Samstag, 25. November 2017

Bundesweite Fachfortbildung Stabsarbeit im Feuerwehrzentum Weinheim

Wie man im Chaos die Ordnung beibehÀlt

Weinheim, 29. Oktober 2014. (red/ld) Wenn Wasserpegel steigen, Unwetter drohen oder Großveranstaltungen anstehen, mĂŒssen viele Rettungs- und Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Um die verschiedenen Stellen sinnvoll zu koordinieren, ist die Stabsarbeit wichtig, und war trotzdem lange Zeit unterschĂ€tzt. Kein Wunder also, dass am Wochenende gleich mehr als viermal so viele Teilnehmer zur Fachfortbildung Stabsarbeit nach Weinheim kamen, wie ursprĂŒnglich gedacht. [Weiterlesen…]

Hitzewelle am Wochenende

Rhein-Neckar, 17. Juli 2014. (red/pm) FĂŒr das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst hochsommerliche Temperaturen von mehr als 30 Grad voraus. Steigen die Temperaturen, kann es zu erheblichen GesundheitsschĂ€den kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit HitzenotfĂ€llen – besonders bei Ă€lteren oder kranken Menschen. [Weiterlesen…]

„Aktivierender Hausbesuch“ bringt Bewegung und Gesellschaft ins Wohnzimmer

Mit 95 Jahren noch aktiv

Weinheim/Schriesheim, 14. Mai 2014. (red/pm) Bei den „aktivierenden Hausbesuchen“ des DRK-Kreisverbandes Mannheim werden Menschen zu Hause besucht. Das bringt neben Gesellschaft auch Bewegung ins Wohnzimmer. [Weiterlesen…]

Service fĂŒr Menschen zu Hause feiert 10-jĂ€hriges JubilĂ€um

„Da wo man uns braucht, sind wir da“

Mannheim/Weinheim, 14. Mai 2014. (red/pm) Am Anfang habe es „nur einen verrĂŒckten Haufen Zivis“ und drei hauptamtliche Mitarbeiter gegeben, die bei den „Mobilen Sozialen Diensten“ und im Hausnotruf arbeiteten, so KreisgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Christiane Springer. Nun feierte die Einrichtung „Service fĂŒr Menschen zu Hause“ im DRK-Kreisverband Mannheim ihr 10-jĂ€hriges JubilĂ€um. Heute arbeiten hier 85 Menschen. [Weiterlesen…]

10 Jahre DRK Service fĂŒr Menschen zu Hause

„Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“

Rhein-Neckar, 08. April 2014. (red/pm) „Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“ Mit diesen drei Adjektiven umschreibt die Weinheimerin Christiane Springer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des DRK KV Mannheim e.V. den demografischen Wandel. Auch wenn sich Zeitablauf und Ausmaß des Wandels in den einzelnen Kommunen unterschiedlich darstellen, mĂŒssen sich doch alle mit den Bedingungen einer alternden Gesellschaft intensiv auseinandersetzen. [Weiterlesen…]

Demografischer Wandel

Modell fĂŒr „Alternsfreundliche Kommune“

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/pm) Wie leben Ă€ltere Menschen kĂŒnftig am besten in ihrem Stadtquartier? Wie schafft es eine Kommune, dass ihre BĂŒrger im vertrauten heimischen Umfeld so lange wie möglich selbstĂ€ndig wohnen können? Was ist dabei wichtig und welches Wohnumfeld braucht es dazu? Das sind Fragen, die heute schon zukunftsweisend sind, in einigen Jahren wahrscheinlich elementar fĂŒr die Gesellschaft. [Weiterlesen…]

„Aktivierender Hausbesuch“ bringt Gymnastik ins Wohnzimmer

„Da wird mir auch mal zugehört“

Hemsbach, 22. Januar 2014. (red/pm) Der DRK Mannheim bieter sogenannte „aktivierende Hausbesuche“ an. Dabei werden Ă€ltere Menschen zu Hause besucht und mit individuellen Übungen gefordert. [Weiterlesen…]

Aufmerksamer Essensausfahrer des DRK rettet alte Damen

„Da stimmte was nicht“

MenĂŒservice

Armin Neckarauer vom MenĂŒservice des DRK wurde misstrauisch, als ihm niemand die TĂŒr öffnete. Foto: DRK Kreisverband Mannheim

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 05. November 2013. (red/pm) Der DRK-Mitarbeiter Armin Neckarauer rettete im Heidelberger Pfaffengrund zwei alte Damen – weil er aufmerksam war. [Weiterlesen…]

DRK bildet fĂŒnf Babysitter aus

Fit fĂŒrs Babysitting

Babysitter Kurs Weinheim

Beim Babysitter-Kurs in Weinheim lernten die Teilnehmer alles ĂŒber Kinderbetreuung. Foto: DRK Mannheim

 

Weinheim, 29. Oktober 2013. (red/pm) Am Samstag, 26. Oktober und Montag, 28. Oktober fanden in Weinheim erstmalig die DRK-Kurse „Fit fĂŒrs Babysitting“ statt. Die Teilnehmer lernten praxisnah, worauf es bei der Kinderbetreuung ankommt. [Weiterlesen…]

Jeder kann Leben retten

Wiederbelebung ist einfach

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In Deutschland leisten nur 15 Prozent der Laien vor dem Eintreffen der RettungskrÀfte Erste Hilfe. Foto: Ralph Mittelbach

 

Weinheim, 13. September 2013. (red/fw) In der Woche der Wiederbelebung (16. bis 22. September) informiert Feuerwehr Weinheim, wie man in der Situation eines Herzstillstand erste Hilfe leisten kann. Denn: Jeder kann eine Wiederbelebung durchfĂŒhren, jeder kann Leben retten. [Weiterlesen…]

DRK Servicestelle Weinheim

Umzug des MenĂŒservice und der Mobilen Dienste

Weinheim, 30. Juli 2013. (red/pm) Das Deutsche Rote Kreuz unterstĂŒtzt Weinheimer Senioren und HilfebedĂŒrftige ĂŒber den Mobilen Sozialen Dienst. Die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen steigt aufgrund der demografischen Entwicklung stetig. Deswegen zog die Servicestelle im Juli vom Haus Platanenweg in den Marienplatz um. [Weiterlesen…]

DRK-Familienfest im Weinheimer Schlosspark

Mit „Pflaster-Paul“ auf Entdeckungstour

Weinheim, 18. Juni 2013. (red/pm) Umgeben von großen BĂ€umen in der einzigartigen AtmosphĂ€re des Weinheimer Schlossparks feiert der DRK-Kreisverband Mannheim am Sonntag, 23. Juni, ein großes Familienfest. [Weiterlesen…]

GartenhĂŒtte in Schutt und Asche

GartenhĂŒtte im Gewann MĂŒnzacker brennt nieder

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Als die Feuerwehr in der Lorscher Straße eintraf, stand die GartenhĂŒtte bereits im Vollbrand. Foto: David Kunerth


Weinheim, 13. Mai 2013. (red/fw) Gestern wurde die Feuerwehr Weinheim gegen 18.45 Uhr zu einem Brand in der Lorscher Straße gerufen, da eine GartenhĂŒtte in Flammen stand. Die HĂŒtte stand im Vollbrand. Die Brandursache konnte noch nicht geklĂ€rt werden. [Weiterlesen…]

Technische UnterstĂŒtzung fĂŒr Senioren: DRK informiert am 18. April

Mit Assistenzsystemen im trauten Heim alt werden

Weinheim, 17. April 2013. (red/pm) „Zu Hause ist es am Schönsten“ – das wissen alte Menschen und wollen so lange wie möglich zu Hause wohnen. Mit dem richtigen Know-How ist das auch möglich. Horst Seibert vom DRK Kreisverband Mannheim wird morgen die wichtigsten Assistenzsysteme vorstellen, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Miteinander – FĂŒreinander“. [Weiterlesen…]

Start mit Kinonachmittag am 4. April

Kulturprogramm geht in die zweite Runde

Weinheim, 30. MĂ€rz 2013. (red/pm) Als betagter Mensch in Weinheim genießt man durchaus Privilegien. Zum Beispiel bekommt man mit, wenn der OberbĂŒrgermeister persönlich „aus dem NĂ€hkĂ€stchen plaudert“. So verheißt es jedenfalls das neue Kulturprogramm des „Runden Tisch Demografie“ fĂŒr Seniorinnen und Senioren, das am 4. April startet. Es ist das zweite seiner Art, seit sich im Juli 2012 unter FederfĂŒhrung des DRK und gefördert vom Land Baden-WĂŒrttemberg der „Runde Tisch Demografie“ gegrĂŒndet hat, seine Intention: „Gemeinsam Ă€lter werden im Quartier Weinheim West“. [Weiterlesen…]

Auffrischungskurse speziell fĂŒrs Kind beim DRK

Erste-Hilfe fĂŒr TagesmĂŒtter und -vĂ€ter

Durch die finanzielle Förderung steigt die Zahl fĂŒr TagesmĂŒtter


Weinheim, 14. November 2012. (red/pm) Die Zahl der TagesmĂŒtter und – vĂ€ter, die in Weinheim Kleinkinder betreuen und damit die Kinderkrippen entlasten, nimmt seit einiger Zeit stetig zu. Das liege zum einen an der direkten finanziellen Förderung, die der Gemeinderat ab August 2011 bewilligt hat. Das liege aber auch an der engagierten UnterstĂŒtzung durch die Stadt, was fachliche Beratung und Begleitung sowie Weiterbildung betrifft, betonte jetzt Claus Hofmann, der Leiter des Amtes fĂŒr Jugend und Soziales.

Information der Stadt Weinheim:

„So fand kĂŒrzlich beim DRK-Ortsverein in der Breslauer Straße ein Auffrischungskurs „Erste Hilfe am Kind“ statt. Der Kurs war fĂŒr „Tagespflegepersonen“ (so heißen die „TagesmĂŒtter und -vĂ€ter“ im Amtsdeutsch) im Rahmen der kommunalen Förderung kostenfrei und wurde sogar mit acht Unterrichteinheiten vom Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises als praxisbegleitende Fortbildung anerkannt. Rund 15 Tagespflegepersonen nahmen an dem Erste-Hilfe-Kurs teil, der vom erfahrenen DRK-Rettungsassistenten Rolf Benjerrad geleitet wurde. In den Tagen zuvor mussten Ursula Arnold-Hintenlang und Gaby Weidner, die im Fachamt die Ansprechpartnerinnen sind, die Anmeldeliste sogar schließen; Amtsleiter Claus Hofmann kĂŒndigte aber gleich einen Folgekurs an.

Schließlich habe die Stadt selbst ja großes Interesse an der Weiterbildung und damit an der QualitĂ€t der Betreuung in den . Derzeit gibt es in Weinheim 41 aktive Tagespflegepersonen. Das sind elf mehr als noch im April, und die Tendenz ist aktuell weiter steigend, freut sich Hofmann und sieht in der vom Gemeinderat bereits beschlossenen Erhöhung der stĂ€dtischen Förderung ab Januar 2013 auf dann 1,50 Euro je Kind und Betreuungsstunde einen weiteren Anreiz, sich fĂŒr diese TĂ€tigkeit zu interessieren. Weitere Infos zur TĂ€tigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater beim Amt fĂŒr Jugend und Soziales in Weinheim, Telefon 06201-82 472 oder u.arnold-hintenlang@weinheim.de

50 Jahre HaWei: Wasserolympiade ein voller Erfolg

Am Ende gewinnen alle

Bei der Wasserolympiade im HaWei ging es mÀchtig rund.

 

Weinheim, 29. Oktober 2012. (red/aw) Das Weinheimer Hallenbad (HaWei) feierte an diesem Wochenende mit mehreren Veranstaltungen sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Das Highlight war die Wasserolympiade am Samstagabend. Zehn Teams kĂ€mpften fĂŒr den guten Zweck um die Herrschaft des Wasserolymps.

Von Alexandra Weichbrodt

WĂ€hrend draußen der Winter Einzug hielt, war es im HaWei gewohnt tropisch warm. Bei 30 Grad Luft- und 31 Grad Wassertemperatur war von Winteranfang nicht viel zu spĂŒren. Die Sportler der zehn Mannschaften sollten aber nicht nur aufgrund des angenehmen Klimas ins Schwitzen kommen. In sechs Disziplinen galt es so viele Punkte wie möglich zu holen, um am Ende viel Geld fĂŒr das Pilgerhaus in Weinheim spenden zu können.

Die Stimmung unter den Wassersportlern ist gut. Das ursprĂŒngliche Teilnehmerfeld wurde noch kurzfristig um zwei Mannschaften des Deutschen Roten Kreuzes ergĂ€nzt. Am Start waren außerdem ein Team der Feuerwehr, der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Weinheim, Vereinsmannschaften der Weinheimer BlĂŒten, TSG Weinheim und DLRG Hemsbach, sowie die Firmen Weidler GmbH und Kadel SanitĂ€r GmbH aus Weinheim. Pro Team waren fĂŒnf bis acht “Sportler” zugelassen. MĂ€nner und Frauen kĂ€mpften miteinander.

„Die Spiele sind eröffnet“

Um Punkt 18 Uhr werden die Spiele im kleinen Becken des Hallenbades eröffnet. Es könnte kaum spektakulĂ€rer losgehen: In einem ĂŒberdimensional großem Wasserball muss pro Mannschaft zwei Mal 25 Meter ĂŒber das Wasser gelaufen werden. Ob auf allen Vieren oder per Salto, die Fortbewegungsmöglichkeiten innerhalb des Wasserballes sind groß und die Techniken der Teams Ă€ußerst kreativ. Am Ende hat die Feuerwehr mit 1 Minute und 55 Sekunden den schnellsten Lauf in Spiel eins absolviert. Damit lagen sie nur ein paar Sekunden vor den beiden zeitgleich platzierten Mannschaften der Firma Kadel und des DRK 2.

WĂ€hrend fĂŒr viele im Vorfeld mehr der olympische Gedanke “Dabei sein ist alles” zĂ€hlte, ist spĂ€testens jetzt auch beim letzten Wassersportler der Ehrgeiz geweckt. Schnell wird allen Beteiligten klar: Wer hier gewinnen will, muss sich anstrengen. Doch eigentlich gewinnen ja alle, betont Manfred Maser vom OdenwĂ€lder Shanty Chor, der im bunten Hawaiihemd durch die Veranstaltung fĂŒhrt.

FĂŒr die restlichen fĂŒnf Disziplinen geht es in das große Becken, wo auch schon Spiel zwei auf die Teams wartet. Das “Schlauchboot-Tauziehen” verlangt den Mannschaften einiges ab. Jeweils vier Teammitglieder mussten rudern, was die Arme hergaben, um die Gegner auf ihre Seite zu ziehen. Unter lauten Anfeuerungsrufen ihrer Fans ging es in die Duelle. Das lĂ€ngste fand zwischen den Weinheimer BlĂŒten und den Stadtwerken statt. Bereits nach dem ersten von drei DurchgĂ€ngen waren die Ruderer beider Teams ganz schön ausgepumpt. Am Ende setzten sich dann aber die Stadtwerke, mit ihrem Chef Peter KrĂ€mer durch und konnten wertvolle Punkte fĂŒr die Gesamtwertung erzielen.

Die „Olympioniken“ mussten zum Teil hart einstecken, besonders bei der Disziplin „Fischerstechen“.

 

Ausgedacht hat sich das Ganze das Team des Hallenbades. Gemeinsam mit den Stadtwerken haben sie die Feierlichkeiten anlĂ€sslich des JubilĂ€ums geplant und organisiert. Bereits am Freitagabend fand ein das Aqua-Kino statt. Gezeigt wurden zwei Filme fĂŒr Jung und Alt.

Das Aqua-Kino ist großartig angekommen, besonders die Kindervorstellung war hervorragend besucht,

sagt Peter KrĂ€mer. Und auch die Wasserolympiade zieht die Menschen in das Hallenbad. Etwa 250 Besucher, sind zum Startschuss der Spiele ins HaWei gekommen. Einen großen Teil davon bilden die zehn Mannschaften mit ihrer AnhĂ€ngerschaft. Wenn es darum geht zu helfen, mĂŒssen sich Vereine und Firmen aus Weinheim und Umgebung nicht lange bitten lassen.

Es ist toll, dass sich zehn Mannschaften so spontan dazu entschlossen haben mitzumachen. Einfach perfekt,

freut sich Betriebsleiter des HaWei, Herbert Hutter, der auch gleichzeitig die Spielleitung innehÀlt. Er ist der Mann der Punkte, ZwischenstÀnde und Ergebnisse. Aufmerksam notiert er jedes Duell und seinen Ausgang.

Voller Einsatz fĂŒr die gute Sache

Beim Staffelschwimmen ist Schnelligkeit gefragt.

Ordentlich zur Sache ging es in Spiel Nummer drei. Gleichgewichtssinn und Angriffslust waren hier gefragt. Beim “Fischerstechen” war das Ziel den Gegner vom Rand des Schlauchboots zu stoßen. Gar nicht so einfach, wie die Mitspieler feststellten. Der ein oder andere musste zum Teil harte StĂ¶ĂŸe einstecken. Am Ende triumphierten die, denen es gelang Geschick und Balance zu vereinen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit fand in Spiel vier statt. Staffelschwimmen unter erschwerten Bedingungen war angesagt. Jeweils fĂŒnf Schwimmer pro Team wurden mit T-Shirt ins Wasser geschickt. Bei freier Auswahl des Schwimmstils, galt es so schnell wie möglich 5×25 Meter zu absolvieren. Die Mannschaft der TSG Weinheim hatte hier mit 1 Minute und 4 Sekunden klar die Nase vorn. Platz zwei sicherten sich die Stadtwerke, mit einer Zeit von 1,24 und Platz drei belegte die DLRG Hemsbach, mit 1 Minute und 29 Sekunden.

Die TSG war auch im fĂŒnften Spiel erfolgreich. Wenn auch nur ganz knapp. Beim Wettrutschen war GleitfĂ€higkeit gefragt. Die fĂŒnf TSG’ler sausten am schnellsten durch die große Rutsche des HaWei. Mit einer Gesamtzeit von 37 Sekunden lagen sie allerdings nur einen Hauch vor den beiden zeitgleichen Teams der Feuerwehr und der Stadtwerke, die mit 39 Sekunden mininal langsamer waren.

OB Heiner Bernhard wagte den Sprung vom Dreimeter-Turm.

Spannend wurde es dann beim sechsten und letzten Spiel. Schirmherr der Veranstaltung, OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, bestieg den Dreimeter-Turm und zeigte worum es ging: Höhentauglichkeit und Treffsicherheit.

Jeweils fĂŒnf Mannschaftsmitglieder mĂŒssen in zwei unterschiedlich große, im Wasser fixierte Körbe treffen. Jeder Teilnehmer hat dafĂŒr zwei WĂŒrfe, wobei ein Treffer in den kleineren Korb drei Punkte, in den grĂ¶ĂŸeren nur einen bringt. Eine echte Herausforderung, wie sich herausstellte. Lediglich Reinhold Albrecht traf fĂŒr das Team der Feuerwehr in den blauen Korb und sicherte so drei Punkte. Punkte die am Ende noch wichtig werden sollten. “Korbwerfen” war ein krönender Abschluss dieser Wasserolympiade. Auch die Zuschauer gaben noch einmal alles und belohnten jeden Treffer mit lauten Jubel.

Erschöpft, aber zufrieden

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard warf außer Konkurrenz, fieberte aber sichtlich fĂŒr das Team der Stadt mit. Die Wasserolympiade ist „eine schöne Sache, die man öfters mal machen könnte“. Das Hallenbad Weinheim sei als eines der Ă€ltestes SchwimmbĂ€der der Region nach wie vor wichtig fĂŒr die Stadt Weinheim, findet er:

Mit ĂŒber 96.000 Besuchern im Jahr, ist es auch Teil der stĂ€dtischen Kultur und LebensqualitĂ€t.

Erschöpft aber zufrieden, sind die Teams nach den sechs absolvierten Spielen. Nun bleibt noch die Frage: Wer hat gewonnen und wie viele Punkte und somit Euro wurden erspielt? Herbert Hutter zieht sich zurĂŒck und rechnet das Endergebnis aus. Es wurde knapp auf den vorderen PlĂ€tzen. Lange sah es so aus, als wĂŒrde die TSG Weinheim am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen. Allerdings gelang es der Feuerwehr im letzten Spiel noch einmal aufzuholen. Mit drei Punkten Vorsprung gewannen sie am Ende vor der TSG und der Stadtverwaltung Weinheim.

Die erfolgreichsten Wassersportler: Das Team der Feuerwehr Weinheim.

Die Platzierungen im Überblick:

1. Platz – Feuerwehr Weinheim
2. Platz – TSG Weinheim
3. Platz – Stadtverwaltung Weinheim
4. Platz – Firma Kadel SanitĂ€r & die Stadtwerke Weinheim
6. Platz – DLRG Hemsbach
7. Platz – Weinheimer BlĂŒten
8. Platz – DRK 1
9. Platz – Firma Weidler
10. Platz – DRK 2

 

Doch viel wichtiger als die Platzierung war das Gesamtergebnis der erspielten Punkte.

426 Punkte und somit 426 Euro wurden fĂŒr eine soziale Einrichtung in Weinheim erspielt,

verkĂŒndet Manfred Maser bei der Siegerehrung. Die Stadtwerke unterstĂŒtzen mit dieser Spende das Pilgerhaus Weinheim.

So haben am Ende irgendwie doch alle gewonnen.

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2. Weinheimer Demenztag

Mit moderner Technik besser leben

Mit modderner Technik besser leben. 2. Weinheimer Demenztag. Bild: DRK e.V., Fotograf: Andre Zelck, Essen.

