Donnerstag, 21. September 2017

Tipps von Experten, wie Sie Ihr zu viel gezahltes Geld zur√ľckbekommen

Schluss mit zweifelhaften Gaspreiserhöhungen

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Ihre Gasrechnung wird immer teurer? Im Falle von rechtswidrigen Preiserhöhungen können Sie sich Ihr Geld zurückholen. (Foto: CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons)

 

Rhein-Neckar, 19. September 2013. (red/aw) Nach dem juristischen Erfolg der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen vor dem Bundes­gerichts­hof steht fest: RWE und andere Gasversorger müssen Hundert­tausenden von Kunden auf unzu­lässige Preis­erhöhungen entfallende Beträge zurück­zahlen – zum Teil über viele Jahre hinweg. Ein Test unter dreißig Anbietern zeigt, dass die Transparenz in dieser Branche aber immer noch nicht ausreichend ist. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat für bereits Geschädigte Tipps veröffentlicht, wie Sie sich Ihr Geld zurückholen können.  [Weiterlesen…]

Strompreiserh√∂hung 2013: Auch Stadtwerke Weinheim m√ľssen aufschlagen

„Wir haben gar keine andere M√∂glichkeit“

Peter Kr√§mer, Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim, in der Leitwarte des Betriebs. Herr Kr√§mer spart nicht mit Kritik an der Energiepolitik. Die Strompreispolitik vergleicht er mit planwirtschaftlichen Prozessen.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 17. November 2012. (red/aw) Die Strompreise sind seit Wochen in aller Munde. Jetzt haben auch die Stadtwerke Weinheim angek√ľndigt, im n√§chsten Jahr den Strom teurer zu machen. Stadtwerke-Chef Peter Kr√§mer ist dar√ľber alles andere als gl√ľcklich. Nach seiner Auffassung sind staatliche Umlagen und Steuern der Energiewende daf√ľr verantwortlich . Wir haben ihn im Interview √ľber die Gr√ľnde seiner Kritik an der Energiepolitik und m√∂glichen Folgen der Erh√∂hung befragt.

Interview: Alexandra Weichbrodt

Herr Krämer, die Stadtwerke erhöhen den Strompreis zum 1. Januar 2013 um etwa 10 Prozent, von 24,92 Cent pro Kilowattstunde auf 27,58 Cent. Haben Sie Sorge, dass Ihnen jetzt die Kunden davon laufen?

Peter Kr√§mer: Unsere¬†Kunden sind nat√ľrlich preissensibel, die meisten wissen aber auch, dass wir faire Preise haben und auf uns Verlass ist. Etliche Billiganbieter sind in den vergangenen Jahren Pleite gegangen. Das haben sich die Verbraucher gemerkt. Und ich bin auch √ľberzeugt, dass die meisten unserer Kunden wissen, dass die aktuelle Preiserh√∂hung ausschlie√ülich staatlich verordnete Preisbestandteile betrifft, die wir an den Gesetzgeber abf√ľhren m√ľssen. Wir haben sie mit dem Anschreiben dar√ľber ausf√ľhrlich informiert. Die Preiszusammensetzung beim Strom sieht inzwischen so aus, dass wir 70 Prozent der Kostenbestandteile als Versorger √ľberhaupt nicht mehr beeinflussen k√∂nnen: Das sind Steuern, diverse Umlagen f√ľr die Finanzierung der Energiewende sowie¬†Abgaben Wir haben also gar keine andere M√∂glichkeit als unsere Preise daran anzupassen.

Welche Probleme treten bei der Weitergabe dieser Erhöhung an den Kunden auf? 

Kr√§mer: In erster Linie sehe ich das Problem, dass der Kunde die gesetzlichen √Ąnderungen am Strompreis zum Jahreswechsel kaum noch nachvollziehen kann. Spricht man heute mit einem Kunden, dann kennt er vielleicht noch das EEG, das Erneuerbare Energien Gesetz.¬†Eventuell auch¬†die Stromsteuer. Aber bei den Begriffen Kraft-W√§rme-Kopplungsgesetz, Konzessionsabgabe oder Offshore-Haftungsumlage wird es schon schwierig. Wir versuchen, das System f√ľr unsere Kunden transparent zu machen, indem wir sie √ľber die einzelnen Umlagen und ihre H√∂he informieren. Die sind aber so mannigfaltig, dass es selbst f√ľr uns, die Mitarbeiter der Stadtwerke, mittlerweile Brosch√ľren gibt, damit wir noch den √úberblick behalten. Der Verbraucher wei√ü inzwischen, dass das Thema insgesamt sehr komplex und schwierig geworden ist. Aber er hat kein Verst√§ndnis daf√ľr, dass die Preise ins Unermessliche steigen ‚Äď was ich gut verstehen kann. Wir stellen vermehrt fest, dass diese Erh√∂hungen beispielweise Rentner oder HartzIV-Empf√§nger drastisch treffen. F√ľr diese Menschen sind 50 oder 70 Euro mehr im Jahr eine Menge Geld. Dieses Geld fehlt. Irgendwann k√∂nnen diese Menschen ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Und diese Klientel nimmt derzeit leider zu.

„Im Dreijahres-Vergleich sind wir meist der g√ľnstigste Anbieter.“

Da spielt der Preisunterschied bei der Wahl des Preisanbieters also oft eine Rolle. Nehmen Sie die Konkurrenz in der Region wahr?

Kr√§mer: Die regionalen Anbieter mit vergleichbarer Gr√∂√üenordnung und Arbeitsweise¬†wie wir¬†sind alle¬†auf einem¬†√§hnlichen Preisniveau. Was bei der beschriebenen Preis-Systematik auch logisch ist. Die Unternehmen, die sich im Preis stark differenzieren, sind oft Unternehmen, die mit unlauteren Methoden arbeiten ‚Äď wie Vorauskasse oder Kostenerh√∂hungsmechanismen. Da muss man als Verbraucher bei der Wahl gut aufpassen. Zu Recht sind deshalb auch die Verbraucherverb√§nde wach geworden und warnen vor solchen Produktanbietern. Wenn Anbieter dasselbe Produkt wie wir 100 Euro g√ľnstiger anbieten, kann ich mir das wirtschaftlich nicht erkl√§ren. Das geht gar nicht bei nur 30 Prozent beeinflussbaren Kostenanteilen. Ein solcher Preisunterschied ist allein mit Energieeinkauf und Vertriebsmarge nicht zu realisieren. Wir¬†haben bei Untersuchungen¬†festgestellt: Im Dreijahres-Vergleich sind wir meist der g√ľnstigste Anbieter. Weil wir keine so gro√üen Erh√∂hungen in diesem Zeitrahmen durchf√ľhren wie beispielsweise die zun√§chst augenscheinlich¬†g√ľnstigeren Anbieter, die mit attraktiven Wechselkonditionen locken. Wir k√∂nnen und wollen nicht spekulieren und versuchen dem Kunden auf der Basis unserer M√∂glichkeiten ein seri√∂ses, langfristiges und m√∂glichst g√ľnstiges Angebot zu machen.

Den Wettbewerb nehmen Sie also schon wahr?

Kr√§mer: Ja, nat√ľrlich. Die Wechselfreudigkeit nimmt deutlich zu, der Wettbewerb wird sch√§rfer. Allerdings finde ich es kurios, wie der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen f√ľr Wettbewerb gestaltet. Die Bundesregierung hat 1998 den Wettbewerb in Energiebereichen ausgerufen. Der Stromvertrieb und die Netze mussten getrennt werden. Aber was ist seit damals passiert? Wir¬†unterliegen einer Marktabgrenzung vom Bundeskartellamt, das hei√üt wir werden in unserem Marktgebiet als Monopolist gef√ľhrt. Wir haben aber 100 Anbieter im Strom-Netzgebiet und 50 beim Gas. Da kann man also nicht davon sprechen, dass kein Wettbewerb existiert. Und trotzdem entstehen problematische Situationen, wie im Fall Teldafax. Eine Art Schneeballanbieter, der bewusst vom Kartellamt toleriert wird, und dann Insolvenz anmeldete. Neben den Kunden bleiben wir als Stadtwerke bei Insolvenzf√§llen unseri√∂ser Anbieter auch auf unseren Kosten sitzen. Das ist eine absolute Ungerechtigkeit. Diese Meinung √§u√üere ich auch gegen√ľber der Politik. Da jedoch Geh√∂r zu finden, ist recht schwierig, weil dann oft die Aussage folgt: Gew√∂hnt euch an den Wettbewerb. Aber ein fairer Wettbewerb ist fast unm√∂glich, wenn 70 Prozent der Kosten nicht mehr zu beeinflussen sind. Das ist energiepolitische Planwirtschaft.

„Planwirtschaftliche“ Strompreise

Sie haben mit Ank√ľndigung der Preiserh√∂hung auch die Energiepolitik heftig kritisiert. Was l√§uft Ihrer Meinung nach schief?

Kr√§mer: ¬†Ich bin ja Wirtschaftsingenieur und in meiner Natur liegt es, die¬†Sachen zu analysieren, zu bewerten und daraufhin Konzepte zu erstellen. Genau das vermisse ich bei der Energiepolitik. Dort wird das Problem nicht analysiert, sondern es wird vorweg die Einzelentscheidung getroffen. Dann erleben alle ein heilloses¬†Durcheinander und wundern sich dar√ľber. Ich bin der Meinung, dass man sich sp√§testens nach dem Ungl√ľck in Fukushima h√§tte zusammen setzen sollen und √ľberlegen sollen, wie das Konzept f√ľr die Energiewende aussehen soll. Das hat man aber nicht getan. Sondern man hat an vielen einzelnen Stellschrauben gedreht und erlebt jetzt einen Wust an Umlagen und Kostensteigerungen. Man hat kein Konzept entwickelt, in dem eben nicht nur Unweltvertr√§glichkeit und Partikularinteressen, sondern auch der Kunde vorkommt. Ein Beispiel: Das Energiewirtschaftsgesetz. Der Begriff Kunde kommt darin noch nicht einmal vor. Das ist f√ľr mich nicht nachvollziehbar. Meine Kritik besteht also darin, dass wir einen riesigen Aufwand betreiben, planwirtschaftliche Strompreise zu kreieren, der nicht sinnvoll ist. Das ist keine Kritik an einzelnen Parteien. Dieses System ist √ľber mehrere Wahlperioden hinweg aufgebaut worden. Egal ob rot-gr√ľn, schwarz-rot oder schwarz-gelb, es fehlte immer¬†der Masterplan.

Wo könnte man diesen Masterplan besonders gebrauchen?

Kr√§mer: Ganz klar beim Thema CO2-Reduzierung. Das wurde zum Anfang der Energiewende gro√ü angek√ľndigt. Doch jetzt sind wir von einer L√∂sung wieder weit entfernt. Das Thema Klimawandel ist nach wie vor die gro√üe Herausforderung, aber momentan wieder mal aus dem Fokus verschwunden. W√ľrde dieses Ziel¬†weiter verfolgt werden, m√ľsste man sich Gedanken machen, wie der¬†CO2-Aussto√ü im Kosten-Nutzen-Verh√§ltnis zu reduzieren ist. Das macht die Energiepolitik¬†aber derzeit nicht. Was gemacht wird, ist eine einseitige F√∂rderung regenerativer Projekte.

„Der Klimawandel betrifft uns alle – man kann die Industrie da nicht rausnehmen.“

Beispiel?

Kr√§mer: Warum muss denn die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit acht bis zehn Prozent verzinst werden, wenn der Zinssatz einer zehnj√§hrigen Bundesanleihe derzeit bei einem halben Prozent liegt? Hier wird √ľbersubventioniert. Da fehlt einfach die Relation. Der gr√∂√üte Effekt, um CO2 einzusparen, ist laut Studien unter anderem der Austausch von alten Heizungsbrennern. Bis zu 20 Prozent Effizienzsteigerung kann man damit erreichen. Wenn ich das auf alle Haushalte multipliziere, komme ich auf gigantische Ergebnisse. D√§mmung hingegen ist das teuerste, was man machen kann. Das Gegenargument mit der Vernichtung fossiler Brennstoffe wiegt nat√ľrlich schwer. Allerdings reden wir bei der Energiewende von einem Generationenprojekt. Ich habe manchmal den Eindruck, das muss innerhalb einer Wahlperiode erledigt werden. Meiner Meinung nach ist das ein fataler Trugschluss. Zudem werden bestimmte Aktivit√§ten und Gruppen aus der Verantwortung der Energiewende¬†herausgenommen. Beispielsweise die Industrie. Da sagt man: Damit haben die nichts zu tun, die haben Wettbewerb, die schaffen Arbeitspl√§tze. Was ja auch richtig ist. Aber ich bin der Meinung, wenn die zentrale Herausforderung der Klimawandel ist, dann betrifft uns diese alle. Da kann man Teile der Gesellschaft nicht ausschlie√üen. Wir m√ľssen gemeinsam nach unseren Kr√§fteverh√§ltnissen und wirtschaftlichen M√∂glichkeiten unseren Beitrag leisten. Eine gewisse Gerechtigkeit geht jetzt, so wie es derzeit gehandhabt wird, verloren.

Ist es in der Praxis tatsächlich so, dass von der Industrie absichtlich viel Strom verbraucht wird, um gewisse Umlagebefreiungen zu erhalten?

Krämer: Ja, es gibt Einzelfälle. Ist ja auch klar. Angenommen der Unternehmer hat eine Befreiungsgrenze bei 100 Einheiten. Verbraucht hat er aber nur 98. Die zwei fehlenden Einheiten kosten vielleicht 2.000 Euro. Überschreitet er aber die Schwelle der 100, werden ihm 10.000 Euro erstattet. So ist die Handlungsweise nachvollziehbar, Energie unter wirtschaftlichen Aspekten zu optimieren. Umweltpolitisch ist es jedoch eine Katastrophe.

Und die Privatverbraucher sind die Zahlmeister?

Kr√§mer: Richtig. Der normale Haushaltskunde zahlt irgendwann die ganze Zeche. Beim Thema regenerative F√∂rderung haben wir zwar eine Mittelschicht, die beispielsweise durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen von der aktuellen Energiepolitik profitiert. Aber es gibt ja ebenso viele Menschen, die gar nicht die M√∂glichkeit einer solchen Anschaffung haben. Weil ihnen zum Beispiel keine Dachfl√§che zur Verf√ľgung steh ‚Äď wie bei Mietern oder bei Besitzern von Eigentumswohnungen. Wir haben also auf der einen Seite eine Schicht, die davon profitiert und eine Allgemeinheit, die diese F√∂rderung bezahlen darf. Und auch hier trifft es wieder besonders die unteren Einkommensgruppen. Ich glaube nicht, dass das gerecht ist. Und auch nicht, dass man so die Energiewende vorantreiben kann.

Sehen Sie in der Zukunft eine Entspannung am Energiemarkt? Könnten die Preise irgendwann auch wieder fallen?

Krämer: Ich bin ja grundsätzlich Optimist und mit meiner Lebenserfahrung kann ich sagen, am Ende siegt meist die Vernunft. Ich glaube, wir werden nach dieser Preiserhöhungsrunde eine Trendwende in den politischen Entscheidungen erleben, vielleicht nächstes Jahr nach der Wahl. Ich bin der festen Überzeugung, dass man das heutige Vorgehen nicht unendlich weiter treiben kann.

Mit Selbstkontrolle lässt sich Energie sparen.

Was raten Sie denn Ihren Kunden, um die jetzt schon hohe finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten?

Kr√§mer: Dass sie im ersten Ansatz nat√ľrlich immer Energie sparen. Das kann man mit vielen Verhaltensweisen und Kleinigkeiten im Haushalt. Auch beim Ersatz von Gro√üger√§ten ist es wichtig, auf den Stromverbrauch zu achten: Bei K√ľhlschrank, Fernseher oder Waschmaschine kann¬†ich nur empfehlen, A+++ zu kaufen. Das ist zwar zun√§chst teurer, rechnet sich bei dem Strompreis aber recht schnell. Einfach sparen kann man sich auch die unn√∂tige¬†Stand-by-Schaltung bei vielen Ger√§ten. Au√üerdem sollte die alte, kaputte¬†Gl√ľhbirne grunds√§tzlich durch Energiesparlampen ersetzt werden. Und nat√ľrlich sollte man auch das Licht ausschalten, wenn man den Raum verl√§sst. Mit etwas Selbstkontrolle kann man da durchaus bemerkenswert Energie einsparen.¬†Auch wenn ich bef√ľrchte, dass diese Einsparungen die Preiserh√∂hungen in der Zukunft nicht abfangen werden. Die finanzielle Belastung f√ľr die Haushalte durch Energiekosten wird weiter steigen ‚Äď auch noch nach der Erh√∂hung vom 1.Januar 2013.

Worin sehen Sie als Gesch√§ftsf√ľhrer den Vorteil der Stadtwerke Weinheim gegen√ľber anderen Energieversorgern?

Kr√§mer: Ich sehe uns als Teil der Infrastruktur¬†in Weinheim. Wir besch√§ftigen viele Mitarbeiter und bilden junge Menschen aus. W√§hrend wir wachsen, bauen andere ab. Wir unterst√ľtzen Vereine und Kulturveranstaltungen. Das ist ein klarer Vorteil f√ľr die Weinheimer B√ľrgerinnen und B√ľrger. Wir sind letztendlich die gr√∂√üte Energiegenossenschaft in Weinheim, ein Thema, das auch immer wieder diskutiert wird. Einen Gro√üteil des von uns erwirtschafteten Geldes behalten wir hier in Weinheim. Entweder flie√üt es in den Betrieb der Stadtwerke Weinheim oder wir f√ľhren es an die Stadt ab. Das Geld bleibt also in der Region. Bei einem Fremdanbieter ist das nicht der Fall. Dar√ľber sollte sich jeder bei der Wahl des Energieversorgers bewusst sein.

Info:
Der Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke Weinheim GmbH, Peter Kr√§mer, ist Diplom-Ingenieur f√ľr Allgemeine Elektrotechnik mit der Zusatzqualifikation des Technischen Betriebswirts. Der geb√ľrtige Rheinl√§nder kam vor sechs Jahren nach Weinheim. Seit dem 1. Januar 2007 ist er Gesch√§ftsf√ľhrer der Stadtwerke.

Die Stadtwerke Weinheim GmbH musste 2011 einen Gewinnr√ľckgang von 22,8 Prozent auf 2,064 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz ging leicht um 1,6 Prozent auf 55,961 Millionen Euro zur√ľck. Gesch√§ftsf√ľhrer Peter Kr√§mer machte bereits in einem Interview im Juli 2012 eine ‚Äúirrwitzige B√ľrokratie‚ÄĚ und die damit verbundenen Kosten f√ľr das Ergebnis verantwortlich.

Gemeinsam mit den ebenfalls kommunal gef√ľhrten Stadtwerken Schwetzingen haben die Stadtwerke Weinheim 2012 eine Vertriebsgesellschaft aufgebaut, die auch die Menschen au√üerhalb des eigenen Netzgebiets nutzen k√∂nnen. Im¬†Umkreis von 80 Kilometern k√∂nnen Haushalte Strom und Gas √ľber ‚ÄěMeine StadtEnergie‚Äú beziehen. Diese ‚ÄěMeineStadtEnergie‚Äú ist eine zus√§tzliche Marktoption, um¬†eine weitere Schm√§lerung des Marktanteils abzuwenden.