Freitag, 24. November 2017

Pädagogischer Fachtag

Bildung ist ein Weg aus der Armut

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/pm)  Ein „Pädagogischer Fachtag“, organisiert vom kommunalen Bildungsamt, gab den Erzieherinnen der Stadt die Möglichkeit zur Fortbildung. Die Erzieherinnen in Kindertagesstätten (KiTas) tragen groĂźe Verantwortung. Keine andere Einrichtung jenseits der Familie prägt die frĂĽhen Lebensjahre so sehr wie die Kitas – sagt die Wissenschaft. [Weiterlesen…]

Landratsamt und Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis informierten

Leistungen fĂĽr Bildung und Teilhabe

Rhein-Neckar, 03. Juli 2014. (red/pm) Der Rhein-Neckar-Kreis verfolgt die Zielsetzung, die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets den einkommensschwächeren Haushalten näherzubringen. Aus diesem Grund hatten das Sozialamt des Rhein-Neckar-Kreises und das Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis am vergangenen Donnerstag, 26. Juni, die Vertreter kreisangehöriger Städte und Gemeinden sowie Schulvertreter aus dem Landkreis zur Informationsveranstaltung „Leistungen fĂĽr Bildung und Teilhabe“ ins Landratsamt eingeladen. [Weiterlesen…]

Offizielle Einweihung der neuen Mensa am Weinheimer Werner-Heisenberg-Gymnasium

„Schule ist auch ein Stück Heimat“

Weinheim, 28. Mai 2014. (red/pm) Das Weinheimer Werner-Heisenberg-Gymnasium ist durch die neue Mensa im neuen Erweiterungsbau deutlich aufgewertet worden. „Sie ist richtig schön geworden“, bescheinigte Weinheims OberbĂĽrgermeister Heiner Bernhard am Freitag bei der offiziellen Einweihungsfeier in Anwesenheit auch von Architekt Martin Weber. [Weiterlesen…]

Zweisprachige Vorlesestunde

Denn Mehrsprachigkeit ist ein Schatz

Weinheim, 26. März 2014. (red/pm) Das BildungsbĂĽro und die Stadtbibliothek bieten einmal im Monat eine zweisprachige Vorlesestunde an. Der nächste Termin ist am 04. April. [Weiterlesen…]

Karrierechancen im Handwerk

„Goldener Boden“ und Sprungbrett

Weinheim, 19. März 2014. (red/pm) Zusätzliche StĂĽhle mussten organisiert werden, als an der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule ein zweisprachiges ElterninfocafĂ© fĂĽr die Eltern der 10. Klasse stattfand. Rektor Frank Bausch freute sich ĂĽber den regen Besuch und begrĂĽĂźte in seinen Eingangsworten die Initiative von Elternberaterin Halise YĂĽksel vom BildungsbĂĽro Weinheim, die die Veranstaltung mit ihrer Kollegin GĂĽller Yildiz geplant und organisiert hatte. [Weiterlesen…]

AustauschschĂĽler des Privatgymnasiums aus der Provence sind zu Gast in der Stadt

Junge Franzosen finden Weinheim „très bon“

Weinheim, 18. März 2014. (red/pm) Zur Zeit befinden sich AustauschschĂĽler des Privatgymnasiums aus der Provence zu Gast in Weinheim. Nach ihrer Ankunft konnten die Franzosen auf dem 40 Meter hohen Rathausturm die Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. [Weiterlesen…]

"Geschichte des Monats"

Weinheim wieder einmal „best practice“

Weinheim, 13. Februar 2014. (red/pm) Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus ist auf der bundesweiten Internetseite die „Geschichte des Monats“ [Weiterlesen…]

Großprojekte der nächsten Jahre

Stadt legt Fahrplan fĂĽr GroĂźprojekte vor

Weinheim, 23. Januar 2014. (red/pm) Es sind weitreichende Jahre fĂĽr Weinheims Zukunft, die Jahre der mittelfristigen Finanzplanung bis 2018. Nach den BeschlĂĽssen des Gemeinderates zu den GroĂźprojekten der nächsten Jahre und der Einbringung des Haushalts vor Weihnachten hat die Stadtverwaltung jetzt zu den Ende Januar beginnenden Etatberatungen einen möglichen Fahrplan fĂĽr die GroĂźprojekte vorgelegt. [Weiterlesen…]

Wahlrecht ab 16

Die Qual der Wahl

buergerentscheid

Weinheim, 08. August 2013. (red/ae) Bei den Kommunalwahlen 2014 dĂĽrfen Unter-18-Jährige zum ersten Mal wählen. Am 06. November 2012 beschloss das Kabinett der grĂĽn-roten Landesregierung eine Ă„nderung des Kommunalwahlrechts: Das Mindestwahlalter bei kommunalen Wahlen wurde von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Der eingereichte Gesetzesentwurf wurde am 11. April im Landtag mit grĂĽn-roter Mehrheit verabschiedet. Während die SPD und die GrĂĽnen sich dem Ziel näher sehen, Jugendliche an die Politik heranzufĂĽhren, sind die Oppositionsfraktionen CDU und FDP skeptisch. [Weiterlesen…]

BildungsbĂĽro und Schulleitungen informierten ĂĽber Stand der Werkrealschulfusion

Wenn zwei Schulen zusammenwachsen

Weinheim, 14. März 2013. (red/pm) Das Zusammenwachsen der beiden Werkrealschulen hat bereits begonnen. „Wenn Ihre Kinder nach den Ferien auch ganz offiziell ins Dietrich-Bohoeffer-Schulzentrum gehen“, versicherte jetzt Thomas Lammer, der Konrektor der DB-Werkrealschule, „dann wird es für sie nichts Neues sein, denn schon jetzt werden sie nach und nach in unseren Schulalltag einbezogen“.

Information der Stadt Weinheim:

„Lammer, seine Kolleginnen aus den Schulleitungen, Vertreterinnen des BildungsbĂĽros, die Schulsozialarbeiterinnen und weitere Akteure der Weinheimer Bildungslandschaft, informierten in dieser Woche Eltern, deren Kinder vom Zusammengehen der beiden Schulen betroffen sind. Es war eine Info-Veranstaltung der besonderen Art, nämlich im Wesentlichen auf tĂĽrkische Familien ausgerichtet und teilweise zweisprachig umgesetzt. [Weiterlesen…]

Städte und Landkreise tagen in Freiburg

Kommunale Koordinierung ist dauerhaft notwendig

Freiburg/Weinheim, 28. Februar 2013. (red/pm) Die Kommunale Koordinierung des Ăśbergangs von der Schule in die Arbeitswelt wird ein immer wichtigeres Thema. Beim diesjährigen Jahresforum der Arbeitsgemeinschaft „Weinheimer Initiative“ in Freiburg konnte am Freitag (1. März) ein besonderer Ehrengast die GrĂĽĂźe der baden-wĂĽrttembergischen Landesregierung ĂĽberbringen: Die neue Bildungsstaatssekretärin Marion von Wartenberg. An ihrem ersten Arbeitstag noch vor der offiziellen Ernennung in Stuttgart, besuchte sie die Jahrestagung. „Das ist fĂĽr uns ein wichtiges Zeichen“, freute sich Dr. Wilfried Kruse, der Koordinator der AG. [Weiterlesen…]

„Offener Gesprächskreis für Frauen“ mit Elisabeth Kramer

Neu im Mehrgenerationenhaus: Zwanglos Deutsch ĂĽben

Weinheim, 27. Februar 2013. (red/pm)  Die Deutschkenntnisse vertiefen – das ist der Wunsch vieler Frauen, die aus anderen Ländern nach Deutschland übergesiedelt sind. Sie möchten im Alltag klar kommen und sich gut zurecht finden – ohne Hilfe. Diesen Wunsch äußerten auch die Teilnehmerinnen aus den gut besuchten Projekten des Bildungsbüros „Griffbereit“ und „Rucksack“. Das Team des Mehrgenerationenhauses konnte jetzt darauf eingehen – mit Hilfe von Stadträtin Elisabeth Kramer (GAL).

Information der Stadt Weinheim:

„Die Projektidee eines „Offenen Gesprächskreises“ stammt von Zeliha Sahin, die seit Oktober 2012 im BildungsbĂĽro als Koordinatorin fĂĽr interkulturelle und intergenerative Verständigung eingesetzt ist und auch das aktuelle Projekt „Miteinander leben – voneinander lernen“ [Weiterlesen…]

200 Besucher im Kino-Saal des Modernen Theaters erhielten Antworten

„Wie ticken Jugendliche?“

Wie ticken Jugendliche? Keine einfach zu beantwortende Frage. (Bild: Stadt Weinheim)

Wie ticken Jugendliche? Keine einfach zu beantwortende Frage. (Bild: Stadt Weinheim)

Weinheim, 24. Februar 2013. (red/pm) Um Jugendliche zu verstehen, muss man ihre Welt kennen. Einblicke in diese lieferte eine Fachveranstaltung im Kino-Sall des Modernen Theaters.

Information der Stadt Weinheim:

„Welches Tattoo trägt Teenie-Star Justin Bieber am FuĂźknöchel? Und wie heiĂźt der Wirt in der Stammkneipe von Homer Simpson? Wer darauf Antworten weiĂź, ist ein wahrer Kenner der Jugend. Fragen wie diese wurden jetzt bei einer auĂźergewöhnlichen Veranstaltung im voll besetzten Kino-Saal des Modernen Theater gestellt und im Rahmen eines Ratespiels „Wer wird Millionär?“ beantwortet. Moderator war freilich nicht GĂĽnter Jauch, sondern Peter Martin Thomas, einer der fackundigsten deutschen Pädagogen und Milieuforscher, unter anderem Mitverfasser der aktuellen Sinus-Jugendstudie. Die Veranstaltung, organisiert vom Kommunalen Ăśbergangsmanagement in Kooperation mit dem Stadtjugendring und der Fachstelle fĂĽr BĂĽrgerschaftliches Engagement am Ăśbergang Schule-Beruf bei Job Central, wurde zu einem Höhepunkt fĂĽr die Bildungsregion und den Bildungsstandort Weinheim. Und gleichzeitig zum Beweis, wie stark das Netzwerk ist, das sich in den letzten Jahren in Weinheim beim Thema Bildung entwickelt hat.
„Wir sind ĂĽberwältig von der positiven Resonanz, das Thema unserer Fachveranstaltung hat offenbar einen Nerv getroffen und der hochklassige Referent hat die Erwartungen mehr als erfĂĽllt“, so zogen Dr. Susanne Felger vom Kommunalen Ăśbergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Weinheim und JĂĽrgen Holzwarth vom Stadtjugendring noch am Abend ihre Bilanz. Das „Moderne Theater“ war voll besetzt, als rund 200 Besucher – darunter auch OberbĂĽrgermeister Heiner Bernhard – drei Stunden lang den AusfĂĽhrungen von Peter Martin Thomas lauschten. Die Veranstaltung richtete sich an Personen, die beruflich oder auch ehrenamtlich mit Jugendlichen zu tun haben und das Referat beschäftigte sich – noch mehr als bei einem ersten Besuch Thomas’ vor zwei Jahren – mit dem Blick von Jugendlichen auf Schule und Bildung. Zu den Teilnehmern gehörten Pädagogen aus der ganzen Region.
Thomas präsentierte die wissenschaftlichen Ergebnisse der Sinus-Studie zu Jugendmilieus kurzweilig und anschaulich; er führte die Zuhörer durch die verschiedensten Jugendmilieus, gab Einblick in deren Orientierungen und Selbstinszenierungen mittels Musik, Mode, Freizeitgestaltung, in ihre Wertvorstellungen, ihre Lebensgefühl, ihre Lebensziele und ihre Engagementbereitschaft. „Ich habe viel gelernt und viel gelacht. Das erlebe ich nicht oft in dieser Kombination“, meldete eine begeisterte Besucherin.
Auch OB Bernhard hatte sichtlich Gefallen an dem Fachvortrag: „Im Ergebnis werden sich die Zuhörer vor allem die Botschaft erinnern, Jugend ist Vielfalt“, fasste er zusammen, „und Pädagogen wie Ehrenamtliche mĂĽssen sich anstrengen die jungen Leute zu verstehen, nur mit ernsthaftem Interesse, Offenheit und Wertschätzung gelingt es, diese auf dem Weg in ein eigenständiges Leben zu begleiten.“ Der Rathauschef kam ĂĽbrigens beim „Millionär“-Spiel in die Endrunde. Er wusste: Justin Biebers Tattoo zeigt Betende Hände und Homer Simpsons Wirt heiĂźt Moe. „

Wie ticken Jugendliche?

Der „Macher“ der Sinus-Studie

Diplom-Pädagoge Peter Martin Thomas erklärt, wie Jugendliche ticken. Foto: Stadt Weinheim


Weinheim, 05. Februar 2013. (red/pm) „Die Förderangebote der Weinheimer Bildungskette sollen sich eng an dem individuellen Entwicklungsprozess von Jugendlichen ausrichten“, findet Dr. Susanne Felger, die Leiterin des kommunalen Büros für das Übergangsmanagement Schule/Beruf in Weinheim. Das setze allerdings voraus, „dass wir die Jugendlichen, mit denen wir arbeiten, gut kennen und sie in ihrer Vielfalt wahrnehmen“.

Information der Stadt Weinheim:

„Also: Wen erreichen die Förderangebote ĂĽberhaupt, wie findet man eine gemeinsame Sprache? Fragen, vor denen Pädagogen täglich stehen. Es gibt noch weitere: Was interessiert Jugendliche? Wie denken sie ĂĽber sich und die Zukunft? Und ĂĽber Erwachsene? Wie kommt man an schwierige Jugendliche „dran“, wenn man ihnen helfen will? Also: „Wie ticken Jugendliche?“ Diese Fragen will am Donnerstag, 21. Februar in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Kino „Modernes Theater“ in Weinheim der Diplom-Pädagoge Peter Martin Thomas beantworten.

Thomas gilt als einer der profundesten Experten zum Verhalten von Jugendlichen in ihren sozio-kulturellen Milieus. Unter anderem war er an der aktuellen Sinus-Milieustudie beteiligt. Er ist Leiter der Sinus-Akademie. Die Fachveranstaltung, die vom „Übergangsmanagement“ in Kooperation mit dem Stadtjugendring und dem Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart WUB organisiert wird, richtet sich an interessiertes Fachpublikum und Akteure aus der Weinheimer Bildungskette, aber auch an alle interessierte Personen.

Junge Menschen haben ganz unterschiedliche soziale und ökonomische Voraussetzungen und orientieren sich an ganz verschiedenen Milieus und Wertkulturen. Die Sinus-Milieustudie geht genau auf diese unterschiedlichen Startpositionen ein, berichtet über Lebensstil, Bildungsziele, Sehnsüchte und Zukunftswünsche. Sie erklärt vieles, wie der heute 43-jährige Stuttgarter erläutern will. Thomas ist als Diplom-Pädagoge auch Organisationsberater und Supervisor. Vor zwei Jahren war er in Weinheim an gleicher Stelle schon einmal zu Gast – und hat seine Zuhörer begeistert. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, der Vortrag beginnt um 18 Uhr, in der Pause gibt es Getränke und Brezel. Gefördert wird der Abend durch den Generali Zukunftsfond. Anmeldungen bitte bei s.klemm@weinheim.de

Zeitgemäßes Design, "neue Maßstäbe" (bisher) Fehlanzeige

Ländle mit neuer Homepädsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-WĂĽrttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue MaĂźstäbe setzen, damit „sich die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger mit Politik auseinandersetzen“, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue MaĂźstäbe“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern – inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die fĂĽnf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser präsentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz  Aktuelle Beispiele wären: Ein Zeitstrahl darüber,was die grün-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das Regierungspräsidium Stuttgart erhält 8,4 Millionen Euro fĂĽr Bundesautobahnen, während Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erhält . Viele Fragen bleiben hier aber völlig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschlĂĽsselt werden die aktuellen Zuwendungen fĂĽr BaumaĂźnahmen. Ăśber die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erfährt man nichts. BloĂź keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er hält. Die Bedienung ist zudem äuĂźerst umständlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in fĂĽnf Rubriken: “Unser Land”, “Regierung”, “BW gestalten” “Service” und “Beteiligungsportal”. Die ersten vier ermöglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ĂĽbersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen Ăśberblick ĂĽber alles Erdenkliche zu Baden-WĂĽrttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erklärt, wie Baden-WĂĽrttemberg kĂĽnftig aussehen soll:  „Erfolgreiches Baden-WĂĽrttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-WĂĽrttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-WĂĽrttemberg (Energiepolitik)“, „BĂĽrgernahes Baden-WĂĽrttemberg (BĂĽrgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-WĂĽrttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-WĂĽrttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verständlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erhält der Leser viele Informationen, um Kontakt zu Ă„mtern aufzunehmen, sich einen Ăśberblick ĂĽber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schlieĂźlich soll kĂĽnftig “Mehr Demokratie klicken” gewährleisten. Dem mĂĽssen jedoch auĂźer bloĂźen AnkĂĽndigungen Taten folgen. DafĂĽr gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.  Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-WĂĽrttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die möglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen können, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel können zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, wĂĽrde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten Lesegeräten fĂĽr Blinden fällt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button dafĂĽr ist viel zu klein. Sehbehinderte dĂĽrften ihn nicht ausmachen können. Hier wäre es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der Ăśberschrift zu platzieren anstatt neben der UnterĂĽberschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Maßstab muss also noch ordentlich Maß nehmen, um tatsächlich überzeugen zu können. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Neujahrsempfang im Rathaus

„Wo das Wir mehr gilt als das Ich“

„Bas Gret und Vetter Phillp“ überreichten eine riesige Neujahrsbrezel an Bürgermeister Heiner Bernhard. Foto: Stadt Weinheim.


Weinheim, 07. Januar 2013. (red/pm) Als Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard am Dreikönigstag nach den Böllerschüssen aus der Kanone beim Neujahrsempfang zu seinen Bürgerinnen und Bürgern sprach, da war seine Rede, die aus diesem Anlass traditionell etwas Grundsätzliches hat, mit Daten und Fakten gespickt. Und dennoch lag ein besonderer Schwerpunkt woanders.

Information der Stadt Weinheim:

„Der Schwerpunkt lag auf dem Miteinander in der Stadt, auf dem, was „wir in Weinheim gerne die kommunale Verantwortungsgemeinschaft nennen“ (so der OB), auf „HeimatgefĂĽhl“ und darauf „dass man fĂĽreinander da ist und fĂĽreinander einsteht“, auf einer Stadt, „in der das Wir mehr gilt als das Ich“. Dies sei es, so der OB, was „eine Stadt in ihrem Innern ausmacht“.

Kommunale Verantwortung

Die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger reagierten mit spontanem Applaus – und dieses GemeinschaftsgefĂĽhl war in allen Ecken des Rathaussaals zu spĂĽren. Heiner Bernhard erklärte diesen Geist der kommunalen Verantwortung an drei Beispielen, an Begebenheiten, die er selbst in der Weihnachtszeit erlebt hatte, die ihn beschäftigt und aufgewĂĽhlt haben.

Das sei erstens die Entscheidung des Gemeinderats über den Umgang mit über 200 Wohnungen in der Breslauer- und der Stettiner Straße gewesen. „Die Art und Weise wie dabei die sozialen Belange der betroffenen Mieterinnen und Mieter höher gestellt wurden als das Interesse der Stadt daran, möglichst viel Geld einzunehmen, verdient großen Respekt“, findet er.

Die zweite Geschichte handelte von der Typisierungsaktion für den leukämiekranken Jacob aus Mörlenbach, an der sich Tausende Menschen beteiligt haben.

Und drittens gab es noch eine Bitte, ein großer Wunsch einer sozial schwach gestellten und kinderreichen Weinheimer Familie, bescheiden und zaghaft vorgetragen. Zwei Jungs, die sich eine Dachkammer teilen, hatten zu Weihnachten nur einen großen Wunsch: Jeder ein eigenes Bett. Bernhard beschrieb: „Meine Mitarbeiter im Rathaus haben dann sehr schnell eine Spendenaktion in Bewegung gesetzt. Die Resonanz war erfreulich groß und beeindruckend herzlich. Wir als Verwaltung haben unseren Anteil beigesteuert und bald war die Familie mit einem ansehnlichen Geldbetrag im Möbelhaus – die Betten für die beiden Jungs standen unterm Christbaum.“

Der OB: „Ich danke Ihnen dafür, dass wir diese Idee der kommunalen Verantwortungsgemeinschaft zusammen leben können – in dieser Stadt und für diese Stadt. Lassen Sie uns diesen Weg weiter gemeinsam gehen.“

Zuvor hatte der Rathauschef appelliert, auch in Zeiten guter Konjunktur und sprudelnder Steuerquellen nicht euphorisch zu werden. „2012 war für Weinheim ein erfolgreicher Zeitabschnitt, ein Jahr, in dem es mit vielen Projekten entscheidend voran ging und das in mancherlei Hinsicht deutlich besser verlief als geplant, aber wir in den Kommunen dürfen nicht leichtsinnig werden und nicht vergessen, die dauerhafte Ertragskraft unserer Verwaltungshaushalte im Blick zu behalten.“

Es seien gerade die Aufgaben, zu denen sich eine Gemeinde ohne staatlichen Druck bekenne, die freiwilligen Leistungen, die das Profil eines Gemeinwesens, die Lebensqualität einer Stadt ausmachen, ihre Besonderheit: Volkshochschule, Musikschule, Stadtbibliothek, Soziale Vielfalt, Brauchtumspflege, Vereinsleben und Kultur. Bernhard: „Von den Kürzungen der letzten Jahre ist da kein Bereich verschont geblieben. Aber im Bestand gefährden wollen und sollten wir diese Stärken Weinheims nicht.“

Bildung, Integration, Energieeffizienz, BĂĽrgerbeteiligung und Demographischer Wandel

Die zentralen Themen, versicherte er, bleiben auf der Agenda: Bildung, Integration, Energieeffizienz, Bürgerbeteiligung und Demographischer Wandel. Vor allem das Thema Bildung genieße in Weinheim zu Recht einen hohen Stellenwert. Beispiel: Mit dem neuen Schuljahr haben – auf drei Stellen – vier neue Schulsozialarbeiterinnen ihre Tätigkeit aufgenommen. Das Übergangsmanagement, also die Kommunale Koordinierung der Aktivitäten rund um den Übergang von der Schule in die Berufswelt , ist jetzt dauerhafte Aufgabe der Stadt Weinheim.

Besonders erfreulich sei der kürzlich im Gemeinderat gefasste Beschluss zur Schulentwicklung Weststadt. Mit dieser Entscheidung habe man nun die einmalige Chance, Synergien herzustellen und zu nutzen und auf große und damit teure Sanierungsvorhaben in Schulen verzichten zu können. Zugleich könne die Stadt dem Stadtarchiv und der Musikschule gute Lösungen bieten und insgesamt die Zahl der städtischen Immobilien reduzieren. Das senke unterm Strich auf Dauer die Kosten. Bernhard: „Dies wird ein Meilenstein werden hin auf dem Weg zu mehr Effektivität und Effizienz unseres Verwaltungshandelns. Und das sogar mit verbesserten pädagogischen Rahmenbedingungen.“

Die Kommunale Energiewende werde auch in Weinheim mit Eifer vollzogen, berichtete der OB und ergänzte: „Wir kümmern uns um Klimaschutz nicht, weil das chic geworden ist. Nein, wir wollen verantwortlich für unsere Umwelt handeln und Generationengerechtigkeit gewährleisten.“

Bernhard bekräftigte auch seine positive Einstellung gegenüber der Beteiligung von Bürgern in politischen Entscheidungsprozessen.

Wenn es auch – noch – keinen Bürgerentscheid in Sachen Breitwiesen oder Hammelsbrunnen gebe, die Beratung des Themas in einem Bürgerdialogverfahren, die engagierte Arbeit zufällig ausgewählter Bürgerräte, dieses Vorgehen habe die Stadt methodisch und inhaltlich bereichert.

2013 gibt es viel zu tun

Im begonnen Jahr 2013 gebe es viel zu tun. Begonnene Baumaßnahmen stünden vor der Fertigstellung, wie die Neugestaltung der Fußgängerzone und der Bau der Mensa im Werner-Heisenberg-Gymnasium. Auch werde man sich kräftig um den in die Jahre gekommenen städtischen Immobilienbestand kümmern.

Bernhard: „Das ist reine Werterhaltung.“ Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit der Schaffung des Zentralen Omnibusbahnhofs soll nun endlich Wirklichkeit werden. Auch für das Hallenproblem in Lützelsachsen, in Hohensachsen und in Oberflockenbach müsse eine Lösung gefunden werden. Bernhard: „ Diese kann aber nicht darin liegen, dass wir die Gesamtzahl unserer Gebäude, die ohnehin schon hoch ist, immer weiter erhöhen. Dies widerspräche auch Idee und Sinn der Gemeindereform von einst. „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, Synergien zu nutzen und bestehende Liegenschaften zur Mitfinanzierung einzusetzen. Dazu müssen die Beteiligten – irgendwann – an einen Tisch.“

Klar bekannte sich der OB auch zur Ausweisung neuer Gewerbegebiete: „Wollen wir für eine auskömmliche Finanzausstattung Weinheims sorgen, ohne die Bürger mit höheren Steuersätzen zu belasten, müssen wir zusätzliche Steuerzahler gewinnen. Dies gelingt über die Einwohnerzahl und über die Zahl der angesiedelten Gewerbebetriebe. Dafür müssen wir dann aber auch ausreichende und passende Flächen anbieten können.“

Die Neujahrsansprache des OB war eingebettet in die traditionelle Zeremonie des Empfangs, in deren Verlauf Heiner Bernhard symbolisch den RathausschlĂĽssel an die BlĂĽtenprinzessin Yvonne I. ĂĽbergab. Die Weinheimer Innungen ĂĽberbrachten dem Rathauschef und der Bevölkerung die besten WĂĽnsche, die BlĂĽten-Symbolfiguren „Bas Gret und Vetter Phillp“ ĂĽberreichten eine riesige Neujahrsbrezel, die Stadtkapelle und das Duo „Martin und Christian“ umrahmten den Empfang musikalisch.“

"Meilensteine" aus Sicht der Stadtverwaltung

Die Weinheimer Themen des Jahres 2012

Unser Foto des Jahres 2012: OB Heiner Bernhard im GlĂĽck – weil ers „saugeil“ fand, rutschte er den Hurricane-Loop gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglĂĽckt wie ein Jugendlicher.

 

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm/ae) Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende.  Aus diesem Anlass hat sich die Stadt Weinheim dazu entschlossen, einen Rückblick auf die Themen, die Weinheim im Jahr 2012 beschäftigten, zu geben. Sowohl die kommunale Energiewende als auch die Etablierung der Stadt Weinheim als Bildungsstandort und Weinheim als Fair-Trade-Town sind dabei nur ein paar zu nennende Meilensteine.

Von Roland Kern

Es ist das Thema des Jahres: Die Stadt Weinheim geht neue Wege bei der Einbeziehung der Bürgerschaft in politische Zukunftsentscheidungen. Die Frage, wie und wo in den nächsten Jahren die Gewerbeentwicklung der Großen Kreisstadt stattfindet, wird in einem Bürgerdialogverfahren von den Bürgern selbst beraten. Im März hat die Stadtverwaltung ein Konzept der Bürgerbeteiligung vorgestellt, das von der Deutschen Forschungsstelle Bürgerbeteiligung der Uni Wuppertal begleitet wird. Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und ein Bürgergutachten von zufällig ausgewählten Bürgerräten. Zu einem geforderten Bürgerentscheid kommt es dann aber doch nicht, weil sich der Gemeinderat und eine Bürgerinitiative auf keine Formulierung für eine Fragestellung einigen können.

Im September spricht sich das Gremium gegen einen Bürgerentscheid und für einen Geländetausch aus, so dass die Planungen für ein Gewerbegebiet in den „Breitwiesen“ an der Autobahn weitergehen. Die Verwaltungsspitze verspricht: Auch ohne Bürgerentscheid wird die Stadt die Bürger bei der weiteren „Breitwiesen“-Planung einbeziehen. Zum Jahresende gibt es aber auch Bemühungen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen.

Schullandschaft im Westen

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschäftigt die Veränderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Die Stadt will die Schullandschaft im größten Stadtteil, der Weststadt, für die Zukunft neu und nachhaltig aufstellen. Verschiedene Faktoren erfordern die Veränderung: Der Bedarf nach einer neuen Grundschule anstatt der baufälligen Albert-Schweitzer Schule, die demografische Entwicklung sowie die neue Schulpolitik im Land. Es gibt immer weniger Haupt- und Werkrealschüler, deshalb werden die Karrillon-Schule und die DBS-Werkrealschule zum nächsten Schuljahr fusionieren. Ein Moderationsprozess mit Konzeptgruppe und großen World-Cafés entwickelt nach einigen Monaten einen Vorschlag an den Gemeinderat: Eine Grundschule mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule unter einem Dach am Standort des Rolf-Engelbrecht-Hauses. Der Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Finanzierbarkeit unter Berücksichtigung aller Synergieeffekte zu prüfen. Im Gegenzug werden nämlich drei alte Schulgebäude frei, die anders verwertet oder genutzt werden können.

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort und Bildungsregion im Land Baden-Württemberg. Im April wird eine Vereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Übergangsmanagement Schule-Beruf geschlossen, künftig bei der Berufsorientierung enger zusammenzuarbeiten. Das Übergangsmanagement ist nun offiziell bei der Stadt Weinheim angesiedelt. Mit dem neuen Schuljahr haben vier neue Schulsozialarbeiterinnen auf drei Stellen ihre Tätigkeit aufgenommen. OB Bernhard bezeichnet die Schulsozialarbeit als „Edelstein in der Bildungskette“.

Mit der „Bildungskette“ und der „Weinheimer Initiative“ sorgt die Stadt weiter bundesweit für Aufsehen und positive Beispiele, unter anderem informiert sich deshalb Kultus-Staatssekretär Dr. Frank Mentrup vor Ort – und hat großes Lob für die Bildungslandschaft. Außerdem: Im Sommer erscheinen gleich in mehreren Fachmagazinen Lobeshymnen auf die soziokulturellen Schulprojekte an der DBS. OB Bernhard betonte: „Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass es in Fragen der Qualität von Bildung in dieser Stadt immer eine große Einigkeit gibt.“

Unsere Artikel zum Thema Schule und Bildung finden Sie hier.

Auch MdL Uli Sckerl sagt: „Die Energiewende ist der richtige Weg.“

Kommunale Energiewende hat begonnen

Ein Jahr im Zeichen der Energiewende: Im Rathaus stößt ein Energie-Team, begleitet vom Runden Tisch Energie, eine Reihe von ökologischen Verbesserungen an. Der Gemeinderat trifft die Entscheidung, alle öffentlichen Gebäude, Straßen und Plätze ab diesem Jahr zu hundert Prozent mit Öko-Strom zu versorgen. Die Stadtwerke Weinheim kommen der Stadt dabei entgegen. Die Arbeiten an einem Klimaschutz-Gutachten durch eine Fachagentur haben begonnen. Die Vorstellung ist faszinierend: Pro Jahr könnten in Weinheim fast 30 000 Tonnen CO 2-Gas eingespart werden, wenn man alles ausschöpft. Die ersten Projekte nehmen ihre Arbeit auf: Auf der Rippenweierer Keltensteinhalle produziert eine Bürgersolaranlage Strom, die Wärme kommt von der Holzschnitzelheizung eines benachbarten Betriebes, möglicherweise entsteht dadurch ein neues Wärmenetz für den ganzen Ort.

Die Stadt legt weitere Solardächer an. Der Runde Tisch Energie feiert einjähriges Bestehen und mischt sich engagiert ein. Der Energietag beim Autohaus Sporer wird zum Publikumsschlager. An diesem Tag startet auch die Vermarktung des Neubaugebietes „Lützelsachsen Ebene“ als Biogas-Wohngebiet. Hier kommt die Wärme aus einer Biogasanlage vom benachbarten Bauernhof. Und die Stadt bringt weiter frischen Wind in die Energiewende. Der Gemeinderats-Ausschuss für Technik und Umwelt beschließt den Einstieg in ein Verfahren, mit dem künftig der Bau von Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene gesteuert werden kann. Auch hier beginnt eine groß angelegte Bürgerbeteiligung.

Die BĂĽrgerbeteiligungen 2012 auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus in der zweiten Runde

Ein wichtiger Baustein der Bildungsregion Weinheim steht stabil und wackelt nicht – zumindest für die nächsten drei Jahre. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Weinheimer Weststadt wird definitiv ins Förderprogramm des Bundesamtes für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufgenommen. Die Aktivitäten werden ausgeweitet.

GrĂĽnes Licht fĂĽr das Fachmarktzentrum

OBI kann anrolle(r)n: Der Gemeinderat der Stadt Weinheim beschließt Ende April den Bebauungsplan für das Gelände des früheren Güterbahnhofs am südlichen Stadteingang zwischen Bahnschienen und B3. Damit steht der Umsetzung des dort geplanten Fachmarktzentrums nichts mehr im Wege. Im Sommer wird mit dem Bau begonnen, zum Jahreswechsel stehen die ersten beiden Fachmärkte im Rohbau. Allerdings hat es im August Diskussionen wegen Lärmbelastigungen im Umfeld der Baustelle gegeben.

Ein Plan gegen den Lärm

Die Stadt Weinheim will organisiert und unter Beachtung möglichst exakter Daten gegen steigende Lärmbelästigung in der Stadt vorgehen. Das Amt für Stadtentwicklungen nimmt die Arbeit an einem Lärmaktionsplan auf. Im Laufe des Jahres stellt sich heraus, dass der Bahnlärm das größte Problem ist. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ drängt die Stadt beim Eisenbahnbundesamt und beim Verkehrsministerium auf Verbesserungen.

Die Männer der BĂĽrgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ (v.l.n.r.): Joachim Körber, Peter Thunsdorff und Dr. Hans Irion.

Abbau von Schulden in Sicht

Die Finanzlage der Stadt Weinheim erholt sich spürbar. Die Entwicklung des aktuellen Haushaltsjahres verläuft erfreulich, wie die Kämmerei bereits im Halbjahresbericht mitteilen kann. Im Dezember kann OB Bernhard im Gemeinderat einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Ein zweistelliger Millionenbetrag kann der Allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Die Kämmerei stellt in Aussicht, dass bei einer Fortsetzung der finanziellen Verbesserung in den nächsten Jahren ein Schuldenabbau gelingen kann.

Fußgängerzone kommt voran

Mit einem „Pflasterstein-Fest“ feiert die Stadt, das Stadt- und Tourismusmarketing und der Verein „Lebendiges Weinheim“ im Juli die Übergabe des zweiten Bauabschnittes der Fußgängerzone. Von der „Weinheim Galerie“ bis zum Windeckplatz ist jetzt alles mit rotem Naturstein ausgelegt. Die hochwertige Gestaltung wird überall gelobt. Im Frühjahr 2013 beginnt das Tiefbauamt mit dem letzten Abschnitt vom Windeckplatz bis zur Grabengasse – dann hat die Stadt in die Verschönerung ihrer Einkaufsmeile rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die neue Fußgängerzone, Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim ist Feuerwehr-Hochburg

Es ist ein großes Jahr der Weinheimer Feuerwehr: Weinheim liegt in diesem Jahr im Zentrum aller Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Zweiburgenstadt – die größte im Kreis – feiert ihr 150-jähriges Bestehen und das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der zunächst feuerwehrinterne Auftakt ins große Jubiläumsjahr findet im März statt, weitere Gedenken und Veranstaltungen schließen sich an. Nichtsdestrotrotz fällt die Jubiläumswehr durch eine Reihe von spektakulären Einsätzen auf. Und nicht zuletzt werden die Feuerwehrsanitäter wegen ihres AED-Projektes bundesweit zur „Feuerwehr des Jahres“ nominiert.

Boardsport Weinheim macht von sich reden

Ein neuer Weinheimer Verein macht von sich reden: Boardsport Weinheim e.V.. Begleitet vom Stadtjugendring stellt sich der Skateboardverein vor und mischt sich in der Stadt ein. Engagiert wie die jungen Männer um Vorstand Marc Flößer sind, bewegen sie auch die Kommunalpolitik. Zum Ende des Jahres gibt es konkrete Pläne zum Bau einer Skateranlage an der Barbarabrücke.

Weinheim, die Facebook-Stadt

Weinheim sorgt wegen seiner engagierten Facebook-Aktivität für Aufsehen. Bei vergleichenden Rankings liegt die Stadt (mit aktuell fast 5500 Fans) unter den Großen Kreisstädten im Land ganz vorne, in der Metropolregion nach den Großstädten auf Rang vier, landesweit unter allen nicht-kommerziellen Seiten auf Rang 27. Die Freiwillige Feuerwehr belegt unter allen Feuerwehren im Land bei den Facebook-Aktivitäten Rang eins. Medienteams aus anderen Rathäusern holen sich Rat.

„Hildebrand’sche Mühle“ nimmt Gestalt an

Die Deutsche Denkmal-AG stellt erstmals ihre Pläne fĂĽr Modernes Wohnen auf dem Areal der „Hildebrandschen MĂĽhle“ vor. Vorgesehen sind schicke neue Stadthäuser in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am OdenwaldflĂĽsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption fĂĽr das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen MĂĽhle“ in Weinheim dar. Im Juni beginnen die Abrissarbeiten sowie die Sanierung der Villa, im Oktober werden die Pläne konkreter. Das Projekt liegt im Plan. In 2013 wird gebaut.

Zum Teil baufällig, aber im Kern erhaltenswert – die Hildebrand’sche MĂĽhle. Bild: Stadt Weinheim

DĂĽrreplatz als leuchtendes Beispiel

Seit „Stuttgart 21“ reden alle davon: Bürgerbeteiligung. Die Kommunen landauf und landab machen sich Gedanken, wie sie künftig ihre Bürger früh und qualifiziert in Entscheidungsprozesse einbinden können. Manche sind weiter als andere. Die Weinheimer Stadtverwaltung hat bereits neue Wege eingeschlagen, zum Beispiel bei der Gestaltung des Dürreplatzes vor der Weinheim Galerie. Dafür hat das Amt für Stadtentwicklung einen Ideenwettbewerb unter Bürgern organisiert und begleitet. Eine Beschreibung dieses Projektes wurde im Februar gewissermaßen als leuchtendes Beispiel mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ veröffentlicht.

Eine „App“ für alle

Weinheim geht medial weiter voran: Zwei Agenturen haben für die Stadt einen mobile Internetdienst entwickelt. Bernhard Kück („puntodesign“) und Martin Nowak („gruenphase“) entwickeln für ihre Heimatstadt eine „Stadt-App“ und ergänzen das Medienangebot.

Ein Haus fĂĽr alles Soziale

Stadtseniorenrat besuchte die AWO und den Neubau der „Sozialen Dienste“. Foto: Stadt Weinheim.

 

Nicht nur optisch, auch inhaltlich setzt der Neubau der AWO-Rhein-Neckarauf dem Gelände des früheren Freudenberg-Fellspeichers im Stadtteil „Müll“ Maßstäbe. Im Neubau der „Sozialen Dienste“ bündelt die AWO ihre sämtlichen Angebote.

Weinheim – Mehr drin!

Der Verein „Lebendiges Weinheim“ bringt einen neuen Einkaufsführer heraus. Wieder einmal wird dokumentiert: In mehr als 200 Einzelhandelsgeschäften in der City sind viele Einkaufsmöglichkeiten geboten.

OB im freien Fall

Rund vier Millionen Euro investiert die Familie Steinhart im Spaß- und Erlebnisbad Miramar in eine neue spektakuläre Rutschenanlage, unter anderem steht dort jetzt die erste Looping-Rutsche Süddeutschlands. OB Heiner Bernhard traut sich als Erster – es ist der „freie Fall“ in die bunte Rutsche. Wenige Monate später ereignet sich ein Unfall, der durch einen Bedienungsfehler verursacht worden ist. Die Miramar-Betreiber reagieren mit mehr Kontrollen und technischen Verbesserungen.

OB Heiner Bernhard weiht die neue Rutsche des Miramars ein, Foto: Stadt Weinheim

Erster Spatenstich fĂĽr neuen Firmensitz

Die Firma WBI GmbH, ein fĂĽhrendes IngenieurbĂĽro fĂĽr die Planungen von Tunnelbauten, Staumauern und anderen GroĂźprojekten, zieht mit ihrer Unternehmenszentrale in den Technologiepark Weinheim. Im Juni ist erster Spatenstich.

GroĂźe Mehrheit fĂĽr die Kripo vor Ort vergebens

6000 Unterschriften eines Aktionsbündnis für eine „Kripo vor Ort“ helfen leider nicht. Bei einem Besuch in Weinheim teilt der neue Leitende Polizeidirektor Detlef Werner mit, dass die Weinheimer Kripo-Außenstelle nach der Polizeireform in Baden-Württemberg nicht zu halten ist. Die Kripoarbeit soll im Präsidium gebündelt werden.

Deutschlands erste „AMA“ steht in Weinheim

Sie ist die dritte ihrer Art und sie badet genüsslich im Weinheimer Schlossparkweiher unter den beiden Burgen. „AMA du Parc“ heißt die knapp zwei Meter große Bronzeskulptur, die im August von Oberbürgermeister Heiner Bernhard und der französischen Künstlerin Amaryllis Bataille enthüllt wird. Sie ist eine Spende des Weinheimer Unternehmers und Kunstliebhabers Thomas Noor.

Seismische Messungen

Die Firma Rhein Petroleum sorgt mit seismischen Messungen im südlichen Bereich ihres Lizenzgebiets „Weinheim“ für Aufsehen, weil ganze Straßenzüge verkabelt werden. Mit den Messungen soll herausgefunden werden, ob sich unter Weinheims Erde Ölvorkommen befinden und wie gut sich die Tiefe für Geothermie eignet.

Weinheim wird zur Fair-Trade-Town

Fairer Handel nun auch in Weinheim. Alle Rechte Transfair e.V.

Hartmut Sallge und Bettina Trilsbach von den Weltläden der Kirchen in Lützelsachen und der Weststadt setzen sich mit ihrer Idee durch, Weinheim zur „Fair-Trade-Town“ zu entwickeln. Der Gemeinderat fällt im September einen Grundsatzbeschluss, der sie unterstützt und bestätigt.

Mehr TagesmĂĽtter

Tagesmütter und Tagesväter, die qualifiziert Kleinkinder betreuen, bekommen in Weinheim jetzt einen erhöhten kommunalen Zuschuss. Die Zahl der Tagesmütter und Tagesväter steigt auch deshalb an – so wird auch Druck auf kommunale Betreuungseinrichtungen etwas gesenkt.

Abiturienten räumen auf

Nach zwei aus dem dem Ruder gelaufenen Abi-Feten im Schlosskeller, revanchieren sich die Abitur-Jahrgänge des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, in dem sie Putzaktionen im Schlosspark und am Waidsee organisieren. Dafür bekommen sie großes Lob.

„Winfried“ – ein Freund Weinheims

Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

 

Winfried Kretschmann hat etwas dazugelernt. Die Bedeutung seines Vornamens kannte der baden-württembergische Ministerpräsident natürlich schon vorher. Winfried steht für „Freund des Friedens“. Aber dass er als erster „grüner“ Landeschef der Republik daher ein Namensvetter des Weinheim-Gründers und Franken „Wino“ ist, das ist dem Schwaben neu, als er beim Bürgergespräch im Mai in der Stadthalle ist. Er wird Weinheim schon deshalb nicht vergessen.

Hände reichen über alle Grenzen

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war für einen Tag das Zentrum und das Symbol für die Metropolregion. Der Weinheimer Ortsteil Ober-Flockenbach und der Gorxheimer Ortsteil Unterflockenbach feiern grenzübergreifend mit Tausenden von Gästen das gemeinsame 1000-jährige Bestehen.

Weitere Strukturveränderungen im Rathaus

Die Stadtverwaltung setzt ihre Strukturveränderungen fort: Im Januar übernimmt der Rhein-Neckar-Kreis die Aufgaben der Jugendhilfe, wie in jeder anderen Kommune im Kreisgebiet. Landrat Dallinger ist am 11. Januar vor Ort, um die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu begrüßen. In diesem Zusammenhang ist auch eine

tere Veränderung im November zu sehen: Die Erziehungsberatungsstelle wird künftig unter der Trägerschaft des Pilgerhauses arbeiten. Das frühere Weinheimer Amt für Jugend und Soziales übernimmt noch weitere Aufgaben des demografischen Wandels und nennt sich seit September: Amt für Jugend, Soziales, Familien und Senioren.

Menschen 2012

  • Karl Berg erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂĽr vielfältiges bĂĽrgerschaftliches Engagement.
  • Hans Mazur, unter anderem Stadtrat und Vorsitzender des Stadtseniorenrates, erhält das Bundesverdienstkreuz.
  • Livia Bodzsar, 43-jährige Weinheimerin, vereitelte einen RaubĂĽberfall an der ALDI-Kasse. Sie wird von der Stadt und der Polizei geehrt.
  • Peter Lulay erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim fĂĽr sein bĂĽrgerschaftliches Engagement. Er war unter anderem 24 Jahre lang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.
  • Die Spanierin Maria Guerrero Gallego ist die erste Preisträgerin des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises fĂĽr ihr Engagement um die Integration in der Stadt.
  • Juliane Wasser ist die neue Gastronomie-Pächterin der Wachenburg. Im Mai soll nach einer Sanierung und technischen AufrĂĽstung Eröffnung sein.
  • Jugend-und Sozialamtsleiter Heiner Amann wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Claus Hofmann. Auch Dietmar Pfennigschmidt, der langjährige Leiter der Stadtbibliothek geht in Ruhestand.
  • Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis bekommen das Bundesverdienstkreuz verliehen, unter anderem fĂĽr das viele Jahre veranstaltete Benefiz-Essen fĂĽr einen guten Zweck.
  • Christina EitenmĂĽller, langjährige Rektorin der Friedrich-Grundschule und GeschäftsfĂĽhrende Schulleiterin, wird nach 45 Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Sie war eine Institution.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Naturnahe SchĂĽlerkunst als Weinheimer Projekt mit dem KĂĽnstler Horst Busse

„Naturstämme“ im Schlosspark

Holzige Installation im Weinheimer Schlosspark


Weinheim, 12. Dezember 2012. (red/pm) Horst Busse ist als KĂĽnstler ein echter Naturbursche. Meistens mit SchĂĽlerprojekten hat er seiner Heimatstadt Weinheim schon manche holzige Installation beschert.

Information der Stadt Weinheim:

„Jetzt steht wieder eine im Weinheimer Schlosspark. „Bis auf Weiteres, in jedem Fall ĂĽber Winter bis ins FrĂĽhjahr hinein“, sagt Gunnar Fuchs, der Leiter des Weinheimer KulturbĂĽros. Er betreut die Ausstellung im Schlosspark seitens der Stadt. Die „Weinheimer Naturstämme“ werden in den nächsten Wochen und Monaten die Besucher des Weinheimer Schlossparkes auf ihre hölzerne Art willkommen heiĂźen.

Ihre Botschaft: Weinheim ist eine Stadt, in der Schule und Bildung eng mit soziokulturellen Konzepten und Projekten einhergeht. Denn auch die „Naturstämme“ stammen aus einem Schulprojekt der Hans-Freudenberg-Schule. Ausgesuchte Holzstämme aus einem „Holzhaufen“ im Weinheimer Wald wurden von Schülerinnen und Schülern des Vorqualifizierungsjahres Arbeit/Beruf künstlerisch bearbeitet.

Unter Anleitung des Weinheimer KĂĽnstlers Horst Busse sowie den Lehrern Peter Bohrmann und Torsten Nesselhauf entstanden ein Dutzend zwei Meter hohe Skulpturen, die im Schlosspark aufgestellt und den BĂĽrgern in den nächsten Wochen präsentiert werden. Dr. Adalbert Knapp von der BĂĽrgerstiftung Weinheim zeigte die Eckpunkte des Projektes im Zuge einer kleinen Ausstellungseröffnung auf – bei klirrender Kälte; so spielt die Natur eben manchmal. Das Projekt wird von der Stadt Weinheim, der Freudenberg-Stiftung, der BĂĽrgerstiftung Weinheim, der Freudenberg Initiative „Wir tun was“ und privaten Spendern unterstĂĽtzt.“

Kinder lasen Senioren vor - Geschichten zum Sich-Erinnern und Schmunzeln

Rollentausch am bundesweiten Vorlesetag

Weinheim, 23. November 2012. (red/pm)  „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand……“
Wer kennt sie nicht, die bekannten Eingangssätze der Ballade von Theodor Fontane? Das Gedicht hörte man oft in der Runde der Schulkinder und Senioren, die sich letzte Woche in verschiedenen Pflege- und Seniorenheimen in Weinheim trafen. Allerdings lasen nicht wie üblich die Erwachsenen den Kindern vor, die Rollen waren dieses Mal vertauscht: Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Wald-, Friedrich- und Albert-Schweitzer-Schule gingen in die Einrichtungen in der Nähe ihrer Schule und lasen den Heimbewohnern Geschichten und Märchen zum Sich-Erinnern und Schmunzeln vor, sagten Gedichte auf und sangen der Jahreszeit entsprechende Lieder wie: „Bunt sind schon die Wälder……“

Information der Stadt Weinheim:

„Aus Anlass des bundesweiten Vorlesetags, der von der ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn ins Leben gerufen wurde, gibt es jedes Jahr im November in ganz Deutschland verschiedene Aktionen rund ums Vorlesen. Unter der FederfĂĽhrung des BildungsbĂĽros/Integration Central beteiligte sich dieses Jahr auch Weinheim daran und hatte sich diesen ganz besonderen Rollentausch ausgedacht.

Die Organisation hatte Elke König, die im Bildungsbüro für das Ehrenamt zuständig ist, übernommen und zusammen mit den ehrenamtlichen Lesepatinnen, die schon seit einigen Jahren regelmäßig in Kita und Schulen vorlesen, die Aktionen begleitet. Elke König: „Ich möchte, dass auch einmal die Kinder erfahren, wie andere sich freuen, vorgelesen zu bekommen.“ Ihr besonderes Anliegen ist es zudem, alte und junge Menschen zusammenzubringen und ihnen Räume und Möglichkeiten zum Austausch und zu gemeinsamen Aktivitäten zu geben. Die ganze Woche gab es Vorleseaktionen in verschiedenen Einrichtungen wie dem Bodelschwingh-Heim, dem Haus Pamina des Deutschen Roten Kreuzes, dem GRN (Gesundheitszentrum Rhein-Neckar) und der Arbeiterwohlfahrt. Die Kinder, die von ihren Lehrerinnen gut vorbereitet wurden, hatten sich überlegt, womit sie ältere Menschen erfreuen können. Frau von Hirschheydt von der Waldschule: „Wir haben schon vor einigen Wochen begonnen, im Unterricht diesen Lesetag vorzubereiten und gemeinsam Textpassagen ausgesucht und geprobt.“

Als es dann endlich soweit war, waren die GrundschĂĽler sehr aufgeregt: Sie durften AuszĂĽge aus ihren LieblingsbĂĽchern lesen – eine Herausforderung fĂĽr die Kinder, denn hier kam es darauf an, fĂĽr die Senioren besonders deutlich zu sprechen. Den Kindern machte das Vorlesen sichtlich SpaĂź, betont lasen sie ihre Lieblingsgeschichten oder Gedichte vor, die sie lange vorher im Unterricht geĂĽbt hatten. Die Senioren hörten interessiert zur und sparten nicht mit Beifall. Besonders aufmerksam aber wurden sie bei Geschichten, die sie kannten, wie die vom Fischer und seiner Frau „Ilsebill, die keiner will“ oder dem „Fliegende Robert“, und bei den bekannten Liedern sah man einige Senioren mitsingen.
Die Schüler der ASS konnten im Haus Pamina des DRK mit dem Märchen „Dornröschen“ erfreuen. Die betagten Zuhörer in dem kleinen Aufenthaltsraum im Heim des DRK lauschten gespannt und waren fast ein wenig verwundert, wie fließend und betont die Neun- und Zehnjährigen vorlesen konnten. Über das Vorlesen hinaus gab es spontane Pantomime (3. Klasse der Friedrichschule im GRN), Bewegungslieder (3. Klasse der Waldschule im Bodelschwingh-Heim), einen englischen Song (4. Klasse der Waldschule bei der AWO) und vieles mehr.

Aber auch die Einrichtungen hatten sich gut vorbereitet, das Bodelschwingh-Heim hatte sogar ein Podest und ein Mikrofon für die kleinen Akteure bereitgestellt – und in allen Häusern hatten die Leiterinnen dafür gesorgt, dass als Dankeschön für die Kinder Saft, Gummibärchen und etwas Süßes für den Nachhauseweg bereit stand. Überall wurde der Wunsch laut, diese Aktion zu wiederholen! Auch die Kinder wollten unbedingt wiederkommen – und nicht nur wegen der Urkunden und den Buchgeschenken, die sie vom Bildungsbüro zum Dank erhielten.
Diesen Wunsch möchte Elke König sehr gerne aufgreifen. Nach den guten Erfahrungen in der vergangenen Woche plant sie, diese generationsübergreifenden Begegnungen zwischen Jung und Alt regelmäßig und im Rahmen des Programms des Mehrgenerationenhauses fortzuführen. Elke König: „Diese Begegnungen unterstützen nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, sie beleben auch den Alltag der Senioren und schaffen eine Atmosphäre gegenseitiger Achtung und Wertschätzung.“

Die Arbeit der Fachstelle „Ehrenamt in der Weinheimer Bildungskette“ des BildungsbĂĽros/Integration Central wird von der Freudenberg Stiftung, dem Generali Zukunftsfonds sowie vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programm „Mehrgenerationenhäuser II“ gefördert.“

Erste Trägerkonzeption für die kommunalen Kindertageseinrichtungen in Weinheim steht

Grundsteine fĂĽr die Bildung setzen

Weinheim, 21. November 2012. (red/pm) „Kinder sind unser höchstes Gut“ – das ist die grundlegende Aussage der ĂĽber 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den pädagogischen Einrichtungen der Stadt Weinheim, die sich jetzt einen Tag lang zu einer wichtigen Dialog-Werkstatt trafen. Gemeinsam hatten sie zuvor eine Gesamtkonzeption fĂĽr alle Kindertageseinrichtungen der Stadt entwickelt und um Einzelkonzeption fĂĽr die jeweilige Einrichtung ergänzt.

Information der Stadt Weinheim:

„Diese Gesamtkonzeption sagt: Krippen, Kindergärten und SchĂĽlerhorte sind Orte die es dem Kind ermöglichen, unabhängig von seiner Herkunft, seiner sozialen und kulturellen Bezugswelt, Erfahrungen im Miteinander zu machen. Sie sind Orte, an denen Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten gestärkt werden und lernen, Verantwortung fĂĽr sich und andere zu ĂĽbernehmen. Grundsätzlich heiĂźt es. „Das pädagogische Fachpersonal in den Kindertageseinrichtungen nimmt das Kind und seine Familie in ihrer unterschiedlichen Lebenslage wahr und heiĂźt das Kind und seine Familie willkommen.“

Von diesem Grundgedanken ausgehend, werde in den Weinheimer Kindertageseinrichtungen ein bedarfsgerechtes und Familien ergänzendes Betreuungs- und Bildungsangebot entwickelt. Der wertschätzende Blick auf das Kind und seine Familie stehe somit als durchgängiger Ansatz der Trägerkonzeption für die Kindertageseinrichtungen der Stadt, erklärte Bildungsamtsleiterin Carmen Harmand. Die Broschüre „Trägerkonzeption für die pädagogische Arbeit in den Krippen, Kindergärten und Horten der Stadt Weinheim“, wurde im Rahmen des Dialog-Werkstatt-Tages symbolisch übergeben.

Individuelle Konzeptionen

Carmen Harmand betonte, diese Trägerkonzeption sei das Ergebnis von eineinhalb Jahren fachlicher Zusammenarbeit und Dokumentation zwischen dem Amt und den Einrichtungsleitungen. „Was sich in der Praxis bewährt hat, soll uns für die Zukunft Richtschnur sein“, sagt die Amtsleiterin, für die das Niedergeschriebene auch ein Zeichen von „Verlässlichkeit und Beständigkeit“ ist. Im Fachamt waren Alexandra Kohl und Doris Jochim bei der Konzeption federführend.
Darauf basierend, haben die zehn kommunalen Einrichtungen in Ihren Teams individuelle Konzeptionen erarbeitet, in denen die jeweiligen Besonderheiten herausgestellt werden. „Jede Einrichtung hat etwas Einzigartiges“, findet Doris Jochim. Die Veröffentlichung erfolgt im Frühjahr 2013. Bei der Dialog-Werkstatt, wie bei der Erarbeitung des Trägerkonzeptes ließ sich die Stadt von einer ausgewiesenen Expertin für Bildungs- und Kommunikationsfragen beraten, der Stuttgarter Volkswirtin und Personaltrainerin Susanne Stegmann.

„Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine Stadt wie Weinheim so eine Konzeption erarbeitet“, bescheinigte sie. In keinem anderen kommunalen Bereich sei die Entwicklung seit Jahren so schnell und unüberschaubar wie in der Kinderbetreuung. Veränderte gesetzliche Vorgaben, der rasch wachsende Bedarf und im Gegenzug die Umbrüche im traditionellen Gefüge der Familien, erfordere vom Träger Orientierung und Verlässlichkeit für seine Mitarbeiterinnen und die Eltern. Deshalb komme die Konzeption als Leitbild zur richtigen Zeit.

Zumal das Bildungsumfeld in Weinheim ein besonderes sei, ergänzte Carmen Harmand. Es sei mit großem Engagement aber auch mit hohem Anspruch versehen. So spielt auch die Einbindung in die Weinheimer Bildungskette eine Rolle in der neuen Trägerkonzeption, unter anderem ist das Programm „Lebenswelt Schule“ ein Teil; damit werden die KiTa-Kinder sorgfältig in die Schule übergeleitet. Oberbürgermeister Heiner Bernhard beschreibt es in seinem Vorwort zur Konzeption so: „In unseren Einrichtungen wird jedes Kind auf seinem individuellen Bildungs- und Entwicklungsweg durch die pädagogischen Fachkräfte begleitet. Dabei leitet uns ein zentraler Gedanke: „Kein Kind darf verloren gehen.“