Samstag, 22. September 2018

Mit Montage der Rathaus-Uhr ist Sanierung abgeschlossen

Am Marktplatz schlägt wieder die Stunde

Die prachtvolle Rathaus-Uhr kann nun wieder schlagen. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 20. Februar 2013. (red/pm) Um zehn Uhr morgens am vergangenen Montag stand am Weinheimer Marktplatz für einen kleinen Moment die Zeit still. Die Zeiger verharrten kurz in Wartestellung, bis David Kloft von der Schwarzwälder Turmuhrenfirma Schneider den richtigen Knopf drückte. Dann schlug die Stunde wieder am Alten Rathaus. Die Rathaus-Uhr ist wieder an Ort und Stelle und gleichsam ein Zeichen für die nun (fast) abgeschlossene Sanierung des Alten Rathauses am Weinheimer Marktplatz.

Von Roland Kern

Nach einer ausgiebigen Innensanierung vor zehn Jahren, war in den letzten Monaten die Fassade an der Reihe. Nun strahlt das markante Gebäude in hellem weiß, der rote Sandstein bildet den Kontrast.

An Klofts Seite fuhr Thomas Neitzel im Drehleiterkorb der Feuerwehr nach oben, der Veranstaltungstechniker und Hausmeister des Alten Rathauses, drunten standen die Kunsthistorikerin Josephine Zopf-Weber und Christian Szillinsky vom Amt für Immobilienwirtschaft der Stadt Weinheim; beide haben die Sanierung in den letzten Monaten fachlich betreut.

Das elektrisch angetriebene Uhrwerk der etwa 50 Jahre alten Uhr, wurde in Schonach im Schwarzwald von der Fachfirma Schneider auf neuesten Stand gebracht, die aus Metall bestehenden Bestandteile des Zifferblattes und die Zeiger wurden in Weinheim von der Schlosserei Lenz und des Malerbetriebes Haring hergerichtet, wegen der bedeutsamen Maßnahme teilweise sogar gespendet.

Nicht nur Farbe – Blattgold muss es sein

Die Arbeiten waren aufwändig. Die Zeiger sind nicht etwa angemalt, sondern wurden mit 24-Karat-Blattgold überzogen. „Alles andere lässt die Denkmalschutzbehörde bei so einem Projekt nicht zu“, erklärt Josephine Zopf-Weber. Jetzt folgen im Frühjahr noch Arbeiten am Balkon. „Aber das ist mit Mitteln der Bauunterhaltung zu schaffen“, beschreibt Christian Szillinsky. Die eigentlichen Investitionen seien abgeschlossen – und besser gelaufen als gedacht.

Mit wenig Mehrkosten sei es gelungen, neben der Marktplatzfassade auch die Neben- und Rückfassade zu sanieren. Eine deutlich größere Fläche konnte einbezogen werden; die Kosten stiegen von ursprünglich vorgesehenen 100.000 Euro auf 110.000 Euro. Saniert wurden außerdem der Dachreiter und das Türmchen, es folgten Putzausbesserungs- und Malerarbeiten, auch an den Fenstern und Portalen. An den Fenstergewänden wurde der Sandstein ausgebessert.

Nebenbei wurden noch Verfugungsarbeiten an den Dachzinnen sowie diverse Spengler- und Schlosserarbeiten ausgeführt. Damit wurde das markanteste Marktplatzgebäude zum richtigen Zeitpunkt herausgeputzt. Denn 2013 ist in der Region das „Wittelsbacher Jahr“. Die Region der historischen Kurpfalz wirbt mit so bedeutenden Anlagen wie den Schlössern in Mannheim und Schwetzingen sowie dem Heidelberger Schloss – aber auch mit den Hinterlassenschaften der Wittelsbacher in Weinheim.

Das Alte Rathaus am Marktplatz als eingetragenes Kulturdenkmal mit besonderer Bedeutung gehört dazu. Denn vieles spricht dafür, dass der damalige Kurfürst Ottheinrich den Bau angeordnet hat, möglicherweise ist der bärtige Mann auf dem Steinbildnis am Haus sogar ein Abbild des Wittelsbachers.

