Donnerstag, 23. November 2017

Rede von Dr. Michael Lehner von Weinheim Plus zur Haushaltssatzung 2014

„Beim Lesen Ihres Haushalts rieb ich mir die Augen“

Weinheim, 15. MĂ€rz 2014. (red/pm) Zu teuer, zu geringe Einnahmen und zu wenig Eingang auf AlternativvorschlĂ€ge, befand Dr. Michael Lehner (Weinheim Plus) den Haushaltsentwurf 2014. Es sei wichtig, den Sanierungsstau zu beseitigen. Durch Steuererhöhungen sollen die Großprojekte aber nicht finanziert werden. Wir dokumentieren die Haushaltsrede von Dr. Lehner. [Weiterlesen…]

Haushaltsrede der SPD-Fraktion zur Verabschiedung des Haushalts 2014

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) In der Debatte um den Stadthaushalt 2014 gab die SPD-Fraktion ihre Zustimmung. Stadtrat Wolfgang Metzeltin lobte die Umstellung der KĂ€mmerei auf die doppische HaushaltsfĂŒhrung, die in Zukunft eine bessere Kontrolle ermögliche. In seiner Rede sprach er außerdem die anstehenden Großprojekte in der Stadt sowie die Herausforderung der Asylbewerberunterbringung an. Wir dokumentieren die Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Metzeltin. [Weiterlesen…]

Haushaltsrede der FDP-Fraktion zur Verabschiedung des Haushalts 2014

„Es geht um die Finanzierbarkeit der Zukunft“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) Große, teure Projekte kommen auf die Stadt zu. Die FDP-Fraktion stimmte zwar dem Haushalt 2014 zu. Der Fraktionsvorsitzende GĂŒnter Breiling mahnte jedoch an, vor allem in der Verwaltung transparenter zu machen, wodurch Mehrausgaben verursacht werden. Auch die langfristige Haushaltsplanung befand er fĂŒr zu optimistisch. Wir dokumentieren die Haushaltsrede der FDP-Fraktion. [Weiterlesen…]

Rede der GAL zur Haushaltsplanung 2014

„Selbst die jĂŒngsten Mehreinnahmen reichen nicht“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) Zu viel vor, zu wenige Einnahmen und falsch gewichtete Dringlichkeiten mahnte die Fraktionsvorsitzende der GAL, Elisabeth Kramer, in ihrer Haushaltsrede am 26. Februar an. Die Stadt lasse auch eine klarere Ausrichtung zur Energiewende. Wir dokumentieren die Haushaltsrede: [Weiterlesen…]

Hauptausschuss berĂ€t ĂŒber Haushalt 2014

„Dieser Haushalt ist genehmigungsfĂ€hig“

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/ld) Die Stadt Weinheim hat Großes vor, aber nur eine kleine Stadtkasse. Der Umbau der Karillonschule, das Schul- und Kulturzentrum Weststadt und der Bau der Sporthallen bringt den Haushalt in Gefahr, vom RegierungsprĂ€sidium genehmigt zu werden. Diese Gefahr bestehe fĂŒr 2014 nicht, allerdings fĂŒr die kommenden Jahre, sagte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard. Um dies zu vermeiden, schlug er vor, die zeitliche Planung der Projekte zu strecken und die Grundsteuer B anzuheben. [Weiterlesen…]

Der 111. Weinheimer Sommertagszug am Sonntag, 10. MĂ€rz

Der FrĂŒhling muss jetzt kommen

Weinheim, 06. MĂ€rz 2013. (red/pm)  Nach diesem langen und trĂŒben Winter muss sich der kalte Geselle auf etwas gefasst machen. Wenn am Sonntag, 10. MĂ€rz, ab 14 Uhr der Weinheimer Sommertagszug – der grĂ¶ĂŸte an der Bergstraße – durch die Straßen der Innenstadt zieht, dann werden rund 3000 Menschen (darunter etwa 2000 Kinder) den Winter mit besonderer Genugtuung vertreiben. Er hatte lange genug Schonzeit. Wenn es darum geht, den Winter zu vertreiben und den FrĂŒhling zu begrĂŒĂŸen, sind alle Menschen gleich.
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Aktuelle Entwicklungen beim Runden Tisch Demografie

Die Weststadt attraktiver machen

Weinheim, 18. Januar 2013. (red/ld) Ein neues Gewerbegebiet auf den Breitwiesen, die verramschte Freiburger Straße und ein neues Schul- und Kulturzentrum im Rolf Engelbrecht-Haus sind nur drei der Themen in der stĂ€dtebaulichen Entwicklung der Weststadt. DarĂŒber referierte Dr. Torsten Fetzner, Erster BĂŒrgermeister der Stadt Weinheim, heute Nachmitag im Haus „Pamina.“ Rund 30 Zuhörer waren zu dem Vortrag gekommen. Er gehört zur Veranstaltungsreihe des „Runder Tisch Demografie.“

Von Lydia Dartsch

Alarmierend seien die Zahlen in Weinheim und der Weststadt noch nicht. Rund 40 Prozent der hier lebenden Frauen seien in der Altersstufe, um Kinder zu bekommen. Die Geburtenrate in der Weststadt liege derzeit bei rund 80 Prozent und damit im stĂ€dtischen Durchschnitt. Vor allem in LĂŒtzelsachsen werden noch mehr Kinder geboren. Woran das liegt, wagte Dr. Fetzner gestern nicht zu beantworten:

Möglicherweise hÀngt es mit der sozialen Struktur des Stadtteils zusammen: Kinder kosten Geld und scheinbar können sich viele Menschen dort viele Kinder leisten.

vermutete er. Jetzt sei es daran, die Stadt attraktiv zu machen fĂŒr junge Familien, um dem Trend des demografischen Wandels – einer alternden Gesellschaft – in Weinheim aufzuhalten. In einigen FĂ€llen sei das schon gelungen, in anderen bestehe noch Handlungsbedarf.

Schul- und Kulturzentrum im Rolf-Engelbrecht-Haus

Denn Kinder brauchen Platz und gehen irgendwann mal auf die Schule. Ganz leise sind sie dabei selten. Nun will die Stadt das Rolf-Engelbrecht-Haus gemeinsam mit der Multschule zu einem neuen Schul- und Kulturzentrum umbauen und die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule und die Albert-Schweitzer-Schule dorthin verlegen. Durch diese BĂŒndelung der Schulen erhofft sich die Stadt Synergieeffekte nutzen zu können, da man beispielsweise nur einen Hausmeister fĂŒr die drei Schulen brauche, erklĂ€rte Dr. Fetzner. Eine Anwohnerin befĂŒrchtet jedoch noch mehr LĂ€rm:

Wir wohnen seit 30 Jahren dort und jedes Jahr wurde es lauter.

Die Albert-Schweitzer-Schule sei auch viel zentraler, wirft ein anderer Zuhörer ein. FĂŒr ihn mache es mehr Sinn, die Schule beizubehalten. Das GebĂ€ude sei auch so schön und als Zeitzeuge von historischer Bedeutung wird als Argument in die Diskussion eingeworfen. Das sei auch alles im Dialogprozess zur Sprache gekommen, sagte Dr. Fetzner. Allerdings seien die Sanierungsmaßnahmen an den drei Schulstandorten deutlich teurer als die Sanierung des Rolf-Engelbrecht-Hauses und der Neubau der beiden Schulen. Deshalb habe man sich auf diese Lösung geeinigt.

Große Lkws in der kleinen Anne-Frank-Straße

Über LĂ€rm klagt auch eine Anwohnerin der Anne-Frank-Straße:

Diese kleine Straße ist offenbar fĂŒr den Lkw-Verkehr freigegeben. Die donnern da stĂ€ndig durch.

Lkws fahren dort vom Industriegebiet in Richtung Mannheimer Straße, B38 und Autobahn. Das werde noch schlimmer, befĂŒrchtete Dr. Fetzner. Man habe dort in 80er Jahren planerische Fehler gemacht, durch die nun die Zufahrtstraßen zum Gewerbegebiet durch die Wohnsiedlung verliefen.

Gemeinderat entscheidet ĂŒber BĂŒrgerentscheid bei Breitwiesen

Einen solchen Fehler will die Stadt bei den Breitwiesen vermeiden. UrsprĂŒnglich sei geplant gewesen, den benachbarten Hammelsbrunnen als Gewerbegebiet auszuweisen. Dann sei man auf die Idee gekommen, stattdessen das Gewerbegebiet auf den Breitwiesen auszuweisen.

