Sonntag, 24. September 2017

Planungs-Workshop zur kĂŒnftigen Nutzung des Areals am 20. Oktober

BĂŒrgerbeteiligung: Was aus dem GRN-Zentrum wird

Weinheim, 15. Oktober 2014. (red/pm) Was geschieht mit dem Areal, auf dem derzeit das „GRN-Betreuungszentrum“, die so genannte „Kreispflege“, untergebracht ist? Der Rhein-Neckar-Kreis baut eine neue Pflegeeinrichtung in der NĂ€he des Kreiskrankenhauses an der Mannheimer Straße. Das bisherige Gebiet wird frei. Die Stadt lĂ€dt die BĂŒrger/innen zu einem Planungsworkshop am 20. Oktober um 18:00 Uhr in der Freudenberg-Schule ein. [Weiterlesen…]

Schnelle Evakuierung der 111 Patienten verhindert Schlimmeres

Drei Verletzte bei erneutem Brand im GRN-Betreuungszentrum

Weinheim, 29. September 2013. (red) Gegen 14:40 Uhr wurde heute ein Brand in der geschlossenen Abteilung des GRN-Betreuungszentrum in der Viernheimer Straße gemeldet. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte sofort den Brand bekĂ€mpfen, da das Klinik-Personal die 111 Patienten im GebĂ€ude schon evakuiert hatte. Zwei Pfleger und eine Patientin kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. [Weiterlesen…]

Freiwillige Feuerwehr Weinheim bilanziert das Jahr 2012

Schwierige EinsĂ€tze – große Herausforderungen

Die drei von der Einsatzleitung (von links): Volker JĂ€ger, Reinhold Albrecht, Andreas Schmitt.

 

Weinheim, 17. Januar 2013. (red) Soviel steht fest: Die Feuerwehr Weinheim hat auch im vergangenen Jahr vollen Einsatz geleistet. Teils aber unter enorm schweren Bedingungen, die „eine große Herausforderung“ darstellen, wie Kommandant Reinhold Albrecht sagte. Und diese Herausforderungen werden zunehmen – unter anderem durch den demografischen Wandel und durch barrierefreie GebĂ€ude. Die Feuerwehr ist gut aufgestellt – eine Zukunftssicherung unumgĂ€nglich.

Von Hardy Prothmann

Insgesamt 706 EinsĂ€tze verzeichnete die Feuerwehr im Jahr 2012. Das waren zwar genau 63 weniger als 2011, aber einige EinsĂ€tze haben die Feuerwehr stark gefordert. Vor allem der Brand in der GRN-Klinik, ist beispielhaft fĂŒr die neuen Herausforderungen fĂŒr die Feuerwehr. Nach einer Brandstiftung war eine 41-jĂ€hrige Frau ums Leben gekommen war und 18 Personen wurden verletzt. Die Feuerwehr musste neben den Löscharbeiten bei der Evakuierung der Station mithelfen, was eigentlich nicht deren Aufgabe ist. Kommandant Reinhold Albrecht weist auf ein schwierige Lage hin:

In betreuten Einrichtungen gibt es insbesondere nachts nur wenig Betreuungspersonal. Die ein, zwei Personen können mehrere Dutzend Menschen gar nicht alleine evakuieren. Aber dabei geht wertvolle Zeit verloren. Insbesondere, wenn alte und/oder behinderte Menschen gerettet werden mĂŒssen, brauchen wir sehr viel mehr EinsatzkrĂ€fte, als nur fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung.

 

Eine 41 Jahre alte Frau kam bei diesem Zimmerbrand im GRN-Betreuungszentrum ums Leben.

Pressewart Ralf Mittelbach ergÀnzt:

Und die Kameraden mĂŒssen sich auf verwirrte, orientierungslose Menschen einstellen, die Anweisungen möglicherweise nicht sofort oder auch falsch verstehen.

Im August zeigte sich „eindrucksvoll“, was ein Brand anrichten kann. Eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses brannte komplett aus – auch der Rest des Hauses wurde unbewohnbar. Schaden: 180.000 Euro: „So ein Feuer erreicht schnell mal 800 Grad und mehr“, sagte Ralf Mittelbach.

Im August brannte in der Leuschnerstraße eine Wohnung komplett aus.

 

Bei einem Brand im Langgassenweg am Jahresende konnte die Feuerwehr den Schaden professionell begrenzen. Kommandant Reinhold Albrecht war einer der ersten vor Ort und betreute die Bewohner, die mit einem Schrecken davonkamen. Hier brannte ein Zimmer vollstÀndig aus, der Rest des Hauses konnte gehalten werden.

Brandschutz ist die „halbe Miete“

Nach dem Einsatz im Langgassenweg: Der verformte Helm und das kohlrabenschwarze Visier hatten heute ihren letzten Einsatz.

Aus Sicht der Feuerwehr ist ein vorbeugender Brandschutz die „halbe Miete“. Kommandant Albrecht, der auch als SachverstĂ€ndiger wirkt, appellierte an die Bevölkerung, sich selbst zu schĂŒtzen:

Rauchmelder gehören in jede Wohnung.

Denn sobald ein Brand entsteht, bleibt oft nicht mehr viel Zeit. Innerhalb von wenigen Minuten kann im ungĂŒnstigen Fall ein Vollbrand entstehen: „Das geht schneller als den meisten Menschen bewusst ist“, sagte Ralf Mittelbach.

Feuerwehrdezernet und Erster BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner lobte die Wehr fĂŒr die hervorragende Arbeit und meldete ebenfalls Sorgen an:

Die barrierefreie Bauweise ermöglicht es beispielsweise auch Rollstuhlfahrern, in oberen Stockwerken zu wohnen. Das ist gut so. Aber im Ernstfall schlecht, weil keine FahrstĂŒhle mehr benutzt werden können.

Auch beobachte er mit Besorgnis, dass immer mehr Wohnungen von karitativen Einrichtungen angemietet wĂŒrden, die dafĂŒr eigentlich nicht geeignet seien:

Hier fehlen oft die zweiten Rettungswege.

Herausforderung „demografischer Wandel“

FĂŒr Kommandant Albrecht ist das nur eine Seite der Medaille „demografischer Wandel“: Einerseits betreffe das die zu rettenden Menschen, andererseits aber auch die Feuerwehr:

Unsere Leute werden auch immer Ă€lter – es wird irgendwann Nachwuchsprobleme geben.

Das Szenario, dass Wehren sich Aufgaben teilen mĂŒssen, ist kein Gedankenspiel mehr, sondern wird in absehbarer Zeit umgesetzt werden mĂŒssen. Die EinsatzstĂ€rken seien im Moment gut – aber das sei fĂŒr die Zukunft nicht garantiert. Und wĂ€hrend es in der Abteilung Stadt noch gut aussehe, sei es beispielsweise in Oberflockenbach vor allem durch lĂ€ngere Anfahrtzeiten schon nicht mehr „rosig“. Auch hĂ€ufige Hilfe fĂŒr Wehren im Umland, beispielsweise Viernheim, zeigten, dass nur so „LĂŒcken“ geschlossen werden könnten.

Aktuell hat die Wehr 326 Aktive. Im Jahr zuvor waren es 352:

Es sind nicht so viele in die Altersmannschaft „aufgerĂŒckt“, sondern wir haben genau untersucht, wer aktiv tĂ€tig ist und wer nicht. Den schöne Zahlen bringen nichts, wenn keine echte Manpower dahintersteht.

Wer bei EinsĂ€tzen nicht dabei war oder nicht regelmĂ€ĂŸig geĂŒbt hat, dem wurde nahegelegt, den Dienst aufzugeben.

Umgekehrt ist die Jugend sehr aktiv, ein Paradebeispiel ist die 23-köpfige Kinderfeuerwehr Sulzbach. Hier können sechs- bis zehnjĂ€hrige Kinder langsam an die Feuerwehr herangefĂŒhrt werden. Motto: Je frĂŒher die PrĂ€gung, desto besser. Denn klar ist: Viele junge Kameraden kommen aus Feuerwehrfamilien und die ZugĂ€nge rekrutieren sich aus der Jugend, die derzeit 131 Mitglieder hat.

