Sonntag, 19. November 2017

Stadt will eine Lösung für die Situation an der Engstelle gefunden haben

„Mehr Sicherheit in der Breslauer Straße“

Weinheim, 26. November 2014. (red/pm) Laut Angaben der Stadtverwaltung gebe für die Breslauer Straße in Höhe der Engstelle (nahe der Metzgerei Kadel und der Kreuzung mit der Königsberger Straße) eine Lösung, „die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird“. Dies sei das Ergebnis „einer genauen Betrachtung“, die von den Verkehrsplanern im Weinheimer Amt für Stadtentwicklung vorgenommen worden ist. [Weiterlesen…]

Sturz mit 1,5 Promille im Blut

21-jähriger Radfahrer schwer verletzt

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/pm) Schwere Verletzungen zog sich ein 21-jähriger Radfahrer bei einem Sturz am Sonntag gegen 23:45 Uhr innerhalb der Baustelle in der Breslauer Straße zu. [Weiterlesen…]

Stadtteilbegehung mit Weinheimer Senioren

Das Stahlbad – besser als sein Ruf

Weinheim, 02. Juli 2014. (red/pm) Sehr ruhig, verkehrsarm, viel grün – eigentlich ein schönes Wohngebiet in Weinheim. Das war das positive Fazit der sechsten und damit letzten Begehung in der Weinheimer Weststadt mit Älteren im Rahmen des Projekts „alter(n)sfreundliche Kommune“. [Weiterlesen…]

Päckchen Marihuana fallen gelassen

Mit Drogen erwischt

polizei_feature11Weinheim/Rhein-Neckar, 27. Januar 2014. (red/pol) Am späten Sonntagabend, kurz nach 23:00 Uhr, kontrollierten Polizeibeamte einen Mercedes, der in der Hofeinfahrt eines Hotels in der Breslauer Straße geparkt war. Beim Annähern stieg eine 21-Jährige Frau aus Zwingenberg aus dem Auto und ließ ein Päckchen mit Marihuana auf den Boden fallen. Sie hielt einen angerauchten Joint in der Hand und führte in ihrer Tasche ein weiteres Päckchen mit Marihuana mit. Die Fahrerin des Mercedes, eine 19-Jährige aus Wald-Michelbach äußerte ebenfalls, Drogen konsumiert zu haben. Ein Urin-Test auf der Dienststelle verlief positiv. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und das Fertigen von Anzeigen wurden die jungen Frauen wieder entlassen.

Rekord: 1.010 Einsätze sind eine beachtliche Leistung

„2013 war ein Brandjahr“

Der Dachstuhl brannte völlig aus

Brand in der Breslauer Straße im Mai 2013. Der Dachstuhl brannte völlig aus.

 

Weinheim, 16. Januar 2014. (red) Es ist ein Rekordjahr – ob man sich aber darüber freuen sollte? Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht hat heute die Einsatzstatistik für das Jahr 2013 vorgestellt: 1.010 Einsätze. Gegenüber 2012 mit 706 Einsätzen gibt es eine damit fast eine Steigerung um 50 Prozent. [Weiterlesen…]

18.000 Euro für die Breslauer Straße

„Wenn eine Stadt zusammenrückt“

Scheck Baptisten

Insgesamt konnten 18.000 Euro für die Brandopferder Breslauer Straße gesammelt werden. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 05. November 2013. (red/pm) Für die Betroffenen des Brandes in der Breslauer Straße konnten über 18.000 Euro gesammelt werden. Die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde widmete den mittellos gewordenen Familien eine Sonderkollekte. [Weiterlesen…]

St. Martin reitet wieder zum Schlosspark

Rabimmel, rabammel, rabumm

Weinheim, 22. Oktober 2013. (red/pm) Am Freitag, 08. November reitet St. Martin wieder. Das erste Ziel ist die Weststadt – aber auch die anderen Ortsteile werden nicht vergessen. [Weiterlesen…]

Benefizkonzert am 21. September – Vorverkauf ab sofort

„Waiting for Frank“ spielt für Breslauer Straße

Waiting for Frank spielen am 21. September für die Familien der Breslauer Straße. Foto: Stadt Weinheim

Waiting for Frank spielen am 21. September für die Familien der Breslauer Straße. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 03. September 2013. (red/pm) Es war wenige Tage nach dem Brand in der Breslauer Straße: Das Ausmaß des Schadens wurde allmählich bekannt, auch dass einige Familien, jetzt mittellos geworden sind. Eine „Spendenaktion“ war der erste Einfall. Reinhold Albrecht, der Weinheimer Feuerwehrkommandant, hatte eine Idee, griff zum Telefon, erreichte seinen Freund, den Fotografen und Musiker Marco Schilling, und wenige Tage später stand es fest: Die Band „Waiting for Frank“ wird ein Benefizkonzert für die besonders betroffenen Familien der Breslauer Straße geben. [Weiterlesen…]

Die Betroffenen des Feuers in der Breslauer Straße brauchen dringend Hilfe - Spendenkonte eingerichtet

Traumatisiert und vor einer ungewissen Zukunft

Die Opfer des Hausebrandes in der Breslauer Straße haben sich gestern mit Vertretern der Wohungsbaugesellschaft, der Stadt Weinheim und der Feuerwehr getroffen

Die Opfer des Hausbrandes in der Breslauer Straße haben sich gestern mit Vertretern der Wohungsbaugesellschaft, der Stadt Weinheim und der Feuerwehr getroffen.

 

Weinheim, 20. August 2013. (red/ch) Am vergangenen Sonntag brach in einem Mehrfamilenhaus in der Breslauer Straße in Weinheim ein Feuer aus. Eine brennende Zigarette setzte letzlich das gesamte Obergeschoss in Brand. Durch das Feuer und die Löscharbeiten ist das gesamte Haus nun für längere Zeit nicht bewohnbar. Die 20 betroffenen Mieter sind solange in einem Hotel oder bei Verwandten untergebracht. Neben den schrecklichen Erlebnissen sind sie nun vor allem mit der Frage beschäftigt, wer für den Schaden in Höhe von rund 500.000 Euro aufkommt. Das Problem: Der Brandverursacher ist nicht versichert. [Weiterlesen…]

Glimmende Zigarette war ursächlich

Breslauer Straße: Brandursache geklärt

Weinheim, 19. August 2013. (red/pol) Rauchen kann tödlich sein. Glück hatten 12 Parteien in einem Haus in der Breslauer Straße: Ein Mieter hatte seine Zigarette nicht richtig ausgedrückt und war eingeschlafen. Brandermittler haben den „Glimmstengel“ als Brandursache ausgesmacht. [Weiterlesen…]

52-jähriger rettet sich über den Balkon

Weinheim : Brand in der Breslauer Straße

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Weinheim, 12. August 2013. (red/ch/Fotos: Freiwillige Feuerwehr Weinheim) In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Feuerwehr Weinheim zu einem Brand in die Breslauer Straße gerufen. Als die Einsatzkräfte dort eintrafen, stand bereits das gesamte vierte Obergeschoss in Flammen. Derzeit ermitteln Sachverständige und Brandermittler die Brandursache. [Weiterlesen…]

Starke Rauchentwicklung

Brennender Brotbackautomat und Personenrettung

Foto: Ralf Mittelbach Feuerwehr Weinheim

Der Brotbackautomat hatte Feuer gefangen. Foto: Ralf Mittelbach, Feuerwehr Weinheim

 

Weinheim, 28. Juni 2013. (red/pm) Am Mittwochnachmittag gegen 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr Abteilung Stadt zu einem Zimmerbrand in die Breslauer Straße gerufen. Ein Handwerker der zufällig auf dem Dach arbeitete, hatte die Rauchentwicklung und den Brandgeruch bemerkt. [Weiterlesen…]

Gestern tagte der Ausschuss für Technik und Umwelt

Zweite Phase des Lärmaktionsplans auf den Weg gebracht

Die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt bleiben stur: Sie liefern keine Daten über Lärm von den Schienen. Für den Lärmaktionsplan wird die Stadt nun ein eigenes Gutachten beauftragen.

Die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt bleiben stur: Sie liefern weiterhin keine Daten über Krach von den Schienen. Für den Lärmaktionsplan wird die Stadt nun ein eigenes Gutachten beauftragen.

 

Weinheim, 13. Juni 2013. (red/ld) Weil der Baugrund auf dem Friedhof über die Jahre aufgeweicht ist, sinkt das Fundament der Friedhofskapelle und verursacht Risse, die immer größer werden. Der Ausschuss für Technik und Umwelt hat gestern beschlossen, dem ein Ende zu setzen und das Gebäude mittels einer sogenannten „Pfahlgründung“ stabilisieren zu lassen. Bei der zweiten Phase der Lärmaktionsplanung wollen die Stadträte nicht länger auf die Daten der Deutschen Bahn warten. Stattdessen wird die Stadt ein eigenes Gutachten in Auftrag geben. Außerdem wird geprüft, ob das Sanierungsgelände „Am Bahnhof“ um einige Grundstücke erweitert werden kann. [Weiterlesen…]

Gemeinderat verabschiedet Haushaltsplanung für 2013

Der Plan: Große Investitionen, ohne neue Schulden

Weinheim, 04. März 2013. (red/aw) Der Weinheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 27. Februar die Haushaltsplanung 2013 verabschiedet. Die Planung sieht große Investitionen für Schulen, Kultur und Vereine vor und soll trotzdem ohne neue Schulden auskommen. Insgesamt hat sich die finanzielle Lage der größten Stadt im Rhein-Neckar-Kreis verbessert. Mit deutlicher Mehrheit stimmte der Gemeinderat dem Beschlussantrag der Stadtverwaltung zu. [Weiterlesen…]

Familienheim Rhein-Neckar eG muss nichts erstatten

Stadt verliert „Abbruchprozess“

Weinheim, 19. Januar 2013. (red/pro) Am vergangenen Montag hat das Landgericht Mannheim entschieden, dass die Familienheim Rhein-Neckar eG der Stadt Weinheim kein Geld für angeblich zu hoch kalkulierte Abbruchkosten erstatten muss. Die Familienheim hatte einen Subunternehmer mit dem Abbruch zweier Häuser am Windeckplatz beauftragt.

Der Hauptausschuss des Gemeinderats hatte im Februar 2012 mehrheitlich beschlossen, dass die Stadt gegen die Familienheim Rhein-Neckar eG klagen sollte. Der Vorwurf: „Arglistige Täuschung“ bei der Abrechnung von Abbruchkosten für zwei Gebäude. Insgesamt beträgt der Streitwert 69.000 Euro.

Das Landgericht Mannheim machte „kurzen Prozess“ und konnte dem Vorwurf nicht folgen. Somit erhält die Stadt kein Geld zurück und bleibt auf den Anwalts- und Gerichtskosten sitzen.

Da noch keine Urteilsbegründung vorliegt, äußert sich die Stadt Weinheim noch nicht zum Verfahren. Auf Nachfrage sagte Roland Kern, Sprecher der Stadt, dass man die Urteilsbegründung noch abwarte und sich dann anwaltlich beraten lasse, ob dem Urteil widersprochen werde und die nächste Instanz beim Oberlandesgericht Karlsruhe gesucht wird.

Pikant: Oberbürgermeister Heiner Bernhard selbst sah wenig Chancen für einen erfolgreichen Prozess und auch ein anwaltliches Gutachten riet von einer Klage ab. Ausgerechnet der Prozessgegner Familienheim Rhein-Neckar eG soll aktuell Käufer der 209 Wohnungen in der Stettiner und Breslauer Straße sein. Das Geschäft ist noch nicht perfekt. Man kann davon ausgehen, dass die Stadt wenig Interesse hat, die Verhandlungen durch einen Prozess zu belasten, zumal die öffentliche Nennung durch den FDP-Fraktionssprecher Günter Breiling, der in der vergangenen Hauptausschusssitzung einen Verkaufserlös von 6 Millionen Euro „ausplauderte“, die Verhandlung sicherlich ebenfalls enorm belasten.

FDP-Stadtrat Breiling "verbabbelt" sich - Oberbürgermeister Bernhard verlässt kopfschüttelnd den Saal

Wohnungsverkauf bringt sechs Millionen Euro

Sechs Millionen Euro soll der Verkauf der 209 Wohnungen in der Stettiner und Breslauer Straße bringen. Oberbürgermeister Bernhard war fassungslos ob der unüberlegten „Veröffentlichung“ der „geheimen Zahl“ durch FDP-Stadtrat Günter Breiling heute im Hauptausschuss.

 

Weinheim, 16. Januar 2013. (red/hp) Sechs Millionen Euro bringt der Verkauf der 209 Wohnungen in der Stettiner Straße. Das erklärte soeben FDP-Fraktionsvorsitzender Günter Breiling in der laufenden öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses. Damit hatte sich der Gemeinderat offenbar „verbabbelt“. Fassungslos starrte Oberbürgermeister Heiner Bernhard den Stadtrat Breiling einige Sekunden lang an und rang nach Worten: „Das gibt’s nicht! Das glaub ich jetzt nicht!“

Breiling ließ sich durch den sichtlich empörten Oberbürgermeister nicht aufhalten und redete seelenruhig in seiner monotonen Art weiter. Bernhard konnte sich nicht beruhigen. Kopschüttelnd verließ er den Saal. Der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner übernahm die Leitung. Erst einige Minuten später kam er wieder zurück, schluckte die Empörung über diese Form der „Veröffentlichung“ durch die Äußerung Breilings herunter und nahm die Sitzungsführung wieder in die Hand.

Im Dezember hat der Gemeinderat beschlossen die 209 Wohnungen in der Stettiner und der Breslauer Straße an die Familienheim Rhein-Neckar e.G. zu verkaufen. Zu den Konditionen und dem Verkaufspreis wollte die Stadtverwaltung sich damals nicht äußern. Unseren Bericht lesen Sie hier: Familienheim soll Stadtwohnungen kaufen.

Führerschein einbehalten

PKW-Fahrerin mit 2,3 Promille

Weinheim, 14. Januar 2013. (red/pol) Aufgrund ihrer unsicheren Fahrweise fiel am Sonntag gegen 01.00 Uhr in der Breslauer Straße eine 34jährige Pkw-Fahrerin einer Streife des Polizeireviers Weinheim auf.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Bei der anschließend durchgeführten Verkehrskontrolle stellten die Beamten fest, dass die Frau unter Alkoholeinwirkung stand und mit einem Alkoholtestergebnis von 2, 3 Promille nicht mehr in der Lage war, mit ihrem Pkw am Straßenverkehr teilzunehmen. Der Fahrerin wurde eine Blutprobe entnommen. Ihr Führerschein wurde einbehalten und wird mit einer Anzeige der Staatsanwaltschaft zugeleitet.“

Stadt will Wohnungen in der Breslauer und Stettiner Straße verkaufen

„Wir müssen auf die soziale Situation aufpassen.“

209 Wohnungen mit 12.000 Quadratmeter Wohnfläche insgesamt sollen verkauft werden – die Mieten betragen durchschnittlich noch 4,51 Euro pro Quadratmeter. Das dürfte kaum noch zu halten sein.

 

Weinheim, 18. Dezember 2012. (red) Die Stadt hat ein Problem mit 209 Wohnungen in der Breslauer Straße 14-22 und in der Stettiner Straße 2-4, 22-60. Etwa 260 entstand dort günstiger Wohnraum für sozial schwächere Mieter. Die Stadt war Besitzer, eine Firma Betreiber. Diese Konstruktion funktioniert nicht mehr, deshalb will die Stadt die Wohnungen verkaufen. Das Problem: Wie sichert man die soziale Situation ab?

Von Hardy Prothmann

„Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Oberbürgermeister Heiner Bernhard gestern auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz und strahlt: „Da mach ich die Sonntagspost auf und erhalte ein Kaufangebot in Millionenhöhe für die Immobilien in der Stettiner und Breslauer Straße.“ Der Grund der Freude liegt auf der Hand: Die Stadt ist finanziell klamm. Da kommen unverhoffte Mehreinnahmen recht.

Doch die Freude wich der Realität vieler Menschen, die dort leben: Die sind nämlich zu einem großen Teil auf günstigen Wohnraum angewiesen. Ein Verkauf mit anschließender Sanierung und teureren Mieten würde nicht nur den Mietern, sondern auch der Stadt Probleme bereiten. Die Kommune ist zwar nicht verpflichtet, günstigen Wohnraum anzubieten, aber die Obdachlosenbehörde muss nach Polizeirecht Wohnungssuchende unterbringen: Im Zweifel auch in teuren Privatwohnungen oder noch teurer, im Hotel.

„Das Quartier funtioniert sehr gut.“

„Das Quartier funktioniert sehr gut, die Mischung ist ausgewogen“, stellt der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner die Situation vor Ort da. Dem stimmen der OB und der Leiter des Amts für Immobilienwirtschaft, Hartmut Neumann, zu. Der Häuser in der Weststadt nahe dem Rolf-Engelbrecht-Haus wirken einfach, aber überwiegend gepflegt. 40 Prozent des Bestandes ist saniert, bei Wohnungswechseln wird nach und nach ein moderner Standard geschaffen. Und die Mieten der 209 Wohnungen liegen im Schnitt bei 4,51 Euro, also deutlich unterhalb von „Standardpreisen“ jenseits von sieben Euro.

Zuletzt verwaltete die Landesbank Baden-Württemberg die Wohungen und war juristischer Eigentumer: „Diese Konstruktion ist sehr ungewöhnlich und hat sich aus der damaligen Wohnungsnot ergeben“, erläutert OB Heiner Bernhard. „So konnte man schnell und günstig bauen. Wir haben seitdem ein Mieterbenennungsrecht und können Einfluss auf die Miethöhe nehmen.“ Ein wichtiger Hebel, um günstigen Wohnraum anbieten zu können. In den ersten Jahrzehnten glich die Stadt Verluste aus, ab Mitter der 80-er Jahre strich sie kleine Gewinne ein. 2008 und 2009 musste die Stadt wieder jeweils rund 100.000 Euro zuschießen, wegen der Haushaltslage fließt seit 2010 kein Geld mehr.

Rund 450 Wohnungssuchende

Die Wohnungen werden verkauft: Fragt sich nur an wen und zu welchen Konditionen?

Rund 450 Wohnungssuchende verzeichnet die Stadt. In den Objekten gibt es jährlich im Mittel 17 Wohnungswechsel, fast doppelt so viele wie bei den anderen 350 städtischen Wohnungen. Unter anderem auch, weil die Betreuung durch die LBBW sehr gut funktionierte: „Wir können da nur gutes berichten“, sagt der OB.

Die LBBW musste sich wegen einer EU-Auflage von ihren 24.000 Wohnungen trennen. Ein Bieterkonsortium um die „Patrizia AG“ erwarb die Wohnungen im Januar 2012. Der neue Eigentümer heißt nach Umfirmierungen nun Süddeutsche Wohnen GmbH (Südewo). Im August informierte die Firma die Stadt, dass sie aufgrund einer Auflage der Bundesaufsicht für das Finanzwesen (Bafin) keine alleinigen Dienstleistungen erbringen dürfe, sondern wenn, dann Eigentümer werden muss und den Vertrag zum 31. Dezember kündigen muss.

„Das ist ein kompliziertes Geschäft, der Zeitdruck ist enorm“, sagt OB Heiner Bernhard und guckt jetzt sehr ernst. Vor allem, weil die Stadt weiterhin bei den Mieterbenennungen und der Miethöhe mitreden will: „Die Konsequenz ist klar: Je länger wir Einfluss nehmen wollen, umso geringer wird der Verkaufserlös sein. Das ist klar.“

Geschäft vs. bezahlbarer Wohnraum

Also aus der Traum von hohen unerwarteten Zuflüssen an die Stadtkasse. Es geht um ca. 18,4 Hektar Gebiet mit einer Gesamtwohnfläche von rund 12.000 Quadratmetern. Die Bodenfläche hat geschätzt einen Wert von 5,8 Millionen Euro. Die Gebäude wurden für umgerechnet rund 4 Millionen Euro errichtet. Also ein Gesamtwert von 10 Millionen Euro. Doch ein solcher Erlös scheint nicht realisierbar – schon gar nicht auf Basis niedriger Mieten und Mitsprache bei der Mieterzuteilung.

Die Südewo erscheint nicht als der geeignete Partner: Das Unternehmen ist seinen Besitzern, Fonds und Pensionskassen, zur Rendite verpflichtet. Doch es ist ein zweiter Bieter am Start, die Familienheim eG, die ihrerseits 2.000 Wohnungen betreut: „Die haben viel Erfahrung, eine gute Mischung und uns signalisiert, dass man sich auf Verpflichtungen einlassen würde“, sagt OB Bernhard.

Hier ergibt sich ein anderes Problem: Nämlich das der Kaufpreishöhe. Im Gegensatz zur Südewo kennt die Familienheim die Objekte nicht und ist erst im November angefragt worden: „Die müssen natürlich über den Daumen schätzen“, sagt OB Bernhard.

Die Südewo kalkuliert nach Rendite, die Familienheim ebenfalls, aber flexibler, die Stadt nach ihren kommunalen und natürlich auch sozialen Verpflichtungen: „Wir brauchen diesen Wohnraum“, sagt Dr. Fetzner. Natürlich könnte die Stadt die Wohnungen auch selbst betreiben: „Aber das können wir nicht leisten.“

Der Hauptausschuss hatte vergangene Woche nach Darstellung der Bürgermeister einstimmig beschlossen, dass bei einer Gleichwertigkeit der Bedingungen der Zuschlag an den höheren Bieter gehen soll: „Das Geld können wir für eine sinnvolle Schuldentilgung gut brauchen“, sagt OB Bernhard.

„Der soziale Aspekt ist wichtiger als der mögliche Erlös.“

Und weiter: „Der soziale Aspekt ist wichtiger als der mögliche Erlös.“ Das klingt gut für die Bewohner der 34 Drei- und Einzimmer- sowie 90 Zweizimmer und 50 Dachgeschosswohnungen sowie einer Fünfzimmerwohnung.

Der Käufer kann auf Basis der Durchschnittmiete aktuell mit jährlich rund 650.000 Euro Mieteinnahmen rechnen – hat aber auch die Unterhaltungskosten und anstehende Sanierungen zu tragen sowie die Personalkosten von bislang vier Mitarbeitern, die mit der Verwaltung beschäftigt waren, ein Geschäftsführer plus Assistenz, ein Architekt, ein Hausmeister. Immerhin 60 Prozent des Bestands müssen nach und nach auf Vordermann gebracht werden. Bei 17 Wechseln im Jahr dauert das rechnerisch sieben bis acht Jahre. Aber auch im Außenbereich sind Investitionen zu tätigen, für Wege und Spielplätze, Fassaden, Dächer, Türen und Fenster sowie Malerarbeiten beispielsweise. Entscheidend werden also die Sanierungskosten sein, die nicht so einfach berechnet werden können.

Weil der soziale Aspekt nach Darstellung der Bürgermeister vorrangig ist, scheint die Familienheim der Wunschkandidat zu sein. Mindestens zehn Jahre wünsche man sich Sonderrechte sowie die Umsetzung der bei Verkauf der LBBW-Wohnungen bereinbarten Sozialcharta: Mieter über 60 Jahre beispielsweise dürfen nicht gekündigt werden. Die Südewo hatte angekündigt, dass die Charta für die Wohnungen in Weinheim nicht gelte. Über schrittweise Anpassungen oder bei Neuvermietungen würden zwischen 6,5 und 7,1 Euro verlangt – ein Anstieg um satte 60 Prozent. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis der von der Familienheim gehaltenen Wohnungen liegt bei 5,75 Euro pro Quadratmeter, also 27 Prozent über den aktuellen Durchschnittsmieten in den Mehrfamilienhäusern.

Der Gemeinderat hat nun in seiner morgigen Sitzung die Aufgabe, zwischen der Chance auf einen Erlös in Millionenhöhe oder der Sicherung von sozialem Wohnraum bei weniger Einnahmen zu entscheiden.

Auf der Basis der aktuellen Mieten würde eine Investition von rund vier Millionen Euro Sanierungs- und Modernisierungskosten in rund zehn Jahren zurückverdient sein. Auf Basis von 6,8 Euro pro Quadratmeter bereits in fünf bis sechs Jahren. Danach würde die bare Münze klingen – mit dann fast 20 Prozent Rendite aufs eingesetzte Kapital.

Man darf gespannt sein, welches Verhandlungsgeschick OB Heiner Bernhard aufbringen wird. Alles beim alten zu lassen, wird vermutlich nicht gelingen. Die Frage wird sein, in welcher Höhe die Mieter in der Breslauer und Stettiner Straße zukünftig mehr belastet werden. Ein wenig mehr, deutlich mehr oder viel mehr. Selbst wenn eine geringe Belastung ausgehandelt werden kann, läuft aber sofort die Zeit. Nach vermutlich zehn Jahren hat die Stadt dann keinen Einfluss mehr.

Auffrischungskurse speziell fürs Kind beim DRK

Erste-Hilfe für Tagesmütter und -väter

Durch die finanzielle Förderung steigt die Zahl für Tagesmütter


Weinheim, 14. November 2012. (red/pm) Die Zahl der Tagesmütter und – väter, die in Weinheim Kleinkinder betreuen und damit die Kinderkrippen entlasten, nimmt seit einiger Zeit stetig zu. Das liege zum einen an der direkten finanziellen Förderung, die der Gemeinderat ab August 2011 bewilligt hat. Das liege aber auch an der engagierten Unterstützung durch die Stadt, was fachliche Beratung und Begleitung sowie Weiterbildung betrifft, betonte jetzt Claus Hofmann, der Leiter des Amtes für Jugend und Soziales.

Information der Stadt Weinheim:

„So fand kürzlich beim DRK-Ortsverein in der Breslauer Straße ein Auffrischungskurs „Erste Hilfe am Kind“ statt. Der Kurs war für „Tagespflegepersonen“ (so heißen die „Tagesmütter und -väter“ im Amtsdeutsch) im Rahmen der kommunalen Förderung kostenfrei und wurde sogar mit acht Unterrichteinheiten vom Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises als praxisbegleitende Fortbildung anerkannt. Rund 15 Tagespflegepersonen nahmen an dem Erste-Hilfe-Kurs teil, der vom erfahrenen DRK-Rettungsassistenten Rolf Benjerrad geleitet wurde. In den Tagen zuvor mussten Ursula Arnold-Hintenlang und Gaby Weidner, die im Fachamt die Ansprechpartnerinnen sind, die Anmeldeliste sogar schließen; Amtsleiter Claus Hofmann kündigte aber gleich einen Folgekurs an.

Schließlich habe die Stadt selbst ja großes Interesse an der Weiterbildung und damit an der Qualität der Betreuung in den . Derzeit gibt es in Weinheim 41 aktive Tagespflegepersonen. Das sind elf mehr als noch im April, und die Tendenz ist aktuell weiter steigend, freut sich Hofmann und sieht in der vom Gemeinderat bereits beschlossenen Erhöhung der städtischen Förderung ab Januar 2013 auf dann 1,50 Euro je Kind und Betreuungsstunde einen weiteren Anreiz, sich für diese Tätigkeit zu interessieren. Weitere Infos zur Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater beim Amt für Jugend und Soziales in Weinheim, Telefon 06201-82 472 oder u.arnold-hintenlang@weinheim.de

Mannheimer Straße wird in der Kreuzung stadteinwärts an einem Wochenende saniert

Kraftakt am „Händelknoten“

Die Mannheimer Straße wird vom 3. bis zum 4. November wegen Sanierungsarbeiten komplett gesperrt


Weinheim, 26. Oktober 2012. (red/pm) Am Tisch saßen Tiefbau- und Verkehrsexperten gemeinsam, aber sie konnten es drehen und wenden, wie sie wollten: Die dringend nötige Straßensanierung der Mannheimer Straße stadteinwärts im Kreuzungsbereich des so genannten „Händelknoten“ wurde immer aufwändiger, je mehr Zeit dafür eingeplant wurde. Um den Verkehr auf der viel befahrenen Einfallsstraße möglichst nicht zu stoppen, war zunächst an eine einspurige Lösung gedacht – mit wechselnden Spuren und entsprechend veränderten Umleitungsregelungen. Etwa zwei Wochen würde man auf diese Art schon brauchen, bis alles erledigt ist, gab die Fachfirma zu Bedenken.

Information der Stadt Weinheim:

„Da entschied man sich im Weinheimer Rathaus für eine schnelle Lösung – durchaus einen Kraftakt am Händelknoten. Fest steht: An der Straßensanierung geht kein Weg vorbei. Aber wegen der Lage als Verkehrsknotenpunkt, hat sich die Verwaltung entschieden, die Maßnahme möglichst rasch und in einem Zuge „durchzuziehen“. Dazu wurde ein Wochenende in den Herbstferien herausgesucht, der Samstag, 3. November und Sonntag, 4. November. An diesen beiden Tagen wird die Straße stadteinwärts komplett gesperrt. Dadurch kann die Firma an einem Stück so effizient wie möglich arbeiten. „Am Montagmorgen, wenn der Berufsverkehr beginnt, ist die Maßnahme abgeschlossen, inklusive der Farbahnmarkierung“, versichert Tiefbauamtsleiter Karl-Heinz Bernhardt, „und wenn nachts gearbeitet werden muss“.

Weiterer Vorteil: Die Umleitung kann in Absprache mit der Verkehrsabteilung im Bürger- und Ordnungsamt an dem Wochenende unkritisch von der B38 aus entweder über die Pappelallee und die oder direkt über die Westtangente auf die B3 und in die City erfolgen. Insbesondere die touristischen Attraktionen der Innenstadt, die am Wochenende von Gästen oft besucht werden, sind sowieso über die Westtangente ausgeschildert. Für die Anwohner der Weststadt ist außerdem die Cavaillonstraße in nördlicher Richtung geöffnet (allerdings nur in dieser Richtung).

Bereits am Freitag, 2. November, wird es vorbereitende Arbeiten am Händelknoten geben, die allerdings keine Vollsperrung erforderlich machen. Temporäre Verkehrsbehinderungen sind allerdings nicht zu vermeiden. Auch die Buslinien sind an dem Wochenende auf die Umleitung eingestellt. Ausführende Firma ist Grimmig aus Heidelberg, im Tiefbauamt ist Christian Wind als Projektleiter für die Maßnahme zuständig.“