Montag, 16. Juli 2018

LĂŒtzelsachsen Ebene

Mit Google Maps zum zukĂŒnftigen Bauplatz

So funktioniert gekonnte NutzerfĂŒhrung – Am Klick fĂŒhrt kein Weg vorbei. (Bild:www.luetzelsachsen.de)

Weinheim, 28. September 2012. (red/cm) Wie bereitet man kommunale Informationen transparent auf? Keine einfache Aufgabe. Mit dem Online-Projekt „www.luetzelsachsen.de“ hat die Stadt Weinheim den Selbstversuch gewagt. Ist er gelungen?

Von Christian MĂŒhlbauer

Auf der Suche nach einem Bauplatz fĂ€llt es nicht immer leicht, alle Faktoren zĂŒgig zu erfassen. Was kostet die FlĂ€che? Wie groß ist sie? Wie sieht es in der Umgebung aus? Die Stadt Weinheim geht mit der LĂŒtzelsachsen Ebene nun den Online-Weg – und der ist grandios gelungen.

Wer von Weinheim aus kommend etwas sĂŒdlich fĂ€hrt, gelangt zur LĂŒtzelsachsen Ebene. Ein auf den ersten Blick eher unscheinbares Areal. Unscheinbar im Sinne von „ganz normal“. Im dortigen Wohngebiet befinden sich jedoch zahlreiche BauplĂ€tze.
Wer auf der Suche nach einem solchen Bauplatz fĂŒr ein Eigenheim ist, muss fast noch immer einen schwierigen Weg gehen, um an alle relevanten Informationen zu gelangen. Die Stadt Weinheim setzt mit der Website www.luetzelsachsen.de nun auf ein anderes Pferd.

Wie funktioniert die digitale Bauplatz-Übersicht?

Sobald man die Website aufgerufen hat, wird man fast schon automatisch ĂŒber die zentrale Ansicht zum Klicken verleitet. Der Weg fĂŒhrt zu einer Google Maps Karte der LĂŒtzelsachsen Ebene. Jedoch nicht so, wie man diese aus Google Maps kennt.

In Zusammenarbeit mit der Internet-Agentur WebQ wurde das Satellitenbild mit kommunalen Daten unterfĂŒttert. Oder anders ausgedrĂŒckt: Die Zuschnitte der BauplĂ€tze wurden exakt in der Aufnahme eingetragen.

Das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Detaillierte Übersichten ĂŒber das Baugebiet und seine freien PlĂ€tze mit vielen weiteren Informationen.

Bringt www.luetzelsachsen.de einen echten Mehrwert?

Wer ein Haus bauen möchte und dafĂŒr nach dem idealen Platz sucht, wird von vielen Faktoren angetrieben. Der Preis fĂŒr das BaugrundstĂŒck steht bei vielen verstĂ€ndlicherweise an der Spitze.

Um den Zuschnitt, die FlĂ€che sowie alle anfallenden Erschließungskosten fĂŒr ein GrundstĂŒck zu erfahren, muss man jedoch meist einen kleinen Informationsmarathon auf sich nehmen.

Die Website nimmt einem diesen Vorgang weitgehend ab. Ein GrundstĂŒck mit rund 700qm FlĂ€che kostet etwa 280.000 Euro – inklusive Erschließungskosten und Abwasserbeitrag.

Eine schnelle, klare und eindeutige Information, die fĂŒr KĂ€ufer echte Vorteile bietet. Vor allem da die Stadt von mehreren Interessenten pro GrundstĂŒck ausgeht. Über die Website ist es nĂ€mlich auch möglich, sich gleich ĂŒber andere freie Alternativ-GrundstĂŒcke zu informieren.

Zusatzinformationen fĂŒr Interessenten

Der Preis allein zieht jedoch noch keine KĂ€ufer an. Auch das hat man mit luetzelsachsen.de wohl bedacht. VielfĂ€ltige Informationen zu Kultur, Sport, Nahverkehr und vielem mehr stehen auf der Homepage bereit, von Interessenten geprĂŒft zu werden.
Der eigentliche Clou ist und bleibt aber tatsÀchlich die Integration von Google Maps.

Interessiert uns beispielsweise, ob ein Gymnasium in der NĂ€he ist, erhalten wir zĂŒgig die Adresse. Leider können wir diese ĂŒber die Bauplan-Karte nicht eingeben. Ganz instinktiv öffnet man nun aber Google Maps in einem neuen Tab und prĂŒft, wo das Gymnasium denn nun im VerhĂ€ltnis zum Baugebiet liegt.