Fachfirma saniert in den nächsten Wochen die hohe Mauer am Blauen Hut

Alte Stadtmauer wird wieder stabil

Damit die Stadtmauer weiterhin erhalten bleibt, wird sie nun saniert


Weinheim, 17. Oktober. (red/pm) Die etwa 60 Meter lange Mauerstrecke gehört zu den ältesten der historischen Stadtmauer zwischen Schloss und Blauem Hut. Gebaut hat man sie rund fünf Meter hoch und stabil, etwa um das Jahr 1300. So eine Mauer macht was mit.

Information der Stadt Weinheim:

„Im Stadtarchiv weiß man, dass Eindringlinge im Jahr 1645 – drei Jahre vor Ende des 30-jährigen Krieges – ein großes Loch in die Mauer gerissen haben. Es klaffte eine ganze Weile. So schlimm ist es im die Stadtmauer heute nicht bestellt, aber dringend sanierungsbedürftig ist sie doch. Deshalb rückt die Gernsheimer Fachfirma BST jetzt der Mauer zu Leibe; nachdem in den letzten Jahren immer wieder Mauerteile instabil waren. Alarmiert war das Amt für Immobilienwirtschaft schon deshalb, weil ein anderer Mauerteil unterhalb des Blauen Hutes vor zwei Jahren ins Rutschen gekommen war. Die Mauer musste mühevoll wieder aufgesetzt werden. Das wollte man an dieser Stelle vermeiden – auch natürlich aus Sicherheitsgründen; immerhin befindet sich dort ein viel frequentierter Spielplatz. Das Problem sei bei diesen alten Natursteinmauern nicht unbekannt, erklärt Thomas Baier aus der Hochbauabteilung des Amtes für Immobilienwirtschaft. Meistens dringe von oben Feuchtigkeit ein, auch wild wachsende Pflanzen. Folge: Die Mauer wird porös, weitere Feuchtigkeit macht sich breit – bei Frost wird das Gebilde von innen quasi gesprengt.

Die Maßnahme, die in dieser Woche begonnen hat, wird vom Weinheimer Architekten Constantin Görtz als Bauleiter betreut. Er hat mit der Firma gemeinsam das Sanierungskonzept für die Mauer entwickelt. Zum Einen werden in 200 gebohrte Löcher, die über die komplette Mauerfläche verteilt sind, Pressmörtel und Gewindestäbe eingebracht, das gibt neue Stabilität. Zum Anderen wird die Oberfläche so modelliert, dass sich keine Pfützen bilden und Regenwasser schnell abläuft. So will man eine weitere Schädigung verhindern. Am Ende wird die Mauer neu verfugt und dadurch weiter stabilisiert. Alle Tätigkeiten wurden zuvor mit der abgestimmt. Im Moment muss aus Sicherheitsgründen der komplette Spielplatz abgesperrt bleiben, wenn das Wetter halbwegs mitspielt, wird die Maßnahme etwa noch fünf Wochen dauern. „Wir versuchen, später den Platz so weit es geht wieder teilweise zu öffnen“, hofft Baier. Insgesamt investiert die Stadt in die Stadtmauer und damit in Sicherheit aber auch Bewahrung der historischen Bausubstanz rund 150 000 Euro. Denkmalgeschützte Gebäude benötigen Obhut. „Es ist jetzt schon abzusehen“, sagt Thomas Baier, „dass auch der Blaue Hut in absehbarer Zeit saniert werden muss.“

Am Energietag am 30. September beginnt auch die Vermarktung des Baugebietes „Lützelsachsen Ebene“

Mit Biogas vom Bauernhof



Weinheim, 24. September 2012. (red/pm) Die Internetseite heißt schlicht www.luetzelsachsen.de, aber sie steckt voller Überraschungen. Rechtzeitig zum Weinheimer Energietag am Sonntag, 30. September am Lützelsachsener Autohaus Sporer, geht die neue Homepage für das familien- und umweltfreundliche Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“ an den Start. Die Freischaltung und die Präsentation ist gleichzeitig der Startschuss für die Vermarktung der kommunalen Grundstücke.

Information der Stadt Weinheim:

„Reichlich Nachfrage gibt es schon, wie Hartmut Neumann, der Leiter des Weinheimer Amtes für Immobilienwirtschaft, bestätigte. Bald kann es an die Vergabe der Grundstücke gehen. Mit einer topmodernen Internetseite geht die Stadt neue Wege. Das Neubaugebiet nördlich der Bachwiesenstraße, zwischen B3 und der Bahnlinie, hat seinen Auftritt nicht zufällig beim Energietag. Denn es gehört mit seinem Heizwärmekonzept zu den innovativsten der Region. Die Wärme kommt über ein Rohrleitungssystem von der Biogasanlage des unweit gelegenen Bauernhofs der Familie Großhans. Das Konzept und die Versorgung werden von den Weinheimer Stadtwerken umgesetzt, die in den letzten Jahren mit modernen Fern- und Nahwärmelösungen einen neuen Geschäftszweig aufgebaut haben.

Am „Energietag“ kann der Besucher gewissermaßen den Weg der Wärme selbst gehen. Das Amt für Immobilienwirtschaft und die Stadtwerke stehen an Ständen auf dem Sporer-Gelände für Fragen zur Grundstücksvermarktung und zur biologischen Wärmeversorgung zur Verfügung. Parallel dazu öffnet die Familie Großhans die Biogas-Anlage zur Besichtigung. Die Feuerwehr richtet dazu einen Shuttle-Service ein. Für Aufsehen wird dann die neue Internetseite sorgen, die von der Weinheimer Agentur „WebQ“ entwickelt worden ist. Sie fasst nicht nur alle Informationen zum Neubaugebiet, seiner Lage und seinen Vorzügen zusammen, sondern bietet eine Reihe spannender interaktiver Möglichkeiten für Interessenten. Mehr Infos auf www.luetzelsachsen.de (ab 28. September) , auf www.weinheim.de und am Sonntag, 30. September beim Weinheimer Energietag am Autohaus Sporer.“

Am 9. September ist Tag des offenen Denkmals

Altes Rathaus bekommt neuen Anstrich

Das Alte Rathaus in seiner vollen Pracht. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 21. August 2012. (red/pm) Vor zehn Jahren wurde am Marktplatz der Bürgersaal eingeweiht. Komplettsanierung der Fassade beginnt. Am 09. September ist Tag des offenen Denkmals.

Von Roland Kern:

„Im Juni 2002 war Eröffnung der „guten Stube Weinheims“. Die letzte Fassadenerneuerung erfolgte allerdings bereits Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, so dass es nun höchste Zeit wird für eine Komplettsanierung der Fassade des alten Gemäuers. Trotz der gerade beginnenden Sanierungsarbeiten ist das Alte Rathaus am Marktplatz mit dem Bürgersaal am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 9. September, geöffnet.

Die Maßnahme soll rund 100 000 Euro kosten, auch Teile des Daches und des Dachtürmchens werden dabei überarbeitet. Vor der Frostperiode soll alles abgeschlossen sein; die Außensanierung wird von den Weinheimer Restauratoren und Kunsthistorikern Hans-Dieter Zopf und seiner Tochter Josephine Zopf-Weber fachlich begleitet. Der Haushaltsansatz ist für die Sanierung der Giebelseite sowie den Staffelgiebel und den Dachreiter, das Türmchen, samt Nebenarbeiten sowie restauratorischer Begleitung vorgesehen.

An die Gerüstbauarbeiten schließt sich eine Fassadenreinigung an, gefolgt von Putzausbesserunges- und Malerarbeiten. Es werden noch an den Fenstern Reparatur- sowie Anstricharbeiten ausgeführt, ebenso an den Portalen. An den Fenstergewänden wird der Sandsteinarbeiten ausgebessert.

Der Turm wird instandgesetzt und saniert. Nebenbei werden noch Verfugungsarbeiten an den Dachzinnen sowie diverse Spengler- und Schlosserarbeiten ausgeführt. Auch das Zifferblatt der Uhr wird in diesem Zusammenhang restauriert.

Damit wird das markanteste Marktplatzgebäude zum richtigen Zeitpunkt herausgeputzt. Denn 2013 ist in der Region das „Wittelsbacher Jahr“, das in einer großen Ausstellung im Mannheimer Reiß-Engelhorn-Museum mündet. Die Region der historischen Kurpfalz wirbt mit so bedeutenden Anlagen wie den Schlössern in Mannheim und Schwetzingen sowie dem Heidelberger Schloss – aber auch mit den Hinterlassenschaften der Wittelsbacher in Weinheim. Das Alte Rathaus am Marktplatz als eingetragenes Kulturdenkmal besonderer Bedeutung gehört dazu. Denn vieles spricht dafür, dass der damalige Kurfürst Ottheinrich den Bau angeordnet hat, möglicherweise ist der bärtige Mann auf dem Steinbildnis am Haus sogar ein Abbild des Wittelsbachers; die weiß-blauen Rauten seines Adelsgeschlechts hält er im linken Arm. Sie gehören zum Weinheimer Stadtwappen wie der Kurpfälzer Löwe und die Weinleiter. In dieses Sandsteinrelief ist auch die Jahreszahl 1577 graviert, in dieses Jahr sind wohl erste bauliche Veränderungen wie der Bau des geschlossenen Treppenhauses, gefallen. Etwa zur gleichen Zeit entstand – ebenfalls im Renaissancestil – der Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses.

Im Erdgeschoss befand sich eine offene Säulenhalle für das Marktgeschehen. Die einzige erhaltene Säule befindet sich heute im Hof des Museums am Amtshausplatz. In den Jahren 1751 und 1752 wurde das Kaufhaus zum Rathaus umgebaut, wesentliche Veränderungen gab es dann 1861, in dieser Zeit wurde der Holzbalkon angebaut und das gotisierende Türmchen aufgesetzt. Darin befindet sich seit 1996 ein Glockenspiel; es war eine Spende des Heimat- und Kerwevereins zu dessen 75-jährigen Bestehen. Bis 1926 hatte das Gebäude als Rathaus gedient. Als die Stadtverwaltung ins Schloss umzog (das sie zwölf Jahre später erwarb), fand die letzte Gemeinderatssitzung statt.

Es war im Jahr 1995, als massive Feuchtigkeitsschäden an der Decke des zweiten Obergeschosses sichtbar wurden. Das historische Baudenkmal war massiv beschädigt. An einer umfassenden Sanierung zum Erhalt der Bausubstanz ging damals kein Weg vorbei. Die Stadt machte seinerzeit aus der Not eine Tugend. Für insgesamt rund 1,2 Millionen Euro und in einer Sanierungszeit von fast fünf Jahren (1997 bis 2002) wurde das Alte Rathaus unter anderem mit modernster Büro- und Veranstaltungstechnik und einer neuen Zentralheizung ausgestattet.

Die historischen Details wurden erhalten und sorgfältig restauriert. Kernstück ist seither ein 160 Quadratmeter großer Bürgersaal im ersten Obergeschoss, den man mit Fug und Recht als „gute Stube“ der Stadt bezeichnen kann. Mit viel Fingerspitzengefühl konnten die Denkmalschützer und die Architekten der Weinheimer „planwerkstatt 96“ gemeinsam mit der Stadt moderne und historische Elemente verbinden – so weit, dass sich ihre Wirkung gegenseitig verstärkt. Die Fassade wurde damals ausgespart; Nutzbarkeit und Erhaltung hatten Priorität. Im „Bürgersaal im Alten Rathaus“ finden seither Empfänge, festliche Anlässe und Trauungen statt, aber auch Konzerte, Tagungen und Seminare. Dazu können Firmen und Privatpersonen dieses Kleinod zu besonderen Anlässen auch mieten, samt moderner Veranstaltungstechnik und der Betreuung durch einen Techniker der Stadt.

Dieser Betrieb, so Peter Zschippig vom Weinheimer Amt für Immobilienwirtschaft, soll durch die bevorstehende Fassaden- und Dachsanierung nicht wesentlich gestört werden. Und im Oktober strahlt das Alte Rathaus sowieso wieder in neuem Glanz bis ins Wittelsbacher Jahr hinein – und darüber hinaus.

Kontakt bei Anfragen zur Saalvermietung: Stadt Weinheim, Amt für Immobilienwirtschaft, Telefon 06201 / 82 – 596 oder ch.mueller@weinheim.de
Am Tag des offenen Denkmals finden um 13.30 Uhr, um 14.45 Uhr, um 16 Uhr und um 17.15 Führungen statt. Am 9. September sind wieder zahlreiche Denkmäler der Stadt geöffnet, u.a. das Schloss, die Ulnersche Kapelle, der Rote Turm, historische Fachwerkhäuser in der Hintergasse, die Friedrichschule und das frisch renovierte Geschäftshaus in der Hauptstraße 129. Infos auf www.weinheim.de

Anm. d. Red.: Roland Kern ist Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Mehr Platz am OEG-Bahnhof – Marodes Gebäude wurde abgerissen


Guten Tag!

Weinheim, 07. Juli 2011. (red/pm) Das marode Gebäude des OEG-Bahnhofs in Lützelsachsen wurde jetzt abgerissen. Dort könnten nun Park-and-Ride-Stellplätze entstehen.

Information der Stadt Weinheim:

Abriss des OEG-Bahnhofgebäudes in Lützelsachsen.

„Wohnen konnte dort schon eine Weile niemand mehr. Im 1959 erbauten Gebäude des Lützelsachsener OEG-Bahnhofs waren die Wände verschimmelt, die Installationen waren noch aus der Bauzeit, im Keller stand öfter Wasser, die Gasthermen waren älter als zehn Jahre. Also nutzte die Stadt Weinheim jetzt – nach Zustimmungen in den politischen Gremien – die passende Gelegenheit zum Abriss des maroden Gebäudes. Wegen der aktuellen Arbeiten an den OEG-Gleisen konnte das jetzt reibungslos geschehen. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre der Schienenverkehr betroffen gewesen, die Stadt hätte Behinderungen im Fahrplan ersetzen müssen. So war der Abriss eine Angelegenheit weniger Stunden.

„Eine Sanierung hätte sich nicht mehr gelohnt, wäre wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen“, erklärte jetzt Architekt Thomas Baier vom Weinheimer Amt für Immobilienwirtschaft, der den Abriss vorbereitete. Schon wegen der Lage an B3 und OEG-Linie „wären zwei Wohnungen entstanden, die niemand mieten möchte“. Für die Sanierungssumme, die dort nötig gewesen wäre, könne man an anderer Stelle mindestens drei städtische Wohnungen sanieren. Rund 20 000 Euro hatte der Hauptausschuss des Gemeinderates in seiner Juni-Sitzung für den Abriss bewilligt.

Die frei gewordene Fläche verbessere nun die Situation am Bahnsteig deutlich, argumentiert Baier. Nach Prüfung der planerischen Rahmenbedingungen könnten dort auch Park-and-Ride-Stellplätze entstehen.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog

Neues Immobilienamt im Rathaus rechnet im Frühjahr mit großer Nachfrage auf städtische Bauplätze

Bernhard Schwab und Maria Zimmermann wissen Bescheid. Die beiden obersten Touristiker der Ferienstraße Bergstraße kennen die Synergieeffekte zwischen Tourismus und Stadtmarketing sehr gut.


Guten Tag!

Weinheim, 23. März 2011. (pm) Das Anfang des Jahres neu gegründete Amt für Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung Weinheim will in diesem Frühjahr bei den Verkäufen der städtischen Grundstücke in zwei bereits bestehenden Baugebieten möglichst flexibel sein. Als „Schnäppchen“ bezeichnet die Stadt Bauplätze in „Sulzbach West II“. Ein Grundstück für die Bebauung mit einer Doppelhaushälfte kann bereits zum Komplettpreis von rund 71 000 Euro erworben werden.

Von Roland Kern

„Achtung, aktuell Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis.“ So steht es in roter Schrift unter „Bauen/Wohnen“ auf der Internetseite der Stadt Weinheim.

Und hinter den Grundstücken im „Oberen Sterzfluß“ im Neubaugebiet „Hohensachsen West II“ steht die Anmerkung „Kaufpreisvorstellung“. Die Botschaft ist klar und deutlich: Das Anfang des Jahres neu gegründete Amt für Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung Weinheim will in diesem Frühjahr bei den Verkäufen der städtischen Grundstücke in zwei bereits bestehenden Baugebieten möglichst flexibel sein.

Deshalb hatte sich das Fachamt vom Gemeinderat bei den Grundstücken im Baugebiet „Hohensachsen-West II“ einen Spielraum genehmigen lassen, um mit dortigen Interessenten freier verhandeln zu können. Im Baugebiet „Sulzbach West II“ hatte das Gremium schon Ende des letzten Jahres erhebliche Kaufpreisreduzierungen beschlossen.

"Verhandlungsspielraum" wird geboten - aber auch aus Sicht der Stadt attraktive Bauplätze und für die Stadt dringend benötigte Einnahmen. Bild: Stadt Weinheim

Denn rund 4,18 Millionen Euro an Grundstückserlösen sind im aktuellen Haushaltsplanentwurf an Grundstücksveräußerungen eingeplant – das ist ein ambitionierter Ansatz, das weiß man auch in der Stadtverwaltung. Davon sind rund 800 000 Euro für Gewerbegrundstücke, der Rest verteilt sich im Wesentlichen auf „Hohensachsen West II“ auf „Sulzbach West II“ und auf „Römerloch Ost“, der Hanglage ganz im Norden der Zweiburgenstadt. Dazu kommt aktuell ein Grundstück in Oberflockenbach – Ortsteil Steinklingen.

Das „Römerloch Ost“ bietet derzeit unter den kommunalen Angeboten Grundstücke mit allerbester Bergstraßenwohnlage. Die ersten vier Bauplätze für die Bebauung mit einem Einzelhaus sind bereits verkauft. Lediglich ein Grundstück für diese Bebauungsmöglichkeit ist aktuell noch zu haben.

Der Quadratmeterpreis beträgt hierfür 495 Euro zuzüglich Erschließungskosten und Abwasserbeitrag.

Dagegen sind dort weitere fünf Bauplätze noch im Angebot der Stadt, die für die Bebauung mit einer Doppelhaushälfte vorgesehen sind. Sie werden günstiger angeboten: für 480 Euro zuzüglich Erschließungskosten und Abwasserbeitrag. Etwas günstiger – rund 450 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungs- und Abwasserbeitrag – sind die letzten drei städtischen Grundstücke im eigentlich fast schon komplett besiedelten „Hohensachsen West II“ zu haben.

Eines für eine Doppelhaushälfte und zwei für Reihenendhäuser. Dort räumt die Stadt derzeit Sonderkonditionen ein. Fast schon „Schnäppchen“ sind seit letztem Jahr in „Sulzbach West II“ zu ergattern. Ein Grundstück für die Bebauung mit einer Doppelhaushälfte kann bereits zum Komplettpreis von rund 71 000 Euro erworben werden.

Das Fachamt rechnet damit, in den nächsten Wochen viele Anfragen zu bekommen, da die Rahmenbedingungen, auch am Kreditmarkt, derzeit günstig sind. Die Käufer schätzen die Stadt bei Immobiliengeschäften ohnehin als verlässlichen Partner. Außerdem entstehen den Käufern keine Maklergebühren, eine nicht unerhebliche Kostenersparnis.

Voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres werden auch die Vermarktungstätigkeiten für „Lützelsachsen Ebene“ beginnen. Interessenten können sich bereits jetzt unverbindlich auf einer Liste eintragen lassen, um mit Ausschreibungsbeginn der städtischen Bauplätze die Ausschreibungsunterlagen direkt per Email zu erhalten.

Info:
Amt für Immobilienwirtschaft, Stadtverwaltung Weinheim, Ansprechpartnerin Alexandra Schütz, Telefon 06201-82 232, Mail: a.schuetz@weinheim.de
Bei Interesse an einem Grundstück in „Lützelsachsen Ebene“ bitte die Mailadresse luetzelsachsen-ebene@weinheim.de verwenden. Alle verfügbaren Grundstücke mit weiteren Angaben unter www.weinheim.de (Leben in-Bauen/Wohnen).

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim