Samstag, 25. November 2017

Gabis Kolumne

Im Kampf gegen die Widrigkeiten der Natur

Rhein-Neckar, 27. April 2013. (red) Gabi liebt ihren Garten. Meistens, aber eben nicht immer. So ein Garten ist ein Kosmos und ein LebensgefĂĽhl. Es geht um Ideen, WĂĽnsche, Liebe und die harte Realität. [Weiterlesen…]

Gabis Kolumne

Ausmisten ist gut fĂĽr die Seele

Kisten packen ist nur die halbe Arbeit. Davor muss man Ordnung schaffen – innerlich und äuĂźerlich. Foto: Rheinneckarblog.

Rhein-Neckar, 14. Januar 2013. UmzĂĽge sind nicht nur eine äuĂźerliche Veränderung des Wohnraums, sondern verändern auch das eigene Leben. Eine von Gabis Freundinnen ist gerade umgezogen und hat Ordnung geschaffen – innerlich und äuĂźerlich, wie Gabi erfahren hat.

„Ausmisten ist gut für die Seele, befreit und macht leichter“, nach diesem Motto ging eine Freundin ihren Umzug an. Meistens schreibe ich ja über meine Beobachtungen. Heute präsentiere ich Ihnen, was ich protokolliert habe:

Der Kleiderschrank war zuerst dran. Es ist erstaunlich, wieviel KleiderstĂĽcke „frau“ im Schrank aht, die „frau“ in den letzten drei bis fĂĽnf Jahren nicht mehr getragen haben, da sie A zu klein, B nicht mehr modern oder C eigentlich noch nie wirklich gefallen haben? Das waren zumindest bei mir ziemlich viele. Denn man hofft stets A, dass man wieder abnimmt, B, dass die Kleider wieder in Mode kommen oder C, dass man doch noch eine Gelegenheit findet, diese „guten“ StĂĽcke zu tragen, denn schlieĂźlich waren sie ja teuer.

Macht man sich davon frei – und das habe ich wirklich versucht – ist der Haufen der ausgemisteten Kleider größer als der, der im Schrank verbleibt. So schleppte ich gefühlte hundert Säcke zur Altkleidersammlung.

Schwieriger gestaltete sich das Aussortieren des BĂĽcherregals. Es gibt die aktuellen Romane und die Klassiker, die packt man ganz schnell in die Kiste. Doch was macht man mit „Uta Danella“-Romanen, die im Umschlag den Namenszug der GroĂźmutter tragen? BĂĽchern mit Widmungen, die man noch nie gelesen hat? Bildbände mit „Wunder dieser Welt“, die mal „sauteuer“ waren und die man in den letzten zehn Jahren nicht einmal in der Hand hatte? Und mit Lexika, die in den 90er Jahren erschienen sind?

Da hilft nur Ausmisten. Doch wohin? Alte Romane kriegt man in den BĂĽcherregalen der Kommunen unter, aber wohin mit Bildbände und Lexika, die möchte keiner mehr, also bleibt nur die Tonne und das ist schmerzhaft. Der Mannheimer Umzugsberater meines Vertrauens von ASH Kurpfalz UmzĂĽge hatte volles Verständnis dafĂĽr: „Lassen Sie sich Zeit und sehen Sie es als Chance“, sagte er verständnisvoll.

Horrorszenario Speicher

Ein Horrorszenario offenbarte sich auf dem Speicher: Kisten mit Kinderspielzeug, Kinderbetten, alte Fotos und Briefe, Dias, Unterlagen aus dem Studium – ein unerschöpflicher Quell der Erinnerungen. Hier geht Sortieren ans Eingemachte.

Die Uni-Unterlagen, die ich schon zweimal umgezogen habe, flogen jetzt endgültig ins Altpapier. Briefe, Tagebücher und Fotos – da bin ich ganz sentimental – landeten in der Umzugskiste.

Die Kindersachen wurden in Aschenputtel-Marnier sortiert, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Sprich Bilderbücher und Spielsachen, die der Nachwelt bzw. den Enkelkindern in weiter Ferne erhalten bleiben sollen, sowie Kinderbettchen und Schaukelpferd wurden eingepackt. Unvollständige Spiele und kaputte Spielsachen wanderten in den Müll und den Rest brachte ich neben Schränken, Regalen und Nippes zu einem sozialen Secondhand-Kaufhaus.

Horte der Sammelwut und Momente des GlĂĽcks

Und was bleibt noch übrig? Richtig, der Keller. Ein weiterer Hort der ungezähmten Sammelwut. Braucht man wirklich acht Isomatten und zehn Schlafsäcke? Wird man in naher Zukunft die Luftmatratze und das Schlauchboot flicken? Wie viel Beachball-Spiele und Squash-Schläger kommen in den nächsten Jahren wirklich zum Einsatz? Da helfen nur eiserne Disziplin und große Müllsäcke.

Das männliche Spielfeld – die Werkstatt – auszumisten, habe ich meinem Mann ĂĽberlassen. Wie er mir versicherte, habe er gnadenlos weggeschmissen, dennoch blieb bei mir der Eindruck zurĂĽck, dass man mit den ĂĽbrig gebliebenen Schrauben, Nägeln und Brettern nebst Werkzeug in allen Größen und Formen ein ganzes Haus bauen könnte. Sehr lustig war, wenn ich ihn nach diesem und jedem fragte und wann er das schon mal benutzt hatte: „Bis jetzt noch nicht, Schatz, aber man weiĂź ja nie.“

Immerhin: Als ich eine Hakenschraube (nennt man das so?) erst mit dem Schraubenzieher und dann mit einer Zange aus der Wand holen wollte, verschwand er und kam triumphierend mit so einer Art Hakenzieher wieder. Das „Tool“ setzte er an und drehte mĂĽhelos mit einem Lächeln die Haken aus der Wand: „Siehst Du, geht doch viel einfacher“, sagte er nicht ohne Stolz, endlich mal eines seiner sonst jahrelang ungebrauchten Werkzeuge einsetzen zu können. Und andere Männer sammelten schlieĂźlich Briefmarken oder Modellautos, er stehe halt auf Werkzeug. Sicher freut er sich drauf, im neuen Haus die Haken wieder eindrehen zu können.

Wohin mit dem MĂĽll?

Die wichtigsten „Events“ in dieser Lebensphase waren die Abfuhrtermine von SperrmĂĽll, Elektroschrott und Wertstofftonne sowie Altkleidersammlungen.

Denn hat man sich schon mehr oder weniger schweren Herzens von allen möglichen Dingen und Erinnerungen getrennt, bleibt die groĂźe Frage, wohin damit? Einen Container aufzustellen erschien mir zu brachial und gegen die – heutzutage in aller Munde – Nachhaltigkeit. Dementsprechend hat es mich gefreut, wenn Passanten und Sammler noch NĂĽtzliches vor meiner TĂĽr gefunden haben.

Freiheit!

„Und“, fragte ich nach dem Bericht meiner Freundin, „fühlst du dich jetzt leichter?“ „Befreit“, meinte sie, denn schließlich habe sie nun in Schränken und Regalen wieder viel Platz und Neues könne jetzt Einzug halten – im Haus und im Leben.

Vielleicht sollten wir alle mal häufiger ausmisten, nicht nur beim Umzug, dachte ich.

gabi

Gabis Kolumne

„Jein“ ist keine Lösung, aber ein Ansatz

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 07. November 2011. Es gibt „Nein-Sager“ und die ewigen „Ja-Sager“ und zwar nicht nur in Indien. Und vielleicht gibt es auch einen Weg dazwischen, fragt sich Gabi.

Dieser Tage habe ich einen Bericht darüber gehört, dass Inder unglaublich hilfsbereit sind und deshalb auch eine Frage niemals mit „nein“ beantworten, denn das ist unhöflich und gegen die Gastfreundschaft.

Fragt man in Indien also nach dem Weg, ist es gleichgĂĽltig, ob der Gefragten ihn kennt oder nicht, er wird versuchen, eine Wegbeschreibung abzugeben.-  Folglich wird dem Fragenden in Indien stets geholfen und selbst, wenn er letztendlich in Katmandu und nicht am Taj Mahal ankommt. „Nein“ sagen ist in Indien demnach absolut verpönt.

Filmplakat zum "Ja-Sager".

Die amerikanische Filmindustrie hat diesem Phänomen mit dem „Ja-Sager“ sogar eine eigene Komödie gewidmet und schon Bertolt Brecht hat 1930 ein LehrstĂĽck ĂĽber den „Jasager“ geschrieben.

Aber so weit muss man ja gar nicht gehen. Auch hier zu Lande, fällt vielen das „Nein“ sagen schwerer als das „Ja“ sagen und so kann die Frage, „kannst du mir einen Salat für meine Party machen“, in einen absoluten Stress ausarten. Denn selbst, wenn man weiß, dass man überhaupt keine Zeit hat, sagt man meistens „Klar, doch, gerne“, mit dem Resultat, man gerät in absolute Hektik und landet an der Kühltheke des Supermarktes.

KĂĽrzlich fragte mich eine Freundin: „Kannst du mich heute Mittag eventuell vom Bahnhof abholen?“ Sofort antwortete ich: „Ja, gerne doch“, obwohl ich genau wusste, ich komme erst spät von der Arbeit nach Hause, die Kinder wollen etwas essen und zudem habe ich noch einen Arzttermin. Das Resultat war, ich geriet in Panik, wurde hektisch und ĂĽbellaunig.

„Ich hoffe, du hattest nicht zu viel Stress.“

Als ich am Bahnhof ankomme, sieht meine Freundin-  meine Schweißperlen auf der Stirn und sagt: „Ich hoffe, du hattest nicht zu viel Stress.“ Und was antworte ich? Na, richtig, ich sage „Das war überhaupt kein Problem, das mache ich doch gerne“.

Das „Ja-Sagen“ wird spätestens dann fatal, wenn man Kinder hat. Das fängt im Kindergarten an, betrifft die Teilnahme jeglicher Freizeitaktivitäten und gipfelt in der Schulzeit.

Ich gehöre demnach prinzipiell immer zu den ersten, die bei Sommerfesten Kuchen backen und die sich in die Helferliste eintragen. Ich war Elternbeirätin – und das war keine Ehre, sondern eindeutig Pflichtprogramm -, hole meinen HalbwĂĽchsigen nebst weiterer Kids nachts um drei Uhr nach einer Venedig-Exkursion vom Bus ab, bekoche spontan – „Mama, du hast doch nichts dagegen, ich habe noch ein paar Freundinnen zum Essen mitgebracht“ – vier kichernde Teenager und trage mich immer ein, wenn Fahrdienste gesucht werden.

Und natĂĽrlich wissen auch meine Kinder, meine Freunde und mein Mann, dass ich es mit dem „Nein-sagen“ nicht so habe – und nutzen dies – so meine ich – schamlos aus.

Meistens reicht ein „Wenn-es-dir-zuviel-ist“ oder „ich-kann-es-auch-selbst-machen“ oder ein „es-wäre-toll-wenn-du-mir-helfen-könntest“ aus und ich stehe parat.

Wenn ich mich also kritisch betrachte, heißt das eindeutig, ich möchte gebraucht werden, ich möchte die Retterin in der Not sein, ich lechze nach „das-hast-du-toll-gemacht“.

Kürzlich habe ich mit einer Freundin über diesen Gen-Defekt gesprochen. Sie selbst bekennt sich freimütig zu den „Nein-Sagern“.

„Weißt du“, sagte sie, „wenn du „nein“ sagst, kannst du daraus auch noch ein „Ja“ machen, umgekehrt funktioniert das nicht. Also sage ich erst mal „Nein“ und warte dann ab.“

Das Resultat ist eindeutig, während sie abwartet, haben die „Ja-Sager“ schon längst ihre aktive Rolle übernommen und die „Nein-Sager“ können sich zurücklehnen, aufatmen und sagen: „Im Notfall hätte ich schon mitgemacht, aber ihr braucht mich ja nicht mehr“.

„Jein“ – ein Kompromiss?

Bingo, so funktioniert das Spiel. Ich habe verstanden.

Das heißt, „Nein“ sagen und abwarten und der Kelch geht vorüber. Und wenn das alle machen, passiert gar nichts mehr. Alle sagen „Nein“, folglich alles stagniert.

Das kann also nicht die Lösung sein.

Der Kompromiss wäre also ein „Jein“. Aber das ist eigentlich nur ein irgendwo „Dazwischen“. Und zwischen zwei Stühlen sitzt es sich bekanntlich am Schlechtesten.

In letzter Zeit habe ich mir deshalb angewöhnt, erst mal tief Luft zu holen und mir eine Atempause zu gönnen, sprich, ich antworte nicht gleich und gestehe mir und meinem Gegenüber zu, dass ich mir meine Antwort überlegen kann, vor allem bei Spontan-Anfragen.

Das heiĂźt, wenn mich spätabends mein Sohn anruft und fragt, kann ich bei XY ĂĽbernachten, wenn mein Mann fragt, kannst heute Nachmittag fĂĽr mich XY machen, wenn eine Freundin fragt, treffen wir uns am XY – ich muss es aber gleich wissen -, wenn meine Tochter fragt, können wir gleich ins Einkauszentrum fahren, um XY zu kaufen, wenn mein Chef sagt, ich mĂĽsste bis zum nächsten Tag XY erledigen, dann sage ich ganz entspannt: „DarĂĽber muss ich noch nachdenken, fragt mich in einer halben Stunde noch mal.“

Oft klappt es, oft auch nicht. Aber ich arbeite daran. Und wenn ich mal nach Indien reise, werde ich mich nicht wundern, wenn ich in Katmandu lande und nicht am Taj Mahal, und vorsorglich werde ich mir eine StraĂźenkarte mitnehmen.

gabi

Gabis Kolumne

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub oder wie kann man UrlaubsgefĂĽhle konservieren

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 12. September 2011. Gabi ist wieder vom Urlaub zurück und versucht mit konservierten Erinnerungen der Post-Urlaubs-Depression entgegenzuwirken. Oder sollte man doch gleich den nächsten Urlaub buchen?

Die Farben des SĂĽdens.

Der Himmel ist grau – und die Landschaft und die Stimmung auch. Back in Germany. So ging es mir zumindest – und wahrscheinlich Millionen von Deutschen in den vergangenen Wochen auch- als wir nach einem Urlaub im sonnigen SĂĽden den Frankfurter Flughafen anflogen.

Jetzt nur keine Post-Urlaubs-Depression bekommen, ist leichter gesagt als getan. Vor 24 Stunden hatte ich noch im azurblauen Meer bei angenehmen 30 Grad geplanscht und dann empfing mich Nieselregen ĂĽber der Rhein-Ebene. Willkommen zurĂĽck, kann man da nur sagen.

Die widrigen Umstände der Rückkehr verstärkten sich dramatisch dadurch, dass es Sonntag war und der Kühlschrank dementsprechend gähnend leer und anstelle einer mediterranen Köstlichkeit gab es Tütensuppe. Nix mit Urlaub ausklingen lassen, ab in den Keller und Wäsche waschen, denn am nächsten Tag war schließlich Montag und wieder mein erster Arbeitstag.

In mein Büro zurückgekehrt, erwarteten mich nicht nur die lieben Kollegen, „Na, es wird ja mal Zeit, dass du auch wieder arbeitest“, nein auch 367 Emails und ein riesiger Poststapel. Willkommen zurück.

Nach der Arbeit: Großeinkauf, Wäsche waschen, kochen, Wäsche aufhängen, Küche aufräumen, Wäsche abhängen, die private Post sichten, Wäsche zusammenlegen -€¦ Sie wissen wie-€™s weitergeht.

„Schatz, du wirkst so gestresst“

„Schatz, du wirkst so gestresst“, merkte mein Mann an, „dabei hatten wir doch gerade Urlaub“. Klar, dachte ich missmutig, du musst dich ja auch nur um deinen Job kümmern. Eine Bemerkung verkniff ich mir aber, wollte ich doch nicht das zarte Pflänzchen der Urlaubsharmonie zerstören.

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In diesem Jahr hatte ich mir ganz bewusst vorgenommen, die Urlaubsgefühle zu konservieren: Wenn sich der warme Sand durch die Zehen schiebt, wie Salz auf der Haut schmeckt, wie der Süden riecht. Und vor allem die Farben: Das kräftige Blau des Himmels, das Türkis des Meeres, das knallige Pink der Bouganivillenbäume. Der Geruch von Meer, das Zirpen der Zikaden, die Melodie der Wellen und das süße Gefühl des Nichtstuns, wenn man mit einem Buch auf einer Liege am Pool liegt und die einzige Aufgabe darin besteht, die Haut regelmäßig mit Sonnencreme zu versorgen. Die Freude kleine Bergdörfer zu entdecken, durch enge verwinkelte Gassen zu laufen und am Hafen entlang zu schlendern.

Dies alles soll mich nun hinüber retten über die grauen Tage, die kommen werden. Es werden wieder Zeiten kommen, wenn man gar nicht weiß, was man noch anziehen soll, damit es einem warm wird. Und auch für den Stress im Job und zuhause mit Haushalt und Kindern braucht man ein warmes Fell. Dann möchte ich meine Erinnerungen auspacken wie kleine Geschenke, an denen ich mich erfreue.

Ich weiĂź nicht, ob es mir diesmal gelingen wird, aber spätestens im nächsten FrĂĽhjahr wird mich die Aussicht auf den nächsten Urlaub wieder in freudige Erwartung stimmen. Und ich werde wieder ReisefĂĽhrer und Karten studieren, auch wenn meine Familie dann mĂĽde lächelt. Nach dem Motto jetzt ist sie wieder soweit, jetzt geht die Planung von vorne los. Denn nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – also durchhalten und die Erinnerungen genieĂźen.

gabi

Eine Odyssee des Ă„rgers durch die „nächtliche“ Gastronomie


Guten Tag

Rhein-Neckar, 07. März 2011. Es ist Samstagabend, Gabi und ihr Mann besuchen ein Konzert und wollen danach noch etwas essen gehen – der Beginn einer Odysee des Ă„rgers, wie Gabi meint. Das kommt davon, wenn man Neues ausprobieren will.

Mein Mann und ich haben vor kurzem ein Konzert besucht und hatten anschlieĂźend noch Hunger. ZugegebenermaĂźen, wir befinden uns in Mittel- und nicht in SĂĽdeuropa und HungergefĂĽhle nach 22 Uhr sind demnach nicht angebracht.

Doch der Konzertveranstalter hatte angekündigt, ein Restaurant, gleich um die Ecke, sei auf die Konzertgäste eingestellt. Und schließlich hatten wir Samstagabend.

Eigentlich hatten wir schon eine schöne, uns bekannte Gastronomie (tolles Ambiente, gute Preise, supernetter Service) im Blick, aber dann dachten wir: „Ok, was Neues“, und machten uns schnurstracks auf den Weg.

Wir betraten 15 Minuten vor 22 Uhr das Lokal, erfreuten uns der netten Atmosphäre und der variantenreichen Speisekarte. Wir wählten schnell aus und wollten zĂĽgig bestellen – denn, wie gesagt, wir hatten Hunger.

„Entweder Sie nehmen jetzt das oder gar nichts.“

Die Bedienung kam, lächelte und erklärte uns, ob der fortgeschrittenen Stunde gäbe es nur noch ein Essen, und zwar „Rinderbraten mit Knödel“. Ob es denn nicht auch etwas Leichteres geben wĂĽrde, wollten wir wissen. Etwas, was in der KĂĽche nicht viel Arbeit bereitet? „Nein“, lautete die rigorose Antwort, das sei mit dem Konzertveranstalter so ausgemacht, die KĂĽche habe schlieĂźlich ab 22 Uhr geschlossen und „entweder Sie nehmen jetzt das oder gar nichts“, schloss die Kellnerin ihre „freundlichen“ AusfĂĽhrungen.

Es könnte alles so nett sein, wenn da nicht das Problem mit der "Dienstleistung" wäre. Bild: rheinneckarblog.de

Herzlich willkommen in der Dienstleistungswüste Deutschland, dachten wir, und entschieden uns für „gar nichts“ und verließen die Restauration.

Gleich ums nächste Eck, hofften wir, freundlicher empfangen zu werden. Um 22 Uhr betraten wir das nächste Lokal, vergewisserten uns, dass die Küche bis 22.30 Uhr geöffnet hatte, und bekamen, leicht genervt, von der Bedienung, denn sie habe ja gleich Feierabend, wie sie uns vor- und die Karte auf den Tisch warf. Wir wechselten einen Blick und entschieden uns, der Dame keine Arbeit zu machen und nochmals die Stätte zu wechseln.

Nummer drei und vier unserer Odyssee sind nicht wirklich erwähnenswert, nur so viel: Bei der dritten Gastronomie gingen wir noch durch die TĂĽr und trafen auf eine „geschlossene“ Stammtischgesellschaft, die uns wortlos anglotzte als seien wir Störenfriede, beim vierten „Restaurant“ hielten uns die Speisekarte mit „KĂĽche bis 22 Uhr“ und gesalzene Preise davon ab einzutreten und unser „GlĂĽck“ in Versuchung zu bringen.

Oder vielleicht doch lieber einen Döner?

Zur Erinnerung – wir hatten Hunger. Mein verzweifelter Vorschlag, eine Dönerbude aufzusuchen oder bei dem amerikanischen Spezialitätenrestaurant vorbeizuschauen, wurde von meinem Mann ausgebremst – wahrscheinlich ein Fehler, dachte ich.

Noch war nicht aller Tage Abend, auch wenn wir uns schon bald der 23 Uhr-Grenze näherten.

„Ich hab-€™ da eine Idee“, sagte mein Göttergatte und wir bestiegen das Auto, um eine weitere Location etwas außerhalb aufzusuchen. Dort, da war er sich sicher, würden wir bestimmt noch etwas bekommen und gut bedient werden.

Lecker geht anders, freundlich auch.

Ja, dachten wir, als wir das Lokal betraten, hier sind etliche Tische noch besetzt, Essen scheint hier auch um diese Uhrzeit kein Problem zu sein. Eine reichliche Speisekarte wurde uns schnell gereicht und alles war bestellbar.

Keine zehn Minuten später wurde das Essen gebracht. Lieblos knallte uns die Bedienung die Teller hin, aber davon wollten wir uns nicht stören lassen, denn schließlich hatten wir ja Hunger und so schlecht sah das alles auch gar nicht aus.

Wir wurden satt. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.

Lecker geht anders, freundlich auch. Hätten wir doch nur einen Döner gegessen.

Oder wären dahin gegangen, wo wir uns wohlfĂĽhlen – aber wir wollten ja unbedingt „was Neues“ ausprobieren.

gabi

Gabis Kolumne

Gute Vorsätze

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Guten Tag!

Weinheim, 10. Januar 2011. Irgendwelche Vorsätze an Neujahr zu fassen ist insgesamt betrachtet ziemlich albern. Denn was unterscheidet den 31. Dezember des alten Jahres vom 1. Januar des Neuen Jahres? NĂĽchtern betrachtet nur ein Sprung des Sekundenzeigers – meint Gabi.

Mit dem Rauchen aufzuhören und mehr Sport zu treiben sind aber sicherlich Vorhaben, die man nicht für den 1. Januar ankündigen sollte, möchte man sich nicht gleich den Frust des Versagens abholen.

Symbol der Hoffnung und der guten Vorsätze: Der Schornsteinfeger im Glücksklee.

Wir haben an Silvester bei uns zu Hause gefeiert mit Freunden. Kurz vor Mitternacht kam das Thema auf, was man sich für das neue Jahr vornehme. „Erst mal soll 2011 einfach besser werden, denn 2010 war eindeutig nicht mein Jahr“, sagte eine Freundin.

Ja, dachte ich, da kann ich ihr nur Recht geben. Ich hatte eindeutig zu viel Stress und habe viel zu wenig Zeit fĂĽr mich gehabt im vergangenen Jahr. Kinder, Mann und Job haben mich so auf Trab gehalten, dass kaum Zeit zum Durchschnaufen blieb.

Egoistischer sein.

„Ich werde 2011 egoistischer sein“, warf ich provokativ in die Runde. „Ich tue endlich mal die Dinge auf die ich Lust habe, was mir gut tut.“

„Du hast vollkommen Recht“, antwortete eine Freundin. „Mein nächstes Jahr muss auch besser werden.“

„Man kann sich so viel vornehmen wie man will, letztendlich weißt man nie mit welchen Herausforderungen man konfrontiert wird“, erzählt ein Freund.

„Ich bin mit tausend guten Vorsätzen ins Jahr 2010 gestartet und dann hat meine Firma zugemacht und ich musste mir einen neuen Job suchen, damit wurde alles andere relativiert.“

„Ja, das stimmt. Bei Freunden wurde der Sohn schwer krank, da ging es jeden Tag nur darum, dass der nächste besser wird“, erzählte ein anderer Freund.

Ein Jahr ist ganz schön lang.

Das gab mir ganz schön zu denken, vielleicht muss man seine Ziele einfach kürzer stecken. Ein Jahr ist lang, da kann ganz schön viel passieren. Im Dezember 2011 können andere Dinge wichtig sein wie jetzt im Januar.

„Ich glaube, ich werde Monatsvorsätze fassen. Das ist überschaubar konkreter und hat man Erfolg gehabt, kann man sich monatlich freuen“, überlege ich laut und finde in der Runde viel Zustimmung.

Ich nehme mir vor im Januar meine Steuer zu machen, wöchentlich joggen zu gehen und den Keller auszumisten. Und damit ich mich gut fühle, gönne ich mir einen Wellness-Tag, lese ein schönes Buch und gehe in einen kitschigen Liebesfilm. Das klingt doch schon mal ganz gut, finde ich. Und im Februar -€¦ Stopp, darüber werde ich erst Ende Januar nachdenken, weiß Gott, was bis dahin passiert.

Auf alle Fälle werde ich im nächsten Jahr nicht mehr jede Woche eine Gabi schreiben. Denn einerseits kennen Sie inzwischen schon fast mein ganzes Leben und andererseits kann ich die Zeit gut gebrauchen für -€¦ Halt! Über diesen Vorsatz werde ich noch nicht reden, denn das sprengt eindeutig den Monatsrahmen.

gabi

Gabis Kolumne

Wann, wie und wo kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke?

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Guten Tag!

Weinheim, 20. Dezember 2010. Wann kaufen Sie Ihre Weihnachtgeschenke? Gehören Sie zu den gut organisierten Menschen, die das ganze Jahr über sammeln und immer dann, wenn Sie etwas Passendes sehen, einshoppen, also zu den Früh-Shoppern?

Oder gehören Sie eher zu denen, die am 24. Dezember noch hektisch mit einer Liste bewaffnet durch die Läden rasen, sprich zu den Spät-Shoppern? Oder kaufen Sie also nur im Internet und Sie sind ein Online-Shoppper. Kürzlich hat Gabi darüber bei einem Essen mit ihren Freundinnen diskutiert.

„Du hast doch bestimmt schon alles besorgt“, sagte eine Freundin zu der anderen. „Klar, ich fange schon im September an und habe keine Hektik mehr vor Weihnachten“, erklärte diese stolz. Sie gehört eindeutig zu den Früh-Shoppern.

„Ich hab-€™ noch gar nichts und auch überhaupt keine Ideen“, bemerkte die andere leicht verzweifelt.

Und auch wenn ich mir es jedes Jahr wieder vornehmen, muss ich ehrlich gestehen, dass auch ich zu der Kategorie der „Spät-Shopper“ gehöre, nicht gerade am 24., aber frühestens Mitte Dezember ergreift mich die alljährliche Panik.

Auch Online-Shopper mĂĽssen frĂĽh anfangen.

Online-Shopper kaufen ihre Weihnachtsgeschenke per Internet. Quelle: amazon&quot

Eine Kollegin von mir macht in diesem Jahr alle Einkäufe per Internet. Täglich kommen im Büro Päckchen und Pakete an und sie freut sich höllisch, dass sie nicht in den überfüllten Geschäften unterwegs sein muss. „Da muss man aber schon früh anfangen, denn vor Weihnachten kann es zu Lieferverzögerungen kommen“, weiß sie als erfahrene Online-Shopperin.

„Wir schenken uns nur noch Kleinigkeiten, nur die Kinder kriegen was Größeres“, erzählt eine Bekannte. Ja, aber die Kleinigkeiten haben-€™s in sich, denke ich mir. Das Geschenkte soll persönlich und originell sein und, wenn möglich, nicht allzu viel kosten.

„Ich mache alle Weihnachtsgeschenke selbst“, verkündete eine weitere Bekannte. „Du musst ja viel Zeit haben“, bekam sie zur Antwort.

„Das dauert auch nicht länger, als wenn ich durch die Geschäfte ziehe. Vor ein paar Jahre habe ich meinen Freunden Schals gestrickt, das geht mit dicker Wolle wunderbar schnell und das kann ich abends beim Fernsehen machen. Letztes Jahr habe ich Freunde und Familie mit selbst gekochter Weihnachtsmarmelade beschenkt und in diesem Jahr gibt es selbst gemachte Pralinen.“

Gute Idee, denke ich mir, das könnte ich mir ja für-€™s nächste Jahr vornehmen.

Absurd: Da werden nur die Scheine getauscht.

Das Schenken manchmal auch ganz schön schräg werden kann, erfuhr ich von der Erzählung einer Freundin. Die Verwandtschaft ihres Mannes schenkt sich unter dem Tannenbaum nur Umschläge mit Geld. „Und wenn man Glück hat, bekommt man dann auch die gleiche Summe wieder zurück“, weiß sie zu berichten.

„Das nenne ich mal absurd, was hat das noch mit Weihnachten und dem Fest der Liebe zu tun?“, werfe ich ein. „Geldgeschenke wie auch Einkaufsgutscheine kommen bei mir nicht auf den Gabentisch“, verkünde ich vehement.

„Ach ja“, bemerkt meine Freundin, „und wie war das, als dein Sohn im vergangenen Jahr für einen neuen Computer gesammelt hat, da hast du doch auch Geld dazu gegeben?“ Kalt erwischt, musste ich gestehen, so ist das mit den hehren Vorsätzen.

„Wir haben das mit dem Schenken ganz abgestellt“, meldet sich eine weitere Bekannte zu Wort. „In der Familie sammeln wir jedes Jahr und machen eine Spende, das macht eindeutig mehr Sinn als krampfhaft nach irgendwelchen unnötigen Kleinigkeiten Ausschau zu halten.“

„Du hast schon Recht, das mit dem Spenden ist eine gute Sache, darüber denke ich auch jedes Jahr nach. Andererseits ist es doch auch schön, wenn man seinen Liebsten etwas schenken kann und umgekehrt macht es doch auch Spaß, Päckchen auszupacken“, gibt eine Freundin zu Bedenken.

Spenden oder schenken? Oder beides?

„Kleine, persönliche Geschenke und dann noch spenden, das wär’s doch“, sagt eine Bekannte.

Ich nehme mir vor, nächstes Jahr alles anders zu machen, das ganze Jahr zu sammeln, meine Einkäufe ins Internet zu verlegen, allen etwas Selbstgemachtes zu schenken oder zu spenden. Aber auf alle Fälle, früher darüber nachzudenken.

Egal wie, viel Zeit bleibt mir jetzt nicht mehr und als Spät-Shopper werde ich mich jetzt beeilen müssen und in den nächsten Tagen durch die Läden rasen.

gabi

Gabis Kolumne

Liebesbriefe – Jedes Bändchen steht fĂĽr eine bestimmte Zeit

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Guten Tag!

Weinheim, 29. November 2010. Auf dem Speicher gibt es eine Blechkiste, darin liegen, fein säuberlich in Stapel sortiert und mit unterschiedlich farbigen Bändchen zusammengehalten, alte Briefe – Liebesbriefe, versteht sich. Dokumente der Sehnsucht und der groĂźen GefĂĽhle. Schade, dass es in Zeiten von email das kaum noch gibt, meint Gabi.

Briefe

Liebesbriefe - jedes Bändchen steht für eine bestimmte Zeit.

Bei der Vorstellung, dass vielleicht irgendwann meine Tochter die heiĂźen LiebesschwĂĽre, die dramatischen Abschiedsworte lesen wird, wird mir ganz heiĂź und gleichzeitig bedauere ich die heutige Generation, die sich ihre Zuneigung nur mehr per sms oder per facebook verkĂĽndet. Denn diese Worte werden irgendwann endgĂĽltig, zumindest fĂĽr die nächste Generation, verloren sein – denn digitale LiebesgrĂĽĂźe kann man nicht zusammenbinden.

Verborgene Briefe erzählen eine Geschichte

Ich erinnere mich noch gut, als meine Kusinen und ich nach dem Tod unserer Großmutter zwischen alten Bildern und Ansichtskarten zwei Briefe entdeckt haben, die eine Geschichte erzählten, die wir nicht kannten. War der gute Freund der Familie für unsere Großmutter mehr gewesen, hatte sie sich diese Leidenschaft verboten oder sie gar heimlich ausgelebt? Wir waren elektrisiert und aufgeregt, würden wir noch mehr finden, könnten wir das Geheimnis lüften. „Lasst gut sein“, sagte meine Tante, „wenn sie gewollt hätte, dass wir mehr erfahren, hätte sie dafür gesorgt“.

Meine Briefe wird meine Tochter lesen dürfen, sie bergen keine großen Geheimnisse, sie erzählen nur meine Geschichte mit den kleinen und großen Dramen, die das Leben so mit sich bringen.

Mein erster Freund beklebte seine Liebesbeteuerungen mit „Liebe ist ..“- Aufklebern, zugegebenermaßen etwas albern, aber da waren wir auch erst 15 Jahre. Ein rosa Bändchen markiert diese frühe Zeit.

Der Bundeswehr verdanke ich einen stattlichen Stapel

Einen stattlichen Stapel habe ich der Bundeswehr zu verdanken. Mein damaliger Freund, er 19, ich 16 Jahre, leistete seinen Dienst im hohen Norden und telefonieren war damals endlos teuer und Gespräche bei der Bundeswehr auf dem Gang oder vor den Ohren der ganzen Familie – schnurlose Telefone waren erst im Kommen – zu fĂĽhren war alles andere als intim – und Handys gab es noch lange nicht. Wir schrieben uns gegenseitig 2 bis 3 Briefe die Woche, da kommt in 18 Monaten schon allerhand zusammen. Dieser Stapel ist sehr dick und mit einem roten Band markiert.

Während meines Studiums hatte ich einen Freund, der drei Monate in England einen Sprachkurs machte. Selbstredend wurden viele Worte auf Papier über den Ärmelkanal geschickt.

Ich weiß noch allzu gut, mit welchem Gefühl man morgens zum Briefkasten gerannt ist, wie groß das Entzücken ob eines Briefes und wie herb die Enttäuschung, ob der gähnenden Leere war.

Auf die letzten Worte kommt es an.

Und der Liebesbriefkenner weiß, worauf es ankommt: Richtig, auf die letzten Sätze. Ein Brief ist dann besonders gelungen, wenn am Ende die Liebe beteuert wird, der Briefschreiber sehnsüchtig klingt und einsam und schmachtend auf das Wiedersehen wartet.

Lange Landschaftsbeschreibungen sind tot langweilig und abtörnend, die Beschreibung von tollen Partys oder netten Bekanntschaften führt zur tiefen Depression.

Der Stapel mit den englischen Briefmarken kann sich auf alle Fälle sehen lassen, auch wenn wir in dieser Zeit doch schon häufiger zum Telefon gegriffen haben und die Landschaftsbeschreibungen teilweise Überhand nahmen. Hier habe ich ein dunkelrotes Samtband drum gebunden.

Dicke Briefe voller Sehnsucht

Am Ende meines Studiums ging ich für ein Semester nach Wien. Mein Freund hatte inzwischen gewechselt. Dicke Umschläge, gefüllt mit Sehnsucht und kleiner Schrift auf vielen Seite flatterten in meine Studentenbude. Es waren die schönsten Briefe, die ich je bekommen habe, allein deswegen hätte ich ihn heiraten sollen, aber er war nicht „der Richtige“ trotz all-€™ der schönen Worte. Seinen Briefstapel habe ich mit einem lila Band geschmückt.

Als ich meinen Mann kennenlernte, hatte die Zeit der Emails und Handys schon begonnen. Briefe haben wir uns vor allem dann geschrieben, wenn es wirklich „ernst“ wurde, wenn man sich die Worte gut ĂĽberlegen musste, und das machen wir auch heute noch so.

Aber auch einige, besonders schöne, emails habe ich ausgedruckt und aufgehoben, ein Band habe ich nicht drum gebunden.

gabi

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