verlust von Weinheimer ArbeitsplĂ€tzen, wenn dies doch hauptsĂ€chlich im Bereich eben dieser Firma geschah? Wie kann er nur behaupten, dass die LebensqualitĂ€t in Weinheim erhöht werde – ausgerechnet durch ein Gewerbegebiet in den Breitwiesen?

Auch das weitere Verfahren der BĂŒrgerbeteiligung war natĂŒrlich ein Thema. Verwundert nahm das große Publikum zur Kenntnis, dass erst Mitte Juli eine Kurzfassung des „BĂŒrgergutachtens“ fertig sein soll, die ausfĂŒhrliche Fassung dann am 24. August. Dabei hĂ€tten wir schon lĂ€ngst einen BĂŒrgerentscheid und damit unseren Frieden haben können!

Durchhaltevermögen zeigte sich aber schon beim Weg durch die Felder: Der gemĂŒtliche Gang bei schönsten Wetter schien alle nur zu bestĂ€rken, weiterhin auf dem Schutz der Feldflur zu bestehen. Es gibt Alternativen. Falls wirklich FlĂ€chen gebraucht werden, mĂŒssen endlich die vorhandene Potentiale genutzt werden – statt den leichten Weg zu gehen und uns Beton vor die Stadt zu setzen.

BĂŒrgerentscheid fĂŒr den Naturfrieden: Vorraussichtlich erst Ende August eine ausfĂŒhrliche Entscheidung. Quelle: Privat.

 

Anm. d. Red.: Elisabeth Kramer ist eine der Sprecherinnen der BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ sowie StadtrĂ€tin der GAL Weinheim.

 

Großer Rauchpilz steigt oberhalb des Sulzbacher SchĂŒtzenhauses auf

Kaum ein Durchkommen fĂŒr die Feuerwehr

In diesem "Dschungel" ist kein Durchkommen fĂŒr die Feuerwehr. Quelle: Feuerwehr Weinheim

Weinheim, 20. Juni 2012. (red/fw) Mittlerer Schrecken zu Wochenbeginn. Am Himmel oberhalb des SchĂŒtzenhauses Sulzbach war gegen Montagabend die Entwicklung eines großen Rauchpilzes zu beobachten. Besorgte Anwohner fĂŒrchten des Ausbruch eines Waldbrands. Die Feuerwehr wurde durch zugewachsene Wege behindert.

Von Ralf Mittelbach

„Eine starke Rauchentwicklung rief die Feuerwehr Weinheim, Abteilung Sulzbach am, Montagabend auf den Plan. Oberhalb des Sulzbacher SchĂŒtzenhaus war ein großer Rauchpilz sichtbar, was einige besorgte Anwohner befĂŒrchten ließ, das es zu einem Brand im Wald gekommen war. Als die Abteilung Sulzbach an der vermeintlichen Einsatzstelle angekommen war, konnte schnell Entwarnung gegeben werden.

Gartenfeuer als Ursache

Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Gartenfeuer handelte, welches eine grĂ¶ĂŸere Rauchentwicklung verursachte, wie der GrundstĂŒckseigentĂŒmer vermutet hatte. Wenn es sich auch bei dem Feuer nicht um einen Waldbrand handelte, ist die Gefahr jedoch zurzeit trotzdem gegeben. Der Waldbrand-Gefahrenindex wird vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Er verrechnet als stĂŒndliche EingangsgrĂ¶ĂŸen die meteorologischen Elemente Lufttemperatur, relative Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit. Der nachmittĂ€gliche Ausgabewert indiziert die potentielle FeuerintensitĂ€t. Der Grasland-Feuerindex wird ebenfalls vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Er beschreibt die FeuergefĂ€hrdung offenen, nicht abgeschatteten GelĂ€ndes mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grĂŒnen Unterwuchs.

Beide Indizes sehen momentan fĂŒr die Region Weinheim eine hohe Gefahr, der Stufe vier von fĂŒnf. Daher sollte zurzeit auf offenes Feuer im Waldbereich verzichtet werden.

Der Einsatz am Montag in Sulzbach machte einmal mehr deutlich, dass die Feuerwehr Probleme hat, zu solchen Einsatzstellen zu kommen. HĂ€ngender GrĂŒnschnitt und Überwuchs aus den angrenzende GĂ€rten an den Zufahrtswegen erschweren die Fahrt in den Wald. Darauf hatte die Feuerwehr Weinheim bereits im April in einer Presseinformation hingewiesen, als es im Bereich NĂ€chstenbach zu zwei GartenhĂŒttenbrĂ€nden gekommen war.“

Anm. d.Red.:  Ralf Mittelbach ist Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

 

Fotostrecke: AusbaufÀhige Festmeile

Weststadtfest soll IdentitÀt stiften

Amie in action - tolle Stimme.

Weinheim, 19. Juni 2012. (red) Die Weststadt ist ein Begriff – und nicht unbedingt ein positiver. Das soll sich Ă€ndern und tut es auch. Was politisch nicht verordnet werden kann, passiert kulturell. In der Begegnung von Menschen und Traditionen. Bei geselligem Beisammensein und Attraktionen.

Wir haben umfassend im Vorfeld auf das Weststadtfest hingewiesen. „Bratwurstberichterstattung“ ist unsere Sache nicht, Sie bekommen also nichts ĂŒber „gnĂ€dige oder ungnĂ€dige Wettergötter“, „GerstensĂ€fte“ oder „Duft leckerer BratwĂŒrste“ bei uns zu lesen – das ĂŒberlassen wir den den Tageszeitungen.

Über den Tag hinweg war der Besuch durchaus zufriedenstellend. Die Idee, einen Flohmarkt zu veranstalten, ist sicherlich gut. Auch auf drei BĂŒhnen Musik von ingesamt 20 Bands anzubieten, bedeutet, fĂŒr jeden Geschmack etwas zu bieten.

Alle zwei Jahre findet das angeblich „grĂ¶ĂŸte Open-Air-Festival an der Bergstraße“ statt. Warum aber nur alle zwei Jahre? Warum macht man die IdentitĂ€t der WeststĂ€dter nicht zur festen Einrichtung?

Am Nachmittag wurde es ruhiger – die Wetteraussichten standen nicht gut und zum Festabschluss wurde es leider durch Wind und Regen ungemĂŒtlich. Die Bands auf den BĂŒhnen der Pappelallee und am Ahornplatz fanden trotzdem ihre Fans. Sehr honorig: Man verzichtet auf eine Gage, damit die Erlöse des Festes an den Verein „Pro West“ gehen können.

