Freitag, 22. September 2017

Mannheim: Staatsanwaltschaft erlÀsst Haftbefehl

22-JĂ€hrige soll Rentnerinnen mit „Enkeltrick“ um 60.000 Euro betrogen haben

Mannheim/Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/pm) Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wurde Haftbefehl gegen eine 22-jÀhrige Ludwigshafenerin erlassen. Sie steht im dringenden Verdacht, im Februar und April 2014 zwei Rentnerinnen in Weinheim und Pforzheim um insgesamt 60.000 Euro betrogen zu haben.
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Kripo warnt vor Betrugsmasche

Falsche Microsoft-Support-Call-Mitarbeiter spÀhen Computer aus

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar, 21. August 2014. (red/pol) Seit Ende des Jahres 2013 hat die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ĂŒber 80 BetrugsfĂ€lle in der Region registriert, bei denen falsche Microsoft-Mitarbeiter Computerbesitzer anriefen, um sich einen Fernzugriff auf deren Rechner geben zu lassen. [Weiterlesen…]

Weitere GeschÀdigte und Zeugen dringend gesucht

Falscher Spendensammler erneut aufgetreten

Edingen-Neckarhausen/Mannheim/Hirschberg/Weinheim, 13. Mai 2014. (red/pol) Weiter sein Unwesen in der Region treibt ein falscher Spendensammler, gegen den der Polizeiposten Edingen-Neckarhausen wegen Sammlungsbetrugs ermittelt. [Weiterlesen…]

50 Millionen Euro mehr nach Selbstanzeigen

Mannheim/Rhein-Neckar, 11. Februar 2014. (red/jsc) Seit die „SteuersĂŒnder-CDs“ auf dem Markt sind, steigt die Zahl der Selbstanzeiger. Über 2.100 FĂ€lle sind es in unserer Region seit Februar 2010. Oder mehr als 500 FĂ€lle pro Jahr. Steuerbetrug ist ab 50.000 Euro eine Straftat – wer sich rechtzeitig selbst anzeigt und konsequent alles offenlegt, entgeht aber der Strafverfolgung. Insgesamt wurden den hiesigen Steuerbehörden ĂŒber 260 Millionen Euro Kapital angezeigt, das zuvor nicht bekannt war. Über 50 Millionen Euro Steuergeld sind davon in die Staatskasse geflossen. [Weiterlesen…]

Informationen zur KriminalprÀvention

BetrĂŒger erpressen Internetbekanntschaften

Mannheim/Rhein-Neckar, 29. Januar 2014. (red/pol) Die Betrugsform Romance-Scamming schĂ€digt Opfer nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Aktuelle FĂ€lle zeigen, dass TĂ€ter auch vor erpresserischem Menschenraub nicht zurĂŒckschrecken. Obwohl im Rhein-Neckar-Kreis keine FĂ€lle bekannt sind, informiert die Polizei ĂŒber KriminalprĂ€vention. [Weiterlesen…]

Hessische Polizei warnt vor falschen GebĂŒhrenbescheiden

Neue Betrugsmasche im Namen der GEZ

Rhein-Neckar/Gießen, 28. März 2013. (red/aw) Die hessische Polizei warnt vor gefälschten Schreiben im Namen der ehemaligen Gebühreneinzugszentrale (GEZ). In der Hauswurfsendung werden die Empfänger aufgefordert, den quartalsmäßig fälligen Beitrag zu überweisen. Sollten Sie dieser Tage Post vom neuen ARD, ZDF und Deutschlandradio-Beitragsservice erhalten, schauen Sie besser genauer hin! Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu den Verteilern. [Weiterlesen…]

Schutz vor Skimming-BetrugsfÀllen nur schwer möglich

„Hand auflegen“ gegen DatenspĂ€her

Die eingebende Hand mit der anderen abdecken ist ein brauchbarer Schutz. Bild: kartensicherheit.de

 

Rhein-Neckar/Weinheim, 18. April 2012. (red) Mittlerweile geht die Polizei von mindestens 1.200 GeschÀdigten durch den Skimming-Betrugsfall an einem Geldautomaten der Volksbank Weinheim aus. 800 Kunden der Bank seien betroffen sowie 400 Kunden anderer GeldhÀuser, bestÀtigte uns die Bank auf Anfrage.

Von Hardy Prothmann

„Die Manipulationen sind kaum festzustellen“, sagt Polizeisprecher Norbert SchĂ€tzle: „Wenn Sie da nicht sensibilisert sind, haben Sie kaum eine Chance.“ Um sich vor manipulierten Automaten zu schĂŒtzen, empfiehlt der Polizist eine handfeste Methode:

RĂŒtteln Sie an dem Eingabeschlitz und an der Tastatur, sofern die ĂŒbersteht.

Bei der Pin-Eingabe sollte man mit der anderen Hand die Sicht auf die Zahlen abdecken. Denn um die Daten der EC-Karte ausspĂ€hen zu können, mĂŒssen die BetrĂŒger ein LesegerĂ€t vor dem eigentlichen Kartenleser anbringen und die Pin-Nummer entweder per Minikamera filmen, ĂŒber eine manipulierte Tastatur abfangen oder als „Hintermann“ ausspĂ€hen.

Die Kameras seien hĂ€ufig nur noch so groß wie eine Steckkopfnadel, sagt Norbert SchĂ€tzle. Die Daten wĂŒrden hĂ€ufig per Funk irgendwohin ĂŒbertragen. Das Geld werde dann im Ausland abgehoben, weil ich Deutschland nicht nur der Magnetstreifen gecheckt wĂŒrde, sondern auch der Chip auf den Karten – und der ist kaum zu kopieren.

Die Technik ist natĂŒrlich auch wertvoll, weswegen die BetrĂŒger diese nach einer Woche auch wieder abgebaut haben – vermutlich wird gerade irgendwo ein anderer Automat manipuliert.

Wichtig fĂŒr die Bankkunden ist die regelmĂ€ĂŸige Kontrolle der BankauszĂŒge, um betrĂŒgerische Abhebungen zu entdecken. Danach muss man sich mit der Bank in Verbindung setzen, einen Antrag auf RĂŒckerstattung stellen – die Bank ist versichert. Bis das Geld wieder auf dem Konto ist, kann das einige Wochen dauern.

Nach unseren Informationen könnte es sein, dass die TĂ€ter selbst gefilmt worden sind, da der Raum kameraĂŒberwacht ist. Die Polizei hat sich die Aufzeichnungen zur Auswertung schon bestellt. Trotzdem dĂŒrften die Ermittlungen schwierig sein, da Name und Anschrift der TĂ€ter natĂŒrlich unbekannt sind.

Fotos: Polizei

Manipuliertes LesegerÀt.

 

Zierleiste, die oberhalb des Eingabefelds angebracht worden ist.

 

Kamera in Zierleiste.

 

"Skimming"-Aufsatz eine Woche lang unentdeckt

Rund 800 Kunden-Kontodaten bei der Volksbank Weinheim ausgespÀht

Weinheim/Rhein-Neckar, 18. April 2012. (red/pol) Eine ganze Woche lang ist ein Geldautomat der Volksbank Weinheim manipuliert worden. Rund 800 Kundendaten wurden ausgespÀht. Bislang 70.000 Euro Schaden.

Information der Polizei:

„Rund 800 Kunden-Kontodaten an Weinheimer Geldautomaten ausgespĂ€ht („Skimming“); mittlerweile Bargeld von ĂŒber 60 GeschĂ€digten in den USA und Argentinien abgehoben; Sachschaden derzeit bei ca. 70.000.- Euro; Polizei warnt erneut vor ComputerbetrĂŒgern und sucht weitere GeschĂ€digte Weinheim/Miami/Washington/Argentinien:
Eine böse Überraschung erlebten dieser Tage die Benutzer eines Geldautomaten in Weinheim.

Unbekannte TĂ€ter hatten sich zunĂ€chst Zugang zu den Bankdaten von rund achthundert Kunden der Weinheim am Berliner Platz (Multzentrum) verschafft. Im Ausland (in allen bisher bekannten FĂ€llen in Miami, Washington und in Argentinien) waren anschließend GeldbetrĂ€ge von derzeit ĂŒber sechzig bekannten Personen abgehoben worden, die in Weinheim, dem Rhein-Neckar-Kreis und im Pforzheimer Raum wohnen.

