Freitag, 22. September 2017

Wie geht es weiter mit dem Hammelsbrunnen?

Drei Fragezeichen begleiten die Schockstarre des OB

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Am 23. September haben wir gefragt: „Wie wird sich OB Bernhard nach der Niederlage prĂ€sentieren?“ Die Antwort: Bis heute gar nicht. Archivbild. OB Bernhard wĂ€hrend der Podiumsdiskussion im Stadthaus

 

Weinheim, 16. Oktober 2013. (red) Die Tagesordnung der heutigen Gemeinderatssitzung ist dĂŒnn. Weil es keine Themen gibt? Oder weil der Saft gerade raus ist? Der Kampf um Breitwiesen hat viel Kraft gekostet. Dabei gibt es genug Themen, die teils liegengeblieben sind. Und natĂŒrlich ist das Thema Hammelsbrunnen noch lange nicht vom Tisch. [Weiterlesen…]

Das Thema Breitwiesen/Hammelsbrunnen geht nach dem BĂŒrgerentscheid weiter

Es begann mit einer TĂ€uschung

Demo der Landwirte bei der GR-Sitzung im Oktober 2011 im Rolf-Engelbrecht-Haus – sie wollen das Gewerbegebiet „Breitwiesen“ verhindern. Der Gemeinderat hat mit Dreiviertelmehrheit nach langer Sitzung fĂŒr den Aufstellungsbeschluss zur VerĂ€nderung des FlĂ€chennutzungsplans gestimmt. Egal, wie der BĂŒrgerentscheid ausgeht – sehen wir in Zukunft solche Bilder öfter?

 

Weinheim, 21. September 2013. (red) Morgen ist BĂŒrgerentscheid. „Ja“ heißt kein FlĂ€chentausch, „Nein“ heißt Breitwiesen wird statt Hammelsbrunnen Gewerbegebiet. Ob der BĂŒrgerentscheid aber auch entscheidend ist, hĂ€ngt vom Erreichen des Quorums ab. Und egal, wie die Sache ausgeht, folgen weitere Entscheidungen. Das Thema ist also noch lange nicht vom Tisch. Ebenso das der BĂŒrgerbeteiligung und wie die Weinheimer Verwaltung kĂŒnftig damit umgehen will. Dass die Stadtgesellschaft momentan gespalten ist – dafĂŒr trĂ€gt vor allem OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard die unrĂŒhmliche Verantwortung. Denn alles begann mit einer TĂ€uschung. [Weiterlesen…]

Der Wald liegt im grĂŒnen Bereich


Guten Tag!

Weinheim, 16. Oktober 2011. (red/pm) Der Weinheimer Forstausschuss vernahm positive Nachrichten – „VogesenhĂŒtte“ wird neu gedeckt.

Information der Stadt Weinheim:

Waldernte in technischer Perfektion.

„Jahrelang steckte der grĂŒne Wald in roten Zahlen, in Weinheim wie anderswo. Aber seit zwei Jahren haben sich die Zeiten geĂ€ndert. Bauboom, deutsches Holz als nachgefragtes Material, die rasant wachsende Zahl von Holzöfen- und Kaminen – der Holzpreis ist gestiegen und die Kommunen, die frĂŒher drauflegen mussten, verdienen mit ihrem Wald nun Geld. Zumindest, wenn die Förster gute Arbeit gemacht haben.

In Weinheim mit seiner rund 1800 Hektar großen Waldgemarkung ist das jedenfalls so, das erfuhren jetzt die Mitglieder des Forstausschusses bei ihrer turnusgemĂ€ĂŸen Herbstbegehung.

Rund 7000 Festmeter Holz sollen dem Weinheimer Wald im nĂ€chsten Jahr entnommen werden, und die Holzpreise liegen aktuell so hoch, dass der Forstwirtschaftsplan mit einem Überschuss von rund 40 000 Euro abschließen könnte – so jedenfalls die aktuelle Planung. Ein Ergebnis, das nicht aus der Luft gegriffen ist, denn es wĂŒrde sich in etwa mit dem Ergebnis des Jahres 2010 und dem erwarteten Resultat des Jahres 2011 decken.

„Die Holzerlöse entwickeln sich ausgezeichnet“, berichtet Forstgebietsleiter Sebastian Eick, der erstmals die Weinheimer Kommunalpolitiker durch den Wald fĂŒhrte. Überhaupt war die Begehung von Personalwechsel bestimmt. Auch Revierförster Michael Stehle verabschiedete sich fĂŒr geraume Zeit, er tritt eine Vaterschaftspause an. Sein Nachfolger ist Förster Nils GĂŒttle.

Beeindruckt zeigten sich die Kommunalpolitiker, an der Spitze OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner, von einer gewaltigen Vollernter-Maschine, die ihnen mit Waldarbeiter Tobias Kopp am Steuer einige Minuten ihrer kraftstrotzenden Arbeit demonstrierte. 20 oder 30 Meter hohe Douglasien wurden in Sekundenschnelle wie ein Streichholz kurz ĂŒber der Erde abgeknickt und in einem Arbeitsgang entastet – das ist Waldernte in technischer Perfektion. Bis zu 20 Festmeter Holz pro Stunde schafft die monströse Maschine, die sich robotergleich durch den Wald arbeitet.

Ein völlig entgegengesetztes Thema war da das nun vom Land verordnete „Alt- und Totholz-Konzept“, das Revierförster Philipp Lambert auf einer WaldflĂ€che oberhalb des Gorxheimertals vorstellte. Nach diesem Konzept lĂ€sst der Förster schwaches, geborstenes oder auch schon abgestorbenes Holz im Wald stehen oder liegen, denn diese Baumfriedhöfe eignen sich am besten als Nist- und Aufenthaltsorte fĂŒr seltene Tierarten. Das Ziel ist, kĂŒnftig fĂŒnf Prozent einer WaldflĂ€che nicht wirtschaftlich zu nutzen, sondern der Ökologie PrioritĂ€t einzurĂ€umen. Pro drei Hektar FlĂ€che sollte das eine Baumgruppe sein, so der Förster.

Letzte Station der mobilen Ausschuss- Sitzung war dann die so genannte „VogesenhĂŒtte“ an der „Rentnereiche“ oberhalb der Weinheimer Nordstadt. Die WanderhĂŒtte ist schwer in die Jahre gekommen, was sich vor allem am Dach auswirkt. Die Zedernschindeln bröseln wie Butterkekse. Lambert machte klar: „Wenn nichts geschieht, ist die ganze HĂŒtte im Bestand bedroht.“ Rund 12 000 Euro sollen die Förster nun einsetzen, um das Dach neu zu decken. Die Summe wird im nĂ€chsten Forstetat eingeplant, der dann immer noch im grĂŒnen Bereich ist.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog