Samstag, 24. Februar 2018

Eröffnungsfest fĂŒr Zentralen Omnibusbahnhof und Riesenandrang beim „PflĂ€nzeltag“

Ein Meilenstein fĂŒr Weinheim

Weinheim, 07. April 2014. (red/pm) Es gab „Zitronenlimo oder Bier“ und auf der anderen Straßenseite „Zwirnswurst oder Bratwurst“. Alles fĂŒr den Zentralen Omnibusbahnhof, den ZOB also. Die Weinheimer und viele GĂ€ste aus nah und fern feierten am Sonntag die Einweihung der neuen Verkehrsdrehscheibe am Hauptbahnhof – so feiert man „Meilensteine der Stadtentwicklung“, wie OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard in seiner BegrĂŒĂŸung den neuen ZOB nannte. [Weiterlesen…]

Haushaltsrede zur Verabschiedung des Haushaltsplanes 2014

„Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) Die Großprojekte der Stadt sind auch in der Haushaltsrede der Freien WĂ€hler wichtiger Bestandpunkt. Der Bau des Stadtarchivs sei Pflichtaufgabe der Stadt, forderte Fraktionsvorsitzender Gerhard Mackert. Zudem sprach er sich fĂŒr eine Sanierung des Rolf-Engelbrecht-Hauses aus. Das sei sinnvoller und preiswerter. Wir dokumentieren die Haushaltsrede: [Weiterlesen…]

Rede der GAL zur Haushaltsplanung 2014

„Selbst die jĂŒngsten Mehreinnahmen reichen nicht“

Weinheim, 12. MĂ€rz 2014. (red/pm) Zu viel vor, zu wenige Einnahmen und falsch gewichtete Dringlichkeiten mahnte die Fraktionsvorsitzende der GAL, Elisabeth Kramer, in ihrer Haushaltsrede am 26. Februar an. Die Stadt lasse auch eine klarere Ausrichtung zur Energiewende. Wir dokumentieren die Haushaltsrede: [Weiterlesen…]

Wir berichten wie immer live aus dem Gemeinderat

Liebe Leserinnen und Leser

Weinheim, 26. September 2012. (red) Heute wird im Gemeinderat vermutlich eine wichtige Entscheidung gefĂ€llt – ĂŒber den BĂŒrgerentscheid zur Frage, ob das GelĂ€nde Breitwiesen gegen andere FlĂ€chen als Gewerbegebiet getaucht werden soll. Die fast 5.000 Unterzeichner und eine rĂŒhrige BĂŒrgerinitiative haben erreicht, dass sich „die Politik“ nicht einfach ĂŒber die BĂŒrger/innen hinwegsetzen kann, sondern kompromissfĂ€hig bleiben muss. Doch die Frage bleibt, welcher Kompromiss gefunden wird.

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann ist Chefredakteur des Weinheimblog.de

Wir bilden uns nicht ein, dass wir einflussreich an der Entwicklung hin zum BĂŒrgerentscheid teilgenommen haben. Wir wissen, dass unser Weinheimblog.de mittlerweile eine feste GrĂ¶ĂŸe in Weinheim ist. Und wir bleiben bescheiden, weil wir auch wissen, dass sich unsere Leserinnen und Leser bei uns informieren und auch andere Quellen nutzen und sich daraus ihre Meinung bilden. Das ist ganz im Sinne des Artikel 5 Grundgesetz und gut so.

Unsere journalistische Aufgabe ist genau das: Informationen zum Nutzen anzubieten. Niemand muss der Meinung der jeweiligen Autoren oder der gemeinsamen Arbeit der Redaktion an Themen sein. Aber jeder hat die Möglichkeit, diese Informationen fĂŒr sich zu nutzen. In Teilen oder ganz oder gar nicht.

Wir haben das Dilemma und die Lösung als einziges Medium bereits vor einem Jahr klipp und klar auf den Punkt gebracht:

In Bayern werden die meisten großen Bauvorhaben mittlerweile fast standardmĂ€ĂŸig per BĂŒrgerbegehren oder BĂŒrgerentscheid entschieden. Und das trĂ€gt sehr zur Entspannung bei statt zur Konfrontation. Ist die BĂŒrgerschaft fĂŒr oder gegen ein Projekt, ist die Linie klar. Im Fall der Zustimmung ist alles Handeln einfacher – im Fall der Ablehnung erspart man sich jede Menge Ärger.

Weder der OB noch einzelne StadtrĂ€te wollten das zur Kenntnis nehmen. Sie haben sich fĂŒr „gar nicht“ entschieden. Das hat 46.000 Euro Steuergelder fĂŒr das BĂŒrgergutachten gekostet und wir schĂ€tzen mal gut 10-20.000 Euro fĂŒr den Anwalt. Und ein Jahr Zeitverlust. Mal ganz abgesehen von all der Reiberei. Aber gut. Das ist Demokratie. Wir sind da nur Dienstleister. Man muss nicht auf uns hören.

Zum Thema Breitwiesen haben wir Ă€ußerst umfangreich informiert. Teils auch sehr „pointiert“. Wie gestern, als wir den OberbĂŒrgermeister der dreifachen TĂ€uschung in der Sache bezichtigt haben. Das tun wir nicht, weil uns gerade danach ist, sondern weil wir recherchieren, vor Ort sind, HintergrundgesprĂ€che fĂŒhren und das Themengebiet analysieren, bevor wir berichten.

Und selbstverstĂ€ndlich sind wir uns bewusst darĂŒber, dass ein Vorwurf der „TĂ€uschung“ keine Lappalie ist. Der OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard kann dies zurĂŒckweisen und sich beispielsweise juristisch dagegen wehren. Durch eine Abmahnung. Wir sind fast sicher, dass er so klug ist, dass nicht zu tun. Denn wenn am Ende herauskĂ€me, dass er zwar nicht getĂ€uscht, aber auch nicht wahrhaftig war – was hĂ€tte er gewonnen?

GegenĂŒber dem Internet ist Herr Bernhard immer noch sehr skeptisch, ob das mit seinem Alter oder seiner Mitgliedschaft in der SPD (die uns gegenĂŒber fast kritischer eingestellt ist als die CDU, die aber insgesamt von uns oft mehr kritisiert wird) können wir nicht entscheiden. Er ist ein analoger Mensch, bevorzugt die Zeitung, obwohl er mit der auch nicht so viele gute Erfahrungen hat. Aber damit ist er halt aufgewachsen.

Herr Bernhard könnte sich also auch entscheiden, einfach gar nicht auf uns zu reagieren. Das wĂ€re eine kluge Entscheidung. ZunĂ€chst. Aber irgendwie auch nicht, denn unser Kommentar wird ja fĂŒr „ewig“ unwidersprochen im Internet stehen. Nicht sehr angenehm.

Er kann auch diese Variante wĂ€hlen: In der Gemeinderatssitzung wird er empört ĂŒber irgendwelche haltlosen „Vorhaltungen“ im Internet und sozialen Netzwerken reden und sich dagegen verwahren und sie als blödes Zeugs abtun. Diese Variante hat er schon ein paar Mal gewĂ€hlt. Dann hat er sich abreagiert und öffentlich geĂ€ußert. Nur schade, dass wir ihm heute mit dieser Vorhersagung die Show gestohlen haben.

Was bleibt ihm also? Die Variante vier. Er zeigt ab sofort eine gnadenlose Transparenz, den Willen zum Kompromiss und eine noch grĂ¶ĂŸere Ehrlichkeit.

Damit können wir gut leben. Denn wir haben nicht verstanden, warum er sich ĂŒberhaupt in seine aktuell desolate Lage gebracht hat. Der Hoiner ist ein klorer Kerl – vor allem, wenn er klar und ehrlich ist. Alles andere steht im schlecht zu Gesicht.

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