Mittwoch, 19. Juni 2019

Musste das Opfer wegen 25.000 Euro sterben?

Mordfall Birkenau: Schuldeneintreibung als Motiv?

auto sta darmstadt

In diesem Opel Astra wurde ein 56 Jahre alter Mannheimer Opfer eines Mordes. Tatverdächtig sind ein 22-jähriger Kosovo-Albaner und ein 30-jähriger Libanese mit deutschem Pass. Foto: Staatsanwaltschaft Darmstadt

 

Weinheim/Birkenau/Darmstadt/Mannheim, 07. Mai 2013. Aktualisiert. (red/pro) Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich bei dem zweiten Tatverd√§chtigen um einen 22-j√§hrigen Kosovo-Albaner. Der Mann soll sich aus Angst vor dem zweiten Tatverd√§chtigen, einem 30-j√§hrigen Libanesen mit deutschem Pass, der Polizei in Weinheim gestellt haben. [Weiterlesen…]

Ermittlungserfolg der Polizei

Mordfall Birkenau: Zwei tatverdächtige Weinheimer festgenommen

polizeisuedhessenlogoRhein-Neckar/Birkenau/Mannheim/Darmstadt, 03. Mai 2013. (red) Aktualisiert. Das Opfer ist möglicherweise während der Fahrt im Auto erschossen worden. Zwei tatverdächtige Männer aus Weinheim sind gestern im Zusammenhang mit dem Mord an einem 56-jährigen Mannheimer festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Das Opfer war vergangenen Freitag im hessischen Birkenau tot aufgefunden worden. Aktualisierung 03. Mai 11:00 Uhr

Nach Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft wurde das Opfer auf der Fahrt von Weinheim nach Birkenau mit mehreren Sch√ľssen get√∂tet. Wie der leitende Oberstaatsanwalt Sebastian Zwiebel auf Nachfrage mitteilte, besteht die Vermutung, dass das Opfer w√§hrend der Fahrt erschossen worden ist. Sicher ist, dass der 56 Jahre alte Familienvater aus Mannheim nicht am Steuer des Autos sa√ü. Zum Tathergang wollte die Staatsanwaltschaft noch keine n√§heren Angaben machen. Die Tatwaffe wird noch gesucht. [Weiterlesen…]

56-jähriger Mannheimer tot im hessischen Birkenau aufgefunden - Zeugenaufruf

Leichenfund in Birkenau: Mehrere Sch√ľsse in den R√ľcken

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Die Polizei sucht Zeugen, die diesen Opel Astra am Freitagnachmittag oder -abend in Weinheim, Birkenau oder Umgebung gesehen haben. Quelle: Staatsanwaltschaft Darmstadt

 

Rhein-Neckar/Mannheim/Birkenau, 01. Mai 2013. (red) Aktualisiert. Ein 56 Jahre alter Mannheimer ist vermutlich in der Nacht von Freitag auf Samstag in Birkenau umgebracht worden, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Der Mann war tot in seinem silbernen Opel Astra gefunden worden. Das Fahrzeug war Freitagnachmittag zuletzt in Weinheim gesehen worden. Die Polizei sucht Zeugen, die gesehen haben, wie der Opel von Weinheim nach Birkenau gekommen ist. [Weiterlesen…]

Tag des "offenen Saukopftunnels"

Blick in den Tunnel

Gro√ües Interesse – rund 2.000 B√ľrger/innen kamen zum Tag des offenen Tunnels.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 25. Februar 2013. (red/sw/sp) Am Sonntag hat das Regierungspr√§sidium Karlsruhe interessierten B√ľrgern den Blick hinter die Kulissen des Saukopftunnels ge√∂ffnet – seit 2008 war der Tunnel nachger√ľstet worden, um die Sicherheit des l√§ngsten Tunnels au√üerhalb der Alpen zu erh√∂hen. Gr√∂√ütes Projekt war der Bau eines parallel verlaufenden Fluchttunnels..

