Samstag, 25. November 2017

"Ich habe doch auch blaue Augen" - Paul Niedermann ĂŒberlebte als jĂŒdischer Junge ein Konzentrationslager der Nazis

Von Karlsruhe bis Gurs – ein weiter Weg

Weinheim/Rhein-Neckar, 13. November 2014. (red/cb) Paul Niedermann ist 87 Jahre alt, Jude und einer der letzten Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Als er 13 Jahre alt war, wurde er mit seiner gesamten Familie in ein Internierungslager nach Gurs in SĂŒdfrankreich gebracht. Außer ihm und seinem Bruder hat keiner seiner Angehörigen diese Zeit ĂŒberlebt. Am 12. November war er nun zu Gast der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) und hat ĂŒber die grausamen Erlebnisse berichtet. [Weiterlesen…]

FĂŒhrung „Rund ums Weinheimer Schloss“ am Sonntag, 28. April

Vom Amberbaum und dem Pottwal?

Weinheim, 25. April 2013. (red/pm) Ein Streifzug durch Historie und Botanik sowie AmĂŒsantes und Mythisches verspricht diese FĂŒhrung. Die Mauern des Schlosses erzĂ€hlen noch heute von der Zeit, als hier KurfĂŒrsten residierten, von amourösen Geschichten bekannter Frauen und von den Besitzern, die nach den KurfĂŒrsten kamen. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehr Weinheim feiert 150-jÀhriges Bestehen

„WohltĂ€tig ist des Feuers Macht“

Die Feuerwehr "Annodazumal". Bild: Stadt Weinheim.

Weinheim, 08. Mai 2012. (red/pm) Freiwillige Feuerwehr Weinheim feiert 150-jĂ€hriges Bestehen. Meilensteine in der Geschichte der Weinheimer Feuerwehr. Ein Blick zurĂŒck im Festbuch. Tag der offenen TĂŒr am 13. Mai.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Weinheimer Feuerwehr lĂ€sst nichts anbrennen. Das JubilĂ€um zum 150-jĂ€hrigen Bestehen der Wehr ist der willkommene Anlass, diesen Geburtstag mit möglichst vielen Menschen aus der Stadt gesellig, spannend und trotzdem geschichtsverbunden zu feiern.

Das Festwochenende vom Freitag, 11. Mai, bis Sonntag, 13. Mai, steht bevor. FĂŒr die Öffentlichkeit öffnet die JubilĂ€umswehr am Sonntag, 13. Mai von 10:00 bis 16:00 Uhr weit die TĂŒren ihres Feuerwehrzentrums in der Bensheimer Straße.

WohltÀtig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezÀhmt, bewacht.

Mit diesem Satz aus Schillers berĂŒhmter „Glocke“ leitet die Freiwillige Feuerwehr Weinheim ihr geschichtliches Festbuch ein, das zum JubilĂ€um herausgebracht wird. Es ist ein lesenswertes StĂŒck Weinheimer Sicherheitsgeschichte geworden.

Ein paar Meilensteine daraus:

Eine historische Brandordnung. Bild: Stadt Weinheim.

Der erste Schritt zur GrĂŒndung einer Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Weinheim erfolgte durch die Mitglieder der Weinheimer SchĂŒtzengesellschaft im Saal des Gasthauses „Zur Burg Windeck“ im MĂŒllheimer Tal. Am 1. November 1861 richteten die Weinheimer Wilhelm Dell, Fild, Titus Kern, Friedrich Krafft, Nichky und R. Sommer eine Eingabe an den Gemeinderat der Stadt, „wie notwendig es sei, eine gut geschulte Feuerwehr auch hier in Weinheim zu grĂŒnden, wie es in anderen StĂ€dten wie Ladenburg und Heidelberg geschehen ist“.

Eines hat sich bis heute nicht geĂ€ndert, die Feuerwehr brauchte AusrĂŒstung, um ihren Dienst verrichten zu können. Allerdings, der Ton gemeinderĂ€tlicher AntrĂ€ge war seinerzeit noch etwas zurĂŒckhaltender. Kostprobe: „Wir erlauben uns deshalb, an den verehrlichten Gemeinderat die ergebenste Anfrage zu stellen, ob derselbe geneigt ist, der zur errichtenden Feuerwache die stĂ€dtischen Löschapparate zur VerfĂŒgung zu stellen.“

Die Schmeichelei zeigte Wirkung: In einer Sitzung des Gemeinderates und des BĂŒrgerausschusses am 8. Januar 1862 wurde „die Errichtung einer Feuerwehr in hiesiger Stadt betreffend“ beschlossen. Der neuen Feuerwehr wurde die SchĂŒtzengesellschaft als „Schutz und Sicherheitswache“ zur Seite gestellt.

Die Startschwierigkeiten

Der Gemeinderat wĂ€hlte am 16. MĂ€rz 1863 den Institutslehrer Heinrich Lamblett vom Benderschen Institut zum ersten Kommandanten der Wehr. Aber die Leistungen der Wehr im Einsatzfall blieben hinter den Erwartungen der BĂŒrger zurĂŒck. Auf Grund dieser Unzufriedenheit legte Heinrich Lamblett am 30. August 1865 sein Amt nieder.

Am 14. Oktober 1865 wurde in Anwesenheit vom BĂŒrgermeister Weisbrod im „Schwarzer Adler“ der Gastwirt Philip Lang zum neuen Kommandanten der Wehr gewĂ€hlt. Unter dem Kommando von Adlerwirt Lang blĂŒhte die Weinheimer Feuerwehr auf. Aber die ersten Jahre blieben kritisch. Im deutsch-französischen Krieg 1871/72 ging – wohl durch die Kriegswirren – das Interesse an der Arbeit der Feuerwehr verloren. Kommandant Lang legte 1873 sein Amt nieder enttĂ€uscht nieder. Im Jahr 1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr sogar wieder aufgelöst – aber die BrĂ€nde mussten ja gelöscht werden.

Die Stadtverwaltung sah sich daher gezwungen eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen. Daraufhin wurde Mitte 1874 eine neue Feuerlöschordnung fĂŒr die Stadt Weinheim erlassen. Hierin wurde bestimmt, dass alle angehenden BĂŒrger mindestens sechs Jahre fĂŒr das Feuerwehrkorps verpflichtet werden. Alle BĂŒrger hatten bis zum 60. Lebensjahr Hilfe bei BrandfĂ€llen zu leisten.

Zum dritten Kommandanten der Weinheimer Feuerwehr wurde am 27. Juli 1874 der Landwirt Friedrich Berbner gewĂ€hlt. Die Stadt Weinheim schaffte auf Anraten des „Verwaltungsrates der Freiwilligen Feuerwehr“ 100 Uniformröcke aus Tuch an, die vom Weinheimer Schneidermeister gefertigt wurden. Nach Friedrich Berbner wĂ€hlten die Feuerwehrleute am 3. September den vierten Kommandanten der Wehr. Philipp Ehret, Hauptmann der Feuerwehr und Gastwirt, wurde am 11. September 1876 vom Großherzoglichen Bezirksamt in seinem Amt als Kommandant der Pflichtfeuerwehr bestĂ€tigt.

Nach nur vierjĂ€hriger Dienstzeit als Kommandant legte Ehret sein Amt am 21. Januar 1880 nieder. Am 16. Februar 1880 ĂŒbernahm der Kaufmann Johann Fuchs die Geschicke der Feuerwehr. Aber: Die Anforderungen, eine Wehr zu fĂŒhren, waren wohl auch fĂŒr Kommandant Fuchs zu hoch, denn im November des gleichen Jahres trat Fuchs vom Kommando zurĂŒck.

Zur großen Freude der BĂŒrger und der Feuerwehr ĂŒbernahm BĂŒrgermeister und Gastwirt Philipp Lang zum zweiten Mal das angeschlagene Schiff der Feuerwehr und brachte es auf Kurs. Erst aus AltersgrĂŒnden schied er 1886 aus, sein bisheriger Stellvertreter Georg Peter Vogler rĂŒckte nach. Kaufmann Vogler, tĂ€tig bei der FeuerwehrgerĂ€tefabrik Metz, fĂŒhrte bei der Weinheimer Feuerwehr durch seine berufliche TĂ€tigkeit viele technische Neuerungen ein. Unter seinem Kommando erhielt die Wehr eine moderne Schiebeleiter.

In den nĂ€chsten Jahren war Einsatzkraft gefragt. Am 11. August 1887 brach im benachbarten Ort Mörlenbach ein Großbrand aus, der durch die Sommerhitze fĂŒr die ganze Gemeinde gefĂ€hrlich wurde. Der BĂŒrgermeister der hessischen Gemeinde ĂŒberblickte das furchtbare UnglĂŒck und bat die Weinheimer Wehr telegraphisch um Hilfe.

Die Zeiten hatten sich wieder geÀndert: Viele FeuerwehrmÀnner, die freiwillig lÀnger als sechs Jahre ihren Dienst bei der Weinheimer Feuerwehr leisteten, wollten wieder eine Freiwillige Feuerwehr haben. In der Generalversammlung des gleichen Jahres wurde der Beschluss gefasst, den Gemeinderat davon in Kenntnis zu setzen. Im Januar 1895 legte Kommandant Vogler sein Amt nieder. Der bisherige Vize-Kommandant, Sattlermeister und Kaufmann Philipp Kinzel wurde somit der achte Kommandant der Weinheimer Feuerwehr.

BlĂŒtezeit und Kriegswirren

Der Werdegang des achten Kommandanten der Weinheimer Feuerwehr ,Philipp Kinzel, liest sich wie das Karrierebuch eines heutigen Jungmanagers. Von Weinheim aus brachte er es 1908 bis zum Vizevorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes. Vom 15. bis 17. Juni 1912 – also vor 100 Jahren – feierte die Wehr ihr 50-jĂ€hriges Bestehen, unter anderem mit einem Fackelzug vom Gasthaus „Burg Windeck“ zum Marktplatz. Am Festzug tags darauf beteiligten sich 65 Feuerwehrkorps mit ĂŒber 2000 Feuerwehrleuten.

Ein historisches Feuerwehrauto. Bild: Stadt Weinheim.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Tod Kinzels, ĂŒbernahm Kaufmann Carl Wild im Jahre 1919 die Leitung der Weinheimer Feuerwehr. Kaufmann Wild, ein weit ĂŒber die Mauern Weinheims geachteter und beliebter Kommandant, wurde infolge seines Weitblickes und seiner Kenntnisse auf dem feuerwehrtechnischen Gebiet bald in den Kreisausschuss des Badischen Kreisfeuerwehrverbandes berufen. Das erste Spritzenhaus stand damals auf dem DĂŒrreplatz.

Im Jahre 1939 verstarb ĂŒberraschend der langjĂ€hrige Kommandant. In seiner Amtszeit zwischen 1919 und 1939 wurde die Feuerwehr zu 267 EinsĂ€tzen gerufen. Darunter hatten zahlreiche GroßbrĂ€nde vollen Einsatz gefordert, zum Beispiel auf dem Obstgroßmarkt, bei der Seifenfabrik, der Gummifabrik Weißbrod, bei den Lederfabriken Freudenberg und Hirsch, sowie im Naturinwerk.

Der Zweite Weltkrieg griff auch in die Reihen der Weinheimer Feuerwehr ein. Ein großer Teil der Mannschaft wurde zum Kriegsdienst herangezogen. Einige wenige, die in der Heimat blieben, wurden fĂŒr die Aufgaben der Feuerwehr ausgebildet. Ältere BĂŒrger und vor allen Dingen Frauen, wurden verpflichtet, Dienst bei der Feuerwehr zu leisten.

Nach dem Tod von Carl Wild ĂŒbernahm Fabrikant Hans Weisbrod 1939 die Leitung der Feuerwehr.

Der Krieg war aber auch zu Hause gefÀhrlich. Am 10. Mai 1941 wurden die Weinheimer nach dem Bombenangriff auf die Fabrikanlagen BBC in Mannheim-KÀfertal zu Hilfe gerufen.

Die Nachkriegszeit

Beim Einmarsch der Amerikaner am GrĂŒndonnerstag 1945 lösten sich die bisherigen Ämter der Verwaltung und des gesamten öffentlichen Lebens aus. Die amerikanische Regierung setzte Fabrikant Richard Freudenberg als BĂŒrgermeister der Stadt Weinheim ein.

Am 6. April bestimmte den Kaminfegermeister Fritz Schilling zum neuen Kommandanten. In dieser schweren Zeit nach dem verlorenen Krieg bestand wenig Neigung, eine Uniform zu tragen und sich erneut unterzuordnen. Die Mannschaft der Weinheimer Feuerwehr schrumpfte zusehens.

Nach Fritz Schilling ĂŒbernahm im SpĂ€tjahr 1945 Ernst Fichtner die Leitung der Weinheimer Feuerwehr. Mit Umsicht und Sachverstand ist es ihm gelungen, die Wehr wieder aufzubauen.

Im Jahr 1955 fand die 1200-Jahr-Feier der Stadt Weinheim statt. Rechtzeitig wurde das Richtfest des neuen GerĂ€tehauses am Schlossberg gegenĂŒber der Altstadt mit einem feierlichen Akt gewĂŒrdigt. Im Juni 1956 wurde Karl Kreis sen. zum neuen Kommandanten gewĂ€hlt und Hermann Franzmann sen. zu seinem Stellvertreter. Das wichtigste Ereignis des Jahres 1956 war die Übergabe des neuen FeuerwehrgerĂ€tehauses in der Grundelbachstraße. Die StĂ€rke der Wehr betrug damals 199 Mann.

Zu zwei GroßbrĂ€nden wurde die Wehr 1957 gerufen. Am 29. MĂ€rz wurde die Fabrikationsanlage der Firma Drei Glocken fast vollstĂ€ndig zerstört. Am 1. November wurden bei der Firm Freudenberg ebenfalls die ProduktionsstĂ€tten in Schutt und Asche gelegt . Die EinsatzstĂ€rke der Wehr war zu dieser Zeit rĂŒcklĂ€ufig. Zum Jahresende 1958 betrug die GesamtstĂ€rke der Wehr nur noch 182 Mann, was den absoluten Tiefpunkt bedeutete.

Um einen festen Nachwuchs im Mannschaftsstand zu erhalten, wurde die 1962 die Bildung einer Feuerwehr-Jugendgruppe beschlossen. 14 Jungen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren fanden sich ein – damit war die Jugendfeuerwehr Weinheim gegrĂŒndet. Die auch heute noch im Besitz der Wehr befindliche Drehleiter DL 30 wurde 1968 angeschafft und am 16. November durch OberbĂŒrgermeister Theo Gießelmann ĂŒbergeben. Ruckartig stieg zu dieser Zeit die Zahl der EinsĂ€tze an.

Einen personellen Tiefstand vonnur 96 aktiven Angehörigen beschÀftigte das Kommando 1970. Mit 96 EinsÀtzen wurde im Jahre 1970 die immer mehr wachsende Beanspruchungen der WehrmÀnner deutlich.
1971 gab es wieder einen FĂŒhrungswechsel innerhalb der Feuerwehr. Der bisherige zweite Kommandant Dieter Neitzel wurde zum Kommandanten der Wehr gewĂ€hlt. Die magische Grenze von 100 EinsĂ€tzen wurde 1971 erreicht.

JubilÀumsjahr 1987

Mit dem JubilĂ€umsball leitete Weinheims Feuerwehr eine Reihe von Veranstaltungen ein, die dem 125-jĂ€hrigen Bestehen im Jahr 1987 gewidmet waren und am ersten Juliwochenende ihren Höhepunkt erfahren haben. Der Unternehmer Sven Hagander ĂŒbernahm die Schirmherrschaft des JubilĂ€ums. Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Weinheim feierte den 125. Geburtstag, sondern auch ihre Jugendfeuerwehr blickte gleichzeitig auf das 25-jĂ€hrige Bestehen zurĂŒck.

Das Konzept war aufgegangen: Seit Jahren stieg die Zahl der aktiven Feuerwehrleute wieder an. Mit imposanten Zahlen konnte deshalb Stadtbrandmeister Dieter Neitzel zum JubilĂ€um aufwarten: 372 Feuerwehrleute ĂŒbten aktiv ihren Dienst aus, 96 Jugendliche gab es und 183 Angehörige der Altersabteilung.

Peter OdenwĂ€lder folgte kurz darauf Dieter Neitzel als Kommandant. Neitzel hatte sich in 41 Jahren aktiven Feuerwehrdienst durch große Sachkompetenz und bestechend menschliche QualitĂ€ten großes Ansehen erworben.
Immer wieder in der Geschichte der Feuerwehr gab es besondere EinsÀtze: Am 9. August 1988 wurde im Fabrikweg die alte Freudenberg-Lackierfabrik gesprengt.

Ein dumpfer, gewaltiger Schlag, einen Augenblick und das im Jahr 1893 errichtete GebĂ€ude war nur noch ein TrĂŒmmerhaufen. Die Weinheimer Feuerwehr war angerĂŒckt mit fĂŒnfzig Mann, um die Staubentwicklung gering zu halten.
Nach einem Beschluss des Feuerwehrausschusses der Weinheimer Feuerwehr sowie der Genehmigung durch OberbĂŒrgermeister Uwe Kleefoot durften ab 1989 MĂ€dchen in der Jugendfeuerwehr ihren Mann stehen. Als erste weibliche Angehörige der Jugendfeuerwehr Weinheim begrĂŒĂŸten Stadtbrandmeister Peter OdenwĂ€lder und Jugendfeuerwehrwart Rolf Tilger die 16-jĂ€hrige Rosemaria Maaß in den Reihen der mĂ€nnlichen Feuerwehrangehörigen.

1990 musste Stadtbrandmeister Peter OdenwĂ€lder aus gesundheitlichen GrĂŒnden sein zwei Jahre zuvor angetretenes Amt zum Bedauern der FeuerwehrmĂ€nner abgeben. GewĂ€hlt wurde Hermann Franzmann, seine Stellvertreter wurden Reinhold Albrecht und Bernd Dittes.

Eine böse Überraschung erlebten die BadegĂ€ste Miramar am 12. Mai 1993. SĂ€mtliche GĂ€ste mussten wegen eines Brandes im Saunabereich evakuiert werden, Schaden: Drei Millionen D-Mark.

Am 4. September ging im Rathaussaal ein langgehegter Wunsch in ErfĂŒllung. Durch die Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde beschloss die Freiwillige Feuerwehr der Lutherstadt Eisleben und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Weinheim die freundschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens.

Beim traditionellen Feuerwehrball im Jahr 1998 wurde Kommandant Hermann Franzmann noch fĂŒr 40-jĂ€hrige aktive Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt. Im Juli desselben Jahres verstarb er völlig ĂŒberraschend mit 57 Jahren. Reinhold Albrecht wurde sein Nachfolger. Er ist es bis heute – im JubilĂ€umsjahr.

Ein weiterer Meilenstein wurde im Jahr 2001 durch den Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt der Stadt Weinheim beschlossen: Dem Entwurf des Bebauungsplanes „Neue Feuerwehrwache“ wurde zugestimmt. In der Sitzung am 14. Februar wurde das BĂŒro Fuchs mit der Planung beauftragt. Im September 2004 wurde mit den Bauarbeiten begonnen werden. Auf dem GelĂ€nde „zwischen den DĂ€mmen“ wird innerhalb von nur zwölf Monaten das neue Zuhause der Innenstadtwehr entstehen.

Am 29. Oktober 2005 ist es dann endlich soweit. Nach knapp 13 Monaten Bauzeit wird das neue Feuerwehrzentrum in Betrieb genommen. An diesem Tag fahren alle 20 Fahrzeuge der Wehr mit Blaulicht und Sirene im Konvoi ein letztes Mal von der Grundelbachstrasse los und direkt in ihr neues Heim in der Bensheimer Strasse. Nach 50 Jahren am alten Standort ist die Familie Feuerwehr umgezogen. Das neue Feuerwehrhaus ist eine optimale Zentrale des Brandschutzes und der Sicherheit in der Stadt.“

Info: Wer mehr ĂŒber die Geschichte des Feuerwehrwesens erfahren will, kann die ausfĂŒhrliche Chronik zum 150-jĂ€hrigen Bestehen der Weinheimer Feuerwehr ab Sonntag (13. Mai, Tag der offenen TĂŒr) zum Preis von 10 Euro erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Jugendfeuerwehr zugute.