Mittwoch, 22. November 2017

ATU beantragt Information des Gemeinderats

Aktueller Stand der Baustelle „Hildebrandsche MĂĽhle“

Weinheim, 11. Juli 2013. (red/ld) Im Ausschuss fĂĽr Technik und Umwelt wurde gestern Einblick zum Stand der Dinge auf der Baustelle „Hildbrandsche MĂĽhle“ gewährt. Die AbbruchmaĂźnahmen sind fast vollständig abgeschlossen, die Baufreigabe fĂĽr die Sanierung der denkmalgeschĂĽtzten Villa erteilt und auch der Bauantrag fĂĽr Neubauten ist eingegangen. Zu Gast war aus diesem Grund auch das ArchitekturbĂĽro Karl Kaffenberger aus Michelstadt. [Weiterlesen…]

Verwaltungsspitze appelliert an Ministerpräsident Kretschmann

Die Energiewende braucht Akzeptanz

Weinheim, 22. März 2013. (red/pm) Die Stadt Weinheim sieht sich beim Thema Windenergie „in der Zwickmühle“. So steht es in einem vierseitigen Schreiben von Oberbürgermeister Heiner
Bernhard und Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Darin regen sie eine „sinnvolle Modifikation“ des Landesplanungsgesetzes an, mit dem die grün-rote Landesregierung die Windenergie im Lande voranbringen will.
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Siloturm und schicke historische Villa bleiben erhalten

Modernes Wohnen in der Hildebrand’schen Mühle

Zum Teil baufällig, aber im Kern erhaltenswert - die Hildebrand'sche Mühle. Bild: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 15. Februar 2012. (red/pm) Der Siloturm und die schicke historische Villa bleiben erhalten, wenn an der Weschnitz in Weinheim ein Ensemble mit 60 neuen Wohnungen entsteht. Heute stellten die Investoren des Wiesbadener Investors „Deutsche DenkMal AG“ ihre Ideen fĂĽr die Hildebrand’sche MĂĽhle vor.

Information der Stadt Weinheim:

„Schicke neue Stadthäuser in einem Ensemble mit der denkmalgerecht sanierten prachtvollen alten Unternehmervilla und dem rund hohen 50 Meter Siloturm, der ebenfalls mit neuen Loft-Wohnungen hergerichtet ist, dazu ein weitgehender Erhalt des alten Baumbestandes am OdenwaldflĂĽsschen Weschnitz – so stellt sich die Konzeption fĂĽr das moderne Wohnen an der „Hildebrand’schen MĂĽhle“ in Weinheim dar.

Die Investoren der auf die Sanierung alter Industriedenkmäler spezialisierten Wiesbadener Firma „Deutsche DenkMal AG“ stellten das derzeit wohl markanteste Wohnungsbauprojekt der Bergstraße am Mittwoch (15. Februar) im Weinheimer Rathaus vor. Nach eigenen Angaben will die „Deutsche DenkMal AG“ rund 23,5 Millionen Euro in das Projekt investieren,insgesamt sollen rund 60 hochwertige
Wohnungen im Birkenauer Tal am östlichen Weinheimer Stadtausgang zum Odenwald entstehen.

Einige Jahre lang wollte der Vorbesitzer des alten Mühlenareals an der Stelle ein Großbordell bauen und brachte die Zweiburgenstadt Weinheim damit bundesweit in die Schlagzeilen. Weil Stadt und Land schließlich aber Fördermittel rekrutieren konnten, unter der Bedingung einer unbedenklichen Nutzung, wurde die „Hildebrand’sche Mühle“ für das Wiesbadener Unternehmen interessant.

Das heute vorgestellte Modell. Bild: Stadt Weinheim

 

Ein Beginn der Bauarbeiten ist im Frühjahr vorgesehen. Bis dahin muss zunächst eine Brücke gebaut werden, über diese werden dann zunächst die Abrissarbeiten abgewickelt. Auch die spätere Wohnanlage wird über eine Brücke separat erschlossen.

Bei der Sanierung der Villa soll großer Wert auf Erhalt und die Wiederherstellung der prächtig gestalteten Innenräume gelegt werden. Sechs Wohneinheiten sollen darin und in einem Anbau entlang der Weschnitz entstehen.

Die für den Siloturm vorgesehene Wohnnutzung erfordere hingegen eine umfangreiche Umgestaltung, da dieses buchstäblich herausragende Gebäude früher als Lagerfläche genutzt wurde. „Die bisher absehbare Struktur und der sehr gute Erhalt der Außenfassade stellen aber eine gute Grundlage für die Konzeption einer neuen auf die Wohnnutzung ausgerichteten Innenstruktur dar“, so der Investor. Zu diesen Veränderungen habe die zuständige Denkmalbehörde auch schon Zustimmung signalisiert.

Im Anschluss an die bestehenden Gebäude am Mühlweg 13 werde also eine Mischung von Alt und Neu zu einem besonders reizvollen Ensemble werden. Der Hang zum hoch oben liegenden Dietersklingenweg werde durch eine gemeinsame Quartiersgarage für alle vorgesehenen Wohnungen gestalterisch abgefangen.

Mit dieser städtebaulichen Konzeption könne auch der Innenhof des Ensembles mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden. Dazu soll auch der weitestgehende Erhalt des Gartens westlich der Villa mit den dort zu erhaltenden Bäumen beitragen.

Der Bereich entlang der Weschnitz werde unter BerĂĽcksichtigung der vorhandenen GrĂĽnstruktur dagegen als Privatzone der angrenzenden Wohnungen gestaltet.“

Interview mit Erhard Renz, dem „Sonnenflüsterer“

„Photovoltaik ist die Königin“

Erhard Renz, der "Sonnenflüsterer", hält einen Vortrag in Weinheim. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 27. Januar 2012. (red/pm) Interview mit Erhard Renz, dem „Sonnenflüsterer“, zu seinem Vortrag am 31. Januar 2012 in Weinheim .

Von Roland Kern:

„Er gilt als ebenso profunder Kenner wie unterhaltsamer Referent und hat sich in den vergangenen Jahren einen besonderen Namen gemacht: Erhard Renz aus BĂĽrstadt, in unmittelbarer Nähe zum Atomkraftwerk Biblis aufgewachsen, gilt als Pionier auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Manche nennen ihn schon seit Längerem „den SonnenflĂĽsterer“.

Auf Einladung des Energieteams der Stadt Weinheim und des Runden Tisch Energie spricht Erhard Renz, der mittlerweile selbstständiger Energieberater ist, am Dienstag, 31. Januar um 18.30 Uhr auch in Weinheim. Die kostenfreie Info-Veranstaltung findet im Alten Rathaus am Marktplatz statt.

Im Vorfeld führten wir ein Interview mit dem „Sonnenflüsterer“.

Herr Renz, man nennt Sie auch den „Sonnenflüsterer“. Könnten Sie Ihrer Sonne nicht mal ausrichten, sie habe schon lange nicht mehr geschienen?

Erhard Renz: Entgegen der landläufigen Meinung ist die Sonne immer da, sie ist zuverlässiger als jedes anderes Kraftwerk. In der Nacht wenden wir uns von der Sonne ab, im Winter entfernen wir uns und an manchen Tagen schieben sich Wolken zwischen Sonne und Erde. Die Sonne aber steht immer am selben Platz!

Aber im Ernst, so ein Wetter wie im Moment ist ja nicht gerade eine Werbung fĂĽr die effiziente Nutzung von Photovoltaik-Anlagen, oder?

Erhard Renz: Ich selbst betreibe eine Photovoltaikanlage seit mehr als elf Jahren und 2011 war das zweitbeste Sonnenjahr. Im Dezember und Januar ernten wir sowieso nur je zwei Prozent des Jahresertrages. Diese Monate sind für die Rentabilität einer Photovoltaikanlage nicht entscheidend.

Die Bundesregierung senkt ja wieder einmal die EinspeisungsvergĂĽtung fĂĽr Strom, der aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik gewonnen wird. Verstehen Sie das?

Erhard Renz: Die Senkungen waren immer das Ziel der Branche. Wir wollen und wir werden wettbewerbsfähig werden, aber die ständige Diskussion über weitere Absenkungen schaden der Politik und der Branche. Ich erwarte von einem Politiker langfristige Entscheidungen und keine Windhund-Mentalität.

Ist die Energiewende Ihrer Beobachtung nach bei den Menschen angekommen?

Erhard Renz: Wir haben in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Photovoltaikanlagen und mehr als 20 000 Windräder. Die Zustimmung zu Erneuerbaren Energien in Umfragen liegt regelmäßig im Bereich von 80 bis 90 Prozent. Die Deutschen haben erkannt, dass wir keine Rohstoffe haben, sondern nur die Kraft der Sonne.

Herr Renz, man liest viel über Energiewende und Photovoltaik, was können die Menschen bei ihrem Vortrag in Weinheim am 31. Januar erfahren, was ihnen dennoch neu sein dürfte?

Erhard Renz: In meinen Vorträgen versuche ich, das komplexe Thema locker rüber zu bringen, deshalb behaupte ich meine Vorträge haben einen gewissen Unterhaltungswert. Am Wochenende bin ich beim 19. Jahrestreffen der Bayrischen Solarinitiativen und werde die Neuigkeiten von den bayrischen SolarkollegInnen direkt nach Weinheim bringen. Vielleicht kann ich auch schon eines meiner „neuen Solarprojekte“ schon vorstellen. Dies entscheidet sich bei den Bayern.

In Weinheim mit seiner denkmalgeschĂĽtzten Altstadt gibt es ein Spannungsfeld zwischen PV-Nutzung und Denkmalschutz. Was sollte Ihrer Ansicht nach Vorrang haben und warum?

Erhard Renz: Deutschlandweit stehen etwa zwei Prozent der Gebäude unter Denkmalschutz. Diese Gebäude sind also für eine Energiewende nicht entscheidend. Im Einzelfall sollten sich aber die Eigentümer und die Denkmalschutzbehörde an einen Tisch setzen und die Interessen beider Seiten abwägen.

PV-Nutzung ist doch eher etwas für Hauseigentümer. Was kann der „kleine“ Mieter tun, um seinen Beitrag zu leisten? Welche Möglichkeiten hat er?

Erhard Renz: Wer kein eigenes Dach für eine Photovoltaikanlage besitzt kann sich zumindest finanziell an Gesellschaften beteiligen. Bei geringen Beträgen (teilweise ab 100 Euro) empfehle ich eine Genossenschaft. Die Genossenschaft bündelt Geld und investiert in größere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen (z.B. Schulen, Sporthallen) Dächern. Dort hat jeder eine Stimme egal wie viel Geld er investiert hat. Dies ist die demokratischste Beteiligungsmöglichkeit.

In Weinheim denkt man im Moment ĂĽber die GrĂĽndung einer Energiegenossenschaft nach? Eine gute Idee? Und was raten Sie?

Erhard Renz: Die Genossen müssen sich im Klaren sein, dass viel ehrenamtliches Engagement zu Beginn erforderlich ist. Benötigt werden Menschen mit unterschiedlichen Talenten. Da ich bereits bei drei Gründungen engagiert war, empfehle ich Spezialisten für die Technik, die Buchhaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und einen Rechtsanwalt. Ausserdem gibt es Schulungen für die Gründungsmitglieder einer Genossenschaft die ich jedem Neuling empfehlen würde.

Ist die Photovoltaik unter den „Erneuerbaren“ die beste Variante?

Erhard Renz: Die Photovoltaik ist die Königin unter den Erneuerbaren Energien, aber wie jede andere Königin benötigt auch die Photovoltaik Unterstützung durch einen Hofstaat. Bei den Erneuerbaren Energien sind dies die Windenergie, die Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.

In Weinheim ist Geothermie ein groĂźes Thema, wie sind Ihre Erfahrungen und Prognosen hierzu?

Erhard Renz: Die Geothermie ist technisch noch in den Kinderschuhen. FĂĽr BĂĽrgerliches Engagement birgt diese Technik bei der jetzigen Förderung ein zu hohes Risiko. Deshalb habe ich bisher die Finger von dieser Technik gelassen. Sollten demnächst weitere Pilotprojekte gestartet werden, wĂĽnsche ich mir eine sorgfältigere Planung und Umsetzung als bei den bisherigen Vorzeigeprojekten.“

Info: Vortrag „Sicher in die Zukunft mit Sonnenstrom“ mit Erhard Renz am Dienstag, 31. Januar 2012, 18.30 Uhr im Alten Rathaus am Marktplatz. Eine Veranstaltung der Stadt Weinheim und des Runden Tisch Energie.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

Ein Schieferdach ist kein Pappenstiel

Das Schloss-„Gebäude E“

Weinheim, 5. Dezember 2011. (red/pm) Das Weinheimer Schlossgebäude „E“ soll denkmalgerecht saniert werden. Die ortsansässige Fachfirma Schilling wird die Sanierung der rund 250 Quadratmeter großen Dachfläche übernehmen. Die hierfür benötigten Schieferschindeln kommen aus der Eifel.

Information der Stadt Weinheim:

„Wahrscheinlich war der Platz im Schloss zu eng geworden. Die Gräfin Auguste Elisabeth Amalie Waldner von Freundstein hatte 1868 den Mitteltrakt um den NordflĂĽgel mit Festsaal und den neugotischen Turm erweitern lassen. Mit der Schlosserweiterung wuchs die Zahl der Bediensteten und der Gäste. [Weiterlesen…]