Montag, 17. Dezember 2018

CDU GemeinderĂ€tin Susanne Tröscher: „Ich distanziere mich von dieser Jungen Union“

JU noch nicht trocken hinter den Ohren?

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Susanne Tröscher (links) hĂ€lt die Veröffentlichung der JU zum Thema BĂŒrgerentscheid mit dem Titel „Die Breitwiesen wĂ€re ideal“  fĂŒr törricht und unqualifiziert. Auf dem Foto zu sehen sind des weiteren Fritz Pfrang und Elisbeth Kramer.

 

Weinheim, 31. August 2013. (red/pm) Ist es jugendlicher Leichtsinn oder ein knallharter Affront? Der Text der Jungen Union unter Vorsitz des Stadtrats Sascha Pröhl hat „reingehauen“ – vor allem innerhalb der CDU. Es gibt auch innerhalb der Partei ein „verstĂ€ndnisloses KopfschĂŒtteln“ ĂŒber die Inhalte, wie uns hinter vorgehaltener Hand ĂŒbermittelt wird. Die CDU-StadtrĂ€tin Susanne Tröscher, Mitglieder BI zum Erhalt der Breitwiesen, glaubt, dass Sascha Pröhl und die Junge Union sich zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschließt Verkauf an Hemsbacher Firma Mediamed Systec GmbH

Bauplatz an der Viernheimer Straße verkauft

Weinheim, 04. MĂ€rz 2013. (red/aw) Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 27. Februar 2013 dem Verkauf des GrundstĂŒcks mit der FlĂ€chenstĂŒck-Nr. 17622 an die Firma Mediamed Systec GmbH aus Hemsbach genehmigt. Der Bauplatz mit einer GesamtflĂ€che von 2.500 Quadratmetern, wird zu einem Kaufpreis von 112,00 Euro pro Quadratmeter verkauft. Hinzukommen noch Kosten fĂŒr die Erschließung sowie  das Abwasser. Insgesamt ergibt sich dann ein GrundstĂŒcksverĂ€ußerungserlöse von 375.987,84 Euro.

Die Mediamed Systec ist seit 1998 in Hemsbach ansĂ€ssig. Sie entwickelt, vermarktet und vertreibt die Praxis-Software und Kommunikationslösungen fĂŒr niedergelassene Ärzte. Mediamed Systec steht als Unternehmen der Frey Gruppe Ratingen in einem starken Verbund mit rund 8.000 Ärzte und ZahnĂ€rzte in Deutschland. Mediamed Systec betreut heute mit 30 Mitarbeitern einen Kundenstamm von ĂŒber 2.000 Arztpraxen und Kliniken.

Aktuell befindet sich die Firma mit 28 Mitarbeitern in MitrĂ€umen, auf den BesenĂ€ckern 23 in Hemsbach. Aufgrund kontinuierlicher AufwĂ€rtsentwicklung sind die dortigen Grenzen erreicht. Mit dem Kauf des GrundstĂŒcks an der Viernheimer Straße und einem Neubau eines reprĂ€sentativen Firmensitzes plant die Mediamed Systec eine Firmenerweiterung um mindestens 10 Mitarbeiter.

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive WerbeplĂ€tze – ohne Risiko fĂŒr Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler können aktuell bei uns Werbeleistungen in Höhe von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorwĂ€rts denken und realisieren, dass ĂŒberteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angehört und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. DafĂŒr werden wir von unseren Leserinnen und Lesern geschĂ€tzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der Öffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), GrĂŒnder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas GlĂŒck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen können und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko fĂŒr Sie. DafĂŒr haben Sie die Möglichkeit, unverbindlich unsere Werbemöglichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

GlaubwĂŒrdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir ĂŒberzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabhĂ€ngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der Öffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Maß von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an GlaubwĂŒrdigkeit verlieren. Am dramatischsten lĂ€sst sich dieser GlaubwĂŒrdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die WerbeumsĂ€tze noch drastischer, weil die Preise unverschĂ€mt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird hĂ€ufig tendenziös berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und großer Überzeugung fĂŒr die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen BĂŒgerinnen und BĂŒrgern unterstĂŒtzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre BedĂŒrfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre WĂŒnsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind ĂŒberzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Maß von dieser Trennung und der damit verbundenen GlaubwĂŒrdigkeit profitieren. SelbstverstĂ€ndlich sind unsere Werbekunden fĂŒr uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zurĂŒckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief lĂ€uft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. DafĂŒr gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden  uns das bislang ĂŒbel genommen, was fĂŒr die große SouverĂ€nitĂ€t unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. Über „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit beschĂ€digen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre GlaubwĂŒrdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind ĂŒberwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverstĂ€ndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr Ü50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch ĂŒberregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergrĂŒndige Berichte und Service-Informationen fĂŒr die Bevölkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild fĂŒr eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren ĂŒberall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschließlich ĂŒber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterstĂŒtzen und stĂŒtzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner natĂŒrlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen können, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu großen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner schĂ€tzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. 🙂

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen möchten, wÀhlen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Breitwiesen: OberbĂŒrgermeister spielt offenes Poker mit falschen Karten

Die Öffentlichkeit wird wie ein Bulle am Nasenring durch die Manege gezogen

OberbĂŒrgermeister Bernhard muss „GrĂ¶ĂŸe“ beweisen, sonst beschĂ€digt er sich, die BĂŒrgerschaft und eine mögliche gewerbliche Entwicklung. Bild: Stadt Weinheim

Weinheim/Rhein-Neckar, 25. September 2012. (red/pro) Die Verwaltung hat dem Gemeinderat fĂŒr die kommende Sitzung am 26. September eine 14-seitige Beschlussvorlage in Sachen Breitwiesen vorgelegt. Nach unseren Informationen fand gestern ein „SchlichtungsgesprĂ€ch“ statt, dessen Ergebnis die Vorlage nochmals verĂ€ndert. Wenn sich die BĂŒrgerinitiative darauf einlĂ€sst, spielt sie dem OberbĂŒrgermeiser in die HĂ€nde. Denn der hat vor allem ein zeitliches Problem. BĂŒrgerbeteiligung ist da zweitrangig.

Von Hardy Prothmann

Alles begann mit einer TĂ€uschung. In der Sitzung vom 19. Oktober 2011 setzte OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard (SPD) den Gemeinderat unter enormen Druck. Entweder entscheide man jetzt ĂŒber den FlĂ€chentausch Hammelsbrunnen gegen Breitwiesen oder die Regionalplanung wĂŒrde Hammelsbrunnen festschreiben und Breitwiesen sei „verloren“. Seiner Darstellung nach gab es keinen Ausweg. Keine Vertagung. Jetzt oder nie.

TĂ€uschungen

Die zweite TĂ€uschung schloss sich in der Sitzung an:

Noch ist nichts entschieden.

Sprich: Ein Tausch der FlÀchen bedeute noch keine Entwicklung der FlÀchen. Es gab keinen Zweifel, man konnte das nur so verstehen, wie der OB das vorgab:

Es geht um die Option, welche der FlÀchen wir möglicherweise entwickeln.

Die BestĂ€tigung der zweiten TĂ€uschung steht im aktuellen Verwaltungsentwurf, der am Mittwoch abgestimmt werden soll. Die „Option“ ist eine Tatsache und „möglicherweise“ wird „zeitnah“ und  und konkret. Wieder wird ein Druck erzeugt, den es „eigentlich“ gar nicht gibt. Und wieder soll der Gemeinderat den von der Verwaltung favorisierten Vorschlag beschließen.:

Wenn sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im BĂŒrgerentscheid fĂŒr die Verschiebung der gewerblichen BauflĂ€chen vom Hammelsbrunnen in die Breitwiesen aussprechen, wird die Verwaltung zeitnah das am 19.10.2011 begonnene Verfahren zur Änderung des FlĂ€chennutzungsplans wieder aufnehmen und fortsetzen. Falls sich die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im BĂŒrgerentscheid – unabhĂ€ngig von der letztlich vom Gemeinderat gewĂ€hlten Fragestellung – aber mehrheitlich gegen eine Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Bereich Breitwiesen aussprechen, wird die Verwaltung aufgrund des bekannten Mangels an grĂ¶ĂŸeren GewerbeflĂ€chen zeitnah in eine Aktivierung der gewerblichen BauflĂ€che Hammelsbrunnen einsteigen, die erforderlichen Planungsschritte fĂŒr eine mit dem FlĂ€chenutzungsplan konforme gewerbliche Entwicklung vorbereiten und dem Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss fĂŒr einen Bebauungsplan zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen.

Die Verwaltung fĂŒhrt in der Vorlage ebenfalls lĂ€nglich aus, dass die Öffentlichkeit seit 2007 Zeit gehabt hĂ€tte, ein zulĂ€ssiges BĂŒrgerbegehren zu erwirken. Leider, leider habe die Öffentlichkeit diese Möglichkeit nicht wahrgenommen und damit „Pech“ gehabt. Die umgekehrte Frage, warum die Verwaltung selbst nicht Monate vor der unter Druck entstandenen Entscheidung klar ihre Ziele öffentlich dargestellt hat, lĂ€sst die Vorlage unter den Tisch fallen. Ebenso die Frage, wieso der Beschluss „auf den letzten DrĂŒcker“ erwirkt worden ist. War es Schlamperei der Verwaltung? Hatte man einen Termin ĂŒbersehen? Oder wurde bis zum Ende gewartet, um den maximal vorstellbaren Druck aufzubauen? Das sind Fragen, auf die die Öffentlichkeit sicherlich auch gerne eine Antwort hĂ€tte, aber vermutlich keine bekommt.

Alternativlose Entscheidung?

Aus rechtlicher Sicht der Stadt wurde nicht „nichts entschieden“, sondern klar ein Aufstellungsbeschluss mehrheitlich festgelegt, wie sich spĂ€ter durch ein beauftragtes „Rechtsgutachten herausstellte“. Damit war der FlĂ€chentausch entschieden. Die Stadt lĂ€sst daran keinen Zweifel.

Es ist nicht gerade ĂŒblich, einen OberbĂŒrgermeister des TĂ€uschens zu bezichtigen. Und wir sind uns durchaus ĂŒber die möglichen Folgen im Klaren. Der OberbĂŒrgermeister nimmt unsere Aussagen so hin und damit auch, dass wir ihn als TĂ€uscher bezeichnen – oder er verklagt uns, um eine gerichtliche Entscheidung zu erwirken.

Nun hat der OberbĂŒrgermeister Heiner Berhard dem Gemeinderat in öffentlicher Sitzung eindringlich klar gemacht, dass die Entscheidung im Oktober 2011 erfolgen „muss“. Alternativlos. Ja oder Nein. Denn sonst wĂŒrde Hammelsbrunnen ohne wenn und aber „festgeschrieben“. Was wie ein Ausreizen eines offen Pokerblattes klang, war ein Spiel mit falschen Karten.

Denn erstaunlich ist, dass es wohl eine gewisse „FlexiblitĂ€t“ doch zu geben scheint. Es gibt also noch ein Ass im Ärmel. Aktuell informiert die Verwaltung, dass es durchaus eine „Verhandlungsbereitschaft“ des Verbands Region Rhein-Neckar gibt und damit bestĂ€tigt sich die erste TĂ€uschung:

Da mit dem Beschluss des BĂŒrgerentscheids auch die RĂŒcknahme des Aufstellungsbeschlusses vom 19.10.2011 verbunden ist, stellt sich auch hier die Frage nach dem Regionalplan. FĂŒr den Fall, dass die RĂŒcknahme des Beschlusses allein zur konkreten DurchfĂŒhrung eines BĂŒrgerentscheids im November 2012 und damit einer zeitnahen und abschließenden Entscheidung ĂŒber die weitere FlĂ€chenentwicklung dient, hat der VRRN gegenĂŒber der Verwaltung zugesichert, dass die derzeitige Ausweisung im Regionalplan vorlĂ€ufig bestehen bleibt. AbhĂ€ngig vom Ergebnis des BĂŒrgerentscheids wird der VRRN ggf. den Regionalplanentwurf anpassen.

Überraschende Anpassungsmöglichkeiten

Es bestehen also durchaus „Anpassungsmöglichkeiten“. Und das ein Jahr nach einem vom OB als „absolut“, „jetzt oder nie mehr“ dargestellten Termins. Wie geht das? In der Oktobersitzung hatten die GrĂŒnen eine Vertagung verlangt. „Jetzt oder Nie“ war die Antwort des OberbĂŒrgermeisters. Kein Aufschub möglich. Unter keinen UmstĂ€nden. Und ein Jahr spĂ€ter ist der VRRN bereit, den Regionalplanentwurf „anzupassen“? Die Öffentlichkeit wird wie ein blöder Bulle am Nasenring durch die Manege gezogen, darf Mu sagen, aber bis heute nichts entscheiden.

Doch damit nicht genug – auch der OberbĂŒrgermeister ist bereit, sich an die aktuellen VerhĂ€ltnisse anzupassen. Aus dem Umfeld der BĂŒrgerinitiative wurde von sieben KlĂ€gern völlig zu Recht am 05. Juli 2012 eine UntĂ€tigkeitsklage gegen den Gemeinderat am Verwaltungsgericht Karlsruhe eingereicht, weil das aus Sicht der Verwaltung „unzulĂ€ssige“ BĂŒrgerbegehren gegen den Aufstellungsbeschluss bis heute nicht abschließend behandelt ist. Die KlĂ€ger haben beantragt, das BĂŒrgerbegehren fĂŒr zulĂ€ssig zu erklĂ€ren. Im MĂ€rz hatte der Gemeinderat eine Entscheidung darĂŒber vertagt. TatsĂ€chlich hĂ€tte der Gemeinderat – auch hier zeitnah – entscheiden mĂŒssen. Als Frist gilt ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten als „geboten“. Diese Frist ist spĂ€testens im Mai 2012 abgelaufen. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestĂ€tigte uns den Eingang der Klage – eine Erwiderung der Stadt liegt bis heute nicht vor! Das Gericht hat nun die Akten angefordert.

Klagen erzeugen „Unsicherheit“

Eine Klage ist immer unangehm und kostet Zeit, Geld und Nerven. Und sie verhindert Entscheidungen. Und sie erzeugt „Unsicherheit“. Am Mittwoch soll ĂŒber das BĂŒrgerbegehren und einen BĂŒrgerentscheid entschieden werden. Da aber eine Klage anhĂ€ngig ist, kann keine sichere Entscheidung gefĂ€llt werden:

So lange ein solches Klageverfahren nicht entschieden ist, kann nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der BĂŒrgerentscheid ĂŒber den FlĂ€chentausch (…)  Bestand haben wird. Denn im ungĂŒnstigsten Fall könnte abschließend der Verwaltungsgerichtshof Mannheim – entgegen des oben dargestellten und aus Sicht der Verwaltung plausiblen Rechtsgutachtens – von den erkennbaren Linien seiner bisherigen Rechtsprechung abweichen und das BĂŒrgerbegehren nachtrĂ€glich fĂŒr zulĂ€ssig erklĂ€ren.

„Im ungĂŒnstigsten Fall“ also? Also dem, dass die BĂŒrger Mitsprache verlangen und das Recht dazu bekommen? Die Vorlage der Verwaltung spricht BĂ€nde ĂŒber das „Geflöte“ von BĂŒrgernĂ€he und BĂŒrgerbeteiligung. Die ist im Zweifel „ungĂŒnstigst“.

Dann drĂŒckt die Verwaltungsvorlage die eigentliche Sorge klipp und klar aus:

Im Falle einer Klage gegen die Nichtzulassung des BĂŒrgerbegehrens mĂŒsste also – unabhĂ€ngig vom Ausgang des Klageverfahrens – von einer lĂ€ngeren Phase der Unsicherheit ausgegangen werden, in der die Diskussionen in der Stadtgesellschaft weiterliefen.

„Diskussionen in der Stadtgesellschaft“? Wie unangenehm. Und auch noch eine „Phase der Unsicherheit“. Wie schrecklich.

Sicherheit versprach sich OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard durch „BĂŒrgerbeteiligung“. Teuer erkauft fĂŒr 46.000 Euro. Und das ohne „eindeutiges Ergebnis“ – obwohl man sich viel MĂŒhe gegeben hat, auch das noch zu „frisieren“. Klar ist, dass die BĂŒrger/innen den Bauwahn und die FlĂ€chenversiegelung nicht wollen. Sie wollen andererseits Entwicklung, aber nicht nach dem Betonmischer-Prinzip wie frĂŒher. Ein großes Dilemma. Denn der mittlerweile vom OberbĂŒrgermeister „zugesagte“ BĂŒrgerentscheid wird kommen. Der Ausgang ist aber nach wie vor unklar.

BĂŒrgernĂ€he vs. beschĂ€mendes Verhalten

BeschĂ€mend ist das Verhalten des OberbĂŒrgermeisters. Erst kommuniziete er, dass er aus „rechtlichen GrĂŒnden“ einem BĂŒrgerentscheid aufgrund des BĂŒrgerbegehrens widersprechen wĂŒrde (ist ja rechlich nicht zulĂ€ssig). Er sei dazu Kraft Amt „gezwungen“. Dann lenkte er ein und beauftragte leider eine UniversitĂ€t mit der BĂŒrgerbeteiligung. Das Projekt wurde zwar stark kritisiert, aber das uneindeutige Ergebnis zeigte zumindest, dass das einem Spin-Doctor-Unternehmen wie der IfoK nicht passiert wĂ€re. Wieder stand der OB ohne „Mehrheit“ dar – der Steuerzahler hatte 46.000 Euro geblecht.

Jetzt ist der Regionalverband verhandlungsbereit – sogar bis ins Jahr 2013, wenn am Mittwoch keine Entscheidung fĂ€llt.

Die könnte nach unseren Informationen fallen. Wenn die KlĂ€ger ihre Klage zurĂŒckziehen. Und die BĂŒrgerinitiative ihr BĂŒrgerbegehren fĂŒr „erledigt“ erklĂ€rt, die Kosten ĂŒbermittelt, die Stadt (der Steuerzahler) diese begleicht, der Gemeinderat seinen Aufstellungsbeschluss zurĂŒcknimmt und ein „Alternativvorschlag“ als BĂŒrgerentscheidsfrage mehrheitlich beschlossen wird.

Konsensfragen

Die ursprĂŒngliche Frage lautete:

Sind Sie dafĂŒr, dass im Bereich Breitwiesen die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen unterbleibt?

Die neue „konsensuale“ Frage soll nach unseren Informationen lauten (Anm. d. Red.: Unterstreichung durch uns):

Sind Sie dafĂŒr, dass im Bereich Breitwiesen die Ausweisung von GewerbeflĂ€chen im Rahmen eines flĂ€chengleichen Tauschs mit anderen im FlĂ€chennutzungsplan dargestellten GewerbeflĂ€chen unterbleibt?

Wenn sich die BĂŒrgerinitiative auf diesen „Konsens“ einlĂ€sst, hat sie verloren. Denn dann wird die Stadt alle Möglichkeiten – und sie hat mehr als die BĂŒrgerinitiative – nutzen, um klar zu machen, dass eine Bebauung von Hammelsbrunnen und anderen FlĂ€chen „vor der HaustĂŒr“ Gewerbe, LĂ€rm und Stress bringt. Und dazu angeblich weniger Geld. Ziemlich sicher wird es keinen BĂŒrgerentscheid im November geben, sondern erst im Januar oder Februar 2013. Der Gemeinderat wird sich vertagen, wieder die Entscheidung verzögern. „Jetzt oder nie“ spielt lĂ€ngst keine Rolle mehr.

Bis dahin werden die BĂŒrger/innen „mĂŒde“ sein. Die Energie lĂ€sst nach, die Empörung auch. Darauf wird der OberbĂŒrgermeister spekulieren. Und auf mehr Zeit fĂŒr ihn, Einfluss zu nehmen. Und selbst wenn mehr BĂŒrger gegen Breitwiesen stimmen, bleibt dann noch die Frage, ob diese Mehrheit auch das Quorum schafft.

Überzeugte BĂŒrgerbeteiligung?

Fest steht indes, dass der OberbĂŒrgermeister den Gemeinderat und die Öffentlichkeit getĂ€uscht hat. Mit seinen Aussagen zum Verfahren und mit seinem teuer bezahlten Versuch der „BĂŒrgerbeteiligung“. Und hier – aller schlechten Dinge sind drei – gibt es die dritte TĂ€uschung: Die Interpretation der Ergebnisse. Die ist klar gegen eine großflĂ€chige Entwicklung von neuen Gewerbegebieten – das weiß jeder, der sich die Zeit genommen hat, die Ergebnisse zu studieren.

Fest steht auch, dass die BI „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ verlieren wird, wenn sie sich auf den „Konsens“ einlĂ€sst.

Gescheit wĂ€re es, die Klage zu verfolgen, weil der OberbĂŒrgermeister „ungescheit“ gehandelt hat. Dem schwimmen die Felle davon. Und das wird auch „zum Schaden“ der Gemeinde sein, wenn man denn eine nicht stattfindende großflĂ€chige Entwicklung als „Schaden“ empfindet. Es wĂ€re aber auch zum langfristigen Wohl der Gemeinde sein, weil die BĂŒrger/innen dadurch der Verwaltung zeigen könnten, dass nichts mehr gegen sie geht.

Was mit Ihnen geht, das ist dann eine spannende Frage und eine neue Entwicklung. OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard ist noch lange genug im Amt, um sich hier einen hervorragenden Namen zu machen. So gesehen kann er einen aus seiner Sicht schlimmen Verlust zur Chance machen. Man darf gespannt sein, ob er die ergreift.

Menschlich ist er „klorer Kerl“ – ob er auch politisch das Zeug dazu hat, die BĂŒrger aus Überzeugung zu beteiligen, oder ob er sie nur am Nasenring durch die Manege fĂŒhren will, wird sich am Mittwoch und in den nĂ€chsten Wochen zeigen.

Wer fĂŒr was steht

Dossier Breitwiesen: Die Akteure

Weinheim, 17. MĂ€rz 2012. (red) Im Streit um den FlĂ€chentausch Breitwiesen gegen Hammelsbrunnen stehen sich zwei Seiten gegenĂŒber. Doch hinter den zwei Seiten gibt es viele Standpunkte.

Pro FlÀchentausch

Die Sichtweise von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard ist klar: Er will das wesentlich einfacher zu erschließende Areal Breitwiesen im FlĂ€chennutzungsplan haben, um große Firmen nach Weinheim locken zu können. 43 Hektar plane FlĂ€che sind ein wirklich großes GrundstĂŒck – ideal geeignet fĂŒr beispielsweise Logistikbetriebe.

Der Gedanke dahinter: Gewerbeansiedlung bringt Gewerbesteuer und ArbeitsplĂ€tze und eventuell auch einige der als dringend gesehenen ZuzĂŒge von rund 1.500 NeubĂŒrgern nach Weinheim, damit die Stadt finanziell ihren Verpflichtungen nachkommen kann.

Zur Seite steht dem OB bislang die Mehrheit des Gemeinderats, der den FlĂ€chentausch im Oktober 2011 beschlossen hat. Die BefĂŒrworter halten neue Gewerbegebiete fĂŒr erforderlich, um Steuereinnahmen zu erzielen. FlĂ€chenverbrauch und VerĂ€nderungen des Landschaftsbildes interessieren sie als Argumente kaum.

Kontra FlÀchentausch

Dagegen steht die BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“.

Hier versammeln sich ganz unterschiedliche „Lager“: Die GrĂŒnen-StadrĂ€tin Elisabeth Kramer, die CDU-StadtrĂ€tin Susanne Tröscher, der Linke-Politiker Matthias Hördt sowie der Bauernverband und der Naturschutzverband BUND.

Die Sichtweise der Bauern ist verstÀndlich: Sie wollen nicht auf wertvolles Ackerland verzichten, das ihrem Broterwerb dient. Die Breitwiesen sind intensiv nutzbar, Hammelsbrunnen hingegen nicht.

Der BUND will weder Hammelsbrunnen noch Breitwiesen entwickelt sehen und ist grundsĂ€tzlich gegen einen weiteren FlĂ€chenverbrauch. Eigentlich eine Position, die die neue und sogar die alte Landesregierung vorgegeben haben. Und der BUND steht auch der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung skeptisch gegenĂŒber, wĂŒnscht sich mehr ökologischen Landbau.

Die StadtrĂ€tinnen sind gegen die Verschandelung der Natur und fĂŒr ein Umdenken der Politik: Sie fordern neue Wege in der Ansiedlungspolitik von Unternehmen und der Förderung von Wirtschaft.

Weitere Akteure wie die RechtsanwĂ€ltin Ingrid Hagenbruch teilen diese Positionen und bringen weitere Argumente ein, beispielsweise die AttraktivitĂ€t der Stadt Weinheim als Siedlungsort fĂŒr NeubĂŒrger zu erhöhen und so den notwendigen Zuzug zu erreichen.

Alle zusammen wollen mehr BĂŒrgerbeteiligung.

Die BĂŒrger

Und dann sind da noch die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die mit fast 4.700 Stimmen deutlich gemacht haben, dass sie gegen ein Gewerbegebiet Breitwiesen sind. Sie sind eine breite StĂŒtze der BI in der Bevölkerung, die die Stadtverwaltung nicht vorweisen kann. Diese spricht nur abstrakt von der Gruppe der BefĂŒrworter. Wer das außer dem OB und der Mehrheit im Gemeinderat ist, bleibt offen.

BĂŒrgerinitiative "SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen" geht in die Kontroverse

Top-Termin: Info-Abend Breitwiesen

Weinheim, 16. MĂ€rz 2012. Am Mittwoch vergangener Woche hat die Verwaltung zum Info-Abend „BĂŒrgerbeteiligung“ eingeladen. Die Resonanz war mĂ€ĂŸig. Heute Abend lĂ€dt die BĂŒrgerinitiative „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ ebenfalls ein. Man darf ĂŒber die Resonanz gespannt sein.

Von Hardy Prothmann

So unterschiedlich können Standpunkte sein: OberbĂŒrgermeister Bernhard hĂ€lt einen BĂŒrgerentscheid fĂŒr „unzulĂ€ssig“ – die BĂŒrgerinitiative behauptet das Gegenteil.

OB Bernhard hat einen Schwenk vollzogen und will mit einem Mal „BĂŒrgerbeteiligung“ anbieten – die BĂŒrgerinitative aber will das nicht, sondern pocht auf einen BĂŒrgerentscheid.

Heute Abend stellt die BI „SchĂŒtzt die Weinheimer Breitwiesen“ ihre Standpunkte vor.

BĂŒrgerbeiligung vs. Gutachten

Die Verwaltung, respektive der OB, hatte ein erstes Gutachten vorgelegt – bezahlt durch Steuergelder. Die BI ein weiteres, bezahlt durch Spenden.

Beim Info-Abend der Verwaltung („OB“) ging es nicht um das Gutachten, sondern um eine angebliche BĂŒrgerbeteiligung.

Beim Info-Abend der BI soll es um juristische Fakten gehen – Referent ist Rechtsanwalt Robert Hotstegs, Fachanwalt fĂŒr Verwaltungsrecht, Experte fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung bei der Kanzlei Dr. Obst & Hotstegs in DĂŒsseldorf.

Der kommunale Streit um GewerbeflĂ€che vs. Ackerland ist sehr komplex – der (juristische) Ausgang vollkommen offen.

Macht vs. BĂŒrger

Klar ist: Die BI hat mit gut 5.000 gesammelten Stimmen fĂŒr ein BĂŒrgerbegehren eine enorme UnterstĂŒtzung aus der Bevölkerung erfahren.

Das hat auch OberbĂŒrgermeister Bernhard mehr beeindruckt, als er zugeben mag. Immerhin 25-35.000 Euro will er aus Steuergeldern fĂŒr die „BĂŒrgerbeteiligung“ ausgeben, um einen von ihm engagierten Experten diese durchfĂŒhren zu lassen.

Dieser „Experte“, Professor Lietzmann (Uni Wuppertal), stellte sein Programm vor – ohne aber zuvor Kontakt mit der BI aufgenommen zu haben. Kann so jemand wirklich beide „Seiten“ ganz „interessenlos“ vertreten?

Es gibt Anzeichen, dass die BI eine harte PrĂŒfung vor sich hat: Sollte sie den „Dialog“ verweigern, wird ihr genau dies vorgeworfen werden.

Der Konflikt: Es gab vorher keinen „Dialog“. Dann gab es eine Entscheidung im Gemeinderat. Und wenn diese jetzt per „Dialog“ im Nachhinein „gerechtfertigt“ werden soll, dann treibt das den Zorn vieler BĂŒrger weiter an.

Die BI bringt ihren Experten ins Rennen – das wird spannend, denn die juristischen HintergrĂŒnde sind ein Niemandsland. Noch gibt es keine klaren Entscheidungen aus vergleichbaren FĂ€llen in der Sache.

Gemeinderat vs. Gemeinderat

Kommende Woche Mittwoch wird es noch spannender – denn dann muss der Gemeinderat ĂŒber die ZulĂ€ssigkeit des BĂŒrgerbegehrens abstimmen.

Die große Frage lautet: Ist der Weinheimer Gemeinderat souverĂ€n genug, sich des souverĂ€nen Urteils der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu stellen?

Konkret bedeutet das: Ist man bereit, eine getroffene Entscheidung in Frage zu stellen und sie einer „Volksentscheidung“ zu ĂŒberlassen?

Unsere Prognose: Vermutlich eher nicht. Das BĂŒrgerbegehren wird abgelehnt werden.

Und der Gemeinderat der Stadt Weinheim wird sich ein weiteres Mal selbst beschĂ€digen, nach der unter Druck zustande gekommenen Entscheidung, die „Breitwiesen“ gegen „Hammelsbrunnen“ als Gewerbegebiet zu tauschen.

Denn die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind aus Sicht von OberbĂŒrgermeistern und GemeinderĂ€ten vor allem in „Wahlzeiten“ wichtig – danach interessieren sich die „ReprĂ€sentanten“ nur noch wenig.

Unterschriften vs. Deutung

Deutlich wurde das, als man aus den Reihen der Verwaltung und dem Gemeinderat den gut 5.000 Unterzeichnern „Unwissen“ vorhielt. Im Klartext heißt das: Die Unterzeichner waren zu doof, um zu wissen, was sie unterschrieben haben – wir wissen alles besser.

Diese Haltung hat nichts mit BĂŒrgerbeteiligung zu tun – sie ist nur arrogant.

Fest steht, dass der OB und gewisse Teile des Gemeinderats unsicher geworden sind. Sie spĂŒren, dass die Stimmung nicht gut ist.

Pressekonferenz vs. Info-Abend

Deswegen gibt es heute am Mittag eine weitere Pressekonferenz, um den Verwaltungsbeschlussvorschlag zu erlÀutern.

Fest steht damit auch, die BI hat Wirkung gezeigt, der „genötigte“ Beschluss vom Oktober macht dem OB und gewissen Kreisen im Gemeinderat große Probleme.

Fraglich ist, wie sich die BI verhĂ€lt. Hat sie die Kraft, den BĂŒrgerwillen durchzusetzen?

Info-Veranstaltung
Freitag, den 16. MĂ€rz, 19 Uhr
Im Rolf-Engelbrecht-Haus


Anmerkung der Redaktion:
Wir veröffentlichen im Laufe des Samstagnachmittag zahlreiche Artikel zum Thema, die die Streitpunkte thematisieren, die Entwicklung zusammenfassen.

Ist BĂŒrgerbeteiligung wirklich, konkret, klar gewĂŒnscht?

Top Termin Breitwiesen

Weinheim, 07. MÀrz 2012.  Die Stadt Weinheim hat uns eine Pressemitteilung zukommen lassen, die wir im Streit um das mögliche Gewerbegebiet Breitwiesen dokumentieren. Heute Abend ist Termin im Rolf-Engelbrecht-Haus.

Anmerkung der Redaktion: Wir prÀsentieren den Inhalt, machen uns diese aber nicht zu eigen. Im Laufe des Tages prÀsentieren wir auch die Reaktion der anderne Seite.

Am Abend findet eine Veranstaltung statt, auch darĂŒber berichten wir – ebenso, wie ĂŒber die Veranstaltung der BI Breitwiesen.

Wir hoffen sehr auf Kommentare der Leserinnen und Leser – denn es geht darum, wie sich Weinheim entwickelt und entwickeln soll. Das geht jeden an.

Information der Stadt Weinheim:

„Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung“ empfiehlt der Stadt einen BĂŒrgerdialog zum Thema Breitwiesen – BĂŒrger-Info-Veranstaltung am 7. MĂ€rz

Weinheim. Die „Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung“ der UniversitĂ€t Wuppertal hĂ€lt eine vermeintlich schnelle Lösung durch einen BĂŒrgerentscheid ĂŒber die Gewerbeentwicklung in den „Breitwiesen“ und dem „Hammelsbrunnen“ nicht fĂŒr ratsam. Stattdessen empfehlen die Experten fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung der Stadt Weinheim vor einer Entscheidung – also auch vor einem potentiellen BĂŒrgerentscheid – einen anderen Weg auf dem neuestem Stand der Wissenschaft: Zwei BĂŒrgerrĂ€te, nach dem Zufallsprinzip besetzt, sollen sich unabhĂ€ngig voneinander mit dem Thema befassen. In einer öffentlichen BĂŒrger-Info-Veranstaltung am Mittwoch, 7. MĂ€rz, 19 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus, wollen die BĂŒrgerbeteiligungs-Experten das Vorgehen der Öffentlichkeit erlĂ€utern und Beispiele aus anderen Kommunen anfĂŒhren. Forschungsstellenleiter Prof. Dr. Lietzmann wird dabei persönlich anwesend sein.

In der Gemeinderatssitzung am 21. MĂ€rz wird die Verwaltung dem Gemeinderat dann ein solches Verfahren vorschlagen. Es schaffe nicht nur eine besondere Form der bĂŒrgerschaftlichen ReprĂ€sentanz. Auch die einseitige PrĂ€gung durch Interessensvertreter werde vermieden. Die Forschungsstelle, die bundesweit Formen der umfassenden BĂŒrgerbeteiligung analysiert, hat grundsĂ€tzlich keine Bedenken gegen BĂŒrgerentscheide, im Falle „Breitwiesen“ aber warnt sie davor, einen solchen Entscheid ohne eine vorherige qualifizierte Einbindung der BĂŒrger vorzunehmen. Die Gefahr einer Polarisierung der Stadtgesellschaft ist nach Ansicht der Experten zu hoch. Denn es sei eher zu erwarten, „dass eine recht große Gruppe an Verlierern des Entscheids zurĂŒckbleibt“. In der Regel mĂŒsse dann mit noch grĂ¶ĂŸerem Aufwand eine VerstĂ€ndigung und AnnĂ€herung der Gruppen gesucht werden. Die Forschungsstelle empfiehlt vielmehr, „eine Entscheidungssituation zu schaffen, die bei möglichst hoher Akzeptanz eine qualifizierte Entscheidung möglich werden lĂ€sst“.

Intensive und qualifizierte BĂŒrgerbeteiligung heißt in diesem Fall konkret: Zwei extern moderierte BĂŒrgerrĂ€te setzen sich jeweils ein Wochenende lang zusammen, um Experten und Vertreter der verschiedenen Meinungen zu hören. Die etwa 15 Mitglieder der BĂŒrgerrĂ€te werden zufĂ€llig nach dem Einwohnermelderegister ausgesucht, also bewusst von unabhĂ€ngigen BĂŒrgern und nicht von den BefĂŒrwortern, Gegnern oder Interessensgruppen gebildet. Die so ausgewĂ€hlten BĂŒrger werden direkt von den Moderatoren um eine Teilnahme am BĂŒrgerrat gebeten. Sie können eigene Ideen einbringen – es wird diskutiert und abgewogen. Als Ergebnis sollen die BĂŒrgerrĂ€te jeweils eine differenzierte Empfehlung entwickeln.

In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse der beiden BĂŒrgerrĂ€te dann in einen „Forumsdialog“ eingespeist. Darin befinden sich auch die so genannten „Konfliktbeteiligten“. Hier sollen LösungsvorschlĂ€ge erarbeitet werden, die schließlich eine Entscheidungsgrundlage fĂŒr den Gemeinderat bilden – es besteht auch die Möglichkeit, hier eine VerstĂ€ndigungslösung zu finden.

Die Experten sehen die Vorteile dieses Vorgehens in einem qualifizierten und unabhĂ€ngigen BĂŒrgervotum als Grundlage fĂŒr weitere Entscheidungen, in einem hohen Maß an Integration der verschiedenen bĂŒrgerschaftlichen Gruppierungen und in einer möglichen VerstĂ€ndigung der unterschiedlichen Lager.

Falls das Ergebnis der BĂŒrgerbeteiligung dann wirklich auf einen BĂŒrgerentscheid hinauslaufe, basiere dieser auf einer qualifizierten BĂŒrgermeinung und das Ergebnis könne in der BĂŒrgerschaft auch von möglichen Verlierern besser akzeptiert werden. Ein BĂŒrgerentscheid ohne vorgeschaltetes Verfahren berge indessen die Gefahr nicht endender GrabenkĂ€mpfe.

Info: Öffentliche BĂŒrger-Info-Veranstaltung zum Thema „Qualifizierte BĂŒrgerbeteiligung“ und der weiteren Gewerbeentwicklung in Weinheim mit Experten der „Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung Wuppertal“ am Mittwoch, 7. MĂ€rz, Rolf-Engelbrecht-Haus, 19 Uhr.“

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern

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Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. MĂ€rz 2011. (red) Wer im Internet gefunden werden will, muss dort auch seine Spuren hinterlassen – mit Informationen. Einladungen, Termine, Artikel sind unverzichtbarer Teil einer guten, modernen Öffentlichkeitsarbeit. Egal, ob fĂŒr Unternehmen, Vereine, Veranstalter oder Behörden. Das Internet hat einen unschlagbaren Vorteil gegenĂŒber dem Medium Papier – es ist ĂŒberall und immer erreichbar.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern – da die Daten im Internet erfasst werden, erhöht sich auch die „Aufmerksamkeit“ von Google – gedruckte Termine in Zeitungen werden selbstverstĂ€ndlich nicht erfasst und im Internet auch nicht gefunden. Und jeder weiß mittlerweile, wie wichtig es ist, bei Google gefunden zu werden… Und die Jugend erreichen Vereine ĂŒber die Zeitung so gut wie gar nicht mehr.

Kostenfreie Nutzung.

Die Nutzung des Google-Kalenders ist kostenfrei. Ein Terminblatt kann man verlegen – der Kalender ist immer online und von jedem Internetzugang aus erreichbar.

RegelmĂ€ĂŸige Termine können Sie als „Reihe“ eingeben, Parties, Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen – alle Termine sind fix eingetragen und können umfangreich beschrieben werden. Durch eine Adresseingabe lĂ€sst sich der Ort des Termins mit Google Maps komfortabel darstellen.

Service fĂŒr Vereine und Veranstalter.

Wir bieten Vereinen einen kostenfreien Service an: einzelne zugesandte Termine tragen wir durch die Redaktion ein. Hat ein Verein oder ein Veranstalter aber sehr viele Termine, sollte man diese selbst einpflegen – dann kann durch uns nichts ĂŒbersehen werden (wir sind auch nur Menschen).

Das machen beispielsweise schon der Vogelverein und die RemigiusbĂŒcherei in Heddesheim, die evangelische Stadtmission und die Ringer vom ASV in Ladenburg, das Olympiakino in Hirschberg-Leutershausen und viele andere. Auch Parteien interessieren sich – die CDU Weinheim wird demnĂ€chst ihre Termine hier auch anbieten. (Klicken Sie hier auf den Terminkalender oder in allen unseren Blogs links oben in der zweiten MenĂŒzeile unter Termine – rechts sehen Sie eine Pfeil – klicken Sie hier um die angezeigten Kalender zu sehen. Sie können Kalender anzeigen oder ausblenden – wie Sie wĂŒnschen. Auf allen Blogs.)

VielfÀltige Vorteile.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstens kann man den Google-Kalender auf der eigenen Homepage einstellen (und damit im Internet, was die „TrefferhĂ€ufigkeit“ bei Google erhöht) und zweitens kann man schnell reagieren. FĂ€llt ein Termin aus, kommt einer hinzu oder mĂŒssen Informationen ergĂ€nzt oder verĂ€ndert werden, kann man von ĂŒberall auf der Welt an einem Internet-PC zu jeder Zeit diese Änderungen vornehmen – ohne den Umweg ĂŒber die Redaktion nehmen zu mĂŒssen.

Denn sobald ein Kalender fĂŒr uns freigegeben wurde, können wir diesen in unserem Kalender anzeigen lassen. Sie können umfangreiche Texte zu den Terminen schreiben und haben selbst die Kontrolle. Nur berechtigte Personen können die Termine Ă€ndern – wer das ist, entscheiden Sie.

Laden Sie Freunde und interessierte Personen ein.

Und Sie können selbst Freunde einladen, um auf die Termine hinzuweisen. Vereinsmitglieder mĂŒssen keinen Termin mehr abtippen, sondern können diese auch ganz einfach ĂŒbernehmen, mit ihren Handys synchronisieren und an Freunde weitergeben.

Will jemand einen Termin bei Facebook einstellen, mĂŒsste er erst aufwĂ€ndig in der Zeitung abschreiben – wer macht das? Kaum jemand. GefĂ€llt ein Termin ist er mit Kopieren und EinfĂŒgen schnell ĂŒbertragen und wird weiteren Menschen bekannt gemacht.

Die Einrichtung ist relativ einfach. Wir bieten dazu eine Beschreibung an, die Sie hier downloaden können. Falls es damit nicht gleich funktionieren sollte oder Fragen offen sind, kein Problem: Vereinen bieten wir gegen eine Pauschale von 40 Euro die Einrichtung und eine kleine Schulung an.

Auch fĂŒr die Vereinsarbeit nutzbar-  – nĂŒtzlich fĂŒr Unternehmen.

Unternehmen, Gewerbetreibende und andere beraten wir im effektiven Umgang und Einsatz mit dieser fantastischen Kalenderfunktion (die man auch nicht-öffentlich nutzen kann). Gegen eine geringe GebĂŒhr können Sie wichtige Termine wie Einladungen oder PrĂ€sentationen ebenfalls in unseren Terminkalendern darstellen lassen.

Noch einmal im Überblick wichtige Funktionen:

Kalenderfreigabe: Richten Sie einen Kalender fĂŒr die (Fußball-)Manschaft Ihres Vereins oder Ihrer Firma ein und geben Sie diesen fĂŒr das gesamte Team frei. (Keiner Ihrer Mitspieler wird jemals wieder das Training vergessen.) Oder geben Sie Ihre Kalender fĂŒr Freunde, Angehörige, interessierte Personen frei, damit Sie die unterschiedlichen ZeitplĂ€ne nebeneinander anzeigen können.

Einladungen: Erstellen Sie Einladungen fĂŒr Termine, versenden Sie diese an Freunde und verwalten Sie zentral die Antworten und Kommentare anderer Personen. Ihre Freunde können Ihre Einladung empfangen und eine Antwort senden, auch wenn sie selbst Google Kalender nicht nutzen!

Suche: Suchen Sie das Datum fĂŒr den Grillabend bei einem Freund, der „irgendwann demnĂ€chst“ stattfinden sollte. Oder suchen Sie in öffentlichen Kalendern nach neuen interessanten Terminen und fĂŒgen Sie diese zu Ihrem eigenen Kalender hinzu.

Zugriff ĂŒber Ihr Handy: Empfangen Sie Terminerinnerungen und -benachrichtigungen auf Ihrem Handy.

Terminveröffentlichung: Geben Sie die Termine Ihrer Organisation fĂŒr alle Personen frei, wenn Sie das möchten.

Wenn Sie uns Termine schicken wollen – jederzeit gerne. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie: termine (at) rheinneckarblog.de

Die Eingabemaske - ĂŒbersichtlich und einfach zu bedienen. Klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

In eigener Sache: Wir machen Betriebsferien und wĂŒnschen Ihnen schöne Festtage

Guten Tag!

Weinheim, 23. Dezember 2010. 2010 war ein aufregendes Jahr und 2011 wird sicherlich mindestens so gut werden. Denn das Leben ist aufregend – manchmal schön, manchmal weniger. Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet und auch unterhalten haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen. Wir sind ab dem 10. Januar wieder fĂŒr Sie da.

Das wichtigste im Leben ist Gesundheit. Das wĂŒnschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, am meisten.

Dazu aber auch schöne besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen.

Unser lokaljournalistisches Angebot hat sich etabliert, bleibt aber trotzdem in Entwicklung. In Weinheim sind wir erste Ende November 2010 gestartet, aber das mit sehr guten Zugriffszahlen.

Sie wirken daran mit, durch Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse, Ihre (mittlerweile 3.700) Kommentare, Ihre Informationen, die Sie uns geben. Und das ist gut so.

Herzlichen Dank dafĂŒr. Genauso an die Vereine und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und alle, die uns mit Informationen in unserer Arbeit ganz selbstverstĂ€ndlich unterstĂŒtzen.

Und natĂŒrlich allen Mitarbeitern in unserem kleinen Team fĂŒr die leidenschaftlich getane Arbeit.

Überall in Deutschland sind gerade im Jahr 2010 zahlreiche „Blogs“ oder „Internet-Zeitungen“ entstanden, die auf die VorzĂŒge der Berichterstattung im Internet setzen: kostenfrei, 24 Stunden am Tag erreichbar, schnell, hintergrĂŒndig, vernetzt und multimedial.

Wir wĂŒnschen den Kollegen viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser.

Am Erfolg haben auch die Werbekunden teil, denen wir sehr herzlich fĂŒr die AuftrĂ€ge danken. Durch die Werbeeinnahmen wird ein Teil unserer Arbeit finanziert. Wir bitten deshalb um freundliche Beachtung der Anzeigen.

WĂ€hrend wir Betriebsferien machen, sind Sie herzlich eingeladen, unsere Artikel „nachzulesen“ – stöbern Sie einfach.

Oben können Sie ĂŒber das MenĂŒ zu verschiedenen Kategorien springen, rechts unten finden Sie in der Seitenleiste Schlagwörter und eine hierarchische Darstellung der Kategorien.

Wenn Sie uns ein Weihnachtsgeschenk oder eines zum neuen Jahr machen wollen, dann schreiben Sie uns, was Ihnen gefÀllt, was Sie vermissen, was wir besser machen können.

Das schließen wir dann in unsere guten VorsĂ€tze fĂŒr 2011 ein! 🙂

In diesem Sinne
wĂŒnschen wir Ihnen schöne Tage

Ihre
Redaktion weinheimblog