Der Sachschaden betrĂ€gt derzeit ca. 70.000.- Euro; wird erfahrungsgemĂ€ĂŸ aber weit höher liegen, als bislang festgestellt. Nach den ersten Ermittlungen des Betrugsdezernats der Heidelberger Kriminalpolizei hatten alle GeschĂ€digte zwischen dem 23.-30. MĂ€rz 2012 mit ihren Scheckkarten am Geldautomaten der Bankfiliale im Multzentrum Bargeld abgehoben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die TĂ€ter am Abend des 23. MĂ€rz 2012 einen „Skimming-Aufsatz“ direkt am Geldautomaten angebracht hatten, um so an die Daten der Kunden zu kommen, die dort Geld abheben wollten. DarĂŒber hinaus dĂŒrfte in unmittelbarer NĂ€he des Geldautomaten oder an ihm selbst zusĂ€tzlich eine versteckte Kameraleiste angebracht worden sein, von der aus die PIN-Eingaben der Abheber aufgezeichnet worden sind.

Ein Bankkunde hatte bei der ÜberprĂŒfung seines Kontos am 16. April 2012 festgestellt, dass ein grĂ¶ĂŸerer Geldbetrag abgebucht worden war, den Unbekannte von einem Geldautomaten in Washington/USA abgehoben hatten. Daraufhin hatte er die Bank und die Polizei informiert.

Die sofortige ÜberprĂŒfung des manipulierten Geldautomaten der Bankfiliale verlief ohne Ergebnis; „Skimming“-GerĂ€te (Kopieraufsatz und Kameraleiste) konnten nicht mehr festgestellt werden. Sie waren von den unbekannten TĂ€tern bereits abgebaut worden.

Die Ermittler der Heidelberger Kriminalpolizei bitten Kunden der Volksbank Weinheim, die zwischen dem 23. und 30. MĂ€rz 2012 Bargeld vom Geldautomaten im Multzentrum abgehoben haben, ihre Konten auf ungewöhnliche Geldabhebungen hin zu ĂŒberprĂŒfen, gegebenenfalls sich mit der Bank in Verbindung zu setzen und bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

DarĂŒber hinaus werden Zeugen, die im Tatzeitraum verdĂ€chtige Beobachtungen rund um die Volksbank am Berliner Platz gemacht haben gebeten, sich unter 06221/99-2421 bei der Kripo Heidelberg, dem Polizeirevier Weinheim unter Tel.: 06201/1003-0 oder jeder anderen Polizeidienstelle zu melden.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei erneut eindringlich vor „Skimming“-Angriffen im gesamten Rhein-Neckar-Kreis aber auch in Heidelberg und bittet die Bevölkerung um Wachsamkeit im Umgang mit Geldautomaten. GefĂ€hrdet sind dabei alle Geldautomaten, unabhĂ€ngig von Geldinstitut und den Sicherheitsstandards (www.kartensicherheit.de).

DarĂŒber hinaus informiert auch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Heidelberger Polizei, Tel.: 06221/99-1234 oder im Internet unter www.polizeiberatung.de , wie man sich vor EC- oder KreditkartenbetrĂŒgern schĂŒtzen kann.“

Anmerkung:

Skimming ist der englische Begriff fĂŒr eine Methode, illegal die Daten von Kredit- oder Bankkarten auszuspĂ€hen. Beim Skimming werden illegal Kartendaten erlangt, indem die Daten von Magnetstreifen ausgelesen und auf gefĂ€lschte Karten kopiert werden. Ein typisches Angriffsmuster ist das gleichzeitige AusspĂ€hen des Magnetstreifeninhalts der Kredit- oder EC-Karte zusammen mit einer PIN an einem Geldautomaten. (Quelle: Wikipedia)

Finanziellen Schaden vermeiden - Tipps der Polizei

Stadt Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis – Dubiose Einladungen fĂŒr Kaffeefahrten

Rhein-Neckar, 11. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei Heidelberg hat vermehrt mit Anzeigen wegen vermutlichem Betrug bei Kaffeefahrten zu tun. Immer wieder fallen Senioren auf Einladungen mit angeblich hohen Geld- und Sachgewinnen herein, nur um bei Verkaufsfahrten mit psychologischen Tricks und windigen VerkaufsgesprÀchen um ihr Erspartes gebracht zu werden.

Information der Polizei:

„Dass er wirklich etwas gewinnen wĂŒrde, hat Herr X. nicht geglaubt. Der Rentner war einsam und wollte etwas erleben, deshalb fuhr er mit.

Als er am Abend wieder nach Hause kam, hatte er 500 Euro ausgegeben. FĂŒr einen ganzen Karton voll mit NahrungsergĂ€nzungsmitteln, die angeblich vorbeugend gegen alle möglichen Alterserscheinungen helfen sollten. Der Versuch, die Ware zurĂŒckzugeben, scheiterte, weil nirgendwo eine Adresse des Veranstalters zu finden war, das Geld war weg.

Wie diesem Rentner geht es vielen, die sich auf eine sogenannte Kaffeefahrt einlassen.

Mit einer bunten Einladung werden sie in einen Bus gelockt, der sie an einen abgelegenen Ort bringt. Sie bekommen dort ein kostenloses Mittagessen und mĂŒssen dafĂŒr eine Veranstaltung ĂŒber sich ergehen lassen, bei der alle Register der Verkaufspsychologie gezogen werden. Am Ende kaufen sie maßlos ĂŒberteuerte Bratpfannen, Magnetfelddecken oder Demenzmittel von zweifelhafter QualitĂ€t.

Aktuell hĂ€ufen sich die Anzeigen bei der Polizei in Heidelberg, Schreiben/Einladungen einer „NiedersĂ€chsischen Treuhand“ mit Sitz in Cloppenburg suggerieren hohe Geldversprechen und Sachpreise, die im Rahmen einer Busfahrt ĂŒbergeben werden sollen.

Trotz wiederholter Warnungen vor gĂŒnstigen Kaffeefahrten fallen leider immer noch viele Senioren darauf herein und mĂŒssen erkennen, dass nicht die versprochenen Besichtigungen, sondern eine Werbeveranstaltung im Vordergrund steht.

Dort werden sie oftmals von windigen VerkĂ€ufern geschickt unter Druck gesetzt und dazu gedrĂ€ngt, KaufvertrĂ€ge abzuschließen, die nicht selten ihr monatliches Einkommen ĂŒbersteigen. Zudem versuchen unseriöse VerkĂ€ufer das Widerrufsrecht zu unterlaufen. Dieses erlaubt es, bei Kaffeefahrten oder Ă€hnlichen Veranstaltungen geschlossene KaufvertrĂ€ge binnen 14 Tage zu widerrufen.

Windige Vertreter nehmen dann Bestellungen ohne Datumsangabe auf und können diese spĂ€ter rĂŒckdatieren – die Widerrufsfrist ist damit schnell verflogen. Daher ist es besonders wichtig auf das Datum und die Belehrung ĂŒber das RĂŒcktrittsrecht zu achten. Am sichersten ist es aber, bei einer Werbeveranstaltung erst gar nichts zu kaufen oder zu unterschreiben.

Denn bei solchen Verkaufsveranstaltungen geht es nur ums schnelle GeschÀft. Die als SchnÀppchen gepriesenen Kochtöpfe, BadezusÀtze oder Trinkkuren sind nach polizeilicher Erfahrung hÀufig minderwertiger und teurer als im Fachhandel.

Mit den folgenden Tipps der Polizei können sich Ă€ltere Menschen vor den Tricks der VerkĂ€ufer schĂŒtzen:

  • Es spricht nichts gegen eine Kaffeefahrt, aber fĂŒhlen Sie sich niemals zu einer Bestellung oder einem Kauf verpflichtet.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht genau verstanden haben. Unterschriften sind nie „reine Formsache“.
  • Beachten Sie bei VertrĂ€gen immer Datum und Unterschriften. Ein fehlendes oder falsches Datum erschwert die Durchsetzung Ihres Widerrufsrechts.
  • Fordern Sie eine Vertragsdurchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.
  • Wenn Sie vom Vertrag zurĂŒcktreten möchten: Schicken Sie einen schriftlichen Widerruf (Einschreiben mit RĂŒckschein) binnen zwei Wochen nach Vertragsschluss an den VerkĂ€ufer.
  • Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch fĂŒr Kaffeefahrten ins Ausland, wenn in Deutschland dafĂŒr geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgefĂŒhrt wurden.
  • Die BroschĂŒre „Der goldene Herbst“ ist bei den (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen erhĂ€ltlich sowie im Internet als Download eingestellt unter www.polizei-beratung.de (Anm. d. Red.: Unser Link fĂŒhrt Sie direkt zur BroschĂŒre). Sie enthĂ€lt auch andere wertvolle Tipps fĂŒr Senioren zum Schutz vor Straftaten.“