Volle Integration – zumindest fast

Das Angebot ist eine großartige und vor allem auch optisch informative und ansprechende Lösung. Ohne Zweifel musste hier etwas investiert werden. Das wirft dann aber die Frage auf, wieso man bei den BauplĂ€tzen den Strich gezogen hat.

Wir vermissen Ă€hnlich kleine, niedliche Icons, die uns beim Herauszoomen aus dem Wohngebiet auf die ganzen weichen Faktoren der Umgebung aufmerksam machen. Vielleicht ein kleines Euro-Symbol fĂŒr ein Einkaufszentrum wie die Weinheim-Galerie? Oder eine Tafel fĂŒr Schulstandorte?

Eine exzessive Umsetzung wĂ€re gar nicht notwendig gewesen. Weinheim selbst hĂ€tte hier schon genĂŒgt. Eventuell noch Viernheim, welches bereits nach einem halbfertigen Scrollen mit der Maus vollstĂ€ndig im Bild zu sehen ist.

Insgesamt betrachtet ist dies aber ein attraktives Angebot, bei dem die Möglichkeiten des Internets auf eine sehr gute Art und Weise verknĂŒpft und umgesetzt wurden.

„GĂŒnstiges Baugebiet“ wird teuer fĂŒr die Stadt


Guten Tag!

Weinheim, 01. April 2011. (red/pm) Um die Erschließung des Neubaugebietes „LĂŒtzelsachsen Ebene“ und die Vorbereitungen fĂŒr die „S-Bahn“ nicht zu verzögern, tritt die Stadt Weinheim in diesem Jahr in Vorlage, um den Neubau des Bahnsteiges Ost und einer LĂ€rmschutzwand voranzutreiben. Kosten: rund 1,1 Millionen Euro.

Bei der Maßnahme geht es darum, die Zugstrecke bereits zum Zeitpunkt der Besiedelung mit einer LĂ€rmschutzwand zu versehen. Fördermittel des Bundes fließen allerdings erst laut Zeitplanung der Bahn.

Rund 1,1 Millionen will die Stadt in diesem Jahr „vorschießen“, um die Maßnahme nicht zu gefĂ€hrden. Denn die Bahn als VorhabentrĂ€ger plant die Maßnahme erst zur Fertigstellung der S-Bahn in den Jahren 2014 und 2015, was wiederum schlecht mit den Bau- und Erschließungsmaßnahmen in „LĂŒtzelsachsen Ebene“ vereinbar wĂ€re. Der Gemeinderat segnete in seiner Sitzung am Mittwoch – wie zuvor schon der LĂŒtzelsachsener Ortschaftsrat – eine so von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehensweise ab.

Soll durch LĂ€rmschutz aufgewertet werden: Baugebiet LĂŒtzelsachsen Ebene. Bild: weinheimblog.de

 

Neues Immobilienamt im Rathaus rechnet im FrĂŒhjahr mit großer Nachfrage auf stĂ€dtische BauplĂ€tze

Bernhard Schwab und Maria Zimmermann wissen Bescheid. Die beiden obersten Touristiker der Ferienstraße Bergstraße kennen die Synergieeffekte zwischen Tourismus und Stadtmarketing sehr gut.


Guten Tag!

Weinheim, 23. MĂ€rz 2011. (pm) Das Anfang des Jahres neu gegrĂŒndete Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung Weinheim will in diesem FrĂŒhjahr bei den VerkĂ€ufen der stĂ€dtischen GrundstĂŒcke in zwei bereits bestehenden Baugebieten möglichst flexibel sein. Als „SchnĂ€ppchen“ bezeichnet die Stadt BauplĂ€tze in „Sulzbach West II“. Ein GrundstĂŒck fĂŒr die Bebauung mit einer DoppelhaushĂ€lfte kann bereits zum Komplettpreis von rund 71 000 Euro erworben werden.

Von Roland Kern

„Achtung, aktuell Verhandlungsspielraum beim Kaufpreis.“ So steht es in roter Schrift unter „Bauen/Wohnen“ auf der Internetseite der Stadt Weinheim.

Und hinter den GrundstĂŒcken im „Oberen Sterzfluß“ im Neubaugebiet „Hohensachsen West II“ steht die Anmerkung „Kaufpreisvorstellung“. Die Botschaft ist klar und deutlich: Das Anfang des Jahres neu gegrĂŒndete Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft der Stadtverwaltung Weinheim will in diesem FrĂŒhjahr bei den VerkĂ€ufen der stĂ€dtischen GrundstĂŒcke in zwei bereits bestehenden Baugebieten möglichst flexibel sein.

Deshalb hatte sich das Fachamt vom Gemeinderat bei den GrundstĂŒcken im Baugebiet „Hohensachsen-West II“ einen Spielraum genehmigen lassen, um mit dortigen Interessenten freier verhandeln zu können. Im Baugebiet „Sulzbach West II“ hatte das Gremium schon Ende des letzten Jahres erhebliche Kaufpreisreduzierungen beschlossen.

"Verhandlungsspielraum" wird geboten - aber auch aus Sicht der Stadt attraktive BauplĂ€tze und fĂŒr die Stadt dringend benötigte Einnahmen. Bild: Stadt Weinheim

Denn rund 4,18 Millionen Euro an GrundstĂŒckserlösen sind im aktuellen Haushaltsplanentwurf an GrundstĂŒcksverĂ€ußerungen eingeplant – das ist ein ambitionierter Ansatz, das weiß man auch in der Stadtverwaltung. Davon sind rund 800 000 Euro fĂŒr GewerbegrundstĂŒcke, der Rest verteilt sich im Wesentlichen auf „Hohensachsen West II“ auf „Sulzbach West II“ und auf „Römerloch Ost“, der Hanglage ganz im Norden der Zweiburgenstadt. Dazu kommt aktuell ein GrundstĂŒck in Oberflockenbach – Ortsteil Steinklingen.

Das „Römerloch Ost“ bietet derzeit unter den kommunalen Angeboten GrundstĂŒcke mit allerbester Bergstraßenwohnlage. Die ersten vier BauplĂ€tze fĂŒr die Bebauung mit einem Einzelhaus sind bereits verkauft. Lediglich ein GrundstĂŒck fĂŒr diese Bebauungsmöglichkeit ist aktuell noch zu haben.

Der Quadratmeterpreis betrĂ€gt hierfĂŒr 495 Euro zuzĂŒglich Erschließungskosten und Abwasserbeitrag.

Dagegen sind dort weitere fĂŒnf BauplĂ€tze noch im Angebot der Stadt, die fĂŒr die Bebauung mit einer DoppelhaushĂ€lfte vorgesehen sind. Sie werden gĂŒnstiger angeboten: fĂŒr 480 Euro zuzĂŒglich Erschließungskosten und Abwasserbeitrag. Etwas gĂŒnstiger – rund 450 Euro pro Quadratmeter zuzĂŒglich Erschließungs- und Abwasserbeitrag – sind die letzten drei stĂ€dtischen GrundstĂŒcke im eigentlich fast schon komplett besiedelten „Hohensachsen West II“ zu haben.

Eines fĂŒr eine DoppelhaushĂ€lfte und zwei fĂŒr ReihenendhĂ€user. Dort rĂ€umt die Stadt derzeit Sonderkonditionen ein. Fast schon „SchnĂ€ppchen“ sind seit letztem Jahr in „Sulzbach West II“ zu ergattern. Ein GrundstĂŒck fĂŒr die Bebauung mit einer DoppelhaushĂ€lfte kann bereits zum Komplettpreis von rund 71 000 Euro erworben werden.

Das Fachamt rechnet damit, in den nĂ€chsten Wochen viele Anfragen zu bekommen, da die Rahmenbedingungen, auch am Kreditmarkt, derzeit gĂŒnstig sind. Die KĂ€ufer schĂ€tzen die Stadt bei ImmobiliengeschĂ€ften ohnehin als verlĂ€sslichen Partner. Außerdem entstehen den KĂ€ufern keine MaklergebĂŒhren, eine nicht unerhebliche Kostenersparnis.

Voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres werden auch die VermarktungstĂ€tigkeiten fĂŒr „LĂŒtzelsachsen Ebene“ beginnen. Interessenten können sich bereits jetzt unverbindlich auf einer Liste eintragen lassen, um mit Ausschreibungsbeginn der stĂ€dtischen BauplĂ€tze die Ausschreibungsunterlagen direkt per Email zu erhalten.

