Samstag, 25. November 2017

Sonderschulpflicht soll im nÀchsten Schuljahr fallen

Sckerl: „Noch weit von Inklusion entfernt“

Ladenburg/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2014. (red/ld) Die Landesregierung strebt an, die Inklusion von Kindern mit Behinderungen an Schulen voranzutreiben. DafĂŒr ist fĂŒr das kommende Jahr eine Änderung des Schulgesetzes vorgesehen, die bereits im nĂ€chsten Schuljahr greifen soll. SonderschulpĂ€dagogen stehen diesen PlĂ€nen kritisch gegenĂŒber. Ebenso Eltern von Kindern mit Behinderung. Am Dienstag kamen diese mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl (GrĂŒne) zu einer Diskussionsrunde im Ladenburger Domhof zusammen. Dazu hatte der Ladenburger Ortsverband von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen eingeladen. [Weiterlesen…]

Eltern wĂŒnschen sich inklusiven Unterricht, der bisher als Schulversuch lĂ€uft

Nele ist ein Kind wie alle anderen – nur gehörlos

Nele und Linn SchĂŒĂŸler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wĂ€re Nele taub.

Nele und Linn SchĂŒĂŸler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wĂ€re Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an gehörlos. Trotzdem geht die SiebenjĂ€hrige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeintrĂ€chtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler HĂŒrden. [Weiterlesen…]

WerkstÀtten suchen ehrenamtliche Hilfe

„Man bekommt auch viel zurĂŒck“

Weinheim, 06. Februar 2013. (red/pm) Die junge Frau ist ganz aufgeregt. Die Trommel zwischen den zitternden Knien jauchzt sie vor lauter Vorfreude. Sie kann es kaum erwarten, bis einer der Betreuer das Startzeichen gibt. „We will rock you“, von Queen. Auf Kommando trommeln sie alle los; es sind rund ein Dutzend von Menschen mit Behinderung, die bei den DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim das Tagesangebot der Förder- und Betreuungsgruppen annehmen. Manche sitzen in RollstĂŒhlen, manche können stehen, sogar tanzen. Trommeln können sie alle. Es ist Musikstunde mit Pfarrerin Martina Ade – und alle haben eine große Freude.

Information der Stadt Weinheim:

„Dann ist da noch Christoph, ein junger Mann mit Handicap und großer Energie. „Es geht ihm so viel besser“, erklĂ€rt Josef Achstetter, der Leiter der „Tagesstruktur“ innerhalb der DiakoniewerkstĂ€tten, „wenn er am Tag eine Stunde spazierengehen kann“. Aber ohne Aufsicht ist das nicht denkbar. Diese Betreuungsgruppen befinden sich in einem Haus in der Mierendorffstraße; insgesamt haben die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim drei Standorte. Die eigentlichen WerkstĂ€tten, in denen Menschen mit Behinderung durchaus produktiv arbeiten, befinden sich in der Daimlerstraße und im Höhnerweg auf dem BetriebsgelĂ€nde der Firma Freudenberg – das wiederum hat historische GrĂŒnde. Die Firma Freudenberg ist seit rund 35 Jahren Auftraggeber fĂŒr die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim. Die Werkstattleitung Technik im Industriepark obliegt Wolfgang Wild in der Daimlerstraße Andreas Gußmann.

Wer das Angebot in den WerkstĂ€tten nicht annehmen kann, gestaltet seinen Tag mit Betreuung in der Mierendorffstraße. Alle werden „BeschĂ€ftigte“ genannt. Alle haben sie ihren Platz. In Gruppen wird gegessen, gespielt, Umwelt erfahren, gebastelt, sich ausgeruht, MobilitĂ€t trainiert – und gerne musiziert. „Aber unser BetreuungsschlĂŒssel reicht nicht aus, um zu jeder Zeit unseren BeschĂ€ftigten Abwechslung und eine ganz persönliche Zuwendung zu geben“, gibt Josef Achstetter zu. Dabei seien doch gerade Menschen mit Behinderung sehr emotional veranlagt und sehr empfĂ€nglich gegenĂŒber persönlichen Kontakten.

„Klar ist“, sagt Christine MĂŒnch von der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI, „man braucht hier mehr ehrenamtliche Helfer“. Deshalb sind die DiakoniewerkstĂ€tten die nĂ€chste Einrichtung, die sich am Donnerstag, 14. Februar, von 14 Uhr bis 16 Uhr in der Cafeteria der GRN-Pflege in der Viernheimer Straße beim „CafĂ© VermittelBar“ der WEI vorstellt. Josef Achstetter und Wolfgang Wild werden selbst anwesend sein, um aus ihrer Arbeit zu berichten und ehrenamtliche Helfer zu werben.

TĂ€tigkeiten, die Spaß und Freude bereiten

„Man bekommt sehr viel von diesen Menschen zurĂŒck“, sagt Josef Achstetter. Helfer mĂŒssten als GĂ€ste des Hauses nicht etwa pflegerische Aufgaben erledigen, sondern solche TĂ€tigkeiten, die Spaß und Freude bereiten. Spazierengehen, Vorlesen, Basteln, einen Ausflug begleiten, mal einen Computerkurs geben oder zeigen, wie man ein Fahrrad repariert. „Lebenspraktische Dinge gefallen unseren BeschĂ€ftigten am besten“, beschreibt Achstetter. Ehrenamtliche mĂŒssten sich auch nicht verpflichtet fĂŒhlen. „Jede Stunde ist fĂŒr unsere Leute wertvoll“, sagt er. Und umgekehrt. Aus 35-jĂ€hriger Erfahrung weiß er: „Wir können von Menschen mit Behinderung etwas lernen.“

Info: „CafĂ© VermittelBar“ der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI am Donnerstag, 14. Februar in der Cafeteria der GRN-Pflege in der Viernheimer Straße, 14 Uhr bis 16 Uhr, diesmal mit Infos aus erster Hand ĂŒber die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim mit ihren Tagesförderzentrum in der Mierendorffstraße. Gerne stellt die WEI auch außerhalb des „CafĂ© Vermittelbar“ den Kontakt her. Ansprechpartner dort sind der KontaktPunkt der BĂŒrgerstiftung, Telefon 06201-12651, Mail: KontaktPunkt@buergerstiftung-weinheim.de oder die Mailadresse ehrenamt@weinheim.de. Ansprechpartnerin ist auch Christine MĂŒnch vom Tauschring unter Telefon 06201-181229.“

ZeitgemĂ€ĂŸes Design, "neue MaßstĂ€be" (bisher) Fehlanzeige

LÀndle mit neuer HomepÀdsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-WĂŒrttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue MaßstĂ€be setzen, damit „sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit Politik auseinandersetzen“, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue MaßstĂ€be“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern – inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die fĂŒnf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser prĂ€sentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz  Aktuelle Beispiele wĂ€ren: Ein Zeitstrahl darĂŒber,was die grĂŒn-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart erhĂ€lt 8,4 Millionen Euro fĂŒr Bundesautobahnen, wĂ€hrend Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erhĂ€lt . Viele Fragen bleiben hier aber völlig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschlĂŒsselt werden die aktuellen Zuwendungen fĂŒr Baumaßnahmen. Über die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erfĂ€hrt man nichts. Bloß keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er hĂ€lt. Die Bedienung ist zudem Ă€ußerst umstĂ€ndlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in fĂŒnf Rubriken: “Unser Land”, “Regierung”, “BW gestalten” “Service” und “Beteiligungsportal”. Die ersten vier ermöglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ĂŒbersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen Überblick ĂŒber alles Erdenkliche zu Baden-WĂŒrttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erklĂ€rt, wie Baden-WĂŒrttemberg kĂŒnftig aussehen soll:  „Erfolgreiches Baden-WĂŒrttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-WĂŒrttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-WĂŒrttemberg (Energiepolitik)“, „BĂŒrgernahes Baden-WĂŒrttemberg (BĂŒrgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-WĂŒrttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-WĂŒrttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verstĂ€ndlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erhĂ€lt der Leser viele Informationen, um Kontakt zu Ämtern aufzunehmen, sich einen Überblick ĂŒber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schließlich soll kĂŒnftig “Mehr Demokratie klicken” gewĂ€hrleisten. Dem mĂŒssen jedoch außer bloßen AnkĂŒndigungen Taten folgen. DafĂŒr gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.  Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-WĂŒrttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die möglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen können, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel können zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, wĂŒrde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten LesegerĂ€ten fĂŒr Blinden fĂ€llt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button dafĂŒr ist viel zu klein. Sehbehinderte dĂŒrften ihn nicht ausmachen können. Hier wĂ€re es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der Überschrift zu platzieren anstatt neben der UnterĂŒberschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Maßstab muss also noch ordentlich Maß nehmen, um tatsĂ€chlich ĂŒberzeugen zu können. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Inklusion: Erstmals werden behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult


Guten Tag!

Weinheim, 21. Juli 2011. (red/pm) In Weinheim werden im neuen Schuljahr erstmals behinderte Kinder gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern eingeschult. Damit ist Weinheim als Bildungsregion eine Modellstadt in Baden-WĂŒrttemberg. Der Gemeinderat der Stadt hat sich am Mittwoch (20. Jul. 2011) einstimmig fĂŒr die so genannte Inklusion an zwei Grundschulen ausgesprochen.

Information der Stadt Weinheim:

„An beiden Schulen, der Friedrich-Grundschule und der Grundschule LĂŒtzelsachsen, sollen zunĂ€chst je vier behinderte ErstklĂ€ssler eingeschult werden. Den Kindern steht eine Schulbegleitung und eine Pflege-Assistenz zur VerfĂŒgung.

Die Bildungsregion Weinheim beruft sich damit auf die UN-Konvention ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderung und auf den Koalitionsvertrag der baden-wĂŒrttembergischen Landesregierung. Bei der Inklusion ist die Stadt Weinheim Partner des Staatlichen Schulamtes Mannheim, dessen Gebiet als Schwerpunktregion fĂŒr die Inklusion ausgewĂ€hlt worden ist.

Vertreter der Fraktionen betonten die Richtigkeit der Entwicklung und der Idee der gemeinsamen Schule, die eine chancengleiche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ermögliche.

Die Inklusion sei nicht nur fĂŒr behinderte Kinder eine Chance, auch nicht-behinderte SchĂŒler könnten verbessert soziale Kompetenzen erlangen. In der Bildungsregion Weinheim gibt es ein Netzwerk, das sich einer „Weinheimer Bildungskette“ widmet. Deren Motto lautet „Kein Kind darf verloren gehen“. Mit der Inklusion habe die Bildungskette ein weiteres wichtiges Glied hinzugewonnen. „Das ist ein gutes Zeichen in einer wichtigen Frage“, fasste OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard zusammen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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„Tag der Menschen mit Behinderung“ – Inklusion und Barrierefreiheit

Guten Tag

Weinheim, 03. Dezember 2010. (pm) Behinderte Menschen werden im ganz „normalen“ Alltag immer noch benachteiligt. Zum UN-Tag „FĂŒr Menschen mit Behinderung“.

Information der Stadt Weinheim:

„Menschen mit Behinderungen dĂŒrfen nicht mehr als Sorgenkinder angesehen werden. Diese Menschen mit ihren Talenten und FĂ€higkeiten gehören ganz selbstverstĂ€ndlich zu uns“, sagt Alexandra Raquet, die Weinheimer Beauftragte fĂŒr Chancengleichheit, zum heutigen weltweiten UN-Tag „FĂŒr Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember.

Schon vor etwa 20 Jahren wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Gesellschaft an die Probleme behinderter Menschen zu erinnern. „Trotz der vielen Gesetze und Aktionen gibt es im Alltag vielfach noch Barrieren im Kopf und Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Behinderung“, so muss die Beauftragte tĂ€glich erkennen.

Aus Anlass des weltweiten Gedenktages verwies sie auch auf aktuelle Projekte in Weinheim. Im Moment werde das Thema Inklusion und Bildung intensiv vorbereitet. Hintergrund: Das Staatliche Schulamt Mannheim, dem auch die Weinheimer Schulen zugeordnet sind, wurde vom Kultusministerium als Erprobungsschulamt ausgewÀhlt.

In Weinheim beschĂ€ftigt sich eine Arbeitsgruppe mit OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard an der Spitze mit der Vorbereitung. Zu der Gruppe gehören Vertreter der Schulen und der FachĂ€mter, einer Interessensgemeinschaft sowie die Beauftragte fĂŒr Chancengleichheit selbst. Alexandra Raquet: „Ganz nach dem Motto nicht ohne uns ĂŒber uns, beziehen wir die Interessensgruppen mit ein.“

Sichtwort: Inklusion

Inklusion, also Einbindung von Menschen mit Behinderung, ist in diesem Jahr sogar das Leitbild des 3. Dezember. Es lautet: „Inklusion – Mein Menschenrecht.“

Auch am Thema Barrierefreiheit im Stadtgebiet stehe das Amt fĂŒr Stadtentwicklung in engem Dialog und Abstimmung mit der Beauftragten fĂŒr Chancengleichheit sowie weiteren Experten und Betroffenen, wie den Interessensgruppierungen und VerbĂ€nden.

Raquet: „Zuletzt geschah dies bei der Umgestaltung der Hauptstraße an der Weinheim Galerie, beim Windeckplatz und in der Grundelbachstrasse, wo kĂŒnftig mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Menschen den Steg und den Aufzug nutzen, um in die FußgĂ€ngerzone zu gelangen.“ Das aktuelle gemeinsame Projekt fĂŒr barrierefreie MobilitĂ€t sei der Zentrale Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof.

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 auch in Deutschland Kraft getreten ist, habe den Begriff Inklusion, die Integration und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben, an der Gesellschaft, geprÀgt.

Alexandra Raquet: „Mit der Behindertenrechtskonvention, wird nun Behinderung nicht lĂ€nger unter medizinischen oder sozialen Blickwinkeln betrachtet, sondern Behinderung ist endlich als Menschenrechtsthema anerkannt worden. Artikel 3 des Grundgesetzes forderte schon lĂ€ngst, dass niemand wg seiner Behinderung benachteiligt werden darf.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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