Donnerstag, 21. September 2017

Freiwillige Feuerwehr Weinheim - Abteilung Ritschweier

Jahr mit Familienabend beendet

Weinheim, 12. Dezember 2014. (red/pm) Die Abteilung Ritschweier ist die¬†kleinste Feuerwehrabteilung und trotzdem eine wichtige St√ľtze im Gesamtbild der Weinheimer Feuerwehr. Der Stellvertretende Stadtbrandmeister Volker J√§ger dankte den Feuerwehrangeh√∂rigen der Abteilung Ritschweier f√ľr ihren Dienst am N√§chsten. [Weiterlesen…]

Feuerwehr Weinheim, Birkenau und Landkreise √ľben den Notfall im Saukopftunnel

„Wozu √ľben, wenn alles perfekt ist?“

Weinheim/Birkenau/Rhein-Neckar, 09. M√§rz 2014. (red/ld) Wenn es im Saukopftunnel brennt, gibt es nur zwei Fluchtwege: Nach links oder rechts. F√ľr die Feuerwehr und Rettungskr√§fte stellt ein Alarm dort immer wieder vor eine besondere Herausforderung ar. Am Samstag √ľbten die freiwillige Feuerwehr Weinheim und die Freiwillige Feuerwehr Birkenau den Ernstfall im Saukopftunnel, der daf√ľr drei Stunden gesperrt worden ist. Der Tunnel verbindet die beiden Orte – aber auch zwei Bundesl√§nder und damit zwei Systeme. [Weiterlesen…]

Rekord: 1.010 Einsätze sind eine beachtliche Leistung

„2013 war ein Brandjahr“

Der Dachstuhl brannte völlig aus

Brand in der Breslauer Straße im Mai 2013. Der Dachstuhl brannte völlig aus.

 

Weinheim, 16. Januar 2014. (red) Es ist ein Rekordjahr – ob man sich aber dar√ľber freuen sollte? Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht hat heute die Einsatzstatistik f√ľr das Jahr 2013 vorgestellt: 1.010 Eins√§tze. Gegen√ľber 2012 mit 706 Eins√§tzen gibt es eine damit fast eine Steigerung um 50 Prozent. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehr Weinheim bilanziert das Jahr 2012

Schwierige Einsätze Рgroße Herausforderungen

Die drei von der Einsatzleitung (von links): Volker Jäger, Reinhold Albrecht, Andreas Schmitt.

 

Weinheim, 17. Januar 2013. (red) Soviel steht fest: Die Feuerwehr Weinheim hat auch im vergangenen Jahr vollen Einsatz geleistet. Teils aber unter enorm schweren Bedingungen, die „eine gro√üe Herausforderung“ darstellen, wie Kommandant Reinhold Albrecht sagte. Und diese Herausforderungen werden zunehmen – unter anderem durch den demografischen Wandel und durch barrierefreie Geb√§ude. Die Feuerwehr ist gut aufgestellt – eine Zukunftssicherung unumg√§nglich.

Von Hardy Prothmann

Insgesamt 706 Eins√§tze verzeichnete die Feuerwehr im Jahr 2012. Das waren zwar genau 63 weniger als 2011, aber einige Eins√§tze haben die Feuerwehr stark gefordert. Vor allem der Brand in der GRN-Klinik, ist beispielhaft f√ľr die neuen Herausforderungen f√ľr die Feuerwehr. Nach einer Brandstiftung war eine 41-j√§hrige Frau ums Leben gekommen war und 18 Personen wurden verletzt. Die Feuerwehr musste neben den L√∂scharbeiten bei der Evakuierung der Station mithelfen, was eigentlich nicht deren Aufgabe ist. Kommandant Reinhold Albrecht weist auf ein schwierige Lage hin:

In betreuten Einrichtungen gibt es insbesondere nachts nur wenig Betreuungspersonal. Die ein, zwei Personen k√∂nnen mehrere Dutzend Menschen gar nicht alleine evakuieren. Aber dabei geht wertvolle Zeit verloren. Insbesondere, wenn alte und/oder behinderte Menschen gerettet werden m√ľssen, brauchen wir sehr viel mehr Einsatzkr√§fte, als nur f√ľr die Brandbek√§mpfung.

 

Eine 41 Jahre alte Frau kam bei diesem Zimmerbrand im GRN-Betreuungszentrum ums Leben.

Pressewart Ralf Mittelbach ergänzt:

Und die Kameraden m√ľssen sich auf verwirrte, orientierungslose Menschen einstellen, die Anweisungen m√∂glicherweise nicht sofort oder auch falsch verstehen.

Im August zeigte sich „eindrucksvoll“, was ein Brand anrichten kann. Eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses brannte komplett aus – auch der Rest des Hauses wurde unbewohnbar. Schaden: 180.000 Euro: „So ein Feuer erreicht schnell mal 800 Grad und mehr“, sagte Ralf Mittelbach.

Im August brannte in der Leuschnerstraße eine Wohnung komplett aus.

 

Bei einem Brand im Langgassenweg am Jahresende konnte die Feuerwehr den Schaden professionell begrenzen. Kommandant Reinhold Albrecht war einer der ersten vor Ort und betreute die Bewohner, die mit einem Schrecken davonkamen. Hier brannte ein Zimmer vollständig aus, der Rest des Hauses konnte gehalten werden.

Brandschutz ist die „halbe Miete“

Nach dem Einsatz im Langgassenweg: Der verformte Helm und das kohlrabenschwarze Visier hatten heute ihren letzten Einsatz.

Aus Sicht der Feuerwehr ist ein vorbeugender Brandschutz die „halbe Miete“. Kommandant Albrecht, der auch als Sachverst√§ndiger wirkt, appellierte an die Bev√∂lkerung, sich selbst zu sch√ľtzen:

Rauchmelder gehören in jede Wohnung.

Denn sobald ein Brand entsteht, bleibt oft nicht mehr viel Zeit. Innerhalb von wenigen Minuten kann im ung√ľnstigen Fall ein Vollbrand entstehen: „Das geht schneller als den meisten Menschen bewusst ist“, sagte Ralf Mittelbach.

Feuerwehrdezernet und Erster B√ľrgermeister Dr. Torsten Fetzner lobte die Wehr f√ľr die hervorragende Arbeit und meldete ebenfalls Sorgen an:

Die barrierefreie Bauweise erm√∂glicht es beispielsweise auch Rollstuhlfahrern, in oberen Stockwerken zu wohnen. Das ist gut so. Aber im Ernstfall schlecht, weil keine Fahrst√ľhle mehr benutzt werden k√∂nnen.

Auch beobachte er mit Besorgnis, dass immer mehr Wohnungen von karitativen Einrichtungen angemietet w√ľrden, die daf√ľr eigentlich nicht geeignet seien:

Hier fehlen oft die zweiten Rettungswege.

Herausforderung „demografischer Wandel“

F√ľr Kommandant Albrecht ist das nur eine Seite der Medaille „demografischer Wandel“: Einerseits betreffe das die zu rettenden Menschen, andererseits aber auch die Feuerwehr:

Unsere Leute werden auch immer älter Рes wird irgendwann Nachwuchsprobleme geben.

Das Szenario, dass Wehren sich Aufgaben teilen m√ľssen, ist kein Gedankenspiel mehr, sondern wird in absehbarer Zeit umgesetzt werden m√ľssen. Die Einsatzst√§rken seien im Moment gut – aber das sei f√ľr die Zukunft nicht garantiert. Und w√§hrend es in der Abteilung Stadt noch gut aussehe, sei es beispielsweise in Oberflockenbach vor allem durch l√§ngere Anfahrtzeiten schon nicht mehr „rosig“. Auch h√§ufige Hilfe f√ľr Wehren im Umland, beispielsweise Viernheim, zeigten, dass nur so „L√ľcken“ geschlossen werden k√∂nnten.

Aktuell hat die Wehr 326 Aktive. Im Jahr zuvor waren es 352:

Es sind nicht so viele in die Altersmannschaft „aufger√ľckt“, sondern wir haben genau untersucht, wer aktiv t√§tig ist und wer nicht. Den sch√∂ne Zahlen bringen nichts, wenn keine echte Manpower dahintersteht.

Wer bei Eins√§tzen nicht dabei war oder nicht regelm√§√üig ge√ľbt hat, dem wurde nahegelegt, den Dienst aufzugeben.

Umgekehrt ist die Jugend sehr aktiv, ein Paradebeispiel ist die 23-k√∂pfige Kinderfeuerwehr Sulzbach. Hier k√∂nnen sechs- bis zehnj√§hrige Kinder langsam an die Feuerwehr herangef√ľhrt werden. Motto: Je fr√ľher die Pr√§gung, desto besser. Denn klar ist: Viele junge Kameraden kommen aus Feuerwehrfamilien und die Zug√§nge rekrutieren sich aus der Jugend, die derzeit 131 Mitglieder hat.

Die Kinderfeuerwehr ist nun Teil der Feuerwehr Weinheim. Bild: RM

Neue Drehleiter – neue Aufgaben

Und nat√ľrlich ben√∂tigt die Feuerwehr ordentliches Material – ob Ausstattung und Werkzeuge oder Fahrzeuge. 2008 hat die Wehr eine Strukturuntersuchung vorgenommen und einen Bedarfsplan aufgestellt: Rund 7,5 Millionen Euro m√ľssen bis Anfang 2020 investiert werden, um die Wehr technisch modern auszur√ľsten. 2016/2017 beispielsweise soll nach Plan eine neue Drehleiter angeschafft werden. Kostenpunkt: Zwischen 700.-750.000 Euro. Die aktuell eingesetzte Drehleiter stammt aus dem Jahr 1994 und „hakt“ ab und an. Au√üerdem ist der Korb nicht zur Rettung von Rollstuhlfahrern oder sehr schweren Menschen geeignet.

Der Stadtbrandmeister: Kommandant Reinhold Albrecht kann zufrieden mit sich und seiner Mannschaft sein. Auch, wenn große Herausforderungen auf die Wehr zukommen.

Auch die Energiewende wird die Feuerwehr vor gro√üe Herausforderungen stellen. Was, wenn es in einer Windkraftanlage brennt? Der stellvertretende Kommandant Andreas Schmitt erl√§utert das ganz schaubildlich: „Wir kommen knapp bis 30 Meter hoch. Diese „Geb√§ude“ sind rund 150 Meter hoch.“

Die Weinheimer Wehr macht sich aber auch au√üerhalb der klassischen Aufgaben √§u√üerst verdient. Die fast fl√§chendeckende Versorung der Stadt mit knapp 60 AED-Ger√§ten, die Helfer anleiten, um Menschen mit Herzstillstand zu reanimieren, hat bis ins Ausland Beachtung gefunden und der Wehr sogar einen Preis eingebracht. Aber auch die Qualifiktion der Feuerwehrleute kommt nicht zu kurz: Insgesamt 30 „Helfer-vor-Ort“ hat die Wehr mittlerweile. Diese Feuerwehrsanit√§ter k√∂nnen Patienten versorgen und betreuen bis der Rettungsdienst eintrifft.

Einer unserer Helfer konnte vergangenes Jahr einen Mann reanimieren, der am alten G√ľterbahnhof einen Herzstillstand hatte. Der Mann konnte ohne Sch√§den sp√§ter wieder das Krankenhaus verlassen,

sagt Ralf Mittelbach. Man merkt ihm den Stolz an. Und auch die Zufriedenheit: Den Ausbildung kostet Geld und die Notwendigkeit hatte zunächst nicht unbedingt jeder erkannt. Solche Erfolge sind besser als alle Argumente.

2012 war zudem das 150. Jubiläumsjahr der Feuerwehr sowie das 50. der Jugendfeuerwehr, der ältesten in Nordbaden. Hier gab es jede Menge zusätzliche ehrenamtliche Arbeit zu leisten.

AED-Geräte können Menschenleben retten. Foto: Feuerwehr Weinheim

2013 wartet im Herbst kann die Wehr an einem „Gefahrenzug“ √ľben, den die deutsche Bahn zur Verf√ľgung stellt. Ansonsten stehen die „√ľblichen Aufgaben“ wie die Sicherung von Festen und Veranstaltungen auf dem geplanten Programm. Was ungeplant kommt, wei√ü man nat√ľrlich noch nicht. Klar d√ľrfte sein, dass die Statistik wieder Einsatzzahlen von 7-800 zeigen wird. Seit 1986 ist die Zahl von 208 auf den Spitzenwert von 957 Eins√§tzen im Jahr 2010 gestiegen: „Das war ein Sturmjahr mit allein 150 „naturbedingten“ Eins√§tzen“, sagt Kommandant Albrecht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9029 ehrenamtliche Stunden geleistet. Unter den 706 Eins√§tzen waren 95 Br√§nde, 183 technische Hilfeleistungen, 138 Sicherheitswachen, 111 Fehlalarme, 55 Notfalleins√§tze und 19 Tierrettungen. Zwei b√∂swillige Fehlalarme konnten zur Anzeige gebracht werden.

74 Personen konnten gerettet werden, allerdings gab es auch sechs Tote – auch das eine Belastung f√ľr die Kameraden. Die Feuerwehr hat auch sieben Feuerwehrseelsorger, darunter einen muslimischen, die sich um Angeh√∂rige und auch Team-Mitglieder im Notfall k√ľmmern.

Herausragend ist die Arbeit der √Ėffentlichkeitsarbeit. Die Kameraden um den Pressewart Ralf Mittelbach wurden von Kommandant Albrecht sowie seinen Stellvertreternd Volker J√§ger und Andreas Schmitt ausdr√ľcklich gelobt – dem schlie√üen wir uns redaktionell gerne an. Die Zusammenarbeit mit dem Presseteam und der F√ľhrung ist hervorragend.

Mehrfamilienhaus nicht mehr bewohnbar

Wohnungsvollbrand in der Leuschnerstraße

 

Weinheim, 04. Agusut 2012. (red/fw/RM/local4u) Heute Nacht ist es zu einem massiven Wohnungsbrand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gekommen. Der Wohnungsinhaber und die anderen Hausbewohner konnten sich selbständig in Sicherheit bringen Р40 Feuerwehrkräfte bekämpften den Brand, der die Wohnung vollständig zerstört hat. Auch die restlichen Wohnungen im Haus sind nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf 180.000 Euro geschätzt.

Von Ralf Mittelbach

Mit dem Alarmstichwort Wohnungsbrand mit √úbergriff auf Scheune wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2:54 Uhr alarmiert. Bereits f√ľnf Minuten nach Alarmeingang r√ľckte die Freiwillige Feuerwehr mit dem ersten L√∂schfahrzeug aus. Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Andreas Schmitt fuhr die Einsatzstelle an und hatte mit Zugf√ľhrer Klaus Neitzel die Einsatzleitung.

Vor Ort stellte sich heraus, das es zu einem massiven Wohnungsbrand in der Erdgeschoss Wohnung eines Mehrfamilienhauses gekommen war. Eine Scheune wie zun√§chst gemeldet war nicht betroffen. Das Feuer hatte aber bereits so eine Gewalt entwickelt, dass es auf den Balkon im ersten sowie im zweiten Obergeschoss √ľbergegriffen hatte und die Fenster dieser Wohnungen sowie der Nachbarwohnung im Erdgeschoss zum Platzen brachte.

Die Feuerwehr Weinheim war mit 40 Feuerwehrangeh√∂rigen des Ausr√ľckebereich 1 mit den Abteilungen Weinheim Stadt und Sulzbach im Einsatz. Ein Trupp unter Atemschutz ging in die Brandwohnung mit dem ersten Rohr und der W√§rmebildkamera vor. Um eine weitere Rauchausbreitung im Geb√§ude zu verhindern wurde ein mobiler Rauchverschluss zur Brandwohnung eingesetzt. Der Wohnungsinhaber konnte sich gerade noch retten und auch die restlichen Bewohner des Hauses konnten sich selbstst√§ndig in Sicherheit bringen, so dass sich die Weinheimer Feuerwehr auf die Brandbek√§mpfung konzentrieren konnte.

Die starke W√§rmeentwicklung erschwerte die L√∂scharbeiten. Trotzdem konnten die eingesetzten Kr√§fte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und das √úbergreifen auf das restliche Geb√§ude verhindern. Um die Bewohner zu betreuen wurde der Abrollbeh√§lter Betreuung in den Einsatz gebracht. Das Geb√§ude wurde mit einem Hochdruckl√ľfter entraucht und die Einsatzstelle mit der W√§rmebildkamera abschlie√üend kontrolliert.

Die Brandwohnung wurde komplett zerst√∂rt. Im Wohnzimmer w√ľtetet der Brand so stark, dass dieses Zimmer restlos ausbrannte. Die Temperaturen waren so hei√ü, dass der kompletten Putz von der Wand brannte und den vorderen Fensterbereich mit Mauer zerst√∂rte. Auch die anderen Zimmer wurden durch den Brand fast vollst√§ndig vernichtet. Neben der Brandwohnung sind auch drei weitere Wohnungen des Mehrfamilienhauses unbewohnbar.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh machte sich vor Ort ein Bild der Lage und stand der Weinheimer Feuerwehr beratend zur Seite. Der Rettungsdienst war ebenfalls vor Ort und k√ľmmerte sich um die Bewohner sowie den Schutz der eingesetzten Kr√§fte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden wird auf 180000 ‚ā¨ gesch√§tzt.

Anm. d. Red.: Ralf Mittelbach ist Feuerwehrmann und Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

Feuerwehr: √úberraschend eindeutige Wahl

Andreas Schmitt ist neuer Vizekommandant

Andreas Schmitt (links) mit Wolfgang Eberle.

 

Weinheim, 04. M√§rz 2012. H√§tten Sie es gewusst? Die Feuerwehr Weinheim ist die gr√∂√üte Wehr im Rhein-Neckar-Kreis. Am vergangenen Freitag mit einem neuen Mann im „Spitzenteam“. Der 39-j√§hrige Ingenieur Andreas Schmitt aus dem Ortsteil L√ľtzelsachsen wurde im ersten Wahlgang zum Stellvertretenden Feuerwehrkommandanden gew√§hlt. Andreas Schmitt ist auch hauptberuflich im Brandschutz hochqualifiziert und arbeitet bei der Stadtverwaltung Mannheim im Amt f√ľr Feuerwehr und Katastrophenschutz. Bericht von der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim aus der Keltensteinhalle in Rippenweier.

Von Hardy Prothmann

Das gabs noch nie: Gleich drei Kandidaten stellten sich f√ľr das Ehrenamt des stellvertretenden Kommandanten zur Wahl. Neben Schmitt noch Hans-Joachim Gottuck und Matthias Bente (zu den Kandidaten siehe unten einen fr√ľheren Text). Unter den Kameraden wurde viel spekuliert, wer das Rennen machen w√ľrde – wobei Schmitt schon als Favorit gehandelt worden ist. Immerhin rechnete man mit zwei Wahlg√§ngen – was erforderlich gewesen w√§re, h√§tte es keine eindeutige Mehrheit gegeben.

Doch die gab es: 135 wahlberechtigte Feuerwehrmitglieder waren anwesend (mehr als das notwendige Drittel). 70 Stimmen und damit mehr als die Hälfte fielen auf Schmitt, 42 auf Gottuck, nur 16 auf Bente.

Wahlleiter Oberb√ľrgermeister Heiner Bernhard gratulierte als erster. Schmitt ist nun einer von zwei ehrenamtlichen Stellvertretern des im 14-ten Jahr amtierenden Kommandanten Kommandant und Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht, der hauptberuflich Brandschutz-Sachverst√§ndiger der Stadt Weinheim ist. Volker J√§ger, der weitere Stellvertreter, leitet die Werksfeuerwehr des in Weinheim ans√§ssigen Unternehmens Naturin.

Vom Ehrenamt ins Hauptamt?

Hinter vorgehaltener Hand reden viele dar√ľber, dass Schmitt in einigen Jahren Albrecht „beerben“ will. Bis dahin muss er aber zeigen, was er kann. Immerhin hat er nach der Wahl gesagt:

„Vielen Dank f√ľr diese √ľberzeugende Wahl. Es gibt einige, die mich nicht gew√§hlt haben und ich m√∂chte mir deren Vertrauen erarbeiten. Gebt mir daf√ľr aber ein wenig Zeit, um mich in die Aufgabe einzufinden.“

Schmitt l√∂ste den langj√§hrigen Stellvertreter Wolfgang Eberle (63) ab, der ebenfalls den Brandschutz sowohl zum Hobby als auch zum Beruf hatte. Eberle war zw√∂lf Jahre Stellvertretender Stadtbrandmeister, zuvor acht Jahre Leiter der Jugendfeuerwehr gewesen. Offiziell ist er noch im Amt, bis der Gemeinderat die Wahl der Feuerwehr best√§tigt. Reinhold Albrecht k√ľndigte an, dass Eberle noch auf einer gesonderten Veranstaltung (voraussichtlich November) standesgem√§√ü verabschiedet werde.

Gelungener „Abgang“

Eberle, der offensichtlich viele Freunde in der Wehr hat, verabschiedete sich humorig. Erst frotzelte er wegen des zu hoch eingestellten Mikrofons und dann „beichtete“ er nichts als die Wahrheit, √ľber seine erste Motivation, zur Feuerwehr zu gehen:

„Domols sinn die nach Amerika gfahre. Da wollt isch mit. Und des hat a geklappt. Seitdem bin isch dabei.“

Daf√ľr gabs viel wohlwollenden Applaus und gute Laune.

Nicht ganz gelungener Antritt

Sein Nachfolger hatte die Feuerwehrkameraden vor der Wahl mit einer sachlich-programmatischen Vorstellung √ľberzeugt. ‚ÄěEine Feuerwehr muss sich stetig weiterentwickeln, denn die Anforderungen wachsen und werden vielf√§ltiger‚Äú, appellierte er.

Ein qualifiziertes F√ľhrungsverhalten, Kameradschaft und eine reibungslose Kommunikation hatte er sich auf die Fahnen geschrieben, die Feuerwehrleitung der Gro√üen Kreisstadt will er ‚Äěkonzeptionell und abteilungs√ľbergreifend‚Äú voranbringen.

Einigen Kameraden viel dabei aber auf, dass das noch nicht so richtig teamorientiert klang und ein wenig auch das Geschmäckle haben könnte, dass Schmitt die Arbeit des Kommandanten kritisiert haben könnte. Doch das ist solange Gerede, solange Schmitt die Arbeit nicht begonnen hat und zeigt, ob er teamfähig ist und was er sonst noch kann.

Der neue Mann geh√∂rt nun zu einem Team, das die Feuerwehr in Weinheim besonders gut aufgestellt hat ‚Äď und das im Jubil√§umsjahr. Die Weinheimer Feuerwehr wurde vor 150 Jahren gegr√ľndet und feiert dies in diesem Jahr noch ausgiebig. W√§hrend ehrenamtliche Einheiten anderswo unter Mitgliederschwund leiden, ist die Lage in Weinheim stabil, wie Stadtbrandmeister Albrecht in seinem R√ľckblick betonte.

Kommandant kritisiert F√ľhrungskr√§fte

Kommandant Albrecht hat die Wehr im Griff - deswegen √ľbte er auch klare Kritik, denn die ist seiner Meinung nach konstruktiv.

Und auch der Kommandant sprach deutliche Worte der Kritik:

„Kritik ist notwendig und qualit√§tssteigernd. Getroffene Entscheidungen ohne Kenntnis der Gr√ľnde in Bausch und Bogen zu zerreden, ist kontraproduktiv, l√§hmend und demotivierend.“

Weiter warf er nicht n√§her benannten Mitglieder der Feuerwehr vor, sie verhielten sich „unfair und verwerflich“. Er appellierte an die „innere F√ľhrung“. Ganz sicher muss er damit F√ľhrungskr√§fte gemeint haben – nach unseren Informationen der Abteilung Stadt.

Albrecht √ľbte die Kritik unaufgeregt und nicht harsch – aber deutlich und unmissverst√§ndlich. Die, die er damit meint, d√ľrften zwei M√∂glichkeiten haben: an der inneren F√ľhrung zu arbeiten oder mit ernsten Konsequenzen zu rechnen.

Sehr aktiver „Talentschuppen“

Zur Statistik: 352 aktive Feuerwehrleute absolvierten im Jahr 2011 rund 770 Einss√§tze, ihr Altersdurchschnitt liegt bei 39,4 Jahren. Die Jugendfeuerwehr ist mit mehr als 120 Mitgliedern sehr aktiv; sie ist der Talentschuppen der aktiven Truppe. Auch diesmal konnten einige junge Leute in die Einsatzabteilung aufr√ľcken: Janine W√∂rgetter, Christian Paradiso, Lukas G√§rtner, Valentin K√∂rnig, Andre Lutz, Denis-Joel Schmitt, Marcos Pfeiffer und Marvin Rathgeb.

Parallel dazu konnte die Wehr im letzten Jahr den Stand ihrer Ausr√ľstung deutlich verbessern ‚Äď dies nach zwei √ľberaus mageren Jahren der kommunalen Finanznot. Eine Reihe neuer Fahrzeuge sind angeschafft worden oder werden demn√§chst ausgeliefert.

‚ÄěDie Fahrzeuge sind ja kein Selbstzweck f√ľr die Feuerwehr, sie sind das Handwerkszeug und sie retten Leben‚Äú,

sagte Weinheims Erster B√ľrgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner. Er bedankte sich bei den Feuerwehrleuten nicht nur f√ľr ihren Einsatz in Notf√§llen sondern auch f√ľr ‚Äědie konstruktive Zusammenarbeit‚Äú.

Auch Axel Schuh, stellvertretender Kreisbrandmeister, lobte den ‚Äěsehr guten Ausbildungsstand‚Äú der Weinheimer Feuerwehr auf einem ‚Äěsehr professionellen Niveau‚Äú. Schuh ehrte verdiente langj√§hrige Feuerwehrleute: F√ľr 25 Jahre Dirk Baumann, J√∂rg Frank, Gerhard Himmel, Andreas Schmitt und Holger Seib. F√ľr 40 Jahre Helmut Betzold, Hermann Schick, Herbert Schmitt, Walter Schmitt und Erhard Schr√∂der.

Eine „Ehrung“ ist der Redaktion ein Bed√ľrfnis: Die Feuerwehr Weinheim ist nicht nur die gr√∂√üte im Rhein-Neckar-Kreis, sondern hat auch eins der besten und professionellsten Teams in Sachen Presse- und √Ėffentlichkeitsarbeit. Das Team um Ralf Mittelbach versorgt sehr kompetent, schnell und zuverl√§ssig von sich aus und auf Anfrage von Medien die Redaktionen. Geboten wird ein vorbildlicher Service, der das Image und die Bedeutung der Feuerwehr insgesamt st√§rkt. Das muss man bei Gelegenheit auch mal sagen.

Anm. d. Red.: Text mit Material der Stadt Weinheim und der Feuerwehr Weinheim.

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Drei Kandidaten f√ľr den Posten des stellvertretenden Stadtbrandmeisters

Es kann nur einen geben

Wolfgang Eberle war 12 Jahre lang stellvertretender Stadtbrandmeister.

Weinheim, 01. März 2012. (red/fw) Wer folgt auf Wolfgang Eberle? Am morgigen Freitag, den 02. März 2012 ist die Einsatzabteilung der Weinheimer Feuerwehr aufgerufen einen neuen stellvertretenden Stadtbrandmeister zu wählen.

Information der Feuerwehr Weinheim:

Aus gesundheitlichen Gr√ľnden, ist es Wolfgang Eberle leider nicht m√∂glich, die Amtszeit zu Ende zu bringen. Daher stehen nun Neuwahlen an.

Die Einsatzabteilung der Weinheimer Feuerwehr ist nun aufgerufen einen Nachfolger f√ľr Wolgang Eberle zu finden. Seine Amtszeit wird 5 Jahre betragen. Der zuk√ľnftige Stellvertreter wird dann gemeinsam mit dem zweiten Stellvertreter Volker J√§ger den Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht unterst√ľtzen.

Die Feuerwehr Weinheim w√ľnscht allen Kandidaten viel Erfolg bei der anstehenden Wahl. Informationen zur Wahl finden Sie in der Feuerwehrsatzung der Feuerwehr Weinheim.

Inzwischen sind bei der Feuerwehr Weinheim drei Bewerbungen eingegangen.

Als erstes hat sich Andreas Schmitt von der Abteilung L√ľtzelsachsen – Hohensachsen beworben. Seine Bewerbung ging formlos ein.

Als zweiter Kandidat hat sich Hans Joachim Gottuck von der Abteilung Sulzbach um das Amt beworben. Hier stellen wir ihnen das Bewerbungsschreiben zur Verf√ľgung.

Der dritte Kandidat ist ebenfalls von der Abteilung L√ľtzelsachsen ‚Äď Hohensachsen und hei√üt Matthias Bente. Hier stellen wir ihnen das Bewerbungsschreiben zur Verf√ľgung.

Andreas Schmitt

Hans Joachim Gottuck

Matthias Bente

Alle Fotos: Feuerwehr Weinheim