Donnerstag, 23. November 2017

Umzug kostet etwas mehr als eine halbe Millionen Euro

STM in den RĂ€umen der Gewerkschaft

Weinheim, 26. November 2014. (red/ms) Das Stadt- und Tourismusmarketing (STM) wird ins Alte Rathaus am Marktplatz umziehen. Das bedeutet Kosten in Höhe von etwa 515.000 Euro in den nĂ€chsten zwei Jahren und dass die Gewerkschaft IG BCE dort ausziehen muss. Lohnt sich das?  [Weiterlesen…]

Vorabmeldung der Entscheidungen

Jede Menge Aufregerthemen im Gemeinderat

Weinheim, 19. November 2014. (red) Viele, viele Tagesordnugspunkte standen bei der heutigen Sitzung im Gemeinderat auf der Liste. Wir fassen kurz die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Eine ausfĂŒhrliche Berichterstattung folgt. [Weiterlesen…]

Nach Rechtsstreit zurĂŒck ins Unternehmen

Trotz Einigung bleibt der bittere Nachgeschmack

Weinheim, 17. Dezember 2012. (red/aw) Noch einem monatelangem Rechtsstreit hat der fristlos gekĂŒndigte Betriebsrat Helmut Schmitt nun einen vermeintlichen Sieg erzielt. Er darf seine Arbeit im Unternehmen und im Betriebsrat wieder aufnehmen. Allerdings dĂŒrfte das VerhĂ€ltnis zwischen Schmitt und seinem Arbeitgeber sowie den anderen Betriebsratkollegen dauerhaft beschĂ€digt sein.

Kommentar: Alexandra Weichbrodt

Der Streit zwischen dem gekĂŒndigten Betriebsrat Helmut Schmitt und der nora systems GmbH ist beendet. Die Parteien erzielten in der vergangenen Woche einen Vergleich. Jetzt darf Helmut Schmitt wieder bei der nora systems GmbH arbeiten und sogar seine TĂ€tigkeit im Betriebsrat wieder aufnehmen. Ein vermeintlicher Sieg fĂŒr den langjĂ€hrigen Arbeitnehmer des Weinheimer Unternehmens.

Die Anschuldigungen gegen Schmitt wogen schwer:

Störung des Betriebsfriedens, Verstoß gegen die Geheimhaltungspflicht, Verletzung von Persönlichkeitsrechten.

VorwĂŒrfe, die nun nach dem Vergleich so nicht mehr kommuniziert werden (dĂŒrfen). Über den genauen Vergleichsinhalt wurde Stillschweigen vereinbart. Allerdings machte Schmitt bereits im Vorfeld deutlich, dass er einem Vergleich nur zustimme, wenn die Anschuldigen vorbehaltslos zurĂŒckgenommen wĂŒrden.

nora macht RĂŒckzieher

Das hat die nora systems GmbH wohl getan. Denn auch die sofortige Wiedereingliederung in das Unternehmen wurde Helmut Schmitt mit dem Vergleich zugesichert. Die nora macht also einen RĂŒckzieher und gesteht damit Fehler ein. Die Frage ist nur: Mit welchem Hintergedanken?

Vielleicht war es fĂŒr das Unternehmen ein bisschen zu viel mediale Aufmerksamkeit. Ein eigentlich unkĂŒndbares Betriebsratmitglied fristlos zu entlassen, sorgt nicht fĂŒr die beste Presse. Schon gar nicht, wenn man auf der Suche nach einem KĂ€ufer ist. Schmitt vermutete schon im November einen Zusammenhang zwischen einem möglichen Vergleich und dem geplanten Verkauf. Es bleibt also ein bitterer Nachgeschmack. Nicht Einsicht fĂŒhrte zum Vergleich, sondern GeschĂ€ftsinteressen.

Es ist davon auszugehen, dass Schmitt weiterhin ein Kritiker der Unternehmensleitung bleibt, wenn es um den geplanten Verkauf der nora systems GmbH geht. Schmitts Kritik an einem erneuten Verkauf des Weinheimer Unternehmens war der Anlass zum Streit mit dem Betriebsrat. Er  bemÀngelte vor allem den Umgang mit Belegeschaftsinteressen und einen möglichen Stellenabbau im Falle eines Verkaufs.

Der Betriebsrat schloss ihn daraufhin Ende Juni diesen Jahres aus dem Betriebsrat aus, weil Schmitt „die Verhandlungen der GeschĂ€ftsleitung ĂŒber einen möglichen Verkauf systematisch blockiert und sabotiert“ habe. Es folgte die fristlose Entlassung aus dem Unternehmen.

Inhalt des Streits immer noch aktuell

Das Thema „Verkauf“ ist allerdings nach wie vor aktuell. Die nora systems GmbH sucht immernoch einen KĂ€ufer. Die BefĂŒrchtungen eines Stellenabbaus sind immer noch prĂ€sent. Das VerhĂ€ltnis zwischen Schmitt und nora bleibt daher vermutlich, trotz „Einigung“, angespannt. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass das Betriebsrat-Gremium Helmut Schmitt einen besonders warmen Willkommens-Empfang bereitet.

Eine große Auseinandersetzung hat Helmut Schmitt gewonnen. Jetzt kann Helmut Schmitt wieder fĂŒr die Belegschaft im Unternehmen tĂ€tig sein. Ob das dem restlichen Betriebsrat gefĂ€llt und wie die „Zusammenarbeit“ mit diesem zukĂŒnftig aussehen wird.

 

Helmut Schmitt kann TĂ€tigkeit wieder aufnehmen

Streit zwischen gekĂŒndigtem Betriebsrat und nora beendet

Weinheim, 17. November 2012. (red/aw) Der Rechtsstreit zwischen nora systems und dem gekündigten Betriebsrat Helmut Schmitt ist beendet. Vergangene Woche einigten sich beide Parteien auf Basis eines Vergleichsvorschlags des Arbeitsgerichts Mannheims. Helmut Schmitt ist mit sofortiger Wirkung rehabilitiert.

Die Einigung zwischen Helmut Schmitt und der nora systems GmbH beinhaltet, dass der Anfang Juli 2012 gekündigte Schmitt sowohl sein Beschäftigungsverhältnis als auch seine Tätigkeit als Betriebsrat wieder aufnehmen kann. Über den genauen Wortlaut hingegen wurde von beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Es ist aber davon auszugehen, dass die nora systems ihre Behauptungen gegen Helmut Schmitt vollständig zurückgenommen hat. Diese Bedingung für einen Vegleich hatte Schmitt gegenüber weinheimblog.de bereits am 15. November genannt.

nora systems hatte Helmut Schmitt fristlos entlassen, nachdem die Betriebsratmehrheit den langjährigen Arbeitnehmer aus dem Gremium ausgeschlossen hatte. Schmitt wurde vorgeworfen, die Verhandlungen der Geschäftsleitung über einen möglichen Verkauf systematisch „blockiert und sabotiert zu haben“. Ausserdem habe er laut Geschäftsleitung Persönlichkeitsrechte verletzt und gegen die Pflicht der Geheimhaltung verstoßen.

Rücknahme von Kündigung und Betriebsratsausschluss

Vorwürfe und Anschuldigungen, die Helmut Schmitt nicht auf sich sitzen lassen wollte. Er zog vor das Arbeitsgericht. Ein erster Gütertermin im August diesen Jahres scheiterte bereits. Ein Gerichtstermin im November wurde aufgrund eines Vergleichsvorschlags des vorsitzenden Richters Wolfgang Gruber abgesagt. Schmitt zeigte sich damals vorsichtig optimistisch, wollte jedoch zunächst die endgültige Formulierung einer möglichen Einigung abwarten.

Diese scheint nun gefunden zu sein. Helmut Schmitt ist rehabilitiert. Nicht auszuschließen, dass die Geschäftsleitung einem Vergleich zustimmte, um weitere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Der Streitfall hatte in der Vergangenheit zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen geführt und großes mediales Aufsehen erregt. Da die nora systems GmbH aber gerade dabei ist, einen Käufer zu suchen, könnte da durchaus ein Zusammenhang bestehen, vermutete Schmitt bereits nach dem Vergleichsvorschlag des Richters im November.

Helmut Schmitt war nach dem abgesagten Gerichtstermin am 15. November noch vorsichtig optimistisch. Jetzt wurde eine Einigung mit nora systems erzielt.

Streit zwischen gekĂŒndigtem Betriebsrat und nora noch nicht beendet

Richter schlÀgt Vergleich vor

Helmut Schmitt heute morgen im Arbeitsgericht in Mannheim: „Noch ist nichts entschieden.“

 

Weinheim/Mannheim, 15.11.2012. (red/aw) Der fĂŒr heute angesetzte Termin vor dem Mannheimer Arbeitsgericht zwischen dem gekĂŒndigten Betriebsratmitglied Helmut Schmitt und der nora systems GmbH wurde abgesagt. Der vorsitzende Richter Wolfgang Gruber hatte gestern beiden Parteien einen Vergleich vorgeschlagen. Helmut Schmitt ist fĂŒr einen Vergleich offen. Vorausgesetzt die Formulierung stimmt.

Abwarten. Es ist noch nichts in trockenen TĂŒchern.

Helmut Schmitt wollte heute morgen die Euphorie ĂŒber den möglichen Vergleich noch in Grenzen halten. Zahlreiche UnterstĂŒtzer waren trotz Absage um 8:30 Uhr zum Arbeitsgericht nach Mannheim gekommen, um dem gekĂŒndigten Betriebsrat bei der Verhandlung beizustehen. Die Nachricht ĂŒber einen möglichen Vergleich hatte in der KĂŒrze der Zeit noch nicht alle erreicht. Erste Gratulationen wies Schmitt zurĂŒck. Der Vergleichsvorschlag vom Richter lasse hoffen und sei ein gutes Zeichen. Allerdings mĂŒsse man den endĂŒgltigen Vergleichsinhalt abwarten.

In dem Rechtsstreit geht es um Schmitts Ausschluss aus dem nora-Betriebsrat und die darauf folgende Entlassung aus dem Unternehmen. Ein GĂŒtertermin im August diesen Jahres scheiterte bereits. Das Unternehmen wirft Helmut Schmitt die Störung des Betriebsfriedens vor. Er habe zudem Persönlichkeitsrechte verletzt und gegen die Pflicht der Geheimhaltung verstoßen. Daraufhin hatte die Betriebsratmehrheit von nora systems Ende Juni beschlossen, den langjĂ€hrigen Arbeitnehmer aus dem Gremium auszuschließen. Am 02. Juli wurde Helmut Schmitt entlassen:

Seitdem bin ich offiziell arbeitslos.

Helmut Schmitt selbst bestreitet die VorwĂŒrfe und ist nicht bereit, EingestĂ€ndnisse zu machen. Der genaue Inhalt des Vergleichs stehe aber noch nicht fest, so Schmitt. Es ginge jetzt darum, dass alle Parteien die genaue Formulierung miteinander abstimmen. Er werde einem Vergleich nur zustimmen, wenn die getĂ€tigten Anschuldigungen zurĂŒckgenommen werden und er seine Arbeit – im Unternehmen und im Betriebsrat – wieder aufnehmen dĂŒrfe:

Ich fordere Gerechtigkeit und habe nichts zu verlieren.

Von Seiten der nora systems GmbH wurde auf Anfrage nur bestĂ€tigt, dass eine gemeinsame PresseerklĂ€rung zu dem angestrebten Vergleich beabsichtigt sei. Am Vormittag konnte der Leiter der Kommunikation Martin Koch jedoch noch nicht absehen, ob diese „heute noch erscheint“.

Helmut Schmitt schließt nicht aus, dass die nora systems GmbH dem Vergleich zustimmt, um weitere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Der Streitfall hatte in der Vergangenheit zu zahlreichen SolidaritĂ€tsbekundungen gefĂŒhrt und großes mediales Aufsehen erregt. Da die nora systems GmbH aber gerade dabei ist, einen KĂ€ufer zu suchen, könne da durchaus ein Zusammenhang bestehen, vermutet Schmitt.

Der Verkauf von nora wurde von Helmut Schmitt damals stark kritisiert. Seine Betriebsratkollegen hatten ihm vorgeworfen, die Verhandlungen der GeschĂ€ftsleitung ĂŒber einen möglichen Verkauf systematisch blockiert und sabotiert zu haben.

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Ein Blick ĂŒber den Minarettrand

„Interkultureller und interreligiöser Dialogkreis Weinheim“ besuchte die Mannheimer Moschee

Ausflug zur Mannheimer Moschee.

 

Weinheim/Mannheim, 24. April 2012. (red/pm) Weinheim schaut in Sachen Integration und interreligiösen Austausch nach Mannheim: Positive Erfahrungen rund um die dortige Yavuz-Sulta-Moschee sollen Anregungen fĂŒr das Miteinander in Weinheim bringen.

Anm. d. Red.: Der verantwortliche Redaktionsleiter des Weinheimblog.de, Hardy Prothmann, hatte bereits 1995 ĂŒber die Mannheimer Moschee und ihre Entstehung fĂŒr DIE ZEIT berichtet: „Richtung Mekka“. Den Text können Sie hier nachlesen.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie ist beeindruckend, fast wirkt sie wie ein MĂ€rchen aus Tausend und einer Nacht: Die große Mannheimer Moschee im Stadtteil Jungbusch, sie fasst bis zu 2500 Menschen.

Ihr Bau Mitte der 90er Jahre, die Vorgeschichte und die Stellung des islamischen Gotteshauses in der Quadratestadt, das ist auch im Nachhinein ein spannendes Kapitel Integration.

Von der Mannheimer Moschee lernen – heißt daher Integration lernen. Unter diesem Motto stand jetzt ein Besuch des „Interkulturellen und interreligiösen Dialogkreis Weinheim“.

Dieser Arbeitskreis trifft sich regelmĂ€ĂŸig, meistens in der Weinheimer Mevlana Moschee, um die jeweils andere Religion verstehen zu lernen und Themen der Integration zu besprechen. Der Arbeitskreis ist vor zwei Jahren aus der „Minarettkommission“ entstanden.

Er besteht aus etwa zwei Dutzend Teilnehmern; Sprecher ist der frĂŒhere Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragte Helmut Schmitt, der in Gorxheimertal wohnt. Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung ist Ute Schleh im Amt fĂŒr Jugend und Soziales.

Der Arbeitskreis unternimmt auch immer wieder Exkursionen, so wie jetzt in den Mannheimer Jungbusch. Das war naheliegend, nicht nur weil die Yavuz-Sultan-Moschee der Quadratestadt eine der grĂ¶ĂŸten in ganz Deutschland ist – sie war Jahre lang sogar die grĂ¶ĂŸte. Ihr Standort direkt neben der Liebfrauenkirche ist auffĂ€llig, und dieses stĂ€dtebauliche Ensemble ist ein Sinnbild fĂŒr Integration und interreligiöse Dialogbereitschaft.

Dazu erfuhren die Teilnehmer, allen voran Mehmet Mert, der Vorsitzende des Weinheimer Moscheevereins, und seine Frau Hatice, dass es Helmut Schmitt selbst war, der in seiner Zeit als Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragter zu den „geistigen Architekten“ der Moschee gehörten. Schmitt und Talat Kamran von der Mannheimer Moscheegemeinde erinnerten gemeinsam an die Vor- und Entstehungsgeschichte des Gotteshauses.

1972 hatte sich in Mannheim ein Islamischer Bund gegrĂŒndet, ab Mitte der 80er Jahre wurde ein Moscheebau diskutiert. 1989 bildete sich auf Anregung von Helmut Schmitt ein interkultureller GesprĂ€chskreis, der den Moscheebau vorbereitete. Die Stadt Mannheim hatte seinerzeit sogar ein Informations- und BegegnungsbĂŒro eingerichtet.

Heute, siebzehn Jahre nach der Eröffnung der Jungbusch-Moschee. weiß man, dass es eine Erfolgsgeschichte geworden ist. Kamran berichtete den Weinheimer Besuchern, dass seit 1995 mehr als 300 000 Menschen die Moschee besucht haben – darunter zahlreiche Schulklassen und andere Jugendgruppen.

„Wir sind Gotteshaus und Kommunikationszentrum“, berichtete er. So habe man es geschafft, in der Bevölkerung kein Fremdkörper zu sein sondern mittendrin und respektiert. Kamran:

Wir verstehen uns als BrĂŒcke zwischen den Menschen und den Religionen.

Interessant war auch das Zusammentreffen mit den beiden Regisseurinnen Nina GĂŒhlstorff und Dorothea Schroeder vom Nationaltheater Mannheim.

Die beiden BĂŒhnenkĂŒnstlerinnen bereiten gerade ein „dokumentarisches Theaterprojekt“ mit dem Titel „Koranschule“ vor, das die Entstehung der Moschee in Mannheim und die dadurch gewachsene Integration beleuchtet. Premiere ist am 5. Mai.

Info:

Wer sich fĂŒr den „Interkulturellen und interreligiösen Dialogkreis“ interessiert, kann sich gerne mit Ute Schleh (Amt fĂŒr Jugend und Soziales) in Verbindung setzen, unter 06201-82 376 oder per Mail: u.schleh@weinheim.de

Minarettkommission zieht positives Fazit – langfristiges Integrationsprojekt angestrebt


Guten Tag!

Weinheim, 20. Dezember 2010.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Diskussion um die Treppe im Minarett der Weinheimer Moschee hat im Ergebnis auch einen positiven Effekt: Das Thema Integration ist seither in der Stadt mehr in den Fokus gerĂŒckt, ein Bedarf ist erkannt und nun kann offensiv an neuen Projekten gearbeitet werden. So lautet das Fazit der Minarettkommission, die im Sommer die nachtrĂ€gliche Genehmigung der Treppe mit GesprĂ€chen begleitet hat.

Im November hat die Minarettkommission in einer öffentlichen Info-Veranstaltung ĂŒber ihre Arbeit berichtet. Die Kommission, die vom frĂŒheren Mannheimer AuslĂ€nderbeauftragten Helmut Schmitt mit UnterstĂŒtzung der Freudenberg-Stiftung geleitet wurde, bestand aus Vertretern der Verwaltung, den Gemeinderatsfraktionen und sachkundigen BĂŒrgern, sowie Vertretern des Moscheevereins.

Bei einer abschließenden Sitzung in den RĂ€umen der Freudenberg-Stiftung bekrĂ€ftigten jetzt alle Mitglieder der Kommission, dass das Gremium auch nach der Lösung des konkreten Konfliktes um das „Minarett“ weiterhin den Integrationsprozess in der Stadt begleiten wird – dann natĂŒrlich unter einem anderen Namen. In einem gemeinsamen Fazit bewerteten die Kommissionsmitglieder ihre Arbeit und die Ergebnisse als erfolgreich und als Grundlage fĂŒr ein weiteres Engagement.

Parallel dazu soll sich ein christlich-islamischer GesprĂ€chskreis grĂŒnden. Helmut Schmitt sagte zu, dass er in den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 die Arbeit einer Integrations-Kommission, des GesprĂ€chskreises und anderer in Weinheim im Bereich der Integration bereits tĂ€tigen Gruppen und Gremien stĂ€rker vernetzen will.

Der gelernte Sozial-PĂ€dagoge und Integrations-Experte kĂŒndigte an, im Laufe des nĂ€chsten Vierteljahres mit mehreren Partnern ein umfassendes und langfristig angelegtes Integrationsprojekt fĂŒr Weinheim in Gang zu setzen.

Mit OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und der Freudenberg-Stiftung seien darĂŒber schon GesprĂ€che gefĂŒhrt und erste Rahmenbedingungen definiert worden. „Ich bin auf offene Ohren und großes Interesse gestoßen“, erklĂ€rte er.

Das gemeinsame Ziel sei die zunehmende Akzeptanz der tĂŒrkisch-islamischen Bevölkerung in der Stadtgesellschaft. Die Freudenberg-Stiftung und die Stadt, so Schmitts EinschĂ€tzung, haben in der Vergangenheit in Weinheim bereits Strukturen aufgebaut, die eine tragfĂ€hige Basis fĂŒr den weiteren Verlauf des Integrationsprozesses bilden.

Stiftung und Stadt unterstĂŒtzen das Projekt finanziell und personell. OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard und die Mitglieder der Kommission bestĂ€rkten Schmitt in seinen PlĂ€nen und sagten engagierte UnterstĂŒtzung zu. In einem nĂ€chsten Schritt will Helmut Schmitt weitere Stiftungen, die zustĂ€ndige Bundesbehörde und das Land als Projektpartner und – förderer gewinnen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das weinheimblog