Da haben wir die Rechnung ohne die Landwirte gemacht.

sagte Dr. Fetzner. Die wollten ihre Felder auf den Breitwiesen behalten, auch weil diese in ihren GrĂ¶ĂŸen viel wirtschaftlicher seien, als die zum Tausch angebotenen FlĂ€chen auf den Hammelsbrunnen. Nun könnte ein BĂŒrgerentscheid die Frage klĂ€ren, ob der Tausch zu Stande kommt oder nicht, oder ob kein neues Gewerbegebiet ausgewiesen wird.

Braucht man diese FlĂ€chen ĂŒberhaupt?

fragte ein Besucher. Er befĂŒrchte ein weiteres Logistikunternehmen wie Pfenning in Heddesheim oder Amazon. Anfragen von Amazon gebe es aber derzeit nicht, sagte Dr. Fetzner. Im Fall von Pfenning sei er froh, dass das Verteilzentrum bereits in Heddesheim gebaut worden sei. Damit bestĂŒnde die Gefahr nicht fĂŒr Weinheim.

Angst vor Verramschung der Freiburger Straße

Ein neues Gewerbegebiet birgt auch die Gefahr fĂŒr ein Trading-Down-Effekt. Dieser Effekt beschreibt die Abwanderung angesehener Unternehmen und LĂ€den und deren Ersetzung durch geringerwertige GewerbeflĂ€chen, wie Spielhallen oder RamschlĂ€den, wie es Dr. Fetzner ausdrĂŒckte. So geschehen in der Freiburger Straße. Das Gebiet dort könne man als Sanierungsgebiet ausweisen und mit Fördermitteln zu einem Gewerbe- und Wohngebiet umbauen.

Als Erfolg verbucht Dr. Fetzner dagegen die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Naturin-Parkplatz in der Gleiwitzer Straße und dem KĂ€sackerweg.

Ich finde, das ist gelungen.

Weststadtplatz als Quartiersmittelpunkt

Der Weststadt fehlt nur noch ein zentraler Stadtteilplatz als Treffpunkt und fĂŒr Stadtteilfeste. Ein solcher Platz fehle im Quartier. Er könnte im Bereich um den Breitplatz entstehen, der ursprĂŒnglich als Parkplatz fĂŒr die GeschĂ€fte dort angelegt wurde. Der Platz liegt an der Kurt-Schumacher-Straße und der Blumenstraße. Die OEG hĂ€lt direkt davor und dahinter befindet sich eine GrĂŒnflĂ€che, die in den Quartiersplatz mit einbezogen werden könnte, stellte sich Dr. Fetzner vor. Im Moment erlebe man auf dem Breitplatz eine VermĂŒllung, berichtete er. Eine Besucherin berichtete auch davon, dass Berufspendler dort parkten, um morgens die OEG zur Arbeit zu nehmen.

Diese Park & Ride-Nutzung ist mir neu.

sagte Dr. Fetzner. Diese Probleme könnten gelöst werden, wenn dort ein Quartiersplatz entsteht, wĂŒnscht sich der Erste BĂŒrgermeister.

Entlang der Bahntrasse wĂŒnschen sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor allem Ruhe. Doch die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn seien schwierig und langwierig, wie Dr. Fetzner erklĂ€rte:

Die Bahn hat ihre LĂ€rmschutzmaßnahmen abgeschlossen und wird auf der Strecke deshalb mehr ZĂŒge fahren lassen.

Das fĂŒhre auch zu einer Mehrbelastung der Anwohner. Aktuell sei die Stadt aber in Verhandlungen mit der Bahn ĂŒber eine neue LĂ€rmsanierung.

"Meilensteine" aus Sicht der Stadtverwaltung

Die Weinheimer Themen des Jahres 2012

Unser Foto des Jahres 2012: OB Heiner Bernhard im GlĂŒck – weil ers „saugeil“ fand, rutschte er den Hurricane-Loop gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglĂŒckt wie ein Jugendlicher.

 

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm/ae) Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende.  Aus diesem Anlass hat sich die Stadt Weinheim dazu entschlossen, einen RĂŒckblick auf die Themen, die Weinheim im Jahr 2012 beschĂ€ftigten, zu geben. Sowohl die kommunale Energiewende als auch die Etablierung der Stadt Weinheim als Bildungsstandort und Weinheim als Fair-Trade-Town sind dabei nur ein paar zu nennende Meilensteine.

Von Roland Kern

Es ist das Thema des Jahres: Die Stadt Weinheim geht neue Wege bei der Einbeziehung der BĂŒrgerschaft in politische Zukunftsentscheidungen. Die Frage, wie und wo in den nĂ€chsten Jahren die Gewerbeentwicklung der Großen Kreisstadt stattfindet, wird in einem BĂŒrgerdialogverfahren von den BĂŒrgern selbst beraten. Im MĂ€rz hat die Stadtverwaltung ein Konzept der BĂŒrgerbeteiligung vorgestellt, das von der Deutschen Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung der Uni Wuppertal begleitet wird. Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und ein BĂŒrgergutachten von zufĂ€llig ausgewĂ€hlten BĂŒrgerrĂ€ten. Zu einem geforderten BĂŒrgerentscheid kommt es dann aber doch nicht, weil sich der Gemeinderat und eine BĂŒrgerinitiative auf keine Formulierung fĂŒr eine Fragestellung einigen können.

Im September spricht sich das Gremium gegen einen BĂŒrgerentscheid und fĂŒr einen GelĂ€ndetausch aus, so dass die Planungen fĂŒr ein Gewerbegebiet in den „Breitwiesen“ an der Autobahn weitergehen. Die Verwaltungsspitze verspricht: Auch ohne BĂŒrgerentscheid wird die Stadt die BĂŒrger bei der weiteren „Breitwiesen“-Planung einbeziehen. Zum Jahresende gibt es aber auch BemĂŒhungen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen.

Schullandschaft im Westen

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschĂ€ftigt die VerĂ€nderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Die Stadt will die Schullandschaft im grĂ¶ĂŸten Stadtteil, der Weststadt, fĂŒr die Zukunft neu und nachhaltig aufstellen. Verschiedene Faktoren erfordern die VerĂ€nderung: Der Bedarf nach einer neuen Grundschule anstatt der baufĂ€lligen Albert-Schweitzer Schule, die demografische Entwicklung sowie die neue Schulpolitik im Land. Es gibt immer weniger Haupt- und WerkrealschĂŒler, deshalb werden die Karrillon-Schule und die DBS-Werkrealschule zum nĂ€chsten Schuljahr fusionieren. Ein Moderationsprozess mit Konzeptgruppe und großen World-CafĂ©s entwickelt nach einigen Monaten einen Vorschlag an den Gemeinderat: Eine Grundschule mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule unter einem Dach am Standort des Rolf-Engelbrecht-Hauses. Der Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Finanzierbarkeit unter BerĂŒcksichtigung aller Synergieeffekte zu prĂŒfen. Im Gegenzug werden nĂ€mlich drei alte SchulgebĂ€ude frei, die anders verwertet oder genutzt werden können.

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort und Bildungsregion im Land Baden-WĂŒrttemberg. Im April wird eine Vereinbarung zwischen der Agentur fĂŒr Arbeit und dem Kommunalen Übergangsmanagement Schule-Beruf geschlossen, kĂŒnftig bei der Berufsorientierung enger zusammenzuarbeiten. Das Übergangsmanagement ist nun offiziell bei der Stadt Weinheim angesiedelt. Mit dem neuen Schuljahr haben vier neue Schulsozialarbeiterinnen auf drei Stellen ihre TĂ€tigkeit aufgenommen. OB Bernhard bezeichnet die Schulsozialarbeit als „Edelstein in der Bildungskette“.

Mit der „Bildungskette“ und der „Weinheimer Initiative“ sorgt die Stadt weiter bundesweit fĂŒr Aufsehen und positive Beispiele, unter anderem informiert sich deshalb Kultus-StaatssekretĂ€r Dr. Frank Mentrup vor Ort – und hat großes Lob fĂŒr die Bildungslandschaft. Außerdem: Im Sommer erscheinen gleich in mehreren Fachmagazinen Lobeshymnen auf die soziokulturellen Schulprojekte an der DBS. OB Bernhard betonte: „Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass es in Fragen der QualitĂ€t von Bildung in dieser Stadt immer eine große Einigkeit gibt.“

Unsere Artikel zum Thema Schule und Bildung finden Sie hier.

Auch MdL Uli Sckerl sagt: „Die Energiewende ist der richtige Weg.“

Kommunale Energiewende hat begonnen

Ein Jahr im Zeichen der Energiewende: Im Rathaus stĂ¶ĂŸt ein Energie-Team, begleitet vom Runden Tisch Energie, eine Reihe von ökologischen Verbesserungen an. Der Gemeinderat trifft die Entscheidung, alle öffentlichen GebĂ€ude, Straßen und PlĂ€tze ab diesem Jahr zu hundert Prozent mit Öko-Strom zu versorgen. Die Stadtwerke Weinheim kommen der Stadt dabei entgegen. Die Arbeiten an einem Klimaschutz-Gutachten durch eine Fachagentur haben begonnen. Die Vorstellung ist faszinierend: Pro Jahr könnten in Weinheim fast 30 000 Tonnen CO 2-Gas eingespart werden, wenn man alles ausschöpft. Die ersten Projekte nehmen ihre Arbeit auf: Auf der Rippenweierer Keltensteinhalle produziert eine BĂŒrgersolaranlage Strom, die WĂ€rme kommt von der Holzschnitzelheizung eines benachbarten Betriebes, möglicherweise entsteht dadurch ein neues WĂ€rmenetz fĂŒr den ganzen Ort.

Die Stadt legt weitere SolardĂ€cher an. Der Runde Tisch Energie feiert einjĂ€hriges Bestehen und mischt sich engagiert ein. Der Energietag beim Autohaus Sporer wird zum Publikumsschlager. An diesem Tag startet auch die Vermarktung des Neubaugebietes „LĂŒtzelsachsen Ebene“ als Biogas-Wohngebiet. Hier kommt die WĂ€rme aus einer Biogasanlage vom benachbarten Bauernhof. Und die Stadt bringt weiter frischen Wind in die Energiewende. Der Gemeinderats-Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschließt den Einstieg in ein Verfahren, mit dem kĂŒnftig der Bau von Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene gesteuert werden kann. Auch hier beginnt eine groß angelegte BĂŒrgerbeteiligung.

Die BĂŒrgerbeteiligungen 2012 auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus in der zweiten Runde

Ein wichtiger Baustein der Bildungsregion Weinheim steht stabil und wackelt nicht – zumindest fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Weinheimer Weststadt wird definitiv ins Förderprogramm des Bundesamtes fĂŒr Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufgenommen. Die AktivitĂ€ten werden ausgeweitet.

GrĂŒnes Licht fĂŒr das Fachmarktzentrum

OBI kann anrolle(r)n: Der Gemeinderat der Stadt Weinheim beschließt Ende April den Bebauungsplan fĂŒr das GelĂ€nde des frĂŒheren GĂŒterbahnhofs am sĂŒdlichen Stadteingang zwischen Bahnschienen und B3. Damit steht der Umsetzung des dort geplanten Fachmarktzentrums nichts mehr im Wege. Im Sommer wird mit dem Bau begonnen, zum Jahreswechsel stehen die ersten beiden FachmĂ€rkte im Rohbau. Allerdings hat es im August Diskussionen wegen LĂ€rmbelastigungen im Umfeld der Baustelle gegeben.

Ein Plan gegen den LĂ€rm

Die Stadt Weinheim will organisiert und unter Beachtung möglichst exakter Daten gegen steigende LĂ€rmbelĂ€stigung in der Stadt vorgehen. Das Amt fĂŒr Stadtentwicklungen nimmt die Arbeit an einem LĂ€rmaktionsplan auf. Im Laufe des Jahres stellt sich heraus, dass der BahnlĂ€rm das grĂ¶ĂŸte Problem ist. Gemeinsam mit der BĂŒrgerinitiative „Schutz vor BahnlĂ€rm“ drĂ€ngt die Stadt beim Eisenbahnbundesamt und beim Verkehrsministerium auf Verbesserungen.

Die MĂ€nner der BĂŒrgerinitiative „Schutz vor BahnlĂ€rm“ (v.l.n.r.): Joachim Körber, Peter Thunsdorff und Dr. Hans Irion.

Abbau von Schulden in Sicht

Die Finanzlage der Stadt Weinheim erholt sich spĂŒrbar. Die Entwicklung des aktuellen Haushaltsjahres verlĂ€uft erfreulich, wie die KĂ€mmerei bereits im Halbjahresbericht mitteilen kann. Im Dezember kann OB Bernhard im Gemeinderat einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Ein zweistelliger Millionenbetrag kann der Allgemeinen RĂŒcklage zugefĂŒhrt werden. Die KĂ€mmerei stellt in Aussicht, dass bei einer Fortsetzung der finanziellen Verbesserung in den nĂ€chsten Jahren ein Schuldenabbau gelingen kann.

FußgĂ€ngerzone kommt voran

Mit einem „Pflasterstein-Fest“ feiert die Stadt, das Stadt- und Tourismusmarketing und der Verein „Lebendiges Weinheim“ im Juli die Übergabe des zweiten Bauabschnittes der FußgĂ€ngerzone. Von der „Weinheim Galerie“ bis zum Windeckplatz ist jetzt alles mit rotem Naturstein ausgelegt. Die hochwertige Gestaltung wird ĂŒberall gelobt. Im FrĂŒhjahr 2013 beginnt das Tiefbauamt mit dem letzten Abschnitt vom Windeckplatz bis zur Grabengasse – dann hat die Stadt in die Verschönerung ihrer Einkaufsmeile rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die neue FußgĂ€ngerzone, Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim ist Feuerwehr-Hochburg

Es ist ein großes Jahr der Weinheimer Feuerwehr: Weinheim liegt in diesem Jahr im Zentrum aller Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Zweiburgenstadt – die grĂ¶ĂŸte im Kreis – feiert ihr 150-jĂ€hriges Bestehen und das 50-jĂ€hrige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der zunĂ€chst feuerwehrinterne Auftakt ins große JubilĂ€umsjahr findet im MĂ€rz statt, weitere Gedenken und Veranstaltungen schließen sich an. Nichtsdestrotrotz fĂ€llt die JubilĂ€umswehr durch eine Reihe von spektakulĂ€ren EinsĂ€tzen auf. Und nicht zuletzt werden die FeuerwehrsanitĂ€ter wegen ihres AED-Projektes bundesweit zur „Feuerwehr des Jahres“ nominiert.

Boardsport Weinheim macht von sich reden

Ein neuer Weinheimer Verein macht von sich reden: Boardsport Weinheim e.V.. Begleitet vom Stadtjugendring stellt sich der Skateboardverein vor und mischt sich in der Stadt ein. Engagiert wie die jungen MĂ€nner um Vorstand Marc FlĂ¶ĂŸer sind, bewegen sie auch die Kommunalpolitik. Zum Ende des Jahres gibt es konkrete PlĂ€ne zum Bau einer Skateranlage an der BarbarabrĂŒcke.

Weinheim, die Facebook-Stadt

Weinheim sorgt wegen seiner engagierten Facebook-AktivitĂ€t fĂŒr Aufsehen. Bei vergleichenden Rankings liegt die Stadt (mit aktuell fast 5500 Fans) unter den Großen KreisstĂ€dten im Land ganz vorne, in der Metropolregion nach den GroßstĂ€dten auf Rang vier, landesweit unter allen nicht-kommerziellen Seiten auf Rang 27. Die Freiwillige Feuerwehr belegt unter allen Feuerwehren im Land bei den Facebook-AktivitĂ€ten Rang eins. Medienteams aus anderen RathĂ€usern holen sich Rat.

„Hildebrand’sche MĂŒhle“ nimmt Gestalt an

Die Deutsche Denkmal-AG stellt erstmals ihre PlĂ€ne fĂŒr Modernes Wohnen auf dem Areal der „Hildebrandschen MĂŒhle“ vor. Vorgesehen sind schicke neue StadthĂ€user in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am OdenwaldflĂŒsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption fĂŒr das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen MĂŒhle“ in Weinheim dar. Im Juni beginnen die Abrissarbeiten sowie die Sanierung der Villa, im Oktober werden die PlĂ€ne konkreter. Das Projekt liegt im Plan. In 2013 wird gebaut.

Zum Teil baufĂ€llig, aber im Kern erhaltenswert – die Hildebrand’sche MĂŒhle. Bild: Stadt Weinheim

DĂŒrreplatz als leuchtendes Beispiel

Seit „Stuttgart 21“ reden alle davon: BĂŒrgerbeteiligung. Die Kommunen landauf und landab machen sich Gedanken, wie sie kĂŒnftig ihre BĂŒrger frĂŒh und qualifiziert in Entscheidungsprozesse einbinden können. Manche sind weiter als andere. Die Weinheimer Stadtverwaltung hat bereits neue Wege eingeschlagen, zum Beispiel bei der Gestaltung des DĂŒrreplatzes vor der Weinheim Galerie. DafĂŒr hat das Amt fĂŒr Stadtentwicklung einen Ideenwettbewerb unter BĂŒrgern organisiert und begleitet. Eine Beschreibung dieses Projektes wurde im Februar gewissermaßen als leuchtendes Beispiel mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ veröffentlicht.

Eine „App“ fĂŒr alle

Weinheim geht medial weiter voran: Zwei Agenturen haben fĂŒr die Stadt einen mobile Internetdienst entwickelt. Bernhard KĂŒck („puntodesign“) und Martin Nowak („gruenphase“) entwickeln fĂŒr ihre Heimatstadt eine „Stadt-App“ und ergĂ€nzen das Medienangebot.

Ein Haus fĂŒr alles Soziale

Stadtseniorenrat besuchte die AWO und den Neubau der „Sozialen Dienste“. Foto: Stadt Weinheim.

 

Nicht nur optisch, auch inhaltlich setzt der Neubau der AWO-Rhein-Neckarauf dem GelĂ€nde des frĂŒheren Freudenberg-Fellspeichers im Stadtteil „MĂŒll“ MaßstĂ€be. Im Neubau der „Sozialen Dienste“ bĂŒndelt die AWO ihre sĂ€mtlichen Angebote.

Weinheim – Mehr drin!

Der Verein „Lebendiges Weinheim“ bringt einen neuen EinkaufsfĂŒhrer heraus. Wieder einmal wird dokumentiert: In mehr als 200 EinzelhandelsgeschĂ€ften in der City sind viele Einkaufsmöglichkeiten geboten.

OB im freien Fall

Rund vier Millionen Euro investiert die Familie Steinhart im Spaß- und Erlebnisbad Miramar in eine neue spektakulĂ€re Rutschenanlage, unter anderem steht dort jetzt die erste Looping-Rutsche SĂŒddeutschlands. OB Heiner Bernhard traut sich als Erster – es ist der „freie Fall“ in die bunte Rutsche. Wenige Monate spĂ€ter ereignet sich ein Unfall, der durch einen Bedienungsfehler verursacht worden ist. Die Miramar-Betreiber reagieren mit mehr Kontrollen und technischen Verbesserungen.

OB Heiner Bernhard weiht die neue Rutsche des Miramars ein, Foto: Stadt Weinheim

Erster Spatenstich fĂŒr neuen Firmensitz

Die Firma WBI GmbH, ein fĂŒhrendes IngenieurbĂŒro fĂŒr die Planungen von Tunnelbauten, Staumauern und anderen Großprojekten, zieht mit ihrer Unternehmenszentrale in den Technologiepark Weinheim. Im Juni ist erster Spatenstich.

Große Mehrheit fĂŒr die Kripo vor Ort vergebens

6000 Unterschriften eines AktionsbĂŒndnis fĂŒr eine „Kripo vor Ort“ helfen leider nicht. Bei einem Besuch in Weinheim teilt der neue Leitende Polizeidirektor Detlef Werner mit, dass die Weinheimer Kripo-Außenstelle nach der Polizeireform in Baden-WĂŒrttemberg nicht zu halten ist. Die Kripoarbeit soll im PrĂ€sidium gebĂŒndelt werden.

Deutschlands erste „AMA“ steht in Weinheim

Sie ist die dritte ihrer Art und sie badet genĂŒsslich im Weinheimer Schlossparkweiher unter den beiden Burgen. „AMA du Parc“ heißt die knapp zwei Meter große Bronzeskulptur, die im August von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der französischen KĂŒnstlerin Amaryllis Bataille enthĂŒllt wird. Sie ist eine Spende des Weinheimer Unternehmers und Kunstliebhabers Thomas Noor.

Seismische Messungen

Die Firma Rhein Petroleum sorgt mit seismischen Messungen im sĂŒdlichen Bereich ihres Lizenzgebiets „Weinheim“ fĂŒr Aufsehen, weil ganze StraßenzĂŒge verkabelt werden. Mit den Messungen soll herausgefunden werden, ob sich unter Weinheims Erde Ölvorkommen befinden und wie gut sich die Tiefe fĂŒr Geothermie eignet.

Weinheim wird zur Fair-Trade-Town

Fairer Handel nun auch in Weinheim. Alle Rechte Transfair e.V.

Hartmut Sallge und Bettina Trilsbach von den WeltlĂ€den der Kirchen in LĂŒtzelsachen und der Weststadt setzen sich mit ihrer Idee durch, Weinheim zur „Fair-Trade-Town“ zu entwickeln. Der Gemeinderat fĂ€llt im September einen Grundsatzbeschluss, der sie unterstĂŒtzt und bestĂ€tigt.

Mehr TagesmĂŒtter

TagesmĂŒtter und TagesvĂ€ter, die qualifiziert Kleinkinder betreuen, bekommen in Weinheim jetzt einen erhöhten kommunalen Zuschuss. Die Zahl der TagesmĂŒtter und TagesvĂ€ter steigt auch deshalb an – so wird auch Druck auf kommunale Betreuungseinrichtungen etwas gesenkt.

Abiturienten rÀumen auf

Nach zwei aus dem dem Ruder gelaufenen Abi-Feten im Schlosskeller, revanchieren sich die Abitur-JahrgĂ€nge des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, in dem sie Putzaktionen im Schlosspark und am Waidsee organisieren. DafĂŒr bekommen sie großes Lob.

„Winfried“ – ein Freund Weinheims

MinisterprÀsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

 

Winfried Kretschmann hat etwas dazugelernt. Die Bedeutung seines Vornamens kannte der baden-wĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident natĂŒrlich schon vorher. Winfried steht fĂŒr „Freund des Friedens“. Aber dass er als erster „grĂŒner“ Landeschef der Republik daher ein Namensvetter des Weinheim-GrĂŒnders und Franken „Wino“ ist, das ist dem Schwaben neu, als er beim BĂŒrgergesprĂ€ch im Mai in der Stadthalle ist. Er wird Weinheim schon deshalb nicht vergessen.

HĂ€nde reichen ĂŒber alle Grenzen

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war fĂŒr einen Tag das Zentrum und das Symbol fĂŒr die Metropolregion. Der Weinheimer Ortsteil Ober-Flockenbach und der Gorxheimer Ortsteil Unterflockenbach feiern grenzĂŒbergreifend mit Tausenden von GĂ€sten das gemeinsame 1000-jĂ€hrige Bestehen.

Weitere StrukturverÀnderungen im Rathaus

Die Stadtverwaltung setzt ihre StrukturverĂ€nderungen fort: Im Januar ĂŒbernimmt der Rhein-Neckar-Kreis die Aufgaben der Jugendhilfe, wie in jeder anderen Kommune im Kreisgebiet. Landrat Dallinger ist am 11. Januar vor Ort, um die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu begrĂŒĂŸen. In diesem Zusammenhang ist auch eine

tere VerĂ€nderung im November zu sehen: Die Erziehungsberatungsstelle wird kĂŒnftig unter der TrĂ€gerschaft des Pilgerhauses arbeiten. Das frĂŒhere Weinheimer Amt fĂŒr Jugend und Soziales ĂŒbernimmt noch weitere Aufgaben des demografischen Wandels und nennt sich seit September: Amt fĂŒr Jugend, Soziales, Familien und Senioren.