Info:
Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft, Stadtverwaltung Weinheim, Ansprechpartnerin Alexandra SchĂŒtz, Telefon 06201-82 232, Mail: a.schuetz@weinheim.de
Bei Interesse an einem GrundstĂŒck in „LĂŒtzelsachsen Ebene“ bitte die Mailadresse luetzelsachsen-ebene@weinheim.de verwenden. Alle verfĂŒgbaren GrundstĂŒcke mit weiteren Angaben unter www.weinheim.de (Leben in-Bauen/Wohnen).

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

BĂŒrgermeister Just ist „not amused“ ĂŒber Bauplatzpreis-Diskussion


Guten Tag!

Hirschberg, 28. Februar 2011. Bei der „Eröffnung“ des Baugebiets „Sterzwinkel“ fand BĂŒrgermeister Manuel Just noch ein paar Worte in Richtung Weinheim – die Debatte ĂŒber die „höheren Preise“ im Sterzwinkel gegenĂŒber denen in „LĂŒtzelsachsen Ebene“ habe „gute GrĂŒnde“.

Von Hardy Prothmann

Wer BĂŒrgermeister Manuel Just ein wenig kennt, weiß, dass der Mann ein sportliches GemĂŒt hat.

Die Diskussion der vergangenen Tage ĂŒber die „höhere AttraktivitĂ€t“ des Baugebiets „LĂŒtzelsachsen Eben“ in Weinheim gegenĂŒber dem „Sterzwinkel“ in Hirschberg wurde vor allem durch die „Weinheimer Nachrichten“ vorangetrieben – befeuert durch „Zitate“ aus dem Weinheimer Rathaus.

Das scheint Herrn Just nicht gerade geĂ€rgert, aber doch ein wenig herausgefordert zu haben. Und Herausforderungen nimmt der dynamische JungbĂŒrgermeister an.

BĂŒrgermeister Just wendete sich zu Eröffnung des Sterzwinkels an die Besucher, darunter Familien, die hier BauplĂ€tze erworben haben, um ein paar deutliche Worte zu finden. „Nicht als Kampfansage“, wie er sagte: „Viele haben darauf hingewiesen, dass in Weinheim deutlich gĂŒnstigere Baupreise angeboten werden als im Sterzwinkel. Als BĂŒrgermeister bin ich selbstbewusst genug, um zu sagen, das hat auch seinen Grund.“

Die GrĂŒnde nennt Herr Just in unserer Videodokumentation:

Erschließungskosten LĂŒtzelsachsen Ebene steigen fĂŒr die Stadt auf 3,6 Millionen Euro

Guten Tag!

Weinheim, 16. Februar 2011. Das neue Baugebiet LĂŒtzelsachsen Ebene erfordert weitere rund 300.000 Euro Erschließungskosten fĂŒr die stĂ€dtischen GrundstĂŒcke. Der Gemeinderat kann die „Verteuerung“ nur „zur Kenntnis nehmen“.

Der ErschließungstrĂ€ger, MVV Energiedienstleistungen GmbH Regioplan, wurde massiv in der Sitzung ĂŒber die Fraktionen hinweg kritisiert.

Stadtrat Carsten Labudda (Die Linke) wunderte sich: „Bauvorhaben werden immer teurer als gedacht. Ich frage mich, wieso so oft die ersten SchĂ€tzungen immer zu niedrig liegen.“

OB Heiner Bernhard sagte daraufhin: „Wir sind keine Hellseher und wehre mich dagegen, dass unterschwellig der Eindruck erweckt wird, wir hĂ€ten da nicht aufgepasst.“ Weiter fĂŒhrte er aus, dass die PrĂŒfung sorgfĂ€ltig erfolgt sei, man aber nur bedingt Einfluss habe, wenn die Erschließung „außerhalb“ durchgefĂŒhrt werden.

Weitere Kostensteigerungen sind durch die Beleuchtung entstanden. UrsprĂŒnglich waren hier 160.000 Euro angesetzt, aktuell sind es 300.000 Euro.

Weitere 100.000 Euro entstehen durch Bauzuschusskosten fĂŒr die Verlegung von Telefon- und Internetleitungen. Dazu kommen rund 80.000 Euro mehr fĂŒr die Gestaltung des „Quartierplatzes“.

Die zusĂ€tzlich benötigten Mittel von 296.000 Euro sollen durch die Bildung von Haushaltsresten zur VerfĂŒgung gestellt werden. Insgesamt mĂŒssen 3,6 Millionen Euro aufgewĂ€ndet werden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog