Sonntag, 08. Dezember 2019

Stadt und Polizei ehrten Weinheimer fĂŒr seinen Einsatz

„Er hat echte Zivilcourage gezeigt“

Nicolas GrĂŒber hat echte Zivilcourage gezeigt, als er einen Einbrecher ĂŒberwĂ€ltigte. Foto: Stadt Weinheim


Weinheim, 30. Januar 2013. (red/pm)  Zuerst hörte Nicolas GrĂŒber ein angestrengtes Grunzen. SpĂ€ter war ihm klar, dass es von einem Mann herrĂŒhrte, der immerhin einen meterhohen Zaun ĂŒberwinden musste. Dann bestĂ€tigten aufgeregte Stimmen und andere GerĂ€usche Nicolas’ Ahnung: Ein Einbruch im Hela-Baupark im Weinheimer Westen. Der 24-jĂ€hrige Weinheimer arbeitet dort und Zeuge des Einbruchs wurde er Ende letzten Jahres beim Eintreffen am Markt in aller HerrgottsfrĂŒhe; es war noch dunkel.

Information der Stadt Weinheim:

„Die TĂ€ter – es waren zwei – versuchten zu flĂŒchten, als sie den jungen Mann bemerkten. Aber er verfolgte einen von ihnen, ĂŒberwĂ€ltigte ihn – trotz massiver Bedrohungen – und informierte ĂŒber sein Handy die Polizei. Die Streife war innerhalb weniger Minuten vor Ort und nahm die in flagranti ertappten TĂ€ter fest. Erst da fiel die Anspannung von Nicolas GrĂŒber ab. „Ich bin erst mal wieder nach Hause, um in Ruhe zu frĂŒhstĂŒcken“, kann er heute erleichtert schmunzeln. Es hĂ€tte auch anders ausgehen können. Die beiden TĂ€ter, ebenfalls jung an Jahren, waren durchaus polizeibekannt. Zwei Kriminelle.

„Alle beklagen mangelnde Zivilcourage“, lobte jetzt Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard bei einem Empfang fĂŒr Nicolas GrĂŒber im Rathaus, „er hat sie gezeigt“. FĂŒr seinen mutigen Einsatz wurde GrĂŒber jetzt von der Stadt, der Polizei und dem Verein „Kommunale KriminalprĂ€vention Rhein-Neckar“ durch dessen GeschĂ€ftsfĂŒhrer Kriminalhauptkommissar GĂŒnter Bubenitschek geehrt. Auch GrĂŒbers Vorgesetzter im Hela-Baupark, Jochen Senger, schloss sich dem Dank an den jungen Kollegen an. Obwohl er zugab, zunĂ€chst entsetzt gewesen zu sein. Schließlich hatte sich dieser auch in Gefahr begeben. Dennoch: „Ich habe großen Respekt vor diesem Handeln, und es kann passieren, dass man in solchen Momenten rasch reagiert ohne groß nachzudenken“, Ă€ußerte Bubenitschek VerstĂ€ndnis. Er verwies dabei auf zahlreiche AktivitĂ€ten und Seminare, bei denen unter dem Motto „Aktion TU WAS“ Initiative fĂŒr Zivilcourage gefördert werde. Mehr Infos dazu unter www.praevention-rhein-neckar.de.“

Stadt und Rotes Kreuz ehrten verdiente mehrfache Blutspender

„Wir brauchen Menschen wie Sie“

„Ihre Bereitschaft war und ist lebenswichtig“, ehrt der OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard die Blutspender

 

Weinheim, 21. November 2012. (red/pm) „Sie sind Vorbild und Beispiel zugleich.“ Mit diesem Lob, Urkunden und Ehrennadeln hat hat Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard im Rathaus eine Reihe von mehrfachen Blutspendern geehrt. „Sie sollen ganz offiziell bescheinigt bekommen, dass unsere Gemeinschaft Menschen wie Sie braucht, ganz dringend braucht“, erklĂ€rte der OB, der die Ehrung gemeinsam mit Christiane Springer und Robin Stockmann vom örtlichen Deutschen Roten Kreuz vornahm.

Information der Stadt Weinheim:

„Bei den Spendern waren auch wieder einige MĂ€nner, die weit ĂŒberdurchschnittlich oft ihren Lebenssaft weitergegeben haben. Zum Beispiel Franz Riecker, der sage und schreibe 200 Mal Blutplasma gespendet hat. Rolf Zschippig kam nach 50 Jahren Blutspenden nun auf erstaunliche 100 Gelegenheiten, mit seinem Blut anderer Menschen Leben zu retten. Als junger Mann von 22 Jahren hielt der gelernte Schriftsetzer zum ersten Mal den Arm hin. Mit jetzt 72 Jahren hat Rolf Zschippig allerdings eine Altersgrenze erreicht. Er wĂŒrde ansonsten noch weiterspenden. „Es macht mir nichts aus und anderen hilft es“, so seine scheinbar lapidare ErklĂ€rung.

„Sie können sicher sein, dass Sie mit Ihren EinsĂ€tzen in Sachen NĂ€chstenliebe unschĂ€tzbare Dienste geleistet haben. Sie dĂŒrfen stolz darauf sein. Ihre Bereitschaft war und ist lebenswichtig“, bescheinigte Heiner Bernhard. Er wĂŒnschte sich, das vorbildliche BĂŒrgerverhalten werde möglichst viele Menschen dazu ermuntern, „fĂŒr das Gemeinwohl ein wenig Blut zu lassen“. Die Nachfrage nach rettenden Blutkonserven ĂŒbersteige das Angebot immer noch bei Weitem. Der OB nutzte den Anlass, um fĂŒr die BeschĂ€ftigung mit dem Thema Organspende zu werben. Er berichtete, dass nach langem Ringen im Bundestag ein Konsens gefunden wurde. Ab sofort gelte in Deutschland die Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert zu dokumentieren, ob er nach seinem Tod Organe spenden möchte oder nicht. Bernhard: „Ich halte es in jedem Fall fĂŒr wichtig, dass jede und jeder Einzelne eine bewusste Entscheidung zu diesem Thema trifft, um fĂŒr sich und die Angehörigen Klarheit zu schaffen.“

Die geehrten Blutspender im Einzelnen. FĂŒr zehn Mal: Elvira Bratfisch, Wilhelm Drews, Wolfgang Eder, Thomas Hecklau, Anna Herrwerth, Kastor Höhn, Tanja Kiefer, Constanze Köfeler, Felix Lang, Martina Metz-Matter, TĂŒrkan Pala, Ines Riegeler, Markus SchĂ€fer, Simone Schönemann, Jochen Schuhmann, Karl-Heinz Summ, Martin Thiel, Sandra Weber, Hans-Peter Wiltz, Ingeborg Wolf, Petra Ziemann, Susanne Zöller, Patrick Zöller. FĂŒr 25 Mal: Brigitte Berger, Sascha Dell, Ingeborg Dorweiß, RĂŒdiger GrĂŒnewald, Gisela Randoll, Josef Rose, Karim Salama, Sabine Schwenzer, Eva-Maria Swiczinsky, Achim Weihrich. FĂŒr 50 Mal: Ulla Schwarz. FĂŒr 75 Mal: . FĂŒr 100 Mal: Rolf Zschippig. FĂŒr 200 Mal: Franz Riecker.“

Jan Jack Toppin aus Cavaillon wird im Rahmen des Weinheimer Herbstes geehrt

Ein besonderer Freund Weinheims

Jan Jack Toppin – Ă€ltester Förderer und Begleiter der StĂ€dtepartnerschaft zwischen Weinheim und Cavaillon wird zur Eröffnung des Weinheimer Herbstes vom BĂŒrgermeister geehrt. Quelle: Stadt Weinheim.

Weinheim, 14. September 2012. (red/pm) Es gibt wohl nur wenige Franzosen, die Weinheim und die Bergstraße so gut kennen, wie Jan Jack Toppin. Der 77-jĂ€hrige gelernte Koch und Hotelier ist sowohl an Dienst- als auch an Lebensjahren der Ă€lteste Förderer und Begleiter der StĂ€dtepartnerschaft zwischen Weinheim und seiner provencalischen Heimatstadt Cavaillon.

Information der Stadt Weinheim:

„Auch an diesem Wochenende wird der lebensfrohe SĂŒdfranzose wieder in der Stadt sein, er gehört einer kleinen Delegation an, die zum Provence-Markt im Rahmen des Weinheimer Herbstes an die Bergstraße reist. Höre und staune, seit 50 Jahren kommt Toppin schon auf „Tour de Jumelage“ nach Weinheim. 1962 war das erste Mal, da war die Partnerschaft zwischen Weinheim und Cavaillon erst vier Jahre jung – und ein zartes PflĂ€nzchen. Zu dieser Zeit gab es in der Region noch nicht allzu viele deutsch-französischen Partnerschaften. Weinheim mit seinem frankophilen OberbĂŒrgermeister Rolf Engelbrecht war ein Vorreiter.

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard wird am Sonntag im Rahmen der Eröffnung des Weinheimer Herbstes die Gelegenheit ergreifen und den dienstĂ€ltesten Partnerschaftler Cavaillons besonders zu ehren. Besondere AnlĂ€sse erfordern besondere Ehrungen, also wird Toppin offiziell zum „Besonderen Freund Weinheims“ ernannt. Der Senior aus der Partnerstadt ist der erste TrĂ€ger dieser Auszeichnung.

Jan Jack Toppin war 19 Jahre lang Stadtrat in Cavaillon und in dieser Funktion bis 2008 Beigeordneter fĂŒr Tourismus. FĂŒr sein Engagement erhielt er 1991 und 2001 Medaillen des französischen Tourismusministerium. Noch heute ist er Vize-PrĂ€sident des Office de Tourisme in Cavaillon. Bis heute ist er Mitglied des Stiftungsrats der Engelbrecht-Mitifiot-Stiftung und kĂŒmmert sich um die Weinheimer Stipendiaten wĂ€hrend ihres Cavaillon-Aufenthaltes.

Sein Berufsleben verbrachte Jan Jack Toppin als KĂŒchenchef und Hotelier im familieneigenen Hotel in Cavaillon. Er bildete eine ganze Reihe von Lehrlingen aus anderen LĂ€ndern aus. Darunter befand sich schon Anfang der 60er Jahre der Hemsbacher Tom RĂŒcker, dessen Eltern den „Watzenhof“ betrieben haben. Bis heute gibt es eine enge Verbindung zwischen den Familien Toppin und RĂŒcker. Im Rahmen von Koch- und MenĂŒabenden hat der neue „Besondere Freund Weinheims“ in den letzten fĂŒnf Jahrzehnten vielen BergstrĂ€ĂŸern die feine provencalische KĂŒche nĂ€her gebracht.“

Ehrungen bei der Sulzbacher Feuerwehr – Ortsvorsteher Klemm stolz auf die BrandschĂŒtzer


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Viele Ehrungen fĂŒr engagierte FeuerwehrmĂ€nner und - frauen.

Guten Tag!

Weinheim, 20. Oktober 2011. (red) Am vergangenen Samstag feierte die Sulzbacher Feuerwehr ihren traditonellen Feuerwehrball. Auf dem Programm standen auch die Ehrungen fĂŒr langjĂ€hrige Mitgliedschaften. Besonders lobenswert ist die einzigartige Kinderfeuerwehr im Unterkreis Weinheim.

Von Ralf Mittelbach

Ortsvorsteher Josef Klemm machte beim traditionellen Feuerwehrball keinen Hehl daraus, dass er auf seine BrandschĂŒtzer in Sulzbach stolz ist. Er bezeichnete die Wehr als eine innovative und vor allem aktive Gemeinschaft zum Wohl der BĂŒrger.

Seit 2005 hat sich viel getan bei der Sulzbacher Feuerwehr, so Klemm. Wenn man bedenkt, dass Überlegungen im Raum standen, den Feuerwehrstandort Sulzbach im Feuerwehrzentrum Weinheim zu integrieren, wĂ€re viel nicht zustande gekommen. So hĂ€tte es keine Kinderfeuerwehr gegeben, die einzigartig im Weinheimer Unterkreis ist, oder die GrĂŒndung der Abteilung Feuerwehrfrauen wĂ€re nie umgesetzt worden.

Dass die Sulzbacher zu ihrer Wehr stehen, zeigt auch das Interesse am Förderverein der Wehr, der inzwischen fast 160 Mitglieder zÀhlt. So summierte der Ortsvorsteher in seiner Ansprache den Förderverein mit der Feuerwehr und kam somit zum Schluss, dass jeder zehnte SulzbÀcher einen persönlichen Bezug zu seiner Wehr hat.

Abteilungskommandant Karsten Fath nahm die anerkennenden Worte gerne zur Kenntnis und gab zu verstehen, dass die Wehr auch zukĂŒnftig bemĂŒht ist, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Nach dem der Spielmannszug der Abteilung Sulzbach den Feuerwehrball unter der Leitung des StabfĂŒhrer Rudi Neumann eröffnet hatte, konnte Abteilungskommandant Karsten Fath zahlreiche Stadt und OrtschaftsrĂ€te in den Reihen der Feuerwehr begrĂŒĂŸen.

Ein besonderer Gruß ging auch an die stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin Elke SchĂ€fer, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar Hans Joachim Gottuck und den stellvertretenden Stadtbrandmeister Wolfgang Eberle, die die Ehrungen fĂŒr Verdiente Feuerwehrangehörige an diesem Abend ĂŒberreichten.

Um die Bewirtung kĂŒmmerte sich auch in diesem Jahr wieder der Kraftsportverein Sulzbach und ermöglichte es den Feuerwehrangehörigen, ihren Ball zu feiern. Großes Interesse fand auch die Tombola, bei der jedes Los ein Gewinn war. Zum zweiten Mal fand eine Sonderverlosung statt, bei der es als Hauptpreis ein Fahrrad vom Radhaus Wild zu gewinnen gab. Dieses durfte zum Schluss Manuel Schwindt sein eigen nennen.

Die weiteste Anreise an diesem Abend hatten die Kameraden aus der befreundeten Feuerwehr Sulzbach am Main, die gerne an die Bergstraße gekommen waren. Aber auch Vertreter des Deutschen Roten Kreuz Weinheim sowie der DLRG Weinheim konnte die Wehr an diesem Abend begrĂŒĂŸen.

Ehrungen:

FĂŒr 20 Jahre Mitgliedschaft:
Hofmann Daniela – Brandmeister
Kain Tobias – Hauptlöschmeister
Schlett Rudi – Oberfeuerwehrmann
Claudia Bohn – Feuerwehrfrau

FĂŒr 30 Jahre Mitgliedschaft:
Alter Gerd – Oberfeuerwehrmann

FĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft:
Ehret Albert – Hauptfeuerwehrmann

FĂŒr 50 Jahre Mitgliedschaft:
Guttmann Emil – Löschmeister
Hilkert Paul – Löschmeister
Rau Herbert – Oberfeuerwehrmann
Reinemuth Erich – Löschmeister
Rettig Bernd – Oberbrandmeister

Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverband in Bronze:
Silke Grießenauer – Fuhr – Oberfeuerwehrfrau
Claudia Fath – Oberfeuerwehrfrau
Ralf Mittelbach – Oberbrandmeister

Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverband in Gold:
Bernd Rettig – Oberbrandmeister

Viel Freude mit den Fotos:
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Anmerkung der Redaktion: Ralf Mittelbach ist Feuerwehrmann und Pressewart der Feuerwehr Weinheim.

OberbĂŒrgermeister Bernhard: „Ihre Zivilcourage verdient Respekt.“

Guten Tag!

