Montag, 14. Oktober 2019

Bundesweite Fachfortbildung Stabsarbeit im Feuerwehrzentum Weinheim

Wie man im Chaos die Ordnung beibehÀlt

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/ld) Wenn Wasserpegel steigen, Unwetter drohen oder Großveranstaltungen anstehen, mĂŒssen viele Rettungs- und Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Um die verschiedenen Stellen sinnvoll zu koordinieren, ist die Stabsarbeit wichtig, und war trotzdem lange Zeit unterschĂ€tzt. Kein Wunder also, dass am Wochenende gleich mehr als viermal so viele Teilnehmer zur Fachfortbildung Stabsarbeit nach Weinheim kamen, wie ursprĂŒnglich gedacht. [Weiterlesen…]

Feuerwehr Weinheim, Birkenau und Landkreise ĂŒben den Notfall im Saukopftunnel

„Wozu ĂŒben, wenn alles perfekt ist?“

Weinheim/Birkenau/Rhein-Neckar, 09. MĂ€rz 2014. (red/ld) Wenn es im Saukopftunnel brennt, gibt es nur zwei Fluchtwege: Nach links oder rechts. FĂŒr die Feuerwehr und RettungskrĂ€fte stellt ein Alarm dort immer wieder vor eine besondere Herausforderung ar. Am Samstag ĂŒbten die freiwillige Feuerwehr Weinheim und die Freiwillige Feuerwehr Birkenau den Ernstfall im Saukopftunnel, der dafĂŒr drei Stunden gesperrt worden ist. Der Tunnel verbindet die beiden Orte – aber auch zwei BundeslĂ€nder und damit zwei Systeme. [Weiterlesen…]

Mehrere Personen verletzt

Dachstuhlbrand im Breitwieserweg

Weinheim, 13. Februar 2014. (red/fw) Vergangene Dienstagnacht kam es im Breitwieserweg zu einem Zimmerbrand, durch den das gesamte Dachgeschoss in Flammen stand. Mehrere Personen wurden vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Gegen 02:30 Uhr konnte die Einsatzstelle dann verlassen werden. [Weiterlesen…]

Medienarbeit wird immer wichtiger

Feuerwehren arbeiten an der Öffentlichkeit

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Polizeisprecher Norbert SchĂ€tzle erlĂ€utert die unterschiedlichen AnsprĂŒche einer Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und der Wehren. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

Hirschberg/Rhein-Neckar, 12. Juli 2013. (red/fw) Die Aufmerksamkeit fĂŒr die Arbeit der Feuerwehren ist sehr hoch. Denn wenn die Wehr ausrĂŒckt, gab es einen Unfall, einen Brand, Keller mĂŒssen ausgepumpt und Katzen von BĂ€umen gehört werden. Sobald die Martinshörner heulen, wollen die Menschen wissen, was passiert ist. Deswegen sollte jede Feuerwehr daran arbeiten, solide Informationen zur VerfĂŒgung zu stellen, die ĂŒber die Medien weiterverarbeitet werden können. [Weiterlesen…]

Mehrfamilienhaus nicht mehr bewohnbar

Wohnungsvollbrand in der Leuschnerstraße

 

Weinheim, 04. Agusut 2012. (red/fw/RM/local4u) Heute Nacht ist es zu einem massiven Wohnungsbrand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses gekommen. Der Wohnungsinhaber und die anderen Hausbewohner konnten sich selbstĂ€ndig in Sicherheit bringen – 40 FeuerwehrkrĂ€fte bekĂ€mpften den Brand, der die Wohnung vollstĂ€ndig zerstört hat. Auch die restlichen Wohnungen im Haus sind nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf 180.000 Euro geschĂ€tzt.

