Mittwoch, 21. Februar 2018

Kosten in Höhe von 3 Millionen Euro ĂŒbernimmt der Bund

Dritte Fahrspur fĂŒr B38 bei Weinheim

Weinheim, 05. Januar 2015. (red/pm) Das RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe hat grĂŒnes Licht fĂŒr den Neubau einer dritten Fahrspur der B38 bei Weinheim gegeben. Die Planunterlagen liegen vom 07.-23. Januar 2015 in der Stadtbibliothek Weinheim aus. Der Ausbau soll auf einem rund 1,3 Kilometer langen TeilstĂŒck erfolgen, um die Berufsverkehrsspitzen abzufangen. [Weiterlesen…]

Verkehrsbelastung fĂŒhrt immer wieder zu Staus am Saukopftunnel

B38: Bau einer dritten Spur im kommenden Jahr?

Weinhein, 06. Oktober 2014. (red/ld) „Warum kommt es auf der B38 zwischen dem Saukopftunnel und Weinheim immer wieder zu Staus?“, fragten uns viele Leser in den vergangenen Tagen. Wir stellten die Frage dem RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe: „Liegt es an den Baustellen?“ Die Antwort: „Ein wenig, ja.“ Der Hauptgrund sei aber, dass die B38 fĂŒr das Verkehrsaufkommen zu klein ist. [Weiterlesen…]

Keine Verletzten

Crash fordert 9.000 Euro Schaden

polizei_feature1Weinheim, 13. August 2014. (red/pol) An der EinmĂŒndung B 3/B 38 stießen am spĂ€ten Dienstagabend gegen 22:00 Uhr zwei Fahrzeuge zusammen. Beim Auffahren auf die B38 (Westtangente) missachtete eine 34-jĂ€hrige Audi-Fahrerin die Vorfahrt einer 43-jĂ€hrigen BMW-Fahrerin, so dass es zur Kollision kam. Den Schaden an den Autos beziffert die Polizei mit jeweils 4.500 Euro. GlĂŒcklicherweise wurde niemand verletzt. Nicht mehr fahrbereit war der BMW; ein Abschleppunternehmen transportierte diesen Wagen ab. Die Verursacherin sieht einer Anzeige entgegen.

Zwei Verletzte und 10.000 Euro Sachschaden

Unfall auf der Westtangente

polizei_feature11Weinheim, 10. Juli 2014. (red/pol) Infolge von Unachtsamkeit und ungenĂŒgendem Sicherheitsabstand fuhr am Mittwochmittag gegen 14:00 Uhr ein 29-jĂ€hriger Lkw-Fahrer auf einen an der roten Ampel der Westtangene/B38 haltenden VW Passat eines Karlsruhers auf. Der 50-jĂ€hrige Fahrer wie auch seine Mitfahrerin klagten ĂŒber Verletzungen, wurden an der Unfallstelle erstversorgt und danach in einem Krankenhaus weiterbehandelt. Eine stationĂ€re Aufnahme war nicht erforderlich. Die Polizei beziffert den Schaden an VW Passat samt AnhĂ€nger sowie am Lkw auf fast 10.000 Euro. Abschleppdienste transportierten die Fahrzeuge ab. Der Verursacher sieht einer Anzeige entgegen.

Eine Person verletzt

Fahrradfahrer kollidiert mit Auto

polizei_feature11Weinheim, 08. Juli 2014. (red/pol) Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Fahrrad- und einem Autofahrer kam es am Sonntagvormittag, gegen 10:30 Uhr, auf der B38. Der 51-jĂ€hrige Radfahrer war auf der Mannheimer Straße in Richtung Autobahn unterwegs und missachtete beim Abbiegen auf die B38 eine rote Ampel. Daraufhin kollidierte er mit einem von links kommenden Wagen und zog sich nur leichte Verletzungen zu. Der entstandene Sachschaden ist gering.

Wegen technischer Probleme

Saukopftunnel an der B38 voll gesperrt

Weinheim/B38, 23. Juni 2014. (red/pm) Der Saukopftunnel an der Bundesstraße B38 Weinheim – Birkenau muss aufgrund von technischen Problemen am Mittwoch, 25. Juni 2014, von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr voll fĂŒr den Verkehr gesperrt werden. Ab Donnerstag, 26. Juni 2014, ist der Tunnel wieder fĂŒr den Verkehr freigegeben. Wie das Straßenbauamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, wird die Umleitungsstrecke ĂŒber die Landesstraße L3408 (alte B38) ausgeschildert.

Wegen Wartungs- und Reinigungsarbeiten

Saukopftunnel vom 02. bis 06. Juni nachts gesperrt

Weinheim, 28. Mai 2014. (red/pm) Der Saukopftunnel an der B38 Weinheim – Birkenau muss aufgrund von Wartungs- und Reinigungsarbeiten von Montag, 02. Juni bis Freitag, 06. Juni jeweils nachts von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr voll fĂŒr den Verkehr gesperrt werden. Ab Freitag, 06. Juni 2014, 05:00 Uhr morgens ist der Tunnel wieder fĂŒr den Verkehr freigegeben. Wie das Straßenbauamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, wird die Umleitungsstrecke ĂŒber die L3408 (alte B 38) ausgeschildert.

Kommunalwahlkampf: Zog Uli Sckerl die Strippen?

B38 soll verkehrsberuhigt und fĂŒr Lkw gesperrt werden

sckerl_b90

Hans-Ulrich Sckerl. Quelle: B90/Die GrĂŒnen

Rhein-Neckar/Bergstraße, 01. April 2014. (red/sat) Die Nachricht schlĂ€gt ein wie eine Bombe. Die B38 soll schon ab 2016 von Dossenheim bis Laudenbach verkehrsberuhigt und fĂŒr Lkw gesperrt werden, wie wir aus gut informierten Quellen erfahren haben. Dies bestĂ€tigte heute Hans-Ulrich Sckerl auf Nachfrage. Die Zusage habe er am Wochenende erhalten. [Weiterlesen…]

Reinigungs- und Wartungsarbeiten vom 24. - 27. MĂ€rz

Sperrung des Saukopftunnels an der B38

B38/Weinheim, 21. MĂ€rz 2014. (red/pm) Der Saukopftunnel an der Bundesstraße (B) 38 Weinheim – Birkenau muss aufgrund von Reinigungs- und Wartungsarbeiten von Montag, 24. MĂ€rz 2014 bis Donnerstag, 27. MĂ€rz jeweils nachts von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr voll fĂŒr den Verkehr gesperrt werden. Ab Freitag, 28. MĂ€rz, 05:00 Uhr morgens ist der Tunnel wieder fĂŒr den Verkehr freigegeben. Wie das Straßenbauamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, wird die Umleitungsstrecke ĂŒber die Landesstraße (L) 3408 (alte B38) ausgeschildert.

Weinheimer BrandschĂŒtzer mit neuem Wagen

Neues Rettungstunnelfahrzeug im Dienst

Weinheim, 06. MĂ€rz 2014. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim hat ein Kleineinsatzfahrzeug auch Rettungstunnelfahrzeug in den Einsatzdienst gestellt. Dieses Fahrzeug ist das erste Rettungstunnelfahrzeug in der Geschichte der Weinheimer Feuerwehr zum Schutz der BĂŒrgerschaft. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt, Planung Nordanbindung Freudenberg fortzusetzen

OB Bernhard: „HĂ€nde hoch!“

Wenn es nach der Stadtverwaltung geht gelangen Traktoren und Erntemaschinen kĂŒnftig entweder ĂŒber Sulzbach oder die B38 auf die Felder nördlich der Freudenberg.

Wie kommen Traktoren und Erntemaschinen kĂŒnftig auf die Felder nördlich der Freudenberg? Die LangmaasbrĂŒcke soll durch eine Geh- und RadwegbrĂŒcke ersetzt werden.

 

Weinheim, 16. Januar 2013. (red/ld) Die Nordanbindung an das Freudenberg-WerksgelĂ€nde wird fĂŒr die Stadt mit 778.000 Euro mehr als doppelt so teuer wie bisher angenommen. Trotzdem soll die Verwaltung das Planungsvorhaben weiter vorantreiben, beschloss gestern der Gemeinderat nach langer Debatte mehrheitlich. Hauptkritikpunkte sind die Kostenbeteiligung der Stadt und der Ersatz fĂŒr die LangmaasbrĂŒcke. [Weiterlesen…]

Polizei sucht Zeugen

Verkehrsunfall auf der Mannheimer Straße

Weinheim, 11. Januar 2014. (red/pol) Am Donnerstag kam es gegen 16:20 zu einem Verkehrsunfall an der EinmĂŒndung Mannheimer Straße und der B38. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

Information des PolizeiprÀsidiums Mannheim:

„Die Fahrer eines VW Lupo und eines VW Sharan fuhren auf der Mannheimer Straße nebeneinander stadtauswĂ€rts. Beim Abbiegen nach links auf die B 38 kam es zum Zusammenstoß, bei dem an beiden Autos Sachschaden entstand. Beide Beteiligte beschuldigten sich bei der Unfallaufnahme gegensei-tig, den Fahrstreifen unachtsam gewechselt zu haben. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich unter Telefon 06201/10030 beim Polizeirevier Weinheim zu melden.“

FAS-Redakteurinnen haben es schwer - Versuch einer beschwichtigenden Verstehung

Der nekrophile Nihilismus der Antonia B.

 

Kreis Bergstraße/Rhein-Neckar, 03. Januar 2014. (red) Überhaupt keinen guten Start ins neue Jahr erleben die sĂŒdhessischen Orte Birkenau und Rimbach sowie der komplette Odenwald. Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist der Odenwald die Hölle auf Erden und Orte wie Birkenau, Mörlenbach und Rimbach sind die „scheußlichsten Orte der Welt“. Wer hier lebt, wird angeblich „im Kopf kaputt gemacht“. Einfach so. Weil man hier lebt. Die unausweichliche Folge laut der FAS-Redakteurin Antonia Baum: Drogen und Rauchen ab dem Alter von elf Jahren, Ladendiebstahl und eine die Persönlichkeit deformierende Depression. [Weiterlesen…]

Vier Schwerverletzte bei Unfall auf der B38

In den Gegenverkehr geschleudert

Weinheim, 01. Juli 2013. (red/pol) Gegen 07:15 Uhr ereignete sich auf der B38 zwischen dem Saukopftunnel und der Westtangente ein Unfall. Ein BMW fuhr auf einen Subaru auf und schleuderte diesen in den Gegenverkehr auf einen Mercedes-Benz. Dabei wurden vier Personen schwer verletzt. Der Sachschaden betrĂ€gt rund 45.000 Euro. [Weiterlesen…]

Sperrung wegen Wartungs- und Reinigungsarbeiten

Saukopftunnel vom 10.- 13. Juni gesperrt

Weinheim/Rhein-Neckar, 07. Juni 2013. (red/pm) Der Saukopftunnel ist vom 10. bis 13. Juni jeweils von 20:00 bis 05:00 Uhr voll gesperrt. [Weiterlesen…]

Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschließt Bebauungsplanauftstellung fĂŒr Nordanbindung Industriepark

„Mir gebet nix!“

Weinheim, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Nordanbindung an den Industriepark kommt. Die BahnbrĂŒcke am Langmaasweg muss bis 2014 abgerissen werden. Das sieht der Bebauungsplanvorentwurf vor, den der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt am Mittwoch beschlossen hat. Besonders kritisch betrachteten die StadtrĂ€te die Kostenverteilung zwischen der Firma Freudenberg und der Stadt. Nach ihrer Meinung profitiert hauptsĂ€chlich das Unternehmen von dem Bebauungsplan. Die grĂ¶ĂŸten Anteil der Kosten trĂ€gt aber die Stadt. [Weiterlesen…]

Verkehrsbehinderungen wegen Suche nach StraftÀtern

Schwerpunktkontrolle der Polizei

Mannheim/Rhein-Neckar, 18. MĂ€rz 2013. (red) Die Polizei Mannheim hat heute im Rahmen von Schwerpunktkontrollen fĂŒr ordentliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf der B36 und B38 wurden zwei Kontrollstellen eingerichtet und Fahrzeuginsassen kontrolliert. Nach unseren Informationen waren unter den weit ĂŒber 100 beteiligten Polizisten viele Auszubildende, die eine solche Kontrolle im Live-Einsatz ĂŒben sollten. [Weiterlesen…]

Drei Fahrzeuge in Auffahrunfall verwickelt

Kollission auf der B38

Feuerwehr im Einsatz auf der B38 nach Auffahrunfall. Bild: FW Weinheim

Weinheim, 30. Dezember 2012. (red/fw) Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt zu einem Pkw Brand an der Kreuzung B38 / Mannheimer Straße gerufen worden. Vor Ort stellte sich heraus, das es zu einem Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gekommen war.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Durch den heftigen Aufprall eines Renault Clio auf das Fahrzeug vor ihm, wurde der Motorraum so stark eingedrĂŒckt, das es auch zu einer leichten Rauchentwicklung gekommen war. Die Weinheimer Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und kĂŒmmerte sich bis zum Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst um die Unfallbeteiligten. Parallel dazu wurde der Brandschutz sichergestellt und eine weitere Brandgefahr der beschĂ€digten Fahrzeuge durch das abklemmen der Fahrzeugbatterie beseitigt.

Außerdem wurden auslaufende FlĂŒssigkeiten aufgefangen und gebunden. WĂ€hrend der Unfallaufnahme waren zwei Fahrspuren der B38 gesperrt. Zu grĂ¶ĂŸeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Die Feuerwehr Weinheim konnte nach einer halben Stunde den Einsatz beenden und die Einsatzstelle an die Polizei ĂŒbergeben. Der GerĂ€tewagen Licht blieb im Zug der Amtshilfe vor Ort und leuchtete die Einsatzstelle zur Unfallaufnahme großrĂ€umig aus.“

Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das Lüftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. November 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es heiß im Saukopftunnel. Um die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenlüftung im Brandfall zu prüfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut für Industrieärodynamik aus Aachen (IFI) durchgeführt. Das Regierungspräsidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Prüfung veröffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort ließ aber auf ein Problem mit der Lüftungsanlage schließen. Der Pressestelle vom Regierungspräsidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hieß es von Seiten des Regierungspräsiduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch künftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgeführt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Weißöl verdampften, erzeugt. Diese lösten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentlüftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus geführt werden. Allerdings saugten die Lüftungsschächte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und führten ihn als vermeintliche „Frischluft“ wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen hätte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten Lüftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspräsidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten wären.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon für viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein „Never-Ending-Ärger“ mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachrüstungen in Höhe von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunfälle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv verschärft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachrüstungsprogramm durchführen, um die Sicherheitsstandards zu erfüllen. So wurde u.a. das gesamte Lüftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall öffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierfür: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. Für den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Größenordnung von rund 26 Millionen Euro fällig, von denen allein 23 Millionen Euro für den Rohbau angefallen sind. Die Kosten für die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachrüstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverlässig gewährleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

[nggallery id=49]

Saukopftunnel erneut außerplanmĂ€ĂŸig gesperrt

„Never Ending Ärger“ mit dem Saukopftunnel?

Tunnel zu – Ärger groß. Das ist die einfache Formel für die 20.000 Autofahrer, die sich über verstopfte Straßen quälen müssen. Foto: Sebastian Singer

 

Weinheim/Rhein-Neck/Bergstraße, 22. November 2012. (red/aw) Es vergeht kaum ein Monat, in dem keine neuen Nachrichten über Probleme des Saukopftunnels oder dessen neuen Fluchtstollen auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau bekannt werden. Seit der Eröffnung Ende 1999 ist die Fertigstellung des Tunnels eine „Never Ending Ärger-Story“. Aktuell wurde er nun wieder „spontan“ gesperrt, da es zu Hard- und Softwareproblemen kam. Für die Autofahrer ein absolutes Ärgernis. Die Sperrung kostet Zeit, Geld und Nerven. Sind denn da nur Pfuscher auf dem Bau?

Kommentar: Alexandra Weichbrodt

Jeder Autofahrer der zur morgendlichen Berufszeit aus dem vorderen hessischen Odenwald in Richtung Weinheim unterwegs ist, nutzt für gewöhnlich den Saukopftunnel. Ist ja auch so herrlich bequem: Direkte Verbindung zur Autobahn, kaum Ampeln, angemessene Tempobeschränkung. Das es sich hier hin und wieder mal staut, weil die dazustoßenden Autofahrer aus Sulzbach nicht richtig in den Verkehr eingefädelt werden, nimmt man gelassen in Kauf.

Doch, wenn der Tunnel zu ist, dann ist die Fahrt zur Arbeit alles andere als eine Freude. Denn die primäre Ausweichstrecke über die alte B38 durch Birkenau ist total überlastet. Hin und wieder würden die Autofahrer diese Zusatzstrecke, den zusätzlichen Verbrauch an Kraftstoff und vor allem den Zeitverlust vielleicht ohne Ärger hinnehmen. In letzter Zeit allerdings häufen sich die Sperrungen des Tunnels. Besonders ärgerlich sind die nicht geplanten Vollsperrungen, wie aktuell seit gestern Abend.

Wird dieser Tunnel denn niemals fertig?

Die ursprüngliche Idee hinter dem Bau des Tunnels war, dass der Verkehr nicht mehr durch die Stadt Weinheim, das sehr enge und windungsreiche Durchbruchstal der Weschnitz und durch Birkenau geführt werden muss. Prinzipiell eine tolle Idee. Die Birkenauer waren begeistert, die Mörlenbächer schnell ernüchtert. Denn das Problem hat sich nun, besonders im Feierabendverehr, in das hintere Weschnitztal nach Mörlenbach verlagert. Hier drängen die Bürger nunmehr auf eine eigene Verkehrsumgehung. Aber das ist ein anderes Thema.

Am Morgen ist der Tunnel auch für die Mörlenbächer ein wahrer Segen. Ist der Tunnel allerdings gesperrt, ist die Situation in Birkenau wieder so wie vor der Inbetriebnahme des Tunnels. Besonders bei spontanen Sperrungen reagieren die Autofahrer, beispielsweise bei Facebook, genervt:

Was ich, und 1000 andere, heute morgen erlebt und gesehen haben ist schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar!

Solche Kommentare findet man heute zahlreich im sozialen Netz. Viele Autofahrer hatte die ungeplante Sperrung kalt erwischt.

Der Kommentator Sven S. hat auf dem Rheinneckarblog seinem Frust ebenfalls freien Lauf gelassen:

Unfassbar, offenbar sind hier echte Profis am Werk. Richtig getestet werden die technischen Änderungen also wohl erst am “lebenden” Objekt und das dann auch noch während des Berufsverkehrs. Aber nicht genug damit, die komplette Aktion wird durchgeführt während erhebliche Einschränkungen an den Ausweichstrecken bestehen, die auch ohne dies bei einer Tunnelsperrung überlastet sind, also auch massive Planungsmängel.

Und Recht hat er. Wie kann es denn sein, dass fast genau 13 Jahre nach Eröffnung immer noch eine akute Gefahr für die Nutzer des Tunnels besteht? Wer hat diesen Tunnel geplant? Amateuere? Studenten im Rahmen einer Projektarbeit?

Von Beginn an nur „ausreichend“

Die Liste der Sperrungen ist lang. Die Liste der Nachrüstungen auch. 2008 wurde der Saukopftunnel mehrere Monate gesperrt, aufgrund von Sicherheitsmängeln.  Die Kosten der Nachrüstung beliefen sich auf 11 Millionen Euro.

Mitte 2009 begann man mit den Vorbereitungen für den Bau des Rettungsstollens. Ebenfalls mehrere Monate war die Röhre wiederum dicht, da erst der Hauptunnel verstärkt werden musste, bevor im Oktober 2009 überhaupt mit dem eigentlichen Fluchtstollen-Bau begonnen werden konnte. Geplante Baukosten: 30 Millionen Euro. Fertig ist er bis heute nicht.

Wie konnte man denn überhaupt einen Tunnel in den 90er Jahren bauen, ohne an einen Fluchtstollen zu denken? Kein Wunder, dass der ADAC in einem Tunneltest 2001 dem Saukopftunnel nur ein „ausreichend“ bescheinigte.

Immer wieder kommt es auch zu technischen Störungen. So brannte es im November 2010 in einem Technikraum des Saukopftunnels. Die Folge: Tagelange Sperrung. Und auch bei der aktuellen Sperrung muss man sich fragen: Konnte keiner der Planungsherren absehen, dass die neuen Soft- und Hardware-Installationen mit dem bisherigen Betriebssystem nicht kompatibel sind? Da hat SvenS. schon vollkommen Recht, wenn er findet, dass manche Dinge erst am „lebenden“ Objekt durchgeführt werden. Wo kämen wir aber hin, wenn jeder Arzt erstmal operiert, bevor er eine Diagnose stellt und den Behandlungsplan entwirft?

20.000 verärgerte Autofahrer täglich

Eigentlich ist egal, wie und warum der Tunnel dieser Tage mal wieder gesperrt ist. Fakt ist: Über 20.000 Autofahrer müssen an Werktagen auf andere Strecken ausweichen. Ob diese denn überhaupt befahrbar sind, interessiert vom Planungsteam wohl niemanden. Denn sowohl die Zufahrt zur alten B38 in Weinheim ist durch Bauarbeiten an der B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraße wegen Sanierungsarbeiten ander Fahrbahndecke eingeschränkt, als auch die Ausweichmöglichkeit über den Watzenhof in Hemsbach. Hier wird ebenfalls gebaut. Das Resultat: Die Autofahrer stehen sowohl in Weinheim als auch in Birkenau im Stau. Sie stehen und stehen und stehen.

Der Ärger dauert mindestens bis Montagfrüh – vorausgesetzt, die Brandversuche am Wochenende verlaufen nach Plan. Hoffen wir, dass da nicht ebenfalls wieder neue Probleme auftauchen. Denn ansonsten beginnt auch die nächste Woche für viele Autofahrer im Stillstand!