 

Weinheim, 08. Oktober 2012. (red/pm) „FĂŒr ein selbstbestimmtes Leben zu Hause“ – so lautet das Motto des 2. Weinheimer Demenztages, der am Sonntag, 14. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus stattfindet. Organisatoren sind der Stadtseniorenrat und der „Runde Tisch Demenz“. Am 2. Weinheimer Demenztag sind halbstĂŒndlich interessante VortrĂ€ge zu hören.

Information der Stadt Weinheim:

„FĂŒr ein selbstbestimmtes Leben zu Hause“, diesem Thema widmet sich auch ein Vortrag, den um 15:30 Uhr Horst Seibert vom Deutschen Roten Kreuz halten wird. Er ist dort Projektbeauftragter „AAL“. Diese drei Buchstaben erklĂ€ren eigentlich die englische Bezeichnung „Ambient Assisted Living“, was sinngemĂ€ĂŸ soviel bedeutet wie „Altersgerechte Assistenzsysteme“ im Haushalt, also unterstĂŒtzende Technik im Wohnumfeld. Das kann der klassische Hausnotruf sein, das können aber weitere technische GerĂ€te sein, die dem alten und pflegebedĂŒrftigen Menschen helfen, zu Hause zurechtzukommen. Die Möglichkeiten reichen sogar bis zu einem Mobilruf mit GPS-Ortung und dem so genannten „Geofencin“, mit der die Kontrolle verwirrter Menschen möglich ist.

Nach der Eröffnung um 14:00 Uhr durch Hans Mazur vom Stadtseniorenrat und BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, wird es im Saal des Rolf-Engelbrecht-Hauses jede halbe Stunde einen interessanten Kurzvortrag geben. „AAL-Beauftragter“ Horst Seibert spricht um 15:30 Uhr. Weitergehende Infos und praktische Beispiele werden am Stand des DRK im Foyer geboten.

Um 14:30 Uhr widmet sich Christian Rupp, Pflegedienstleiter am Bodelschwingh-Heim, dem Thema Biographiearbeit bei dementen Menschen. Er erklĂ€rt: „Da in der Regel das KurzzeitgedĂ€chtnis nicht mehr funktioniert, sind wir auf den Erfahrungsschatz des LangzeitgedĂ€chtnisses angewiesen. Viele demente Menschen können auf das darin vorhandene Potential relativ lange zurĂŒckgreifen. Sie konfrontieren sozusagen uns als Angehörige oder Betreuungspersonal mit dem Gestern der eigenen Lebensgeschichte.“ Der Vortrag will Möglichkeiten aufzeigen, wie man dementen Menschen unter BerĂŒcksichtigung der Biographie begegnen kann, um eine wertschĂ€tzende Haltung einzunehmen und letztendlich das GefĂŒhl des Verstandenseins zu geben. Hierbei wird Rupp immer wieder auf Praxisbeispiele zurĂŒckgreifen, die auf langjĂ€hriger Erfahrung im Demenzbereich des Heimes basieren. Auch das Bodelschwingh-Heim ist im Foyer mit einem Stand vertreten.“

Info: 2. Weinheimer Demenztag am Sonntag, 14. Oktober, 14:00 bis 17:00 Uhr, die Akteure des „Runden Tisch Demenz“ stehen im Rolf-Engelbrecht-Haus fĂŒr Fragen und Informationen zur VerfĂŒgung. KurzvortrĂ€ge (etwa 15 Minuten lang) werden halbstĂŒndlich gehalten.

Die VortrÀge im Einzelnen sind:

14:30 Uhr Heute mit Gestern leben, Biografiearbeit bei Demenz, Christian Rupp, PDL Bodelschwingh-Heim
15:00 Uhr Ambulante Leistungen der Pflegeversicherung fĂŒr Menschen mit Demenz, Andreas Töpfl, BEK/GEK
15:30 Uhr UnterstĂŒtzende Technik im Wohnumfeld, Horst Seibert, Projektbeauftragter AAL beim DRK
16:00 Uhr Einsatzmöglichkeiten von AlltagsbetreuerInnen, Helen-Keller-Schule Weinheim
16:30 Uhr Ergotherapie und ihr Einsatz bei Menschen mit Demenz, Andreas Kluge, Ergopraxis Kluge

Gut 50.000 Besucher feierten am Wochenende unter den Burgen

Optimale Kerwe

Die Schlosspark-Illumination ist ein echtes Erlebnis.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 12. August 2012. (red/pro/Aktualisiert) Die Weinheimer Kerwe ist nicht nur das grĂ¶ĂŸte Fest an der Bergstraße, sondern auch das vielseitigste. Gut 50.000 Besucher feierten ĂŒbers Wochenende – und das vor allem friedlich und gut gelaunt. Die Kerwe bietet weitlĂ€ufig fĂŒr jeden Geschmack etwas und zeichnet sich durch eine hervorragende Organisation aus.

Von Hardy Prothmann

FĂŒr meine Frau ist die Weinheimer Kerwe eine Kindheitserinnerung – kein Wunder, ist sie doch in Weinheim aufgewachsen. Gemeinsam schlendern wir durch die Gassen – tagsĂŒber und am frĂŒhen Abend ist das noch möglich. Ab 20 Uhr fĂŒllt sich die wunderschöne Altstadt mehr und mehr und gerade am Marktplatz und in den Gassen des Gerberbachviertels geht es nur noch langsam voran. Hier hat es auch niemand eilig.

Ein Fest fĂŒr alle Generationen

Freunde und Bekannte treffen sich. Es wird gegrĂŒĂŸt, geschwĂ€tzt, gescherzt und natĂŒrlich immer wieder eingekehrt. In den Straußenwirtschaften der Gassen, auf dem Hutplatz, dem Marktplatz oder bei Hutter im Schloss. Die Jugend sammelt sich am Auto-Scooter, junge Erwachsene, Mittelalter und gehobenes Alter finden sich gut durchmischt ĂŒberall zusammen.

Treffpunkt Kerwe.

 

Ich gebe zu: Es ist tatsĂ€chlich meine erste Weinheimer Kerwe. Das Weinheimblog.de ist ja auch erst Ende 2010 gestartet und im vergangenen Sommer haben wir wegen der Betriebsferien auf einen Bericht verzichtet. Ein Fehler, wie ich heuer feststellen muss. Außerdem berichten wir zurĂŒckhaltend ĂŒber FestivitĂ€ten, weil sie journalistisch hĂ€ufig nicht mehr zu bieten haben, als die Tageszeitungen in schwĂŒlstigen Artikel beschreiben: „Der Wettergott meinte es gut mit den GĂ€sten, der kĂŒhle Gerstensaft floss in Strömen und die Luft war erfĂŒllt vom Duft leckerer BratwĂŒrste.“ Wir nennen das „Bratwurstjournalismus“ – Berichte ohne jede journalistische Relevanz.

Ich gebe auch zu: Ich habe mich in die Weinheimer Kerwe „verliebt“. Auch, weil meine Frau mir zu allen PlĂ€tzen Geschichten aus ihrer Jugend erzĂ€hlt, zum Beispiel solche:

Mein erster Freund hatte mich 14 mal zum Auto-Scooter eingeladen. Damit hatte er mich ĂŒberzeugt, dass er es „ernst“ meint.

Wir ziehen lachend weiter. Wir treffen viele Freunde und Bekannte aus Mannheim, Ladenburg, Heddesheim und anderen umliegenden Gemeinden und verbringen zusammen eine schöne, entspannte Zeit in herrlicher FestatmosphÀre.

Viele Attraktionen

Sie zeigt mir die Rutsche an der Höllenstaffel, auf der sie als Kind schon gerutscht ist. Seit vier Jahren gibt es das Angebot als Nachbau der historischen Rutsche wieder und ist eine echte Attraktion. Ebenso das Riesenrad. Aus 34 Metern Höhe hat man tagsĂŒber oder abends einen eindrucksvollen Blick ĂŒber die Stadt und das Kerwetreiben. Das historische Karussel daneben, die „Reitschule“, ist wunderschön und weckt nostalgische GefĂŒhle. AuffĂ€llig ist die hohe QualitĂ€t der StĂ€nde und des Angebots: Klar gibt es auch „Bratwurst“ und „Steakbrötchen“, aber darĂŒber hinaus sehr viele kulinarische Leckerbissen. Empfehlenswert: Der Flammkuchenstand vor dem Rathaus.

Herrliche Illumination im Schlosspark.

Das Musikangebot ist reichhaltig, die Musiker von Corpo Bandistico brachten italienischen Flair auf den Marktplatz. Rund 60 Kneipen, Restaurants und vor allem zahlreiche, urige Straußwirtschaften in den Hinterhöfen der Altstadt laden zum Verweilen und Feiern ein, vom gemĂŒtlichen „Hock“ bis zur discoĂ€hnlichen Sause oder einem Besuch des Handwerkermarkts im Gerberbachviertel ist das Angebot tatsĂ€chlich vielfĂ€ltig. In der MĂŒnzgasse befindet sich das Kerwehaus als Keimzelle des großen Festes mit einer Reihe von Veranstaltungen.

Ein absolutes Erlebnis ist die Illumination des Schlossparks, die „Nacht der tausend Lichter“. Wer das am Samstagabend nicht erlebt hat, hat tatsĂ€chlich etwas verpasst. Ein begehbares Lichtermeer, das, wo man auch steht, immer eindrucksvoll ist.

Die Oberaufsicht hat „Marktmeister“ Stefan Grabinger. Er ist beim Ordnungsamt fĂŒr die Organisation der Kerwe zustĂ€ndig ist. 70 Anbieter mieten sich zur Kerwe ein, davon 15 „FahrgeschĂ€fte“. Wenn die Kerwe 2012 vorbei sein wird, geht es mit der Kerwe 2013 fĂŒr Herrn Grabinger ab September los. Dann wird ausgeschrieben, bis Ende Dezember können sich Anbieter bewerben, bis MĂ€rz wird dann unter 700 Bewerbern ausgewĂ€hlt:

Ich mache das erst im zweiten Jahr – aber es ist klar, dass die Weinheimer Kerwe einen tollen Ruf bei den Anbietern hat, deswegen bekommen wir qualitativ sehr hochwertige Anbieter.

Die neue (historische) Rutsche ist eine Attraktion fĂŒr Kinder.

 

Zwanzig Prozent der PlĂ€tze werden jedes Jahr neu vergeben – das sorgt fĂŒr immer neue Angebote. Wer auf die Kerwe kommt, bestimmt allerdings die Stadt und zeigt dabei ein gutes HĂ€ndchen. Hat aber auch viel Arbeit damit – die StĂ€nde mĂŒssen genau positioniert werden, damit die Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. DarĂŒber wacht Platzmeister Michael Schrödelsecker, der die Standbetreiber auch im teils „schwierigen“, weil abschĂŒssigen GelĂ€nde einweist. Vor dem Fest gibt es Abnahmen durch den TÜV und zusammen mit dem VeterinĂ€ramt des Landratsamts prĂŒft das Ordnungsamt die StĂ€nde auf eine ordentliche Hygiene. Und die Kerwe ist auch Chefsache: Am Freitag und Samstag schaut Herr Grabinger nach dem Rechten, am Sonntag Abteilungsleiter Walter Stegmann und am Montag Amtsleiter Markus Böhm.

Jugendliche dieses Jahr unauffÀllig

Die Polizisten Flemming und Hutter kontrollieren Jugendliche.

Am Abend treffe ich Polizeihauptkommissar Albrecht Flemming und seinen Kollegen Oberkommissar Helmut Hutter vom Posten Schriesheim. Flemming ist beim Weinheimer Revier fĂŒr KriminalprĂ€vention zustĂ€ndig und die beiden kontrollieren in Zivil Jugendliche in Sachen Alkohol. Kurz vor 22 Uhr gibt es lange Schlangen im Rewe-Markt – fast ausschließlich Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mit Alkohol eindecken. Die beiden Polizisten beobachten das Treiben und ziehen sich Personen heraus, kontrollieren die Ausweise. Und schnell mĂŒssen einige Bier, Wein und Schnaps abgeben. Ein 18-JĂ€hriger, der fĂŒr jĂŒngere „eingekauft“ hat, wird ermahnt. Der krasseste Fall ist ein 14-JĂ€hriger, dem die Beamten eine Flasche Wodka abnehmen mĂŒssen.

Mit dabei ist auch Herr Grabinger. Zusammen mit den Polizisten entsorgt er Alkoholika in die Kanalisation. Wenn telefonisch kontaktierte Eltern die Bitte Ă€ußern, „bewahren“ die Polizisten den Alkohol auch auf – der kann dann von den Eltern auf dem Revier abgeholt werden. Die meisten geben aber das OK zum WegschĂŒtten. Flemmings Bilanz ĂŒber die ersten zwei Tage:

Insgesamt sind die Jugendlichen dieses Jahr sehr vernĂŒnftig. Wir wissen, dass die Jugend sich ĂŒber Facebook ĂŒber unsere Kontrollen ausgetauscht hat. Anscheinend hilft das.

Ganz klar können zwei Beamte nicht das ganze Fest abdecken – aber allein die Tatsache, dass kontrolliert wird, hĂ€lt wohl viele vom „Rucksacksaufen“ ab. Zu den acht Beamten, die nur fĂŒr die Kerwe Extra-Dienst schieben kommen nochmal neun Beamte der Bereitschaftspolizei aus Bruchsal. Nennenswerte EinsĂ€tze gibt es fĂŒr die Polizei nicht – fĂŒr ein Fest mit 50.000 Besuchern fast „erstaunlich“. Das freut auch den OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard:

FĂŒr mich ist das die BestĂ€tigung fĂŒr den konsequenten aber auch behutsamen Umgang mit den Themen Sicherheit und Ordnung und einem bestens organisierten Zusammenspiel der SicherheitskrĂ€fte vor Ort.

Der Marktplatz am Samstagabend – gestoppte voll.

 

Koordinierte Sicherheit

Gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) haben Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamts im Alten Rathaus eine gemeinsame Einsatzentrale eingerichtet. Hier sind sie „mittendrin“. Martina Schwindt, Einsatzleiterin beim DRK Weinheim berichtet bis zum frĂŒhen Sonntagabend von nur 24 Versorgungen – im vergangenen Jahr seien es im selben Zeitraum bereits 40 Versorgungen gewesen. Auch die Schwere der Verletzungen sei zurĂŒckgegangen. Waren es im letzten Jahr mehr SchlĂ€gereien und stark alkoholisierte Besucher, so seien es in diesem Jahr mehr Insektenstiche und kleinere Platzwunden zu versorgen gewesen. Einen medizinischen Notfall gab es am Samstagabend – eine Frau musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht beobachtete den Rekordbesuch allerdings mit gemischten GefĂŒhlen:

Es war bisher eine sehr ruhige Kerwe, allerdings ist gerade im Gerberbachviertel in den Abendstunden in der MĂŒnzgasse und Judengasse fĂŒr RettungskrĂ€fte kaum ein Durchkommen. WĂ€re es hier zu einem Einsatz gekommen, hĂ€tte das die Feuerwehr vor grĂ¶ĂŸere Probleme gestellt.

Deswegen hat Ordnungsamtsmitarbeiter Grabinger auch ein Auge auf „illegale“ StĂ€nde. Ruckzuck bauen „fliegende StraßenhĂ€ndler“ diese auf und versperren so Rettungswege. Aktuell musste er in der Hauptstraße zwei Mal „Indios“ mit SchmuckstĂ€nden vertreiben. Ansonsten gab es kaum Probleme – der Kerwebetrieb lĂ€uft reibungslos.

Am Montag gibt es mit der „Gerberbachregatta“ fĂŒr die Kinder der Stadt ein spannendes Angebot. In der gesamten Altstadt wird auf den PlĂ€tzen und in den Höfen sowie im Schlosspark Live-Musik zum Abschluss der Kerwe geboten – es lohnt sich sicher, dieses ganz herausragende Volksfest zu besuchen. Stimmung und Angebote sind einzigartig und machen die Weinheimer Kerwe nicht nur zum grĂ¶ĂŸten Sommerfest an der Bergstraße, sondern auch zu einem der liebenswertesten.

Viel Freude mit den Fotos!

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Anm. d. Red.: Aktualisiert am 13. August 2012 mit weiteren Fotos. Mit Material der Pressestelle der Stadt Weinheim.

Spielemodifikation beruht auf realen Daten

Laudenbacher bringt Feuerwehr Weinheim ins Spiel


Ausschnitt aus einem Spielverlauf des Echtzeitstrategiespiels Emergency 4 – „Global Fighters for Life“

Laudenbach/Weinheim/Vierheim, 04. Juni 2012. (red/fw/RiMe) Der Laudenbacher PC-Spieler – und Entwickler Dominik Sauer hat die Stadt Viernheim fĂŒr ein Echtzeitstrategiespiel „nachgebaut“. Spieler von „Emergency 4“ können nun in der „realen“ Kulisse EinsĂ€tze in Viernheim erleben.

Von Richard Meier

Im Jahr 2006 erschein das bekannte Echtzeitstrategiespiel Emergency 4 – „Global Fighters for Life“. In dem Spiel ĂŒbernimmt der Spieler die Kontrolle ĂŒber Einheiten von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und auch die des Technischen Hilfswerk. Es sind verschiedene Einsatzszenarien wie zum Beispiel BrĂ€nde, VerkehrsunfĂ€lle, diverse medizinische NotfĂ€lle, BankĂŒberfĂ€lle und gebrochene Wasserleitungen abzuarbeiten.

Mit diesem Spiel begann auch ein neues Zeitalter des sogenannten „Moddings“, dem VerĂ€ndern einzelner Fahrzeuge und Spielinhalte innerhalb des Spieles. So konnten jetzt neben Fahrzeugen auch die Karte und diverse Skripte eingebaut und verĂ€ndert werden.

Dominik Sauer beim Entwicklen des "Mods". Foto: RiMe

 

Der 23-jĂ€hrige Laudenbacher Dominik Sauer nahm sich diesem Hobby an. 2010 begann Dominik Ideen fĂŒr eine eigene Modifikation zu sammeln. Er entschied sich im Juni 2010 fĂŒr das Vorbild der Feuerwehr Viernheim. Mit rund 700 Stunden Zeitaufwand, Tendenz steigend, entstand bis im Mai dieses Jahres eine komplette Modifikation der Stadt Viernheim.

Es mĂŒssen hier mit den zur VerfĂŒgung stehenden Fahrzeugen der Feuerwehr Viernheim, der Johanniter Unfallhilfe Viernheim und der Polizei Viernheim typische EinsĂ€tze abgearbeitet werden. Zur UnterstĂŒtzung können dabei auch Nachbarfeuerwehren und Rettungsdienste aus dem Kreis Bergstraße und des Rhein-Neckar-Kreises gerufen werden. Ein besonderes Highlight ist die Alarmierung des Löschzuges Weinheim.

Einsatzszenario im Spiel.

 

Innerhalb kĂŒrzester Zeit rĂŒckt die Feuerwehr Weinheim mit dem Kommandowagen des Stadtbrandmeisters, dem neuen Einsatzleitwagen, der Drehleiter und zwei Löschfahrzeugen im Zuge der Überlandhilfe nach Viernheim aus. Ebenso kann ein Rettungswagen und der Notarzt des Deutschen Roten Kreuz Weinheim nach Viernheim alarmiert werden, um den virtuellen Verletzten Hilfe zu leisten. Bei NotfĂ€llen bei denen teilweise auch große Lasten bewegt werden mĂŒssen rĂŒckt die Berufsfeuerwehr Mannheim mit dem Kran an.

In einem persönlichen GesprĂ€ch mit Dominik Sauer wurde klar, dass eine Entwicklung einer solch großen Modifikation sehr zeitintensiv ist:

Gerade die Fehlersuche gestaltet sich sehr schwierig.

Auch die Alarmierungsaufnahmen und die Beschaffung von Bildern der verschiedenen Organisationen nahm etliche Zeit in Anspruch. Mit UnterstĂŒtzung des Teams von SOS-Pictures aus Ladenburg konnte ein Großteil der Bilder schnell beschafft und die Fahrzeuge fĂŒr das Spiel originalgetreu nachgebildet werden. Eine solch große Modifikation bleibt nie stehen:

Es gibt immer was zu tun, als nÀchstes steht die Einbindung des neuen Notarzteinsatzfahrzeuges des DRK Weinheim an.

Hier muss wie bei fast allen Fahrzeugen der Modifikation erst ein passendes Rohmodell gefunden werden und dann Schritt fĂŒr Schritt mit Grafikprogrammen am PC umgebaut und das richtige Design ĂŒbertragen werden. FĂŒr die Zukunft hat Dominik auch schon PlĂ€ne, so soll die Modifikation ausgebaut und die Karte besser an die Stadt Viernheim angepasst werden. Enthalten sind hier bisher fĂŒr Viernheim typische GebĂ€ude wie das Rhein-Neckar-Zentrum oder der Media-Markt.

Die Konstruktion der Feuerwehrwagen und anderer Elemente ist sehr zeitaufwÀndig.

 

Desweiteren sollen mehr Einsatzfahrzeuge, beispielsweise die der Feuerwehr Heddesheim und weitere Rettungsmittel des DRK Kreisverbandes Mannheim sowie der Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen ins Spiel eingebunden werden. Weitere Arbeiten stehen bei den Skripten der Fahrzeuge und Einheiten an, um diese zu verbessern. Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr den Laudenbacher ist zur Zeit die originale Ampelschaltung von der Feuerwehrwache Viernheim im PC Spiel umzusetzen.

Weitere Informationen ĂŒber die Modifikation findet ihr im Emergency Fanforum.

Anm. d. Red.: Richard Meier ist Mitglied der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Weinheim.