Sch√§tzungsweise 2000 B√ľrger kamen am Sonntag zum „Tag des offenen Tunnels“ im Saukopftunnel zwischen Weinheim und Birkenau. Alle wollten die einmalige Gelegenheit nutzen, einen Blick hinter die Kulissen des neuen Fluchttunnels werfen.

Die Besucher erfuhren die Details √ľber den Tunnel und seinen Bau. Au√üerdem informierten die Mitarbeiter der Tunnel√ľberwachung ausf√ľhrlich √ľber die technische Ausstattung des Tunnels – im pers√∂nlichen Gespr√§ch und mit einigen Videopr√§sentationen. Sehr interessant der Blick auf den √úberwachungscomputer, auf dem Informationen der Brand- und Notfallmelder als auch der √úberwachungskameras zusammenlaufen. Detailliert dargestellt wurde die Vorgehensweise im Alarmfall und wie sich Verkehrsteilnehmer in dieser Situation verhalten sollten.

Die Weinheimer Jugendfeuerwehr k√ľmmerte sich um die Versorgung der G√§ste. Die Kollegen der Feuerwehr Birkenau pr√§sentierten Einsatzfahrzeuge.

Nach dem Besuch dieser Veranstaltung f√§hrt man mit einem guten Gef√ľhl durch diesen Tunnel – jetzt kennt man die √∂rtlichen Begebenheiten, wei√ü, wohin der 2012 neu gebaute Fluchtstollen f√ľhrt und wei√ü, wie genau √ľber die Sicherheit der Tunnelnutzer gewacht wird.

Wer den Blick in den Tunnel verpasst hat, kann sich den √ľber unsere Fotostrecke verschaffen.

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Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das Lüftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. November 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es heiß im Saukopftunnel. Um die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenlüftung im Brandfall zu prüfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut für Industrieärodynamik aus Aachen (IFI) durchgeführt. Das Regierungspräsidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Prüfung veröffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort ließ aber auf ein Problem mit der Lüftungsanlage schließen. Der Pressestelle vom Regierungspräsidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hieß es von Seiten des Regierungspräsiduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch künftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgeführt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Weißöl verdampften, erzeugt. Diese lösten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentlüftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus geführt werden. Allerdings saugten die Lüftungsschächte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und führten ihn als vermeintliche „Frischluft“ wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen hätte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten Lüftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspräsidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten wären.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon für viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein „Never-Ending-Ärger“ mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachrüstungen in Höhe von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunfälle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv verschärft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachrüstungsprogramm durchführen, um die Sicherheitsstandards zu erfüllen. So wurde u.a. das gesamte Lüftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall öffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierfür: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. Für den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Größenordnung von rund 26 Millionen Euro fällig, von denen allein 23 Millionen Euro für den Rohbau angefallen sind. Die Kosten für die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachrüstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverlässig gewährleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

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Saukopftunnel erneut außerplanmäßig gesperrt

„Never Ending √Ąrger“ mit dem Saukopftunnel?

Tunnel zu – Ärger groß. Das ist die einfache Formel für die 20.000 Autofahrer, die sich über verstopfte Straßen quälen müssen. Foto: Sebastian Singer

 

Weinheim/Rhein-Neck/Bergstraße, 22. November 2012. (red/aw) Es vergeht kaum ein Monat, in dem keine neuen Nachrichten über Probleme des Saukopftunnels oder dessen neuen Fluchtstollen auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau bekannt werden. Seit der Eröffnung Ende 1999 ist die Fertigstellung des Tunnels eine „Never Ending Ärger-Story“. Aktuell wurde er nun wieder „spontan“ gesperrt, da es zu Hard- und Softwareproblemen kam. Für die Autofahrer ein absolutes Ärgernis. Die Sperrung kostet Zeit, Geld und Nerven. Sind denn da nur Pfuscher auf dem Bau?

Kommentar: Alexandra Weichbrodt

Jeder Autofahrer der zur morgendlichen Berufszeit aus dem vorderen hessischen Odenwald in Richtung Weinheim unterwegs ist, nutzt für gewöhnlich den Saukopftunnel. Ist ja auch so herrlich bequem: Direkte Verbindung zur Autobahn, kaum Ampeln, angemessene Tempobeschränkung. Das es sich hier hin und wieder mal staut, weil die dazustoßenden Autofahrer aus Sulzbach nicht richtig in den Verkehr eingefädelt werden, nimmt man gelassen in Kauf.

Doch, wenn der Tunnel zu ist, dann ist die Fahrt zur Arbeit alles andere als eine Freude. Denn die primäre Ausweichstrecke über die alte B38 durch Birkenau ist total überlastet. Hin und wieder würden die Autofahrer diese Zusatzstrecke, den zusätzlichen Verbrauch an Kraftstoff und vor allem den Zeitverlust vielleicht ohne Ärger hinnehmen. In letzter Zeit allerdings häufen sich die Sperrungen des Tunnels. Besonders ärgerlich sind die nicht geplanten Vollsperrungen, wie aktuell seit gestern Abend.

Wird dieser Tunnel denn niemals fertig?

Die ursprüngliche Idee hinter dem Bau des Tunnels war, dass der Verkehr nicht mehr durch die Stadt Weinheim, das sehr enge und windungsreiche Durchbruchstal der Weschnitz und durch Birkenau geführt werden muss. Prinzipiell eine tolle Idee. Die Birkenauer waren begeistert, die Mörlenbächer schnell ernüchtert. Denn das Problem hat sich nun, besonders im Feierabendverehr, in das hintere Weschnitztal nach Mörlenbach verlagert. Hier drängen die Bürger nunmehr auf eine eigene Verkehrsumgehung. Aber das ist ein anderes Thema.

Am Morgen ist der Tunnel auch für die Mörlenbächer ein wahrer Segen. Ist der Tunnel allerdings gesperrt, ist die Situation in Birkenau wieder so wie vor der Inbetriebnahme des Tunnels. Besonders bei spontanen Sperrungen reagieren die Autofahrer, beispielsweise bei Facebook, genervt:

Was ich, und 1000 andere, heute morgen erlebt und gesehen haben ist schlicht und ergreifend nicht hinnehmbar!

Solche Kommentare findet man heute zahlreich im sozialen Netz. Viele Autofahrer hatte die ungeplante Sperrung kalt erwischt.

Der Kommentator Sven S. hat auf dem Rheinneckarblog seinem Frust ebenfalls freien Lauf gelassen:

Unfassbar, offenbar sind hier echte Profis am Werk. Richtig getestet werden die technischen Änderungen also wohl erst am “lebenden” Objekt und das dann auch noch während des Berufsverkehrs. Aber nicht genug damit, die komplette Aktion wird durchgeführt während erhebliche Einschränkungen an den Ausweichstrecken bestehen, die auch ohne dies bei einer Tunnelsperrung überlastet sind, also auch massive Planungsmängel.

Und Recht hat er. Wie kann es denn sein, dass fast genau 13 Jahre nach Eröffnung immer noch eine akute Gefahr für die Nutzer des Tunnels besteht? Wer hat diesen Tunnel geplant? Amateuere? Studenten im Rahmen einer Projektarbeit?

Von Beginn an nur „ausreichend“

Die Liste der Sperrungen ist lang. Die Liste der Nachrüstungen auch. 2008 wurde der Saukopftunnel mehrere Monate gesperrt, aufgrund von Sicherheitsmängeln.  Die Kosten der Nachrüstung beliefen sich auf 11 Millionen Euro.

Mitte 2009 begann man mit den Vorbereitungen für den Bau des Rettungsstollens. Ebenfalls mehrere Monate war die Röhre wiederum dicht, da erst der Hauptunnel verstärkt werden musste, bevor im Oktober 2009 überhaupt mit dem eigentlichen Fluchtstollen-Bau begonnen werden konnte. Geplante Baukosten: 30 Millionen Euro. Fertig ist er bis heute nicht.

Wie konnte man denn überhaupt einen Tunnel in den 90er Jahren bauen, ohne an einen Fluchtstollen zu denken? Kein Wunder, dass der ADAC in einem Tunneltest 2001 dem Saukopftunnel nur ein „ausreichend“ bescheinigte.

