Dienstag, 12. November 2019

„Soziale Vielfalt“ in Weinheim

Ein Mehrwert fĂŒr die Stadtgesellschaft

Weinheim, 07. Juli 2014. (red/pm) Fast 800 Menschen leisten pro Jahr ĂŒber 100.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Am 19. Juli findet die „Soziale Meile“ statt, bei der sich die Organisationen der „Sozialen Vielfalt“ der Öffentlichkeit vorstellen. [Weiterlesen…]

Vierter Freiwilligentag am 20. September

Auch Weinheim „schafft wieder was“

Weinheim/Rhein-Neckar, 24. Juni 2014. (red/pm) Die Stadtverwaltung ruft am 20. September zum vierten Mal zur Beteiligung am Freiwilligentag der Metropolregion auf. [Weiterlesen…]

Mehr Geld soll rege Teilnahme entlohnen

EntschĂ€digungen fĂŒr StadtrĂ€te steigen um ĂŒber 30 Prozent

Weinheim, 20. MĂ€rz 2014. (red/ld) Zum ersten Mal seit 23 Jahren erhöhte der Gemeinderat gestern die EntschĂ€digungen fĂŒr StadtrĂ€te. Zugleich wird das System umgestellt auf Sitzungsgelder. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehren in Baden-WĂŒrttemberg

107.500 Menschen ehrenamtlich im Einsatz

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Die Feuerwehr hilft heutzutage nicht nur bei BrĂ€nden, sondern ist ein Soforthelfer in Not- und UnglĂŒcksfĂ€llen.

Rhein-Neckar, 19. November 2013. (red/fw) Damit die Feuerwehr eine hohe SicherheitsqualitĂ€t gewĂ€hrleisten kann, braucht sie viele ehrenamtlich tĂ€tige EinsatzkrĂ€fte. In Baden-WĂŒrttemberg bieten ĂŒber 107.500 Menschen in den Gemeindefeuerwehren ihre Hilfe an. [Weiterlesen…]

Ehrenamtliche fĂŒr 22. September gesucht

Stadt sucht Wahlhelfer

Weinheim, 27. Juli 2013. (red/pm) Die Stadt sucht noch BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die sich am 22. September in den Wahllokalen als ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer betĂ€tigen. [Weiterlesen…]

Kinderschutzbund Weinheim sucht ehrenamtliche Helfer

Damit Kinder eine Lobby haben

Weinheim, 05. Juni 2013. (red/pm) Der Kinderschutzbund Weinheim sucht VerstĂ€rkung. Das Ziel des Vereins ist es, jungen Menschen aus problematischer Umgebung ein unbeschwerteres Leben zu ermöglichen. Er stellt sich am 13. Juni im CafĂ© „VermittelBar“ vor. [Weiterlesen…]

Förderverein Alzheimer stellt sich im Café Vermittelbar vor

Ein Netzwerk von Demenzpaten

Der Vorstand des Fördervereins Alzheimer e.V. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim, 04. April 2013. (red/pm) Jeder kann an Demenz erkranken. Darauf machte der „Runde Tisch Demenz“ bereits vor zwei Jahren aufmerksam. Aus diesem Grund stellt sich der Förderverein Alzheimer am 11. April 2013 im nĂ€chsten CafĂ© Vermittelbar vor. [Weiterlesen…]

FĂŒnf Jahre GrĂŒne Damen und Herren

„Wir sind einfach da!“

Weinheim, 26. MĂ€rz 2013. (red/pm) Seit dem 29. Februar 2008 gibt es die ehrenamtlichen GrĂŒnen Damen und Herren der GRN-Klinik Weinheim. Deswegen feierten sie jetzt das fĂŒnfjĂ€hriges Bestehen der Gruppe. [Weiterlesen…]

Der KĂ€lteeinbruch macht den Amphibien weniger aus, als gedacht

„Die Kröten stehen in den Startlöchern“

Zu tausenden wandern Kröten, Salamander und Molche jedes Jahr in der Region zu den Teichen zurĂŒck, in denen sie geschlĂŒpft sind. HĂ€ufig mĂŒssen sie dabei Straßen ĂŒberqueren – tödliche Hindernisse. Ohne Helfer schafften es nicht mal zehn Prozent. Mit diesem Bild sucht der Nabu Heidelberg dieses Jahr Helferinnen und Helfer. Bild: Christel Pietsch

 

Rhein-Neckar, 12. MĂ€rz 2013. (red/ld) Die Kröten, Frösche und Salamander stehen schon in den Startlöchern, wie auch ihre Retterinnen und Retter von Nabu und BUND. Bald ist Paarungszeit. Wenn die Temperaturen nachts wieder ĂŒber fĂŒnf Grad liegen wandern sie los zurĂŒck zu dem Teich, in dem sie geschlĂŒpft sind. Den Winter haben sie im Waldboden verbracht, eingebuddelt. Damit ihre Reise zum Rendezvous am Teich auch glĂŒcklich endet, sammeln zahlreiche Helfer im Berichtsgebiet Kröten und andere Amphibien und bringen sie ĂŒber die Straßen. Teilweise werden auch Straßen fĂŒr die Amphibien gesperrt. Der KĂ€lteeinbruch macht den Tieren aber nicht so sehr zu schaffen, wie man es annehmen wĂŒrde. [Weiterlesen…]

OB Bernhard besuchte St. Marien und bedankte sich bei ehrenamtlichen Helfern

Mittagstisch wÀrmt auch die Herzen

 

Weinheim, 26. Februar 2013. (red/pm) Beim Nachschlag wurde es diesmal schon ein bisschen knapp und kurz vor halb eins mussten noch mehr Tische und StĂŒhle in den großen Saal des Gemeindehauses von St. Marien getragen werden. „Der Andrang wird immer grĂ¶ĂŸer“, berichtete Manfred Schertler von der katholischen Gemeinde in der Weinheimer Weststadt. Beim „Weinheimer Mittagstisch“ bekommen bedĂŒrftige Menschen zur Winterzeit kostenlos Essen.

Information der Stadt Weinheim:

„In der Tat: Der „Weinheimer Mittagstisch“, bei dem bedĂŒrftige Menschen zur Winterzeit kostenlos ein warmes Mittagessen bekommen, wird rege nachgefragt. [Weiterlesen…]

WerkstÀtten suchen ehrenamtliche Hilfe

„Man bekommt auch viel zurĂŒck“

Weinheim, 06. Februar 2013. (red/pm) Die junge Frau ist ganz aufgeregt. Die Trommel zwischen den zitternden Knien jauchzt sie vor lauter Vorfreude. Sie kann es kaum erwarten, bis einer der Betreuer das Startzeichen gibt. „We will rock you“, von Queen. Auf Kommando trommeln sie alle los; es sind rund ein Dutzend von Menschen mit Behinderung, die bei den DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim das Tagesangebot der Förder- und Betreuungsgruppen annehmen. Manche sitzen in RollstĂŒhlen, manche können stehen, sogar tanzen. Trommeln können sie alle. Es ist Musikstunde mit Pfarrerin Martina Ade – und alle haben eine große Freude.

Information der Stadt Weinheim:

„Dann ist da noch Christoph, ein junger Mann mit Handicap und großer Energie. „Es geht ihm so viel besser“, erklĂ€rt Josef Achstetter, der Leiter der „Tagesstruktur“ innerhalb der DiakoniewerkstĂ€tten, „wenn er am Tag eine Stunde spazierengehen kann“. Aber ohne Aufsicht ist das nicht denkbar. Diese Betreuungsgruppen befinden sich in einem Haus in der Mierendorffstraße; insgesamt haben die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim drei Standorte. Die eigentlichen WerkstĂ€tten, in denen Menschen mit Behinderung durchaus produktiv arbeiten, befinden sich in der Daimlerstraße und im Höhnerweg auf dem BetriebsgelĂ€nde der Firma Freudenberg – das wiederum hat historische GrĂŒnde. Die Firma Freudenberg ist seit rund 35 Jahren Auftraggeber fĂŒr die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim. Die Werkstattleitung Technik im Industriepark obliegt Wolfgang Wild in der Daimlerstraße Andreas Gußmann.

Wer das Angebot in den WerkstĂ€tten nicht annehmen kann, gestaltet seinen Tag mit Betreuung in der Mierendorffstraße. Alle werden „BeschĂ€ftigte“ genannt. Alle haben sie ihren Platz. In Gruppen wird gegessen, gespielt, Umwelt erfahren, gebastelt, sich ausgeruht, MobilitĂ€t trainiert – und gerne musiziert. „Aber unser BetreuungsschlĂŒssel reicht nicht aus, um zu jeder Zeit unseren BeschĂ€ftigten Abwechslung und eine ganz persönliche Zuwendung zu geben“, gibt Josef Achstetter zu. Dabei seien doch gerade Menschen mit Behinderung sehr emotional veranlagt und sehr empfĂ€nglich gegenĂŒber persönlichen Kontakten.

„Klar ist“, sagt Christine MĂŒnch von der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI, „man braucht hier mehr ehrenamtliche Helfer“. Deshalb sind die DiakoniewerkstĂ€tten die nĂ€chste Einrichtung, die sich am Donnerstag, 14. Februar, von 14 Uhr bis 16 Uhr in der Cafeteria der GRN-Pflege in der Viernheimer Straße beim „CafĂ© VermittelBar“ der WEI vorstellt. Josef Achstetter und Wolfgang Wild werden selbst anwesend sein, um aus ihrer Arbeit zu berichten und ehrenamtliche Helfer zu werben.

TĂ€tigkeiten, die Spaß und Freude bereiten

„Man bekommt sehr viel von diesen Menschen zurĂŒck“, sagt Josef Achstetter. Helfer mĂŒssten als GĂ€ste des Hauses nicht etwa pflegerische Aufgaben erledigen, sondern solche TĂ€tigkeiten, die Spaß und Freude bereiten. Spazierengehen, Vorlesen, Basteln, einen Ausflug begleiten, mal einen Computerkurs geben oder zeigen, wie man ein Fahrrad repariert. „Lebenspraktische Dinge gefallen unseren BeschĂ€ftigten am besten“, beschreibt Achstetter. Ehrenamtliche mĂŒssten sich auch nicht verpflichtet fĂŒhlen. „Jede Stunde ist fĂŒr unsere Leute wertvoll“, sagt er. Und umgekehrt. Aus 35-jĂ€hriger Erfahrung weiß er: „Wir können von Menschen mit Behinderung etwas lernen.“

Info: „CafĂ© VermittelBar“ der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI am Donnerstag, 14. Februar in der Cafeteria der GRN-Pflege in der Viernheimer Straße, 14 Uhr bis 16 Uhr, diesmal mit Infos aus erster Hand ĂŒber die DiakoniewerkstĂ€tten in Weinheim mit ihren Tagesförderzentrum in der Mierendorffstraße. Gerne stellt die WEI auch außerhalb des „CafĂ© Vermittelbar“ den Kontakt her. Ansprechpartner dort sind der KontaktPunkt der BĂŒrgerstiftung, Telefon 06201-12651, Mail: KontaktPunkt@buergerstiftung-weinheim.de oder die Mailadresse ehrenamt@weinheim.de. Ansprechpartnerin ist auch Christine MĂŒnch vom Tauschring unter Telefon 06201-181229.“

Was Jugendschöffen auszeichnet und erwartet

Mit Menschenkenntnis zum Richter werden

Justitia (Maarten van Heemskerck, 1556). Quelle: Wikipedia


Rhein-Neckar, 15. Januar 2013. (red/pm) Deutschland ist derzeit auf der Suche nach Jugendschöffen, die fĂŒr eine fĂŒnfjĂ€hrige Amtszeit ab 2014 die rechte Hand des Richters sind. Im ersten Halbjahr 2013 werden neue Jugendschöffen gewĂ€hlt – bewerben kann man sich bereits jetzt bei den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises.

Von Alina Eisenhardt

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil…

Dieser Satz ertönt in deutschen Gerichtshöfen, wenn ein Angeklagter sein Urteil erhÀlt. Das Urteil wird nicht allein vom Richter gefÀllt. An seiner Seite stehen Schöffen, die ihm im Namen der Gerechtigkeit helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Schöffen sind laut Duden ehrenamtlich eingesetzte Laien, die zusammen mit dem Richter die Tat des Angeklagten beurteilen und das Maß der Strafe festlegen. “Diese Laienrichter gibt es schon seit Jahrhunderten.”, sagt Robert Gunderlach, Vorsitzender der Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen des Landesverbandes Baden-WĂŒrttemberg e.V. Er selbst war im Landesgericht Stuttgart von 2000 – 2008 Schöffe.

Jugendschöffen sind spezialisierte Schöffen an einem Jugendgericht. Doch warum braucht man Jugendschöffen, wenn es bereits einen Berufsrichter gibt? Die Aufgabe eines Jugendschöffen ist es, anhand seiner Lebenserfahrung rechtliche ZusammenhĂ€nge erkennen und bewerten zu können. Ein Richter hat zwei Schöffen, die gleichberechtigte Stimmen haben. Das Richterteam (1 Berufsrichter, 2 Schöffen) zieht sich am Schluss der Hauptverhandlung zur Beratung zurĂŒck. Um ein Urteil auszusprechen ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

TÜV-Siegel in PĂ€dagogik

Neben den allgemeinen Voraussetzungen wie Selbstbewusstsein und Unparteilichkeit muss ein Schöffe einen Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Ein hohes Maß an sozialer Kompetenz ist erforderlich. Um die erforderliche Lebenserfahrung und Menschenkenntnis aufbringen zu können, muss ein Schöffe zwischen 25 und 69 Jahre alt sein, wenn er sich fĂŒr das Ehrenamt bewirbt.

Jugendschöffen sollten darĂŒber hinaus Erfahrung in der PĂ€dagogik aufweisen.

Dabei reicht es nicht, Kinder zu haben. Sie sollten in der Jugenderziehung ĂŒber eine professionell Erfahrung verfĂŒgen, wie zum Beispiel Sozialarbeiter und Lehrer sie besitzen. Man braucht sozusagen ein TÜV-Siegel in PĂ€dagogik,

sagt Robert Gunderlach.

“Man muss definitiv in sich gefestigt sein…”

Wer Interesse hat als Jugendschöffe zu arbeiten, der schickt seine Bewerbung an das zustĂ€ndige BĂŒrgermeisteramt. Diese leiten die Bewerbung dann an das Jugendamt weiter. Der Jugendhilfeausschuss des Rhein-Neckar-Kreises schlĂ€gt dabei beim Amtsgericht mindestens doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen benötigt werden.

Probleme mit der Zahl der Bewerber gibt es dabei selten. “Die Zahl der Bewerber ist konstant. Viele Jugendschöffen bewerben sich auch fĂŒr eine zweite Periode. Erst dann mĂŒssen sie fĂŒr eine Periode aussetzen.”, erklĂ€rt Robert Gunderlach.

Das Ehrenamt kann sehr belastend sein:

Es kommt zwar auch auf den Fall und die Persönlichkeit an, aber man muss definitiv in sich gefestigt sein,

so Herr Gunderlach. Immerhin mĂŒsse man auch in schwierigen FĂ€llen, wie einer Vergewaltigung ohne Zeugen, beurteilen können, ob der Vorfall tatsĂ€chlich so geschehen ist. Ihn selbst hĂ€tten viele Wirtschaftsstrafsachen, die tief in das Leben der Menschen blicken ließen, sehr bewegt.

Mit Menschenkenntnis zum Urteil

Als Schöffe bekommt man in der Regel 12 Gerichtstermine pro Jahr zugeteilt. In fĂŒnf Jahren sind das 60 Termine. Diese können nur einige Stunden dauern, aber auch Wochen oder gar Monate.

Wenn man eine Gerichtsverhandlung hat, weiß man erst nicht, worum es geht. Erst vor der Verhandlung klĂ€rt der Richter den Jugendschöffen in einer Kurzform ĂŒber den Fall auf. Vor Gericht erfĂ€hrt man dann genau, worum es geht. “Als Jugendschöffe soll man unvoreingenommen bleiben. Man soll keine Zeit haben, sich auf einen Fall vorzubereiten, sondern seine Alltagserfahrung und seine Menschenkenntnis nutzen. Immerhin ist man kein ausgebildeter Berufsrichter”, erklĂ€rt Robert Gunderlach.

Die Verantwortung, die man als Jugendschöffe eingeht, ist sehr hoch. Man kann im Krankheitsfall nicht einfach aussetzen, oder zurĂŒcktreten, wenn man keine Lust mehr hat. In der Regel kann nur ein Umzug zu einer Entlassung aus dem Amt fĂŒhren. Möchte man das Schöffenamt tatsĂ€chlich niederlegen, entscheidet das Gericht, ob die GrĂŒnde ausreichend sind. Doch in der Regel passiert das nicht. “Immerhin treibt die Bewerber in der Regel ein gewisser Gerechtigkeitssinn an. Sie wollen sichergehen, dass es in den FĂ€llen gerecht zugeht, das sie ein Teil dieser Gerechtigkeit sein können”, so Gunderlach.

Kommunen nehmen Bewerbungen entgegen

7000 Schöffen gesucht

Rhein-Neckar, 15. Januar 2013. (red/pm) Im ersten Halbjahr 2013 werden landesweit rund 7000 neue Schöffinnen und Schöffen gewĂ€hlt (wir berichteten). Bereits jetzt nehmen Kommunen Bewerbungen entgegen. Das besondere an dem Ehrenamt: Man entscheidet als gleichberechtigter Richter ĂŒber Recht und Unrecht – ohne juristisches Fachwissen, ohne Ausbildung.

Information des Justizministeriums:

„Im Jahr 2013 findet die Wahl der Schöffinnen und Schöffen fĂŒr die Strafgerichte statt. Allein in Baden-WĂŒrttemberg werden rund 7000 Ehrenamtliche zu Schöffinnen und Schöffen gewĂ€hlt, deren Amtszeit vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2018 dauern wird. „Wer ein Schöffenamt ĂŒbernimmt, ĂŒbernimmt eine wichtige, verantwortungsvolle und spannende TĂ€tigkeit“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger am Montag (14. Januar 2013) in Stuttgart.

„LaienrichterInnen und Laienrichter tragen zur Transparenz gerichtlicher Entscheidungen bei und erhöhen gleichzeitig deren Akzeptanz in der Gesellschaft.“ Der Einsatz ehrenamtlicher Richterinnen und Richter hat eine lange Tradition in Deutschland. Bereits im Mittelalter gab es Laienrichter in der Strafgerichtsbarkeit. „Bis heute sind die Ehrenamtlichen ein fester Bestandteil unseres Rechtssystems“, erklĂ€rte der Minister.

„Das hat einen guten Grund, denn auf diese Weise können auch nichtjuristische Wertungen und Überlegungen in den richterlichen Entscheidungsprozess mit einfließen.“ Die Schöffinnen und Schöffen wĂŒrden ihre Sachkunde sowie ihre wertvolle Lebens- und Berufserfahrung bei den Gerichten einbringen.

„Als Spiegel unserer bunten und vielfĂ€ltigen Gesellschaft sollten auch die RichterbĂ€nke bunt und vielfĂ€ltig besetzt sein.“

Stickelberger wies darauf hin, dass das Interesse am Schöffenamt bei der vergangenen Wahl im Jahr 2008 groß war. Insgesamt waren damals 3797 Hauptschöffen (1831 Frauen und 1966 MĂ€nner) gewĂ€hlt worden, von denen 1601 bei Amtsgerichten und 2196 bei Landgerichten tĂ€tig sind. Dazu kamen etwa 3500 Hilfsschöffinnen und Hilfsschöffen als Vertreter der Hauptschöffen. „Ich wĂŒrde mich freuen, wenn sich auch dieses Mal viele Menschen um ein Schöffenamt bewerben“, stellte der Justizminister fest: „Als Spiegel unserer bunten und vielfĂ€ltigen Gesellschaft sollten auch die RichterbĂ€nke bunt und vielfĂ€ltig besetzt sein.“

Robert Gunderlach, der Vorsitzende des Bunds ehrenamtlicher Richterinnen und Richter – Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen (DVS-BW), sagte, dass ehrenamtliche Richterinnen und Richter keine nur „Dabei-Sitzer“, keine Dekoration am Richtertisch seien, sondern bei Gericht in der Hauptverhandlung mit ihrer Stimme den Berufsrichtern gleichgestellt seien: „Gegen die beiden Schöffinnen oder Schöffen kann an Schöffengerichten kein Urteil gesprochen werden. Dieser großen Verantwortung, ,im Namen des Volkes zu urteilen‘, muss man sich bewusst sein. Engagierte Frauen und MĂ€nner sollten deshalb als Schöffen selbstbewusst im Urteilen, sozial kompetent, dialogfĂ€hig und vorurteilsfrei sein. Gerechtigkeitssinn, Intuition, logisches Denken in ZusammenhĂ€ngen sowie Mut zum Richten – also Urteilen ĂŒber Menschen – gehören hier dazu.“

Der gemeinnĂŒtzige Schöffenverein „informiert und unterstĂŒtzt seine Mitglieder durch Fortbildungsveranstaltungen, Beratungen und mit der Mitgliederzeitschrift ,Richter ohne Robe‘ und fördert damit die Beteiligung von Laien an der Rechtsprechung“, so Gunderlach.

Aufgaben von Schöffinnen und Schöffen

Schöffinnen und Schöffen sind an den Schöffengerichten der Amtsgerichte, an den Kleinen und den Großen Strafkammern der Landgerichte tĂ€tig. Sie entscheiden gemeinsam mit den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern ĂŒber Schuld- und Straffragen bei allen schwerwiegenden, umfangreichen und bedeutsamen AnklagevorwĂŒrfen. In der Regel sind zwölf Sitzungstage pro Jahr fĂŒr die Schöffinnen und Schöffen vorgesehen.

Rechte und Pflichten von Schöffinnen und Schöffen

Das Schöffenamt ist ein Ehrenamt, das nur in wenigen Ausnahmen abgelehnt werden kann (beispielsweise dann, wenn dadurch die wirtschaftliche Existenz gefĂ€hrdet wĂ€re). Wie Berufsrichterinnen und -richter auch sind Schöffinnen und Schöffen einzig dem Gesetz unterworfen. Sie sind nicht an Weisungen gebunden und zur Unparteilichkeit verpflichtet. Auch die Verschwiegenheitspflicht gilt fĂŒr sie.

Voraussetzungen fĂŒr eine Bewerbung um das Schöffenamt

Wer Schöffe oder Schöffin werden möchte, muss die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, zu Beginn der Amtsperiode zwischen 25 und 69 Jahre alt sein, die deutsche Sprache beherrschen und in der jeweiligen Kommune leben. Eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten und ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen einen Interessenten sind Ausschlusskriterien. Juristische Vorkenntnisse benötigen Schöffinnen und Schöffen nicht.

Ablauf des Bewerbungs- und Wahlverfahrens

Wer sich fĂŒr das Schöffenamt interessiert, muss sich bei seiner Wohnortgemeinde bewerben. Denn die Vorbereitung der Schöffenwahl fĂ€llt in die ZustĂ€ndigkeit der Kommunen. Ihnen wird vonseiten der Gerichte die Zahl der benötigten Schöffen mitgeteilt. Daraufhin stellen sie Vorschlagslisten mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern auf.

Diese Listen sollten mindestens doppelt so viele Personen enthalten, wie tatsĂ€chlich benötigt werden. GewĂ€hlt werden die Schöffinnen und Schöffen von einem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht. Er setzt sich aus einem Richter des Amtsgerichts, einem Verwaltungsbeamten sowie sieben Vertrauenspersonen zusammen. Zeitplan des Verfahrens: Bis Mitte April 2013 muss die Zahl der benötigten Schöffinnen und Schöffen an die Kommunen gemeldet werden. Die Aufstellung der Vorschlagslisten durch die Gemeinden erfolgt bis 21. Juni 2013. Bis Ende September 2013 erfolgt die eigentliche Wahl durch die SchöffenwahlausschĂŒsse.

Mehr Informationen zum Schöffenamt sowie die BorschĂŒre „Leitfaden fĂŒr Schöffen“ gibt es auf der Homepage des Justizministeriums: www.justiz-bw.de. Auf der Homepage des Bunds ehrenamtlicher Richterinnen und Richter – Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen (DVS-BW) finden sich ebenfalls ausfĂŒhrliche Informationen: www.schoeffen-bw.de.“

Bewerbungen ab jetzt fĂŒr fĂŒnfjĂ€hrige Amtszeit ab 2014

Neue Jugendschöffen gesucht

Neue Schöffen werden gesucht. Quelle: www.schoeffenwahl.de

Rhein-Neckar, 14. Januar 2013. (red/pm) Im ersten Halbjahr 2013 werden bundesweit neue Jugendschöffen fĂŒr eine fĂŒnfjĂ€hrige Amtszeit ab 2014 gewĂ€hlt. Bewerbungen bei den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises sind bereits jetzt möglich. Um dieses Ehrenamt auszuĂŒben, ist kein juristisches Fachwissen nötig, Alltags- und Lebenserfahrung sowie Menschenkenntnis sind hingegen von großer Bedeutung.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar:

„Das Wahlverfahren ist bundesrechtlich einheitlich geregelt. Der Jugendhilfeausschuss des Rhein-Neckar-Kreises schlĂ€gt dabei doppelt so viele Kandidaten wie an Schöffen benötigt werden dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht vor, der in der zweiten JahreshĂ€lfte 2013 aus diesen VorschlĂ€gen die Haupt- und Hilfsschöffen wĂ€hlen wird. Auf der Vorschlagsliste soll die Bevölkerung möglichst nach Alter, Geschlecht, Beruf und sozialer Stellung abgebildet sein. Organisiert wird die Schöffenwahl im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis von Thomas Holzer, stellvertretender Leiter des Haupt- und Personalamt, und Ulrich Schefcik, Gruppenleiter Jugendgerichtshilfe im Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in den StĂ€dten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises wohnen und am 1. Januar 2014 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. WĂ€hlbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen mĂŒssen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, das zum Verlust der Übernahme von EhrenĂ€mtern fĂŒhren kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder fĂŒr die Justiz TĂ€tige wie beispielsweise Richter, RechtsanwĂ€lte, Polizeivollzugsbeamte, BewĂ€hrungshelfer oder Strafvollzugsbedienstete und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewĂ€hlt werden.

Soziale Kompetenz, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis

„Schöffen sollten ĂŒber soziale Kompetenz verfĂŒgen. Das bedeutet, das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können“, beschreibt Ulrich Schefcik die Voraussetzungen. Auch werde von den Bewerbern Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. DarĂŒber hinaus mĂŒssen die Schöffen Beweise wĂŒrdigen können. Schöffen in Jugendstrafsachen sollten in der Jugenderziehung ĂŒber besondere Erfahrung verfĂŒgen. Dieses verantwortungsvolle Amt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, SelbstĂ€ndigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und gesundheitliche Eignung.

Schöffen sind mit Berufsrichtern gleichberechtigt. FĂŒr jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. „Gegen beide Schöffen kann somit niemand verurteilt werden“, beschreibt Schefcik die große Verantwortung, die dieses Ehrenamt mit sich bringt. Und fĂŒgt hinzu, dass den ehrenamtlichen Richtern zudem große Kommunikations- und DialogfĂ€higkeit abverlangt werde.

Interessenten fĂŒr das Amt des Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bis zum 31. MĂ€rz 2013 an das BĂŒrgermeisteramt ihrer zustĂ€ndigen Wohngemeinde. Das entsprechende Bewerbungsformular gibt es auf der Homepage des Rhein-Neckar-Kreises unter www.rhein-neckar-kreis.de. Wer sich darĂŒber hinaus ĂŒber das Schöffenamt informieren möchte, kann dies unter www.schoeffenwahl.de tun.“

Weinheimer Hospizhilfe sucht ehrenamtliche Helfer

Menschen auf dem letzten Weg begleiten

Weinheim, 07. Dezember 2012. (red/pm) Im „CafĂ© VermittelBar“ herrscht mittlerweile ein reger Betrieb. Schon das ganze Jahr ĂŒber bringt die Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI bei der Kontaktbörse an jedem zweiten Donnerstag im Monat Ehrenamtliche sowie Vereine und Initiativen, die Helfer suchen, an einen Tisch. Schon manche Zusammenarbeit ist dabei entstanden.

Information der Stadt Weinheim:

„Beim nĂ€chsten „CafĂ© Vermittelbar“ geht es um ein sensibles Thema, das freilich immer mehr in den Fokus gesellschaftlicher Verantwortung rĂŒckt: Die Hospizarbeit, die Begleitung schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen wĂ€hrend der Zeit der Erkrankung, aber auch des Sterbens und der Trauer. In Weinheim gibt es seit 15 Jahren den Verein „Hospizhilfe Weinheim e.V.“, der sich mit haupt- und ehrenamtlichen KrĂ€ften um diese Menschen kĂŒmmert. Mehr als 30 ehrenamtliche Helfer sind dort im Moment schon tĂ€tig.

„Es wĂ€re besser, wir wĂ€ren mehr“, sagt Einsatzleiterin Martha Krebs. Sie selbst ist gelernte Krankenschwester mit Fachrichtung Palliativmedizin und wird beim nĂ€chsten „CafĂ© Vermittelbar“ am Donnerstag, 13. Dezember, wie immer von 14 Uhr bis 16 Uhr in der Cafeteria der GRN-Pflegeklinik in der Viernheimer Straße, aus der segensreichen Arbeit der Hospizhilfe berichten. Die ehrenamtlichen Helfer der Hospizhilfe werden sehr sorgfĂ€ltig auf ihre Aufgaben in den betroffenen Familien vorbereitet und je nach Wunsch und Eignung in Absprache mit den hauptamtlichen KrĂ€ften eingesetzt. Vorbereitungs- und Fortbildungsseminare werden regelmĂ€ĂŸig angeboten, Supervisionen sind sogar verpflichtend.“

Wie die Kinderkiste an der Mehrzweckhalle zu einem besonderen Ehrenamtstag kam

Weltweit und in Hohensachsen

„Global Day of Service“ in der Kinderkiste

Weinheim, 20. Oktober 2012. (red/pm) Der „Global Day of Service“ wird nun auch in Weinheim zelebriert. Ehrenamtliche Helfer renovieren die „Kinderkiste“.

Information der Stadt Weinheim:

„Es ist enorm, was ehrenamtlich geleistet werden kann. Da gibt es zum Beispiel den US-Pharmakonzern „Eli Lilly and Company“ mit weltweit fast 40 000 Mitarbeitern.

Das Unternehmen ruft einmal im Jahr einen „Global Day of Service“ aus ĂŒberall auf der Welt beteiligen sich etwa 20 000 Menschen daraufhin an verschiedensten sozialen Projekten. Sie strömen aus in KindergĂ€rten, KrankenhĂ€user oder Schulen. Eine gigantische Leistung.

Zumindest indirekt ist jetzt der Weinheimer Ortsteil Hohensachsen in das Ehrenamtsprogramm des Pharmariesen aufgenommen worden. Und das ging so: Oliver Melsheimer ist ein junger Familienvater, der in Hohensachsen wohnt und in Heidelberg bei der Firma „ImClone Systems International GmbH“ arbeitet – dies ist eine 100-prozentige „Lilly“-Tochter und auch dort wird der „Global Day of Service“ zelebriert.

Oliver Melsheimers Kind besuchte bis vor Kurzem die als Verein betriebene Kinderkrippe „Kinderkiste“, die seit ein
paar Jahren im Nebenraum der Mehrzweckhalle untergebracht ist. Als die Familie hörte, dass die Firma solche EinsĂ€tze vergibt, brachte Melsheimer die „Kinderkiste“ ins Spiel. Dass der Raum dringend eine Renovierung brauchte, war ja kein Geheimnis. Es gelang – als einem von vier Orten im Raum Heidelberg.

So rĂŒckten jetzt ehrenamtliche Helfer im Rahmen ihres Firmen-Freiwilligentages an der Hohensachsener Mehrzweckhalle mit Farbe und Pinsel an und putzten den Raum (in dem auch der Ortschaftsrat tagt) mit einem neuen Anstrich und neuen Gardinen heraus.

Daniela BĂ€rwinkel, gelernte Kindekrankenschwester und Betreuerin der Kinderkisten-Kinder, hatte alles vorbereitet; ihr Mann Dr. Peter BĂ€rwinkel klinkte sich ein und lackierte die Holzverkleidung der WĂ€nde. Ortsvorsteherin Monika Springer bedankte sich bei den Helfern und den „Kinderkisten“-Mitarbeitern fĂŒr das bĂŒrgerschaftliche Engagement.

Die „Kinderkiste“ wurde Ende der 90er Jahre von einer Gruppe Eltern gegrĂŒndet, die schon damals eine Betreuung auch von unter dreijĂ€hrigen Kindern gesucht hatten. Seit 2010 ist der „Kinderkiste e.V.“ auch als Verein eingetragen. Etwa zehn Kinder ab zwei Jahren werden dort an vier Tagen in der Woche betreut. „Eine tolle ErgĂ€nzung zum kommunalen und kirchlichen Angebot“, lobte Ortsvorsteherin Springer.“

BĂŒrgerschaftliches Engagement

Ritschweiers Weiher wieder in Schuss

Die Dorfgemeinschaft sÀuberte den Weier. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim-Ritschweier, 13. Juli 2012. (red/pm) Ehrenamtliche „Teichgruppe“ sĂ€uberte den Dorfteich – Entenfamilie hat sich angesiedelt.

Information der Stadt Weinheim:

„Alfred Paluszkiewicz wurde wieder einmal bestĂ€tigt. „Bei uns auf dem Dorf, da stimmt die Gemeinschaft“, bekrĂ€ftigte der Ortsvorsteher von Ritschweier, dem kleinsten Weinheimer Ortsteil, jetzt nach einer gelungenen Aktion bĂŒrgerschaftlichen Engagements.

Eine Gruppe engagierter Ritschweierer BĂŒrger, unter Leitung von Helmut Jeschor, erfahren in der Betreuung von Biotopen, sĂ€uberte einen Vormittag lang den idyllischen Dorfweiher – ehrenamtlich versteht sich.

Am frĂŒhen Morgen fingen die fleißigen Helfer an, das kleine GewĂ€sser von Schlamm und Algen zu befreien. „Es ist doch schön, wenn man sich gegenseitig hilft“, freute sich Ortsvorsteher Alfred Paluszkiewicz.

Diesmal gingen die Wasser- und NaturschĂŒtzer noch sorgsamer zu Werke als sonst. Ein Grund: Seit FrĂŒhjahr ist eine Entenfamilie auf dem Dorfteich zuhause; vor einigen Wochen schlĂŒpften sogar kleine Entchen und machten das Idyll in der Ortsmitte perfekt.

Die Enten sind mittlerweile so zahm, dass sie sich von den SĂ€uberungsarbeiten nicht aus der Ruhe bringen ließen. Sie warteten im geschĂŒtzten Schilf, bis die Teichgruppe ihre Arbeit beendet hatte, dann zogen sie ihre Bahnen durch das frisch gesĂ€uberte Wasser.

Auch auf anderes kleines Getier wurde geachtet. „Es ist nicht das erste Biotop, an dem diese Leute arbeiten“, bescheinigte der Ortsvorsteher.“

„CafĂ© VermittelBar“ am 12. Juli

Wenn helfen glĂŒcklich machen kann

Erika Arta bei ihrer "Arbeit". Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 10. Juli 2012. (red/pm) NĂ€chstes „CafĂ© VermittelBar“ der Ehrenamtsinitiative WEI am Donnerstag, 12. Juli mit positivem Beispiel.

Information der Stadt Weinheim:

„Manchmal können kleine Gesten wie große Wunder wirken. „Wenn Sie mit einem blinden Menschen eine Drogerie betreten und ihm ein Parfum zum Riechen geben, können sie ihn glĂŒcklich machen.“

So beschrieb es Andrea Geffert vom Paul- und Charlotte-Kniese-Haus neulich beim regelmĂ€ĂŸigen „CafĂ© VermittelBar“ der Weinheimer Ehrenamtsinitiative WEI. Dort treffen sich immer jeden zweiten Donnerstag im Monat Vereine und Organisationen, die ehrenamtliche UnterstĂŒtzung suchen, mit Menschen, die ihre Freizeit sinnvoll nutzen möchten.

Die nĂ€chste „VermittelBar“ der findet jetzt am Donnerstag, 12. Juli, von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der CafĂ©teria der „VRN-Pflege“ (frĂŒher Kreispflegeheim) in der Viernheimer Straße statt.

Diesmal wird es ein gelungenes Beispiel an ehrenamtlichem Einsatz geben – zur Nachahmung empfohlen: Erika Arta, 57 Jahre alt, Renterin, wird von ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Paul- und Charlotte-Kniese-Haus berichten.

„Meine Mitmenschen waren mir schon immer wichtig“, sagt sie, „und mir war klar, dass ich mich als nach wie vor aktive Rentnerin nicht selbst in den „Ruhestand versetzen werde“.

Seit 2011 verbringt Erika Arta nun regelmĂ€ĂŸig Zeit mit den Bewohnern der Nikolauspflege. Ob SpaziergĂ€nge, gemeinsame Vorleserunden oder die Begleitung zum Reha-Sport oder anderen Aktionen außer Haus. Sie berichtet; „Diese Begegnungen sind fĂŒr mich etwas sehr, sehr Wertvolles. Man bekommt so viel zurĂŒck. Und ich fĂŒhle mich wohl und von den MitarbeiterInnen der Nikolauspflege herzlich aufgenommen.“

Willkommen beim „CafĂ© Vermittelbar“ ist jeder, der ehrenamtliche Aufgaben wahrnehmen oder in Anspruch nehmen will. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Diesmal wird Andrea Geffert verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie sich engagierte Frauen und MĂ€nner aus der Stadt im Paul- und Charlotte-Kniese-Haus fĂŒr beide Seiten sinnvoll einbringen können.

Willkommen zum „CafĂ© Vermittelbar“ sind aber generell alle Menschen, die sich ĂŒber das Thema Ehrenamt austauschen wollen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Es soll dabei keine Hemmschwelle geben und keine allzu zu hohen Anforderungen“, so Christine MĂŒnch von der WEI. Wer wem helfen kann, das könne sich zwanglos im GesprĂ€ch ergeben.“

Info: Gerne stellt die WEI auch außerhalb des „CafĂ© Vermittelbar“ den Kontakt her. Ansprechpartner dort sind der KontaktPunkt der BĂŒrgerstiftung, Telefon 06201-12651, Mail: KontaktPunkt@buergerstiftung-weinheim.de oder die Mailadresse ehrenamt@weinheim.de. Ansprechpartnerin ist auch Christine MĂŒnch vom Tauschring unter Telefon 06201-181229.

Evangelische Nachbarschaftshilfe ist umgezogen

Diese Nachbarn helfen immer gerne

Die Evangelische Nachbarschaftshilfe ist jetzt in neuen RĂ€umen anzutreffen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 05. Juli 2012. (red/pm) Die Evangelische Nachbarschaftshilfe ist umgezogen. OB Heiner Bernhard gratulierte zu den neuen RĂ€umen.

Information der Stadt Weinheim:

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Der Spruch von Erich KĂ€stner steht groß auf einem Transparent in den neuen RĂ€umen der Evangelischen Nachbarschaftshilfe Weinheim in der NĂ€he des Rodensteiner-Brunnens.

Daran mangelt es nicht, Gutes haben die Nachbarschaftshelferinnen der gemeinnĂŒtzigen Gesellschaft in den letzten Jahren genug geleistet. Sie tun es jeden Tag und sie werden angesichts der alternden Bevölkerung immer wichtiger.

„Sie sind ein ganz wichtiger Knoten im sozialen Netzwerk der Stadt“, bescheinigte jetzt auch Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, als er dem Team der Nachbarschaftshilfe, ihrer Leiterin Marlene Greulich und ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. Gerd Wiegand, einen Antrittsbesuch abstattete.

Denn erst vor Kurzem ist die Nachbarschaftshilfe mit ihrer BĂŒro- und Beratungszentrale in neue RĂ€ume umgezogen. Nicht so sehr weit weg, denn frĂŒher gab es ja schon ein BĂŒro im Martin-Luther-Haus, aber in gerĂ€umige und funktionale RĂ€ume in der Hauptstraße 30 – unweit des Rodensteiner Brunnens.

„Zentral und einladend“ sei die neue Bleibe, freute sich Marlene Greulich. BĂŒro- und Beratungszimmer sind nun getrennt, dass bei den GesprĂ€chen mit hilfsbedĂŒrftigen Menschen und Angehörigen die bisweilen sinnvolle Diskretion gewĂ€hrt bleiben kann.

Wie es oft so ist, wenn Ehrenamtliche zu Werke gehen, wurde ein bisschen improvisiert, gespendet und „besorgt“, um die Einrichtung zu vervollstĂ€ndigen. Nicht ohne Grund ist die Nachbarschaftshilfe gut vernetzt.

„Man kann nur helfen, wenn man geholfen bekommt“, so lautet ein weiterer Leitspruch der Nachbarschaftshilfe, die gegen eine AufwandsentschĂ€digung fĂŒr Familien Hilfen und UnterstĂŒtzung im hĂ€uslichen Alltag bietet – vom Kochen, ĂŒber die UnterstĂŒtzung beim Hausputz bis hin zur Betreuung demenzkranker Menschen.

Zu den GĂ€sten beim Einweihungs-Umtrunk gehörte unter anderem auch Heinz Schröder, der Sprecher der „Sozialen Vielfalt Weinheim“, dem BĂŒndnis der Sozial- und Selbsthilfegruppen. Er bedankte sich fĂŒr den großen und liebevollen Einsatz der Helferinnen im Team.

FĂŒr OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard hat die Nachbarschaftshilfe nun noch eine weitere Bedeutung ganz im Wortsinne. Er selbst wohnt mit seiner Familie nur wenige Meter entfernt in der Hauptstraße. Er ist also Nachbar.

Info: Evangelische Nachbarschaftsfilfe Weinheim gGmbH, jetzt Hauptstraße 30 (NĂ€he Rodensteiner Brunnen), Telefon 06201-12737, Mail info@betreuungzuhause.de, Internet www.betreuungzuhause.de.

Spenden erwĂŒnscht

Seit zehn Jahren ein blĂŒhendes Kleinod

Die Rosenanlage an der Freudenbergstraße/Schlossgartenstraße. Foto: Stadt Weinheim.

 

Weinheim, 03. Juli 2012. (red/pm) Die prachtvolle Rosenanlage nahe des Weinheimer Schlossparks wird ehrenamtlich gehegt und gepflegt. Spenden sind erwĂŒnscht.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie ist ein blĂŒhendes Beispiel an bĂŒrgerschaftlichem Engagement und gerade jetzt besonders prachtvoll: Die Rosenanlage unweit des Weinheimer Schlossparks feiert in diesem Jahr Geburtstag.

Sie gehört mittlerweile zu den grĂ¶ĂŸten der Region. Was man sich angesichts des Top-Zustandes dieses floralen Kleinodes kaum vorstellen kann: Seit dem Jahr 2002 hegt und pflegt eine Gruppe von Anwohnern die Rosenanlage komplett ehrenamtlich. Finanziert wird sie weitgehend durch private Spenden.

„Eine blĂŒhende Anlage von dieser Pracht“, so bescheinigte jetzt auch wieder Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, „wĂ€re bei der Finanzlage der Stadt mit unseren eigenen GĂ€rtnern nicht zu schaffen“. Inzwischen gedeihen rund 2000 Rosenstöcke in 40 Arten von Mai bis November in ĂŒppiger BlĂŒtenpracht. Vor allem jetzt im Sommer verströmen die Blumen einen betörenden Duft.

„Weil wir etwas fĂŒr die Gemeinschaft tun wollen.“ So erklĂ€rt GĂŒnter Minhorst, der Sprecher der ehrenamtlichen RosengĂ€rtner, die GrĂŒnde fĂŒr die ehrenamtliche TĂ€tigkeit an der Ecke Freudenbergstraße/Schlossgartenstraße.

Vom FrĂŒhjahrsschnitt ĂŒber Blattarbeiten bis hin zum BewĂ€ssern hegen die Anwohner die Anlage völlig selbststĂ€ndig. An manchen Tagen wirkt es, als wĂŒrde sie von fleißigen HeinzelmĂ€nnchen bearbeitet – ungefĂ€hr ist das auch so. Rund 800 Arbeitsstunden pro Jahr bringen sich die Hobby-GĂ€rtner ein, damit die Rosenanlage ein SchmuckstĂŒck bleibt.

Allerdings, eine Bestandsaufnahme nach dem spÀten harten Winter ergab, dass mehr als 100 Rosenstöcke erfroren sind. Auch wenn man die kahlen Stellen inmitten der Beete nicht auf den ersten Blick sieht, kann man doch erkennen, wo der Frost seine Spuren hinterlassen hat.

Bis zur Pflanzzeit im Herbst wĂŒnschen sich die RosengĂ€rtner also Spenden aus der Bevölkerung, um die Stöcke nachzupflanzen. Dazu wurde jetzt auch ein Spendenkonto bei der Badischen Beamtenbank Weinheim eingerichtet (BLZ 660 90 800, Konto 15692067). Bitte als Verwendungszweck „Rosenanlage Weinheim“ angeben. Weitere Infos bei GĂŒnter Minhorst, Telefon 06201-13511.“