Die Kinderfeuerwehr ist nun Teil der Feuerwehr Weinheim. Bild: RM

Neue Drehleiter – neue Aufgaben

Und natĂŒrlich benötigt die Feuerwehr ordentliches Material – ob Ausstattung und Werkzeuge oder Fahrzeuge. 2008 hat die Wehr eine Strukturuntersuchung vorgenommen und einen Bedarfsplan aufgestellt: Rund 7,5 Millionen Euro mĂŒssen bis Anfang 2020 investiert werden, um die Wehr technisch modern auszurĂŒsten. 2016/2017 beispielsweise soll nach Plan eine neue Drehleiter angeschafft werden. Kostenpunkt: Zwischen 700.-750.000 Euro. Die aktuell eingesetzte Drehleiter stammt aus dem Jahr 1994 und „hakt“ ab und an. Außerdem ist der Korb nicht zur Rettung von Rollstuhlfahrern oder sehr schweren Menschen geeignet.

Der Stadtbrandmeister: Kommandant Reinhold Albrecht kann zufrieden mit sich und seiner Mannschaft sein. Auch, wenn große Herausforderungen auf die Wehr zukommen.

Auch die Energiewende wird die Feuerwehr vor große Herausforderungen stellen. Was, wenn es in einer Windkraftanlage brennt? Der stellvertretende Kommandant Andreas Schmitt erlĂ€utert das ganz schaubildlich: „Wir kommen knapp bis 30 Meter hoch. Diese „GebĂ€ude“ sind rund 150 Meter hoch.“

Die Weinheimer Wehr macht sich aber auch außerhalb der klassischen Aufgaben Ă€ußerst verdient. Die fast flĂ€chendeckende Versorung der Stadt mit knapp 60 AED-GerĂ€ten, die Helfer anleiten, um Menschen mit Herzstillstand zu reanimieren, hat bis ins Ausland Beachtung gefunden und der Wehr sogar einen Preis eingebracht. Aber auch die Qualifiktion der Feuerwehrleute kommt nicht zu kurz: Insgesamt 30 „Helfer-vor-Ort“ hat die Wehr mittlerweile. Diese FeuerwehrsanitĂ€ter können Patienten versorgen und betreuen bis der Rettungsdienst eintrifft.

Einer unserer Helfer konnte vergangenes Jahr einen Mann reanimieren, der am alten GĂŒterbahnhof einen Herzstillstand hatte. Der Mann konnte ohne SchĂ€den spĂ€ter wieder das Krankenhaus verlassen,

sagt Ralf Mittelbach. Man merkt ihm den Stolz an. Und auch die Zufriedenheit: Den Ausbildung kostet Geld und die Notwendigkeit hatte zunÀchst nicht unbedingt jeder erkannt. Solche Erfolge sind besser als alle Argumente.

2012 war zudem das 150. JubilÀumsjahr der Feuerwehr sowie das 50. der Jugendfeuerwehr, der Àltesten in Nordbaden. Hier gab es jede Menge zusÀtzliche ehrenamtliche Arbeit zu leisten.

AED-GerÀte können Menschenleben retten. Foto: Feuerwehr Weinheim

2013 wartet im Herbst kann die Wehr an einem „Gefahrenzug“ ĂŒben, den die deutsche Bahn zur VerfĂŒgung stellt. Ansonsten stehen die „ĂŒblichen Aufgaben“ wie die Sicherung von Festen und Veranstaltungen auf dem geplanten Programm. Was ungeplant kommt, weiß man natĂŒrlich noch nicht. Klar dĂŒrfte sein, dass die Statistik wieder Einsatzzahlen von 7-800 zeigen wird. Seit 1986 ist die Zahl von 208 auf den Spitzenwert von 957 EinsĂ€tzen im Jahr 2010 gestiegen: „Das war ein Sturmjahr mit allein 150 „naturbedingten“ EinsĂ€tzen“, sagt Kommandant Albrecht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9029 ehrenamtliche Stunden geleistet. Unter den 706 EinsĂ€tzen waren 95 BrĂ€nde, 183 technische Hilfeleistungen, 138 Sicherheitswachen, 111 Fehlalarme, 55 NotfalleinsĂ€tze und 19 Tierrettungen. Zwei böswillige Fehlalarme konnten zur Anzeige gebracht werden.

74 Personen konnten gerettet werden, allerdings gab es auch sechs Tote – auch das eine Belastung fĂŒr die Kameraden. Die Feuerwehr hat auch sieben Feuerwehrseelsorger, darunter einen muslimischen, die sich um Angehörige und auch Team-Mitglieder im Notfall kĂŒmmern.

Herausragend ist die Arbeit der Öffentlichkeitsarbeit. Die Kameraden um den Pressewart Ralf Mittelbach wurden von Kommandant Albrecht sowie seinen Stellvertreternd Volker JĂ€ger und Andreas Schmitt ausdrĂŒcklich gelobt – dem schließen wir uns redaktionell gerne an. Die Zusammenarbeit mit dem Presseteam und der FĂŒhrung ist hervorragend.

Spiel, Musik und Kerwe-Rallye im GRN-Betreuungszentrum

„Kerwe am Weiher“ mit neuen Attraktionen

Weinheim, 11. September 2012. (red/pm) Nach dem bewĂ€hrten Erfolgsrezept der letzten zwei Jahre findet in diesem Jahr erneut die „Kerwe am Weiher“ statt. Auszubildende und Praktikanten des GRNBetreuungszentrums Weinheim laden gemeinsam fĂŒr Samstag, 22. September 2012, zur Kerwe-Rallye und anderen Attraktionen in den Park der GRN-Einrichtungen, Viernheimer Straße 27, ein.

Information der Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH:

„Von 13 bis 16 Uhr haben externe GĂ€ste vielfĂ€ltige Möglichkeiten, sich gemeinsam mit Bewohnern und Mitarbeitern des Betreuungszentrums bei Musik, verschiedenen Spielen und Leckereien zu amĂŒsieren. Neben den Klassikern Dosenwerfen, Torwandschießen, Minigolf, Kegeln, Eierlaufen und Entenangeln gibt es in diesem Jahr mindestens eine neue, selbst gebaute Rallye-Station – welcher Art sie sein wird, wird im Vorfeld nicht verraten.

Patrick Eck, GĂ€rtner im Betreuungszentrum und Leiter des Organisations-Teams, rĂ€t potenziellen Besucherinnen und Besuchern: „Lassen Sie sich ĂŒberraschen!“ Teilnehmer jeden Alters können an den Stationen der Kerwe-Rallye Punkte sammeln; den drei erfolgreichsten unter ihnen winken tolle Preise.

Musikalisch begleitet wird die „Kerwe am Weiher“ dieses Jahr von der French Quarter Jazzband aus Heppenheim. Zur StĂ€rkung stehen Kaffee und frisch gebackener Kuchen zum Selbstkostenpreis bereit. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter – dann in der Kapelle des GRN-Betreuungszentrums – statt.“

Sommerfest im GRN-Betreuungszentrum

„Sie hat selbst gerne gefeiert…“

Weinheim, 02. Juli 20012. (red/pm) Das Sommerfest im GRN-Betreuungszentrum wird in diesem Jahr etwas nachdenklicher ausfallen als sonst. Man hatte im Vorfeld intensiv darĂŒber nachgedacht, ob es ĂŒberhaupt stattfinden soll, weil bei dem Brand am 05. Juni 2012 eine Bewohnerin ums Leben gekommen ist. So wird das Fest am 14. Juli auch eine Art Gedenkfeier.

Information des GRN-Betreuungszentrums Weinheim:

„Noch immer stehen die Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GRN-Betreuungszentrums Weinheim unter dem Schock des Brandes am 5. Juni dieses Jahres, bei dem eine Bewohnerin ums Leben gekommen war. Dennoch haben sie beschlossen, das diesjĂ€hrige Sommerfest im Park nicht ausfallen zu lassen. „Wir sind ĂŒberzeugt davon, dass die Verstorbene sich gewĂŒnscht hĂ€tte, dass das Fest stattfindet“, sagt Heimleiter Franz Bonda.

„Sie hat selbst gerne gefeiert, und wir werden zu dieser Gelegenheit in besonderer Weise an sie denken.“ Bonda ist ebenso wie Arbeitstherapeut und Fest-Organisator Andreas Muschalle sowie das gesamte Team sehr beeindruckt von den SolidaritĂ€tsbekundungen verschiedener Weinheimer Gruppierungen, die sich gerade nach dem Brand meldeten, um zu fragen, wie sie sich fĂŒr das Betreuungszentrum engagieren könnten.

Alle, die aktiv zum Programm des Sommerfestes beitragen, tun dies unentgeltlich. Wer auch immer Lust auf Musik, Tanz, Deftiges vom Grill und SĂŒĂŸes vom Kuchenbuffet hat, ist daher herzlich eingeladen, sich am Samstag, 14. Juli 2012, von 12 bis 16.30 Uhr auf dem GelĂ€nde in der Viernheimer Straße 27 zu vergnĂŒgen.

Der Eintritt ist frei, Essen und Trinken werden zum Selbstkostenpreis verkauft – fĂŒr Bewohner des Betreuungszentrums ist die Verpflegung kostenlos.

Das Programm des Sommerfestes im Einzelnen:

12:00 Uhr BegrĂŒĂŸung durch Heimleiter Franz Bonda Mittagessen vom Grill mit zĂŒnftiger Blasmusik der Stadtkapelle Weinheim

13:00 Uhr Konzert des Akkordeonclubs Weinheim

14:00 Uhr „ Die Drei aus der Anstalt“ (Hausband des Betreuungszentrums)

14:30 Uhr Kinder des Kindergartens „Pusteblume“ sagen Hallo

14:45 Uhr GrĂŒĂŸe von den SchĂŒlern der Karrillonschule

15:00 Uhr „Eine Stimme und eine Gitarre“ ( Musikclub Pöhlert)

15:15 Uhr Bauchtanz-Gruppe Assada

15:30 Uhr French Quarter Jazz Band

15:45 Uhr Verschiedene Tanzdarbietungen

16:00 Uhr Musikalischer Ausklang mit der French Quarter Jazz Band

Das GRN-Betreuungszentrum Weinheim verbindet 125 Jahre Erfahrung mit modernen pĂ€dagogischen AnsĂ€tzen und Behandlungsmethoden. PflegebedĂŒrftige sowie körperlich, geistig und psychisch belastete oder behinderte Menschen erhalten die Möglichkeit, in einem beschĂŒtzten Umfeld entsprechend ihren Begabungen und in Gemeinschaft mit anderen zu leben. Besonders positiv wirkt sich das Miteinander verschiedener Generationen auf das Leben im Betreuungszentrum aus.

In der GRN-Klinik fĂŒr Geriatrische Rehabilitation, die sich auf dem gleichen GelĂ€nde wie das Betreuungszentrum befindet, werden Ă€ltere Patienten nach Schlaganfall, mit Frakturerkrankungen, mit chronischen Erkrankungen sowie bei krankheitsbedingter verzögerter Rekonvaleszenz behandelt. Das therapeutische Ziel ist es, den Patienten die RĂŒckkehr ins hĂ€usliche Umfeld zu ermöglichen.“

Angeblich gab es einen Rauchschutzmelder

GRN-GeschĂ€ftfĂŒhrung nimmt Stellung zum Zimmerbrand

Weinheim/Schwetzingen/Rhein-Neckar. (red/pol) Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, einem Betrieb des Rhein-Neckar-Kreises, hat sich um Brand und Todesfall im GRN-Betreuungszentrum per Pressemitteilung am spĂ€ten Nachmittag geĂ€ußert. Man sei ĂŒber den „tragischen Tod erschĂŒttert“, aber sonst sei alles „vorbildlich“ gelaufen.

Angeblich sind alle RĂ€ume mit Rauchschutzmeldern ausgestattet – wieso diese nicht angeschlagen haben und das Leben der Frau retten konnten, dazu Ă€ußert sich die GeschĂ€ftsfĂŒhrung nicht. Auch sei sonst niemand verletzt worden. Die Schadenshöhe ist nicht bekannt. Zeitgleich mit der Pressemitteilung, nach der die Brandursache noch „unbekannt“ sei, meldete die Polizei, dass es sich nachweislich um Brandstiftung gehandelt hat. Entweder steht man nicht miteinander in Kontakt oder macht eine sehr unprofessionelle Öffentlichkeitsarbeit.

Information der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH:

„Nach dem gestrigen Brand im GRN-Betreuungszentrum Weinheim, bei dem eine 41-jĂ€hrige Bewohnerin ums Leben gekommen war, hat sich der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH, RĂŒdiger Burger, am heutigen Mittwoch, 6. Juni, vor Ort ausfĂŒhrlich ĂŒber die Situation informiert. „Wir sind erschĂŒttert ĂŒber den tragischen Tod der Bewohnerin, die seit 2007 in unserem Haus gelebt hat“, sagte Burger im Anschluss an den Besuch im Betreuungszentrum. Er habe allerdings den Eindruck gewonnen – und dieser deckt sich mit der EinschĂ€tzung der Weinheimer Feuerwehr –, dass unmittelbar nach Ausbruch des Brandes sĂ€mtliche Sicherheitsmaßnahmen, von der Alarmierung der Feuerwehr ĂŒber die Evakuierung der Bewohner bis hin zur vorsorglichen Unterbringung von 19 Personen in umliegenden KrankenhĂ€usern, vorbildlich gegriffen haben. Dadurch konnte verhindert werden, dass der Brand auf andere Wohnbereiche ĂŒbergriff und weitere Personen zu Schaden kamen. Entgegen anders lautenden Presseberichten seien alle Zimmer auf dem betroffenen Wohnbereich mit einem Rauchschutzmelder ausge­stattet gewesen – zusĂ€tzlich zu der in den Fluren installierten Brandschutzanlage, durch die im Brandfall automatisch die Feuerwehr alarmiert wird. Angaben zur Brandursache könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen, da die entsprechenden Ermittlungen der Kriminalpolizei noch laufen. Auch ĂŒber die Höhe des Schades kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden.

Keine der erwĂ€hnten 19 Personen – 14 Bewohnerinnen und Bewohner und fĂŒnf PflegekrĂ€fte – war verletzt worden, so dass sie alle im Laufe des heutigen Tages wieder ins Betreuungszentrum zurĂŒckkehren konnten. Die Station, auf der der Brand ausgebrochen war, ist vorerst nicht bewohnbar, andere Bereiche des Betreuungszentrums sind jedoch nicht beeintrĂ€chtigt; zwei BrandschutztĂŒren, die bei einem Brand automatisch schließen, haben den betroffenen Bereich zuverlĂ€ssig abgeschottet. Daher können die bislang dort lebenden Menschen nun ohne Probleme in anderen Wohnbereichen untergebracht werden.

RĂŒdiger Burger nutzte die Gelegenheit, sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betreuungszentrums fĂŒr ihr umsichtiges und solidarisches Verhalten wĂ€hrend und nach der Evakuierung zu bedanken. „Das Pflegepersonal hat im entscheidenden Moment schnell und konsequent gehandelt und die vom Brand betroffenen Bewohner in Sicherheit gebracht“, bestĂ€tigte auch der Leitende Notarzt, Dr. Arnd Bublitz. Der stellvertretende Pflegedienstleiter, Eberhard Klicks, und der Leiter des Technischen Dienstes, Klaus Hagenbucher, waren in der Nacht vor Ort gewesen, um die EinsatzkrĂ€fte zu unterstĂŒtzen und Ersatz-Personal zu organisieren.“

19-jÀhrige TatverdÀchtige vorlÀufig festgenommen

GRN-Zimmerbrand: VorsÀtzliche Brandstiftung als Ursache ermittelt

In diesem Zimmer starb gestern eine 41-jÀhrige Frau. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und hat die 19-jÀhrige Mitbewohnerin verhaftet.

Weinheim/Rhein-Neckar, 06. Juni 2012. (red/pol) Wie die Polizei mitteilt haben Kriminaltechniker und Brandermittler des Dezernates Kapitalverbrechen der Heidelberger Kriminalpolizei bei ihren Untersuchungen vor Ort eindeutig Brandstiftung als Ursache des Zimmerbrandes ermittelt, bei dem am Dienstagabend eine 41-jĂ€hrige Bewohnerin des GRN-Wohnheims in der Viernheimer Straße ums Leben kam.

Information der Polizei:

Bei den weiteren Ermittlungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen eine 19-jÀhrige Mitbewohnerin der Getöteten. Die Frau wurde am Mittwochnachmittag vorlÀufig festgenommen und bei der Kriminalpolizei in Weinheim vernommen.

Dabei rĂ€umte sie die Tat ein. Unklar ist allerdings noch die Motivlage; die Ermittler gehen nach ihren bisherigen EindrĂŒcken von einem psychiatrisch bedingten Hintergrund aus.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim wird am morgigen Donnerstag einen Unterbringungsbefehl gegen die Frau beantragen.“

Todesopfer angeblich erst 18 Jahre alt, dann 41

Informationschaos der Behörden

Weinheim, 06. Mai 2012. (red) Die Polizei Heidelberg hatte zunÀchst berichtet, bei dem Opfer des Brandes im GRN-Betreuungszentrum handele es sich um eine 18-jÀhrige Frau. In der Nacht korrigierte die Polizei diese Angabe.

Die Frau sei nach neuesten Erkenntnissen 41 Jahre alt gewesen. Der von der Feuerwehr Weinheim auf 150.000 Euro geschÀtzte Schaden betrage laut Polizei Heidelberg nur noch 25.000 Euro.

Bei solch unterschiedlichen und verwirrenden Angaben der Behörden bitten wir unsere Leserinnen und Leser um VerstĂ€ndnis, dass wir zunĂ€chst auf behördliche Angaben angewiesen sind und diesen „seriös“ vertrauen.

Wir haben noch in der Nacht die Polizei kontaktiert, um zu „klĂ€ren“, dass es sich bei der Angabe der „18“ nicht um einen „Zahlendreher“ handelt und das Opfer eventuell „81“ Jahre alt war. Uns wurde versichert, dass „18“ richtig sei.

Unsere weitere Berichterstattung wird natĂŒrlich auch andere Quellen befragen und ein umfassendes Bild darstellen.

Einsatzbericht der Feuerwehr

Brandschutztechnik und Ortskenntnis verhinderten eine Katastrophe

RettungskrĂ€fte kĂŒmmern sich um geschockte Personen.

Weinheim, 06. Juni 2012. (red/fw/rm) Die Feuerwehr Weinheim und andere Wehren haben eine Katastrophe im GRN-Betreuungszentrum verhindert. Durch funktionierende Technik und einen soliden Einsatz.

Von Ralf Mittelbach

Die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt wurde am Dienstagabend um 19:53 Uhr zu einem Brand in das GRN Betreuungszentrum in der Viernheimer Straße gerufen.

Bereits um 19:58 Uhr traf das Vorauslöschfahrzeug der Weinheimer Feuerwehr an der Einsatzstelle ein und startet mit einem Trupp unter Atemschutz mit KleinlöschgerÀt die Erkundung. Auf dem Anzeigetableau der Brandmeldeanlage hatten mehrere Rauchmelder in der Station 14 des Altbau ausgelöst und deuteten auf einen Brand hin.

Im dritten Obergeschoss der Pflegestation war es aus bisher ungeklÀrter Ursache zu einem Zimmerbrand gekommen. Um 19:59 war die Drehleiter einsatzbereit und um 20 Uhr war das nÀchste Löschfahrzeug der Weinheimer Feuerwehr in den Einsatz eingebunden.

Da sich beim Eintreffen der Feuerwehr noch alle Bewohner im GebÀude befanden und zunÀchst noch nicht bekannt war, wie weit das Feuer sich bereits ausgebreitet hatte, wurde eine umfangreiche Nachalarmierung erforderlich.

FĂŒr die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt wurde Vollalarm ausgelöst und die Abteilungen Sulzbach und LĂŒtzelsachsen – Hohensachsen mit jeweils 2 zusĂ€tzlichen Löschfahrzeugen nachalarmiert. Von der Werkfeuerwehr der Firma Freudenberg wurde ein weiteres Hubrettungsfahrzeug alarmiert. Die Feuerwehr Hemsbach wurde mit dem Löschzug nachgefordert, bestehend aus dem Einsatzleitwagen, zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter.

Außerdem wurde die UnterkreisfĂŒhrungsgruppe alarmiert um die Einsatzleitung vor Ort zu unterstĂŒtzen. Auch Kreisbrandmeister Peter Michels, der stellvertretende Landrat Joachim Bauer und BĂŒrgermeister Torsten Fetzner kamen zur Einsatzstelle um die Einsatzleitung der Feuerwehr Weinheim um Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht zu unterstĂŒtzen.

FĂŒr die anrĂŒckenden KrĂ€fte wurde die Viernheimer Straße gesperrt um einen Bereitstellungsraum einzurichten. Hier wurden die Fahrzeuge gesammelt und nach Bedarf abgerufen und eingesetzt.

WÀhrend der erste Trupp unter Atemschutz mit dem ersten Rohr die BrandbekÀmpfung einleitet, waren weitere zehn Trupps bestehend aus je zwei Feuerwehrangehörigen unter Atemschutz damit beschÀftigt die Bewohner aus der verrauchten Station ins Freie zu bringen. Dies gestaltet sich als schwierig, da viele Bewohner unter Schock standen und orientierungslos umherirrten.

Insgesamt 18 Bewohner konnten von der Feuerwehr gerettet und aus dem GebĂ€ude gebracht werden. Hier hatte der Rettungsdienst eine PatientenĂŒbergabe eingerichtet und nahm die Geretteten in Empfang. Von dort wurden die Verletzten an eine Kapelle auf dem GRN GelĂ€nde gebracht. Hier hatte der Rettungsdienst eine Verletzten Sammelstelle errichte.

Aufgrund der Vielzahl von Verletzten, wurde auch fĂŒr den Rettungsdienst Großalarm ausgelöst. Insgesamt 25 Rettungswagen, drei NotĂ€rzte, der leitende Notarzt sowie der organisatorische Leiter Rettungsdienst waren im Einsatz.

Die Schnelleinsatzgruppen des Ehrenamts von der Johanniter Unfallhilfe und des Deutschen Roten Kreuz Weinheim kamen ebenfalls in den Einsatz. Hier wurde auch der vom Bund fĂŒr Katastrophenschutz EinsĂ€tze zur VerfĂŒgung stehende GerĂ€tewagen San eingebunden

Zur Betreuung der Verletzten, Bewohner und Mitarbeiter wurde auch die Feuerwehrseelsorgeeinheit dazu gerufen. Diese kĂŒmmerte sich um die Betroffenen und versuchte in GesprĂ€chen den Menschen zu helfen, ihre EindrĂŒcke zu verarbeiten.

Im dritten Obergeschoss des Altbaus liefen die Löscharbeiten auf Hochtouren. Zwischenzeitlich wurde auch die Drehleiter in Stellung gebracht und an dem betroffenen Zimmer im dritten Obergeschoss angeleitert.

Es stellte sich heraus, dass das Feuer in einem Zimmer mit integriertem Bad ausgebrochen war. Der Schlaf / Wohnbereich des Zimmers stand in Flammen und die 18jÀhrige Bewohnerin des Zimmers konnte durch die EinsatzkrÀfte nur noch tot geborgen werden.

Die Sicherheitseinrichtungen des GRN Betreuungszentrums hatten gut funktioniert. So schlossen die BrandschutztĂŒren sowie RauchschutztĂŒren nach der Branderkennung. Dadurch konnte sich das Feuer und der Rauch nicht auf weitere Stationen ausbreiten.

Um die beiden zur VerfĂŒgung stehenden TreppenhĂ€user rauchfrei zu halten wurden zwei mobile RauchverschlĂŒsse eingesetzt und mit Überdruck belĂŒftet. Eine Evakuierung der anderen Stationen war nicht erforderlich, da die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen konnten und durch die funktionierende Sicherheitseinrichtungen mit Brandabschnitten fĂŒr die Bewohner in den anderen Stockwerken keine Gefahr bestand.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurde noch eine Person vermisst und von den KrÀften des Rettungsdiensts gesucht. Es stellte sich heraus, dass sich die Person wÀhrend des Brandes in einer anderen Station aufgehalten hatte und dort wohlbehalten wartete.

Gegen 22 Uhr konnte die Feuerwehr Weinheim den Einsatz beenden und die Einsatzstelle an den Rettungsdienst ĂŒbergeben. Dieser kĂŒmmerte sich noch um die Verlegung der Bewohner, da die Pflegestation bis auf weiteres unbewohnbar sein wird.

Gegen 24 Uhr konnten aber auch die letzten KrĂ€fte des Rettungsdienst den Einsatz abschließen. 14 Personen mussten in umliegende KrankenhĂ€user eingeliefert werden, wĂ€hrend andere Betroffene nach der Sichtung durch die NotĂ€rzte in der GRN Klinik bleiben konnten.

Nach EinschĂ€tzung der Weinheimer Feuerwehr, dĂŒrfte sich der Schaden bei circa 150000 Euro liegen. Die Kriminalpolizei Weinheim hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Fazit: Die regelmĂ€ĂŸigen Objektbegehungen und Übungen im GRN Betreuungszentrum haben sich bewĂ€hrt. Durch die Ortskenntnis und den geschulten Umgang mit den Bewohnern, sowie das Wissen um die Brandschutzeinrichtungen haben den Einsatzverlauf positiv beeinflusst.

Anm. d. Red.: Ralf Mittelbach ist Pressewart der Feuerwehr Weinheim.