Der muss sich darum kĂŒmmern, die teils doch noch arg großen LĂŒcken auf der Festmeile mit Angeboten zu schließen.

Viel Andrang beim Weststadtfest - Verbesserungspotenzial ist aber vorhanden.

 

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4. Weststadtfest am 16. Juni 2012

Ahornstraße wird wieder zur Festmeile

Kinder-Spaß beim Weststadtfest. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 09. Juni 2012. (red/pm) Beim 4. Weststadtfest gibt es auch ein buntes Straßenprogramm und jede Menge Live-Musik. Alles ohne Eintritt.

Information der Stadt Weinheim:

„Das vierte Weinheimer Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, wird noch bunter und vielfĂ€ltiger als seine VorgĂ€nger.

Die Organisatoren haben jetzt die Standplanung abgeschlossen: Zwischen den Live-BĂŒhnen, auf denen zwischen 11:00 Uhr und 22:00 Uhr mehr als 20 Bands und Gruppen auftreten, verwandeln nicht weniger als 80 StĂ€nde und Aktionen die Ahornstraße zwischen dem „Ahornplatz“ (am BĂ€cker Grimminger) und der Pappellallee, sowie einige der Nebenstraßen in eine große und lebendige Festmeile.

VergnĂŒgungsbereich fĂŒr Kinder

Einige Neuheiten gehören dazu. Zum Beispiel wird der VergnĂŒgungsbereich fĂŒr Kinder ausgeweitet. Erstmals stehen ein kleines Karussell und eine Schiffschaukel am Ulmenweg, die HĂŒpfburg wird am Eschenweg aufgebaut, am Ahornplatz kann man mit einem Bungee-Trampolin in die LĂŒfte schwingen.

Die Vereine der Weststadt sind natĂŒrlich feste Bestandteile des Programms. Zum ersten Mal ist der neu gegrĂŒndete „Boardsport e.V.“ mit von der Partie; die Skater zeigen ihre KĂŒnste auf den rollenden Brettern im Eschenweg.

Die KindergĂ€rten stellen sich vor, die Schulen, natĂŒrlich die Kirchen und nicht zuletzt die GeschĂ€ftswelt der Weststadt, allen voran die AutohĂ€user mit Ausstellungen ihrer Fahrzeuge.

Auch die Stadtverwaltung beteiligt sich mit einem Info-Stand zur neuesten Entwicklung des Moderationsprozesses „Schulentwicklung Weststadt“. Moderator Marc Pfeiffer, die Vertreter der FachĂ€mter und Teilnehmer des Moderationsprozesses werden ĂŒber dieses neue Kapitel der BĂŒrgerbeteiligung in Weinheim berichten.

Kulinarisches Angebot

NatĂŒrlich steht das kulinarische Angebot nicht nach. Die BĂ€cker, Metzger und LebensmittelhĂ€nder der Weststadt versorgen die Weststadtfest-Besucher mit frischen Leckereien, die Vereine selbst bieten selbstgemachte SpezialitĂ€ten an, international geht es beim Weststadtfest sowieso zu – auch kulinarisch, denn auch der deutsch-griechische Freundeskreis Philia und das Centro Italiano gehören zu den Teilnehmern.

Um 12:00 Uhr findet auf der BĂŒhne am Ahornplatz diesmal die offizielle Festeröffnung durch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und die Weststadtvereins-Vorsitzende Stella Kirgiane-Efremidis statt.

Schon am frĂŒhen Morgen werden die FlohmarktstĂ€nde in der Apfel- und Fliederstraße aufgebaut sein, bevor der Festbetrieb dann in der Ahornstraße selbst ins Laufen kommt.

Die beiden HauptbĂŒhnen am Ahornplatz und an der Pappelallee werden ab 11:00 Uhr bespielt. Die musikalische Bandbreite ist wieder enorm.

Tanz und Show

Es geht erst einmal los mit Tanz und Show, zum Beispiel mit einer Tanzgruppe der Albert-Schweitzer-Schule, sowie mit TĂŒrkischer Folklore aus dem Mehrgenerationenhaus und verschiedenen orientalischen TĂ€nzen. Es folgen die sĂŒĂŸen Flamenco-MĂ€dchen „Gitanillas“ und die Hiphop-MĂ€dchen „Little Sisters“ und „Teens“. Dann treten im Stunden-Rhythmus Bands aus Weinheim, von der Bergstraße und aus der Umgebung auf.

Auf der BĂŒhne an der Pappelallee unter anderem Satellite (14:00 Uhr), die Strange Manners (17:15 Uhr), Signalis (18:30 Uhr) und Amie (20:00 Uhr). Auf der BĂŒhne am Ahornplatz gibt es nach der Eröffnung zunĂ€chst einen Auftritt junger SchĂŒlerbands (Three Mistakes, Memory Tie, Black Diamonds und der Norbert Pöhlert-Musikclub), dann auch hier nonstop bis hin zu den Honeywell Bouncers (18:00 Uhr), First Fret (19:30 Uhr) und Pesch und Schwefl (20:00 Uhr) aus dem Odenwald.

Auf und vor der BĂŒhne im Ulmenweg tritt zweimal der Chor „The Celtic Night“ auf (18:00 Uhr und 19:00 Uhr), abends dann verschiedene Unplugged-Bands mit den leiseren Tönen.

Das komplette Musikprogramm des Weststadtfest gibt es ohne Eintritt.

Info: Genaues BĂŒhnenprogramm auf www.weinheim.de

Weststadtfest am 16. Juni 2012

Sharon – starke Frau, starke Stimme

"The Hobos" spielen auf dem Weststadtfest. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 29. Mai 2012. (red/pm) Das Weststadtfest lockt dieses Jahr auch bekannte Musiker aus den Nachbarorten an. BĂŒhnenprogramm noch vielseitiger als in den vergangenen Jahren.

Information der Stadt Weinheim:

„Das BĂŒhnenprogramm des diesjĂ€hrigen Weststadtfestes am Samstag, 16. Juni, ist noch vielseitiger als in den letzten Jahren.

Das Fest mit seinen zwei BĂŒhnen hat in den letzten Jahren einen so guten Ruf bekommen, dass immer wieder auch Bands aus den Nachbarorten um einen Auftritt anfragen – wohlgemerkt ohne Gage, denn der Erlös des Weststadtfestes kommt ja immer einem guten Zweck zugute.

So ist es in diesem Jahr gelungen, auf der BĂŒhne am „Ahornplatz“ (Ahornstraße/Ecke Stahlbadstraße) ab dem frĂŒhen Abend einen Schwerpunkt zu bilden fĂŒr die Fans gediegener Rockmusik, also eher etwas fĂŒr das „musikalische Mittelalter“, wĂ€hrend auf der BĂŒhne an der Pappelallee die jungen Bands Weinheims auftreten.

Sharon Stopford - starke Frau mit starker Stimme. Foto: Stadt Weinheim.

Es sind renommierte Tanz- und Coverbands von der Bergstraße und aus dem vorderen Odenwald.

Six on fire (von etwa 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr) ist eine Partyband aus dem Raum Mannheim. Sie spielt Popmusik der 80er und 90er Jahre, bis zu aktuellen Charttiteln.

Die aktuelle Besetzung besteht seit etwa drei Jahren und hat, nach einigen Umbesetzungen, die endgĂŒltige Formation gefunden, die bei Auftritten mit tanzbarer Livemusik fĂŒr Spaß und Unterhaltung sorgt.

First Fret spielen auf dem Weststadtfest. Foto: Stadt Weinheim.

Begeistern konnte Six on fire bereits bei der RNF-Tour und beim Stadtfest in Oftersheim. Im Programm sind Titel von Robby Williams, Laura Pausini, Nena, Brian Adams und vielen mehr. Die aktuelle Besetzung besteht aus Micha Kreiss (Gesang) Marc Böttcher (Gesang), Gert Giussani (Gitarre und Gesang) (Weinheimerm auch als ehemaliger Gitarrist der REACERS bekannt), Carsten Klasen (Schlagzeug) Volker Fusser (Bass), Frederik Lexa (Keyboard und Gesang).

Um 18:00 Uhr (bis circa 19:30 Uhr) stehen dann die „Honeywell Bouncers“ aus Schriesheim auf der BĂŒhne am Ahornplatz, auch genannt: „The Hobos“.

„Wir freuen uns sehr, dieses Jahr dabei zu sein und Weinheim zu rocken“, sagt Sharon Stopford, die starke Frau mit der starke Stimme aus der Musikstadt Manchester, die die ihre Jungs auf der BĂŒhne in Schach hĂ€lt. Bei den „Hobos“ schwingt der eigene Stil immer mit, bei den eigenen Liedern als auch bei den bunt gemischten Cover-Liedern von Michael Jackson, Kate Bush, The Trammps bis hin zu Amy Winehouse und Elvis.

Nach ihnen stehen „First Fret“ aus Weinheim und „Pesch un Schwefl“ aus Mörlenbach auf der BĂŒhne – bis 22:00 Uhr.“

Info: Das BĂŒhnenprogramm des Weststadtfestes steht komplett auf www.weinheim.de

Zeugen gesucht

Unbekannte demolieren Brunnen

Brunnen in Oberflockenbach wurde demoliert. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim-Oberflockenbach, 18. Mai 2012. (red/pm) In der Nacht auf Montag wurde ein Sandsteinbrunnen in Oberflockenbach demoliert. Beobachtungen sollten gemeldet werden.

Information der Stadt Weinheim:

„Jetzt wĂŒrde man denken, im beschaulichen Oberflockenbach sei die Welt noch in Ordnung. Aber selbst dort gibt es rĂŒcksichtlose Zeitgenossen, die ihren Unmut an öffentlichem Eigentum, ja sogar heimatgeschichtlichen Kunstwerken auslassen.

Unbekannte haben wahrscheinlich in der Nacht auf Montag das Kupferrohr des Sandsteinbrunnens in der Ortsmitte mutwillig abgerissen. „Da muss jemand mit aller Wucht dagegen getreten haben“, Ă€rgert sich Gerhard Schmitt, der den Sandsteinbrunnen vor ein paar Jahren mit eigenen HĂ€nden hergestellt hat.

Er ist ein SchmuckstĂŒck im Ort. Nun muss das Kupferrohr neu angebracht werden, außerdem sind Ausbesserungen am Stein erforderlich. Der Sachschaden betrĂ€gt einige Hundert Euro.

Wer in der Nacht auf Montag verdĂ€chtige Beobachtungen gemacht, sollte dies bitte bei der Oberflockenbacher Ortsverwaltung melden, Telefon 06201-22427.“

StadtteilfĂŒhrung Waid und Ofling

„Vom Mammut, dem Neckar und Karl dem Großen“

Der Waidsee am Abend. Foto: Stadt- und Tourismusmarketing Weinheim.

Weinheim, 17. Mai 2012. (red/pm) NĂ€chste StadteilfĂŒhrung durch Waid und Ofling am 25. Mai 2012.

Information des Stadt- und Tourismusmarketings Weinheim:

„Die Waid und die Ofling sind junge Weinheimer Stadtteile, erst 1973 wurden sie eingemeindet. FlĂŒchtlinge und Vertriebene ließen sich hier in den spĂ€ten 40er und 50er Jahren nieder, als die Waid noch eine Exklave von Leutershausen war.

Doch schon der Mammut graste hier friedlich am alten Neckarlauf, spĂ€ter schauten auch die „Glockenbecher-Leute“ vorbei, im Mittelalter jagte man den Hirsch durch das vermoorte GelĂ€nde und „Sommerfrischler“ aus den fernsten Winkeln des Deutschen Reiches genossen hier die Ferien.

Hier entstand 1973 das beliebte Freizeit- und Erlebnisbad „miramar“. Wer erinnert sich noch an die Grundschule auf der Waid und die Kapelle „St. Michael“?

Ließ Karl der Große hier eine BrĂŒcke errichten? Wo ist der alte Neckarlauf? Fragen die eine Antwort finden werden. Auch Kurioses und Anekdotenhaftes hĂ€lt die Geschichte der Waid parat, es wartet also ein spannender und unterhaltsamer Rundgang.“

Info: Die nĂ€chste öffentliche FĂŒhrung ist am Freitag, den 25.5. um 17:00 Uhr. Treffpunkt ist am G.U.P.S.-Hotel in der Eisleber Straße 3. Die FĂŒhrung dauert ca. 2 Stunden und kostet 4 Euro pro Person. Eine Voranmeldung ist erforderlich beim Stadt- und Tourismusmarketing Weinheim e.V. unter Tel. 06201 874450 oder info@weinheim-marketing.de. Diese FĂŒhrung kann auch fĂŒr Gruppen zu jedem gewĂŒnschten Termin gebucht werden.