Von Ralf Mittelbach

Mit dem Alarmstichwort Wohnungsbrand mit Übergriff auf Scheune wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2:54 Uhr alarmiert. Bereits fĂŒnf Minuten nach Alarmeingang rĂŒckte die Freiwillige Feuerwehr mit dem ersten Löschfahrzeug aus. Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Andreas Schmitt fuhr die Einsatzstelle an und hatte mit ZugfĂŒhrer Klaus Neitzel die Einsatzleitung.

Vor Ort stellte sich heraus, das es zu einem massiven Wohnungsbrand in der Erdgeschoss Wohnung eines Mehrfamilienhauses gekommen war. Eine Scheune wie zunĂ€chst gemeldet war nicht betroffen. Das Feuer hatte aber bereits so eine Gewalt entwickelt, dass es auf den Balkon im ersten sowie im zweiten Obergeschoss ĂŒbergegriffen hatte und die Fenster dieser Wohnungen sowie der Nachbarwohnung im Erdgeschoss zum Platzen brachte.

Die Feuerwehr Weinheim war mit 40 Feuerwehrangehörigen des AusrĂŒckebereich 1 mit den Abteilungen Weinheim Stadt und Sulzbach im Einsatz. Ein Trupp unter Atemschutz ging in die Brandwohnung mit dem ersten Rohr und der WĂ€rmebildkamera vor. Um eine weitere Rauchausbreitung im GebĂ€ude zu verhindern wurde ein mobiler Rauchverschluss zur Brandwohnung eingesetzt. Der Wohnungsinhaber konnte sich gerade noch retten und auch die restlichen Bewohner des Hauses konnten sich selbststĂ€ndig in Sicherheit bringen, so dass sich die Weinheimer Feuerwehr auf die BrandbekĂ€mpfung konzentrieren konnte.

Die starke WĂ€rmeentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Trotzdem konnten die eingesetzten KrĂ€fte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und das Übergreifen auf das restliche GebĂ€ude verhindern. Um die Bewohner zu betreuen wurde der AbrollbehĂ€lter Betreuung in den Einsatz gebracht. Das GebĂ€ude wurde mit einem HochdrucklĂŒfter entraucht und die Einsatzstelle mit der WĂ€rmebildkamera abschließend kontrolliert.

Die Brandwohnung wurde komplett zerstört. Im Wohnzimmer wĂŒtetet der Brand so stark, dass dieses Zimmer restlos ausbrannte. Die Temperaturen waren so heiß, dass der kompletten Putz von der Wand brannte und den vorderen Fensterbereich mit Mauer zerstörte. Auch die anderen Zimmer wurden durch den Brand fast vollstĂ€ndig vernichtet. Neben der Brandwohnung sind auch drei weitere Wohnungen des Mehrfamilienhauses unbewohnbar.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh machte sich vor Ort ein Bild der Lage und stand der Weinheimer Feuerwehr beratend zur Seite. Der Rettungsdienst war ebenfalls vor Ort und kĂŒmmerte sich um die Bewohner sowie den Schutz der eingesetzten KrĂ€fte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden wird auf 180000 € geschĂ€tzt.

Anm. d. Red.: Ralf Mittelbach ist Feuerwehrmann und Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

Mit großem Aufwand musste die Feuerwehr ein Kind aus einem GepĂ€ckförderband am Bahnhof retten.

Feuerwehr befreit eingeklemmtes Kind aus Notlage

Aus diesem Transportband am Bahnhof musste ein 12-jÀhriges MÀdchen gerettet werden. Bild: Feuerwehr Rhein-Neckar-Kreis

Weinheim, 11. Dezember 2011. (rd/fw) Kurz nach 21 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt am Samstagabend in den Weinheimer Bahnhof gerufen. Ein 12jĂ€hriges MĂ€dchen war aus bisher ungeklĂ€rter Ursache, mit ihrem Fuß in ein GepĂ€ckförderband beim Aufstieg zwischen Gleis 2 und 3 geraten.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Die Weinheimer Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht war mit dem RĂŒstzug und 24 EinsatzkrĂ€ften vor Ort, um das Kind aus der misslichen Lage zu befreien. Auch Kreisbrandmeister Peter Michels und sein Stellvertreter Axel Schuh waren an die Einsatzstelle gekommen um die Einsatzleitung der Weinheimer Feuerwehr zu unterstĂŒtzen.

Nach der ersten Lageerkundung durch die Feuerwehr, war schnell klar, dass eine umfangreiche technische Rettung notwendig ist um das eingeklemmte Kind zu befreien.

Durch das Deutsche Rote Kreuz Weinheim wurde das Kind notĂ€rztliche und medizinisch versorgt und fĂŒr die Rettung vorbereitet. Die Bundespolizei und das Polizeirevier Weinheim sperrten den Aufstieg zu den Gleisen.

Aufwendige Rettung

Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand und entschieden sich dafĂŒr das Kind mit schwerem GerĂ€t zu befreien. Eine Demontage der Anlage wĂ€re eine zu zeitaufwendige und fĂŒr die Patientin nicht zumutbare Rettung geworden. Die Rettung gestaltet sich als schwierig, da es nicht möglich war durch den Einsatz von Hydraulikzylindern mit handbetriebener Hydraulikpumpe und Zubehör den Fuß zu befreien.

Auch der Einsatz mit Hilfe von Schere und Spreitzer brachte nur minimale Erfolge, da die großen Stahlrollen des GepĂ€ckförderbandes ein Problem darstellten. Daher musste die Feuerwehr Trennschleifer einsetzen und konnte so die patientengerechte Rettung einleiten.

Mit Handwerkzeugen und Meisel wurde das GepĂ€ckförderband um den Fuß, vorsichtig StĂŒck fĂŒr StĂŒck abgetragen. WĂ€hrend der kompletten Rettungsmaßnahme wurde das Kind von FeuerwehrmĂ€nnern auf dem GepĂ€ckband stabilisiert und medizinisch durch die Weinheimer RettungssanitĂ€ter und den Notarzt versorgt.

Ein Notfallseelsorger der Weinheimer Feuerwehr kĂŒmmerte sich parallel dazu um die Eltern des Kindes, beruhigte Sie und erklĂ€rte die getroffenen Maßnahmen. Nach einer dreiviertel Stunde konnte eine Öffnung geschaffen und der Fuß der Patientin befreit werden.

Zur weiteren Versorgung wurde das Kind in die Kinderchirurgie nach Heidelberg gebracht.“

Mit großem Aufwand musste ein Kind aus einem Koffer-Transportband im Weinheimer Bahnhof befreit werden. Bild: FFW Weinheim

Frau kollidiert mit Zug – lebensgefĂ€hrlich verletzt


Eine Frau ist heute in Weinheim unter einen Zug geraten - Polizei und RettungskrÀfte schirmen die Unfallstelle ab.

Guten Tag!

Weinheim, 26. Juli 2011. (red: aktualisiert) Heute ist eine 63-jÀhrige Frau aus einem kleinen Ort im Odenwald am Weinheimer Bahnhof nach einer Kollission mit einer Regionalbahn lebensgefÀhrlich verletzt worden. Die Frau wurde gerettet und im Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor 14:30 Uhr an Gleis 3 im Bahnsteigbereich. Die Frau konnte von der Feuerwehr unter dem Zug heraus gerettet werden und wurde auf dem Bahnsteig notÀrztlich erstversorgt.

Die Feuerwehr Weinheim informierte spĂ€ter: „Um besser an die Verletzte Person heranzukommen wurde der Zug etwas nach vorne bewegt, bis ein Zugang möglich war. Außerdem wurde der Zug gesichert und der komplette Bahnhof fĂŒr den Zugverkehr gesperrt. Notarzt, Rettungsassistenten, FeuerwehrsanitĂ€ter und Polizeibeamte des Reviers Weinheim ĂŒbernahmen die medizinische Erstversorgung und bereitet die Rettung unter dem Zug vor.“

Feuerwehr und Polizei errichteten ein Sichtschutz und die Unfallstelle weitrÀumig abgesperrt. Mit Hilfe einer Schaufeltrage konnte die Person unter dem Zug gerettet und zur weiteren Behandlung auf den Bahnsteig gebracht werden. Hier wurde die Person weiter medizinisch betreut und versorgt, bis der Transport zum Rettungswagen möglich war, berichtet die Feuerwehr weiter.

Zwischenzeitlich wurde auch der Rettungshubschrauber Christoph 53 nachgefordert. Polizei und Feuerwehr bereiteten die Landung auf der Wiese am Busbahnhof vor dem BahnhofsgelÀnde vor.

Der Rettungshubschrauber landete auf dem GelÀnde des Busbahnhofs und transportierte die Frau, die unter anderem lebensgefÀhrliche Kopfverletzungen erlitten hat, ins Mannheimer Klinikum. Nach derzeitigem Informationsstand lebt die Frau.

Zum Unfallhergang konnte die Bundespolizei noch keine genauen Angaben machen – es ist unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen Selbsttötungsversuch handelt. „Wir ermitteln selbstverstĂ€ndlich ergebnisoffen“, sagte der Pressesprecher der Karlsruher Behörde, Bernd Herlan, auf Anfrage. Ob es Zeugen gibt, ist bislang unklar.

Die lebensgefÀhrlich verletzte Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Mannheimer Klinikum geflogen.

Wer den Vorgang beobachtet hat, kann Angaben bei jeder Polizeidienststelle machen, vorzugsweise aber an die zustÀndige Bundespolizei in Mannheim, Telefon 0621/40049-0.

Die Feuerwehr Weinheim war unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht mit drei Fahrzeugen und zehn Mann vor Ort im Einsatz und wurde vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Axel Schuh beratend unterstĂŒtzt.

Anmerkung der Redaktion:
Gestern wurde am Bahnhof Heddesheim/Hirschberg ein 72 Jahre alter Mann durch eine Kollision mit einem GĂŒterzug getötet. Hierbei handelte es sich um einen Unfall. Der Mann aus Worms hatte versucht, die Gleise zu ĂŒberqueren. Siehe unseren Bericht vom 25. Juli 2011 dazu.

Kreisbrandleitung sieht Waldbrandgefahr im Rhein-Neckar-Kreis entspannt


Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 29. April 2011. (red) Die anhaltende Trockenheit im Rhein-Neckar-Kreis macht nicht nur den Landwirten zu schaffen. In einigen Gebieten steigt nach drei Wochen Trockenheit auch die Gefahr von BrĂ€nden und das nicht nur in Waldgebieten. In Belgien hat ein Großbrand aktuell rund 1.000 Hektar Naturschutzgebiet vernichtet. Im GesprĂ€ch mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Axel Schuh wird klar, dass nicht nur das trockene Wetter die Gefahrenlage verschĂ€rft.

Von Christiane Eisele

Unser GesprĂ€ch mit Axel Schuh beginnt ĂŒberraschend. Auf unsere Bitte, mit uns ĂŒber die vermehrten GrasnarbenbrĂ€nde im Kreis und die vielerorts vermeldete erhöhte Brandgefahr zu sprechen, reagiert Herr Schuh in bezug auf Nordbaden nĂ€mlich eher entspannt: „Es gibt derzeit keine erhöhte Brandgefahr. Durch die Regenschauer der letzten beiden Tage hat sich Lage zudem deutlich entspannt“.

Im Internet könne man das leicht selbst recherchieren, erklĂ€rt er und verweist uns auf das Angebot des Deutschen Wetterdienstes (DWD), das er auch gleich selbst aufruft. Dort stellt der DWD wĂ€hrend der Waldbrandsaison (MĂ€rz — Oktober) tĂ€glich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen fĂŒr Deutschland bereit. DafĂŒr muss man allerdings genau wissen, wo man suchen soll: DWD, Spezielle Nutzer, Landwirtschaft, Agrarwetter, Waldbrandgefahrenindex.

Regionale Parameter.

Die Prognose erfolgt mittels des sogenannten M-68-Modells, das international gĂŒltig ist und die WaldbrandgefĂ€hrdung in Stufen von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr) darstellt. FĂŒr die Prognose nach dem M-68-Modell spielt außer meteorologischen Parametern auch der Vegetationsstand eine wesentliche Rolle.

Visualisierte GefÀhrdung. Quelle: DWD

Dass der aktuelle Gefahrenstand beim DWD im Rhein-Neckar-Raum mit 3-4 (mittlere bis hohe Gefahr) angeben wird, beunruhigt Herrn Schuh nicht ĂŒber GebĂŒhr: „Es gibt dabei regionale Unterschiede, die man berĂŒcksichtigen muss. Im Westen des Rhein-Neckar-Raumes ist die Brandgefahr etwas höher, durch die leichten Sandböden trocknen die Pflanzen schneller aus und sind dadurch leichter entflammbar.“

Auch sei es von Bedeutung ob es „einen grĂ¶ĂŸeren Nadelwaldbestand gibt, der naturgemĂ€ĂŸ am Boden einen höheren Anteil organisches Material hat, das sich leichter entzĂŒnden kann.“

Im Rhein-Neckar-Raum gibt es auch einige kleinere AnbauflĂ€chen Miscanthus (Schilfgras) das „da es in pelletierter Form zu Heizmaterial verarbeitet und in Biogasanlagen verwendet wird, leichter austrocknet und dann auch potentiell leichter entzĂŒndlich ist, bei der Beurteilung der Brandgefahr eine Rolle spielt“.

5-10 GrasnarbenbrÀnde pro Woche.

Axel Schuh ist stellvertretender Kreisbrandmeister im Rhein-Neckar-Kreis. Bild: Feuerwehr

Herr Schuh betont aber, dass seitens der Feuerwehr keine erhöhte Alarmbereitschaft besteht, „es bewegt sich alles noch in einem fĂŒr dieses Jahreszeit normalem Rahmen“

Dass es bei der derzeitigen Trockenheit zu deutlich mehr GrasnarbenbrĂ€nden kommt, ist fĂŒr Herrn Schulz aus Sicht der Feuerwehren auch nicht besorgniserregend. „Wir haben hier derzeit etwa 5-10 GrasnarbenbrĂ€nde pro Woche. Normal sind im Zeitraum April-Mai etwa 1-2 BrĂ€nde. Aber diese vermehrten BrĂ€nde verteilen sich auf 106 Abteilungen und sind deshalb fĂŒr uns kein Problem“.

Verursacher werden meist nicht identifiziert.

Die Ursachen der BrĂ€nde, die auf den GrĂŒnstreifen und Feldern neben Landstraßen und Autobahnen aufflammen, sind bekannt: „Meistens sind das achtlos aus den Autofenster geworfene Zigarettenkippen. Oder Weißglasflaschen, deren Scherben wie BrennglĂ€ser gerade gemĂ€hte FlĂ€chen mit trockenem Pflanzenmaterial entzĂŒnden.“-  Die Verursacher solch fahrlĂ€ssig verursachter BrĂ€nde werden aber so gut wie nie identifiziert.

Einige BrĂ€nde entstehen auch als Unfallfolgen, “ wenn kleine Scherben aus geborstenen Scheiben im Feld neben den Autostraßen zurĂŒckbleiben.“ Nicht immer entstehen solche BrĂ€nde also aus Unachtsamkeit, „auch SelbstentzĂŒndung kommt hin und wieder vor“.

Die Gefahr von WaldbrĂ€nden in der Waldbrandsaison (MĂ€rz bis Oktober) steigt ebenfalls mit der Dauer der Trockenheit. Um prĂ€ventiv gegenzusteuern gibt es die Landeswaldgesetze der einzelnen BundeslĂ€nder. „Dort ist geregelt, dass offenes Feuer nur im Abstand von mehr als 100 Metern zur Waldgrenze entzĂŒndet werden darf und rauchen im Wald nicht gestattet ist.“

Appell an die Vernunft.

Axel Schuh rĂ€t, Raucher und ZĂŒndler, die sich im Wald nicht an diese Bestimmungen halten, anzusprechen und an Ihre Vernunft zu appellieren. „Sollten die sich trotzdem nicht an die Vorschriften halten, sollte man das Forstamt informieren. Oft ist es allerdings schwierig da jemanden zu erreichen, dann bleibt nur ein Anruf bei der Polizei.“ Die Feuerwehr ist in solchen FĂ€llen nicht zustĂ€ndig: „Wir sind erst zustĂ€ndig, wenn es brennt.“

Wer sind denn diese Leute, die so unvernĂŒnftig mit offenem Feuer im oder in der NĂ€he des Waldes hantieren? „Das sind zum Großteil normalerweise pflichtbewusste BĂŒrger, denen gar nicht bewusst ist, welche Gefahren ihr Handeln mit sich bringt. In einigen wenigen FĂ€llen spielt auch Alkohol eine Rolle, wenn so sorglos unachtsam gezĂŒndelt wird.“

Kein Problem sieht Axel Schuh an Orten, an den zum Beispiel das Grillen mit offenem Feuer erlaubt ist. „Besondere Vorkehrungen mĂŒssen an diesen Orten nicht getroffen werden. Gartenfeuer, zum Beispiel das Verbrennen von Schnittgut, mĂŒssen angemeldet werden.“ Grillfreunde sind also an öffentlichen GrillplĂ€tzen auf der sicheren Seite.

Trotz der anhaltenden Trockenheit ist im Rhein-Neckar Raum also nicht von einer besorgniserregenden Gefahrenlage auszugehen. Und wenn sich jeder an die Vorschriften hĂ€lt, seine Zigarettenkippen und Flaschen nicht in Feld Wald und Flur entsorgt und sich zum Grillen an die dafĂŒr vorgesehen PlĂ€tze begibt, dann muss auch die Feuerwehr selbst bei dieser Trockenheit nur selten ausrĂŒcken.

Fotostrecke: Bilder vom Werkstattbrand

Guten Tag!

Weinheim , 30. November 2010. Mehrere Notrufe meldeten am Mittwochabend, den 24. November 2010, kurz nach 20:00 Uhr einen Brand in einer KFZ Werkstatt in der Viernheimer Straße. Der Alarm ging bei der Feuerwehr Weinheim um 20:09 Uhr ein, die daraufhin bereits um 20:11 Uhr mit dem ersten Fahrzeug vor Ort war. Trotz des schnellen Eintreffens, stand die Werkstatt bereits in Flammen und hatte auf das Dach ĂŒbergegriffen, so dass die Wehr keine Chance mehr hatte das GebĂ€ude zu retten.

Von Ralf Mittelbach

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Kfz-Werkstatt brennt aus. Bild: local4u

Der Feuerschein war weithin sichtbar. GlĂŒcklicherweise konnten sich alle Mitarbeiter bereits aus dem GebĂ€ude retten. Lediglich ein Mitarbeiter erlitt bei ersten Löschversuchen leichte Verbrennungen und wurde vom Deutschen Roten Kreuz Weinheim versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

In der Werkstatt waren mehrere Autos, Reifen und EinrichtungsgegenstĂ€nde in Brand geraten. Das Feuer breitete sich rasant aus und drohte auf zwei WohnhĂ€user links und rechts vom GebĂ€ude ĂŒberzugreifen.

Eine weitere Gefahr stellen mehrere Acetylen und Propangasflaschen dar, die von der Feuerwehr rechtzeitig geborgen werden konnten. Aufgrund der ersten Lageerkundung entschied sich die Einsatzleitung sofort, die Abteilung Sulzbach und die Werkfeuerwehr Freudenberg nachzufordern.

WĂ€hrend weitere KrĂ€fte auf der Anfahrt zur Einsatzstelle waren, versuchten die bereits eingesetzten KrĂ€fte den Brand einzudĂ€mmen und mit einer sogenannten Riegelstellung (Wasserwand), das Feuer auf die angrenzenden GebĂ€ude zu verhindern. Trotz des starken FlammenĂŒberschlags konnten die Feuerwehrangehörigen das Feuer halten und die NachbargebĂ€ude retten.

Dies war aber ein Kraftakt, denn von 3 Hydranten die in der NĂ€he der Einsatzstelle waren ging im ersten Moment keiner. Daher wurde die Abteilung Sulzbach an der Weschnitz, BrĂŒcke HĂ€ndelstraße / Viernheimer Straße eingesetzt, um eine Wasserversorgung durch den Fluss mit einer mobilen Tragkraftspritze sicher zustellen. Außerdem konnte der erste Wasserbedarf mit den Tankfahrzeugen ĂŒberbrĂŒckt werden. WĂ€hrend ein Hydrant komplett ausfiel, konnten im weiteren Verlauf die zwei anderen doch noch genutzt werden.

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WĂ€hrend sich ein Teil der Mannschaft um eine Wasserversorgung kĂŒmmerte, konzentrierte sich der Rest auf die BrandbekĂ€mpfung unter Atemschutz. Aber auch hier hatte es die Feuerwehr nicht einfach, da durch die starke Brandeinwirkung Teile des Daches einstĂŒrzten.

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Flammen und Rauch waren weit sichtbar. Bild: local4u

Inzwischen unterstĂŒtzte die Werkfeuerwehr Freudenberg die Löscharbeiten mit Hilfe ihres Teleskophubsteigers von der Seite der Weschnitz, an der der Industriepark Freudenberg seinen Sitz hat. Von der Viernheimer Straße kam die Drehleiter der Feuerwehr Weinheim zum Einsatz.

Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht und der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh waren auch vor Ort gekommen und unterstĂŒtzten die Einsatzleitung. Auch der 1. BĂŒrgermeister Torsten Fetzner war mit einigen StadtrĂ€ten an der Einsatzstelle eingetroffen um sich ĂŒber den Einsatz zu informieren und den Betroffenen Hilfe anzubieten. Zur Betreuung der Betroffenen wurde zudem die Feuerwehrseelsorgeeinheit eingesetzt.

Da es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen war, wurde zudem die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg mit dem GerÀtewagen Mess nachgefordert. Diese konnten schnell Entwarnung geben, da die gemessenen Stoffe unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Zum Schutz der eingesetzten KrÀfte war auch das Deutsche Rote Kreuz mit der Schnelleinsatzgruppe, sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der leitende Notarzt vor Ort.

Die insgesamt 60 Feuerwehrangehörigen hatten den Brand um kurz nach 21 Uhr unter Kontrolle und mussten nur noch kleiner Nachlöscharbeiten durchfĂŒhren. WĂ€hrend des Einsatzes musste die Viernheimer Straße und Teile der HĂ€ndelstraße bis 22 Uhr gesperrt werden, was zu kleiner Verkehrsbehinderungen fĂŒhrte.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kontrollierte die Feuerwehr die Einsatzstelle erneut. Mit Hilfe einer WĂ€rmebildkamera wurde die Einsatzstelle erkundet um auszuschließen, das durch versteckte Glutnester erneut ein Brand ausbricht.

Anmerkung der Redaktion:
Ralf Mittelbach ist Pressewart der Feuerwehr Weinheim

Alle Fotos: local4u

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