Donnerstag, 21. September 2017

"Jede Schule ist ein Spezialfall"

Gemeinschaftsschule werden und bleiben

Rhein-Neckar, 08. Oktober 2014. (red/ld) Mindestens 40 Sch├╝ler braucht eine Schule pro Jahrgang, um als Gemeinschaftsschule zugelassen zu werden – also 2 mal 20. Diese Zahlen m├╝ssen sie langfristig nachweisen. Wer darunter liegt, hat keinen Anspruch auf die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule, hat┬áder Verwaltungsgerichtshof Mannheim aktuell entschieden. Kurios: Bestehende┬áGemeinschaftsschulen k├Ânnen deutlich weniger Sch├╝ler pro Jahrgang haben. [Weiterlesen…]

Eltern w├╝nschen sich inklusiven Unterricht, der bisher als Schulversuch l├Ąuft

Nele ist ein Kind wie alle anderen – nur geh├Ârlos

Nele und Linn Sch├╝├čler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w├Ąre Nele taub.

Nele und Linn Sch├╝├čler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w├Ąre Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an geh├Ârlos. Trotzdem geht die Siebenj├Ąhrige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeintr├Ąchtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler H├╝rden. [Weiterlesen…]

MdL Sckerl (Gr├╝ne) und Kleinb├Âck (SPD) kritisieren neuerliche Verunsicherung durch MdL Wacker (CDU)

Gymnasiale Standards an Gemeinschaftsschulen vorhanden

Hirschberg/Heddesheim/Rhein-Neckar, 10. September 2013. (red/pm) Die beiden Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (Gr├╝ne) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) kritisieren Georg Wacker (CDU). Dieser behauptet, dass an den Gemeinschaftsschulen die gymnasialen Standards fehlen. [Weiterlesen…]

„Die Haushaltssanierung wird Sie alle schmerzen“

Winfried Kretschmann in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

Landesvater Winfried Kretschmann als Wahlkampf-Unterst├╝tzer in der Mehrzweckhalle Schriesheim.

 

Schriesheim/Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red) Bei seinen ├Âffentlichen Auftritten als baden-w├╝rttembergischer Ministerpr├Ąsident schl├╝pft Wilfried Kretschmann allzu gerne in die Rolle des pr├Ąsidialen Landesvaters und vertritt dabei h├Ąufig ├╝berparteiliche Positionen. Der 65-j├Ąhrige Gr├╝nen-Politiker kann auch anders – das stellt er bei seinem Auftritt in Schriesheim unter Beweis. Es ist Wahlkampf und insbesondere der Wahlkreis Heidelberg/Weinheim eine besondere Herausforderung. Wird Dr. Franziska Brantner ihrem Konkurrenten Dr. Karl A. Lamers (CDU) Prozente wegnehmen k├Ânnen? [Weiterlesen…]

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner (B'90/Die Gr├╝nen) will im September in den Bundestag einziehen - f├╝r den Wahlkreis Weinheim-Heidelberg

„Schon meine Schulzeit war europ├Ąisch gepr├Ągt.“

Franziska Brantner will im September f├╝r B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen in den Bundestag einziehen. Derzeit pendelt sie als Abgeordnete des Europ├Ąischen Parlaments zwischen Heidelberg, Br├╝ssel und Stra├čburg und zieht ihre kleine Tochter gro├č. Chefredakteur Hardy Prothmann traf sie in Heidelberg.

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. April 2013. (red/pro) Die Europaabgeordnete Franziska Brantner hat gute Chancen, im September in den Bundestag gew├Ąhlt zu werden. Sie ist Kandidatin von B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim – ein viel kleinerer Wahlkreis als ihr derzeitiger. In Berlin will sie gegen den Bahnl├Ąrm in Weinheim k├Ąmpfen und f├╝r den Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch mit der Eurokrise will sie sich auseinandersetzen und dabei noch viel Pr├Ąsenz in ihren Wahlkreis zeigen. [Weiterlesen…]

Stadtrat Thomas Bader (CDU) im Interview zum Schulverband N├Ârdliche Badische Bergstra├če

„Die Schullandschaft ist in einem Umbruch“

Weinheim, 09. M├Ąrz 2013. (red/pro) Die Schulentwicklung im Verband N├Ârdliche Badische Bergstra├če war Thema in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Die Stadt Weinheim hat fr├╝her vom Verband (seit 1971) profitiert – ob das in Zukunft auf so sein wird, ist fraglich. Trotzdem hat die Mehrheit des Gemeinderats f├╝r einen Neubau einer Gemeinschaftsschule in Hemsbach gestimmt – mit der vermutlichen Konsequenz, eventuell Kosten in H├Âhe von mehreren hunderttausend Euro mittragen zu m├╝ssen. [Weiterlesen…]

Landtagsabgeordnete begegnen Vorw├╝rfen und Ger├╝chten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer besch├Ąftigt die Ver├Ąnderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten┬áUli Sckerl (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) wollen mit „Ger├╝chten und Spekulationen ├╝ber den Schulentwicklungsprozess aufr├Ąumen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem Informationsgespr├Ąch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinb├Âck den Fragen von Gemeinder├Ąten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der┬á Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und z├Âge keine Benachteiligung f├╝r Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinb├Âck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem l├Ąngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die ├äu├čerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt gen├Âtigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz f├╝r Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige Realsch├╝ler sowie deren┬áEltern und Lehrer. Der Wirtschaft w├╝rde durch dieses Schulmodell der qualifizierte Fachkr├Ąftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

emp├Ârte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und B├╝rger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich daf├╝r entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gef├Ârdert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinb├Âck stellen sich Fragen und weisen „Zerschlagungsvorw├╝rfe“ als absurd zur├╝ck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess w├╝rden ernst genommen und soweit wie m├Âglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn Sch├╝ler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 w├╝rden daf├╝r Fortbildungen f├╝r Lehrer angeboten, sagt Kleinb├Âck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem Sch├╝ler entsprechend ihrer individuellen F├Ąhigkeiten gef├Ârdert w├╝rden.

Realschulen erf├╝llen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die f├╝r eine Gemeinschaftsschule n├Âtig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinb├Âck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuh├Ârer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erkl├Ąren Sckerl und Kleinb├Âck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen h├Ątten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor l├Ąngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen m├╝ssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem w├╝rden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den l├Ąndlichen Gebieten, weil sie l├Ąngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinb├Âck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender Sch├╝lerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle Abschl├╝sse der weiterf├╝hrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schlie├člich m├╝sse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer w├╝rden nicht entlassen, sagte Kleinb├Âck. Jedoch w├╝rden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger Sch├╝lern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem w├╝rden die Lehrerdebutate f├╝r die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den gr├Â├čeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon k├Ânnen die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinb├Âck.

Abitur an G9 m├Âglich

Am Ende m├╝sse man ├╝berlegen, was das beste f├╝r die Kinder sei, gab er zu bedenken. So w├╝nschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine R├╝ckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule m├Âglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinb├Âck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im M├Ąrz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission f├╝r Baden-W├╝rttemberg zusammen. Rund 120 Antr├Ąge f├╝r Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss gepr├╝ft werden, ob die Standorte die Kriterien daf├╝r erf├╝llen.

Die Debatte ├╝ber die zuk├╝nftigen Schulformen wird ├╝berall im Wahlkreis Weinheim gef├╝hrt – statt Parteipolemik sind pragmatische L├Âsungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

Info-Abend zur Schulpolitik in Hemsbach

Sckerl und Kleinb├Âck werfen Wacker „Panikmache“ vor

Hemsbach/Weinheim, 29. November 2012. (red/pm) Die beiden Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) werfen ihrem Kollegen Georg Wacker (CDU) Panikmache vor. Dieser sch├╝re mit Behauptungen, dass die Realschulen zerschlagen werden sollte, ├ängste. Heute Abend informieren die Landtagsabgeordneten in Hemsbach ├╝ber ihre Sicht der Dinge.

Information des Wahlkreisb├╝ros Uli Sckerl:

„Die beiden Wahlkreis-Abgeordneten der Stuttgarter Regierungskoalition Uli Sckerl und Gerhard Kleinb├Âck bieten jetzt Informationen ├╝ber die offizielle Bildungspolitik des Landes an. Auf Einladung der Ortsverb├Ąnde von B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen und der SPD in Hemsbach kommen die beiden Landespolitiker am kommenden Donnerstag, 29.11.2012, zu Informationsgespr├Ąchen nach Hemsbach. ÔÇ×Jenseits von Ideologie und parteipolitischen Interessen wollen wir die Inhalte und Ziele der Bildungsreformen erl├Ąutern. Wir wollen Eltern, Lehrer, Sch├╝ler, Gemeinder├Ąte und alle, die es interessiert, objektiv informierenÔÇť, so Sckerl und Kleinb├Âck in einer Einladung. Und weiter hei├čt es: ÔÇ×Entscheidungen f├╝r eine nachhaltige Schulentwicklung in den Bachgemeinden k├Ânnen nicht auf der Basis von Ger├╝chten und Parteienstreit getroffen werden. Nach den ├Âffentlich bekannt gewordenen Vorw├╝rfen und Spekulationen sehen wir Bedarf die Dinge richtig zu stellenÔÇť. Die beiden MdL wollen auch die Sorgen und Bedenken der am Schulprozess Beteiligten erfahren und damit konstruktiv und l├Âsungsorientiert umgehen.

Der Informationsabend beginnt um 20 Uhr im Saal des Alten Rathauses in der Hemsbacher Bachgasse. Interessierte B├╝rgerinnen und B├╝rger sind herzlich willkommen.

Info: Informationsgespr├Ąch zur Bildungspolitik der Landesregierung mit den MdL Uli Sckerl und Gerhard Kleinb├Âck. Donnerstag, 29.11.2012, 20 Uhr, Hemsbach, Altes Rathaus, Bachgasse.“

Ein ├ťberblick

Themenpaket Gemeinschaftsschule

Baden-W├╝rttemberg, 14. M├Ąrz 2012. (red/jh) Die Einf├╝hrung der Gemeinschaftsschule steht in Baden-W├╝rttemberg kurz bevor. Anl├Ąsslich einer Diskussiosveranstaltung der CDU Ladenburg haben wir Ihnen ein Themenpaket zusammengestellt, um Sie umfassend dar├╝ber zu informieren.

Wie soll die Gemeinschaftsschule aussehen? Wer will sie ├╝berhaupt und welche Vor- und Nachteile hat sie? All diese Fragen beantworten wir in einem vierteiligen Themenpaket.

Hintergrundinformationen zur Gemeinschaftsschule und der aktuellen Debatte finden Sie hier.

Wenn Sie interessiert, wie der Stand um Gemeinschaftsschulen in den Nachbarl├Ąndern Rheinland-Pfalz und Hessen ist, dann werfen Sie einen Blick auf den Vergleich der L├Ąnder.

Ebenfalls finden Sie bei uns einen Bericht ├╝ber die Diskussionsrunde der CDU Ladenburg mit verschiedenen Experten zum Thema.

Wie die in vielen Bereichen vorbildliche Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) zur Einf├╝hrung der Gemeinschaftsschule steht, k├Ânnen Sie in dem Interview mit deren Schulleitung nachlesen.