Weinheim, 07. Dezember 2010. (pm) OberbĂŒrgermeister Bernhard und Polizeirevierleiter JĂŒrgen Helfrich ehrten das besonders couragierte Verhalten zweier Weinheimerinnen und lobte deren „Tatkraft und Aufmerksamkeit“. Als Geste der Anerkennung wurden BlumenstrĂ€uße an die Damen ĂŒberreicht.

Von Roland Kern

Als Claudia Reusch gemeinsam mit ihrem Freund am diesjĂ€hrigen Kerwefreitag den Marktplatz ĂŒberquerte, spĂŒrte sie, dass etwas nicht stimmte. Im oberen Bereich des Platzes war aufgeregtes Geschrei zu hören, Schaulustige bildeten eine Menschentraube. Das sah nicht gut aus. „Ich habe nicht lange ĂŒberlegt, sondern instinktiv gehandelt und habe mich bis nach vorne durchgedrĂ€ngt“, schilderte die 42-jĂ€hrige Krankenschwester jetzt im Rathaus dem Weinheimer Polizeichef JĂŒrgen Helfrich und OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard.

Der Eindruck tÀuschte nicht. Auf dem Marktplatz lag ein Mann bewusstlos am Boden, seine blaue Gesichtsfarbe verriet akute Erstickungsgefahr, es ging um Leben und Tod. Ein weiterer Helfer hatte bereits mit der Herzmassage begonnen. Aber aus ihrer beruflichen Erfahrung am Operationstisch des Viernheimer Krankenhauses wusste Claudia Reusch, was dem Patienten fehlte: Luft!

FachmĂ€nnisch setzte sie an der Luftröhre die BeatmungsgerĂ€te ein, die das zwischenzeitlich herbeigerufene Rote Kreuz keine Sekunde zu spĂ€t an den Einsatzort brachte. Es hatte auf dem Marktplatz fast kein Durchkommen gegeben. Langsam aber sichtlich bekam der 51-jĂ€hrige Weinheimer wieder Luft. Claudia Reusch setzte die kĂŒnstliche Beatmung fort, bis der Mann vom Notarzt ĂŒbernommen werden konnte.

Revierleiter JĂŒrgen Helfrich, Elke Rutz, OberbĂŒrgermeister Bernhard, Claudia Reusch. Bild: Stadt Weinheim

„Als ich ein paar Tage spĂ€ter die Nachricht erhielt, dass er lebt und keinen SchĂ€den davontrĂ€gt, habe ich eine GĂ€nsehaut bekommen“, erzĂ€hlte die Krankenschwester jetzt im Dienstzimmer des OB. Selbst fĂŒr die routinierte Fachkraft waren der Einsatzort und die widrigen UmstĂ€nde der lebenserhaltenden Hilfeleistung eine enorme Stress-Situation. „Ihnen gilt mein großer Respekt und mein herzliches Dankeschön, diese Zivilcourage mĂŒsste in jedem von uns wohnen“, lobte Heiner Bernhard.

Die Stadt und die Polizei nutzten die Adventszeit, um sich kurz vor Jahresende bei zwei aufmerksamen und hilfsbereiten BĂŒrgerinnen fĂŒr besondere Hilfeleistungen im Jahr 2010 zu bedanken. Claudia Reusch, die an der Kerwe einem Mann höchstwahrscheinlich das Leben gerettet hat, war eine davon.

Die andere ist Elke Rutz. Die 54-jĂ€hrige gebĂŒrtige Weinheimerin wohnt am KĂ€sackerweg und wurde in einer Septembernacht Zeugin eines Diebstahls, der dank ihrer GeistesgegenwĂ€rtigkeit vereitelt und noch in der gleichen Nacht aufgeklĂ€rt werden konnte.

Zwei junge MĂ€nner hatten sich auf dem Parkplatz der Firma Naturin an zwei dort abgestellten Motorrollern zu schaffen gemacht. Die benachbart wohnende Elke Rutz hörte verdĂ€chtige GerĂ€usche und rief bei der Weinheimer Polizei an, die Telefonnummer 10030 hĂ€ngt bei ihr auf einer „Notrufliste“ ĂŒberm Telefon.

„Vorbildlich“, lobte Heiner Bernhard. Innerhalb weniger Minuten war die Polizei vor Ort und konnte die TĂ€ter in flagranti ertappen. „Sie haben genau richtig gehandelt“, bescheinigte Polizeichef JĂŒrgen Helfrich, „Sie haben uns sofort informiert, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“. Die beiden Roller-Diebe waren ĂŒbrigens keine unbeschriebenen BlĂ€tter und hatten schon SchĂ€den in betrĂ€chtlicher Höhe verursacht.

So aufmerksame und wachsame BĂŒrger wie Elke Rutz trĂŒgen, so Helfrich, „wesentlich zur Sicherheit und zum SicherheitsgefĂŒhl in unserer Stadt bei“.

OB Bernhard lobte die „Tatkraft und Aufmerksamkeit“ der BĂŒrgerin. Dass Weinheim im Vergleich zu Ă€hnlichen StĂ€dten weniger KriminalitĂ€t aufweisen muss, sei auch das Verdienst solcher BĂŒrger. Helfrich: „Das stimmt und wird vor allem von TĂ€tern, die sich von außerhalb eine Stadt als Ziel suchen, durchaus wahrgenommen.“

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

Stadt Weinheim ehrt 380 Sportler – Rekord

Guten Tag!

Weinheim, 05. Dezember 2010. (cm) In der Stadthalle Weinheim wurden heute mehrere Hundert Leistungssportler durch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard fĂŒr ihre Leistungen geehrt. Sportler aus der Stadt hatten ĂŒber die Grenzen der Bundesrepublik hinaus Erfolge feiern können. OberbĂŒrgermeister Bernhard betonte, wie wichtig der Sport fĂŒr die Stadt sei – auch wenn man die Fördergelder kĂŒrzen musste.

OberbĂŒrgermeister Bernhard begrĂŒĂŸte die Sportler


Zur Sportlerehrung in der Stadthalle Weinheim waren heute um 11:00 Uhr mehrere Hundert Leistungssportler erschienen. Bei den verschiedensten Sportarten hatten sie großartige Erfolge erzielt. Von „Badischer Meister“ bis hin zu „Weltmeister“ waren zahlreiche Ehrentitel vorhanden. Der Auftakt der Veranstaltung wurde von der SchĂŒlerband „Enjoy“ musikalisch untermalt.

Direkt im Anschluss wurden zwei Mannschaften geehrt, die nicht auf der Veranstaltung bleiben konnten. Ein Wettkampf war fĂŒr den heutigen Tag angesetzt.

Es folgten die BegrĂŒĂŸungsworte durch OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard. Dieser betonte, wie wichtig der Vereinssport sei. Er wĂŒrde es aber auch verstehen, wenn ihm einige der Sportler diese Aussage „krumm“ nehmen, schließlich habe die Stadt die finanziellen Mittel zur Vereinsförderung gekĂŒrzt.

Man mĂŒsse aber auch Bedenken, so Bernhard, dass der Haushalt ohne KĂŒrzungen wohl nicht genehmigt worden wĂ€re. WĂŒrde man keine Sparmaßnahmen ergreifen, wĂŒrde es bald vielleicht noch viel schlimmer aussehen.

Nach diesen ernsten Worten folgten die Einzelehrungen in den verschiedensten Sportarten. Von „Musketenschießen“ ĂŒber „Tischtennis“ bis hin zum „Cheerleading“ waren zahlreiche Sportarten vertreten. Im Anschluss spielte erneut die Band „Enjoy“, ehe die Turngruppe Weinheim e.V. ihr Können darbot (siehe Fotostrecke). Deren Darbietung beeindruckte die Zuschauer sichtbar.

Nach einer turnerischen Darbietung der TSG Weinheim nahm OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard die Ehrungen der Mannschaftsmeister vor, bevor er zum StehbĂŒffet im Foyer einlud.

Alle Fotos: Christian MĂŒhlbauer
Viel Spass mit den Bildern!

Anmerkung der Redaktion:

Christian MĂŒhlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr MĂŒhlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach “Ressortjournalismus.-€

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