Samstag, 16. Dezember 2017

Bildungsbüro bietet weiterhin Landesprogramm an

Starke Eltern – Starke Kinder

Weinheim, 19. Juli 2014. (red/pm) Das Weinheimer Bildungsbüro kann die Kursangebote des Landesprogramms „Stärke“ weiter anbieten. [Weiterlesen…]

Ayse Sönmez unterstützt zweisprachiges Vorlesen

Das Vorlesen nährt auch ihre Seele

Weinheim, 02. Juni 2014. (red/pm) Ayse Sönmez unterstützt das Bildungsbüro und Bibliothek beim zweisprachigen Vorlesen am Freitag, 06. Juni. [Weiterlesen…]

Mehrsprachige Vorlesestunde am 09. Mai

„Cesur Ol, Korkut!“

Weinheim, 29. April 2014. (red/pm) Die nächste mehrsprachige Vorlesestunde in der Stadtbibliothek findet am 09. Mai statt. [Weiterlesen…]

Keine Angst vor Apps und Tablets

Mit neuen Medien zum besseren Lesen

Fobi Bildungsbuero

Lern- und Lesepaten. Foto: Stadt Weinheim

 

 

Weinheim, 20. Dezember 2013. (red/pm) Die Lern- und Lesepaten des Weinheimer Bildungsbüros lernten dazu: Dank einer Fortbildung fürchten sie nun weder Apps und Tablets. [Weiterlesen…]

Mehrgenerationenhaus und Arbeitskreis Asyl vermitteln Lernbegleitung für Kinder von Flüchtlingsfamilien

Eine Brücke zum Leben in Deutschland

Stefanie Nier mit vier Lernbegleiter/innen. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 24. Mai 2013. (red/pm) Beim Arbeitskreis Asyl bitten immer wieder Väter und Mütter, die als Flüchtlinge in Weinheim leben, um Nachhilfe für ihre Kinder in der deutschen Schule. Seit 2008 hat sich das Mehrgenerationenhaus Weinheim gemeinsam mit dem Arbeitskreis Asyl der Aufgabe angenommen, Unterstützung für diese Kinder zu organisieren. [Weiterlesen…]

Lieber das "Schimpfwörter ABC" oder doch "Kino im Kopf"?

Wenn Kinder nicht lesen wollen

Weinheim, 25. April 2013. (red/pm) Das Bildungsbüro Weinheim organisierte eine lehrreiche Fortbildung für die Lesepaten und Partner Weinheim. Wie bringt man Kinder zum Lesen? Wie kann man sie für das gedruckte Wort begeistern? Das fragen sich nicht nur viele Eltern. Das fragen sich auch viele „Bildungsprofis“ wie Lehrer und Erzieher sowie ehrenamtliche Lesepaten, und alle, die mit Kindern zu tun haben. [Weiterlesen…]

OB Bernhard stellt Projekte beim Bildungskongress vor

Weinheim bei den Bildungs-Hauptstädten

Weinheim, 11. November 2012. (red/pm) Weinheim spielt bei den deutschen Hauptstädten der Bildung in der Bundesliga mit. Oberbürgermeister Heiner Bernhard, in persona auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative, stellt die Projekte und Aktivitäten seiner Stadt in diesen Tagen gleich zweimal in wichtigen Kongressen und Gremien vor. Dort ist er jeweils eingeladen, um aus der Bildungsregion Weinheim zu berichten – und damit Beispiele für andere Kommunen und Regionen zu geben.

Information der Stadt Weinheim:

„Mit seinem Bildungsbüro, der Weinheimer Bildungskette und seiner kommunalen Steuerung des Übergangs von der Schule ins Berufsleben sowie seiner Stellung in der bundesweit vernetzten AG „Weinheimer Initiative“ genießt Weinheim im Kreis von Bildungsexperten einen besonders guten Ruf. Am Donnerstag und Freitag gehörte der Weinheimer Rathauschef beim Bildungskongress des Deutschen Städtetages in München zu den Gastrednern und Moderatoren eines Workshops
„Übergangsmanagement Schule-Beruf“. Außer Heiner Bernhard saßen Waltraud Bonekamp, Stadträtin für Schule, Jugend und Familie der Stadt Dortmund, sowie Roland Matzdorf, Abteilungsleiter Berufliche Bildung im Arbeitsministerium von Nordrhein-Westfalen, auf dem Podium.

Bernhard beschrieb dort unter anderem: „Nach unseren Erfahrungen gelingt der Übergang am Besten im Rahmen einer integrierten Gesamtstrategie. Sie betrachtet den Übergang Schule-Beruf nicht als isolierte Gestaltungsaufgabe, sondern gestaltet Förderkonzepte und Angebote entlang der Bildungsbiografie des Kindes und des Jugendlichen, also von der frühkindlichen Bildung und Erziehung bis zu einer stabilen Integration in die Arbeitswelt.“ Er wünschte sich dabei aber auch einen verbesserten „Kommunen-Land-Dialog auf Augenhöhe“. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kommune und Land sei eine Kernbedingung für gelingende Übergangsgestaltung. Der OB kam übrigens direkt aus der Praxis beim Bildungskongress an. Am Mittwochabend leitete er im Rathaus noch den Kinder- und Jugendbeirat, der sich unter anderem mit den Weinheimer Projekten der frühkindlichen Bildung beschäftigte – noch am gleichen Abend ging der Zug nach München.

In der kommenden Woche ist Weinheims OB nochmal auf „Tour de Bildung“, diesmal in Reutlingen. Dort tagt der Bildungsausschuss des Städtetages Baden-Württemberg, und Bernhard wurde für ein Kurzreferat angefragt. Dabei geht es um die Position der Großen Kreisstadt Weinheim, die – wie Wertheim am Main – das Impulsprogramm „Bildungsregionen in Baden-Württemberg“ unterhalb der Kreisebene umsetzt. Diese Erfahrungen können eventuell bei der Entwicklung eines neuen Landesprogramms nützlich sein. Heiner Bernhard wird davon berichten, dass diese Zuordnung durchaus positive Folgen hat. „Die Angebote können dadurch aus der unmittelbaren Bedarfsperspektive des Kindes entwickelt werden.“

Bildungsbüro qualifiziert Akteure für verbesserte Elternbeteiligung an Schulen

Kooperationsviereck – eine runde Sache

Weinheim, 23. Oktober 2012. (red/pm) Die Dame war ein bisschen aufgeregt, was sie auch schmunzelnd zugab. Aber Rita Fabian Gutierrez war auch überzeugend. „Es war für uns sehr beeindruckend“, erklärte sie jetzt den Menschen, von denen viele auch Profis in Bildungsfragen sind, „mit Ihnen allen auf einer Augenhöhe zu sein“. Die Mutter eines Schülers der Weinheimer Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule wünschte sich, „dass noch möglichst viele Eltern bei dieser Sache mitmachen“. Sie bekam Szenenapplaus.

Information der Stadt Weinheim:

„Diese Sache“ – das ist das Gemeinschaftsprojekt mit dem etwas sperrigen aber schlüssigen Namen „Elternbeteiligung im Kooperationsviereck Lehrkräfte – Jugendberufshilfe – Lern- und Berufspaten – Elternberatung“. Dahinter verbirgt sich das gemeinsame Ziel aller haupt- und ehrenamtlichen Akteure der Weinheimer Bildungskette, die Eltern besser und qualifiziert in die Arbeit mit den Jugendlichen einzubinden. Den Impuls hatte der Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart (WUB) eingebracht, der an der DBS schon eine Weile Patenschaften mit Schülern pflegt, die Federführung hatte das Weinheimer Bildungsbüro mit Khadija Huber und Ceylan Firat als Projektleiterin Elternbeteiligung.

„Damit haben wir in der Bildungskette mal wieder einen Maßstab gesetzt, indem wir Erfahrungen von der Grundschule auf die Werkrealschule übertragen haben“, beschrieb es WUB-Sprecher Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht. Denn das „Kooperationsviereck“ war eine runde Sache. Im Musiktheater der DBS wurden jetzt Zertifikate an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verliehen – darunter auch so engagierte Eltern wie Rita Fabian Gutierrez und rund ein Dutzend andere. Gefördert wurde das Projekt auch vom Verein Netzwerke für Bildungspartner e. V. „Die Eltern sind ganz wichtig“, so Prof. Weitbrecht, „damit unsere Hilfe auch wirklich bei den Jugendlichen ankommt“.

Elternbeteiligung von großer Bedeutung

Ulrike Süss, die Leiterin des Bildungsbüros Weinheim, stellte die große Bedeutung der Elternbeteiligung als ein zentrales Element für den Bildungserfolg der Kinder heraus. Besonders wichtig sei es, Zugänge für die Eltern zu schaffen, die aus sprachlichen, kulturellen und sozialen Gründen bisher eine große Distanz zu Bildungseinrichtungen und zum deutschen Bildungssystem hatten. Süss: „Mit dem Projekt Kooperationsviereck ist es gelungen, die Elternsicht in das schon gut funktionierende Netzwerk der Akteure im Bereich Übergang Schule-Beruf zu integrieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie man möglichst viele Eltern erreichen kann.“ Ceylan Firat ergänzte: „Unser Ziel war es, alle Beteiligten zu unterstützen und zu befähigen, die Sichtweisen, Stärken und Anliegen ihrer Kooperationspartner wertschätzend wahrzunehmen, neue Zugänge zueinander zu finden und auf gleicher Augenhöhe zu kooperieren.“

Dem Ziel einer systematischen Verzahnung von Schule-Jugendberufshilfe-WUB und Eltern sei man jetzt einen großen Schritt nähergekommen. Mit dem gemeinsam entwickelten Handlungsleitfaden für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schule Elternhaus und außerschulische Partnern habe man in Weinheim eine gelungene und erfolgreiche Kooperations- und Netzwerkstruktur erarbeitet. Sie bilde die Grundlage für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auch Dr. Hermann Daum, im WUB Leiter des Schulteams an der DBS, erklärte: „Wir sind viel erfolgreicher, wenn wir mit den Eltern Hand in Hand arbeiten“. So konnten die WUB-Paten durch die Teilnahme der Eltern einen guten Einblick in die Lebenswelt der Kinder und ihre Familien erhalten, Schwellenängste seien abgebaut worden. Ergebnisse werden bereits umgesetzt.

Wie es sich auch Thomas Lammer, als Konrektor der DBS-Werkrealschule gewünscht hatte, sei die Qualifizierung der Elternbeteiligung „nachhaltig angelegt“, so betonte Dr. Daum. Der WUB plane bereits einen Workshop zum Thema Elternbeteiligung mit allen Paten und man werde die Erfahrungen und die Ergebnisse aus dem Kooperationsviereck mit einbringen.
Ceylan Firat überreichte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihr Teilnahmezertifikat und den Handlungsleitfaden. Sie bedankte sich ausdrücklich für die gelungene Zusammenarbeit, insbesondere bei der DBS-Werkrealschule, die sich mit hohem Engagement eingebracht habe.

Enes Yüksel und Igor Scherbel setzten mit ihren Rap zur Weinheimer Bildungskette einen gelungenen Schlusspunkt unter die Veranstaltung. Das Zertifikat erhielten:
Eltern: Semra Özoğul, Hediye Sağlam, Fatima Bouramdane, Rita Fabian-Gutierrez; Elternbegleiterin: Halise Yüksel; WUB- Paten: Dagmar Klimpke, Dr. Hermann Daum, Dr. Bernhard Scholtyssek; Lehrkräfte: Tatjana Hening, Taner Özuysal; Jugendberufshelferinnen: Marie Antoinette Mayer, Sabrina Krempler“

Elterninfo-Café an der Johann-Sebastian-Bach Schule

„Mehr als nur Kaffeeklatsch“

Weinheim, 05. Juli 2012. (red/pm) Das Elterninfo-Café des Bildungsbüros an der Johann-Sebastian-Bach Schule schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre.

Information der Stadt Weinheim:

„Es werden Kaffee, kalte Getränke, Tee und Kekse serviert. Schließlich soll bei den Elterninfo-Cafés des Weinheimer Bildungsbüros für Eltern die Atmosphäre stimmen, beschreibt Yasar Kırgız, Elternberater der Fachstelle Eltern und Schule im Bildungsbüro Weinheim.

Aber das Angebot geht weit über die leiblichen Genüsse hinaus. Zusammen mit seiner Kollegin Güller Yıldız sowie Klassenlehrer Karl-Heinz Fuhry servierte er jetzt für Eltern der achten Klasse der Johann-Sebastian-Bach-Schule vor allem wichtige berufsrelevante Informationen rund um das Thema Praktikum und Ausbildung.

Karl-Heinz Fuhry zeigte die Möglichkeiten der beruflichen Orientierung im Rahmen der verschiedenen Betriebspraktika auf und Yasar Kırgız verwies auf die wichtige Rolle von Eltern am Übergang Schule Beruf, der nicht nur für die Schüler eine Herausforderung darstellt.

Eigene berufliche Erfahrungen weitergeben

Er ermutigte die Eltern, mit ihren Kindern über berufliche Themen zu sprechen und eigene berufliche Erfahrungen weiterzugeben. Dass der berufliche Erfolg der Schülerinnen und Schüler ganz wesentlich von der Unterstützung durch die Eltern in der Schulzeit abhängt, hatte Schulleiterin Karen Backmeyer schon in ihrer Begrüßung herausgestellt.

„Die Eltern sind für uns als Zielgruppe ganz wichtig. Wenn wir sie gut über das Bildungs- und Ausbildungssystem informieren, gegenseitige Vorurteile ausräumen, ihnen praktische Möglichkeiten vorstellen und gemeinsam nach Lösungen suchen, wie ihre Kinder unterstützt werden können, schaffen es Elternhaus und Schule gute und stabile Bildungspartner zu werden. Partner auf dem Weg, für jede Schülerin und jeden Schüler eine passende Ausbildung zu finden, verdeutlichte Ceylan Firat, Leiterin der Fachstelle Eltern und Schule im Bildungsbüro das Ziel der Veranstaltung.

Yasar Kırgız ist erst seit einigen Monaten an der Schule. Dort bieten er und seine Kollegin Güller Yıldız, die seit schon über einem Jahr die Schule in der Zusammenarbeit mit Eltern unterstützt, eine wöchentliche Sprechstunde an. Beide sind Mitarbeiter der Fachstelle Eltern und Schule im Bildungsbüro Weinheim.

Während sich Güller Yıldız auf die Zusammenarbeit mit den Eltern der Klassen eins bis sechs konzentriert, hat Yasar Kırgız seinen Fokus auf die Eltern der Klassen sieben bis neun. Zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit zählt die berufliche Orientierung der Schüler und Schülerinnen dieser Klassen.

„Die Lehrerkräfte und die Schulleitung der Johann-Sebastian-Bachschule setzen sich sehr stark für die Zusammenarbeit mit Eltern ein und sind für uns wichtige Glieder in der Kooperation“, freut sich Fachstellenleiterin Ceylan Firat. Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass diese Schule als eine von nur zwei Schulen in Weinheim das so genannte „Tandemprogramm“ des Landes Baden- Württemberg seit Beginn des laufenden Schuljahres umsetzt.

„Tandems“ aus Eltern und Lehrkräften

In diesem Programm setzen sich „Tandems“ aus Eltern und Lehrkräften gemeinsam für eine gute Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule und insbesondere für eine interkulturelle Verständigung ein. Güller Yıldız bildet mit der Lehrerin Veronika Graner das Tandemteam und gemeinsam haben sie schon einiges auf die Beine gestellt.

Ebenso liegt der Schule der schulische Erfolg sowie gute schulische oder berufliche Anschlussmöglichkeiten für jede Schülerin und jeden Schüler besonders am Herzen. Ein zentrales Element des Unterrichts in der Hauptstufe ist daher die Vorbereitung auf Leben und Beruf.

Die Kooperation und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern, wie der Agentur für Arbeit, den Eltern und natürlich auch dem Bildungsbüro sind für die Schule eine Selbstverständlichkeit.

„Die gemütliche Atmosphäre des Cafés mit Kaffee und Plätzchen schafft Vertrauen, Sprach- und kulturelle Barrieren verlieren an Bedeutung und eine neue Form der Zusammenarbeit entwickelt sich. Die Erfahrung des Bildungsbüros zeigt, wer einmal bei einem Eltern-Info-Café war, kommt meistens wieder und bringt erfreulicherweise auch andere Eltern mit“, beschreibt Ceylan Firat.

Dieses Eltern-Info-Café wird daher nicht das letzte in diesem Schuljahr gewesen sein. Die Themen, die man gemeinsam beleuchten kann werden nicht so schnell ausgehen.“

Seminar „Lebendig und nachhaltig vorlesen“ im Mehrgenerationenhaus

Wie kommt der „Wolf“ in die Stimme?

Vorlese-Seminar im Mehrgenerationenhaus mit Referent Rainer Rudloff. Foto: Weinheimer Bildungsbüro.

Weinheim, 11. Mai 2012. (red/pm) Seminar „Lebendig und nachhaltig vorlesen“ im Mehrgenerationenhaus. Als Referent kam der renommierte Atem-, Sprech- und Stimmlehrer Rainer Rudloff aus Lübeck.

Information des Weinheimer Bildungsbüros:

„Eine ganze Gruppe von Expertinnen im Vorlesen aus der Weinheimer Weststadt waren jetzt im Mehrgenerationenhaus versammelt: Lesepatinnen und Erzieherinnen wollten jetzt zusammen mit einigen interessierten Bürgern erfahren, wie sie Texte noch lebendiger erzählen können, so dass die Kinder atemlos zuhören und die Geschichten in den Kinderherzen nachklingen.