Menschen 2012

  • Karl Berg erhĂ€lt die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂŒr vielfĂ€ltiges bĂŒrgerschaftliches Engagement.
  • Hans Mazur, unter anderem Stadtrat und Vorsitzender des Stadtseniorenrates, erhĂ€lt das Bundesverdienstkreuz.
  • Livia Bodzsar, 43-jĂ€hrige Weinheimerin, vereitelte einen RaubĂŒberfall an der ALDI-Kasse. Sie wird von der Stadt und der Polizei geehrt.
  • Peter Lulay erhĂ€lt die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂŒr sein bĂŒrgerschaftliches Engagement. Er war unter anderem 24 Jahre lang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.
  • Die Spanierin Maria Guerrero Gallego ist die erste PreistrĂ€gerin des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises fĂŒr ihr Engagement um die Integration in der Stadt.
  • Juliane Wasser ist die neue Gastronomie-PĂ€chterin der Wachenburg. Im Mai soll nach einer Sanierung und technischen AufrĂŒstung Eröffnung sein.
  • Jugend-und Sozialamtsleiter Heiner Amann wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Claus Hofmann. Auch Dietmar Pfennigschmidt, der langjĂ€hrige Leiter der Stadtbibliothek geht in Ruhestand.
  • Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis bekommen das Bundesverdienstkreuz verliehen, unter anderem fĂŒr das viele Jahre veranstaltete Benefiz-Essen fĂŒr einen guten Zweck.
  • Christina EitenmĂŒller, langjĂ€hrige Rektorin der Friedrich-Grundschule und GeschĂ€ftsfĂŒhrende Schulleiterin, wird nach 45 Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Sie war eine Institution.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Mit mindestens sechs Projekten am 15. September, dem Freiwilligentag der Metropolregion

Auch Weinheim schafft an diesem Tag

Beim Freiwilligentag vor zwei Jahren legten die Helfer im Kindergarten St. Laurentius einen Barfuß-Pfad an. Foto: Stadt Weinheim

 

 

Weinheim, 17. August 2012. (red/pm) Der Pausenhof braucht frische Farbe, der Kindergarten dringend eine Renovierung. Es gibt DenkmÀler in der Stadt, die wuchern fast zu, so dass man sie kaum noch erkennt. Und der Sportplatz hÀtte eigentlich mal eine Runderneuerung dringend nötig.

Information der Stadt Weinheim:

So geht es vielen StĂ€dten in der Metropolregion Rhein-Neckar – Weinheim auch. LĂ€ngst ist nicht mehr alles, was die Gesellschaft fordert, von der öffentlichen Hand alleine zu leisten. Muss es auch nicht, denn gleichzeitig gibt es viele Menschen, die ihre Freizeit gerne mit einer ehrenamtlichen TĂ€tigkeit und einer freiwilligen Hilfsleistung sinnvoll fĂŒllen. Diese Idee, dass Helfen dem Helfer und „Geholfenen“ Spaß macht, ist der Hintergrund des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar am 15. September.

Dieser Tag mit zahlreichen Projekten aus der Region, die helfende HĂ€nde dringend brauchen, findet nun schon zum dritten Mal statt. Weinheim ist von Anfang an dabei; diesmal sogar als einer der Aktivposten.

Bedeutendes Ehrenamt

Seit sich im letzten Jahr die Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI als Dach bereits engagierter Akteure gegrĂŒndet hat, besitzt das Thema Ehrenamt in Weinheim eine noch höhere Bedeutung. Das merkt man beim diesjĂ€hrigen Freiwilligentag unter dem Motto „Wir schaffen was“ besonders.

Auf der Landkarte der Metropolregion auf  www.wir-schaffen-was-de gibt es – symbolisch – drei verschiedene Farben und GrĂ¶ĂŸen von WĂŒrfeln. Ganz wenige StĂ€dte schaffen einen gelben WĂŒrfel (mehr als zehn Projekte), darunter die großen StĂ€dte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen.

Die meisten Kommunen bekommen einen kleinen blauen WĂŒrfel (bis fĂŒnf Projekte), Weinheim liegt mit einem grĂŒnen WĂŒrfel (ĂŒber fĂŒnf Projekte) im vorderen Mittelfeld. Im Rathaus koordiniert Gabi LohrbĂ€cher-GĂ©rard, Referentin des OberbĂŒrgermeisters und Beauftragte fĂŒr Ehrenamt, den Weinheimer Beitrag zum Freiwilligentag.

Sechs Weinheimer Projekte

Sechs teilweise ganz unterschiedliche Projekte werden in Weinheim angeboten. Zum Beispiel sollen die HĂŒpfspiele auf dem Pausenhof der Albert-Schweitzer-Schule „mit frischer Farbe zu neuem Leben erweckt werden“, wie es in der AnkĂŒndigung heißt (Arbeitseinsatz 10 Uhr bis 16 Uhr).

Auch wenn die Tage der Schule gezĂ€hlt sind, sollen sich die Kinder in der verbleibenden Zeit nicht wie in einer Abriss-Schule fĂŒhlen. Mindestens eine Grundschulgeneration könne sich noch an den SpielgerĂ€ten erfreuen und die zwei großen Pausen mit viel Bewegung und Teamgeist verbringen.

Zwei KindertagesstĂ€tten haben sich als Projekt beworben und hoffen am 15. September auf viele helfenden HĂ€nde: Das Kinderhaus Postillon in der Fichtestraße, dort sollen die ZimmerwĂ€nde gestrichen werden. Alle RĂ€ume mĂŒssten vorab ausgerĂ€umt und abgeklebt werden und nach der Aktion wieder eingerĂ€umt werden.

Außerdem sollen mit UnterstĂŒtzung der Freiwilligen im Gartenbereich verschiedene Pflege- und Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden (10 Uhr bis 16 Uhr).  Auch der Kindergarten „Kinderland“ in der Schlossgartenstraße könnte einen neuen Anstrich sehr gut gebrauchen (9 Uhr bis 14 Uhr – acht Helfer könnten hier zu wahren HeinzelmĂ€nnchen werden.

SportgelÀnde wird renoviert

Wirklich alle HĂ€nde voll zu tun gibt es auch auf dem Sportplatz in Sulzbach: Das SportgelĂ€nde und seine Nebenanlagen sind in die Jahre gekommen und sollen, nun nachdem ein neues Kiosk und ein neuer Garagenbau entsteht, mit der UnterstĂŒtzung freiwilliger „Schaffer“ aufgehĂŒbscht werden. Geplant ist die RasenflĂ€che vor den Umkleidekabinen wieder fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten bespielbar zu machen.

Weiter sollen die Schiedsrichterumkleidekabinen hergerichtet werden. Auch sonst stehen kleinere Reperaturarbeiten an (zum Beispiel am losen Betonpflaster und der Beleuchtung). Arbeitsdienst ist eingeplant von 7.30 Uhr bis  10.30 Uhr. Der TSV Sulzbach freut sich ĂŒber jeden ehrenamtlichen Helfer.

Denkmal vom Unkraut befreien

Zweier zentraler, geschichtlich interessanter aber mitunter etwas in Vergessenheit geratener DenkmĂ€ler will sich die BĂŒrgerstiftung am 15. September zuwenden. Dem Werder-Denkmal an der Ecke Alte Poststraße/Bergstraße, sowie dem Adam-Platz- Denkmal in der Werderstraße. Sie sind von Unkraut zu befreien, das Umfeld muss neu bepflanzt werden, die Steine selbst gesĂ€ubert. Mindestens sechs Helfer könnten dort zwischen 10 Uhr und 15 Uhr werkeln.

Es gibt aber auch Projekte des Herzens. Die Mitarbeiter der Sparkassenfiliale Rhein-Neckar-Nord in Weinheim verbringen gemeinsam mit den sehbehinderten, blinden und mehrfach behinderten Menschen des Paul-und-Charlotte-Kniese-Haus in Weinheim und des Franz-Mersi-Haus in Mannheim, zwei Einrichtungen der Nikolauspflege GmbH, einen Tag im Heidelberger Zoo. Weitere Begleitpersonen werden gesucht, die diese Aktion mit Spaß begleiten, und denen der partnerschaftliche Umgang mit behinderten Menschen Freude bereitet und am Herzen liegt. Der Ausflug dauert von 10 Uhr bis 16 Uhr.

Anmeldeschluss 31. August

Und so funktioniert es: Auf der Internetseite www.wir-schaffen-was.de können sich Personen, die sich fĂŒr einen ehrenamtlichen Einsatz interessieren, einen Überblick ĂŒber die Maßnahmen schaffen und sich auch gleich verbindlich als Helfer fĂŒr einen Tag eintragen.

Wer sich nicht ĂŒbers Internet eintragen will, der bekommt von der Stadt Weinheim, Stelle fĂŒr Ehrenamt, UnterstĂŒtzung unter 06201-82 397.  Bis zum 31. August können sich auch noch weitere Projektanbieter auf der selben Internetseite anmelden.

 

Ein Film ist entstanden

„Kids Club“ ist jetzt ein „Teenie“

Weinheim, 30. Juni 2012. (red/pm) Schultreffs des Stadtjugendring Weinheim feiern in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag. Film ĂŒber die Geschichte und aktuelle Entwicklung des „Kids Club“ kann auf Homepage angeschaut werden.

Information der Stadt Weinheim

„Du bist aber groß geworden!“ Sigi Groß vom Weinheimer Stadtjugendring kann es manchmal selbst kaum fassen. Sie ist bei den „Kids Clubs“ von Anfang an dabei.

Die offenen Freizeitangebote des Stadtjugendrings in der Nord- und Weststadt gibt es jetzt seit zehn Jahren. Der „Kids Club“ ist also ein „Teenie“. Er war in der Stadt Vorreiter fĂŒr eine Nachmittagsbetreuung an Schulen.

Wie fing alles an? Maßgeblich beteiligt waren damals neben Sigi Groß und Stadtjugendring-GeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Holzwarth noch Christina EitenmĂŒller, Schulleiterin der Friedrich-Grundschule und der mittlerweile pensionierte Heinz-Hermann Metz von der Albert-Schweitzer-Grundschule.

Sie alle können sich noch gut daran erinnern, wie es war, als die gemeinsame Idee aufkam, die Schulen am Nachmittag zu öffnen: Offene Freizeitangebote fĂŒr die Kinder in der Weinheimer Nord- und Weststadt wurden unter der Regie des SJR und mit großem Engagement der Schulen, LehrkrĂ€fte, Ehrenamtlichen und Sportvereine in ein vielseitiges Programm gefasst, bei dessen Planung die Kinder selbst immer beteiligt sind und mitbestimmen sollen.

Der Kids Club Nord (Friedrich-Grundschule) und der Kids Club West (Albert-Schweitzer-Grundschule) waren geboren und werden bis heute von rund 100 Kindern pro Schule regelmĂ€ĂŸig genutzt.

Grund genug, die Geschichte und aktuelle Entwicklung der Kids Clubs filmisch zu dokumentieren, dachten sich die Kids Club-GrĂŒnder.

Viele kleine Interviews mit AG-Leitungen und Teilnehmern sowie actionreiche Einblicke in die verschiedenen AGs, sowie viele Erinnerungen stellen in dem Streifen „10 Jahre Kids Club – der Film“ vor, was aus der damaligen Idee geworden ist, und wie vielseitig sich Programm und Teilnehmer des Kids Clubs entwickelt haben.

Da traf es sich gut, dass der talentierte Kamermann und Jungfilmer Robert Bogs beim Stadtjugendring gerade seinen „Bundesfreiwilligendienst“ ableistet.

Er hat nicht nur den Film gedreht und geschnitten hat. Er gibt auch mit unerschöpflichem Einsatz seinen Sport „Parkour“ und seine Begeisterung dafĂŒr an Kinder und Jugendliche in AGs und Workshops weiter, bescheinigt Sigi Groß.

Der Film wurde der Öffentlichkeit erstmals auf dem Weststadtfest vorgefĂŒhrt, der SJR beteiligte sich aber auch am BĂŒhnenprogramm mit der Tanz-AG der Albert-Schweitzer-Schule und bot zur Feier des JubilĂ€ums kreative und sportliche AktivitĂ€ten fĂŒr Kinder und Jugendliche an: Der Skaterverein Boardsport e.V. und der Parkourverein Movement Mannheim sorgten mit coolen VorfĂŒhrungen und Workshops fĂŒr Action und Bewegung.

Auch in der Weinheimer Nordstadt sollte das JubilĂ€um gebĂŒhrend gefeiert werden. Auf dem Sommerfest der Mevlana Moschee gab es neben dem bunten BĂŒhnenprogramm und den kulinarischen Köstlichkeiten, die der Moscheeverein jedes Jahr organisiert, auch hier den Kids Club- Film des SJR zu sehen und viele kreative Angebote mit der Leitung der Bastel-AG der Friedrich-Grundschule Luitgard Kaub und sportliche AktivitĂ€ten zum Mitmachen.

Der Film und die aktuellen Kids Club Programme sind auf der Homepage des Stadtjugendring Weinheim e.V. www.stadtjugendring-weinheim.de zu finden oder auf der Weinheimer Facebook-Seite www.facebook.com/weinheim.

Sigi Groß: „Wir bedanken uns fĂŒr die tolle Zusammenarbeit in den letzten zehn Jahren bei den Schulen und allen Kooperationspartnern, vor allem aber bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmen der Kids Clubs Nord und West.“

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“

Im „World CafĂ©â€œ geht’s weiter

Weinheim, 10. Mai 2012. (red/pm) Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ wird am kommenden Samstag, 12. Mai 2012, offen diskutiert. Neu-Einsteiger sind willkommen.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Schulentwicklung Weststadt nimmt nun konkretere Formen an – und soll nochmal möglichst offen und transparent diskutiert werden.

Die Möglichkeit zur Diskussion besteht beim nĂ€chsten so genannten „World CafĂ©â€œ. Dieses öffentliche Forum wird am Samstag, 12. Mai 2012, im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfinden.

Moderator Marc Pfeiffer, die Vertreter der Rathaus-FachĂ€mter und die Akteure der Konzeptgruppe, die neulich PrioritĂ€tenvorschlĂ€ge erarbeitet hat, wĂŒnschen sich dabei eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Das „World CafĂ©â€œ wird an einem Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr angeboten werden; es können sich auch Personen anmelden (s. Info), die bislang im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ noch nicht aktiv waren.

In einem Treffen der Konzeptgruppe im Verlauf des Moderationsprozesses wurden neulich von 16 möglichen Szenarien sechs priorisiert. Daraus geht hervor, wie die Schullandschaft in der Weststadt kĂŒnftig aussehen könnte.

Die „Konzeptgruppe“, die aus einem ersten „World CafĂ©â€œ Ende letzten Jahres hervorgegangen ist, setzte sich ĂŒberwiegend aus Vertretern der betroffenen Schulen, Elternvertretern, der Gemeinderatsfraktionen und Schulleitungen zusammen. Im „World CafĂ©â€œ kann nun jeder mitreden.

Wie lauten bislang die VorschlĂ€ge der „Konzeptgruppe“? Am deutlichsten kristallisierte sich das Szenario heraus, bei dem es auch kĂŒnftig in der Weststadt zwei GrundschulgebĂ€ude
geben soll.

Ein Neubau (anstelle der heutigen Albert-Schweitzer-Schule) in Kombination mit einem neuen oder umfassend sanierten Rolf-Engelbrecht-Haus als Schul- und Kulturzentrum mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule. Hohe Zustimmung fand dieses Szenario auch ohne Anbindung der Johann-Sebastian.-Bach-Schule.

Nach wie vor halten die Mitglieder der Konzept-Gruppe die Förderschule fĂŒr eine sehr gute ErgĂ€nzung innerhalb der Schullandschaft Weinheims; der Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund wĂ€re dann nach wie vor der zweite Grundschulstandort.

Denkbar wĂ€re aber auch die Variante eines einzigen GrundschulgebĂ€udes fĂŒr alle GrundschĂŒler der Weststadt in Kombination mit dem Rolf-Engelbrecht-Haus.

Was die Werkrealschulen angeht, hĂ€lt die Konzeptgruppe kĂŒnftig eine Werkrealschule am Standort der DBS fĂŒr sinnvoll und ausreichend.

Eine weitere Variante, nach der zusĂ€tzlich die Karrillon-Schule weiter bestehen bleibt, dort frei werdende RĂ€ume aber eine andere Verwendung finden, wurde nicht verworfen, fand aber in der „Konzeptgruppe“ keine breite Mehrheit.

So soll auch dieses Szenario im „World CafĂ©â€œ am Samstag nochmal auf den Tisch. SĂ€mtliche Szenarien und Dokumente zum Verlauf des Moderationsprozesses stehen auch auf www.weinheim.de zur Ansicht und zum Download zur VerfĂŒgung.

Info: „World CafĂ©â€œ im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ am Samstag, 12. Mai 2012, 10:00 Uhr bis circa 14:00 Uhr, im Rolf-Engelbrecht-Haus. Auch neue Teilnehmer sind herzlich eingeladen. Anmeldungen sind noch bis zum 10. Mai per E-Mail: f.goduti@weinheim.de oder h.buerner@weinheim.de, Fax: 06201- 2 516 möglich.

NĂ€chstes Treffen am 12. Mai

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ priorisiert sechs Szenarien

Weinheim, 25. April 2012. (red/pm) Die Konzeptgruppe „Schulentwicklung Weststadt“ hat aus sechzehn möglichen Szenarien sechs priorisiert. Diese sechs Szenarien sollen nun beim nĂ€chsten „World CafĂ©“ mit einer möglichst großen Zahl an BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern diskutiert werden. Das „World CafĂ©â€œ findet am Samstag, 12. Mai von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Schulentwicklung Weststadt nimmt nun konkretere Formen an.

In einem weiteren Treffen der Konzeptgruppe im Verlauf des Moderationsprozesses wurden jetzt von 16 möglichen Szenarien sechs priorisiert. Daraus geht hervor, wie die Schullandschaft in der Weststadt kĂŒnftig aussehen könnte.

Die „Konzeptgruppe“, die aus einem ersten „World CafĂ©â€œ Ende letzten Jahres hervorgegangen ist, setzt sich ĂŒberwiegend aus den Vertretern der betroffenen Schulen, Elternvertretern, der Gemeinderatsfraktionen und Schulleitungen zusammen.

„Mit diesen sechs Szenarien wird die Konzept-Gruppe nun in die breite Diskussion mit der Bevölkerung eintreten“, erlĂ€uterte Marc Pfeiffer, Moderator des partizipativen Schulentwicklungsprozess das Votum aus der Konzeptgruppe.

Die Möglichkeit zur Diskussion besteht beim nĂ€chsten World CafĂ©. Dieses öffentliche Forum wird am Samstag, 12. Mai im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfinden. Pfeiffer, die Vertreter der Rathaus-FachĂ€mter und die Akteure der Konzeptgruppe wĂŒnschen sich dabei eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung.

Das „World CafĂ©â€œ wird an einem Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr angeboten werden; es können sich auch Personen anmelden (s. „Info“), die bislang im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ noch nicht aktiv waren.

Bis zum nĂ€chsten Treffen der „Konzeptgruppe“ sollen die in die engere Wahl gekommenen Szenarien mit ersten KostenschĂ€tzungen hinterlegt werden, sicherten die Vertreter der Stadtverwaltung zu.

Wie lauten die VorschlĂ€ge der „Konzeptgruppe“? Am deutlichsten kristallisierte sich das Szenario heraus, bei dem es auch kĂŒnftig in der Weststadt zwei GrundschulgebĂ€ude geben soll.

Ein Neubau (anstelle der heutigen Albert-Schweitzer-Schule) in Kombination mit einem neuen oder umfassend sanierten Rolf-Engelbrecht-Haus als Schul- und Kulturzentrum mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule. Hohe Zustimmung fand dieses Szenario auch ohne Anbindung der Johann-Sebastian-Bach-Schule.

Nach wie vor halten die Mitglieder der Konzept-Gruppe die Förderschule fĂŒr eine sehr gute ErgĂ€nzung innerhalb der Schullandschaft Weinheims; Der Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund wĂ€re dann nach wie vor der zweite Grundschulstandort.

Denkbar wĂ€re aber auch die Variante eines einzigen GrundschulgebĂ€udes fĂŒr alle GrundschĂŒler der Weststadt in Kombination mit dem Rolf-Engelbrecht-Haus.

Was die Werkrealschulen angeht, hĂ€lt die Konzeptgruppe kĂŒnftig eine Werkrealschule am Standort der DBS fĂŒr sinnvoll und ausreichend.

Eine weitere Variante, nach der zusĂ€tzlich die Karrillon-Schule weiter bestehen bleibt, dort frei werdende RĂ€ume aber eine andere Verwendung finden, wurde nicht verworfen, fand aber in der „Konzeptgruppe“ keine breite Mehrheit. So soll auch dieses Szenario im „World CafĂ©â€œ nochmal auf den Tisch.

Vor dem neuerlichen „Konzepttreffen“ hatten die Vertreter der betroffenen Weststadt-Schulen alle vorher als möglich erachteten Varianten in ihren Gremien diskutiert und in SWOT-Analysen die StĂ€rken und SchwĂ€chen der Szenarien analysiert.

Nach dem „World CafĂ©â€œ am 12. Mai und im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung werden die ausgewĂ€hlten Szenarien nun weiter konkretisiert. Eine Gemeinderatsentscheidung ist fĂŒr Herbst vorgesehen.

Info:

„World CafĂ©â€œ im Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ am Samstag, 12. Mai, 10 Uhr bis circa 14 Uhr, im Rolf-Engelbrecht-Haus.

Auch neue Teilnehmer sind herzlich eingeladen.

Anmeldungen sind bis zum 5. Mai per E-Mail: f.goduti@weinheim.de oder h.buerner@weinheim.de, Fax: 06201-82 516.

Der Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ wird sich auch im Rahmen des Weststadtfestes am Samstag, 16. Juni der Öffentlichkeit vorstellen.“

110. Weinheimer Sommertagszug wieder mit rund 3000 Teilnehmern

Den FrĂŒhling mit allen Sinnen genießen

Der Winter wird auf dem Weinheimer Marktplatz verbrannt. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 13. MĂ€rz 2012. (red/pm) Rund 3000 Teilnehmer in 58 Gruppen haben sich wieder fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Sommertagszug der Region angemeldet. Der Zug startet am Sonntag, 18. MĂ€rz 2012, um 14 Uhr an der Peterskirche. GeĂ€nderte Route wegen Bauarbeiten in der FußgĂ€ngerzone.

Von Roland Kern:

„Wenn es darum geht, den Winter zu vertreiben und den FrĂŒhling zu begrĂŒĂŸen, sind alle Menschen gleich. Egal ob alt oder jung, ob spanisch, griechisch, odenwĂ€lderisch oder schlicht weinheimerisch, ob kraftstrotzend oder mit Handicap – sie ziehen alle an einem Strang gegen VĂ€terchen Frost, so dass sich der schaurige Geselle den zĂŒngelnden Flammen ergeben muss. So wird es wieder ausgehen, wenn am Sonntag, 18. MĂ€rz, ab 14 Uhr der Weinheimer Sommertagszug durch die Straßen der Innenstadt zieht.

Das KulturbĂŒro hat jetzt das Programm und die Zugfolge zusammengestellt: Es sind tatsĂ€chlich wieder rund 3000 Teilnehmer in 58 Gruppen am grĂ¶ĂŸten Sommertagszug der Region, rund 2000 hiervon sind Kinder. Schon seit Wochen wird an den Grundschulen gebastelt und gewerkelt. Sie stellen immer die grĂ¶ĂŸten Gruppen: 270 Pestalozzi-GrundschĂŒler gehören dem bunten Wurm an, 250 ABC-SchĂŒtzen der Albert-Schweitzer-Schule und 240 der Friedrich-Grundschule.

Nicht anders sieht es an den KindergĂ€rten aus. Die KiTa „Kuhweid“ ist mit 80 Minis die grĂ¶ĂŸte Gruppe, Motto: „Klingender FrĂŒhling“ – da gibt es also was auf die Ohren.

Sechs Musikgruppen begleiten den Zug

A propos. Sechs Musikgruppen begleiten den Zug und haben als Aufgabe ein viertes Lied aufbekommen. Zu „Stri Stra Stro“, „Winter Ade“ und „Alle Vöglein sind schon da“ wurde „Im MĂ€rzen der Bauer“ aufgenommen.

Man hat den Eindruck, der Weinheimer Sommertagszug wird von Jahr zu Jahr bunter und vielseitiger. Der griechisch-deutsche Freundeskreis „Philia“ gehört schon zum Erscheinungsbild des Zuges, es gibt auch wieder eine spanische Gruppe, viele Vereine sind dabei und natĂŒrlich die Karnevalisten der „BlĂŒten“ mittendrin.

Zum ersten Mal nimmt die Nikolauspflege teil, die in Weinheim ein Wohnheim fĂŒr Menschen mit Behinderung unterhĂ€lt, das Paul- und Charlotte-Kniese-Haus. Sie versprechen „mit allen Sinnen den FrĂŒhling genießen“ und stellen immerhin eine Fußgruppe von 45 Personen.

Mit einem Schuss Selbstironie widmen Mitarbeiter des „Bodelschwinghheims“ ihren Wagen dem Demografischen Wandel und beteiligen sich unter dem Motto „Geliftet in den FrĂŒhling“.

Der Zug marschiert wieder um 14 Uhr an der Peterskirche ab und wird etwa eine Stunde spĂ€ter am Marktplatz sein, wo diesmal im unteren Bereich (vor dem Alten Rathaus) der Schneemann (durch die Feuerwehr) geordnet verbrannt wird. Zwei Dinge sind ebenfalls neu in diesem Jahr: Wegen der Bauarbeiten in der FußgĂ€ngerzone fĂŒhrt der Sommertagszug ab der „Weinheimer Reiterin“ parallel zur Hauptstraße und biegt am Roten Turm zum Marktplatz ab. Und am „Kriegerdenkmal“ in der Bahnhofstraße wird Moderator Frank Schuhmacher gemeinsam mit Karl LohrbĂ€cher die Zugnummern ĂŒber Lautsprecher vorstellen. Die genaue Zugfolge und weitere Infos, wie die Texte der FrĂŒhlingslieder stehen auf www.weinheim.de als Download zur VerfĂŒgung.“

Service:

Aufstellung und Beginn: Der Zug wird um 13.30 Uhr in der Grundelbachstraße zwischen Petersplatz und DĂŒrrestraße aufgestellt. Beginn des Zuges ist 14 Uhr.

Zugweg: Der Zugweg bewegt sich vom Petersplatz durch die Hauptstraße, Bahnhofstraße, Schulstraße, Luisenstraße. Dann zieht er im Gegenzug auf der Bahnhofstraße an sich selbst vorbei wieder zur Hauptstraße und verlĂ€uft nun ab der „Weinheimer Reiterin“ vorm Karlsberg durch die Institutstraße, biegt dann am Notariat in die Rote Turm-Straße ein, geht am Roten Turm vorbei und landet von oben am Marktplatz.

Parken: Das Parkhaus DĂŒrreplatz (Weinheim Galerie), der Parkplatz Grundelbachstraße (Lindenplatz), die Tiefgarage Karsbergpassage, die Atrium Garage sowie die Tiefgarage des Werner-Heisenberg-Gymnasiums sind in der Zeit von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Das Parken auf den öffentlichen ParkplĂ€tzen ist sonntags in Weinheim kostenlos.

Verlorene Kinder: Das DRK richtet wieder im oberen Bereich des Markplatzes eine Stelle ein, an der Eltern ihre Kinder wiedertreffen können.

Hotline: Bei unsicherem Wetter können die Teilnehmer am Sonntag zwischen 11 Uhr und 12.30 Uhr unter den Telefonnummern 06201/8 25 91, 8 25 92, 8 25 93 erfahren, ob der Zug stattfindet. Falls dieser ausfÀllt, wird dies auch auf www.weinheim.de und www.facebook.de/weinheim veröffentlicht.

Sonderfahrt von Bus und Bahn: Aus Richtung Rippenweier, Oberflockenbach und Gorxheimertal: um 12.50 Uhr ab Rippenweier, um 12.55 Uhr ab Oberflockenbach und um 13.10 Uhr ab Gorxheim. ZusĂ€tzliche RĂŒckfahrmöglichkeiten besteht um 17.35 ab Weinheim Bahnhof, um 17.38 Uhr ab Schlossbergterrasse, um 17.39 Uhr ab Hexenturm. Die genauen Abfahrtzeiten der Sonderbusse können auch der Fahrplantabelle der BRN entnommen werden. Aus Richtung Hemsbach:  um 12.46 Uhr ab Sulzbach West, um 12.53 Uhr ab Hemsbach Mitte, um 12.56 Uhr ab Sulzbach (Es werden alle Haltestellen der Linie 631 angefahren). Aus der Weststadt: um 13.02 Uhr ab Theodor-Heußstraße, um 13.05 Uhr ab Eichenweg, um 13.09 Uhr ab Wormser Straße (Es werden alle Haltestellen der Buslinie 633 angefahren). FĂŒr die Stadtteile Hohensachsen, LĂŒtzelsachsen und Waid/Ofling wird eine Sonderlinie zum DĂŒrreplatz eingerichtet. Es bestehen folgende Fahrmöglichkeiten: Waid 12.55 Uhr und 13.25 Uhr Ofling 12.57 Uhr und 13.27 Uhr, Hohensachsen 13 Uhr und 13.30 Uhr, LĂŒtzelsachsen 13.05 Uhr 13.35 Uhr. RĂŒckfahrtmöglichkeiten bestehen ab DĂŒrreplatz um 16.20 Uhr. Die Haltestellen werden in der Reihenfolge LĂŒtzelsachsen – Hohensachsen – Ofling – Waid bedient.In allen obengenannten Sonderbussen gelten die gĂŒnstigen Tarifangebote des VRN. Familien und kleine Gruppen fahren mit dem Ticket 24 plus besonders gĂŒnstig.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ geht in die nĂ€chste Phase

Wie sehen die Schulen aus?

Der Moderationsprozess geht weiter: Schulbegehung. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 18. Januar 2012 (red/pm) Der baulich-technische Zustand der Weinheimer Weststadt-Schulen war jetzt auf dem PrĂŒfstand. Weinheimer Kommunalpolitiker und Teilnehmer des Moderationsprozesses inspizierten die Weststadt-Schulen.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie drĂŒckten alle mal wieder die Schulbank – in diesem Fall teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Der baulich-technische Zustand der Weinheimer Weststadt-Schulen war jetzt auf dem PrĂŒfstand, als der Moderationsprozess „Schulentwicklung Weststadt“ in die nĂ€chste Phase ging. Weinheimer Kommunalpolitiker und Teilnehmer des Moderationsprozesses hatten die Gelegenheiten, die Weststadt-Schulen zu inspizieren.

Damit ist die Moderation nach den ersten Kompakt-Workhops und einem groß angelegten „World CafĂ©â€œ in die nĂ€chste Runde gegangen.

Die Johann-Sebastian-Bach-Förderschule, die Karrrillon-Werkrealschule, die Albert-Schweitzer-Schule und die Dietrich-Bonhoeffer-Schule werden nun nach Raumangebot und Zustand bewertet, um eine mögliche Rolle in der Schulentwicklung einordnen zu können. Wo ist Platz frei? Wo fehlt welcher? Wo liegt Sanierungsbedarf, was hat Bestand?

Solche Fragen seien fĂŒr eine Analyse der Situation und weitere Überlegungen wichtig, betonte Marc Pfeiffer, der den Moderationsprozess leitet. In der Karrillon-Schule zum Beispiel waren die Besucher sichtlich ĂŒberrascht vom ĂŒberaus großzĂŒgigen Raumangebot und von einigen baulichen Verbesserungen in den letzten Jahren. „Eine voll intakte Schule“, so der Eindruck.

Einbezogen wird aber auch das Rolf-Engelbrecht-Haus als VeranstaltungsstĂ€tte fĂŒr Kulturtreibende und Vereine in der Weststadt. Denn immer öfter wird in der Diskussion die Idee von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard aufgegriffen, nach der nach einem Anbau einer Schule am Rolf-Engelbrecht-Haus ein Kultur- und Bildungszentrum entstehen könnte. Auch das Rolf-Engelbrecht-Haus ist dringend sanierungsbedĂŒrftig.

Die neuen Erkenntnisse aus den Vor-Ort-Terminen sollen zunĂ€chst in einem Konzepttreffen am Freitag, 10. Februar, vorgetragen werden. Dann sollen verschiedene rĂ€umliche Varianten als Szenarien entwickelt werden, die wiederum in Kompakt-Workshops des Gemeinderates aufgegriffen werden. Im Mai oder Juni soll dann erneut ein „World CafĂ©â€œ zusammentreten, um konkrete VorschlĂ€ge an der Gemeinderat vorzubereiten.“

Wer hilft ehrenamtlich bei Hausaufgaben?


Guten Tag!

Weinheim, 9. November 2011. (red/pm) Die „Vermittel-Bar“ der Ehrenamtsinitiative sucht am 29. November UnterstĂŒtzer fĂŒr GrundschĂŒler in der Weststadt.

Information der Stadt Weinheim:

Seit letztem Jahr gibt es die Weinheimer Ehrenamtsinitiative und mittlerweile gelingt es immer öfter, Menschen, die helfen wollen, und andere, die Hilfe brauchen, zusammenzubringen. Jetzt geht es der Initiative, zu der auch das Weinheimer Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Konrad-Adenauer-Straße gehört, um ein konkretes Thema: Hausaufgabenhilfe fĂŒr GrundschĂŒler in der Weststadt. Dazu findet am Dienstag, 29. November, 18.30 Uhr, im Saal des MGH eine „Vermittel-Bar“ statt. [Weiterlesen…]