Mittwoch, 22. November 2017

Hitzewelle am Wochenende

Rhein-Neckar, 17. Juli 2014. (red/pm) F√ľr das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst hochsommerliche Temperaturen von mehr als 30 Grad voraus. Steigen die Temperaturen, kann es zu erheblichen Gesundheitssch√§den kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit Hitzenotf√§llen ‚Äď besonders bei √§lteren oder kranken Menschen. [Weiterlesen…]

Jeder kann Leben retten

Wiederbelebung ist einfach

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In Deutschland leisten nur 15 Prozent der Laien vor dem Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Foto: Ralph Mittelbach

 

Weinheim, 13. September 2013. (red/fw) In der Woche der Wiederbelebung (16. bis 22. September) informiert Feuerwehr Weinheim, wie man in der Situation eines Herzstillstand erste Hilfe leisten kann. Denn: Jeder kann eine Wiederbelebung durchf√ľhren, jeder kann Leben retten. [Weiterlesen…]

Erste-Hilfe-Apps im Test - auch lokal

Helfen – ja, aber mit dem Smartphone?

Unser Testsieger: Die Erste-Hilfe-App des Samariterbund √Ėsterreich

 

Rhein-Neckar, 01. März 2013. (red/jkr) Ob Verkehrsunfall, verschluckte Erdnuss oder Herzinfarkt Рimmer wieder wird man im Leben als Ersthelfer gefragt. 73 Prozent der Menschen haben jedoch Angst, etwas falsch zu machen. Nicht unberechtigt, denn nur 3,5 Prozent der Befragten konnten die richtige Reihenfolge der zu treffenden Maßnahmen an einem Unfallort nennen. Können Erste-Hilfe-Apps im Notfall helfen? Wir haben einige unter die Lupe genommen.

Von Johanna Katharina Reichel

Wer hat nicht schon einmal auf der Autobahn im Stau gestanden, weil ein Unfall passiert ist? Wer hat nicht schon einmal im Freundes- oder Bekanntenkreis von einem Herzinfarkt geh√∂rt? Wer hat nicht als Kind irgendetwas angestellt, was ihn oder sie in Gefahr brachte? [Weiterlesen…]

Externe Defibrillatoren als Erste Hilfe Maßnahme

Gemeinsam im Kampf gegen den plötzlichen Herztod

Dr. Frank H√∂ltermann erl√§utert in seinem Vortrag¬† die Ursachen f√ľr pl√∂tzlichen Herztod, Foto: Ralf Mittelbach


Weinheim, 21. November 2012. (red/fw) Jedes Jahr sterben in Deutschland √ľber 100.000 Menschen am pl√∂tzlichen Herztod. Die Weinheimer Feuerwehr hat, der mit Abstand h√§ufigsten Todesursache, den Kampf erkl√§rt. Seit dem letzten Jahr haben die Brandsch√ľtzer die Aktion: ‚ÄěWeinheim rettet leben ‚Äď Kampf dem pl√∂tzlichen Herztod‚Äú gestartet. Inzwischen haben sich der Kampagne auch weitere Unterst√ľtzer angeschlossen. Gemeinsam mit der Weinheimer Feuerwehr setzen sich die GRN-Klinik Weinheim, das Deutsche Rote Kreuz Weinheim, die DLRG Weinheim, die Johanniter Unfallhilfe Bergstra√üe und der Stadtseniorenrat f√ľr die Sache ein.

Von Ralf Mittelbach

„Im letzten Jahr hat die Feuerwehr Weinheim mit dem Aufbau eines dichten Netzes von AED Ger√§ten begonnen. Mit diesen automatisch externen Defibrillatoren kurz AED, kann die Erste Hilfe Ma√ünahme bei einem pl√∂tzlichen Herzstillstand mit einem Stromsto√ü erg√§nzt werden um dem Patient zu helfen. Aktuell versucht die Feuerwehr das AED Netz im Weinheimer Stadtgebiet weiter auszubauen und die B√ľrger mit dem Ger√§t vertraut zu machen. Daher fand dieser Tage ein Informationsabend zu den AED Ger√§ten im Feuerwehrzentrum statt. Ralf Michael von den Feuerwehrsanit√§tern stellte den 70 Besuchern das AED Projekt und die Kooperationspartner vor.

Im Anschluss referierte Dr. Frank H√∂ltermann von der GRN-Klinik Weinheim zum pl√∂tzlichen Herztod. H√∂ltermann berichtete, das in den meisten F√§llen eine akute Herzrhythmusst√∂rung (95%), zumeist sogenanntes Kammerflimmern (75 ‚Äď 80%) ausl√∂st. H√∂chstens 5 Prozent der Patienten √ľberleben dieses Ereignis. Mit dem AED Ger√§t und der sofort eingeleiteten Wiederbelebungsma√ünahme k√∂nnte dieses Ergebnis erheblich verbessert werden. H√∂ltermann vermutet, dass die √úberlebenschancen der Patienten auf bis zu 50 Prozent steigen k√∂nnten. Das solche Zahlen durchaus realistisch sind, zeigt auch die ‚ÄěCasinostudie in Las Vegas‚Äú bei der solche Ger√§te in Spielkasinos verteilt wurden und bei Menschen mit einem Herzstillstand zum Einsatz kamen. Da das Ger√§t auch f√ľr Laien sicher und schnell bedienbar ist und dem Patient das Leben retten kann, unterst√ľtzt H√∂ltermann und die GRN-Klinik die von der Feuerwehr angesto√üene Aktion.

Im zweiten Teil seines Vortrags erl√§uterte H√∂ltermann auch die Ursachen f√ľr den pl√∂tzlichen Herztod. In 80 Prozent der F√§lle sind durch akute Durchblutungsst√∂rung oder eine Narbe, nach einem √ľberstandenen Herzinfarkt daf√ľr verantwortlich. Herzmuskelerkrankungen liegen bei 15 Prozent. Eher selten, mit f√ľnf Prozent, ist die angeborene Neigung zu gef√§hrlichen Herzrhythmusst√∂rungen. Die Ausl√∂ser f√ľr den Herztod sind meistens gro√üe k√∂rperliche Anstrengung, Aufregung oder Stress. Wenn es zu so einem medizinischen Notfall kommt, ist die Zeit ist der wichtigste Faktor, denn das Gehirn kann h√∂chstens f√ľnf Minuten einen pl√∂tzlichen Herztod ohne Sch√§den √ľberleben. Daher ist die Herzdruckmassage mit 30 Mal auf die Mitte des Brustkorbs dr√ľcken und danach zwei Atemspenden √ľber Mund zu Nase bei √ľberstreckten Kopf, eine wichtige Wiederbelebungsma√ünahme bis der Rettungsdienst eintrifft. Wenn ein AED Ger√§t zur Verf√ľgung steht, unterst√ľtzt es die Ma√ünahme sinnvoll.

H√∂ltermann erkl√§rte auch, wie es nach so einem Ereignis weitergeht. Nachdem der Patient dann in der Klinik angekommen ist, erfolgt die weitere Behandlung auf der Intensivstation. Zun√§chst erfolgt √ľber 24 Stunden eine sogenannte Hypothermie. Durch die K√ľhlung wird der Schaden im Gehirn verhindert oder zumindest begrenzt. Anschlie√üend erfolgt dann die Behandlung der Ursachen, zum Beispiel die Wiederer√∂ffnung eines verschlossenen Herzkranzgef√§√ües mittels Herzkatheter. Sollte danach weiter die Gefahr f√ľr erneute Rhythmusst√∂rungen bestehen bleiben, wird ein Defibrillator implantiert, der neben der Funktion eines Herzschrittmachers auch lebensrettende Schocks abgeben kann. In der Weinheimer GRN-Klinik werden jedes Jahr etwa 20 bis 25 Ger√§te bei sonst zus√§tzlich 80 ‚Äď 100 Herzschrittmachern implantiert. Zum Schluss der Infoveranstaltung erkl√§rten die Erste Hilfe Ausbilder des Deutschen Roten Kreuz Weinheim und der Johanniter Unfallhilfe Bergstra√üe die Benutzung eines AED Ger√§tes an einer √úbungspuppe. Jeder Teilnehmer hatte die M√∂glichkeit die Anwendung des Ger√§tes zu √ľben.

Informationen zur AED Kampagne der Weinheimer Feuerwehr erhalten Sie per Mail unter aed@feuerwehr-weinheim.de oder telefonisch bei Ralf Mittelbach 06201 / 25 806 73 Mit der Kampagne wurde die Feuerwehr Weinheim auch f√ľr die Feuerwehr des Jahres nominiert. Wenn Sie der Feuerwehr Weinheim ihre Stimme geben m√∂chten, k√∂nnen Sie dies auf http://www.feuerwehrwelt.de/award/abstimmen tun.“