Immer wieder kommt es auch zu technischen Störungen. So brannte es im November 2010 in einem Technikraum des Saukopftunnels. Die Folge: Tagelange Sperrung. Und auch bei der aktuellen Sperrung muss man sich fragen: Konnte keiner der Planungsherren absehen, dass die neuen Soft- und Hardware-Installationen mit dem bisherigen Betriebssystem nicht kompatibel sind? Da hat SvenS. schon vollkommen Recht, wenn er findet, dass manche Dinge erst am „lebenden“ Objekt durchgeführt werden. Wo kämen wir aber hin, wenn jeder Arzt erstmal operiert, bevor er eine Diagnose stellt und den Behandlungsplan entwirft?

20.000 verärgerte Autofahrer täglich

Eigentlich ist egal, wie und warum der Tunnel dieser Tage mal wieder gesperrt ist. Fakt ist: Über 20.000 Autofahrer müssen an Werktagen auf andere Strecken ausweichen. Ob diese denn überhaupt befahrbar sind, interessiert vom Planungsteam wohl niemanden. Denn sowohl die Zufahrt zur alten B38 in Weinheim ist durch Bauarbeiten an der B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraße wegen Sanierungsarbeiten ander Fahrbahndecke eingeschränkt, als auch die Ausweichmöglichkeit über den Watzenhof in Hemsbach. Hier wird ebenfalls gebaut. Das Resultat: Die Autofahrer stehen sowohl in Weinheim als auch in Birkenau im Stau. Sie stehen und stehen und stehen.

Der Ärger dauert mindestens bis Montagfrüh – vorausgesetzt, die Brandversuche am Wochenende verlaufen nach Plan. Hoffen wir, dass da nicht ebenfalls wieder neue Probleme auftauchen. Denn ansonsten beginnt auch die nächste Woche für viele Autofahrer im Stillstand!

Probleme mit dem Betriebssystem gefährden die Sicherheit

Saukopftunnel bleibt bis Montag fr√ľh zu

Eine au√üerpl√§nm√§√üige Sperrung des Saukopftunnels f√ľhrt zu erheblichem Verkehrsaufkommen zwischen Weinheim und Birkenau. (Foto: Wikipedia/Ak84)

 

Weinheim, 22. November 2012. (red/aw) Am fr√ľhen Mittwochabend wurde der Saukopftunnel zwischen Weinheim und Birkenau au√üerplanm√§√üig gesperrt. Soft- und Hardware-Probleme konnten die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew√§hrleisten. Die Vollsperrung dauert in jedem Fall bis Montag, den 26. November, 05:00 Uhr an.

W√§hrend der Inbetriebnahme neuer Anlageteile im Haupt- und Fluchtstollen wurde die vorhandene betriebstechnische Anlage durch Software-und Hardwarekomponenten erweitert.¬†Bei der Programmierung dieser neuen Anlagenteilen entstanden allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit dem bestehenden Betriebssystem. Diese veranlassten das Regierungspr√§sidium in Karlsruhe am fr√ľhen Mittwochabend den Tunnel auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau sofort zu schlie√üen. Wie das Regierungspr√§sidium mitteilte, sei die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew√§hrleistet und die Sperrung daher unumg√§nglich.

Die bereits angek√ľndigte Vollsperrung am Wochenende vom 23.11. bis 26.11.2012, von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr, findet zudem planm√§√üig statt. Die Autofahrer m√ľssen daher bis mindestens Montagmorgen, 05:00 Uhr, auf die alte B38 ausweichen.

Allerdings kann es dadurch auch im Weinheimer-Stadtbereich zu erheblichen Behinderungen kommen, da im Bereich der Bundesstraße B3 Bergstraße/ Ecke Friedrichstraß die Fahrbahndecke saniert wird. Zeitweise wird die Friedrichstraße sogar ganz gesperrt.

Die beliebte Ausweichstrecke √ľber den Watzenhof in Hemsbach ist ebenfalls durch Bauarbeiten eingeschr√§nkt. Die Autofahrer sollten heute und morgen in jedem Fall mehr Zeit einplanen.

Sechs-M√ľhlen-Tag: Eigene Spur f√ľr Radler

Sicherheit f√ľr Radfahrer wird verbessert

Weinheim, 04. Juli 2012. (red/pm) Die Stadt Weinheim verbessert Sicherheit und Komfort f√ľr ihre Radfahrer im Stra√üennetz. Das Amt f√ľr Stadtentwicklung hat jetzt ein neues Konzept erarbeitet und dem Gemeinderats-Ausschuss f√ľr Technik und Umwelt vorgestellt.

Information der Stadt Weinheim:

„Als erstes soll die Radwegverbindung im Sechs-M√ľhlen-Tal zwischen Weinheim und Birkenau ert√ľchtigt werden. Vor allem soll es auch auf der Nordseite der Landesstra√üe 3408 (also in Richtung Weinheim) einen abmarkierten Radfahr-Streifen geben, der an der Bebauung in einen Schutzstreifen √ľbergeht. Diese Abmarkierung soll den Fahrradfahrern einen Raum von rund eineinhalb Metern einr√§umen.

Die Fahrbahn f√ľr Autos wird dann schmaler. Desweiteren sollen einige Gefahrenstellen auf der S√ľdseite des Tals, entlang der M√ľhlen, entsch√§rft werden. Radfahren soll dann sicherer und damit auch h√§ufiger werden. Oberb√ľrgermeister Heiner Bernhard k√ľndigte weitere Verbesserungen im Stadtgebiet an, etwa an der Bergstra√üe und in der Grundelbachstra√üe.

Die Ma√ünahmen seien alle mit der Polizei- und Stra√üenverkehrsbeh√∂rde abgestimmt.“

Rettungskräfte simulieren Strömungs- und Höhenrettungen

Die Osterflut von Weinheim

Rhein-Neckar, 10. April 2012. (red/pm) Am Wochenende retteten Mitglieder von DLRG, Feuerwehren, Bergwacht und THW Menschen aus Autos im Wasser, verunfallte Kanuten aus der Weschnitz, seilten verungl√ľckte Opfer ab – die vier Tage lange √úbung der Rettungsspezialisten simulierte sehr reale Unfallszenarien. Die rund 30 Einsatzkr√§fte aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich √ľber Ostern zu einer bisland einzigartigen Gro√ü√ľbung von Str√∂mungs- und H√∂henrettern. Und die Erfahrungen waren vielf√§ltig.

Von Torsten Ahl

Schwindelerregende H√∂hen sind f√ľr sie nicht ungew√∂hnlich, f√ľr einen Teil von ihnen aber auch rei√üende B√§che oder von Hochwasser √ľberschwemmte Fl√§chen.

Aus Höhen von 12-16 Metern seilen sich die Höhenretter mit den zu rettenden Opfern ab.

Die ‚Äě96h ‚Äď Die Osterflut von Weinheim‚Äú brachte √ľber 30 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer in Deutschland bisher einzigartigen gemeinsamen √úbung von Str√∂mungs- und H√∂henrettern zusammen. √úber das gesamte Osterwochenende tauschten sich Einsatzkr√§fte von Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bergwacht, Feuerwehren, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk (THW) √ľber ihre Erfahrungen in diesen Spezialgebieten aus.

Organisiert wurde diese √úbung vom Wasserrettungsdienst Nordbaden der DLRG und deren Ortsgruppe Weinheim. Von ihrem Basislager am Weinheimer Waidsee aus, starteten die Teilnehmer zu √úbungsteilen in Ludwigshafen, Ilvesheim und Birkenau.

Rettungsspezialisten in der Strömung und der Höhe

H√∂henretter kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen z.B. von Kr√§nen oder T√ľrmen, aus tieferen Baustellensch√§chten oder von Ger√ľsten gerettet werden m√ľssen und herk√∂mmliche Rettungstechniken oder Ger√§te wie Drehleitern nicht ausreichend sind.

Matthias Starker, Einsatzleiter und Seiltechnikausbilder bei der DLRG-Ortsgruppe Weinheim erkl√§rt, warum seine Helfer f√ľr Eins√§tze in durch Regen stark √ľberfluteten B√§chen, Hochwassern oder f√ľr Rettungen aus Wildwasserschluchten geeignet sind:

Als Strömungsretter vereinen wir Techniken aus dem Bereich Höhenrettung mit denen des Rettungsschwimmens und aus dem Canyoning-Sport.

Die Str√∂mungsrettung ist dabei die j√ľngere Disziplin der beiden Spezialrettungsarten und erf√§hrt durch immer unberechenbarere Naturereignisse eine immer gr√∂√üere Verbreitung.

Das gemeinsame viert√§gige Training verfolgt laut Axel Manz, Ausbilder f√ľr Spezialtrettungsverfahren beim THW und gemeinsam mit Starker √úbungsleiter, weitaus gr√∂√üere Ziele als das Nebeneinander der Fachdienste.

Schnellst- und bestmöglichste Hilfe

„Wir wollen diese sehr eng verwandten Fachgebiete st√§rker miteinander verzahnen, weil wir erkannt haben, wie sehr wir voneinander lernen k√∂nnen“, betont Manz, dass Menschen in Notlagen von dem Engagement der zumeist ehrenamtlichen Retter profitieren k√∂nnen:

Jeder von uns erkennt in solch einer √úbung, wo seine eigenen Grenzen sind und was sein Teampartner leisten kann. Gemeinsam erreichen wir eine best- und schnellstm√∂gliche Hilfe f√ľr die Betroffenen.

Diese ‚ÄěAHA-Effekte‚Äú f√ľr alle Teilnehmer stellen sich bereits am Karfreitag auf dem Gel√§nde des THW in Ludwigshafen ein. Dessen Helfer hatten sich trotz des Feiertags gerne Zeit genommen, um die verschiedenen Seil- und Rettungstechniken kennenzulernen.

An dicken Seilen gesichert, geht es die 16 Meter einer Strickleiter unterhalb des THW-Krans in die H√∂he oder vom nahen √úbungsturm gemeinsam mit einem Verungl√ľckten rund 12 Meter hinunter. ‚ÄěSchon hier haben die Teilnehmer gesehen, dass unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel f√ľhren, aber im Ergebnis ebenso sicher sein k√∂nnen‚Äú, urteilt Manz am Ende √ľber den ersten und die folgenden √úbungstage.

Schnell raus aus dem kalten Wasser - doch das ist bei der reissenden Strömung gar nicht so einfach!

Den hohen Stellenwert der Sicherheit bei √úbungen und Eins√§tzen dieser Art, erleben vor allem die Osterspazierg√§nger an der Br√ľcke √ľber den Alten Neckar zwischen Ilvesheim und Mannheim-Seckenheim. Diese ist f√ľr zwei Tage das Trainingsgebiet.

Katastrophenszenario bei schönstem Wetter

Trotz des strahlenden Sonnenscheins dick in Schutz- oder Neoprenanz√ľge, Klettergurte und zum Teil Schwimmwesten eingepackte Retter mit Helmen spannen zwischen den Br√ľckenpfeilern Seile oder fixieren diese am Gel√§nder, immer unter dem wachsamen Auge mindestens eines Kollegen und mit einem zweiten Karabiner gesichert. Mit der so genannten Schleifkorbtrage bef√∂rdern die Retter ihre Patienten in rund acht Metern H√∂he sicher auf die andere Uferseite.

Andere seilen sich aus etwa f√ľnfzehn Metern von der Br√ľckenfahrbahn gezielt zu den im Wasser treibenden Verunfallten ab und werden mit ihnen durch die kalte und starke Str√∂mung mitgerissen. Wurfs√§cke fliegen durch die Luft ‚Äď an den darin enthaltenen Leinen werden Retter und Patient zur√ľck an Land gezogen.

Auch vierbeinige Helfer werden f√ľr den Notfall trainiert.

In den Str√∂mungsrettungsaufgaben trainieren die Helfer das Schwimmen in diesem, von Steinen direkt unter der Wasseroberfl√§che unberechenbar gemachten, Gew√§sserabschnitt. Gespannt sind die Zuschauer auf und unter der Br√ľcke vor allem auf die Rettung aus einem Fahrzeug.

Unberechenbares Wasser

Die DLRGler und ihre Mit√ľbenden m√ľssen schwimmerisch ein mit zwei Personen besetztes Wrack erreichen, ein Sicherungsseil anschlagen und trotz des wilden Gezerres der Wassermassen die Betroffenen sicher an Land verbringen.

Gegen Abend zeigen die Retter, was sie bei der √úbung noch alles erlernt haben. Mit einem selbst gebauten Seilzug und viel Muskelkraft bergen sie ihr √úbungswrack unter den neugierigen Blicken der Passanten wieder zur√ľck an Land.

In der gro√üen Abschluss√ľbung kurz vor dem hessischen Birkenau, ‚Äěverunfallen‚Äú schlie√ülich am Montag zwei Kanuten an einem Wehr der Weschnitz.

Die Str√∂mungs- und H√∂henretter m√ľssen ihre die Patienten schnell erreichen, festhalten und vor weiterer Unterk√ľhlung sichern. Andere Helfer bauen derweil √ľber den circa sechs Meter hohen Hang hinunter ein Schr√§gseil auf, an dem die stets betreuten Verungl√ľckten auf den n√§chsten Weg und damit zum rettenden Einsatzwagen gebracht werden k√∂nnen.

Jetzt hei√üt es schnell sein, um den "Verunfallten" vor Unterk√ľhlung zu sch√ľtzen.

Auch hier kommen die Teilnehmer nochmals richtig ins Schwitzen ‚Äď trotz des kalten Bergwassers aus dem Odenwald.

Die √úbenden loben denn auch das viert√§gige intensive Programm, das Manz und Starker gemeinsam mit Vertretern der DLRG-Gruppen Weinheim, Leimen, Neckargem√ľnd und Mannheim auf die Beine gestellt haben.

Viele kleine und große Überraschungen

‚ÄěBesonders die variantenreichen √úbungsstellen mit ihren immer wieder kleineren und gr√∂√üeren √úberraschungen boten f√ľr jeden Schwierigkeitsgrad etwas‚Äú, zollt Andreas Tegethoff, Beobachter der √úbung und Ausbilder f√ľr H√∂henretter bei der Freiwilligen Feuerwehr in Altenbeken, den Kollegen Respekt.

‚ÄěDas Alles w√§re nicht m√∂glich gewesen, ohne die Unterst√ľtzung des THW in Ludwigshafen und des Ilvesheimer B√ľrgermeisters Andreas Metz und der Ilvesheimer Minigolfanlage‚Äú, gibt Starker den Dank auch gleich an zwei der eingebundenen Stellen weiter. Diese hatten durch ihr Verst√§ndnis, eine √úbung an diesen hohen Feiertagen durchzuf√ľhren, erst den Weg f√ľr diese einzigartige Veranstaltung gebahnt.

‚ÄěNat√ľrlich ist es schwer, solche ehrenamtlichen Spezialisten f√ľr einen so langen Zeitraum und mit einer so weiten Anreise an einem Ort zusammen zu bekommen. Da bleiben nur Feiertage wie Ostern oder Pfingsten‚Äú, dankte der Seiltechnikausbilder auch den Passanten f√ľr ihr Verst√§ndnis, dass es hie und da auf dem Fu√üweg der Br√ľcke doch zu kleineren Behinderungen kam. Starker ist √ľberzeugt:

Aber ich gehe davon aus, dass die Leute wussten, dass wir ja f√ľr Ihre Sicherheit unsere Freizeit und unser Engagement eingebracht haben.

Breite Nachwuchsförderung

Die Bedeutung der √úbung im Zusammenhang mit dem derzeit in Mannheim laufenden Kampf um das Hallenbad Seckenheim, betonte Torsten Ahl, Pressesprecher der Veranstaltung und des Aktionsb√ľndnisses „Erhalt Mannheimer B√§der“.

