Dienstag, 19. September 2017

Nach Protesten gegen das Vorgehen der Stadtverwaltung in der "Hallenfrage SĂŒd"

OB verspricht Dialog mit den BĂŒrgern

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Die Weinheimer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind verĂ€rgert: Die PlĂ€ne der Stadt, die Mehrzweckhalle inklusive Schwimmbad abzureißen, können viele nicht nachvollziehen.

 

Weinheim, 28. Juni 2013. (red/pm) Nachdem am 17. Juni mehr als 600 Menschen auf dem Weinheimer Marktplatz fĂŒr den Erhalt der Mehrzweckhalle mit Schwimmbad in Hohensachsen protestierten, verspricht die Stadtverwaltung nun den offenen Dialog mit den BĂŒrgern. Noch vor der nĂ€chsten Gemeinderatssitzung will OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard mit Interessenvertretern und Nutzern eine gemeinsame Lösung finden. Die Stadt Weinheim will die weitere Vorgehensweise dann auch in der Juli-Sitzung des Gemeinderats besprechen. Der Tagesordnungspunkt war von der Juni-Agenda kurzfristig gestrichen worden. [Weiterlesen…]

Gut 600 Weinheimer demonstrieren gegen die PlĂ€ne der Stadtverwaltung fĂŒr die Mehrzweckhalle Hohensachsen

„Wir brauchen nur ein neues Dach“

Über 600 Menschen aus Hohen- und LĂŒtzelsachsen hatten sich gestern nachmittag am Marktplatz versammelt und hatten gegen die PlĂ€ne der Stadt demonstriert, die Mehrzweckhalle in Hohensachsen abzureißen und das Viktor-Dulger-Hallenbad zu schließen. Sie warfen der Verwaltung Intransparenz vor.

Über 600 Menschen aus Hohen- und LĂŒtzelsachsen hatten sich gestern nachmittag am Marktplatz versammelt und hatten gegen die PlĂ€ne der Stadt demonstriert, die Mehrzweckhalle in Hohensachsen abzureißen und das Viktor-Dulger-Hallenbad zu schließen. Sie warfen der Verwaltung Intransparenz vor.

 

Weinheim, 18. Juni 2013. (red/ld) Die Hohensachsener sind sauer. Die Stadtverwaltung will ihre Mehrzweckhalle mit Schwimmbad platt machen und als FlĂ€che fĂŒr Wohnbebauung verkaufen. Als Ersatz dafĂŒr sollen sich Hohensachsen und LĂŒtzelsachsen eine neue Halle teilen, die zwischen den beiden Ortsteilen entstehen soll. Ein neues Viktor-Dulger-Hallenbad wird es nicht geben. Eigentlich sollte das morgen in der Gemeinderatsitzung beschlossen werden. Nach ersten Protesten ist dieser Punkt erstmal von der Tagesordnung. Ein kleiner Erfolg fĂŒr die Hohensachsener, aber noch nicht das gewĂŒnschte Ergebnis. Was sie von der Stadtverwaltung wollen, taten gestern weit mehr als 600 Menschen – von jungen Familien bis zu Senioren – lautstark kund. [Weiterlesen…]

Offener Brief an den OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard

Mit Verlaub, Herr Bernhard, Sie sind ein TĂ€uscher

Weinheim, 18. Juni 2013. (red/pro) Die Stadtverwaltung Weinheim hat den StadtrĂ€ten einen Vorschlag zur inhaltlichen Gestaltung der InformationsbroschĂŒre zum BĂŒrgerentscheid ĂŒber die Frage Breitwiesen oder Hammelsbrunnen ĂŒbermittelt. Der Inhalt lĂ€sst nur einen Schluss zu: Heiner Bernhard will mit allen Mitteln eine anstĂ€ndige BĂŒrgerbeteiligung verhindern. Sein Auftreten als „BĂŒrger“-Meister ist eine Farce. Das ist mehr als bedauerlich. Der OberbĂŒrgermeister beschĂ€mt damit jeden Prozess von BĂŒrgerbeteiligung. [Weiterlesen…]

Die versuchte Hauruck-Entscheidung zum Hallenneubau ist die nÀchste OB-Baustelle

Mehr Transparenz, mehr Beteiligung, mehr Zeit

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Demo gegen Abriss und Neubau ohne BĂŒrgerbeteiligung.

 

Weinheim, 16. Juni 2013. (red/pro) Heute waren es wieder gut 60 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die zum Info-GesprĂ€ch mit der GrĂŒn-Alternativen-Listen (GAL) in die Mehrzweckhalle Hohensachsen gekommen sind. Am 05. Juni waren es gut 300 gewesen. Die PlĂ€ne der Stadt, eine gemeinsame Halle fĂŒr Hohen- und LĂŒtzelsachsen nördlich der Muckensturmer Straße sowie eine fĂŒr Oberflockenbach zu bauen und das Hohensachsener Viktor-Dulger-Hallenbad zu schließen, stoßen nicht nur auf wenig Gegenliebe, sondern auf massiven Protest. Eine Lösung fĂŒr die Situation ist nicht in Sicht. Aber eines werden die Menschen nicht akzeptieren – ein Hauruck-Verfahren, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Am heutigen Montag, um 17:00 Uhr will die BĂŒrgerinitiative Hohensachen zusammen mit Vereinen auf dem Marktplatz demonstrieren. [Weiterlesen…]

50 Jahre HaWei: Wasserolympiade ein voller Erfolg

Am Ende gewinnen alle

Bei der Wasserolympiade im HaWei ging es mÀchtig rund.

 

Weinheim, 29. Oktober 2012. (red/aw) Das Weinheimer Hallenbad (HaWei) feierte an diesem Wochenende mit mehreren Veranstaltungen sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Das Highlight war die Wasserolympiade am Samstagabend. Zehn Teams kĂ€mpften fĂŒr den guten Zweck um die Herrschaft des Wasserolymps.

Von Alexandra Weichbrodt

WĂ€hrend draußen der Winter Einzug hielt, war es im HaWei gewohnt tropisch warm. Bei 30 Grad Luft- und 31 Grad Wassertemperatur war von Winteranfang nicht viel zu spĂŒren. Die Sportler der zehn Mannschaften sollten aber nicht nur aufgrund des angenehmen Klimas ins Schwitzen kommen. In sechs Disziplinen galt es so viele Punkte wie möglich zu holen, um am Ende viel Geld fĂŒr das Pilgerhaus in Weinheim spenden zu können.

Die Stimmung unter den Wassersportlern ist gut. Das ursprĂŒngliche Teilnehmerfeld wurde noch kurzfristig um zwei Mannschaften des Deutschen Roten Kreuzes ergĂ€nzt. Am Start waren außerdem ein Team der Feuerwehr, der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Weinheim, Vereinsmannschaften der Weinheimer BlĂŒten, TSG Weinheim und DLRG Hemsbach, sowie die Firmen Weidler GmbH und Kadel SanitĂ€r GmbH aus Weinheim. Pro Team waren fĂŒnf bis acht “Sportler” zugelassen. MĂ€nner und Frauen kĂ€mpften miteinander.

„Die Spiele sind eröffnet“

Um Punkt 18 Uhr werden die Spiele im kleinen Becken des Hallenbades eröffnet. Es könnte kaum spektakulĂ€rer losgehen: In einem ĂŒberdimensional großem Wasserball muss pro Mannschaft zwei Mal 25 Meter ĂŒber das Wasser gelaufen werden. Ob auf allen Vieren oder per Salto, die Fortbewegungsmöglichkeiten innerhalb des Wasserballes sind groß und die Techniken der Teams Ă€ußerst kreativ. Am Ende hat die Feuerwehr mit 1 Minute und 55 Sekunden den schnellsten Lauf in Spiel eins absolviert. Damit lagen sie nur ein paar Sekunden vor den beiden zeitgleich platzierten Mannschaften der Firma Kadel und des DRK 2.

WĂ€hrend fĂŒr viele im Vorfeld mehr der olympische Gedanke “Dabei sein ist alles” zĂ€hlte, ist spĂ€testens jetzt auch beim letzten Wassersportler der Ehrgeiz geweckt. Schnell wird allen Beteiligten klar: Wer hier gewinnen will, muss sich anstrengen. Doch eigentlich gewinnen ja alle, betont Manfred Maser vom OdenwĂ€lder Shanty Chor, der im bunten Hawaiihemd durch die Veranstaltung fĂŒhrt.

FĂŒr die restlichen fĂŒnf Disziplinen geht es in das große Becken, wo auch schon Spiel zwei auf die Teams wartet. Das “Schlauchboot-Tauziehen” verlangt den Mannschaften einiges ab. Jeweils vier Teammitglieder mussten rudern, was die Arme hergaben, um die Gegner auf ihre Seite zu ziehen. Unter lauten Anfeuerungsrufen ihrer Fans ging es in die Duelle. Das lĂ€ngste fand zwischen den Weinheimer BlĂŒten und den Stadtwerken statt. Bereits nach dem ersten von drei DurchgĂ€ngen waren die Ruderer beider Teams ganz schön ausgepumpt. Am Ende setzten sich dann aber die Stadtwerke, mit ihrem Chef Peter KrĂ€mer durch und konnten wertvolle Punkte fĂŒr die Gesamtwertung erzielen.

Die „Olympioniken“ mussten zum Teil hart einstecken, besonders bei der Disziplin „Fischerstechen“.

 

Ausgedacht hat sich das Ganze das Team des Hallenbades. Gemeinsam mit den Stadtwerken haben sie die Feierlichkeiten anlĂ€sslich des JubilĂ€ums geplant und organisiert. Bereits am Freitagabend fand ein das Aqua-Kino statt. Gezeigt wurden zwei Filme fĂŒr Jung und Alt.

Das Aqua-Kino ist großartig angekommen, besonders die Kindervorstellung war hervorragend besucht,

sagt Peter KrĂ€mer. Und auch die Wasserolympiade zieht die Menschen in das Hallenbad. Etwa 250 Besucher, sind zum Startschuss der Spiele ins HaWei gekommen. Einen großen Teil davon bilden die zehn Mannschaften mit ihrer AnhĂ€ngerschaft. Wenn es darum geht zu helfen, mĂŒssen sich Vereine und Firmen aus Weinheim und Umgebung nicht lange bitten lassen.

Es ist toll, dass sich zehn Mannschaften so spontan dazu entschlossen haben mitzumachen. Einfach perfekt,

freut sich Betriebsleiter des HaWei, Herbert Hutter, der auch gleichzeitig die Spielleitung innehÀlt. Er ist der Mann der Punkte, ZwischenstÀnde und Ergebnisse. Aufmerksam notiert er jedes Duell und seinen Ausgang.

Voller Einsatz fĂŒr die gute Sache

Beim Staffelschwimmen ist Schnelligkeit gefragt.

Ordentlich zur Sache ging es in Spiel Nummer drei. Gleichgewichtssinn und Angriffslust waren hier gefragt. Beim “Fischerstechen” war das Ziel den Gegner vom Rand des Schlauchboots zu stoßen. Gar nicht so einfach, wie die Mitspieler feststellten. Der ein oder andere musste zum Teil harte StĂ¶ĂŸe einstecken. Am Ende triumphierten die, denen es gelang Geschick und Balance zu vereinen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit fand in Spiel vier statt. Staffelschwimmen unter erschwerten Bedingungen war angesagt. Jeweils fĂŒnf Schwimmer pro Team wurden mit T-Shirt ins Wasser geschickt. Bei freier Auswahl des Schwimmstils, galt es so schnell wie möglich 5×25 Meter zu absolvieren. Die Mannschaft der TSG Weinheim hatte hier mit 1 Minute und 4 Sekunden klar die Nase vorn. Platz zwei sicherten sich die Stadtwerke, mit einer Zeit von 1,24 und Platz drei belegte die DLRG Hemsbach, mit 1 Minute und 29 Sekunden.

Die TSG war auch im fĂŒnften Spiel erfolgreich. Wenn auch nur ganz knapp. Beim Wettrutschen war GleitfĂ€higkeit gefragt. Die fĂŒnf TSG’ler sausten am schnellsten durch die große Rutsche des HaWei. Mit einer Gesamtzeit von 37 Sekunden lagen sie allerdings nur einen Hauch vor den beiden zeitgleichen Teams der Feuerwehr und der Stadtwerke, die mit 39 Sekunden mininal langsamer waren.

OB Heiner Bernhard wagte den Sprung vom Dreimeter-Turm.

Spannend wurde es dann beim sechsten und letzten Spiel. Schirmherr der Veranstaltung, OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard, bestieg den Dreimeter-Turm und zeigte worum es ging: Höhentauglichkeit und Treffsicherheit.

Jeweils fĂŒnf Mannschaftsmitglieder mĂŒssen in zwei unterschiedlich große, im Wasser fixierte Körbe treffen. Jeder Teilnehmer hat dafĂŒr zwei WĂŒrfe, wobei ein Treffer in den kleineren Korb drei Punkte, in den grĂ¶ĂŸeren nur einen bringt. Eine echte Herausforderung, wie sich herausstellte. Lediglich Reinhold Albrecht traf fĂŒr das Team der Feuerwehr in den blauen Korb und sicherte so drei Punkte. Punkte die am Ende noch wichtig werden sollten. “Korbwerfen” war ein krönender Abschluss dieser Wasserolympiade. Auch die Zuschauer gaben noch einmal alles und belohnten jeden Treffer mit lauten Jubel.

Erschöpft, aber zufrieden

OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard warf außer Konkurrenz, fieberte aber sichtlich fĂŒr das Team der Stadt mit. Die Wasserolympiade ist „eine schöne Sache, die man öfters mal machen könnte“. Das Hallenbad Weinheim sei als eines der Ă€ltestes SchwimmbĂ€der der Region nach wie vor wichtig fĂŒr die Stadt Weinheim, findet er:

Mit ĂŒber 96.000 Besuchern im Jahr, ist es auch Teil der stĂ€dtischen Kultur und LebensqualitĂ€t.

Erschöpft aber zufrieden, sind die Teams nach den sechs absolvierten Spielen. Nun bleibt noch die Frage: Wer hat gewonnen und wie viele Punkte und somit Euro wurden erspielt? Herbert Hutter zieht sich zurĂŒck und rechnet das Endergebnis aus. Es wurde knapp auf den vorderen PlĂ€tzen. Lange sah es so aus, als wĂŒrde die TSG Weinheim am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen. Allerdings gelang es der Feuerwehr im letzten Spiel noch einmal aufzuholen. Mit drei Punkten Vorsprung gewannen sie am Ende vor der TSG und der Stadtverwaltung Weinheim.

Die erfolgreichsten Wassersportler: Das Team der Feuerwehr Weinheim.

Die Platzierungen im Überblick:

1. Platz – Feuerwehr Weinheim
2. Platz – TSG Weinheim
3. Platz – Stadtverwaltung Weinheim
4. Platz – Firma Kadel SanitĂ€r & die Stadtwerke Weinheim
6. Platz – DLRG Hemsbach
7. Platz – Weinheimer BlĂŒten
8. Platz – DRK 1
9. Platz – Firma Weidler
10. Platz – DRK 2

 

Doch viel wichtiger als die Platzierung war das Gesamtergebnis der erspielten Punkte.

426 Punkte und somit 426 Euro wurden fĂŒr eine soziale Einrichtung in Weinheim erspielt,

verkĂŒndet Manfred Maser bei der Siegerehrung. Die Stadtwerke unterstĂŒtzen mit dieser Spende das Pilgerhaus Weinheim.

So haben am Ende irgendwie doch alle gewonnen.

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Show und Spaß im Hallenbad zum JubilĂ€um

50 Jahre HAWEI

Weinheim, 25. Oktober 2012. (red/pm) Das Weinheimer Hallenbad HAWEI feiert 50-jĂ€hriges Bestehen mit einem ganzen Festwochenende vom Freitag, 26. bis Sonntag, 28. Oktober. Mit einem bunten Programm von Wasserkino, Wasserolympiade bis Kindernachmittag wird der runde Geburtstag gefeiert. Der Eintritt kostet an allen Tagen symbolisch fĂŒr alle Besucher 50 Cent oder – wer in alter WĂ€hrung bezahlt – 50 Pfennig.

Information der Stadt Weinheim:

„Freuen können sich die Weinheimer auf den Freitag, 26. Oktober. Das HaWei wird dann zum schwimmenden Kino. Zu sehen gibt es zwei Filme: Um 18 Uhr lĂ€uft „König der Wellen“, ein computeranimierter Film ĂŒber einen Pinguin, der leidenschaftlich gerne surft. Um 21 Uhr zeigen die Stadtwerke „TĂŒrkisch fĂŒr AnfĂ€nger“, den Spielfilm zur gleichnamigen ARD-Vorabendserie.

Die Zuschauer genießen dabei die Filme von schwimmenden Inseln im Becken Am Samstag, 27. Oktober, findet die Wasserolympiade der Weinheimer Firmen statt, die auch den Zuschauern ein Spektakel bietet. Acht Weinheimer Firmenmannschaften sind angemeldet. Der Wettbewerb mit Disziplinen wie Wettrutschen oder Schlauchboot-Tauziehen beginnt ab 16
Uhr. FĂŒr die Zuschauer gibt es Cocktails von zwei Bars und Livemusik im Hallenbad – und das bis 23 Uhr. Das Bad schließt an diesem Samstag erst um 24 Uhr.

Am Sonntag, 28. Oktober, haben die Stadtwerke einen Familientag geplant. Ein Clown treibt SpĂ€ĂŸchen mit den Besuchern und bei einem Malwettbewerb werden die Fenster in der kleinen Halle mit Fingerfarbe neu gestaltet. Auch an diesem Tag gibt es Livemusik fĂŒr die BadegĂ€ste. TatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt werden die Stadtwerke beim JubilĂ€umswochenende von der TSG Weinheim.

Wichtig: Außer dem gegenĂŒberliegenden Parkplatz an der Viernheimer Straße stehen am Samstag, 27. Oktober, weitere ParkflĂ€chen fĂŒr Besucher zur VerfĂŒgung. NĂ€mlich an der Viernheimer Straße, Westraße, sowie rechts und links vor dem Haupttor der Firma Freudenberg. Außerdem in der Badeniastraße (links vom Haupttor) und vor dem VerwaltungsgebĂ€ude (rechts vom Haupttor) der Firma Naturin in Nachbarschaft zum Bad.“

50 Jahre: HaWei feiert JubliÀum

„Die Spiele haben es in sich“

Vertreter der „Olympioniken“ sind sich sicher, dass es am 27. Oktober viel Spaß, Spannung und gute Laune im HaWei bei den „Spielen“ geben wird.

 

Weinheim, 16. Oktober 2012. (red/aw) Es geht um Ruhm, Ehre und den guten Zweck. Das Hallenbad Weinheim (HaWei) feiert vom 26. bis 28. Oktober sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Der Höhepunkt wird die Wasserolympiade am Samstag sein. Acht Mannschaften werden bei spaßigen Spielen ab 17 Uhr alles geben, um Geschick, Kraft und Können zu beweisen.

Von Alexandra Weichbrodt

Stadtwerke-Chef Peter KrĂ€mer strahlt. Man merkt ihm das Wettkampffieber schon an, seine Augen glĂ€nzen. Er wird selbstverstĂ€ndlich mitmachen. Am 27. Oktober. Wenn im HaWei die „Spiele“ beginnen. Wasserspiele – ist ja klar:

Das wird mit Sicherheit ein Riesenspaß.

Mit dabei sind Teams der Feuerwehr, Stadtverwaltung und Stadtwerke Weinheim,  Vereinsmannschaften der Weinheimer BlĂŒten, TSG Weinheim und DLRG Hemsbach, sowie die Firmen Weidler GmbH und Kadel SanitĂ€r GmbH aus Weinheim. Pro Team sind fĂŒnf bis acht „Sportler“ erlaubt. Geschlechtertrennung gibt es nicht. MĂ€nner und Frauen kĂ€mpfen miteinander.

Acht Teams – sechs Spiele

Am Abend des 15. Oktobers trafen sich die Vertreter der teilnehmenden Teams im HaWei, um zu erfahren was bei den großen Wasserspielen auf sie zukommt. Der Betriebsleiter des HaWei, Herbert Hutter, stellte den Delegierten das Programm der Olympiade erstmalig im Detail dar:

Die zu absolvierenden Spiele haben es in sich. Sie erfordern Einsatz, Anstrengung und Geschick. Doch vor allem Spaß an der Sache.

Bewertet wird mit einem detailliert ausgeklĂŒgeltem Punktesystem. Es geht nicht nur um einen Wettbewerb der Teams, besonders motivierend wird die Gesamtleistung aller sein: Denn jeder Punkt wird in einen Euro Spendengeld „umgemĂŒnzt“ und die Summe fĂŒr einen guten Zweck gespendet. 516 Punkte können insgesamt erspielt werden. Durch die Olympiade fĂŒhrt Manfred Maser vom OdenwĂ€lder Shanty Chor als Moderator:

Mehr oder weniger musikalisch, mit Sicherheit aber unterhaltend.

Die Spiele beginnen  mit der nahezu biblischen Herausforderung ĂŒber das Wasser zu laufen, naja – genauer gesagt zu rollen. In einem ĂŒberdimensional großen Wasserball mĂŒssen zwei Teammitglieder beim ersten Spiel ĂŒber das Wasser laufen. Geplant sind zwei Mal 25 Meter pro Mannschaft – ob das „realistisch“ ist, wird sich zeigen.

Wie das genau funktioniert und welchen Schwierigkeitsgrad dieses Spiel tatsÀchlich hat, konnten wir leider im Vorfeld nicht testen,

sagt Peter KrĂ€mer. Falls es schwieriger als gedacht sein sollte, will man diese „Disziplin“ flexibel anpassen.

Alle anderen Spiele wurden allerdings gewissenhaft durchgespielt und auf ihre Umsetzbarkeit geprĂŒft,

ergĂ€nzt Herbert Hutter. Mitarbeiter und Schwimmmeister der Stadtwerke Weinhem hatten bereits ihr VergnĂŒgen bei den verschiedenen Wasserdisziplinen:

Und ich kann versichern, die haben viel Spaß gehabt und noch mehr Ehrgeiz entwickelt.

Das Hallenbad-Team wird allerdings nicht antreten, sondern die Veranstaltung sichern.

Einsatz, Anstrengung und Geschick

Im zweiten Spiel gilt es die gegnerische Mannschaft im „Schlauboot-Tauziehen“ zu besiegen. Die zwei Teams sitzen dabei mit jeweils vier Spielern in einem Schlauchboot, welche  per Seil miteinader verbunden sind. Sobald das Startstignal ertönt, gilt es zu rudern was die Arme hergeben. Das Team, das die Gegner zuerst ĂŒber eine markierte Stelle im Becken zieht, gewinnt.

Eine wahre Wasserschlacht verspricht Spiel Nummer drei zu werden: Fischerstechen. Kniend, auf dem Rande eines Schauchboots, kommt es zum direkten Duell zweier Kontrahenten. Rittergleich muss der Gegner mit einer Schaumstoffstange vom Rand gestoßen werden. Ein zweites Teammitglied sitzt mit im Boot um die Balance und den Angriff nach vorne zu gewĂ€hrleisten. Sieger ist, wer seinen „Sitz“ verteidigt.

Spiel Nummer vier verspricht ein spannendes Rennen. Als „leichtbekleidete“ Staffelschwimmer mĂŒssen jeweils vier Teammitglieder hintereinander 25 Meter im Becken absolvieren. Entscheidend ist die Zeit. Wer schneller schwimmt, gewinnt. Der Schwimmstil ist dabei frei wĂ€hlbar. Allerdings wird die Schwierigkeit durch eine vorgeschriebene Kleiderordnung erhöht.

Rutschig wird es dann bei Spiel fĂŒnf. Welches Team gleitet wohl am schnellsten durch die große Rutsche in der Weinheimer Schwimmhalle? FĂŒnf Mitspieler pro Team mĂŒssen nacheinander die Sausebahn hinunter, wobei der Vorangerutschte ein akustisches Signal fĂŒr den Nachrutscher auslösen muss. Auch hier gewinnt das Team, welches am rutschigsten und somit am schnellsten ist.

Konzentration und Geschick erfordert die Abschlussdisziplin „Korbwerfen“. Im sechsten und letzten Spiel ist nicht nur Höhentauglichkeit, sondern auch Treffsicherheit gefragt. Vom Dreimeter-Sprungbrett mĂŒssen jeweils fĂŒnf Manschaftsmitglieder zwei unterschiedlich große, im Wasser fixierte Körbe treffen. Jeder Teilnehmer hat dafĂŒr zwei WĂŒrfe, wobei ein Treffer in den kleineren Korb drei Punkte, in den grĂ¶ĂŸeren nur einen bringt. Dieses Spiel ist nicht nur der krönende Abschluss der Wasserolympiade, es ist auch das Spiel mit den am meisten zu holenden Punkten. Eine Motivation fĂŒr die Teams, auch am Ende des Wettkampfs noch einmal alles zu geben.

Hohe Motivation fĂŒr die gute Sache

Wer sich wohl die Herrschaft des Wasserolymps sichert? Die Vertreter der Mannschaften zeigten sich bei der Vorbesprechung Ă€ußerst motiviert und ehrgeizeig. Viel Zeit fĂŒr ein ausgeprĂ€gtes Trainingsprogramm bleibt allerdings nicht mehr. Ob geheime Trainingslager eingerichtet worden sind, wollte niemand verraten.

FĂŒr alle, die sich dieses Spektakel vom trockenen Beckenrad anschauen wollen, ist neben den unterhaltsamen Wasserspielen noch einiges mehr geboten. Es kann getanzt und gefeiert werden. Musik gibt es von Carsten Best mit SĂ€ngerin sowie DJ Alex. Die TSG Weinheim bietet Cocktails an, das Catering besorgt die „Piano Lounge“. Eine Veranstaltung fĂŒr die ganze Familie und das bei freiem Eintritt ab 16:00 Uhr.

Problematisch könnte es allerdings werden, wenn neben sportlichen Rekorden auch Besucher-Rekorde geknackt werden. Vor zehn Jahren, beim 40jĂ€hrigen JubilĂ€um, lockte es 1.200 Besucher in das HaWei. Da könnte es mit den ParkplĂ€tzen eng werden, obwohl die Naturin ihre PlĂ€tze bereits zur VerfĂŒgung stellt und auch gegenĂŒber des Hallenbads einige vorhanden sind. Eventuell bestehe noch die Möglichkeit das Freudenberg-GelĂ€nde dafĂŒr zu nutzen. Allerdings appelliert Stadtwerke-Chef Peter KrĂ€mer auch an den olympischen Geist der Besucher:

Wir hoffen natĂŒrlich, dass gerade die Weinheimer ganz sportlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu uns kommen.

Das JubilĂ€umswochenende des Hallenbads Weinheim bietet neben der Wasserolympiade am Samstag, auch noch einiges mehr fĂŒr Wasserratten. Mit Preisen wie vor 50 Jahren können Besucher das ganze Wochenende fĂŒr 50 Cent Eintritt  das Hallenbad nutzen. Und sogar noch eine Besonderheit haben sich die Betreiber ausgedacht. Wer noch Pfennig-MĂŒnzen hat, kann wie zu DM-Mark-Zeiten zahlen: Mit 50 Pfennig (umgerechnet 25 Cent) ist man dabei.

Eine gute Gelegenheit altes Kleingeld loszuwerden bietet sich schon am Freitag Abend, wenn mit dem Aqua-Kino die JubilĂ€umsfeierei eröffnet wird. Im Programm „Königin der Wellen“ fĂŒr die Kleinsten ab 18:30 Uhr und „TĂŒrkisch fĂŒr AnfĂ€nger“ um 21:00 Uhr.

Den Abschluss dieses festlichen Wochenendes findet dann am Sonntag von 12:00 bis 17:00 Uhr statt – mit einem liebevoll geplanten Programm fĂŒr Kinder.  FĂŒr Spaß sorgt  der Clown „Cappellino“, zahlreiche Spiele und ein Fingerfarben-Malwettbewerb.

Service:
Einen Überblick ĂŒber die Angebote finden Sie auf den Seiten der Stadtwerke Weinheim.

Stadtwerke Weinheim

Umsatz und Gewinn rĂŒcklĂ€ufig – KrĂ€mer kritisiert unsinnige BĂŒrokratie

GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter KrĂ€mer (links) und Prokurist Helmut Röder stellen die Bilanz 2011 vor.

Weinheim, 27. Juni 2012. (red/pro) Die Stadtwerke Weinheim GmbH muss 2011 einen GewinnrĂŒckgang von 22,8 Prozent auf 2,064 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz ging leicht um 1,6 Prozent auf 55,961 Millionen Euro zurĂŒck. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter KrĂ€mer macht eine „irrwitzige BĂŒrokratie“ und hohe damit verbundene Kosten fĂŒr das Ergebnis verantwortlich. Zudem habe der warme Winter den Absatz geschmĂ€lert.

Von Hardy Prothmann

Die Stadtwerke Weinheim mĂŒssen nach den uns vorliegenden Bilanzzahlen das dritte Jahr in Folge RĂŒckgĂ€nge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peter KrĂ€mer macht dafĂŒr den milden Winter verantwortlich, hier sei es zu deutlichen AbsatzrĂŒckgĂ€ngen gekommen. Dementsprechend habe sich bei Gas (-9 Prozent) und WĂ€rme (-15,3 Prozent) der Umsatz negativ entwickelt. Umgekehrt sei der Wasserverbrauch um 6,9 Prozent gestiegen. Der Stromumsatz ist mit 0,9 Prozent leicht gestiegen.

Mit 94.126 Besuchern sei das Hallenbad (Hawei) gut besucht gewesen. Das Hallenbad ist ein Zuschussbetrieb mit gut 750.000 Euro Kosten – hier muss nach Abszug der Einnahmen gut eine halbe Million Euro ausgeglichen werden.

4,9 Millionen Euro in LĂŒtzelsachsen Ebene investiert

GrĂ¶ĂŸte Investitionsleistung ist die Erschließung des Neubaugebiets LĂŒtzelsachsen Ebene. Hier wurden 2011 insgesamt 4,9 Millionen Euro investiert. Um die Kosten stemmen zu können, wurden ein GrundstĂŒck an der Viernheimer Straße verkauft sowie EnBw-Aktien verĂ€ußert. Insgesamt konnten hier rund 750.000 Euro außerordentliche ErtrĂ€ge erzielt werden. Anfang 2012 habe man wegen gĂŒnstiger Zinsen zudem einen Kredit aufgenommen. Der Rest sei ĂŒber Eigenmittel finanziert worden.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ist mit 43,5 Prozent solide. 61 Prozent hĂ€lt die Stadt Weinheim, 39 Prozent EnBw. Insgesamt beschĂ€ftigen die Stadtwerke 123 Angestellte, darunter acht in Ausbildung und zwölf Menschen mit einem Behindergrad zwischen 30 und 50 Prozent: „Die leisten Top-Arbeit.“

Energiewende: Unsinnige BĂŒrokratie

Beim Thema Energiewandel wird der sonst eher ausgeglichene Peter KrÀmer richtig fuchsig:

Wir ertrinken in unsinniger BĂŒrokratie.

Er habe deshalb GesprĂ€che mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten aufgenommen, die hĂ€ufig zwar die Gesetze zumindest können wĂŒrden, aber nicht die Auswirkungen:

Ein Gesetz ist vielleicht fĂŒnfzig Seiten lang – innerhalb kurzer Zeit werden da mehrere hundert draus. Voll mit Urteilen, Vorschriften, Kommentaren. Und jĂ€hrlich gibt es ein Dutzend solcher Gesetze.

Gerade kleine Gesellschaften wie die Stadtwerke Weinheim litten extrem unter der Verordnungsflut, die zudem nicht zur Vereinfachung des AlltagsgeschĂ€fts fĂŒhre, sondern zur extremen Behinderung. Weil auch konzeptionell viele LĂŒcken bei der Energiewende bestĂ€nden, habe er große Zweifel, dass diese erfolgreich zu meistern sei:

Bislang ist das Flickwerk – es gibt keine zusammenhĂ€ngende Planung. Dabei ist das Thema so wichtig, dass hier parteiĂŒbergreifend an einem Strang gezogen werden muss.

Hierbei mĂŒssten auch die Regionen bei ihrer BemĂŒhung der autarken Versorgung gestĂ€rkt werden. Immerhin ist der Umsatz mit Öko-Produkten bei Bio-Erdgas um 36 Prozent auf 1.028 Megawattstunden gestiegen, bei Strom um 22 Prozent auf 4.934 Megawattstunden. Und LĂŒtzelsachsen Ebene sei ein positives Beispiel fĂŒr den „ökologischen Weg“, da die WĂ€rme ĂŒber eine nahelegende Biogas-Anlage geliefert werde. Nur bei harten Wintern mĂŒsse man in der Spitze mit Gasbrennern „aushelfen“, die aber vorsorglich installiert sind.

HaWei feiert im Oktober JubilÀum

Ein Kostentreiber sei das Energieeinspeisegesetz. So gebe es in der Stadt 650 Einspeiser mit 3.800 „AuszahlungstatbestĂ€nden“, sagte Prokurist Helmut Röder:

Wir erhalten fĂŒr die Abrechnungsleistung keinen Cent – das geht alles zu unseren Lasten.

Zusammen mit den Stadtwerken Schwetzingen wurde die Urbania GmbH gegrĂŒndet. Die Vertriebsgesellschaft soll die Marke „Meine Stadt Energie“ vermarkten.

Die Stadtwerke selbst kaufen Gas und Strom ĂŒber die entsprechenden Börsen ein. Trotz eines schwierigen Umfelds sei es gelungen, die Preise stabil zu halten. Erfreulich sei, dass Hemsbach, Laudenbach und HĂŒttenfeld die Stadtwerke fĂŒr die kommenden 20 Jahre als Netzbetreiber ausgewĂ€hlt hĂ€tten. GrĂ¶ĂŸter Kunde der Stadtwerke ist die Stadt selbst. Die Naturin sei der grĂ¶ĂŸte Gas-Abnehmer.

Im Jahr 2013 soll die AttraktivitÀt der Tochterfirma WeBU (Weinheim-Bus) durch ein neues Konzept verbessert werden.

Vom 26.-28. Oktober feiert das HaWei sein 50-jÀhriges JubilÀum. Einzelheiten zu den Programmpunkten werden noch bekannt gegeben