Das von Elke König, im Bildungsbüro Weinheim verantwortlich für das Ehrenamt, organisierte und vom Generali Zukunftsfonds finanzierte Seminar „Lebendig und nachhaltig vorlesen“ ist vor allem als Grundausbildung für die mittlerweile elf ehrenamtlichen Lesepatinnen aus dem KiG-Projekt (Kita- und Grundschulpaten) gedacht, die schon seit vielen Jahren den Kindergarten- und Grundschulkindern in der Weststadt vorlesen. Die Seminare des Bildungsbüros/Integration Central sind aber auch offen für alle interessierten „Lern- und Lesebegleiter“ der Kinder.

Die Veranstaltung hatte mit 22 Teilnehmerinnen auch deshalb so großen Zulauf, weil der renommierte Atem-, Sprech- und Stimmlehrer Rainer Rudloff aus Lübeck als Referent eingeladen war, der zu Recht als ein „Sprach-Zauberer“ gilt.

In seiner lebendigen und anschaulichen Art schlüpfte Rainer Rudloff in ganz unterschiedliche Rollen, erweckte sie zum Leben und wurde eins mit ihnen. Mit Stimmlage und Betonung gab er den „Hotzenplotz“ oder den „Zauberer Petrosilius Zwackelmann“. Da sprach nicht mehr der Mensch Rainer Rudloff – der in natura eine angenehm warme Stimme hat – sondern der polternde, gutmütige Räuber oder der zynische, gemeine Zauberer.

Aber zuerst gab es eine anatomische Stunde. Nach Meinung des Referenten sollte jeder wissen, wie die Atmung funktioniert und welche Muskeln im Körper dabei mit einbezogen sind. Es wurde beobachtet, wie sich beim Ein- und Ausatmen der Brustkorb hebt oder senkt und wie dabei im Kehlkopf die ausströmende Luft an den Stimmlippen in Klang umgesetzt wird. Eine Voraussetzung für gutes Vorlesen ist, dass die Stimme nicht nur aus dem Kehlkopf, sondern aus dem ganzen Körper kommt. Aber das klingt einfacher, als es ist.

Nach und nach begann der Lübecker mit den Teilnehmerinnen die Parameter der Sprechgestaltung zu erarbeiten. Das „Handwerkszeug“ für eine gute Vorleserin ist neben der Stimmkraft und dem Sprechtempo eine klare Artikulation, eine angemessene Lautstärke, die richtige Tonhöhe und die passende Sprachmelodie.

Eindrucksvoll zeigt er an dem Märchen „Rotkäppchen“, wie man der Sprache Gestalt gibt: Die klare, reine und ahnungslose Stimme des Kindes, das auf dem Weg zur Großmutter den Wolf trifft, der mit schmeichlerischer Stimme ihr Vertrauen gewinnt, um kurz darauf die gebrechliche Großmutter zu verspeisen.

Rudloff hat sozusagen „den Wolf in der Stimme“ – mit gekonnten Pausen zeigt er die Doppelbödigkeit des hinterlistigen Isegrimms.

Überhaupt die Pausen! Sie sind nach Rudloff extrem wichtig in der Dramaturgie einer Geschichte. Pausen werden seiner Meinung nach viel zu wenig berücksichtigt. Deshalb müssen gute Vorleser den Text kennen, damit sie die Sätze weit im Voraus überblicken können. Aber auch der emotionale Zugang zum Text ist wichtig; nur wenn man sich der Geschichte öffnet, kann man sie authentisch hörbar machen.

Im zweiten Teil des sechsstündigen Seminars wurde dann das Erlernte in die Praxis umgesetzt mit Atem-, Stimm- und Bewegungsübungen, die die 22 Frauen begeistert mitmachten. Sie zischten und summten und stampften wie Höhlenmenschen durch den Raum und begleiteten jeden Schritt mit einem archaisch anmutenden „hu“ und „ha“.

Am Ende hatte dann noch eine Teilnehmerin die Gelegenheit, ihren mitgebrachten Text vorzutragen und sich von Rainer Rudloff korrigieren zu lassen.“

Sitzung des Kinder- und Jugendbeirats

„Weinheimer Bildungskette“ hält stabil

Weinheim, 03. Mai 2012. (red/pm) Die Stadt widmet sich mit großem Engagement der besseren Chancengleichheit von Kindern – Überregional bedeutend. Bundesweit werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt.

Information der Stadt Weinheim

„Einen möglichst chancengleichen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, besonders auch für Kinder mit Migrationshintergrund, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. In Weinheim ist man bei diesem Thema weiter als anderswo, das wurde jetzt einmal mehr bei der Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates deutlich. Im Rahmen der Sitzung erfuhren die Verantwortlichen der Weinheimer Bildungsregion und der „Weinheimer Bildungskette“ großes Lob für ihre Konzepte, Projekte und ihre Netzwerkarbeit in der Kommune.

Oberbürgermeister Heiner Bernhard betonte, dass die Arbeit, die in Weinheim für Kinder und Jugendliche aus schwierigem sozialem Umfeld geleistet wird, bundesweit auf große Beachtung stößt. Wegen der Fülle an Angeboten und seit Jahren gewachsenen Strukturen war Weinheim im Januar 2011 zur Bildungsregion ernannt worden – damals als erste Große Kreisstadt in ganz Baden-Württemberg.

In der sprichwörtlichen „Weinheimer Bildungskette“ sind ein ganzes Bündel von Projekten, Angebote und Maßnahmen zusammengefasst, die Kindern in Weinheimer Familien und Einrichtungen früh die Türen zur Bildung öffnen. Das beginnt mit früher Sprachförderung in den Kindergärten, einer individuellen Lernförderung am Übergang zur Schule, weiteren Förderprogrammen unter Einbeziehung von Eltern und Elternbegleiterinnen, Bildungspartnerschaften mit Schulen, Jugendsozialarbeit, Berufsorientierung und einem kommunal gesteuerten „Übergangsmanagement“ am Bildungsübergang von der Schule ins Berufsleben. Für diese Übergangsarbeit setzt sich Weinheim gemeinsam mit rund 40 weiteren Städten und Gemeinden auch bundesweit in einer „Weinheimer Initiative“ ein. Außerdem gibt es eine erfolgreiche Kooperation mit der ehrenamtlichen Organisation „Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart“ WUB.

Bundesweit, so hieß es immer wieder im Ausschuss, werden die beiden Worte Bildungsförderung und Weinheim oft in einem Atemzug genannt. Für die Stadt sei dieser Schwerpunkt Programm, betonte OB Bernhard. In Weinheim werde der Begriff der „Kommunalen Verantwortungsgemeinschaft“ gelebt. Die „Weinheimer Bildungskette“, in der ein Glied ins andere greift, sei weit über die Region hinaus ein Begriff. Das Motto „Kein Kind darf verlorengehen“ weise auf die lokale Gesamtstrategie in Weinheim hin.

Ulrike Süß als Leiterin des Bildungsbüros und Dr. Susanne Felger als Leiterin des kommunalen Übergangsmanagements legten dem Gremium ausführliche Berichte über die einzelnen Aktionen vor und konnten auch auf konkret messbare Erfolge verweisen. Zwei Drittel der Bewerber für Ausbildungsstellen konnten jetzt in eine Ausbildung vermittelt werden.

Vier von fünf Werkrealschüler hatten 2011 nach der neunten Klasse eine positive Ausbildungsperspektive. Was die Übergangsquoten, gerade auch bei Kindern mit Migrationshintergrund, in weiterführende Schulen angeht, sei Weinheim auf einem sehr guten Weg. Es gebe mittlerweile einen klaren Trend zu steigenden Gymnasialquoten und erfolgreichen Übergängen ins Berufsleben.“

Infoveranstaltung des Bildungsbüros

„Selbst Einstein hatte ADHS“

Weinheim, 12. April 2012. (red/pm) Infoveranstaltung des Bildungsbüros Weinheim für Eltern zum Thema Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS).

Information der Stadt Weinheim:

„Wie erkennt man, ob ein Kind einfach nur sehr lebhaft und verspielt ist oder ob es sich einfach nicht konzentrieren kann? Ab wann sollte man sich ärztliche Hilfe suchen, welche Möglichkeiten der Therapie gibt es und wohin kann ich mich wenden? Wie sollte das Familienleben möglichst förderlich gestaltet werden?

Einige ganz praktische Tipps für die Gestaltung einer förderlichen Umwelt für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) konnten die Zuhörerinnen jetzt bei einer Vortragsveranstaltung des Bildungsbüros Weinheim im Mehrgenerationenhaus (MGH) mitnehmen.

Der Einladung folgten neben interessierten Müttern und Pädagoginnen auch einige Leihomas aus dem MGH, die ehrenamtlich jüngere Kinder betreuen.

Die Diplom- Psychologin Şeniz Demirağ, die schon im April vergangenen Jahres das gleiche Thema in türkischer Sprache in der Weinheimer Mevlana Moschee vorstellte, konnte auch diesmal als Referentin gewonnen werden.

Eine reizarme Einrichtung des Kinderzimmers, in dem die Spielsachen in Schränken statt in Regalen, also außerhalb des Sichtfeldes der Kinder aufbewahrt werden, ohne knallige Farben und überladene Deko fördern die Konzentrationsfähigkeit, erklärte sie.

Besonders verlässliche, regelmäßige Strukturen im Familienleben wie feste Essenszeiten, Spiel- und Lernzeiten mit möglichst geringem Medienkonsum erleichtern es Kindern und Eltern, mit dem Syndrom zu leben.

„Selbst berühmte Persönlichkeiten wie Albert Einstein hatten ADHS“

„Selbst berühmte Persönlichkeiten wie Albert Einstein hatten ADHS“, erklärte die Referentin ihren staunenden Zuhörerinnen. Damit versuchte sie zu verbildlichen, dass Betroffene ihr Leben durchaus erfolgreich meistern können und oft viele positive Eigenschaften wie Kreativität, Spontanität und Risikobereitschaft besonders zeigten. Allerdings betonte sie die Wichtigkeit der gemeinsamen Unterstützung des Kindes seitens der Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte sowie Therapeuten.

„Diese enge Kooperation zwischen allen Beteiligten zur bestmöglichen Förderung eines jeden Kindes ist das Grundprinzip der Weinheimer Bildungskette und soll mit den Infoveranstaltungen verstärkt werden“, ergänzte Sigi Groß vom Weinheimer Bildungsbüro.

Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Erziehung und Bildung werden vom Bildungsbüro Weinheim/Integration Central nun schon seit einigen Jahren gemeinsam mit den Kooperationspartnern vom „Runden Tisch“ – Polizei, Jugendamt, Stadtjugendring und dem Moschee-Verein in Rücksprache mit vielen Weinheimer Familien angeboten, mit denen die Partner zusammenarbeiten.

Neue Generation im Mehrgenerationenhaus


Guten Tag!

Weinheim, 13. Juli 2011. (red/pm) Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk übernimmt die Leitung des Mehrgenerationenhauses. Die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes läuft aus, aber der Folgeantrag für das Bundesprogramm wird gerade vorbereitet. Buntes Sommerfest vereint Kulturen und Generationen.

Information der Stadt Weinheim:

„Auf dem Gelände um das Weinheimer Mehrgenerationenhaus wimmelte es von Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Hautfarben von blass über südländisch bis schwarz, Kopftücher, bunte Kleider und dann wieder sommerlich kurze Röcke. Kaffee und Mokka, Marmorkuchen und Baklava, Bratwurst und Döner, Gitarrenklänge und afrikanische Trommelstücke, die „Moldau“ von Smetana und Vorlesen auf Deutsch und auf Türkisch – so wie es sich eben für ein Haus gehört, das die Vielfalt einer Stadtgesellschaft organisiert.

Vorlesetreff im Mehrgenerationenhaus.

Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus (MGH), das einzige im Rhein-Neckar-Kreis, führt jetzt seit vier Jahren nicht nur Generationen sondern auch Kulturen zusammen, das wurde beim Sommerfest klar, dass das MGH-Team gemeinsam mit der KiTa Kuhweid ausrichtete. In der KiTa unterm selben Dach sind auch intergenerative Projekte untergebracht, wie zum Beispiel die Vorlesepaten des LionsClubs.

Deshalb begrüßte KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum die vielen Gäste ebenso wie Jürgen Holzwarth und Wolfgang Metzeltin vom Stadtjugendring, aber auch Ulrike Süss vom kommunalen Bildungsbüro betonte, wie sehr das MGH zur „Weinheimer Bildungskette“ gehört. Gabi Lohrbächer-Gérard, Referentin von Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Beauftragte für Ehrenamt, berichtete dass derzeit gerade der Antrag auf das Folgeprogramm vorbereitet wird. Denn die ersten fünf Jahre des Weinheimer Mehrgenerationenhauses gehen bald zur Neige, die erste Phase des Bundes-Förderprogrammes läuft aus.

Aber sie sei zuversichtlich, dass das MGH auch weiterhin Bundeszuschüsse erhalten werde. Sie betonte, dass die Mannschaft des MGH auch einer der wesentlichen Initiatoren der Weinheimer Ehrenamtsinitiative war und ist. Im Herbst muss der Antrag fertig sein.

Wie Stadtjugendring-Geschäftsführer Jürgen Holzwarth berichtete, stellt sich das MGH für die nächste Phase des Mehrgenerationenhauses neu auf: Nach fünf Jahren Leitungsfunktion und zehn Jahren Mobiler Jugendarbeit, werden die „Mobilen“ jetzt in die Weinheimer Jugendzentrale in der Uhlandschule umziehen. „Sie werden in der City gebraucht“, begründete er. Er bescheinigte, dass Elke Weitenkopf und Volker Kugel mit großem persönlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass die erste Phase des MGH zum Erfolg wurde.

Das neuen Team zeigt: Wolfgang Metzeltin, Vors. SJR, Raffaela Sauchelli, Daniel Merk, Doris Announi und Jürgen Holzwarth, Geschäftsführer SJR.

Holzwarth: „Sie haben auch dafür gesorgt, dass man sich in dieser Ecke der Weinheimer Westside wieder wohler und sicherer fühlen kann.“ Die Leitung haben sie nun übergeben an den Stadtjugendring-Sozialarbeiter Daniel Merk, der mit neuem Elan und weiterer Kinder- und Jugendarbeit dafür sorgen werde, dass „die Türen dieses Hauses noch offener sind“, so Jürgen Holzwarth. Dabei wird er von der jungen und quirligen Raffaella Sauchelli unterstützt, die in Weinheims Jugendarbeit in den letzten Monaten sehr erfolgreiche Projekte umgesetzt hat. Auch das Café im MGH ist jetzt mit Doris Announi wieder regelmäßig besetzt, wird länger und häufiger geöffnet sein als bisher. Das Mehrgenerationenhaus freue sich auf viele Besucher. Das Sommerfest war schon mal eine gute Werbung.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog

Mosaiksteine der Sprachförderung


Guten Tag!

Weinheim, 10. Juli 2011. (red/pm) Elternbegleiterinnen und Akteure der Weinheimer Bildungskette bringen die Sonne ans Mehrgenerationenhaus in der Konrad-Adenauer-Straße und heißen damit die verschiedenen Kulturen und Generationen „Willkommen“.

Information der Stadt Weinheim:

„Welcome, Bienvenue, hoÅŸ geldiniz, Yōkoso, dobrodosli“ strahlt es aus der Sonne, die mit Fliesen mosaikartig am Eingang des Mehrgenerationenhauses angebracht wurde. Mit diesem künstlerischen Beitrag verewigten sich die Elternbegleiterinnen und Projektleiterinnen aus den „Griffbereit“ und „Rucksack“ – Projekten des Bildungsbüros Weinheim im Eingangsbereich des Hauses in der Konrad-Adenauer-Straße. „Griffbereit“ und „Rucksack“, das sind zwei wichtige Projekte der Weinheimer Bildungskette, die einen großen und erfolgreichen Beitrag zur Elternbeteiligung und Sprachförderung leisten und damit zur Förderung der Bildung der Kinder beitragen.

Eine Sonne aus Mosaiksteinen heißt "Willkommen".

 

Anlass für diesen produktiven Nachmittag war das MGH-Sommerfest, das am Samstag 9. Juli im und vor dem Mehrgenerationenhaus stattfand.

Mittlerweile gibt es zwei Rucksack- und zwei Griffbereitgruppen im Mehrgenerationenhaus, die von über 25 Eltern und deren Kindern regelmäßig besucht werden. Die Elternbegleiterinnen Türkan Öziçi, Andrea Sena und Fatma Habbal sind mittlerweile fester Bestandteil des MGH und für viele Eltern in diesem Stadtteil, und insbesondere in der Kita Kuhweid, wichtige und zuverlässige Ansprechpartner. Mit der Unterstützung ihrer Kolleginnen aus dem Bürgerpark (Güller Yildiz), der Pusteblume (Hacile CoÅŸkun) und der Moschee (Gülsum Kurnaz) verdeutlichen sie mit ihrem kreativen Beitrag die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Stadtteils und des Mehrgenerationenhauses.

Khadija Huber vom Weinheimer Bildungsbüro erklärt: „Nach mehr als vier Jahren ist das Mehrgenerationenhaus nicht nur ein Ort der Begegnung für Jung und Alt geworden, auch interkulturelle Begegnungen sind hier alltäglich.“ Das Haus steht damit für gelebte Integration, die sich nun in dem vielsprachigen Willkommensgruß widerspiegele. Das soll zukünftig auch so bleiben und weiter unterstützt und gefördert werden. Mit Raffaella Sauchelli erweitert sich das Team des Bildungsbüros – sie wird ab September 2011 für die Vernetzung und den interkulturellen Austausch zwischen den verschiedenen Elterngruppen im Mehrgenerationenhaus zuständig sein.“

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