Samstag, 25. November 2017

Stadtteilanalyse West abgeschlossen

Eine „alter(n)sfreundliche Kommune“

Weinheim, 17. November 2014. (red/pm) Weinheim sei als „alter(n)sfreundliche Kommune“ in den vergangenen zwei Jahren ein gutes StĂŒck vorangekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Gesundheitsamtes war die Stadt, inbesondere der Stadtteil West, als Modellbezirk ausgewĂ€hlt, um im Rahmen einer „Stadtteilanalyse“ herauszufinden, wie Menschen dort besser alt werden können. [Weiterlesen…]

„Schlage die Trommel und fĂŒrchte dich nicht“

Kinder psychisch kranker Kinder

Weinheim, 11. Juli 2014. (red/pm) Am 17. Juli findet die Abschlussveranstaltung der Ausstellung „Schlage die Trommel und fĂŒrchte dich nicht“ statt.
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Auch Kfz-Zulassungsbehörden keine Sprechzeiten!

Landratsamt am Freitag geschlossen

Wappen Rhein-Neckar-KreisRhein-Neckar, 02. Juli 2014. (red/pm) Wegen eines Betriebsausflugs finden am Freitag, 04. Juli, beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis keine Sprechzeiten statt. Nicht nur das HauptgebĂ€ude in der Heidelberger KurfĂŒrsten-Anlage 38-40 mit all seinen Ämtern bleibt an diesem Tag geschlossen, sondern auch alle Außenstellen des Landratsamtes in Heidelberg, Sinsheim, Weinheim, Wiesloch, NeckargemĂŒnd und Ladenburg. Dazu zĂ€hlen ebenso die Kfz-Zulassungs- und FĂŒhrerscheinbehörden wie beispielsweise das Gesundheitsamt und das Versorgungsamt.

Stadtteilbegehung mit Weinheimer Senioren

Das Stahlbad – besser als sein Ruf

Weinheim, 02. Juli 2014. (red/pm) Sehr ruhig, verkehrsarm, viel grĂŒn – eigentlich ein schönes Wohngebiet in Weinheim. Das war das positive Fazit der sechsten und damit letzten Begehung in der Weinheimer Weststadt mit Älteren im Rahmen des Projekts „alter(n)sfreundliche Kommune“. [Weiterlesen…]

Demografischer Wandel

Modell fĂŒr „Alternsfreundliche Kommune“

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/pm) Wie leben Ă€ltere Menschen kĂŒnftig am besten in ihrem Stadtquartier? Wie schafft es eine Kommune, dass ihre BĂŒrger im vertrauten heimischen Umfeld so lange wie möglich selbstĂ€ndig wohnen können? Was ist dabei wichtig und welches Wohnumfeld braucht es dazu? Das sind Fragen, die heute schon zukunftsweisend sind, in einigen Jahren wahrscheinlich elementar fĂŒr die Gesellschaft. [Weiterlesen…]

Weinheim als Modellstadt fĂŒr Altersfreundlichkeit

„Nicht ohne uns ĂŒber uns“

Barriere Liegnitzer Straße - Kopie

Die Stadt Weinheim will barrierefrei sein. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 24. Oktober 2013. (red/pm) Die Stadt Weinheim ist als „Alter(n)sfreundliche Kommune“ eine Modellstadt fĂŒr Land und Kreis. [Weiterlesen…]

„Wo alten Menschen der Schuh drĂŒckt“

Die Weststadt als Muster-Stadtteil

Weinheim/Rhein-Neckar, 08. Mai 2013. (red/pm) Mehr RuhebĂ€nke, bessere öffentliche Toiletten, niedrigere Gehwege, bessere Buslinien oder wohnungsnahes Einkaufen – es sind meistens BedĂŒrfnisse des tĂ€glichen Lebens, die besonders Ă€ltere Menschen in ihrem Stadtteil vermissen. Und es sind meistens diese im Alltag so vermissten Erleichterungen, die Ältere dazu zwingt, ihren Stadtteil frĂŒher zu verlassen als sie eigentlich wollen. Denn niemand lĂ€sst sich gerne aus der Gegend verpflanzen, in der seine Wurzeln liegen. Alte BĂ€ume sowieso nicht – sagt ein Sprichwort. [Weiterlesen…]

Technische UnterstĂŒtzung fĂŒr Senioren: DRK informiert am 18. April

Mit Assistenzsystemen im trauten Heim alt werden

Weinheim, 17. April 2013. (red/pm) „Zu Hause ist es am Schönsten“ – das wissen alte Menschen und wollen so lange wie möglich zu Hause wohnen. Mit dem richtigen Know-How ist das auch möglich. Horst Seibert vom DRK Kreisverband Mannheim wird morgen die wichtigsten Assistenzsysteme vorstellen, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Miteinander – FĂŒreinander“. [Weiterlesen…]

Start mit Kinonachmittag am 4. April

Kulturprogramm geht in die zweite Runde

Weinheim, 30. MĂ€rz 2013. (red/pm) Als betagter Mensch in Weinheim genießt man durchaus Privilegien. Zum Beispiel bekommt man mit, wenn der OberbĂŒrgermeister persönlich „aus dem NĂ€hkĂ€stchen plaudert“. So verheißt es jedenfalls das neue Kulturprogramm des „Runden Tisch Demografie“ fĂŒr Seniorinnen und Senioren, das am 4. April startet. Es ist das zweite seiner Art, seit sich im Juli 2012 unter FederfĂŒhrung des DRK und gefördert vom Land Baden-WĂŒrttemberg der „Runde Tisch Demografie“ gegrĂŒndet hat, seine Intention: „Gemeinsam Ă€lter werden im Quartier Weinheim West“. [Weiterlesen…]

FrĂŒhlingszeit ist Zeckenzeit!

Blutsauger haben Hochsaison

Rhein-Neckar, 13. April 2012. (red) Mit den wÀrmeren Temperaturen kommen auch wieder vermehrt Zecken zum Vorschein. Eine festgesaugte Zecke am Körper ist nicht nur unangenehm, sondern der Stich kann auch schwerwiegende Folgen haben. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises ruft auch in diesem Jahr wieder zu Impfungen gegen FSME auf.

Von Jörg Theobald

Sie lauern wieder auf Opfer - Zecken. Bild: Zecken.de

Kaum wird es FrĂŒhling, lauern wieder Zecken im Wald, GebĂŒsch und Gras auf ihre Opfer. Sobald die Aussentemperatur konstant ĂŒber acht Grad Celsius liegt, werden die Tiere wieder munter. Die winzigen Spinnentiere halten sich dann im Bodenbewuchs bis auf einer Höhe von etwa anderthalb Meter auf.

Laut Frau Dr. Oswinde Bock-Hensley vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises gibt es die Tiere zwar das ganze Jahr ĂŒber, aktiv sind sie aber vor allem von MĂ€rz bis Oktober.

Jeder, der sich viel im Freien aufhĂ€lt, kann zum Opfer der „Blutsauger“ werden. Besonders hĂ€ufig sind Wanderer, Jogger, Radfahrer und Hundehalter betroffen, ebenso Kinder. Durch ihre KörpergrĂ¶ĂŸe haben sie die richtige Höhe, um von den Zecken besonders gut erreicht zu werden.

Warm-feuchtes Wetter macht die Tiere besonders lebendig, dann stechen sie bevorzugt zu. Ihre Opfer suchen sich die Zecken am liebsten vormittags und am frĂŒhen Abend.

Auf die Opfer aufmerksam werden sie durch ErschĂŒtterungen, KörperwĂ€rme und den Körpergeruch. Haben die Zecken ein potentielles Ziel ausgemacht, lassen sie sich im VorĂŒbergehen von ihrem Platz im Bodenbewuchs abstreifen.

Hohes Infektionsrisiko

Die meisten Zeckenstiche bleiben ohne Folgen, doch die Spinnentiere können auch Krankheitserreger ĂŒbertragen. Am bekanntesten sind die Erreger von Borreliose und FSME, hinzu kommt aber noch eine Vielzahl weiterer möglicher Infektionen. Zum Beispiel Anaplasmen, Babesien, Rickettsien oder Ehrlichiosen.

Die hĂ€ufigste Erkrankung, die durch Zeckenstiche ĂŒbertragen wird, ist die Lyme-Borreliose. Sie wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst.

Die Krankheit kann jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen. Dadurch kann eine Borreliose viele Symptome haben, man spricht auch von einer multisystemischen Krankheit. Durch die vielen verschiedenen Symptome ist es schwierig, eine Borreliose zu diagnostizieren.

Lediglich die sogenannte „Wanderröte“, eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle gilt als charakteristisches Symptom. Sie kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle auftreten. Allerdings tritt die Wanderröte, auch Erythema migrans genannt, nicht bei allen Borreliose-Patienten auf.

Folgen der Borreliose können HirnhautentzĂŒndung, starke Schmerzen, GesichtslĂ€hmungen und sogar Herzproblemen sein. Im chronischen Verlauf kommt es auch hĂ€ufig zu GelenkentzĂŒndungen.

Da es sich bei der Borreliose um eine bakterielle Erkrankung handelt, lÀsst sie sich im Normalfall gut mit Antibiotika behandeln.

Die Tiere stechen bevorzugt an feucht-warmen Stellen mit dĂŒnner Haut - z.B. in den Kniekehlen, der Achselhöhle oder dem Schambereich. Bild: Zecken.de

FrĂŒhsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die FrĂŒhsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die mit grippeĂ€hnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer HirnhautentzĂŒndung verlĂ€uft.

Typisch fĂŒr die Krankheit ist der Verlauf in zwei Stadien. Im ersten Stadium leidet der Betroffene an Fieber, Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Krankheit Ă€hnelt in diesem Stadium von den Symptomen her einer Grippe. HĂ€ufig ist die Erkrankung nach diesem Stadium ĂŒberstanden.

 Bei einigen der Infizierten greift das Virus jedoch auf das zentrale Nervensystem ĂŒber. Im besten Fall kommt es jetzt zu einer HirnhautentzĂŒndung (Meningitis), schlimmstenfalls greift das Virus auf das ganze Gehirn ĂŒber. Jetzt leidet der Betroffene an hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, bei der HirnentzĂŒndung kommt es mitunter auch zu LĂ€hmungen sowie Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen.

Etwa die HĂ€lfte der Patienten mit FSME erleiden nach Angaben des Verbands einen schweren Krankheitsverlauf. Eine dauerhafte Erkrankung und eine daraus resultierende BerufsunfĂ€higkeit können folgen. Die Impfempfehlung gelte vor allem fĂŒr Ă€ltere Menschen, da die Schwere der Erkrankung mit zunehmendem Alter steige.

Seit Mitte der neunziger Jahre verzeichnen die GesundheitsĂ€mter des Odenwaldes eine stetige Zunahme der von Zecken ĂŒbertragenen HirnhautentzĂŒndung FSME. Dabei ist nicht nur die Fallzahl insgesamt, sondern gleichzeitig die Zahl der schweren und schwersten VerlĂ€ufe der FSME gestiegen.

Gesundheitsamt ruft zur Impfung auf

Zu Schutzimpfungen gegen gefĂ€hrliche Folgen von Zeckenbissen durch FSME haben das Gesundheitsamt im Rhein-Neckar-Kreis, das auch fĂŒr die Stadt Heidelberg und somit fĂŒr rund 650.000 Einwohnerinnen und Einwohner zustĂ€ndig ist, und die Ärzte in der Region aufgerufen. Der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Rainer Schwertz, sagt dazu:

Gemeinsam mit Bayern und ThĂŒringen fĂŒhrt Baden-WĂŒrttemberg die Hitliste der Risikogebiete an

Laut Informationen des Robert-Koch-Institut, dem deutschlandweit wichtigsten Institut fĂŒr Infektionskrankheiten und nicht ĂŒbertragbare Krankheiten, erfolgten 47,1% aller im Jahr 2010 festgestellten FSME-Infektionen in Baden-WĂŒrttemberg.

Laut Dr. Bock-Hensley ist eine Impfung nach wie vor fĂŒr das sicherste Mittel gegen die Krankheit, besonders fĂŒr Ă€ltere Menschen. Die Kosten hierfĂŒr tragen die Krankenkassen.

Nach der uns vorliegenden Statistik gab es in Deutschland im Jahr 2010 260 Menschen, die an FSME erkrankt sind, im Rhein-Neckar-Kreis waren es 2011 sieben Erkrankte, davon fĂŒnf MĂ€nner und zwei Frauen mit teilweise schweren KrankheitsverlĂ€ufen.

„Bevor Sie uns Ihre Familie die Natur genießen, schĂŒtzen Sie sich vor Zeckenstichen“, raten die beiden Ärzte des Gesundheitsamtes.

Das Infektionsrisiko fĂŒr alle durch Zecken ĂŒbertragene Krankheiten kann gemindert werden, indem man sich kurzfristig mit Zecken abwehrenden Sprays oder Lotions schĂŒtzt. ZusĂ€tzlich kann helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem GelĂ€nde und Unterholz helfen, nicht von einer Zecke gestochen zu werden.

Nach einem Spaziergang in der Natur sollte man sich und vor allem auch Kinder und Haustiere grĂŒndlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere sollten mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt werden.

Unter keinen UmstĂ€nden sollte man die Tiere jedoch mit Öl, Klebstoff, Nagellackentfernern oder Alkohol „behandeln“. Im Todeskampf entleert die Zecke ihren Darminhalt in die Wunde: Dadurch steigt das Risiko einer Infektion.

Gabis Kolumne

Der Kampf gegen die LĂ€use

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 21. November 2011. Manches erlebt man als großes Drama und erst in der RĂŒckschau erkennt man auch die humoristische Seite. Gabi erinnert sich noch gut, wie gelbe Zettel und KopflĂ€use zu ihrem Alltag gehörten und mit welchen Mitteln sie dagegen kĂ€mpfte.

Die Kopflaus (lat.: Pediculus humanus capitis). Foto: Wikipedia.

Vor Kurzem war ich mit zwei Freundinnen in einer nicht wirklich erwĂ€hnenswerten amerikanischen Komödie im Kino. Bei der Heimfahrt im Auto beschlossen wir, den Film hĂ€tten wir uns sparen können, wenn da nicht die eine Szene gewesen wĂ€re, in der sich die Hauptdarstellerin – Typ erfolgreiche GeschĂ€ftsfrau, Supermutter und Superehefrau – bei einer Besprechung immer wieder verzweifelt am Kopf kratzte. Kurz zuvor hatte sie von der Nanny die SMS erhalten: „Die Kinder haben LĂ€use!“

Jetzt, Jahre spĂ€ter, konnten wir darĂŒber herzhaft lachen, aber ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ein winzig kleines Tier – natĂŒrlich im unĂŒberschaubaren Plural – die Kopflaus (lat.: Pediculus humanus capitis) – uns das Leben zur Hölle machte.

Ich vergesse nie, wie meine Tochter mit einem gelben Zettel aus dem Kindergarten kam, der uns Eltern darauf hinwies: „In der Gruppe gibt es LĂ€use, bitte untersuchen Sie Ihr Kind.“

Dieser Zettel wurden wĂ€hrend der Kindergarten- und Grundschulzeit zu unserem festen Begleiter und verfolgte uns sogar noch in der fĂŒnften Klasse am Gymnasium.

Aus meiner Kindheit kannte ich keine LĂ€use, ich hatte nie welche und es wurde nur ab und an gemunkelt, wenn jemand seinem Kind die Haare streichholzkurz schneiden ließ.

„Die kriegt man nur, wenn man dreckig ist“

„Die kriegt man nur, wenn man dreckig ist“, pflegte meine Großmutter zu sagen. „Und natĂŒrlich damals im Krieg“, aber das waren bekanntlich andere Zeiten.

Nun denn, meine Tochter hatte langes, sehr langes, dickes, welliges Haar, dem ich mich nun mit einem kleinen schmal gezinkten Nissenkamm nĂ€herte. Eben so, wie es auf dem Schreiben des Gesundheitsamtes beschrieben war. Zentimeter um Zentimeter kĂ€mpfte ich mich, unter dem lauten GebrĂŒll meines Kindes, durch die MĂ€hne. Und fand – nichts. Klar, dachte ich mir, warum sollen wir auch LĂ€use haben.

Nur zwei Tage spĂ€ter beobachtete ich meine Tochter, wie sie sich wieder und wieder kratze und auch mich ĂŒberfiel ein Juckreiz. „Das ist alles Einbildung“, sagte eine Freundin und sie sollte nicht Recht behalten.

Eine weitere Kopfkontrolle offenbarte die Katastrophe millimeterkleine, Ă€ußerst agile Tierchen huschten ĂŒber das Haupt. Ich war verzweifelt. Rannte in die Apotheke und fragte leise und verschĂ€mt nach einem Lausmittel, wirksam sollte es sein. „Goldgeist forte“ wurde mir empfohlen und ich bekam gleichzeitig den Hinweis, es könnten ja auch noch andere Familienmitglieder befallen sein. Ich nahm gleich die Familienpackung.

Ich nachte den LĂ€usen eine Kampfansage. Der restliche Nachmittag gestaltete sich zu einem Alptraum: Ich zog alle Betten und Sofakissen ab, Sohn, Mann, Tochter und ich selbst wurden mit dem scharf riechenden, höllisch stinkenden Extrakt behandelt, tausende von HaarstrĂ€hnen wurden durchkĂ€mmt, die Kuscheltiere wandert in PlastiktĂŒten verpackt in die Gefriertruhe. Am Abend war ich total erledigt, aber glĂŒcklich, diesen kleinen Viechern hatte ich den Garaus bereitet.

FĂŒr dieses Mal, denn nur wenige Wochen spĂ€ter brachte mein Sohn einen gelben Zettel aus der Grundschule mit und die gleiche Prozedur ging von Vorne los.

Bei der Laus gilt fĂŒr mich kein Artenschutz

Ich weiß nicht mehr, wie viele Flaschen von „Goldgeist forte“ ich in den folgenden Jahren verbraucht habe, irgendwann wurden diese kleinen Biester auf alle FĂ€lle resistent und ein neues Mittel wurde unter vorgehaltener Hand gepriesen. Das eine verklebt, das andere erstickt, egal wie, die LĂ€use mussten getötet werden – hier gilt fĂŒr mich kein Artenschutz.

In der Anfang-Laus-Phase getraute man sich kaum öffentlich darĂŒber zu reden, doch schon bald gestaltete das Laus-Thema ganze Nachmittagstreffen und gute Tipps wurden ausgetauscht. Und da die kleinen Bestien auch vor Grenzen nicht zurĂŒckschrecken bekam ich hilfreiche RatschlĂ€ge auch von Freunden aus der Schweiz und aus dem Elsaß. Letztlich blieb kaum einer verschont und gemeinsam ließ es sich besser ertragen.

„Seid ihr lausfrei?“ wurde so zur gĂ€ngigen Floskel bevor sich Kinder zum Übernachten verabredeten.

Und dann auf einmal war es vorbei. Es kamen keine Zettel mehr, es gab keine JuckanfÀlle und vor allem es gab keine kleinen Tiere mehr.

Wie oft wir wirklich LĂ€use hatten, ich weiß es nicht, einmal auf alle FĂ€lle traf es meinen Sohn, einmal mich und etliche Male meine Tochter. Mein Mann blieb verschont, „du riechst wahrscheinlich nicht gut“, versuchte es ihm meine Tochter zu erklĂ€ren.

Und wĂ€hrend ich das alles schreibe, fĂ€ngt es an, mich fĂŒrchterlich zu jucken – aber diesmal ist es ganz bestimmt nur Einbildung.

gabi