Samstag, 20. Oktober 2018

Zeitungsstreik: Journalismus hei├čt, Fragen zu stellen

Heddesheim/Mannheim/Stuttgart, 03. August 2011. Die streikenden Redakteure beim MM stehen unter Druck – einerseits durch die Forderungen der Verleger. Aber ganz immens auch, weil das Produkt Zeitung nicht mehr ankommt. 1.500 Abos hat der MM im zweiten Quartal verloren. Die Auflage ist im Sinkflug. Auch das Anzeigengesch├Ąft leidet. Der Vertrauensverlust der Leserinnen und Leser ist enorm. Angeblich streiken die Redakteure f├╝r „Qualit├Ąt“ und fordern „Solidarit├Ąt“. Man muss fragen, was sie damit meinen.

Von Hardy Prothmann

Dass ich insbesondere den Mannheimer Morgen massiv kritisiere, ist bekannt. W├╝rde ich in Stuttgart, in Mosbach, in Heidelberg, in Karlsruhe, in Bruschal, in Ludwigshafen oder Neustadt an der Bergstra├če leben, w├╝rde ich mir andere Zeitungen kritisch anschauen.

Vermutlich w├╝rde ich im Sinne der Leserinnen und Leser meiner Blogs auch an anderen Orten und damit Verbreitungsgebieten von Monopol-Zeitungen viel Kritik an der Berichterstattung ├╝ben k├Ânnen. Denn der Lokaljournalismus befindet sich in einer tiefen Krise.

Tats├Ąchlich kann ich aber am besten die Zeitungen beurteilen, deren Nachrichten ich durch eigene Recherchen ├╝berpr├╝fen kann. Das sind der Mannheimer Morgen, die Weinheimer Nachrichten und die Rhein-Neckar-Zeitung. Und alle kommen oft nicht gut weg, wobei klar gesagt werden muss, dass der MM besonders problematisch ist.

Meine Kritik an der Zeitung ist massiv, aber sie ist auch begr├╝ndet.

Aktuell haben streikende MM-Redakteure Kommentare gel├Âscht – denn Kritik oder andere als „gewogene“ Nachrichten sind nicht erw├╝nscht. So einfach kommen die streikenden Redakteure nicht davon. Sie k├Ânnen nicht so tun, als ob sie kritisch w├Ąren und gleichzeitig Informationen l├Âschen oder ignorieren.

Sie fordern Solidarit├Ąt, schlie├čen aber nicht gew├╝nschte Meinungen aus. Das geht so nicht.

Wer f├╝r Meinungsfreiheit und Qualit├Ąt der Berichterstattung vorgeblich eintritt, muss selbst auch aushalten k├Ânnen, sich der Kritik stellen und transparent informieren.

├ťber verschiedene Kontakte erhalte ich abenteuerlichste Informationen, was die MM-Redakteure von meiner inhaltlichen Kritik halten. Auf einen anonymen Kommentar habe ich dem Dumpfsinn entsprechend, aber trotzdem umfangreich geantwortet.

Die in dem anonymen Kommentar ├Ąu├čerst dumm unterstellten „Motive“ sind haneb├╝chen.

Ich habe mich deshalb in einem Kommentar auf Facebook an einen Redakteur gewandt, von dem ich eine hohe Meinung habe und davon ausgehe, dass er sich Fragen und Kritik stellt.

Es ist der Versuch eines Dialogs. Sicher nicht ohne Provokation. Aber mit der M├Âglichkeit zu Antworten, die die Zeitung und alle MM-Redakteure den Leserinnen und Lesern lange und l├Ąngst schuldig sind.

Der Redakteur wurde von mir ausgew├Ąhlt, weil ich vor zwanzig Jahren gut mit ihm zusammen gearbeitet habe und ich seine damals kritische Haltung sch├Ątzte. Und er ist aktiv am Streik beteiligt. Man kann ihn auf Fotos sehen und er postet auf Facebook.

Seit siebzehn Jahren haben wir nichts mehr miteinander zu tun. Wie gesagt, es ist ein Experiment – ich wei├č nicht, wie der Mann heute „tickt“, aber ich habe Hoffnung.

Denn eigentlich w├╝rde ich mir w├╝nschen, dass der MM eine st├Ąrkere Konkurrenz bietet, eine gr├Â├čere Herausforderung.

Der MM und meine Blogs haben eine Schnittmenge – also Menschen, die sowohl die Zeitung lesen, als auch die von mir verantworteten Blogs. Die Leserinnen und Leser, die nur meine Blogs lesen, wissen nicht, was in der Zeitung berichtet wird und umgekehrt.

Ich habe ├╝berhaupt keine Probleme, auf gute Stories im MM zu verweisen – sie m├╝ssen aber gut sein. Dann w├╝rde ich sogar empfehlen, die Zeitung zumindest tagesaktuell zu kaufen. Daf├╝r muss ich aber ├╝berzeugt sein, dass sich das f├╝r meine Leserinnen und Leser lohnt.

Hier sind die Fragen. Der Name ist unkenntlich gemacht, weil er nicht viel zur Sache tut. Jeder mit Facebook-Zugang wird ihn schnell recherchieren k├Ânnen, was vollkommen O.K. ist, da er ja unter Klarnamen ├Âffentlich sichtbar dort schreibt.

Vielleicht ist das ein Ansatz, um einen Austausch ├╝ber „qualitativen Journalismus“ in Gang zu bringen. Vielleicht auch nicht.

Viele Fragen - ob es Antworten geben wird?

Erg├Ąnzung

Heute hat Thorsten Hof reagiert. Er schreibt folgendes:

Facebook informiert per email ├╝ber einen Kommentar - weil die streikenden MM-Redakteure sich abschotten, ist eine direkte Antwort nicht m├Âglich.

Ich h├Ątte ja gerne darauf reagiert. Da aber mittlerweile nicht nur f├╝r meinen Hardy Prothmann-Account der Zugang zur „Streikmorgen“-Seite gesperrt ist, sondern die Pinnwand f├╝r alle „Nicht-Freunde“ gesperrt wurde, kann ich leider nicht auf Facebook darauf reagieren.

Die „Vorgeschichte“, die Herr Hof anspricht, meint den Kommentar „Das Drama der journalistischen Prostitution“, den ich im Februar 2010 auf dem http://heddesheimblog.de ver├Âffentlicht habe. Thema des Textes war die Kritik an einer dauerhaft unkritischen, gef├Ąlligen Berichterstattung durch die Redakteurin Anja G├Ârlitz.

Gegen diesen Text ist Frau G├Ârlitz juristisch vorgegangen. Insgesamt habe ich rund 5.000 Euro Anwalts- und Gerichtskosten bezahlen m├╝ssen. Ein Versuch der „g├╝tlichen“ Regelung wurde nicht unternommen.

Der Anwalt von Frau G├Ârlitz wollte zudem ein Ordnungsgeld von 3.000 Euro gegen mich durchsetzen, das Gericht hat das zur├╝ckgewiesen und ein Ordnungsgeld von 300 Euro verh├Ąngt.

Der Hintergrund: Zun├Ąchst wurde ich ├╝ber meine Privatadresse abgemahnt. Die weitere Post ging aber an mein Mannheimer B├╝ro, dass ich damals f├╝r mehrere Wochen nicht besucht hatte. Daher hatte ich s├Ąmtliche Einspruchfristen verpasst und mich entschieden, aus Kostengr├╝nden die mittlerweile erlassene Einstweilige Verf├╝gung zu akzeptieren. Der Anwalt von Frau G├Ârlitz hat das Maximum an Geb├╝hren angesetzt und der Versuch mit dem Ordnungsgeld zeigen eindeutig, dass es weniger um die „Ehre“ ging als darum, einen wirtschaftlichen Maximalschaden zu erzielen.

Interessant ist die Haltung von Herr Hof schon: Ein einziger Text vor eineinhalb Jahren ist ihm Grund genug, die Haltung der MM-Redakteure zu rechtfertigen. Das zeigt sehr sch├Ân den Korpsgeist dieser Bagage (danke f├╝r den Hinweis auf den Tippfehler, ist korrigiert).

Statt mit eigenen Leistungen zu gl├Ąnzen, sucht man Tippfehler, baggert den Graben aus und erh├Âht den Schutzwall auf Facebook. Auch nicht schlecht. ­čśë

 

Streikende MM-Zeitungsredakteure: Wer oder was nicht passt, wird gel├Âscht

Heddesheim/Mannheim/Stuttgart, 03. August 2011. ├ťberall im L├Ąndle streiken Zeitungsredakteure. Durchaus mit unterschiedlichem „Berufs“ethos. W├Ąhrend die einen unzutreffende Informationen korrigieren, l├Âschen die anderen zutreffende Informationen, die ihnen nicht passen. Was wiederum aber zum Image dieser speziellen „Redakteure“ passt. Wer sich Gedanken macht, ob er wirklich „Solidarit├Ąt“ mit den streikenden Redakteuren beim Mannheimer Morgen haben kann, sollte wissen, welche Haltung diese „Journalisten“ vertreten. Schade f├╝r die gutgl├Ąubigen K├╝nstler wie Xavier Naidoo, die auf die Verlogenheit hereinfallen.

Von Hardy Prothmann

Nochmal zur Erinnerung. Zeitungsredakteure sind im Ausstand, weil Berufseinsteiger nicht mehr mit rund 3.000 Euro Gehalt bei 14 Monatsgeh├Ąltern und einer 35-Stunden-Woche beginnen sollen, sondern mit bis zu 25 Prozent weniger. Und andere auf das Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten sollen, was rund f├╝nf Prozent weniger bedeutet.

Ich habe heute gegen 17:30 Uhr zwei Kommentare auf der Facebook-Seite der streikenden MM-Redakteure gepostet:

Auch die ARD hat im Morgenmagazin ├╝ber den Streik berichtet. http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video953858.html

Und kurz darauf:

Weitere Hintergr├╝nde zu meiner Haltung hier. http://istlokal-medien.de/heddesheimblog/2011/08/02/in-eigener-sache-reaktionen-auf-den-beitrag-im-ard-morgenmagazin/

Die Kommentare waren nur f├╝r Stunden zu sehen, bis sie getilgt worden sind.

Gegen 19:30 Uhr waren nicht nur die beiden Kommentare verschwunden, sondern scheinbar die komplette Facebook-Seite. Zumindest f├╝r mich, denn ich wurde „geblockt“. Als geblockte Person ist die Seite nicht mehr aufrufbar. Das Zeichen war ein eindeutig. Kommentare von Hardy Prothmann sind auf der Seite der MM-Redakteure offensichtlich nicht erw├╝nscht.

Kommentare gel├Âscht - Nutzer blockiert. So sieht Meinungsvielfalt und Transparenz in den Augen der streikenden MM-Redakteure aus.

„Gef├Ąllt mir sehr, toll, unterst├╝tzenswert, super“ als Kommentar bleibt erlaubt.

Die Erkl├Ąrung ist vermutlich einfach: In den vergangenen zwei Jahren habe ich die Zeitung immer wieder mit Verfehlungen konfrontiert. Der MM an sich ist mir egal, aber ich kritisiere schlechte Recherche, unterschlagene Meldungen oder abgepinselte Pressemitteilungen. Oder thematisiere die st├Ąndige Bratwurstberichterstattung, die nichts weiter tut, als mit verschwurbelten Texten ├╝ber Wetterg├Âtter zu fantasieren. Schlechte Zust├Ąnde zu kritisieren, sollte eine journalistische Grundtugend sein. Und es darf keine „Bei├čhemmung“ gegen├╝ber ├Ąu├čerst schlechtem „Journalismus“ geben.

Das passt nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht zum Selbstbild, denn immerhin streiken die MM-Redakteure ja f├╝r „Qualit├Ątsjournalismus“ (zumindest, was sie darunter verstehen) und f├╝r eine entsprechende Bezahlung.

Die MM-Redakteure behaupten sogar, dass es um die „Zukunft des Qualit├Ąsjournalismus“ ginge:

Auf der Blogseite liest sich das etwas ehrlicher – da gehts ├╝berwiegend ums Geld und ganz zum Schluss ein bisschen um „die Demokratie“. Und angeblich streiken sie auch f├╝r „unsere Leser“.

Um was geht es? Um Demokratie? Eher doch ums Geld.

Tats├Ąchlich halten die streikenden MM-Redakteure aber „unseren Lesern“ missliebige Informationen vor. Oder warum l├Âschen sie sonst Kommentare, die weder beleidigend noch anst├Â├čig sind? Sondern zus├Ątzliche Informationen enthalten, mit den sich Leserinnen und Leser eine eigene Meinung bilden k├Ânnen? Mal abgesehen davon, dass es in beiden verlinkten Informationen gar nicht „direkt“ um die streikenden MM-Redakteure selbst ging und ich im ARD-Interview sogar die Verlegerseite ordentlich kritisiert habe?

Oder darf-┬á nicht Meinung sein, was nicht der Meinung der streikenden MM-Redakteure entspricht? Oder d├╝rfen die keine Stimme haben, die man nicht leiden kann? Ist es das, was diese Redakteure mit „wir streiken f├╝r unsere Leser“ meinen? Unter Transparenz, Meinungsvielfalt? Unter „Kritik“ und streitbarem Journalismus?

MM-Streiker vs. Tagblatt-Streiker

Ganz anders der Umgang bei den Streikenden vom „Schw├Ąbischen Tagblatt“. Die verlinken von sich aus auf den ARD-Beitrag, allerdings mit einer fehlerhaften Information und nennen mit einen „bloggenden Ex-Redakteur“. Ich korrigiere das h├Âflich und verlinke ebenfalls zwei Texte, die aus Sicht der Zeitungsredakteure sicher nicht „angenehm“ sind.

Die Reaktion ist anst├Ąndig: Der Kommentar wird frei geschaltet, der Fehler korrigiert. Auch wenn ich nicht wei├č, wie die Berichterstattungsqualit├Ąt des Schw├Ąbischen Tagblatts ist, habe ich zumindest durch diese Verhalten einen positiven Eindruck gewonnen. Das ist das einzig zu erwartende Verhalten.

Die Streikenden beim Schw├Ąbischen Tagblatt haben Kritik zugelassen.

Immerhin: Man k├Ânnte auch annehmen, dass vielleicht nur die MM-Streikenden f├╝r die „L├Âsch-Aktion“ verantwortlich sind, die die Facebook-Seite betreuen. Aber das w├Ąre nur eine billige Ausrede f├╝r die Gesamt-Bagage.

Wer einen Funken Ehre im Leib hat, was ich bei vielen nicht vermute, m├╝sste sofort auf diese Aktion reagieren und sein Missfallen ausdr├╝cken. Das aber ist doch mehr als unwahrscheinlich. (Ich bin fast sicher, dass sich niemand f├╝r diese „L├Âsch“-Aktion entschuldigt oder sie kritisiert.)

Leider haben die MM-Redakteure im Ausstand noch nicht verstanden, dass sie l├Ąngst nicht mehr alleine „Meinungen bilden“, also nicht mehr bestimmen k├Ânnen, ├╝ber wen und was sie wie informieren oder was sie lieber „unterdr├╝ckt“ sehen wollen.

Das Internet macht die Welt transparenter. Und zeigt, wie dumm oder hilflos manche Journalisten, die eigentlich daran mitwirken sollten, reagieren.

Absurd wird es, wenn dieser Haufen das Wort „Qualit├Ątsjournalismus“ f├╝hrt. Sie stehen weder f├╝r Qualit├Ąt noch Journalismus noch f├╝r die Kombination aus beidem.

Ich unterst├╝tze die Forderungen der Verleger kein bisschen – aber im Fall der MM-Streikenden w├Ąre ich sogar mit der ein oder anderen fristlosen K├╝ndigung vollkommen einverstanden.

Es w├Ąre sicher kein allzu gro├čer Verlust.

Denn die MM-Redakteure fordern Solidarit├Ąt, die sie selbst nicht bereit sind zu geben. Dieser Kommentar wartet immer noch auf Freischaltung.

Solidarit├Ąt mit dem journalistischen Prekariat, den "Freien"? Nicht bei den streikenden MM-Redakteuren.

P.S.
Das Internet l├Ąsst sich nicht so einfach kontrollieren, „verehrte Kollegen“, wie ihr das denkt. Und das ist gut so. Schlecht ist: Das habt ihr leider noch nicht verstanden und vermutlich werdet ihr das auch nicht verstehen.

Zeitungsstreik: Solidarit├Ąt? Wieso, weshalb, warum?

Heddesheim/Mannheim/Stuttgart, 03. August 2011. Die streikenden Zeitungsredakteure fordern Solidarit├Ąt ein. Denn ihnen drohen Lohnk├╝rzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen. Doch ist deren „Emp├Ârung“ wirklich nachvollziehbar? Haben sie sich „Solidarit├Ąt“ verdient?

Von Hardy Prothmann

Es gibt sie noch, die sehr guten Redakteure. Vereinzelt. Aber deren Einfluss ist gering. Sie haben schon l├Ąngst keine Lobby mehr und im Zweifel finden die, die kritisch berichten und die Folgen tragen m├╝ssen, keine Solidarit├Ąt bei den „Kollegen“. Der Gesamtzustand der Branche ist desolat.

Ob der Kommentar jemals frei geschaltet wird? Knapp acht Stunden nach dem Erstellen auf der MM-Streikseite wartet er immer noch auf "Freischaltung".

Es gibt genau eine Perspektive, unter der man die Emp├Ârung der streikenden Zeitungsredakteure verstehen kann: Noch verdienen die meisten Verlage satte Renditen, h├Ąufig im zweistelligen Bereich. Wenn die Arbeitgeber vor diesem Hintergrund bis zu 25 Prozent unter dem bisherigen Tarif Berufsanf├Ąnger besch├Ąftigen wollen, dann ist das skandal├Âs und grob sittenwidrig. Damit endet die eine Perspektive.

Honorardumping ist der Normalzustand

Die anderen sehen so aus:

Skandal├Âse „Auftragsverh├Ąltnisse“ sind der „Normalzustand“, mit dem man die Einkommensituation von vielen freien Journalisten oder „Mitarbeitern“ beschreiben kann.

Deswegen hat es sich auch schon mit meiner Solidarit├Ąt gegen├╝ber den Zeitungsredakteuren. Ich werfe den meisten von ihnen Kumpanei, Mitt├Ąterschaft, Honorar-Dumping, Untertanentum, Eitelkeit, ├ťberheblichkeit, Weltentr├╝cktheit und Respektlosigkeit vor. Sie sind Teil eines mafiosen Systems und haben solange still gehalten, solange sie ihren Teil der Beute abbekommen haben. Jetzt sind sie im Streik, weil ihnen ihr „Anteil“ zu klein scheint.

Und ich wei├č, wovon ich rede. Denn ich bin seit 20 Jahren freier Journalist und meine „Abnehmer“ waren ├╝ber 18 Jahre lang Redakteure. Mit vielen davon habe ich sehr gut zusammengearbeitet. Fr├╝her. Doch die Zeiten haben sich ge├Ąndert. Die Zusammenarbeit wurde immer schwieriger – nicht unbedingt, aber auch inhaltlich. Vor allem aber wirtschaftlich.

HorrorHonorargeschichten

1994 bin ich nach drei Jahren mit meinem Universit├Ątsabschluss vom lokalen in den ├╝berregionalen Journalismus gewechselt. Denn nur dort waren einigerma├čen gute Honorare zu erwirtschaften.

Was ich niemals erlebt habe, war ein „Bonus“ f├╝r eine au├čergew├Âhnlich gute Arbeit, der mir einfach angeboten oder ├╝berwiesen worden w├Ąre. Was ich ab und an erleben durfte, waren ein klein wenig h├Âhere Honorare, wenn ich diese mit guten Argumenten nachgefordert hatte. Was ich meistens erlebt habe, waren „Honorare“ die ihrem Namen keine Ehre machten. Die Zeilen- oder Beitragshonorare waren niemals ├╝ppig, selten gut, oft „gingen sie grad so“, meist waren sie nicht akzeptabel. Jedenfalls, wenn man davon leben wollte.

Beim Mannheimer Morgen habe ich 55 Pfenning (27 Cent) die Zeile „verdient“. Brutto. Ein mittlerer zweispaltiger Bericht mit 80 Zeilen ergab demnach 44 Deutsche Mark. Rechnete man im Schnitt eine Stunde Wegstrecke, 1,5 Stunden Schreiben, 1,5 Stunden vor Ort, eine Stunden Vor- und Nachbereitung, kam man auf einen Stundenlohn von 8,80 Deutsche Mark.

In den drei Jahren beim MM habe ich rund 1.000 Artikel geschrieben. Ich war als „freier Mitarbeiter“ damit ganz gut „im Gesch├Ąft“. Einwandfreie Qualit├Ąt wurde selbstredend immer erwartet. Alle Artikel wurden ver├Âffentlicht. Manchmal waren 100 Zeilen bestellt, 70 wurden abgedruckt und nur 70 wurden zun├Ąchst bezahlt. Weil ich gut war und gebraucht wurde, hatte meine Intervention Erfolg – ich bekam die bestellten und abgelieferten Zeilen bezahlt, sollte dazu aber gegen├╝ber anderen Mitarbeitern stillschweigen.

In diesen drei Jahren ist es mir in einem einzigen Monat gelungen, 1.700 Deutsche Mark zusammenzuschreiben. Der Grund: Viele Redakteure waren in Urlaub, also gab es mehr als sonst zu tun und es gab ein paar spannende Themen und viele Vereinsfeste. Damals war ich 25 Jahre alt. Im Schnitt habe ich rund 800 Mark mit meinem freien Journalismus verdient. Brutto.

„Das Thema kriegen wir nicht durch.“

Davon musste ich ein Auto unterhalten, ein B├╝ro, Computer, Telefon. Irgendeine „Kostenpauschale“ stand nicht zur Disposition. Ein paar Redakteure bestellten ab und an zehn Zeilen mehr als sie f├╝r den Abdruck vorgesehen hatten. Die 5,5 Mark waren sowas wie ein „Anerkennung“, weil ich immer einsatzbereit war.

Termine kamen aus der Redaktion, die meisten Themenvorschl├Ąge von mir. Meist wurden sie angenommen, aber immer wieder h├Ârte ich den Satz: „Das Thema kriegen wir nicht durch.“

Ab 1994 ├Ąnderten sich meine Verh├Ąltnisse mit einem Artikel f├╝r Die Zeit. Dort erhielt ich 2,8 Mark die Zeile und sogar ein Fotohonorar von 150 Euro. Zusammen waren das f├╝r einen „Job“ 430 Euro. Das war sensationell. Fortan konzentrierte ich mich auf gr├Â├čere Zeitungen, Wochenzeitungen, Magazine sowie ├╝berwiegend den ARD-H├Ârfunk, der am l├Ąngsten ganz gut bezahlte und auch heute noch akzeptable Honorare bietet.

Und ich habe oft „Angebote“ ausgeschlagen, die immer wieder angefragt wurden, weil ich den „Markt“ nicht kaputt machen wollte. Unter 350 Mark habe ich keine Magazinseite geschrieben. Niemals unter einer Mark eine Zeile (au├čer f├╝r die taz, die 70 Pfenning die Zeile zahlte).

Dazu habe ich an Zeitschriftenentwicklungen mitgewirkt, das brachte am meisten Geld, Redaktionsvertretungen gemacht, Vortr├Ąge und Seminare gehalten.

Um auf das Einstiegsgehalt eines Zeitungsredakteurs von damals rund 4.000 Mark Brutto zu kommen, musste ich rund 6.000 Mark verdienen und zus├Ątzlich Geld f├╝r die „Infrastruktur“ wie Auto, Telekommunikation, Computer, Kamera. Manchmal hat das funktioniert, manchmal nicht.

Nochmal zur Verdeutlichung: Bei 55 Pfenning pro Zeile und 150 Zeilen t├Ąglich w├Ąre ich bei einer 5-Tage-Woche auf 1.650 Mark gekommen. Rechnet man noch sechs Wochen Urlaub ein, w├Ąren rund 1.440 Mark brutto geblieben. Krank durfte man nicht werden, Nein sagen auch nicht. Und es gab damals Zeitungen, die nur 25 Pfenning pro Zeile zahlten.

Durch meinen Wechsel in die „h├Âhere Honorarliga“ war ich in der gl├╝cklichen Lage, nicht jeden Mist machen zu m├╝ssen, sondern mir Themen und Auftr├Ąge aussuchen zu k├Ânnen.

Die meisten Kollegen versuchten, irgendwie eine Festanstellung zu bekommen. Nicht, um journalistisch interessanter arbeiten zu k├Ânnen, sondern um versorgt zu sein.

Doch die „T├Âpfe“ f├╝r „Honorare“ wurden zunehmend geringer. Viele Kollegen klagten nur noch, schlugen sich mehr schlecht als recht durch, auch ich hatte Einbu├čen, aber es ging noch ganz gut.

FAZ: 70 Cent pro Zeile sind „normal“

Als ich 2003 einen exklusiven Text mit einem enormen Rechercheaufwand geschrieben hatte, bekam ich 70 Euro ├╝berwiesen. F├╝r einen 100-zeiligen Artikel. Also 70 Cent pro Zeile. Ich habe mich daraufhin beim Herausgeber Schirrmacher beschwert, der mir zur├╝ckgeschrieben hat, dass dies einem „durchaus ├╝blichen Honorar“ entspr├Ąche, ich aber eine Nachzahlung von 90 Euro erhielte. Eine weitere Zusammenarbeit war nicht mehr gew├╝nscht.

Als ich 2004 zuf├Ąllig zum Tsunami auf der thail├Ąndischen Insel Phuket war, berichtete ich 18 Tage lang f├╝r mehrere deutsche Medien. Darunter Spiegel, Spiegel Online, Spiegel TV, Focus, Handelsblatt, Zeit, tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Welt, SWR und noch ein paar andere. In knapp drei Wochen habe ich rund 15.000 Euro Umsatz gemacht.

Ich war 16-20 Stunden im Einsatz, habe am Tag nach der Katastrophe 600 Leichen gez├Ąhlt, um die Zahl der Opfer absch├Ątzen zu k├Ânnen, habe unter anderem eine Reportage ├╝ber die Arbeit der DVI-Teams (Desaster Victims Identification) geschrieben, Tage im Krankenhaus verbracht und ├╝ber das Leid und die Hoffnung berichtet.

5.000 Euro die Woche? Kein schlechtes „Honorar“. Doch zu welchem Preis? F├╝r welchen Einsatz? H├Ątte ich ein „psychologisches“ Problem bekommen, einen Unfall erlitten – wer h├Ątte f├╝r mich gesorgt? Es gibt f├╝r freie Journalisten selten eine Kostenerstattung und so gut wie nie eine Absicherung durch die „Auftraggeber“. Aber es gibt noch Jobs f├╝r alle die, die „gut“ verdienen wollen – ├╝berall da, wo es gef├Ąhrlich ist. Denn da gehen die Redakteure nicht hin.

Tagess├Ątze von unter 250 Euro habe ich niemals akzeptiert. Mein Normalsatz waren 350 Euro. Heutzutage sind 75 Euro kein Ausnahmefall.

Lokalberichterstattung ist Ausbeutung auf h├Âchstem Niveau

Im „Lokalen“ sieht es am bittersten aus. Da bleiben f├╝r Freie meist nur die „Krumen“. Feste und Vereine. Eben alles das, wof├╝r sich die Redakteure meist zu schade sind. Plus Abend- und Wochenendtermine, weil die meisten Redakteure dann frei haben. H├Ąufig sind das Rentner, die nicht unbedingt dazu verdienen m├╝ssen oder Hausfrauen. Oder ehemalige Praktikanten wie ich, die dann f├╝r Hungerl├Âhne Zeilen schinden und anfangen, irgendwas blumig zu erdichten.

Zeitungsredakteure geben das in Auftrag, nehmen es ab und ver├Âffentlichen diesen Schund. Diese Bratwurstberichterstattung ├╝ber Wetterg├Âtter, allgemeine Zufriedenheit, k├╝hlen Gerstensaft und leckere Bratw├╝rste. Sie suchen die N├Ąhe der „M├Ąchtigen“ und schreiben den meisten nach dem Maul – au├čer, der Herr Verleger oder der Chefredakteur haben jemand „auf dem Kieker“ – der wird dann „runtergeschrieben“. Ansonsten dient man sich an.

Redakteure bilden den unsolidarischst-vorstellbaren Haufen

Es gibt keinen unsolidarischeren Haufen als diese Zeitungsredakteure, die sich einen Dreck drum scheren, wie es „ihren“ freien Mitarbeitern geht. Meist erlebt man Arrogantlinge, die vor Selbst├╝berheblichkeit kaum noch laufen k├Ânnen und mit ihrer Schere im Kopf st├Ąndig bem├╝ht sind, keinen ├ärger zu bekommen, statt „Anwalt des Lesers“ zu sein und „Missst├Ąnde aufzudecken“. Sie halten sich f├╝r „unabh├Ąngig“ – wie wenig sie das sind, zeigt ihr Streik.

Redakteure, die es genie├čen, hoffiert zu werden, die selbstverst├Ąndlich immer ihre „Extra-Wurst“ einfordern, sich auf Reisen einladen lassen, sich beschenken lassen und „Presserabatte“ einfordern. Und ihr Sal├Ąr gerne mal mit einer „Moderation“ aufarbeiten und gar nicht so selten in ihrer Freizeit „Berichte“ f├╝r Unternehmen oder Politiker schreiben, die sie als „Pressemitteilung“ dieser Unternehmen oder Politiker dann als „Grundlage“ f├╝r ihre „journalistischen Berichte“ verwenden.

Sie agieren dabei genauso, wie viele Chefredakteure und Redaktionsleiter, die in teure Hotels zu wichtigen Konferenzen eingeladen werden, wo Unternehmen, Politiker, Verb├Ąnde und Lobbyisten dann „Themenstrecken“ und Anzeigenbuchungen aushandeln. Und vor allem, ├╝ber was nicht berichtet wird.

Man kann vermuten, dass einige Redakteure bei Tageszeitungen journalistisch auch einfach zu inkompetent sind, um dieses Zusammenh├Ąnge verstehen zu wollen, geschweige denn zu sehen. Man liegt aber auch richtig, wenn man annimmt, dass viele dies schweigend zur Kenntnis nehmen und wissen, was sie und was sie nicht zu berichten haben.

Transparenz ├╝ber die Hintergr├╝nde ihrer Arbeit findet man von den Redakteuren in den Zeitungen so gut wie niemals.

Und diese Leute fordern nun Solidarit├Ąt. Also einen Zusammenhalt, eine Haltung?

Arrogante Verlogenheit

Wer sich und andere ├╝ber Jahrzehnte selbst bel├╝gt, kann wahrscheinlich die eigene Verlogenheit irgendwann nicht mehr erkennen.

Mit dem Blick von au├čen sehe ich aber keinen Grund, mich mit diesen Leuten zu solidarisieren, von denen ich und die allermeisten freien Journalisten in Deutschland niemals „Solidarit├Ąt“ erfahren haben.

Und wenn Leserinnen und Leser w├╝ssten, wie respektlos und despektierlich sich „Redakteure“ oft ├╝ber ihre Kunden auslassen – sie w├Ąren entsetzt. „Die da drau├čen“ sind f├╝r viele Redakteure einfach nur dumme Leute. Solange es kaum eine M├Âglichkeit gab, die „Kontrolleure“ zu kontrollieren, mussten die Leute „glauben, was in der Zeitung steht“.

Das Internet hat das ver├Ąndert – heute gibt es so viele Quellen und so viele M├Âglichkeiten sich per email, Facebook oder anderen Medien zu informieren und auszutauschen. Und es gibt viele Redakteure, die ihre Verachtungshorizont auf das Internet ausgeweitet haben, wo man angeblich „nur Dreck findet“. Und es gibt nicht wenige, die stolz darauf sind, dass sie das Internet nicht benutzen.

Darin unterscheiden sie sich nicht von denen, gegen die sie gerade streiken – die Verleger als Arbeitsgeber.

Nachtrag:
Alle Redakteure, mit denen ich gut zusammengearbeitet habe und dies weiterhin tue, schlie├če ich selbstverst├Ąndlich aus und hoffe, dass sie ihren schweren Stand weiter halten k├Ânnen.

In eigener Sache: Berichte ├╝ber unsere blogs

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. Mai 2011. (Aktualisiert) heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog, weinheimblog, rheinneckarblog, viernheimblog sind lokal-journalistische Informationsplattformen im Internet. Weder der Journalismus, noch das Internet sind neu. Neu ist die Kombination von kritischem Lokaljournalismus im „weltweiten Netz“. Dazu gibt es viele Meinungen. Was andere ├╝ber uns und unseren Journalismus denken – lesen Sie hier. Wir aktualisieren diese Liste seit November 2009 fortlaufend.

sueddeutsche

sueddeutsche.de interviewt Hardy Prothmann.

Der Anspruch ist ein einfacher: Bester Journalismus f├╝rs Lokale. Seit Mai 2009 berichtet das heddesheimblog ├╝ber Heddesheim und manchmal ├╝ber die Gemeindegrenzen hinaus. Seit Dezember 2009 gibt es das hirschbergblog, seit Februar 2010 das ladenburgblog, seit November 2010 das weinheimblog, seit Januar 2011 das rheinneckarblog, seit April 2011 das viernheimblog.

Vorbildfunktion.

Diese Arbeit hat die Aufmerksamkeit vieler Journalisten und Medienmacher ├╝berall in der Republik auf sich gezogen.

Warum? Ganz einfach.

Obwohl der gr├Â├čte Teil des Journalismus in Deutschland im Lokalen stattfindet, gilt der Lokaljournalismus als qualitativ minderwertig. Kein Wunder, ruhen sich doch die meist monopolistischen Lokalzeitungen auf ihrer konkurrenzlosen Position aus.

Lokal = spannend.

Unsere Redaktion h├Ąlt dagegen und beweist seit nunmehr zwei Jahren, dass lokale Themen spannende Themen sind. Lokale Berichterstattung ist eine Herausforderung – die viele Zeitungen seit Jahren nicht mehr annehmen – Radio und Fernsehen schon gar nicht.

Unsere Blogs genie├čen eine hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern – weil sie seri├Âsen, kritischen und meinungsstarken Journalismus bieten. Weil wir recherchieren und nachhaken – die Bratwurstberichterstattung ├╝berlassen wir anderen.

Wir sind davon ├╝berzeugt, dass es wichtig ist, das kommunale „Zeitgeschehen“ abzubilden. ├ťberall auf der Welt leben die Menschen lokal – die Nachrichten ├╝ber das lokale Leben sind der exklusivste Inhalt vor Ort.

Lokal = exklusiv.

Wir berichten auch ├╝ber gro├če Themen der Republik, wir holen diese aber ins Lokale. Wir sind im engen Kontakt mit unseren LeserInnen – ganz pers├Ânlich aber auch ├╝ber neue „Social Media“-Plattformen wie Twitter und Facebook oder Wer-kennt-wen.

„Wir“ sind eine kleine Redaktion mit freien Mitarbeiter, die alle eins verbindet – hohes Engagement.

├ťber die Kommentarfunktion bringen sich die LeserInnen zudem ein und bereichern (meistens) die Berichterstattung. Aktiver Austausch von Fakten, Argumenten und Meinungen ist wichtig f├╝r das Zusammenleben in der Gemeinde.

Finanziert wird unsere Arbeit durch Werbung und die Beratung von Firmen und Institutionen zum Einsatz von Blogs und „Social Media“ – modernes Marketing ist l├Ąngst mehr als die langweilige, teure und passive Zeitungsanzeige. W├Ąhrend Print kontinuierlich verliert, gewinnt das Internet rasant. Immer mehr Menschen lesen und informieren sich online – alle Markstudien belegen diese Tatsache.

dctp

dctp-Journalist Philip Banse interviewt Hardy Prothmann.

Unsere Blogs bieten also aktiven Journalismus. Und die Arbeit der Redaktion ist transparent.

Seit Anfang Mai 2011 haben wir uns mit anderen Internet-Zeitungen deutschlandweit zusammengeschlossen: istlokal.de ist ein Netzwerk von lokalen Internetmedien, die sich gegenseitig unterst├╝tzen. Zu: Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht. Rund 50 Angebote machen derzeit mit.

Kritik = konstruktiv.

Unsere kritische Haltung gef├Ąllt nicht jedem – weil viele durch die unkritische Berichterstattung der „etablierten“ Medien nicht mehr mit Kritik umgehen k├Ânnen.

Kritik bedeutet aus unserer Sicht nicht, dass wir „jemanden schlecht machen“, sondern dass wir aufzeigen, wo es „nicht gut l├Ąuft“, wo etwas zu verbessern ist.

Kritik hei├čt, sich mit einer Sache oder Personen auseinanderzusetzen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Falsche R├╝cksichtnahmen sind in unseren Augen die Garantie daf├╝r, dass sich nichts ver├Ąndert.

Wir „kritisieren“ aber auch immer gerne „positiv“, wenn es „gute“ Nachrichten zu berichten gibt.

Zukunft des Lokaljournalismus.

Deswegen orientieren sich viele andere Journalisten und Redaktionen bereits an unserer Arbeit – die lokale Berichterstattung im Internet gilt vielen als die Zukunft des Lokaljournalismus.

Hardy Prothmann, verantwortlicher Journalist f├╝r diese neue Form des Lokaljournalismus, ist gern gesehener Gast bei Medientagungen. Ob beim Frankfurter Tag des Onlinejournalismus auf Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Hessischen Rundfunks, beim katholischen ifp (Institut zur F├Ârderung publizistischen Nachwuches e.V.) oder bei der Hochschule Darmstadt-Dieburg, um nur drei Beispiele zu nennen.

Diese Zukunft machen wir schon heute. Nachfolgend lesen Sie Artikel, Interviews, Beitr├Ąge von anderen Medien ├╝ber unsere Blogs.
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