Was wir an diesem Wochenende gesehen haben, ist ohne eine breite Nachwuchsförderung nicht möglich. Ohne ausreichende Bäderkapazitäten werden wir nicht mehr wie bisher aus den vielen, vielen Schwimmanfängern und später Rettungsschwimmern genug Nachwuchs gewinnen können!

Derartige Spezialisten f√ľr den Wasserrettungsdienst k√∂nnten dann nicht mehr ausgebildet werden, fordert Ahl den Mannheimer Gemeinderat auf, seine derzeitige Position zum Wassersport zu korrigieren. Andernfalls sieht der DLRG-Mann nachhaltige Einbusen f√ľr die Sicherheit der Mannheimer Bev√∂lkerung.

Schlimmstenfalls m√ľsse der Verlust von Menschenleben beklagt werden, so Ahl.

Das Aktionsb√ľndnis aus mehr als sechzehn Vereinen und Institutionen setzt sich f√ľr den Erhalt des Hallenbades Seckenheim und eine dauerhafte fl√§chendeckende Versorgung von Mannheims Kindern und Jugendlichen, B√ľrgern und Vereine mit geeigneten Schwimmeinrichtungen ein.

Anm. d. Red.: Thorsten Ahl ist Pressesprecher der DLRG Mannheim.

Hinweis: Unsere Bildergalerie finden sie im Rheinneckarblog…

Feuerwehr kennt keine Ländergrenzen

Dachstuhlbrand in Birkenau ‚Äď Hornbach

Dank massivem Löscheinsatz konnte dieser Brand im hessischen Birkenau schnell gelöscht werden.

 

Birkenau/Weinheim, 15. Januar 2012. (red/fw/RM) Kurz nach 9 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt am Samstagmorgen zur Überlandhilfe in das benachbarte hessische Birkenau alarmiert. Im Ortsteil Hornbach war es in der Heimstraße aus bisher unbekannter Ursache zum Brand einer Pergola gekommen, der sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf das Gebäude und den Dachstuhl ausgebreitet hatte.

Die Feuerwehren Birkenaus r√ľckten zur Einsatzstelle aus und forderten einen L√∂schzug der Abteilung Stadt nach. Daher r√ľckte die Weinheimer Feuerwehr mit dem Einsatzleitwagen, zwei L√∂schfahrzeugen und der Drehleiter zur Einsatzstelle aus.

Die Feuerwehren Birkenaus kämpften mit mehreren Trupps unter Atemschutz gegen die Flammen und hatten eine Wasserversorgung aufgebaut. Parallel dazu wurde die Drehleiter der Weinheimer Feuerwehr in Stellung gebracht.

Schnell zeigte der massive Löscheinsatz der Birkenauer Wehr Erfolg und so konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung auf das Gebäude verhindert werden.

Mit Hilfe der Drehleiter wurde die Dachhaut geöffnet und mit der Wärmebildkamera nach unentdeckten Glutnestern gesucht.

Nach einer Stunde konnte die Feuerwehr Weinheim mit ihrer Mannschaft den Einsatz beenden und ins heimische Baden-W√ľrttemberg zur√ľckkehren.

Alle Fotos: Feuerwehrmann Andreas Eisenhauer

Saukopftunnel: Sperrung am Abend des 07. April 2011


Weinheim/Rhein-Neckar, 07. April 2011. (red/pm) Im Rahmen des Baus des Fluchtstollens am Saukopftunnel wird am heutigen Donnerstag, den 07. April 2011, von 20:00-23:00 Uhr eine 3-st√ľndige Vollsperrung f√ľr den Fahrzeugverkehr erforderlich.

Dies teilt das Amt f√ľr Stra√üen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) mit und erg√§nzt, dass die Sperrzeit au√üerhalb der Berufsverkehrszeiten terminiert wurde.

Die Sperrung beginnt um 20:00 Uhr und wird gegen 23:00 Uhr wieder aufgehoben. Die Umleitung erfolgt √ľber die Landesstra√üe L3408, also √ľber Weinheim, Birkenau und Reisen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das weinheimblog