Sonntag, 24. September 2017

Gemeinderat beschließt drei Standorte für Flüchtlingsheime

Keine Zusage, nur Familien unterzubringen

Weinheim/Rhein-Neckar, 26. September 2014. (red/pro) In Weinheim werden ab 2015 insgesamt bis zu 240 Flüchtlinge untergebracht. Dafür wird es drei Standorte geben – Heppenheimer Straße, im Gewann Allmendäcker und Sulzbach. Der Gemeinderat sprach sich für die 3×80-Verteilung fast einstimmig aus – 5 CDU-Stadträte und einer von der SPD enthielten sich. Die Bedingung sei, dass dort nur Familien untergebracht werden – doch dafür gibt es keine Zusage vom Landratsamt. [Weiterlesen…]

Grüne kritisieren EU-Kommission

Bremse gegen Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“

Rhein-Neckar, 27. März 2014. (red/pm) Die Grünen kritisieren die EU-Kommission, die sich trotz starken Prostests unbeeindruckt von der ersten erfolgreichen Bürgerinitiative „right2water“ zeigt. [Weiterlesen…]

Haushaltsrede zur Verabschiedung des Haushaltsplanes 2014

„Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit“

Weinheim, 12. März 2014. (red/pm) Die Großprojekte der Stadt sind auch in der Haushaltsrede der Freien Wähler wichtiger Bestandpunkt. Der Bau des Stadtarchivs sei Pflichtaufgabe der Stadt, forderte Fraktionsvorsitzender Gerhard Mackert. Zudem sprach er sich für eine Sanierung des Rolf-Engelbrecht-Hauses aus. Das sei sinnvoller und preiswerter. Wir dokumentieren die Haushaltsrede: [Weiterlesen…]

Landrat Dallinger kündigt weiteren "Bedarf" an

Weinheim bekommt wahrscheinlich mehr als 200 Flüchtlinge

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Die Verwaltungen und die Bürgerinitiative zum ersten Mal gemeinsam an einem Tisch – aber nach wie vor mit unterschiedlichen Vorstellungen.

 

Sinsheim/Rhein-Neckar, 21. Februar 2014. (red) Auf Einladung des Landrats Stefan Dallinger (CDU) besuchten heute Vertreter der „Bürgerinitiative für eine dezentrale Unterbringung“ (BfedU) in Begleitung von Weinheimer Stadträten die Sinsheimer Massenunterkunft im Fohlenweidenweg. In geführten Gruppen begingen sie die heruntergekommenen Gebäude – zuvor fand ein Gespräch mit dem Landrat, Landratsamtmitarbeiter und Erstem Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner statt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird an der Heppenheimer Straße in Weinheim eine Unterkunft für rund 100 Flüchtlinge gebaut. [Weiterlesen…]

Weinheim hat die erste Chance verpasst, Modellstadt zu werden. Eine zweite Chance kann man sich schaffen.

Wie ein Bürgerbeteiligungsfahrplan das Thema Asylbewerber entspannen könnte

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/ld) Ende 2015 soll eine zentrale Unterkunft für 200 Asylbewerber in der Heppenheimer Straße entstehen. Das verkündeten Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Landrat Stefan Dallinger im vergangenen Dezember. Der Widerstand dagegen ist enorm. Es gibt viele Einwände. Die Asylbewerber werden sicher Thema in den Kommunalwahlkampf sein. Sie könnte fremdenfeindlichen Gruppierungen genug Material liefern, um in den kommenden fünf Jahren die Stadtpolitik zu bestimmen. Mehr Bürgerbeteiligung könnte das Dilemma lösen. [Weiterlesen…]

Weinheimer Bürgerinitiative will dezentrale Unterbringungder Asylbewerber erreichen

„Fremde als Gäste willkommen heißen!“

Weinheim, 28. Januar 2014. (red/pm) Die angekündigte Unterbringung von Asylbewerbern in Weinheim hat Ende letzten Jahres hohe Wellen geschlagen. Vor allem die von Stadt und Landratsamt angesteuerte zentrale Unterbringung sorgte nicht nur bei den unmittelbar betroffenen Anwohnern für Unmut. Mittlerweile hat sich eine Bürgerinitiative für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge (BI) gegründet. [Weiterlesen…]

Klarer, glatter Schnitt.

Mutwillige Zerstörung des Banners der Bürgerinitiative „Rettet die Breitwiesen“

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Das Entsetzen der engagierten Mitglieder der Bürgerinitiative ist groß. Und der Banner kaputt. Foto: Bürgerinitiative „Rettet die Breitwiesen“

 

Weinheim, 03. September 2013. (red/pm) Die Bürgerinitiative „Schützt die Weinheimer Breitwiesen“ ist entsetzt. Ein wertvolles, großes Plakat an der Mannheimer Straße, Nähe Krankenhaus, hat man in der vergangenen Nacht zerschnitten. Dies läßt sich eindeutig aus der scharfen Trennlinie schließen und wurde so von der Polizei bestätigt. [Weiterlesen…]

Die heiße Phase vor dem Bürgerentscheid am 22. September läuft

Von wegen „Wir-Gefühl“: Bürgerentscheid spaltet die Stadt

Weinheim, 03. September 2013. (red/aw) Mittlerweile müsste jeder Wahlberechtigte in Weinheim die Informationsbroschüre zum Bürgerentscheid erhalten haben. Die Stadt hat somit ihre Pflichtbeitrag zur öffentlichen Meinungsbildung erfüllt. Bald also sind Sie dran. Am 22. September bestimmen Sie die weitere Gewerbeentwicklung in Weinheim mit. Sie sind noch unentschlossen? Kein Wunder, denn seit Monaten hauen sich Befürworter und Gegner des Flächentauschs die Argumente um die Ohren. Mit dem Ergebnis, dass die Stadt zweigeteilter ist denn je. Auch innerhalb der Fraktionen brodelt es inzwischen. [Weiterlesen…]

Bürgerinitiative will Hammelsbrunnen und Breitwiesen erhalten

Weder noch? Dann „Ja“ beim Bürgerentscheid

Die Bürgerinitiative Breitwiesen wirbt für ein "Ja" beim Bürgerentscheid.

Die Bürgerinitiative Breitwiesen wirbt für ein „Ja“ beim Bürgerentscheid.

 

Weinheim, 29. August 2013. (red/ld) Die Bürgerinitiative „Rettet die Breitwiesen“ will weder den Hammelsbrunnen noch die Breitwiesen als Gewerbegebiet verwirklicht sehen. Dafür sprächen ökologische, landwirtschaftliche und wirtschaftliche Gründe. Ihre politische Strategie läuft darauf hinaus, den Hammelsbrunnen als Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan zu belassen. Ihn zu erschließen ist schwieriger und ungewisser. Dazu bedarf es der Zustimmung des neuen Gemeinderates, der im Mai 2014 gewählt wird. [Weiterlesen…]

Fahrradtour zum Bürgerentscheid am 22. September

Mit dem Rad in die Breitwiesen

Weinheim, 27. August 2013. (red/pm) Die Bürgerinitiative „Breitwiesen“ lädt am Samstag, 31. August, zu einer Fahrradtour durch den Hammelbrunnen und die Breitwiesen ein.
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Der Kampf um die Stimmen hat begonnen: Alle Kommunikationskanäle werden bedient

Endspurt für den Bürgerentscheid „Breitwiesen“

Weinheim, 19. August 2013. (red/aw) Es ist nur noch gut einen Monat Zeit bis zum Bürgerentscheid und die Stadtverwaltung nimmt in ihrer Informationskampagne Fahrt auf. YouTube-Videos, Facebook-Chat und Co. sollen dazu dienen, die Bürgerinnen und Bürger zu einem „Nein“ am Wahltag zu bewegen. Die Bürgerinitiative „Rettet die Breitwiesen“ hält kräftig dagegen. Erst am vergangenen Samstag lud sie zu einer Kundgebung auf dem Weinheimer Marktplatz und führte Interessierten anschaulich vor, dass „Schafe nun mal keinen Beton fressen“. Der Kampf um die Stimmen für oder gegen ein neues Gewerbegebiet in Weinheim ist damit endgültig eröffnet. [Weiterlesen…]

Nach Protesten gegen das Vorgehen der Stadtverwaltung in der "Hallenfrage Süd"

OB verspricht Dialog mit den Bürgern

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Die Weinheimer Bürgerinnen und Bürger sind verärgert: Die Pläne der Stadt, die Mehrzweckhalle inklusive Schwimmbad abzureißen, können viele nicht nachvollziehen.

 

Weinheim, 28. Juni 2013. (red/pm) Nachdem am 17. Juni mehr als 600 Menschen auf dem Weinheimer Marktplatz für den Erhalt der Mehrzweckhalle mit Schwimmbad in Hohensachsen protestierten, verspricht die Stadtverwaltung nun den offenen Dialog mit den Bürgern. Noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung will Oberbürgermeister Heiner Bernhard mit Interessenvertretern und Nutzern eine gemeinsame Lösung finden. Die Stadt Weinheim will die weitere Vorgehensweise dann auch in der Juli-Sitzung des Gemeinderats besprechen. Der Tagesordnungspunkt war von der Juni-Agenda kurzfristig gestrichen worden. [Weiterlesen…]

Eine Studie gibt Einblick, welche Bürger protestieren und Beteiligung verlangen

Zeit, Wissen und eine gut gefüllte Kriegskasse

Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Breitwiesen bei der Übergabe von mehr als 5.000 Überschriften. Der Lohn: Der Bürgerentscheid am 22. September 2013. Ganz links: OB Bernhard, Mitte: Fritz Pfrang.

 

Weinheim/Heddesheim/Ilvesheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 07. März 2013. (red/zef/tegernseerstimme.de) Egal, ob die aktuellen Debatte um den Neubau der Neckarbrücke an der L597 oder die Proteste gegen den Bau eines Logistiklagers der Firma Pfenning in Heddesheim oder die Auseinandersetzung um die Weinheimer Breitwiesen. Schaut man sich die Veränderungen der letzten Jahre in der Lokalpolitik an, wird eines offensichtlich: Es gibt vermehrt Protest. Die spannende Frage, die sich dahinter verbirgt: Wer sind die Bürger, die protestieren und was bezwecken sie? [Weiterlesen…]

Breite Front gegen den Bahnlärm

Klare Botschaft nach Berlin

Weinheim/Berlin, 28. Februar 2013. (red/pm) Die Botschaft, die an Berlin geht, ist deutlich. Eine breite Front ist gegen den Bahnlärm. Deswegen erhält der Bundesverkehrsminister Ramsauer nun einen offenen Brief aus Weinheim.

Information der Stadt Weinheim:

„Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer weiß jetzt genau, wo Weinheim liegt – und dass es dort ein massives Lärmproblem durch Bahnverkehr, insbesondere durch Güterzüge gibt. Dem CSU-Politiker liegt seit Kurzem ein Schreiben vor, das ihn mit beachtlicher gesellschaftlicher Bandbreite beeindrucken dürfte. In dem Offenen Brief fordert die Weinheimer Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ sofortige und nachhaltige Maßnahmen gegen die Lärmbelastung. [Weiterlesen…]

Bürgerinitiative "Schutz vor Bahnlärm" und die Stadt ziehen am selben Strang

Gemeinsam gegen den Bahnlärm

Weinheim, 21. Dezember 2012. (red/aw) Weinheim ist zu laut. Davon ist nicht nur die Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße“ überzeugt, sondern auch die Stadtverwaltung. Gemeinsam wollen sie nun mit erhöhtem Einsatz gegen die Lärmbelastung in Weinheim vorgehen. Der Gemeinderat schloss sich diesem Engagement an und bewilligte den „Lärmaktionsplan der 1. Stufe“.

Mit über 60.000 Zügen und einem Verkehrsaufkommen von 60 Millionen Kraftfahrzeugen ist Weinheim in Sachen Lärm ganz vorne mit dabei. Die Darstellung des Lärms anhand von Lärmkarten zeigt, dass in Weinheim eine erhebliche Lärmbelastung durch Verkehr besteht. Diese Feststellung war die Grundlage für den Beschluss einer Lärmaktionsplanung der Stufe eins. Inhaltlich soll der Lärmaktionsplan die Entwicklung und Beurteilung von einzelnen Lärmminderungsmaßnahmen analysieren und räumlich verorten.

Eine sinnvolle Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz vor Bahnlärm sind aber nur in Zusammenarbeit mit den Lärmverursachern möglich. Daher hat der Gemeinderat die Verwaltung noch einmal explizit beauftragt auf die Hauptverursacher des Lärms zuzugehen und die notwendigen Maßnahmen einzufordern.

Lärmverursacher stellen

Ansprechpartner sind hier vor allem die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt. Denn der Zuglärm ist ein wesentlicher Bestandteil des Lärmproblems in Weinheim. Bisher war die Kommunikation mit der Deutschen Bahn allerdings eher schwierig. Hinter dem Schutzschild „Bestandsschutz“ hat sich die Deutsche Bahn in der Vergangenheit immer wieder aus der Verantwortung herausgeredet. Auch deswegen riet der Gemeinderat der Stadtverwaltung und Bürgerinitivative, hiesige Bundestagsabgeordnete in die Diskussion mit einzubringen.

Wichtig für die Lösung der Belastung der Weinheimer Bürgerschaft durch Lärm, wäre auch ein eigenes Gutachten. Bisherige Daten und Erkentnisse sind unvollständig und veraltet. Ob die benötigten Mittel für ein unabhängiges Gutachten der Stadt Weinheim zur Verfügung gestellt werden, muss im Zuge der Haushaltsberatungen entschieden werden.

Die Bürgerinititative „Schutz vor Bahnlärm“ und auch der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner würden diesen Beschluss begrüßen. Die Bürgerinitivative „Schutz vor Bahnlärm“ fordert bereits seit eineinhalb Jahren geeignete Schutzmaßnahmen der Lärmverursacher. (Anm. d. Red.: Ein ausführliches Interview mit der Bürgerinitivative finden Sie hier)

"Meilensteine" aus Sicht der Stadtverwaltung

Die Weinheimer Themen des Jahres 2012

Unser Foto des Jahres 2012: OB Heiner Bernhard im Glück – weil ers „saugeil“ fand, rutschte er den Hurricane-Loop gleich zwei Mal hintereinander und posierte beglückt wie ein Jugendlicher.

 

Weinheim, 20. Dezember 2012. (red/pm/ae) Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende.  Aus diesem Anlass hat sich die Stadt Weinheim dazu entschlossen, einen Rückblick auf die Themen, die Weinheim im Jahr 2012 beschäftigten, zu geben. Sowohl die kommunale Energiewende als auch die Etablierung der Stadt Weinheim als Bildungsstandort und Weinheim als Fair-Trade-Town sind dabei nur ein paar zu nennende Meilensteine.

Von Roland Kern

Es ist das Thema des Jahres: Die Stadt Weinheim geht neue Wege bei der Einbeziehung der Bürgerschaft in politische Zukunftsentscheidungen. Die Frage, wie und wo in den nächsten Jahren die Gewerbeentwicklung der Großen Kreisstadt stattfindet, wird in einem Bürgerdialogverfahren von den Bürgern selbst beraten. Im März hat die Stadtverwaltung ein Konzept der Bürgerbeteiligung vorgestellt, das von der Deutschen Forschungsstelle Bürgerbeteiligung der Uni Wuppertal begleitet wird. Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen und ein Bürgergutachten von zufällig ausgewählten Bürgerräten. Zu einem geforderten Bürgerentscheid kommt es dann aber doch nicht, weil sich der Gemeinderat und eine Bürgerinitiative auf keine Formulierung für eine Fragestellung einigen können.

Im September spricht sich das Gremium gegen einen Bürgerentscheid und für einen Geländetausch aus, so dass die Planungen für ein Gewerbegebiet in den „Breitwiesen“ an der Autobahn weitergehen. Die Verwaltungsspitze verspricht: Auch ohne Bürgerentscheid wird die Stadt die Bürger bei der weiteren „Breitwiesen“-Planung einbeziehen. Zum Jahresende gibt es aber auch Bemühungen, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen.

Schullandschaft im Westen

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschäftigt die Veränderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Die Stadt will die Schullandschaft im größten Stadtteil, der Weststadt, für die Zukunft neu und nachhaltig aufstellen. Verschiedene Faktoren erfordern die Veränderung: Der Bedarf nach einer neuen Grundschule anstatt der baufälligen Albert-Schweitzer Schule, die demografische Entwicklung sowie die neue Schulpolitik im Land. Es gibt immer weniger Haupt- und Werkrealschüler, deshalb werden die Karrillon-Schule und die DBS-Werkrealschule zum nächsten Schuljahr fusionieren. Ein Moderationsprozess mit Konzeptgruppe und großen World-Cafés entwickelt nach einigen Monaten einen Vorschlag an den Gemeinderat: Eine Grundschule mit der Johann-Sebastian-Bach-Förderschule unter einem Dach am Standort des Rolf-Engelbrecht-Hauses. Der Gemeinderat gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um die Finanzierbarkeit unter Berücksichtigung aller Synergieeffekte zu prüfen. Im Gegenzug werden nämlich drei alte Schulgebäude frei, die anders verwertet oder genutzt werden können.

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort

Weinheim etabliert sich weiter als Bildungsstandort und Bildungsregion im Land Baden-Württemberg. Im April wird eine Vereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit und dem Kommunalen Übergangsmanagement Schule-Beruf geschlossen, künftig bei der Berufsorientierung enger zusammenzuarbeiten. Das Übergangsmanagement ist nun offiziell bei der Stadt Weinheim angesiedelt. Mit dem neuen Schuljahr haben vier neue Schulsozialarbeiterinnen auf drei Stellen ihre Tätigkeit aufgenommen. OB Bernhard bezeichnet die Schulsozialarbeit als „Edelstein in der Bildungskette“.

Mit der „Bildungskette“ und der „Weinheimer Initiative“ sorgt die Stadt weiter bundesweit für Aufsehen und positive Beispiele, unter anderem informiert sich deshalb Kultus-Staatssekretär Dr. Frank Mentrup vor Ort – und hat großes Lob für die Bildungslandschaft. Außerdem: Im Sommer erscheinen gleich in mehreren Fachmagazinen Lobeshymnen auf die soziokulturellen Schulprojekte an der DBS. OB Bernhard betonte: „Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass es in Fragen der Qualität von Bildung in dieser Stadt immer eine große Einigkeit gibt.“

Unsere Artikel zum Thema Schule und Bildung finden Sie hier.

Auch MdL Uli Sckerl sagt: „Die Energiewende ist der richtige Weg.“

Kommunale Energiewende hat begonnen

Ein Jahr im Zeichen der Energiewende: Im Rathaus stößt ein Energie-Team, begleitet vom Runden Tisch Energie, eine Reihe von ökologischen Verbesserungen an. Der Gemeinderat trifft die Entscheidung, alle öffentlichen Gebäude, Straßen und Plätze ab diesem Jahr zu hundert Prozent mit Öko-Strom zu versorgen. Die Stadtwerke Weinheim kommen der Stadt dabei entgegen. Die Arbeiten an einem Klimaschutz-Gutachten durch eine Fachagentur haben begonnen. Die Vorstellung ist faszinierend: Pro Jahr könnten in Weinheim fast 30 000 Tonnen CO 2-Gas eingespart werden, wenn man alles ausschöpft. Die ersten Projekte nehmen ihre Arbeit auf: Auf der Rippenweierer Keltensteinhalle produziert eine Bürgersolaranlage Strom, die Wärme kommt von der Holzschnitzelheizung eines benachbarten Betriebes, möglicherweise entsteht dadurch ein neues Wärmenetz für den ganzen Ort.

Die Stadt legt weitere Solardächer an. Der Runde Tisch Energie feiert einjähriges Bestehen und mischt sich engagiert ein. Der Energietag beim Autohaus Sporer wird zum Publikumsschlager. An diesem Tag startet auch die Vermarktung des Neubaugebietes „Lützelsachsen Ebene“ als Biogas-Wohngebiet. Hier kommt die Wärme aus einer Biogasanlage vom benachbarten Bauernhof. Und die Stadt bringt weiter frischen Wind in die Energiewende. Der Gemeinderats-Ausschuss für Technik und Umwelt beschließt den Einstieg in ein Verfahren, mit dem künftig der Bau von Windenergieanlagen auf kommunaler Ebene gesteuert werden kann. Auch hier beginnt eine groß angelegte Bürgerbeteiligung.

Die Bürgerbeteiligungen 2012 auf einen Blick

Mehrgenerationenhaus in der zweiten Runde

Ein wichtiger Baustein der Bildungsregion Weinheim steht stabil und wackelt nicht – zumindest für die nächsten drei Jahre. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Weinheimer Weststadt wird definitiv ins Förderprogramm des Bundesamtes für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufgenommen. Die Aktivitäten werden ausgeweitet.

Grünes Licht für das Fachmarktzentrum

OBI kann anrolle(r)n: Der Gemeinderat der Stadt Weinheim beschließt Ende April den Bebauungsplan für das Gelände des früheren Güterbahnhofs am südlichen Stadteingang zwischen Bahnschienen und B3. Damit steht der Umsetzung des dort geplanten Fachmarktzentrums nichts mehr im Wege. Im Sommer wird mit dem Bau begonnen, zum Jahreswechsel stehen die ersten beiden Fachmärkte im Rohbau. Allerdings hat es im August Diskussionen wegen Lärmbelastigungen im Umfeld der Baustelle gegeben.

Ein Plan gegen den Lärm

Die Stadt Weinheim will organisiert und unter Beachtung möglichst exakter Daten gegen steigende Lärmbelästigung in der Stadt vorgehen. Das Amt für Stadtentwicklungen nimmt die Arbeit an einem Lärmaktionsplan auf. Im Laufe des Jahres stellt sich heraus, dass der Bahnlärm das größte Problem ist. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ drängt die Stadt beim Eisenbahnbundesamt und beim Verkehrsministerium auf Verbesserungen.

Die Männer der Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ (v.l.n.r.): Joachim Körber, Peter Thunsdorff und Dr. Hans Irion.

Abbau von Schulden in Sicht

Die Finanzlage der Stadt Weinheim erholt sich spürbar. Die Entwicklung des aktuellen Haushaltsjahres verläuft erfreulich, wie die Kämmerei bereits im Halbjahresbericht mitteilen kann. Im Dezember kann OB Bernhard im Gemeinderat einen ausgeglichen Haushalt vorlegen. Ein zweistelliger Millionenbetrag kann der Allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Die Kämmerei stellt in Aussicht, dass bei einer Fortsetzung der finanziellen Verbesserung in den nächsten Jahren ein Schuldenabbau gelingen kann.

Fußgängerzone kommt voran

Mit einem „Pflasterstein-Fest“ feiert die Stadt, das Stadt- und Tourismusmarketing und der Verein „Lebendiges Weinheim“ im Juli die Übergabe des zweiten Bauabschnittes der Fußgängerzone. Von der „Weinheim Galerie“ bis zum Windeckplatz ist jetzt alles mit rotem Naturstein ausgelegt. Die hochwertige Gestaltung wird überall gelobt. Im Frühjahr 2013 beginnt das Tiefbauamt mit dem letzten Abschnitt vom Windeckplatz bis zur Grabengasse – dann hat die Stadt in die Verschönerung ihrer Einkaufsmeile rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Die neue Fußgängerzone, Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim ist Feuerwehr-Hochburg

Es ist ein großes Jahr der Weinheimer Feuerwehr: Weinheim liegt in diesem Jahr im Zentrum aller Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Zweiburgenstadt – die größte im Kreis – feiert ihr 150-jähriges Bestehen und das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der zunächst feuerwehrinterne Auftakt ins große Jubiläumsjahr findet im März statt, weitere Gedenken und Veranstaltungen schließen sich an. Nichtsdestrotrotz fällt die Jubiläumswehr durch eine Reihe von spektakulären Einsätzen auf. Und nicht zuletzt werden die Feuerwehrsanitäter wegen ihres AED-Projektes bundesweit zur „Feuerwehr des Jahres“ nominiert.

Boardsport Weinheim macht von sich reden

Ein neuer Weinheimer Verein macht von sich reden: Boardsport Weinheim e.V.. Begleitet vom Stadtjugendring stellt sich der Skateboardverein vor und mischt sich in der Stadt ein. Engagiert wie die jungen Männer um Vorstand Marc Flößer sind, bewegen sie auch die Kommunalpolitik. Zum Ende des Jahres gibt es konkrete Pläne zum Bau einer Skateranlage an der Barbarabrücke.

Weinheim, die Facebook-Stadt

Weinheim sorgt wegen seiner engagierten Facebook-Aktivität für Aufsehen. Bei vergleichenden Rankings liegt die Stadt (mit aktuell fast 5500 Fans) unter den Großen Kreisstädten im Land ganz vorne, in der Metropolregion nach den Großstädten auf Rang vier, landesweit unter allen nicht-kommerziellen Seiten auf Rang 27. Die Freiwillige Feuerwehr belegt unter allen Feuerwehren im Land bei den Facebook-Aktivitäten Rang eins. Medienteams aus anderen Rathäusern holen sich Rat.

„Hildebrand’sche Mühle“ nimmt Gestalt an

Die Deutsche Denkmal-AG stellt erstmals ihre Pläne für Modernes Wohnen auf dem Areal der „Hildebrandschen Mühle“ vor. Vorgesehen sind schicke neue Stadthäuser in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am Odenwaldflüsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption für das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen Mühle“ in Weinheim dar. Im Juni beginnen die Abrissarbeiten sowie die Sanierung der Villa, im Oktober werden die Pläne konkreter. Das Projekt liegt im Plan. In 2013 wird gebaut.

Zum Teil baufällig, aber im Kern erhaltenswert – die Hildebrand’sche Mühle. Bild: Stadt Weinheim

Dürreplatz als leuchtendes Beispiel

Seit „Stuttgart 21“ reden alle davon: Bürgerbeteiligung. Die Kommunen landauf und landab machen sich Gedanken, wie sie künftig ihre Bürger früh und qualifiziert in Entscheidungsprozesse einbinden können. Manche sind weiter als andere. Die Weinheimer Stadtverwaltung hat bereits neue Wege eingeschlagen, zum Beispiel bei der Gestaltung des Dürreplatzes vor der Weinheim Galerie. Dafür hat das Amt für Stadtentwicklung einen Ideenwettbewerb unter Bürgern organisiert und begleitet. Eine Beschreibung dieses Projektes wurde im Februar gewissermaßen als leuchtendes Beispiel mit einer Doppelseite in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ veröffentlicht.

Eine „App“ für alle

Weinheim geht medial weiter voran: Zwei Agenturen haben für die Stadt einen mobile Internetdienst entwickelt. Bernhard Kück („puntodesign“) und Martin Nowak („gruenphase“) entwickeln für ihre Heimatstadt eine „Stadt-App“ und ergänzen das Medienangebot.

Ein Haus für alles Soziale

Stadtseniorenrat besuchte die AWO und den Neubau der „Sozialen Dienste“. Foto: Stadt Weinheim.

 

Nicht nur optisch, auch inhaltlich setzt der Neubau der AWO-Rhein-Neckarauf dem Gelände des früheren Freudenberg-Fellspeichers im Stadtteil „Müll“ Maßstäbe. Im Neubau der „Sozialen Dienste“ bündelt die AWO ihre sämtlichen Angebote.

Weinheim – Mehr drin!

Der Verein „Lebendiges Weinheim“ bringt einen neuen Einkaufsführer heraus. Wieder einmal wird dokumentiert: In mehr als 200 Einzelhandelsgeschäften in der City sind viele Einkaufsmöglichkeiten geboten.

OB im freien Fall

Rund vier Millionen Euro investiert die Familie Steinhart im Spaß- und Erlebnisbad Miramar in eine neue spektakuläre Rutschenanlage, unter anderem steht dort jetzt die erste Looping-Rutsche Süddeutschlands. OB Heiner Bernhard traut sich als Erster – es ist der „freie Fall“ in die bunte Rutsche. Wenige Monate später ereignet sich ein Unfall, der durch einen Bedienungsfehler verursacht worden ist. Die Miramar-Betreiber reagieren mit mehr Kontrollen und technischen Verbesserungen.

OB Heiner Bernhard weiht die neue Rutsche des Miramars ein, Foto: Stadt Weinheim

Erster Spatenstich für neuen Firmensitz

Die Firma WBI GmbH, ein führendes Ingenieurbüro für die Planungen von Tunnelbauten, Staumauern und anderen Großprojekten, zieht mit ihrer Unternehmenszentrale in den Technologiepark Weinheim. Im Juni ist erster Spatenstich.

Große Mehrheit für die Kripo vor Ort vergebens

6000 Unterschriften eines Aktionsbündnis für eine „Kripo vor Ort“ helfen leider nicht. Bei einem Besuch in Weinheim teilt der neue Leitende Polizeidirektor Detlef Werner mit, dass die Weinheimer Kripo-Außenstelle nach der Polizeireform in Baden-Württemberg nicht zu halten ist. Die Kripoarbeit soll im Präsidium gebündelt werden.

Deutschlands erste „AMA“ steht in Weinheim

Sie ist die dritte ihrer Art und sie badet genüsslich im Weinheimer Schlossparkweiher unter den beiden Burgen. „AMA du Parc“ heißt die knapp zwei Meter große Bronzeskulptur, die im August von Oberbürgermeister Heiner Bernhard und der französischen Künstlerin Amaryllis Bataille enthüllt wird. Sie ist eine Spende des Weinheimer Unternehmers und Kunstliebhabers Thomas Noor.

Seismische Messungen

Die Firma Rhein Petroleum sorgt mit seismischen Messungen im südlichen Bereich ihres Lizenzgebiets „Weinheim“ für Aufsehen, weil ganze Straßenzüge verkabelt werden. Mit den Messungen soll herausgefunden werden, ob sich unter Weinheims Erde Ölvorkommen befinden und wie gut sich die Tiefe für Geothermie eignet.

Weinheim wird zur Fair-Trade-Town

Fairer Handel nun auch in Weinheim. Alle Rechte Transfair e.V.

Hartmut Sallge und Bettina Trilsbach von den Weltläden der Kirchen in Lützelsachen und der Weststadt setzen sich mit ihrer Idee durch, Weinheim zur „Fair-Trade-Town“ zu entwickeln. Der Gemeinderat fällt im September einen Grundsatzbeschluss, der sie unterstützt und bestätigt.

Mehr Tagesmütter

Tagesmütter und Tagesväter, die qualifiziert Kleinkinder betreuen, bekommen in Weinheim jetzt einen erhöhten kommunalen Zuschuss. Die Zahl der Tagesmütter und Tagesväter steigt auch deshalb an – so wird auch Druck auf kommunale Betreuungseinrichtungen etwas gesenkt.

Abiturienten räumen auf

Nach zwei aus dem dem Ruder gelaufenen Abi-Feten im Schlosskeller, revanchieren sich die Abitur-Jahrgänge des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, in dem sie Putzaktionen im Schlosspark und am Waidsee organisieren. Dafür bekommen sie großes Lob.

„Winfried“ – ein Freund Weinheims

Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt in die Weinheimer Stadthalle. Quelle: Winfried Kretschmann.

 

Winfried Kretschmann hat etwas dazugelernt. Die Bedeutung seines Vornamens kannte der baden-württembergische Ministerpräsident natürlich schon vorher. Winfried steht für „Freund des Friedens“. Aber dass er als erster „grüner“ Landeschef der Republik daher ein Namensvetter des Weinheim-Gründers und Franken „Wino“ ist, das ist dem Schwaben neu, als er beim Bürgergespräch im Mai in der Stadthalle ist. Er wird Weinheim schon deshalb nicht vergessen.

Hände reichen über alle Grenzen

Das badisch-hessische Doppeldorf Flockenbach war für einen Tag das Zentrum und das Symbol für die Metropolregion. Der Weinheimer Ortsteil Ober-Flockenbach und der Gorxheimer Ortsteil Unterflockenbach feiern grenzübergreifend mit Tausenden von Gästen das gemeinsame 1000-jährige Bestehen.

Weitere Strukturveränderungen im Rathaus

Die Stadtverwaltung setzt ihre Strukturveränderungen fort: Im Januar übernimmt der Rhein-Neckar-Kreis die Aufgaben der Jugendhilfe, wie in jeder anderen Kommune im Kreisgebiet. Landrat Dallinger ist am 11. Januar vor Ort, um die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst zu begrüßen. In diesem Zusammenhang ist auch eine

tere Veränderung im November zu sehen: Die Erziehungsberatungsstelle wird künftig unter der Trägerschaft des Pilgerhauses arbeiten. Das frühere Weinheimer Amt für Jugend und Soziales übernimmt noch weitere Aufgaben des demografischen Wandels und nennt sich seit September: Amt für Jugend, Soziales, Familien und Senioren.

Menschen 2012

  • Karl Berg erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim für vielfältiges bürgerschaftliches Engagement.
  • Hans Mazur, unter anderem Stadtrat und Vorsitzender des Stadtseniorenrates, erhält das Bundesverdienstkreuz.
  • Livia Bodzsar, 43-jährige Weinheimerin, vereitelte einen Raubüberfall an der ALDI-Kasse. Sie wird von der Stadt und der Polizei geehrt.
  • Peter Lulay erhält die Ehrennadel der Stadt Weinheim für sein bürgerschaftliches Engagement. Er war unter anderem 24 Jahre lang Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins.
  • Die Spanierin Maria Guerrero Gallego ist die erste Preisträgerin des neuen Rolf-Engelbrecht-Preises für ihr Engagement um die Integration in der Stadt.
  • Juliane Wasser ist die neue Gastronomie-Pächterin der Wachenburg. Im Mai soll nach einer Sanierung und technischen Aufrüstung Eröffnung sein.
  • Jugend-und Sozialamtsleiter Heiner Amann wird in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Claus Hofmann. Auch Dietmar Pfennigschmidt, der langjährige Leiter der Stadtbibliothek geht in Ruhestand.
  • Stella Kirgiane-Efremidis und Alexandros Efremidis bekommen das Bundesverdienstkreuz verliehen, unter anderem für das viele Jahre veranstaltete Benefiz-Essen für einen guten Zweck.
  • Christina Eitenmüller, langjährige Rektorin der Friedrich-Grundschule und Geschäftsführende Schulleiterin, wird nach 45 Jahren aus dem Schuldienst verabschiedet. Sie war eine Institution.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist der Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Bürgerinitiative zum Gespräch bei der Landesregierung

Bahnlärm dringt bis nach Stuttgart

Weinheim/Stuttgart, 07. Dezember 2012. (red/pm) Schon seit einiger Zeit kämpft die Bürgerinitiative „Schutz vor Lärm“ gegen den Bahnlärm in Weinheim, denn die Stadt fühlt sich dafür nicht verantwortlich. Die Bürgerinitiative hat sich nun an den Landtagsabgeordneten der Grünen, Uli Sckerl gewandt.

Gastbeitrag von GAL Weinheim:

„Der Bahnlärm, unter dem hunderte von Menschen in Weinheim tagtäglich (und besonders nachts!) leiden, ist kein Problem, das die Stadt Weinheim zu verantworten hätte. Wer den Bahnlärm entscheidend verringern will, muss sich mit der Deutschen Bahn AG, mit dem Eisenbahnbundesamt und mit den politisch Verantwortlichen, besonders dem Bundesverkehrsministerium auseinandersetzen. Um das Thema von Weinheim aus auf eine höhere Ebene zu heben, hat sich die „Bürgerinitiative Schutz vor Bahnlärm“ an den Landtagsabgeordneten der Grünen, Uli Sckerl gewandt. Dieser hat für die Sprecher der Initiative einen Termin bei der Landesregierung in Stuttgart organisiert.

In dieser Woche kam das Treffen zustande. Die beiden Sprecher der BI, Joachim Körber und Peter Thunsdorff, fuhren in Begleitung der beiden GAL-Stadträte Elisabeth Kramer und Alexander Boguslawski zur Landesregierung. Gesprächspartnerin dort war die Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Gisela Splett, die gleichzeitig die Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung ist. Mit von der Partie waren auch zwei Lärmschutz- und Bahnexperten aus dem Ministerium. Die Bürgerinitiative hatte es sich zum Ziel gesetzt, der Landesregierung die Dringlichkeit des Bahnlärmproblems in Weinheim deutlich zu machen und die Experten um Rat und Unterstützung im Kampf gegen den Bahnlärm zu bitten.

Joachim Körber konnte den Anwesenden sowohl die Historie, als auch die gegenwärtige Situation und die prognostizierte Entwicklung entlang der Bahnstrecke durch Weinheim hindurch eindrücklich darstellen. Auch für die Experten in Stuttgart war der Hinweis wichtig, dass zwar viel über den Güterverkehr südlich von Freiburg diskutiert wird und ebenso viel über die Lärmbelastung am Mittelrhein, dass es aber der Streckenabschnitt entlang der Bergstraße ist, der in ganz Deutschland die höchste Dichte an durchfahrenden Güterzügen aufweist. 203 Güterzüge rumpeln und rattern täglich durch Weinheim, mehr als irgendwo sonst. Der dabei erzeugte Lärm erreicht jedes Mal Werte, die weit über das gesundheitlich Zuträgliche hinausgehen, besonders in den Nachtstunden.

Unterstützung von oben

Fatal bei der Bewertung dieses Lärms ist, dass die Bahn einen sogenannten „Schienenbonus“ eingeräumt bekommt, dass sie also von Amts wegen mehr Krach machen darf als andere. Hier konnte die grüne Landesregierung der BI Unterstützung anbieten, weil sie sich dafür einsetzt, dass der Schienenbonus so schnell wie möglich fällt. Schwierig ist es auch, den Lärm an der Quelle zu minimieren, weil dafür das Zug- und Schienenmaterial technisch verbessert werden müsste – was Zeit und Geld kostet. Eine Möglichkeit, schneller zum Erfolg zu kommen, zu der auch die Regierungsexperten den Weinheimer rieten, ist, dass unser Streckenabschnitt in das „freiwillige Sanierungsprogramm“ des Bundes aufgenommen wird bzw. dass die Trasse in Weinheim offiziell als eine besonders sensible Strecke behandelt wird.

Neben technischen Details, die für die BI sehr wertvoll waren, haben die Vertreter der Regierung sowie auch der Abgeordnete Sckerl den Weinheimer Ratschläge zur erfolgreichen Weiterführung des Kampfes gegen den Bahnlärm gegeben. Auf jeden Fall war der Gedankenaustausch eine Ermunterung zur Fortführung dieses Bürgerengagements, das auch bei der Stadtverwaltung hohe Anerkennung genießt.“

Erster Bürgermeister bezieht Stellung zur Forderung der Bürgerinitiative "Schutz vor Bahnlärm"

„Wir ziehen am selben Strang“

Dr. Torsten Fetzner steht mit der Bürgerinitiative in regelmäßigem Kontakt.

Weinheim, 28. November 2012. (red/aw) Die Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße” hofft auf die Unterstützung des Gemeinderats, um finanzielle Mittel für ein unabhängiges Gutachten des Bahnlärms in Weinheim erstellen zu lassen. Auch der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner bezieht Stellung und würde einen solchen Beschluss begrüßen.

Interview: Alexandra Weichbrodt

Herr Dr. Fetzner, die Bürgerinitiative ist guter Hoffnung, dass der Gemeinderat die finanziellen Mittel für ein eigenständiges Gutachten der Stadt Weinheim bewilligt. Wie schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit eines positiven Beschlusses ein?

Dr. Torsten Fetzner: Ich kann mir vorstellen, dass der Gemeinderat ein eigenes Gutachten in Auftrag gibt. Auch gehe ich davon aus, dass neue Messungen im Rahmen des Gutachten schlechtere Lärmimmissionswerte ergeben werden. Von daher wäre das kein rausgeworfenes Geld.

Ich würde ein eigenes Gutachten begrüßen.

Sie würden sich die Unterstützung durch den Gemeinderat also wünschen?

Fetzner: Ja, ich würde einen solchen Beschluss begrüßen. Der Weg dahin muss aber im Detail noch mit der Bürgerinitiative diskutiert werden. Hier gibt es mehrere mögliche Wege.

Wie können Sie aus Sicht der Stadtverwaltung die Zusammenarbeit mit den zuständigen Verhandlungspartnern beschreiben?

Fetzner: Die Bahn bewegt sich bei diesem Thema praktisch nicht. Daher könnte die Vorlage gutachterlich abgesicherter Zahlen eine gute Grundlage für erneute Verhandlungen mit der Deutschen Bahn bieten.

Wie beurteilen Sie das Engagement der Bürgerinitiative in Weinheim?

Fetzner: Die Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative ist konstruktiv, kooperativ und stets sachbezogen. Wir ziehen am selben Strang.

 

Hintergrund:
Die Bürgerinitiative  „Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße” und die Stadtverwaltung haben ein gemeinsames Ziel: Mehr Lärmschutz entlang der Bahnhlinie auf der kompletten Weinheimer Gemarkung.

Im weinheimblog.de-Interview berichteten die Köpfe der Bürgerinitiative Dr. Hans Irion, Joachim Körber und Peter Thunsdorff über ihren ehrenamtlichen Einsatz, ihre Beweggründe und Hoffnungen. Sie fordern aktiven Lärmschutz von den übergeordneten Behörden und der Deutschen Bahn.

Am 12. November 2012 übergaben sie Dr. Torsten Fetzner rund 500 Unterschriften, um den Handlungsbedarf zu verdeutlichen. Nach Schätzungen der Bürgerinitiative sind etwa 5.000 bis 6.000 Bürgerinnen und Bürger in Weinheim vom Bahnlärm betroffen.

Strategie-Abstimmung mit der Stadt

Mit Rückenwind gegen den Bahnlärm

Die Bürgerinitiative legt fast 500 Unterschriften zur Bekräftigung des Lärmaktionsplanes vor. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim, 12. November 2012. (red/pm) Die Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm“ gibt keine Ruhe. Das wird auch nicht von ihr erwartet. Ganz im Gegenteil. Die Menschen in Weinheim sind offensichtlich dankbar für diese Vertretung der Bürgerschaft, und die Verwaltungsspitze im Rathaus freut sich über den Rückenwind; denn die Forderungen nach Lärmschutz bei den übergeordneten Behörden und bei der Deutschen Bahn erfordern Nachdruck. „Deshalb sind wir sehr froh über deutliche Meinungsäußerungen aus der Bevölkerung“, erklärte jetzt Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner bei einem Treffen mit den Vertretern der Bürgerinitiative.

Information der Stadt Weinheim:

„Deren Sprecher Dr. Hans Irion, Joachim Körber und Peter Thunsdorff überbrachten dem Dezernenten an die 500 Unterschriften und Kommentare von Bürgerinnen und Bürgern, die sich jetzt für eine Verbesserung der Lärmsituation in Weinheim ausgesprochen haben. Viele Bürgerinnen und Bürger haben nicht nur eine Unterschrift geleistet, sondern konkrete Anregungen gemacht, wie ein besserer Lärmschutz erreicht werden könnte. Dass es in Weinheim in der Nähe der Bahnlinie zu laut ist – darin ist sich die Bürgerinitiative mit der Stadtverwaltung einig. Das Amt für Stadtentwicklung erarbeitet im Moment einen Lärmaktionsplan. Kastor Höhn, der Stellvertretende Leiter des Fachamtes, erläuterte,
dass die Eingaben der Bürger zur richtigen Zeit kommen; so können sie während der Phase der Offenlage gleich in den Lärmaktionsplan einfließen. Gemeinsames Ziel: Mehr Lärmschutz entlang der Bahnhlinie auf der kompletten Weinheimer Gemarkung.

Bürgermeister Dr. Fetzner bot regelmäßige Treffen mit der Vertretern der Bürgerinitiative an, um jeweils die weitere Strategie abzustimmen. Schließlich ziehe man an einem Strang – und dies sollte man auch in Berlin (im Bundesverkehrsministerium) und in Bonn (beim Eisenbahnbundesamt) spüren. Irion, Körber und Thunsdorff erklärten, dass sie auf allen politischen Ebenen einen höheren Grad der Sensibilisierung wecken wollen. In der nächsten Zeit wollen sie die Fraktionen des Gemeinderates besuchen. Ihr Anliegen: Das Gremium soll die Mittel bewilligen, mit denen die Stadt auf eigene Kosten ein unabhängiges Lärmschutzgutachten erstellen lässt. Den Gutachten der Bahn, die außerdem schon einige Jahre alt sind, wolle man nicht vertrauen. Die Lärmbelastung habe sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Ein eigenes Gutachten werde, so die BI, die Argumentationsbasis der Stadt und ihrer Bürger verbessern. Desweiteren werde man Kontakt mit den Bundestagsabgeordneten und dem Regierungspräsidium aufnehmen. Auch der Bundestag beschäftige sich im Moment mit dem Thema Bahnlärm, berichtete Joachim Körber und bestätigte: „Da ist was im Gange.“ Auch er bekräftigte den Willen, konstruktiv mit der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten. „Wenn die Stadt Weinheim gewinnt, bekommen die Bürger den Lärmschutz, den sie verdient haben.“

Offenlage für Jedermann bis 6. November in der Stadtbibliothek

Im Lärmaktionsplan Gehör verschaffen

Weinheim, 12. Oktober 2012. (red/pm) Die Einigkeit ist groß, die Botschaft klar: Wer heutzutage etwas gegen den anwachsenden Verkehrslärm unternehmen will, der muss sich bei den Behörden bis ganz oben Gehör verschaffen – vielleicht auch mal laut werden, um sich durchzusetzen.

Information der Stadt Weinheim:

„In Weinheim hat sich die Stadt gemeinsam mit der sehr engagierten Bürgerinitiative „Schutz vor Bahnlärm östlich und westlich der Bergstraße“ auf den Weg gemacht. Dieser führte bislang wenigstens schon mal zum Eisenbahnbundesamt in Bonn. Die Vertreter der Bürgerinitiative und Oberbürgermeister Heiner Bernhard wurden dort gemeinsam vorstellig. Die Bahn ist einer der Hauptverursacher von Verkehrslärm in Weinheim.

Das Amt für Stadtentwicklung arbeitet schon geraume Zeit an einem Lärmaktionsplan in dem die Belastungsschwerpunkte identifiziert werden, um dann Lösungen zu deren Entschärfung entwickeln zu können. Nachdem der Gemeinderat im April einen Offenlagebschluss für den Lärmaktionsplan getroffen hat, geht die Öffentlichkeitsbeteiligung nun in
eine wichtige Phase; sie hat jetzt mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung begonnen. Bis zum 6. November liegt der Planentwurf jetzt für Jedermann im Foyer der Stadtbibliothek in der Luisenstraße aus. Stellungnahmen können vorgebracht werden.

In der sehr gut besuchten Info-Veranstaltung versicherten Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner und Kastor Höhn vom Amt für Stadtentwicklung, dass die Stadtverwaltung auch weiterhin auf die zuständigen Behörden zugehen werde, auch wenn die Kommune selbst nur teilweise oder einen eingeschränkten Einfluss auf die Umsetzung von Maßnahmen habe.
Im Moment stehe das Regierungspräsidium in Karlsruhe auf dem Standpunkt, dass für Weinheim keine weiteren Lärmschutzwände vorgesehen sind, auch die Projektbau GmbH der Deutschen Bahn habe bei weiteren Ansprüchen auf Lärmsanierung abgewunken. Bürgerinitiative und Stadtverwaltung versicherten aber auch, in ihrem Bemühen nicht nachzulassen. Dazu sei es ausgesprochen hilfreich, wenn auf zahlreiche Stellungnahme aus der betroffenen Bevölkerung verwiesen werden könnte. Die Stadtverwaltung bittet daher die Bürgerinnen und Bürger, sich während der Offenlage des Lärmaktionsplans aktiv einzubringen.

Parallel zur Offenlage werden jetzt auch die Behörden beteiligt, am 19. Dezember soll der Plan vom Gemeinderat beschlossen werden. Info: Der Lärmaktionsplan (Entwurf) liegt bis zum 6. November im Foyer Stadtbiliothek aus und steht im Internet unter http://www.weinheim.de/servlet/PB/menu/1308511/index.html. . . . zum Download bereit. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen vorgebracht werden.“