GefĂŒhrte Wanderung am 20. Mai 2012

Steine, Schluchten und Sagen – der Geo-Naturparkpfad Weinheim-Schriesheim

Vorbei an Felsen - Wanderung durch den Odenwald. Foto: Veranstalter

Weinheim/Schriesheim, 17. Mai 2012. (red/pm) GefĂŒhrte Wanderung durch den Odenwald im Rahmen der Geoparkwochen.

Information des Veranstalters:

„Eine große Gesteinsvielfalt auf kurzen Wegen prĂ€gt die Gegend um den Weinheimer Ortsteil Oberflockenbach und den Schriesheimer Ortsteil Ursenbach.

Gesteine sind Zeugen der Erdgeschichte und haben das kulturelle Leben der hier ansÀssigen Menschen beeinflusst und ihre wirtschaftliche Existenzen ermöglicht.

Der Weg fĂŒhrt zunĂ€chst auf den Steinberg. Seine freie Lage, seine steilen Flanken und die zahlreichen rundlichen Felsgruppen aus dem Gestein Granodiorit machen ihn zu einem besonderen Berg.

An der nĂ€chsten Station geht es um die Entstehung der „Felsenmeere“ und Verwitterung, denn auch am harten Granit nagen Verwitterung und Abtragung.

Bevor es weiter auf den 525 m hohen Eichelberg geht, gibt es einiges ĂŒber die Steinhauer dieser „steinreichen“ Landschaft des Vorderen Odenwaldes zu berichten.

Am Wildeleutestein geht es um EichenschĂ€lwald, Lohe und Gerberei. Aber nicht nur: Der Wildeleutestein ist einer der „magischen“ Orte im Odenwald, an den Sagen entstanden. In der Halbhöhle am Wildeleutestein sollen einst wilde Leute gewohnt haben. Sie halfen den Bauern im Dorf und bekamen dafĂŒr von ihnen Essen und Trinken.“

Info: Vor-Ort-Begleiterin Ulrike HĂ€ußler fĂŒhrt auf der ca. 8 km langen Tour.
Treffpunkt: Wanderparkplatz, Ursenbacher Höhe (an der Straße, L 596 zwischen Rippenweier und Ursenbach)
Dauer: ca. 3-4 Stunden, Termine: So. 20. Mai, So. 29. Juli jeweils 15:00 Uhr. Buchung: Ulrike_Haeussler@yahoo.de oder Tel 06201-340832.Kosten: 4 Euro pro Person.

Vor-Ort-Termin in LĂŒtzelsachsen

Untendurch ist am sichersten

Vor-Ort-Termin: Schulklasse nutzt UnterfĂŒhrung in LĂŒtzelsachsen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim-LĂŒtzelsachsen, 15. Mai 2012. (red/pm) Vor-Ort-Termin an der B3.  LĂŒtzelsachsener SchĂŒler nutzen die UnterfĂŒhrung. Appelle der Ortsvorsteherin.

Information der Stadt Weinheim:

„Doris Falter war entsetzt. „Das wĂ€re beinahe schief gegangen“, schĂŒttelt sie den Kopf. LĂŒtzelsachsens Ortsvorsteherin wurde neulich Zeugin einer gewagten Aktion. Ein junger Mann rannte unvorsichtig auf Höhe des OEG-Bahnhofs ĂŒber die B 3 und wĂ€re beinahe von einem Auto erfasst worden. Es bremste in letzter Sekunde.

„Es kommt leider immer wieder vor“, berichtet sie auch von GesprĂ€chen mit Anwohnern, „dass die B 3 an dieser Stelle von FußgĂ€ngern ĂŒberquert wird“. Doris Falter: „Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass noch nichts passiert ist.“

Ihre Sorge gilt vor allem den Kindern, die sich so ein riskantes Manöver abschauen könnten. Das dĂŒrfe nicht passieren.

Deshalb organisierte die Ortsvorsteherin gestern einen Vor-Ort-Termin, um die StraßenunterfĂŒhrung an dieser Stelle ins rechte Licht zu rĂŒcken. Denn kaum eine Stelle der B3 ist eigentlich schneller, komfortabler und risikoloser zu queren als zwischen Sommergasse, Wintergasse und „Opel Sporer“. Denn dort gibt es eine UnterfĂŒhrung, die auf beiden Seiten der B3 mit Treppen und einer schrĂ€gen Rampe zu betreten ist.

Die LĂŒtzelsachsener Grundschule unterstĂŒtzte die Aktion der Ortsvorsteherin gerne, schließlich setzt sich die Schule selbst fĂŒr einen sicheren Schulweg ein. Die Kinder der Bachwiesenstraße nutzen die UnterfĂŒhrung bereits, spĂ€ter sollen auch die ABC-SchĂŒtzen aus „LĂŒtzelsachsen Ebene“ die gefahrlose Querung angeboten bekommen. Von Ortskern her fĂŒhrt der Weg unter der B 3 aber auch umgekehrt zu wichtigen Freizeiteinrichtungen wie dem Sportplatz oder dem Waidsee.

Eine ganze Schulklasse trabte gestern also zur B-3-UnterfĂŒhrung, um demonstrativ die UnterfĂŒhrung zu betreten – begleitet von ihrer Lehrerin, Ortsvorsteherin Doris Falter sowie den OrtschaftsrĂ€ten Rolf Emenlauer und Olivier de Bastiani. Emenlauer verwies darauf, dass sich die Kommunalpolitik vor ein paar Jahren bei der Planung des Kreuzungsbereichs fĂŒr die Beibehaltung der UnterfĂŒhrung stark gemacht habe.

„Wir wussten warum“, erklĂ€rte er, „alles andere hĂ€tte eine stĂ€rkere GefĂ€hrdung bedeutet“. Kleiner positiver Nebeneffekt beim zwischenzeitlich einsetzenden starken Regen: Die Kinder konnten sich sogar unterstellen, wĂ€hrend es oben platschte. Sie wissen jetzt, wo sich der sicherste und trockene Schulweg befindet. Und noch mehr. Ortsvorsteherin Falter nutzte die Gelegenheit, um die ZweitklĂ€ssler auf dem Heimweg zur Schule zu einer Besichtigung der aktuellen Ausstellung zur LĂŒtzelsachsener Ortsgeschichte einzuladen. Also ein erlebnisreicher Vormittag.“

Talemer Markt vom 19. bis zum 20. Mai 2012

Stadtwerke setzen 1.000-Jahr-Feier „unter Strom und Wasser“

Weinheim, 10. Mai 2012. (red/pm) Ein Kilometer Strom- und Wasserleitungen fĂŒr die Festmeile in Unterflockenbach. Talemer Markt vom 19. bis zum 20. Mai 2012.

Information der Stadtwerke Weinheim:

„Eine logistische Herausforderung wartet am nĂ€chsten Wochenende auf die Stadtwerke Weinheim. Vom 19. bis zum 20. Mai 2012, verwandelt sich die Kreisstraße zwischen Ober- und Unterflockenbach zur Flaniermeile mit Imbiss-, Musik- und Unterhaltungsstationen. Gefeiert wird das 1.000-jĂ€hrige Bestehen der Gemeinden.

Doch dafĂŒr brauchen die StĂ€nde Strom und Wasser. DafĂŒr sorgen drei Mitarbeiter der Stadtwerke Weinheim. Sie verlegen ab Freitag, 18. Mai, gut 500 Meter Strom- und 600 Meter Wasserleitungen. Denn in diesem Bereich gibt es keine Versorgungsleitungen. „Der Strom kommt vom Bauhof in Unterflockenbach und von der Cestarostraße in Oberflockenbach auf die 1,6 Kilometer lange Festmeile“, sagt Herr Pohl bei den Stadtwerken.

Über vier Notstromaggregate mit je einem Verteilerschrank und zehn Baustellenverteiler wird der Strom dann zu den einzelnen Abnehmern geleitet. Das Trinkwassersystem zapfen die Stadtwerke ebenfalls am Bauhof sowie am Kranichkaffee in Oberflockenbach an. Über 600 Meter lange Leitungen wird das Wasser auf die Kreisstraße transportiert. ZusĂ€tzlich stellen die Stadtwerke ein Wasserfass auf.

Doch mit dem Aufbau ist die Arbeit nicht getan. „Wir mĂŒssen die Leitungen stĂ€ndig ĂŒberwachen und schauen, dass alles gut funktioniert“, sagt Michael Zopf.“

Heizen mit heimischem Holz

Öko-Energie fĂŒr öffentliche GebĂ€ude

Weinheim, 10. Mai 2012. (red/pm) Energiewende vor Ort: Weinheim heizt im Ortsteil Rippenweier öffentliche GebÀude mit heimischem Holz.

Information der Stadt Weinheim:

„So sieht die Energiewende vor Ort aus: Die Stadt Weinheim geht im Odenwald-Ortsteil Rippenweier bei der Heizung fĂŒr öffentliche GebĂ€ude neue Wege.

Schon zur nÀchsten Heizperiode sollen die Keltensteinhalle und das Feuerwehrhaus von einer Holzhackschnitzelheizung versorgt werden, die ein benachbarter Bauernhof betreibt.

Der Landwirt, der selbst auch Forstwirtschaft betreibt, gewinnt die Hackschnitzel aus heimischem Wald. Die öffentlichen GebĂ€ude werden ĂŒber ein NahwĂ€rmenetz versorgt.Teure und stromfressende Nachtspeicheröfen können dann ausgebaut werden.

Der Gemeinderats-Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt hat sich am Mittwoch einstimmig fĂŒr diese neue Art der Energieversorgung ausgesprochen. Zwar muss die Stadt zunĂ€chst rund 68 000 Euro in die neue Heizungsanlage investieren. Allerdings wurde ausgerechnet, dass im Vergleich zur Nachtspeicherheizung pro Jahr rund 20 000 Euro gespart werden können. So werde sich die Investition in
wenigen Jahren amortisieren.

Die CO-2-Einsparung betrĂ€gt kĂŒnftig pro Jahr etwa 134 Tonnen. Auf dem Dach der Keltensteinhalle wird außerdem eine BĂŒrgersolaranlage errichtet.“

Heimatkundliche Ausstellung bis zum 10. Juni 2012

LĂŒtzelsachsen blickt gerne zurĂŒck

Ausstellung in LĂŒtzelsachsen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 03. Mai 2012. (red/pm) Heimatkundliche Ausstellung ist jeden Sonntag bis zum 10. Juni 2012 zu sehen – Auf Anfrage auch öfter.

Information der Stadt Weinheim

„Weinheims Ortsteil LĂŒtzelsachsen ist beschaulich – aber einzigartig. Dort gibt trifft man eine ganze Reihe von Besonderheiten an, die es in der ganzen Stadt kein zweites Mal gibt.

Nur in LĂŒtzelsachsen gibt es eine Weinkönigin, nur dort steht die Sternwarte, von der aus ein Asteroid entdeckt wurde, der den Namen Weinheim bekam. Und in LĂŒtzelsachsen zĂŒchtete der Landwirt Peter Nickel eine sehr frĂŒh im Jahr zu erntende FrĂŒhzwetschge, aus der köstlicher Edelschnaps gebrannt werden kann. Peter Nickel wurde damals LĂŒtzelsachsener EhrenbĂŒrger; nach ihm ist auch eine Straße benannt.

LĂŒtzelsachsen ist ein Kleinod – das betonten jetzt auch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und LĂŒtzelsachsens Ortsvorsteherin Doris Falter bei der Eröffnung einer ganz besonderen Ausstellung im GebĂ€ude der Volksbank in der Sommergasse gegenĂŒber des Rathauses.

Der OB verwies auf eine gelungene Kooperation zwischen der geschichtsbewussten Ortsvorsteherin und dem Museum der Stadt, die gemeinsam eine Ausstellung mit ortshistorischen RaritĂ€ten – zumeist aus Privatbesitz – zusammengetragen haben.

Bei der Eröffnung war das Interesse schon sehr groß und Bernhard freute sich ĂŒber die „große Identifikation der Menschen mit ihrem LĂŒtzelsachsen“. An StellwĂ€nden, in Vitrinen und anders trapiert, hĂ€ngen nun GegenstĂ€nde und Dokumente der LĂŒtzelsachsener Ortsgeschichte. Puppen aus der Puppenklinik, ein altes Ortschild der selbststĂ€ndigen Gemeinde, Utensilien des Winzers, Bilder des LĂŒtzelsachsener Malers Heiko Hoffmann, das GrĂŒndungsprotokoll des Kleintierzuchtvereins und vieles mehr – zum Erinnern und manchmal auch zum Schmunzeln.

„LĂŒtzelsachsen – die Vergangenheit lieben, die Gegenwart leben“, so lautet der Titel der Schau, die jeweils sonntags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr bis einschließlich Sonntag, 10. Juni fĂŒr das Publikum geöffnet ist. Auf Anfrage, zum Beispiel fĂŒr Gruppen und Schulklassen, bietet Ortsvorsteherin Doris Falter aber auch außerhalb dieser Zeit FĂŒhrungen an, Anmeldungen sind möglich bei der Verwaltungsstelle unter 06201-592797.“

Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt

Neues RĂŒckhaltebecken am Hammerweg

Weinheim, 20. April 2012. (red/pm) Ein neues RegenrĂŒckhaltebecken im Stadtteil Waid wurde gestern im Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt genehmigt. FĂŒr die Planung entstehen Kosten in Höhe von 190.000 Euro.

Information der Stadt Weinheim:

„Weinheims SĂŒdwesten bekommt eine sicherere Abwassersituation – auch wenn im nĂ€chsten Jahr Zug um Zug das Neubaugebiet „LĂŒtzelsachsen Ebene“ bevölkert wird.

Der Gemeinderats-Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt genehmigte jetzt die Planung fĂŒr ein neues RegenrĂŒckhaltebecken am Hammerweg im Stadtteil Waid.

Das Becken soll unterirdisch in der NĂ€he des kĂŒnftigen S-Bahn-Haltepunktes LĂŒtzelsachsen liegen. Es steht in einer Verbindung mit einem weiteren offenen RegenĂŒberlaufbecken sĂŒdlich der
SchrebergĂ€rten und dem Ausbau eines bestehenden Pumpwerkes mit RegenĂŒberlaufbecken.

Die Objektplanung kostet rund 190 000 Euro.“

Verein Pro West bestÀtigt Vorstandschaft

Weststadt bleibt in festen HĂ€nden

Der Vorstand des Weststadt-Vereins . Foto: Verein Pro West.

Weinheim, 19. April 2012. (red/pm) Verein Pro West bestĂ€tigt Vorstandschaft – Heiße Phase fĂŒr das 4. Weststadtfest am 16. Juni beginnt.

Information des Weststadtvereins:

„Das nĂ€chste Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, steht schon wieder bevor. Und es kann kommen: Der Weststadtverein „Pro West Weinheim“ baut auf festen wirtschaftlichen SĂ€ulen und bestĂ€ndigem Personal.

Bei der turnusgemĂ€ĂŸen Mitgliederversammlung wurde jetzt Stella Kirgiane-Efremidis als Erste Vorsitzende mit ihrem kompletten Team im Amt bestĂ€tigt. Zuvor hatte sie einen beeindruckenden Jahresbericht ĂŒber das JubilĂ€umsjahr 2011 vorgelegt, in dem Weinheims grĂ¶ĂŸter Stadtteil sein 75-jĂ€hriges Bestehen feierte – auch dies geschah auf Anregung des Weststadtvereins.

Die 44-jĂ€hrige gebĂŒrtige Griechin und Kommunalpolitikerin geht somit gestĂ€rkt in eine dritte Amtszeit im fĂŒnften Jahr des Vereinsbestehens. Ihre Stellvertreter bleiben „Weststadt-BĂŒrgermeister“ Fritz Weber und Andreas KrĂ€nzle, als Erster Kassier wurde Klaus FlĂ¶ĂŸer, als Zweiter Kassier Rainer Holzinger bestĂ€tigt.

SchriftfĂŒhrer bleibt Jörn zur BrĂŒgge, fĂŒr die Internetseite und die Öffentlichkeitsarbeit ist weiterhin Carsten Labudda zustĂ€ndig. Auch das Team der Beisitzer wurde einstimmig wiedergewĂ€hlt: Rita EidenmĂŒller, Johanna Seydel, JĂŒrgen Sattler, Michele Vetere, Reinhild Kreckel, Birgit Risch und Gerhard Raule.

Heißlaufen fĂŒrs Weststadtfest

„Wir sind gerade schon am Heißlaufen fĂŒrs Weststadtfest“, kĂŒndigte die neu gewĂ€hlte Vorsitzende an.

Beim 4. Weststadtfest am Samstag, 16. Juni werden wieder rund 20 BĂŒhnenprogrammpunkte auf zwei BĂŒhnen aufgefĂŒhrt, die Festmeile auf der Ahornstraße zwischen Pappelallee und „Ahornplatz“ wird mit StĂ€nden und Aktionen gefĂŒllt sein.

Das BĂŒhnenprogramm sei wieder „ungeheuer vielseitig“, wie Roland Kern ergĂ€nzte, der die Show zusammenstellt. „Was die Anzahl der Gruppen und Bands angeht, werden wir wieder das grĂ¶ĂŸte Open-Air an der Bergstraße sein“, kĂŒndigte er an. Und: SĂ€mtliche Auftritte sind ohne Gage, nĂ€mlich fĂŒr den guten Zweck des Weststadtvereins, der jedes Jahr einige Tausend Euro in soziale Projekte der Weststadt fließen lĂ€sst.

Als „Top-Act“ am Abend wird in jedem Fall die Weinheimer Nachwuchsband „Amie“ auftreten.

In diesem Zusammenhang erklĂ€rte Stella Kirgiane-Efremidis fĂŒr den Vorstand, dass nicht an eine Ausweitung bis Mitternacht gedacht sei; Festbesucher hatten das angeregt.

„Wir haben großes VerstĂ€ndnis bei den Anwohnern, das wollen wir nicht ĂŒberstrapazieren“, so die Vorsitzende, die insbesondere die Weinheimer Unternehmer DiesbachMedien und Elektro-Steidl als engagierte Sponsoren des Vereins und des Weststadtfestes nannte.

Mitgliederzahl gestiegen

So gelang es auch 2011, rund 5300 Euro Projektförderung an Einrichtungen der Weststadt auszuschĂŒtten, wie Kassier Klaus FlĂ¶ĂŸer berichtete. Rund 22 000 Euro konnte der Verein im Jahr 2011 verbuchen, das meiste aus Spenden, GetrĂ€nkeverkauf bei Veranstaltungen und der Vermietung von StandgebĂŒhren. Insgesamt verfĂŒge der Verein nach vier Jahren ĂŒber eine sehr solide finanzielle Ausstattung. Die Zahl der Mitglieder ist erneut auf jetzt 128 gestiegen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellten Brigitte Deichsel das Engagement des Vereins innerhalb der BĂŒrgerstiftung und der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI vor, Dieter Gerster sprach von den AktivitĂ€ten des „Runden Tisch Demenz“ in der Weststadt (zum Beispiel von der nĂ€chsten großen Veranstaltung zum Thema im Rolf-Engelbrecht-Haus am 14. Oktober). Und Mike FlĂ¶ĂŸer, GrĂŒnder und Vorsitzender des Skatervereins berichtete ĂŒber die BemĂŒhungen des Vereins, einen geeigneten Standort fĂŒr eine Skateranlage zu finden und bat um UnterstĂŒtzung.“
Info: FĂŒr das 4. Weinheimer Weststadtfest am Samstag, 16. Juni, sind noch bis 30. April Anmeldungen möglich beim Verein Pro Weststadt, Vorsitzende Stella Kirgiane-Efremidis, Restaurant „Alex“ im Rolf-Engelbrecht-Haus, Telefon 06201-6 29 36, E-Mail: stellakirgiane@aol.com. Dort liegen auch Anmeldebogen aus!

ZustĂ€ndig fĂŒr die Vergabe der StĂ€nde ist der Vorstand, Stella Kirgiane-Efremidis, Telefon 06201-6 29 36. E-Mail stellakirgiane@aol.com. BĂŒhnenprogramm: Roland Kern, Stadtverwaltung Weinheim, Telefon 06201-82 390, E-Mail: r.kern@weinheim.de. Flohmarkt: Johanna Seydel, Kopierpoint, Ahornstraße, Telefon 06201-65963, E-Mail: info@kopierpoint-seydel.de, und Gerhard Raule, Pen Schreibwaren, Kurt- Schumacher-Straße 5, Telefon 06201-64458.
Anmeldeformulare auch unter www.pro-weststadt-weinheim.de. FĂŒr die Musikbands reicht eine E-Mail oder eine Kontaktaufnahme ĂŒber Weinheim auf Facebook. Bei den BĂŒhnenauftritten sind aber nur noch wenige Zeiten frei.

Die Energiewende selbst vorantreiben

Großes Interesse an BĂŒrgersolaranlage

Weinheim, 18. April 2012. (red/pm) Die geplante BĂŒrgersolaranlage auf der Keltensteinhalle soll noch diesen Monat montiert und in Betrieb genommen werden. Bis zum 30. April können die BĂŒrger von Rippenweier als einzige Genossenschaftsanteile erwerben, danach haben eine Woche lang sĂ€mtliche BĂŒrger Weinheims ein „Vorkaufsrecht“. Mit der BĂŒrgersolaranlage will man den BĂŒrgern die Möglichkeit geben, selbst Anteil an der Energiewende zu haben.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Sonne scheint fĂŒr Rippenweier:

Die neue BĂŒrgersolaranlage auf dem Dach der Keltensteinhalle im Weinheimer Ortsteil wird immer konkreter. Rund 40 interessierte BĂŒrger kamen jetzt zu einer Veranstaltung der Stadt Weinheim und der Energiegenossenschaft Hohe Waid, um sich Informationen aus erster Hand zu beschaffen.

Klar ist: Die alte EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Solarstrom in Höhe von 0,24 Euro/kWh ist dank der frĂŒhzeitigen „kaufmĂ€nnischen Inbetriebnahme“ fĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre gesichert, egal wie die von der Bundesregierung geplante Reform aussehen wird.

Noch in diesem Monat soll die Anlage montiert und dann auch „technisch“ in Betrieb genommen werden. Obwohl es der EG Hohe Waid nicht nur um Rendite geht, das bekrĂ€ftigte Vorstand Dr. Matthias SchĂŒtze.

Im ersten Jahr könne die Genossenschaft aber eine „schwarze Null“ schreiben, mittelfristig seien Renditen fĂŒr die Genossenschaftsmitglieder „mit einer Drei vorm Komma“ realistisch.

Die eigentliche Intension sei aber, den BĂŒrgern selbst einen Anteil an der Energiewende in Deutschland in die eigenen HĂ€nde zu geben.

Bis zum 30. April haben zunĂ€chst exklusiv die BĂŒrger Rippenweiers die Möglichkeit, Genossenschaftsanteile zu erwerben. Da die EG immer nur so viele Anteile ausgibt, wie zur Finanzierung des nĂ€chsten Projektes benötigt werden, stehen aktuell 152 Anteile Ă  500 Euro zur VerfĂŒgung.

ZunĂ€chst werde jeder Rippenweierer, der einen Antrag stellt, einen Genossenschaftsanteil erhalten, um möglichst viele BĂŒrger mit ins Boot zu nehmen. Je nach VerfĂŒgbarkeit könnten dann aber auch weitere Anteile gekauft werden.

Sind nach dem 30. April noch nicht alle Anteile vergeben, hĂ€tten alle Weinheimer eine Woche lang quasi ein „Vorkaufsrecht“.

Danach ist das Projekt offen fĂŒr alle Interessenten aus der Region. Die Keltensteinhalle ist nach dem Hilfeleistungs-Zentrum in Hirschberg das zweite Projekt der EG Hohe Waid, die ihren Sitz in Hirschberg und Weinheim hat.

Beim Projekt Keltensteinhalle handelt es sich um eine Photovoltaik-Anlage mit einer Maximalleistung von 39,1 kWp. Erwartet wird damit ein Jahresertrag von rund 34 000 Kilowattstunden. Dies entspricht einer jÀhrlichen Einsparung von 30 Tonnen CO2.

Partner bei der Errichtung der Anlage ist die Firma Sun Peak aus Hemsbach. Vor wenigen Wochen hatte die EG einen Gestattungsvertrag mit der Stadt Weinheim fĂŒr die Nutzung des Daches abgeschlossen.

INFO:

Genossenschaftsanteile fĂŒr die BĂŒrgersolaranlage in Rippenweier können bis 30. April (12 Uhr) gezeichnet werden, fĂŒr BĂŒrger aus der ganzen Stadt kann die Frist dann bis 7. Mai (12 Uhr) verlĂ€ngert werden.

Der Beitrittsflyer steht auf www.energiegenossenschaft-hohe-waid.de und auf www.weinheim.de oder direkt bei uns als Download zur VerfĂŒgung.“

Zwei Stunden Einsatz "im Wiesental"

Feuerwehr rettet Pferd aus Atzelbach

Feuerwehr und Tierarzt helfen dem ausgebĂŒchsten Tier aus dem Atzelbach. Bild: Feuerwehr Weinheim / Ralf Mittelbach

 

Weinheim, 05. April 2012. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim rettete am Mittwochnachmittag bei einem zwei Stunden andauernden Einsatz ein verunglĂŒcktes Pferd. Mittels eines Krans musste das kraftlose Tier aus dem Atzelbach gehoben werden.

Information der Feuerwehr:

„Zu einem nicht alltĂ€glichen Einsatz wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Rippenweier am Mittwochnachmittag gerufen. 3 Pferde waren von einer Koppel ausgebĂŒchst und in die Straße „Im Wiesental“ entlaufen.

WĂ€hrend 2 der Pferde eingefangen werden konnte, fiel eins der Pferde in den Bachlauf der Atzelbach.

Nachdem die ersten Selbstrettungsversuche gescheitert waren, entschied der herbeigerufene Tierarzt die Feuerwehr zur UnterstĂŒtzung zu holen. Neben der Abteilung Rippenweier, rĂŒckte auch die Abteilung Stadt mit dem Einsatzleitwagen, dem RĂŒstwagen sowie dem Wechselladerfahrzeug mit Kran zur Einsatzstelle aus.

Die Polizei kam ebenfalls zur Einsatzstelle um die Anfahrt der Großfahrzeuge durch die enge Straße zu unterstĂŒtzen. Zum Eigenschutz der Helfer war ein Rettungswagen vor Ort, musste aber nicht eingreifen.

Mit Hilfe des Krans wurde das Tier aus dem Bachlauf gehoben. Bild: Feuerwehr Weinheim / Ralf Mittelbach

Nach RĂŒcksprache mit dem Tierarzt wurde entschieden, das Pferd mit dem Kran des Wechselladers aus dem Bachlauf zu heben.

Das Pferd wurde mit dem Kran auf die Fahrbahn gehoben. Allerdings konnte es nicht mehr selbststÀndig stehen, daher wurde das Pferd durch den Tierarzt stabilisiert und eine Pause eingelegt, damit es wieder zu KrÀften kam.

Bei einem weiteren Rettungsversuch wurde das Pferd erneut mit dem Kran angehoben und beim Aufstehen unterstĂŒtzt. Nach 2 Stunden stand das Pferd wieder auf allen Vieren und die Feuerwehr Weinheim konnte die Einsatzstelle verlassen.“

Solaranlage auf der Rippenweierer Keltensteinhalle

Die Sonne scheint fĂŒr die BĂŒrger

Vertragsunterzeichnung: Es zeigt v. links. Dr. Matthias SchĂŒtze, Dr. Torsten Fetzner, GĂŒnter Volkmann und JĂŒrgen Steinle. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim/Hirschberg, 30. MĂ€rz 2012. (red/pm) „EG Hohe Waid“ plant Solaranlage auf der Rippenweierer Keltensteinhalle. Bis zum 01. April 2012 muss die Anlage „kaufmĂ€nnisch in Betrieb“ genommen werden, dann gelten fĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre die noch bestehenden Förder-Richtlinien. Info-Veranstaltung am 16. April 2012.

Information der Stadt Weinheim:

„Hohe Waid“, so heißt die sanft geschwungene Bergkuppe, die sowohl von der Rheinebene als auch von den Orten des vorderen Odenwaldes zu sehen ist. Sie ist mit rund 455 Meter die höchste Erhebung des Bergstraßenhanges zwischen Weinheim und Heidelberg.

„Hohe Waid“, so heißt auch eine in GrĂŒndung befindliche Energiegenossenschaft (eG) mit Sitz in Hirschberg und Weinheim. „Der Name war von Anfang an so gewĂ€hlt“, erklĂ€rt GrĂŒndungs- und Vorstandsmitglied JĂŒrgen Steinle, „damit sollte deutlich werden, dass die Genossenschaft ihre Entwicklung nicht nur lokal in Hirschberg sieht, sondern an der ganzen Bergstraße, eben auch in der Großen Kreisstadt Weinheim“.

So geschieht es nun. Die Vorstandsvertreter der „EG Hohe Waid“, Steinle und Dr. Matthias SchĂŒtze waren jetzt im Weinheimer Rathaus, um gemeinsam mit dem Weinheimer BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner und GĂŒnter Volkmann, dem Ortsvorsteher des Weinheimer Ortsteils Rippenweierer, einen Gestattungsvertrag ĂŒber das Dach der Keltensteinhalle zu unterzeichnen.

Die Genossenschaft pachtet 400 Quadratmeter der Sonnenseite des Dachs, um dort eine BĂŒrgersolaranlage einzurichten. Die Leistung der Anlage wird 39,1 kWp betragen, mit denen dort jĂ€hrlich rund 35 000 kWh Strom produziert werden können.

Es ist das zweite Projekt der EG nach dem gerade entstehenden Hilfeleistungszentrum in Hirschberg. Die Firma SunPeak, mit der auch die Stadt Weinheim schon öfter zusammengearbeitet hat, wird die Anlage alsbald installieren. „Wir sind massiv in Zeitnot gekommen“, erklĂ€rte Dr. Matthias SchĂŒtze.

Denn die AnkĂŒndigungen der Bundesregierung, die Solarförderung, die eine BĂŒrgersolaranlage rentabel macht, weiter zu kĂŒrzen, erforderte ein rasches Handeln. Bis zum 01. April 2012 muss die Anlage „kaufmĂ€nnisch in Betrieb“ genommen werden, dann gelten fĂŒr die nĂ€chsten 20 Jahre die noch bestehenden Förder-Richtlinien.

Die FormalitĂ€ten hierfĂŒr sind von der „EG Hohe Waid“ erfĂŒllt worden „weil wir in jedem Fall die Idee voranbringen wollen“, so beschreibt es Dr. Matthias SchĂŒtze. Die Genossenschaft wolle InitialzĂŒndungen setzen. JĂŒrgen Steinle ist auch regelmĂ€ĂŸiger Teilnehmer am „Runden Tisch Energie“ in Weinheim.

Am Montag, 16. April, 19.30 Uhr, wird es dazu in der Rippenweierer Keltensteinhalle eine Info-Veranstaltung fĂŒr die BĂŒrger geben. So ist das Procedere geplant: Die BĂŒrger Rippenweiers haben zunĂ€chst das Vorrecht, Genossenschaftsanteile zu je 500 Euro zu erwerben und sich damit aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Auch erste Anmeldungen sollen schon möglich sein.

Greifen die Rippenweierer nach zwei Wochen noch nicht zu, bekommen die Weinheimer aus anderen Stadtteilen und der Kernstadt die Möglichkeit. WĂ€re danach immer noch nicht jeder Quadratmeter vergeben, können auch Einwohner anderer Kommunen erwerben – die „EG Hohe Waid“ hat hierfĂŒr eine Warteliste.“