Dienstag, 21. November 2017

Stadt des fairen Handels: Alle Kriterien erfĂŒllt

Weinheim wird Stadt des fairen Handels

Weinheim, 26. September 2014. (red/pm) Weinheim wird zur Fairtrade-Stadt, wie es bislang schon 276 Kommunen in Deutschland sind, darunter in der Region zum Beispiel Heidelberg, Mannheim, Heppenheim, Viernheim, Bensheim, Lampertheim und Speyer. Die Fairtrade-Town-Kampagne ist auch international verbreitet. WeltstĂ€dte wie London, Rom, BrĂŒssel und San Francisco sind Fair-Trade-Town. [Weiterlesen…]

4. Demenztag am 19. Oktober

Weinheim knĂŒpft ein „Netzwerk Demenz“

Weinheim, 18. August 2014. (red/pm) Weinheim knĂŒpft ein „Netzwerk Demenz“: Dieter Gerstner organisiert bereits zum zweiten Mal Schulungen fĂŒr „Demenzpaten“. Der 4. Demenztag findet am 19. Oktober statt. [Weiterlesen…]

Vortrag mit Heidi Zieger

„Stadien der Demenz“

Weinheim, 30. April 2014. (red/pm) Der Runde Tisch Demenz setzt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Alzheimer in Weinheim seine Vortragsreihe mit Experten zum Thema Demenz fort. Am Donnerstag, 08. Mai, 18:00 Uhr im Bodelschwingh-Heim spricht GeschĂ€ftsfĂŒhrerin und Pflege-Expertin Heidi Zieger zum Thema „Stadien der Demenz“. Auch dieser Vortrag wird kostenfrei angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos zum Thema und zum Förderverein gibt es auch beim Vorsitzenden Dieter Gerstner unter 06201-64578.

Förderverein Alzheimer koordiniert ein neues Netzwerk

Ein Schutzraum fĂŒr hilflose Menschen

Weinheim/Bergstraße, 04. April 2014. (red/pm) Um Menschen, die von Demenz betroffen sind zu schĂŒtzen, hat der Förderverein Alzheimer e.V. das Netzwerk „Schutzraum Demenz“ gegrĂŒndet. Netzwerkpartner sind das Bodelschwingh-Heim, die Weinheimer Polizei und das Amt fĂŒr Soziales, Jugend, Familie und Senioren. [Weiterlesen…]

Dritter Demenztag am 13. Oktober

Weinheim knĂŒpft ein „Netzwerk Demenz“

alzheimer verein

Was können wir tun, damit Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Diese Frage stellt sich nicht nur Dieter Gerstner, sondern auch die Mitglieder des Fördervereins Alzheimer e.V. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 09. Juli 2013. (red/pm) Dieter Gerstner kennt sich beim Thema Demenz aus, wie nur wenig andere Menschen. „Die zentrale Frage unserer Gesellschaft wird lauten: Was können wir tun, damit Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können?“, sagt der Pflegedienstleiter im Ruhestand. [Weiterlesen…]

Dieter Gerstner ist Vorsitzender des Förderverein Alzheimer

Spenden gegen das Vergessen

Weinheim, 09. Oktober 2012. (red/pm) „Der Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, Hilfe fĂŒr Demenzkranke und deren Angehörige. Der Satzungszweck wird verwirklicht zum Beispiel durch Schulungen und VortrĂ€ge, den Aufbau eines ‚Netzwerkes Demenz’, AufklĂ€rungs- und Informationsarbeit in der Bevölkerung.“

Information der Stadt Weinheim:

„So steht es in dem Dokument, das jetzt der GrĂŒndungsversammlung des „Fördervereins Alzheimer Weinheim“ vorgelegen hat, juristisch geprĂŒft und dem Amtsgericht vorgelegt.
Jetzt hat die breite gesellschaftliche Bewegung, die sich in Weinheim seit anderthalb Jahren an einem „Runden Tisch Demenz“ trifft und am Sonntag, 14. Oktober ihren zweiten Weinheimer Demenztag veranstaltet, einen Förderverein, der „ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Zwecke“ verfolgt und die Gabe von Spenden aus der Bevölkerung erleichtert. Motor der VereinsgrĂŒndung war, wie so oft beim Thema Demenz, Dieter Gerstner, der Vize-Vorsitzende und Pflegeexperte des Stadtseniorenrates.

Bei seinen Projekten in den letzten Monaten hat der frĂŒher hauptamtliche Pflegedienstleiter immer öfter merken mĂŒssen, dass trotz ehrenamtlichem Einsatz immer wieder finanzielle Mittel erforderlich sind, um effektiv vorgehen zu können. Der Runde Tisch Demenz als Netzwerk aller mit dem Thema beschĂ€ftigten Akteure in der Stadt ist dazu aber nicht in geeigneter Weise aufgestellt. Deshalb suchte Gerstner Mitstreiter und bereitete eine Satzung vor; zu den GrĂŒndungsmitgliedern zĂ€hlt auch die Stadt Weinheim, die am Runden Tisch Demenz mit Claus Hofmann vom Amt fĂŒr Jugend und Soziales und Pressesprecher Roland Kern vertreten ist.

Elf anwesende GrĂŒndungsmitglieder wĂ€hlten nun Dieter Gerstner als Vorsitzenden und Dora Jakob zu seiner Stellvertreterin. Peter Dierl wird – wie im Stadtseniorenrat – als Schatzmeister fungieren, Christian Rupp, Pflegedienstleiter im Bodelschwingh-Heim als SchriftfĂŒhrer. Beisitzerinnen sind Elisabeth Merkert und Rosemarie Sowada, RechnungsprĂŒfer Daniel Schwöbel und Hasso Sieverling.

Weitere Infos zum Förderverein Alzheimer beim Vorsitzenden Dieter Gerstner unter 06201 / 64578. Er steht auch beim Weinheimer Demenztag am Sonntag, 14. Oktober (14:00 bis 17:00 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus) fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung.“

2. Weinheimer Demenztag

Mit moderner Technik besser leben

Mit modderner Technik besser leben. 2. Weinheimer Demenztag. Bild: DRK e.V., Fotograf: Andre Zelck, Essen.

 

Weinheim, 08. Oktober 2012. (red/pm) „FĂŒr ein selbstbestimmtes Leben zu Hause“ – so lautet das Motto des 2. Weinheimer Demenztages, der am Sonntag, 14. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfindet. Organisatoren sind der Stadtseniorenrat und der „Runde Tisch Demenz“. Am 2. Weinheimer Demenztag sind halbstĂŒndlich interessante VortrĂ€ge zu hören.

Information der Stadt Weinheim:

„FĂŒr ein selbstbestimmtes Leben zu Hause“, diesem Thema widmet sich auch ein Vortrag, den um 15:30 Uhr Horst Seibert vom Deutschen Roten Kreuz halten wird. Er ist dort Projektbeauftragter „AAL“. Diese drei Buchstaben erklĂ€ren eigentlich die englische Bezeichnung „Ambient Assisted Living“, was sinngemĂ€ĂŸ soviel bedeutet wie „Altersgerechte Assistenzsysteme“ im Haushalt, also unterstĂŒtzende Technik im Wohnumfeld. Das kann der klassische Hausnotruf sein, das können aber weitere technische GerĂ€te sein, die dem alten und pflegebedĂŒrftigen Menschen helfen, zu Hause zurechtzukommen. Die Möglichkeiten reichen sogar bis zu einem Mobilruf mit GPS-Ortung und dem so genannten „Geofencin“, mit der die Kontrolle verwirrter Menschen möglich ist.

Nach der Eröffnung um 14:00 Uhr durch Hans Mazur vom Stadtseniorenrat und BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, wird es im Saal des Rolf-Engelbrecht-Hauses jede halbe Stunde einen interessanten Kurzvortrag geben. „AAL-Beauftragter“ Horst Seibert spricht um 15:30 Uhr. Weitergehende Infos und praktische Beispiele werden am Stand des DRK im Foyer geboten.

Um 14:30 Uhr widmet sich Christian Rupp, Pflegedienstleiter am Bodelschwingh-Heim, dem Thema Biographiearbeit bei dementen Menschen. Er erklĂ€rt: „Da in der Regel das KurzzeitgedĂ€chtnis nicht mehr funktioniert, sind wir auf den Erfahrungsschatz des LangzeitgedĂ€chtnisses angewiesen. Viele demente Menschen können auf das darin vorhandene Potential relativ lange zurĂŒckgreifen. Sie konfrontieren sozusagen uns als Angehörige oder Betreuungspersonal mit dem Gestern der eigenen Lebensgeschichte.“ Der Vortrag will Möglichkeiten aufzeigen, wie man dementen Menschen unter BerĂŒcksichtigung der Biographie begegnen kann, um eine wertschĂ€tzende Haltung einzunehmen und letztendlich das GefĂŒhl des Verstandenseins zu geben. Hierbei wird Rupp immer wieder auf Praxisbeispiele zurĂŒckgreifen, die auf langjĂ€hriger Erfahrung im Demenzbereich des Heimes basieren. Auch das Bodelschwingh-Heim ist im Foyer mit einem Stand vertreten.“

Info: 2. Weinheimer Demenztag am Sonntag, 14. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr, die Akteure des „Runden Tisch Demenz“ stehen im Rolf-Engelbrecht-Haus fĂŒr Fragen und Informationen zur VerfĂŒgung. KurzvortrĂ€ge (etwa 15 Minuten lang) werden halbstĂŒndlich gehalten.

Die VortrÀge im Einzelnen sind:

14:30 Uhr Heute mit Gestern leben, Biografiearbeit bei Demenz, Christian Rupp, PDL Bodelschwingh-Heim
15:00 Uhr Ambulante Leistungen der Pflegeversicherung fĂŒr Menschen mit Demenz, Andreas Töpfl, BEK/GEK
15:30 Uhr UnterstĂŒtzende Technik im Wohnumfeld, Horst Seibert, Projektbeauftragter AAL beim DRK
16:00 Uhr Einsatzmöglichkeiten von AlltagsbetreuerInnen, Helen-Keller-Schule Weinheim
16:30 Uhr Ergotherapie und ihr Einsatz bei Menschen mit Demenz, Andreas Kluge, Ergopraxis Kluge

Brand im Bodelschwingh-Heim - fĂŒnf Verletzte

Nur einen Tag nach der Übung folgt der Ernstfall

Weinheim, 15. April 2012. (red/fw) Aktualisiert! Am Samstagmittag rĂŒckte die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt zur Übung ins Seniorenheim in die Bodelschwinghstraße aus. Angenommen wurde ein Zimmerbrand, der die komplette Station verrauchte. Am Sonntagabend brannte es dann tatsĂ€chlich im Bodelschwingheim. Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Das Feuer ist nach unseren Informationen in einer geschlossenen Demenzabteilung in einem Schrank ausgebrochen. Deshalb wurde die Berufsfeuerwehr Mannheim hinzugezogen, um Schadstoffmessungen zu machen, da die Bewohner nur schlecht in anderen RĂ€umen untergebracht werden können.
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110. Weinheimer Sommertagszug wieder mit rund 3000 Teilnehmern

Den FrĂŒhling mit allen Sinnen genießen

Der Winter wird auf dem Weinheimer Marktplatz verbrannt. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 13. MĂ€rz 2012. (red/pm) Rund 3000 Teilnehmer in 58 Gruppen haben sich wieder fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Sommertagszug der Region angemeldet. Der Zug startet am Sonntag, 18. MĂ€rz 2012, um 14 Uhr an der Peterskirche. GeĂ€nderte Route wegen Bauarbeiten in der FußgĂ€ngerzone.

Von Roland Kern:

„Wenn es darum geht, den Winter zu vertreiben und den FrĂŒhling zu begrĂŒĂŸen, sind alle Menschen gleich. Egal ob alt oder jung, ob spanisch, griechisch, odenwĂ€lderisch oder schlicht weinheimerisch, ob kraftstrotzend oder mit Handicap – sie ziehen alle an einem Strang gegen VĂ€terchen Frost, so dass sich der schaurige Geselle den zĂŒngelnden Flammen ergeben muss. So wird es wieder ausgehen, wenn am Sonntag, 18. MĂ€rz, ab 14 Uhr der Weinheimer Sommertagszug durch die Straßen der Innenstadt zieht.

Das KulturbĂŒro hat jetzt das Programm und die Zugfolge zusammengestellt: Es sind tatsĂ€chlich wieder rund 3000 Teilnehmer in 58 Gruppen am grĂ¶ĂŸten Sommertagszug der Region, rund 2000 hiervon sind Kinder. Schon seit Wochen wird an den Grundschulen gebastelt und gewerkelt. Sie stellen immer die grĂ¶ĂŸten Gruppen: 270 Pestalozzi-GrundschĂŒler gehören dem bunten Wurm an, 250 ABC-SchĂŒtzen der Albert-Schweitzer-Schule und 240 der Friedrich-Grundschule.

Nicht anders sieht es an den KindergĂ€rten aus. Die KiTa „Kuhweid“ ist mit 80 Minis die grĂ¶ĂŸte Gruppe, Motto: „Klingender FrĂŒhling“ – da gibt es also was auf die Ohren.

Sechs Musikgruppen begleiten den Zug

A propos. Sechs Musikgruppen begleiten den Zug und haben als Aufgabe ein viertes Lied aufbekommen. Zu „Stri Stra Stro“, „Winter Ade“ und „Alle Vöglein sind schon da“ wurde „Im MĂ€rzen der Bauer“ aufgenommen.

Man hat den Eindruck, der Weinheimer Sommertagszug wird von Jahr zu Jahr bunter und vielseitiger. Der griechisch-deutsche Freundeskreis „Philia“ gehört schon zum Erscheinungsbild des Zuges, es gibt auch wieder eine spanische Gruppe, viele Vereine sind dabei und natĂŒrlich die Karnevalisten der „BlĂŒten“ mittendrin.

Zum ersten Mal nimmt die Nikolauspflege teil, die in Weinheim ein Wohnheim fĂŒr Menschen mit Behinderung unterhĂ€lt, das Paul- und Charlotte-Kniese-Haus. Sie versprechen „mit allen Sinnen den FrĂŒhling genießen“ und stellen immerhin eine Fußgruppe von 45 Personen.

Mit einem Schuss Selbstironie widmen Mitarbeiter des „Bodelschwinghheims“ ihren Wagen dem Demografischen Wandel und beteiligen sich unter dem Motto „Geliftet in den FrĂŒhling“.

Der Zug marschiert wieder um 14 Uhr an der Peterskirche ab und wird etwa eine Stunde spĂ€ter am Marktplatz sein, wo diesmal im unteren Bereich (vor dem Alten Rathaus) der Schneemann (durch die Feuerwehr) geordnet verbrannt wird. Zwei Dinge sind ebenfalls neu in diesem Jahr: Wegen der Bauarbeiten in der FußgĂ€ngerzone fĂŒhrt der Sommertagszug ab der „Weinheimer Reiterin“ parallel zur Hauptstraße und biegt am Roten Turm zum Marktplatz ab. Und am „Kriegerdenkmal“ in der Bahnhofstraße wird Moderator Frank Schuhmacher gemeinsam mit Karl LohrbĂ€cher die Zugnummern ĂŒber Lautsprecher vorstellen. Die genaue Zugfolge und weitere Infos, wie die Texte der FrĂŒhlingslieder stehen auf www.weinheim.de als Download zur VerfĂŒgung.“

Service:

Aufstellung und Beginn: Der Zug wird um 13.30 Uhr in der Grundelbachstraße zwischen Petersplatz und DĂŒrrestraße aufgestellt. Beginn des Zuges ist 14 Uhr.

Zugweg: Der Zugweg bewegt sich vom Petersplatz durch die Hauptstraße, Bahnhofstraße, Schulstraße, Luisenstraße. Dann zieht er im Gegenzug auf der Bahnhofstraße an sich selbst vorbei wieder zur Hauptstraße und verlĂ€uft nun ab der „Weinheimer Reiterin“ vorm Karlsberg durch die Institutstraße, biegt dann am Notariat in die Rote Turm-Straße ein, geht am Roten Turm vorbei und landet von oben am Marktplatz.

Parken: Das Parkhaus DĂŒrreplatz (Weinheim Galerie), der Parkplatz Grundelbachstraße (Lindenplatz), die Tiefgarage Karsbergpassage, die Atrium Garage sowie die Tiefgarage des Werner-Heisenberg-Gymnasiums sind in der Zeit von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Das Parken auf den öffentlichen ParkplĂ€tzen ist sonntags in Weinheim kostenlos.

Verlorene Kinder: Das DRK richtet wieder im oberen Bereich des Markplatzes eine Stelle ein, an der Eltern ihre Kinder wiedertreffen können.

Hotline: Bei unsicherem Wetter können die Teilnehmer am Sonntag zwischen 11 Uhr und 12.30 Uhr unter den Telefonnummern 06201/8 25 91, 8 25 92, 8 25 93 erfahren, ob der Zug stattfindet. Falls dieser ausfÀllt, wird dies auch auf www.weinheim.de und www.facebook.de/weinheim veröffentlicht.

Sonderfahrt von Bus und Bahn: Aus Richtung Rippenweier, Oberflockenbach und Gorxheimertal: um 12.50 Uhr ab Rippenweier, um 12.55 Uhr ab Oberflockenbach und um 13.10 Uhr ab Gorxheim. ZusĂ€tzliche RĂŒckfahrmöglichkeiten besteht um 17.35 ab Weinheim Bahnhof, um 17.38 Uhr ab Schlossbergterrasse, um 17.39 Uhr ab Hexenturm. Die genauen Abfahrtzeiten der Sonderbusse können auch der Fahrplantabelle der BRN entnommen werden. Aus Richtung Hemsbach:  um 12.46 Uhr ab Sulzbach West, um 12.53 Uhr ab Hemsbach Mitte, um 12.56 Uhr ab Sulzbach (Es werden alle Haltestellen der Linie 631 angefahren). Aus der Weststadt: um 13.02 Uhr ab Theodor-Heußstraße, um 13.05 Uhr ab Eichenweg, um 13.09 Uhr ab Wormser Straße (Es werden alle Haltestellen der Buslinie 633 angefahren). FĂŒr die Stadtteile Hohensachsen, LĂŒtzelsachsen und Waid/Ofling wird eine Sonderlinie zum DĂŒrreplatz eingerichtet. Es bestehen folgende Fahrmöglichkeiten: Waid 12.55 Uhr und 13.25 Uhr Ofling 12.57 Uhr und 13.27 Uhr, Hohensachsen 13 Uhr und 13.30 Uhr, LĂŒtzelsachsen 13.05 Uhr 13.35 Uhr. RĂŒckfahrtmöglichkeiten bestehen ab DĂŒrreplatz um 16.20 Uhr. Die Haltestellen werden in der Reihenfolge LĂŒtzelsachsen – Hohensachsen – Ofling – Waid bedient.In allen obengenannten Sonderbussen gelten die gĂŒnstigen Tarifangebote des VRN. Familien und kleine Gruppen fahren mit dem Ticket 24 plus besonders gĂŒnstig.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

„Er wurde immer seltsamer“

Guten Tag!

Weinheim, 20. September 2011. Eine betroffene Frau schildert das Leben mit ihrem demenzkranken Ehemann – Runder Tisch Demenz strebt Patenschaftsmodell an

Von Roland Kern

"Gesichter der Demenz". Plakat zum Welt-Alzheimertag 2011. Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V..

Die TrĂ€nen treten ihr so plötzlich in die Augen, als hĂ€tten sie sich lange angestaut. „Ich habe in meinem Leben nie Schulden gemacht“, schluchzt Martha Mayer (Name von der Redaktion geĂ€ndert), „und jetzt muss ich wohl bald von Sozialhilfe leben“.

Sie braucht eine Weile im GesprĂ€ch ĂŒber ihre Lebenssituation, bis sie auf die finanziellen UmstĂ€nden zu sprechen kommt. Alle anderen Sorgen nennt sie offen und ehrlich, und die 62-jĂ€hrige FrĂŒhrentnerin meistert ihr Leben – und das ihres Mannes irgendwie mit.

Der demenzkranke 68-jĂ€hrige Weinheimer lebt seit jetzt drei Wochen in einem Altenpflegeheim im vorderen Odenwald. Martha Mayer ist froh, dass sie den Platz gefunden hat. Doch so schnell. Im Sommer musste ihr Mann von heute auf morgen in die Psychatrische Klinik in Wiesloch eingeliefert werden. Das Leben zuhause wurde fĂŒr das Paar zu schwierig, auch zu gefĂ€hrlich. Es ging einfach nicht mehr.

Im GesprĂ€ch mit uns und Dieter Gerstner, dem Demenzexperten und Vorsitzenden des Runden Tisch Demenz in Weinheim, schildert Martha Mayer zum heutigen „Weltalzheimertag“ das Leben mit ihrem demzkranken Mann.

„FĂŒr uns kam leider jede Hilfe zu spĂ€t.“

Gerstner hat die Familie Mayer in den letzten Wochen begleitet und stand immer wieder mit RatschlĂ€gen und Tipps zur Seite. „Ich kann nur jedem Menschen in dieser Lage raten, diese Angebote in Anspruch zu nehmen“, sagt Martha Mayer. Und fĂŒgt hinzu: „FĂŒr uns kam leider jede Hilfe zu spĂ€t.“ Die Familie hat keine Hoffnung mehr, dass der Ehemann und Vater jemals wieder in sein ReihenhĂ€uschen in der Weinheimer Weststadt zurĂŒckkehren wird.

Die VerdrĂ€ngung findet von alleine statt. „Wenn ich ihn im Heim besuche“, schildert Martha Mayer, „dann sitzt dort ein hilfsbedĂŒrftiger Mensch, aber mein Mann, nein das war ein anderer“. Das war der gelernte Elektriker, der sich lange in seinem Beruf fortgebildet hat, mit Ende 40 nochmal die Schulbank drĂŒckte, der nach seinem vorzeitigen Ruhestand Jahre lang das von der Mutter geerbte HĂ€uschen renovierte und schick herrichtete. „Wir haben unser Leben lang keinen Handwerker gebraucht, er konnte alles alleine“, blickt sie zurĂŒck und muss schmunzeln.

Vor drei Jahren, er war 65, merkte sie, „dass mit meinem Mann etwas nicht stimmte“. Er begann SĂ€tze zu sprechen, die im verbalen Wirrwarr endeten. Er war zunehmend lustlos und ĂŒbellaunig, brach zu ziellosen SpaziergĂ€ngen auf, begann die Körperpflege zu vernachlĂ€ssigen. „Er wurde immer seltsamer“, erzĂ€hlt Martha Mayer. Der eigene Zerfall war ihm nur zeitweise bewusst. „Was stimmt mit mir nicht?“, fragte er manchmal. Andererseits weigerte er sich, einen Arzt aufzusuchen. Bis zuletzt. Bis es nicht mehr ging, und dann war die Diagnose schon vorher klar. In dieser frĂŒhen Phase war die Frau hilflos, wusste nicht so recht, an wen sie sich wenden konnte. Heute macht sie sich VorwĂŒrfe: „Vielleicht hĂ€tte man da noch etwas tun können.“

Die Lebenslage des Ehepaars wurde immer schlimmer. Bald konnte Martha Mayer ihren Mann nicht mehr alleine lassen, selbst eine stundenweise engagierte Betreuung war schließlich ĂŒberfordert. Einmal stahl er sich davon und fingerte am Sicherheitskasten herum. Nur durch ein Wunder ist nichts Schlimmes passiert.

Dieter Gerstner und seine Mitstreiter vom Runden Tisch Demenz in Weinheim wollen kĂŒnftig eine frĂŒhere Hilfsbereitschaft fĂŒr Demenzbetroffene organisieren. Gerstner, der frĂŒher hauptberuflich als Pflegedienstleiter tĂ€tig war, strebt ein Patenschaftsmodell an, bei dem Familien ehrenamtliche Helfer zur Seite stehen. Erste positive Resonanz hat er schon erhalten.

„Es wĂ€re eine gewaltige Erleichterung fĂŒr mich gewesen, so einen Menschen in der NĂ€he zu wissen, denn oft braucht man eine spontane Hilfe“, erklĂ€rt Martha Mayer. Sie hat erfahren mĂŒssen: „Als demenzbetroffene Familie ist man oft alleine.“ Auch viele Bekannte hĂ€tten in dieser Zeit den Kontakt abgebrochen, schildert sie. Die eigene Tochter wohnt nicht in Weinheim und konnte selten einspringen, wenn Hilfe nötig war.

Im Moment muss Martha Mayer erfahren, dass auch der Staat mit seinem Regelwerk fĂŒr PflegefĂ€lle keine Kompromisse kennt. Seit zwei Jahren ist ihr Mann mit Pflegestufe eins ausgestattet. Die Rente reicht gerade dafĂŒr aus. Wenn die Pflegestufe erhöht wird, was bei dem Zustand des Patienten möglicherweise unvermeidlich wird, klafft eine LĂŒcke. Beim Sozialamt habe sie sich deshalb schon erkundigt, berichtet sie. Wenn der Staat als Bezahler einspringe, heißt es, könne sie zwar ihr Haus behalten. Allerdings werde eine Grundschuld eingetragen und im Gegenzug der Hartz-IV-Satz als Lebensgrundlage eingerĂ€umt. „Ich habe richtige Existenzangst“, beichtet Martha Mayer mit TrĂ€nen in den Augen.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

Service

Demenzberatung in Weinheim

In Weinheim bietet der PflegestĂŒtzpunktes des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadtseniorenrat Weinheim jeden zweiten Donnerstag, 14.30 Uhr bis 17 Uhr am PflegestĂŒtzpunkt in der Weinheim Galerie eine Demenzberatung an (3. OG, Zimmer 317), Telefon 06221-5222620 (Anmeldung erforderlich) oder karola.marg@rhein-neckar-kreis.de. Infos zum Runden Tisch Demenz und weiteren Angeboten fĂŒr Demenzbetroffene erteilt der Stadtseniorenrat (Telefon 06201 / 18 43 90, mail: stadtseniorenrat-weinheim@web.de oder alle dem Runden Tisch angeschlossenen Einrichtungen.

Weltalzheimertag: Am 21. September 2011 im Bodelschwinghheim

Die Woche vom 19. bis 26. September ist bundesweit der Demenzerkrankung gewidmet. Heute, am 21. September, dem „Weltalzheimertag“, bietet das Bodelschwingh-Heim am Weinheimer Schlosspark zwei öffentliche Vortragsveranstaltungen an, jeweils im Kultur- und Begegnungszentrum des Hauses mit Kaffee und Kuchen. Um 15 Uhr wiederholt Leiterin Heidi Zieger ihren bereits am Demenztag im Juni gehaltenen Vortrag „Demenz – Validation nach Naomie Feil“.

„Heute mit gestern leben“, heißt ein sich anschließender Vortrag von Pflegedienstleiter Christian Rupp um 16.30 Uhr. Am Samstag, 25. September, wird die Weinheimer Autorin Antonia Scheib Berten am Buchladen SchĂ€ffner in der FußgĂ€ngerzone einen Infostand mit Materialien der Alzheimergesellschaft Baden-WĂŒrttemberg betreuen, gerne auch BĂŒcher signieren und zu GesprĂ€chen bereit stehen, ebenso wie Dieter Gerstner selbst und Karola Marg vom Weinheimer PflegestĂŒtzpunkt.