Freitag, 21. September 2018

Sanierung von KĂŒche und LĂŒftungsanlage

Durchatmen in der Stadthalle

Weinheim, 29. Juli 2014. (red/pm) WĂ€hrend der spielfreien Zeit saniert die Stadt Weinheim die KĂŒche im Keller und die LĂŒftungsanlage im Foyer der Stadthalle. [Weiterlesen…]

Stadt will Wohnungen in der Breslauer und Stettiner Straße verkaufen

„Wir mĂŒssen auf die soziale Situation aufpassen.“

209 Wohnungen mit 12.000 Quadratmeter WohnflĂ€che insgesamt sollen verkauft werden – die Mieten betragen durchschnittlich noch 4,51 Euro pro Quadratmeter. Das dĂŒrfte kaum noch zu halten sein.

 

Weinheim, 18. Dezember 2012. (red) Die Stadt hat ein Problem mit 209 Wohnungen in der Breslauer Straße 14-22 und in der Stettiner Straße 2-4, 22-60. Etwa 260 entstand dort gĂŒnstiger Wohnraum fĂŒr sozial schwĂ€chere Mieter. Die Stadt war Besitzer, eine Firma Betreiber. Diese Konstruktion funktioniert nicht mehr, deshalb will die Stadt die Wohnungen verkaufen. Das Problem: Wie sichert man die soziale Situation ab?

Von Hardy Prothmann

„Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard gestern auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz und strahlt: „Da mach ich die Sonntagspost auf und erhalte ein Kaufangebot in Millionenhöhe fĂŒr die Immobilien in der Stettiner und Breslauer Straße.“ Der Grund der Freude liegt auf der Hand: Die Stadt ist finanziell klamm. Da kommen unverhoffte Mehreinnahmen recht.

Doch die Freude wich der RealitĂ€t vieler Menschen, die dort leben: Die sind nĂ€mlich zu einem großen Teil auf gĂŒnstigen Wohnraum angewiesen. Ein Verkauf mit anschließender Sanierung und teureren Mieten wĂŒrde nicht nur den Mietern, sondern auch der Stadt Probleme bereiten. Die Kommune ist zwar nicht verpflichtet, gĂŒnstigen Wohnraum anzubieten, aber die Obdachlosenbehörde muss nach Polizeirecht Wohnungssuchende unterbringen: Im Zweifel auch in teuren Privatwohnungen oder noch teurer, im Hotel.

„Das Quartier funtioniert sehr gut.“

„Das Quartier funktioniert sehr gut, die Mischung ist ausgewogen“, stellt der Erste BĂŒrgermeister Dr. Torsten Fetzner die Situation vor Ort da. Dem stimmen der OB und der Leiter des Amts fĂŒr Immobilienwirtschaft, Hartmut Neumann, zu. Der HĂ€user in der Weststadt nahe dem Rolf-Engelbrecht-Haus wirken einfach, aber ĂŒberwiegend gepflegt. 40 Prozent des Bestandes ist saniert, bei Wohnungswechseln wird nach und nach ein moderner Standard geschaffen. Und die Mieten der 209 Wohnungen liegen im Schnitt bei 4,51 Euro, also deutlich unterhalb von „Standardpreisen“ jenseits von sieben Euro.

Zuletzt verwaltete die Landesbank Baden-WĂŒrttemberg die Wohungen und war juristischer Eigentumer: „Diese Konstruktion ist sehr ungewöhnlich und hat sich aus der damaligen Wohnungsnot ergeben“, erlĂ€utert OB Heiner Bernhard. „So konnte man schnell und gĂŒnstig bauen. Wir haben seitdem ein Mieterbenennungsrecht und können Einfluss auf die Miethöhe nehmen.“ Ein wichtiger Hebel, um gĂŒnstigen Wohnraum anbieten zu können. In den ersten Jahrzehnten glich die Stadt Verluste aus, ab Mitter der 80-er Jahre strich sie kleine Gewinne ein. 2008 und 2009 musste die Stadt wieder jeweils rund 100.000 Euro zuschießen, wegen der Haushaltslage fließt seit 2010 kein Geld mehr.

Rund 450 Wohnungssuchende

Die Wohnungen werden verkauft: Fragt sich nur an wen und zu welchen Konditionen?

Rund 450 Wohnungssuchende verzeichnet die Stadt. In den Objekten gibt es jĂ€hrlich im Mittel 17 Wohnungswechsel, fast doppelt so viele wie bei den anderen 350 stĂ€dtischen Wohnungen. Unter anderem auch, weil die Betreuung durch die LBBW sehr gut funktionierte: „Wir können da nur gutes berichten“, sagt der OB.

Die LBBW musste sich wegen einer EU-Auflage von ihren 24.000 Wohnungen trennen. Ein Bieterkonsortium um die „Patrizia AG“ erwarb die Wohnungen im Januar 2012. Der neue EigentĂŒmer heißt nach Umfirmierungen nun SĂŒddeutsche Wohnen GmbH (SĂŒdewo). Im August informierte die Firma die Stadt, dass sie aufgrund einer Auflage der Bundesaufsicht fĂŒr das Finanzwesen (Bafin) keine alleinigen Dienstleistungen erbringen dĂŒrfe, sondern wenn, dann EigentĂŒmer werden muss und den Vertrag zum 31. Dezember kĂŒndigen muss.

„Das ist ein kompliziertes GeschĂ€ft, der Zeitdruck ist enorm“, sagt OB Heiner Bernhard und guckt jetzt sehr ernst. Vor allem, weil die Stadt weiterhin bei den Mieterbenennungen und der Miethöhe mitreden will: „Die Konsequenz ist klar: Je lĂ€nger wir Einfluss nehmen wollen, umso geringer wird der Verkaufserlös sein. Das ist klar.“

GeschÀft vs. bezahlbarer Wohnraum

Also aus der Traum von hohen unerwarteten ZuflĂŒssen an die Stadtkasse. Es geht um ca. 18,4 Hektar Gebiet mit einer GesamtwohnflĂ€che von rund 12.000 Quadratmetern. Die BodenflĂ€che hat geschĂ€tzt einen Wert von 5,8 Millionen Euro. Die GebĂ€ude wurden fĂŒr umgerechnet rund 4 Millionen Euro errichtet. Also ein Gesamtwert von 10 Millionen Euro. Doch ein solcher Erlös scheint nicht realisierbar – schon gar nicht auf Basis niedriger Mieten und Mitsprache bei der Mieterzuteilung.

Die SĂŒdewo erscheint nicht als der geeignete Partner: Das Unternehmen ist seinen Besitzern, Fonds und Pensionskassen, zur Rendite verpflichtet. Doch es ist ein zweiter Bieter am Start, die Familienheim eG, die ihrerseits 2.000 Wohnungen betreut: „Die haben viel Erfahrung, eine gute Mischung und uns signalisiert, dass man sich auf Verpflichtungen einlassen wĂŒrde“, sagt OB Bernhard.

Hier ergibt sich ein anderes Problem: NĂ€mlich das der Kaufpreishöhe. Im Gegensatz zur SĂŒdewo kennt die Familienheim die Objekte nicht und ist erst im November angefragt worden: „Die mĂŒssen natĂŒrlich ĂŒber den Daumen schĂ€tzen“, sagt OB Bernhard.

Die SĂŒdewo kalkuliert nach Rendite, die Familienheim ebenfalls, aber flexibler, die Stadt nach ihren kommunalen und natĂŒrlich auch sozialen Verpflichtungen: „Wir brauchen diesen Wohnraum“, sagt Dr. Fetzner. NatĂŒrlich könnte die Stadt die Wohnungen auch selbst betreiben: „Aber das können wir nicht leisten.“

Der Hauptausschuss hatte vergangene Woche nach Darstellung der BĂŒrgermeister einstimmig beschlossen, dass bei einer Gleichwertigkeit der Bedingungen der Zuschlag an den höheren Bieter gehen soll: „Das Geld können wir fĂŒr eine sinnvolle Schuldentilgung gut brauchen“, sagt OB Bernhard.

„Der soziale Aspekt ist wichtiger als der mögliche Erlös.“

Und weiter: „Der soziale Aspekt ist wichtiger als der mögliche Erlös.“ Das klingt gut fĂŒr die Bewohner der 34 Drei- und Einzimmer- sowie 90 Zweizimmer und 50 Dachgeschosswohnungen sowie einer FĂŒnfzimmerwohnung.

Der KĂ€ufer kann auf Basis der Durchschnittmiete aktuell mit jĂ€hrlich rund 650.000 Euro Mieteinnahmen rechnen – hat aber auch die Unterhaltungskosten und anstehende Sanierungen zu tragen sowie die Personalkosten von bislang vier Mitarbeitern, die mit der Verwaltung beschĂ€ftigt waren, ein GeschĂ€ftsfĂŒhrer plus Assistenz, ein Architekt, ein Hausmeister. Immerhin 60 Prozent des Bestands mĂŒssen nach und nach auf Vordermann gebracht werden. Bei 17 Wechseln im Jahr dauert das rechnerisch sieben bis acht Jahre. Aber auch im Außenbereich sind Investitionen zu tĂ€tigen, fĂŒr Wege und SpielplĂ€tze, Fassaden, DĂ€cher, TĂŒren und Fenster sowie Malerarbeiten beispielsweise. Entscheidend werden also die Sanierungskosten sein, die nicht so einfach berechnet werden können.

Weil der soziale Aspekt nach Darstellung der BĂŒrgermeister vorrangig ist, scheint die Familienheim der Wunschkandidat zu sein. Mindestens zehn Jahre wĂŒnsche man sich Sonderrechte sowie die Umsetzung der bei Verkauf der LBBW-Wohnungen bereinbarten Sozialcharta: Mieter ĂŒber 60 Jahre beispielsweise dĂŒrfen nicht gekĂŒndigt werden. Die SĂŒdewo hatte angekĂŒndigt, dass die Charta fĂŒr die Wohnungen in Weinheim nicht gelte. Über schrittweise Anpassungen oder bei Neuvermietungen wĂŒrden zwischen 6,5 und 7,1 Euro verlangt – ein Anstieg um satte 60 Prozent. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis der von der Familienheim gehaltenen Wohnungen liegt bei 5,75 Euro pro Quadratmeter, also 27 Prozent ĂŒber den aktuellen Durchschnittsmieten in den MehrfamilienhĂ€usern.

Der Gemeinderat hat nun in seiner morgigen Sitzung die Aufgabe, zwischen der Chance auf einen Erlös in Millionenhöhe oder der Sicherung von sozialem Wohnraum bei weniger Einnahmen zu entscheiden.

Auf der Basis der aktuellen Mieten wĂŒrde eine Investition von rund vier Millionen Euro Sanierungs- und Modernisierungskosten in rund zehn Jahren zurĂŒckverdient sein. Auf Basis von 6,8 Euro pro Quadratmeter bereits in fĂŒnf bis sechs Jahren. Danach wĂŒrde die bare MĂŒnze klingen – mit dann fast 20 Prozent Rendite aufs eingesetzte Kapital.

Man darf gespannt sein, welches Verhandlungsgeschick OB Heiner Bernhard aufbringen wird. Alles beim alten zu lassen, wird vermutlich nicht gelingen. Die Frage wird sein, in welcher Höhe die Mieter in der Breslauer und Stettiner Straße zukĂŒnftig mehr belastet werden. Ein wenig mehr, deutlich mehr oder viel mehr. Selbst wenn eine geringe Belastung ausgehandelt werden kann, lĂ€uft aber sofort die Zeit. Nach vermutlich zehn Jahren hat die Stadt dann keinen Einfluss mehr.

Am Energietag am 30. September beginnt auch die Vermarktung des Baugebietes „LĂŒtzelsachsen Ebene“

Mit Biogas vom Bauernhof



Weinheim, 24. September 2012. (red/pm) Die Internetseite heißt schlicht www.luetzelsachsen.de, aber sie steckt voller Überraschungen. Rechtzeitig zum Weinheimer Energietag am Sonntag, 30. September am LĂŒtzelsachsener Autohaus Sporer, geht die neue Homepage fĂŒr das familien- und umweltfreundliche Neubaugebiet „LĂŒtzelsachsen Ebene“ an den Start. Die Freischaltung und die PrĂ€sentation ist gleichzeitig der Startschuss fĂŒr die Vermarktung der kommunalen GrundstĂŒcke.

Information der Stadt Weinheim:

„Reichlich Nachfrage gibt es schon, wie Hartmut Neumann, der Leiter des Weinheimer Amtes fĂŒr Immobilienwirtschaft, bestĂ€tigte. Bald kann es an die Vergabe der GrundstĂŒcke gehen. Mit einer topmodernen Internetseite geht die Stadt neue Wege. Das Neubaugebiet nördlich der Bachwiesenstraße, zwischen B3 und der Bahnlinie, hat seinen Auftritt nicht zufĂ€llig beim Energietag. Denn es gehört mit seinem HeizwĂ€rmekonzept zu den innovativsten der Region. Die WĂ€rme kommt ĂŒber ein Rohrleitungssystem von der Biogasanlage des unweit gelegenen Bauernhofs der Familie Großhans. Das Konzept und die Versorgung werden von den Weinheimer Stadtwerken umgesetzt, die in den letzten Jahren mit modernen Fern- und NahwĂ€rmelösungen einen neuen GeschĂ€ftszweig aufgebaut haben.

Am „Energietag“ kann der Besucher gewissermaßen den Weg der WĂ€rme selbst gehen. Das Amt fĂŒr Immobilienwirtschaft und die Stadtwerke stehen an StĂ€nden auf dem Sporer-GelĂ€nde fĂŒr Fragen zur GrundstĂŒcksvermarktung und zur biologischen WĂ€rmeversorgung zur VerfĂŒgung. Parallel dazu öffnet die Familie Großhans die Biogas-Anlage zur Besichtigung. Die Feuerwehr richtet dazu einen Shuttle-Service ein. FĂŒr Aufsehen wird dann die neue Internetseite sorgen, die von der Weinheimer Agentur „WebQ“ entwickelt worden ist. Sie fasst nicht nur alle Informationen zum Neubaugebiet, seiner Lage und seinen VorzĂŒgen zusammen, sondern bietet eine Reihe spannender interaktiver Möglichkeiten fĂŒr Interessenten. Mehr Infos auf www.luetzelsachsen.de (ab 28. September) , auf www.weinheim.de und am Sonntag, 30. September beim Weinheimer Energietag am Autohaus Sporer.“

„Belcanto“ mit dem Mannheimer Nationaltheater am 22. Juli im Weinheimer Schlosspark

Guten Tag!

Weinheim, 23. Dezember 2010. Am 22. Juli 2011 wird es klassisch zugehen, im Weinheimer Schlosspark. Die Operngala „Belcanto“ soll der Höhepunkt des Weinheimer Kultursommers sein.

Information der Stadt Weinheim:

„Rossini, Verdi, Puccini, Mozart, ein 65 Musiker starkes Orchester auf Weltniveau, acht bis zehn Solisten des Mannheimer Opernhauses – das gibt ein echt starker Auftritt am Freitag, 22. Juli, im Weinheimer Schlosspark. „Wir freuen uns, dass wir hier sein dĂŒrfen“, betonte jetzt Hendrik Schröder, der Orchesterdirektor des Nationaltheaters Mannheim.

Seine international renommierte Truppe, wahrscheinlich dirigiert von Alois Seidelmeier, steht im Mittelpunkt der Operngala „Belcanto“, die im Jahr 2011 den Höhepunkt des Weinheimer Kultursommers darstellt.

„Eine Operngala, das ist das, wo wir als eines der grĂ¶ĂŸten deutschen Repertoire-OpernhĂ€user zu Hause sind, das können wir“, erklĂ€rte Schröder, als er sich vom Rathaus-Balkon aus an der Seite von OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard den derzeit noch verschneiten Schlosspark betrachtete.

Und Erwin Clausen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Konzertagentur Yellow Concerts, ergĂ€nzte:
„Das Mannheimer Nationaltheater zĂ€hlt zu den fĂŒhrenden deutschen OpernhĂ€usern.“ Mit seiner Operngala-Produktion, so der Veranstalter, lege er großen Wert auf hohe kĂŒnstlerische QualitĂ€t. Deshalb arbeite er bei Klassik-Veranstaltungen ausschließlich mit Staatstheatern zusammen, besonders gerne aber mit der Mannheimer Oper – „erstklassig“, findet Clausen.

Kommen in den Schlosspark. Bild: SW

Operngala-Veranstaltungen hat er bereits vor dem Karlsruher Schloss, im Wiesbadener Schlosspark, im Schwetzinger Schlosspark oder vor dem Speyerer Landesmuseum veranstaltet. In diesem Jahr kĂŒpft der Weinheimer Schlosspark an diese Reihe an und gleichzeitig an eine Tradition. Denn das Weinheimer KulturbĂŒro hat zwischen 1998 und 2002 bereits mit dem Mannheimer Nationaltheater damals so genannte „Opern Airs“ veranstaltet. „Der Schlosspark“, so Erwin Clausen, „bietet ein fantastisches Ambiente fĂŒr eine Operngala“.

„Open Air im Lichtermeer“, so das Motto des „Belcanto-Abends“ am 22. Juli. Clausen kĂŒndigte dem Motto getreu an, den Schlosspark mit einer Illumination auszustatten, die zur klassischen Musik passt. „Der Ort soll im Vordergrund stehen.“ Es werden ĂŒbrigens Sitzplatzkarten in verschiedenen Kategorien verkauft, aber auch so genannte „PicknickplĂ€tze auf der Schlossparkwiese. Der beste Picknick-Tisch wird sogar prĂ€miert.

Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard betonte, dass die Veranstaltung, die im Wesentlichen Musikfans aus der Metropolregion anspricht, auch nachhaltig zum Weinheimer Stadtmarketing passt. „Das ist genau die richtige Veranstaltung fĂŒr Weinheim und den Schlosspark“, findet er.

Erwin Clausen und KulturbĂŒro-Leiter Gunnar Fuchs sprachen davon, dass fĂŒr Samstag, 23. Juli – dem Folgetag – auf gleicher BĂŒhne eine weitere Kulturveranstaltung anberaumt ist. Derzeit laufen einige Anfragen bei namhaften KĂŒnstlern aus dem Bereich Comedy und Unterhaltungsmusik.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog