Montag, 25. September 2017

Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat - 150.000 Euro Kosten

Landesturnfest 2018 findet in Weinheim statt

Weinheim, 16. Januar 2015. (red/ld/ek) Vom 30. Mai bis zum 03. Juni 2018 wird das Landesturnfest in Weinheim stattfinden. Das beschloss der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig. Rund 12.000 Teilnehmer/innen werden zu der Veranstaltung erwartet. F├╝r die daf├╝r n├Âtigen Infrastrukturma├čnahmen bewilligte der Gemeinderat 150.000 Euro. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschlie├čt drei Standorte f├╝r Fl├╝chtlingsheime

Keine Zusage, nur Familien unterzubringen

Weinheim/Rhein-Neckar, 26. September 2014. (red/pro) In Weinheim werden ab 2015 insgesamt bis zu 240 Fl├╝chtlinge untergebracht. Daf├╝r wird es drei Standorte geben – Heppenheimer Stra├če, im Gewann Allmend├Ącker und Sulzbach. Der Gemeinderat sprach sich f├╝r die 3×80-Verteilung fast einstimmig aus – 5 CDU-Stadtr├Ąte und einer von der SPD enthielten sich. Die Bedingung sei, dass dort nur Familien untergebracht werden – doch daf├╝r gibt es keine Zusage vom Landratsamt. [Weiterlesen…]

Oberb├╝rgermeister soll Alternative f├╝r Stadtmarketing pr├╝fen

Altstadtgalerie wird zum Politikum

Weinheim, 18. September 2014. (red/ld) Souvenirs statt handgearbeiteter Goldschmiedekunst? Das wollte sich der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt (ATU) am Mittwoch nicht bieten lassen. Eigentlich sollte vorberaten werden, dass das Stadt- und Tourismusmarketing ihre k├╝nftige Bleibe im Erdgeschoss am Marktplatz 1 um das Erdgeschoss am Marktplatz 3 erweitert. Gleichzeitig sollten 445.000 Euro Sanierungs- und Umbaukosten f├╝r die R├Ąume beschlossen werden – knapp das Doppelte der anfangs veranschlagten 245.000 Euro. [Weiterlesen…]

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt beschlie├čt Wettbewerbsverfahren

Sporthallen am liebsten vom regionalen Architekten

Weinheim, 10. Juni 2014. (red/ld) Das Architektenb├╝ro f├╝r die Sporthallen in L├╝tzelsachsen und Oberflockenbach sollte aus der Region kommen – zumindest, wenn es nach den W├╝nschen der Ausschussmitglieder geht. Geht es aber nicht. Der Architektenwettbewerb muss EU-weit ausgeschrieben werden. Beauftragt wurde damit das B├╝ro B├Ąumle Architekten/Stadtplaner aus Darmstadt. In der Ausgestaltung k├Ânnte der Wettbewerb aber regionale Firmen bevorzugen. [Weiterlesen…]

Erster R├╝cktritt nach zahlreichen Patzern - Biergarten-Video als Grund?

Dr. Thomas Ott ist kein CDU-Sprecher mehr

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Dr. Thomas Ott ist als Pressesprecher nach dem „Biergarten-Video“ zur├╝ckgetreten.

 

Weinheim, 17. April 2014. (red) Aktualisiert. Dr. Thomas Ott, langj├Ąhriger Pressesprecher des Stadtverbands der Weinheimer CDU, ist heute von seinem Amt zur├╝ckgetreten, wie er unserer Redaktion per email mitgeteilt hat. Eine Begr├╝ndung hat er nicht mitgeliefert. Doch d├╝rfte das „Biergarten-Video“ den Ausschlag nach einer Reihe von Patzern gegeben haben. [Weiterlesen…]

Harder droht mit Klage gegen Bebauungsplan "L├╝tzelsachsener Stra├če-S├╝d"

„Ich w├╝rde Harder und van Almsick begr├╝├čen“

Weinheim, 21. M├Ąrz 2014. (red/ld) Der Bebauungsplan L├╝tzelsachsener Stra├če-S├╝d ist beschlossen – nach einem Jahr Hin-und-Her. Gr├Â├čter Streitpunkt waren bisher die Ma├če eines in Hausnummer 38 geplanten Neubaus von J├╝rgen B. Harder. Dieser hatte vor der Sitzung per anwaltlichem Schreiben mit einem juristischen Verfahren gedroht. [Weiterlesen…]

Die Weinheimer Liste wird die Partei Stimmen kosten - die Frage ist: Wie viele?

Die Zombie-Orgie der CDU

Weinheim, 04. M├Ąrz 2014. (red/pro) Was vor zwei Wochen noch eine „├ťberraschung“ war, ist mittlerweile ein handfestes Desaster. Die CDU hat in einem beispiellosen Schauspiel zwei verdiente Stadtr├Ątinnen abges├Ągt und muss nun zuschauen, wie diese „die Schande“ zu ihrem Vorteil nutzen. Muss man Mitleid mit der CDU haben? Aktuell nicht wirklich, denn es kommt f├╝r die Partei noch kn├╝ppeldicker. Die Kommunalwahl 2014 wird der aktuell gr├Â├čten Fraktion heftige Schmerzen bereiten. [Weiterlesen…]

In der Partei geht es rund - die Zeit der Strippenzieher ist gekommen

Listendrama bei der CDU dauert an

Weinheim, 23. Februar 2014. (red) Kam das Scheitern von Christina Eitenm├╝ller und Dr. Elke K├Ânig ├╝berraschend oder wurde der „Stimmk├Âniginnen-Mord“ vorbereitet? Stellen sich beide erneut zur Wahl? Verlassen sie die CDU, gr├╝nden eine eigene Liste oder gehen sie zur FDP oder sogar Weinheim Plus? Es wird viel spekuliert – niemand wei├č, was passieren wird, aber alle denken dr├╝ber nach und versuchen Einfluss zu nehmen. [Weiterlesen…]

Hauptausschuss ber├Ąt ├╝ber Haushalt 2014

„Dieser Haushalt ist genehmigungsf├Ąhig“

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/ld) Die Stadt Weinheim hat Gro├čes vor, aber nur eine kleine Stadtkasse. Der Umbau der Karillonschule, das Schul- und Kulturzentrum Weststadt und der Bau der Sporthallen bringt den Haushalt in Gefahr, vom Regierungspr├Ąsidium genehmigt zu werden. Diese Gefahr bestehe f├╝r 2014 nicht, allerdings f├╝r die kommenden Jahre, sagte Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard. Um dies zu vermeiden, schlug er vor, die zeitliche Planung der Projekte zu strecken und die Grundsteuer B anzuheben. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschlie├čt zwei Neubauten und eine Sanierung - ohne den Haushaltsplan zu kennen. Und dann ist da noch...

Wetteraussicht f├╝r die s├╝dlichen Hallen: Wolkig mit Tendenz zur Sonne

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Pl├Âtzlich tauchte ein Mann mit Fernglas auf. Eine gute Idee, weil gerade Pr├Ąsentationen kaum lesbar sind. Oder suchte er die fehlenden Millionen?

 

Weinheim, 11. Dezember 2013. (red/pro) Der Gemeinderat hat heute mit jeweils ├╝berwiegender Mehrheit den Neubau von Sporthallen in L├╝tzelsachsen und Oberflockenbach sowie der Sanierung der Mehrzweckhalle in Hohensachen zugestimmt. Das Gesamtvolumen der Investition bel├Ąuft sich auf 10,7-11,3 Millionen Euro nach vorl├Ąufiger Kostensch├Ątzung. Ob der Beschluss auch bezahlbar ist, steht noch nicht fest. [Weiterlesen…]

Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt beschlie├čt Bebauungsplanauftstellung f├╝r Nordanbindung Industriepark

„Mir gebet nix!“

Weinheim, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Nordanbindung an den Industriepark kommt. Die Bahnbr├╝cke am Langmaasweg muss bis 2014 abgerissen werden. Das sieht der Bebauungsplanvorentwurf vor, den der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt am Mittwoch beschlossen hat. Besonders kritisch betrachteten die Stadtr├Ąte die Kostenverteilung zwischen der Firma Freudenberg und der Stadt. Nach ihrer Meinung profitiert haupts├Ąchlich das Unternehmen von dem Bebauungsplan. Die gr├Â├čten Anteil der Kosten tr├Ągt aber die Stadt. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschlie├čt B├╝rgerentscheid am 22. September 2013

Weinheim entscheidet: Breitwiesen oder Hammelsbrunnen?

Weinheim, 27. Februar 2013. (red/ld/aw) „Sind Sie daf├╝r, dass im Bereich „Breitwiesen“ die Ausweisung von Gewerbefl├Ąchen unterbleibt, das hei├čt, dass die bisherige Ausweisung von Gewerbefl├Ąchen im Gebiet „Hammelsbrunnen“ erhalten bleibt?“ Dar├╝ber stimmen die Weinheimer B├╝rgerinnen und┬áB├╝rger┬ázeitgleich zur┬áBundestagswahl am 22. September ab. Das beschloss der Gemeinderat heute┬ámehrheitlich in seiner Sitzung. Im Vorfeld des B├╝rgerentscheids plant die Stadtverwaltung weitere Informationsveranstaltungen.

Von Alexandra Weichbrodt

Es ist ein erster Erfolg, den die B├╝rgerinitiative „Sch├╝tzt die Weinheimer Breitwiesen“ gegen die Ausweisung der Breitwiesen als Gewerbegebiet erreicht hat. Anfang Februar stimmte sie dem Vorschlag der Stadtverwaltung ├╝ber einen B├╝rgerentscheid und der darin gestellten Frage zu:

Sind Sie daf├╝r, dass im Bereich „Breitwiesen“ die Ausweisung von Gewerbefl├Ąchen unterbleibt, das hei├čt, dass die bisherige Ausweisung von Gewerbefl├Ąchen im Gebiet „Hammelsbrunnen“ erhalten bleibt? [Weiterlesen…]

Wahlkampf: Die „Kommunisten-Schmutzkampagne“ der CDU wird ihr schaden


Guten Tag!

Weinheim, 01. M├Ąrz 2011. Die CDU hat keine gl├╝ckliche Hand – ob im Bund, im Land oder in Weinheim. Was die Partei treibt, den Kandidaten Hans-Ulrich Sckerl als „Kommunisten“ zu bezeichnen, ist mindestens fragw├╝rdig und erinnert an alte Propaganda-Methoden aus dem kalten Krieg.

Kommentar: Hardy Prothmann

Hardy Prothmann w├╝nscht sich "mehr zur Sache" in der Politik. Bild: sap

Unabh├Ąngig von allen politischen Farben w├╝nsche ich mir mehr Anst├Ąndigkeit in der Politik und von allen Politikern. Einer, der sich sehr unanst├Ąndig verhalten hat, das aber lange nicht einsehen wollte und ├╝berhaupt nichts dazu beigetragen hat, seine „Plagiats-Aff├Ąre“ aufzukl├Ąren, ist nun endlich zur├╝ckgetreten: Karl-Theodor zu Guttenberg.

Zuletzt waren selbst in der CDU die Kritik am ehemaligen Bundesverteidigungsminister zu stark geworden – der Mann war nicht mehr tragbar.

Was hat Herr zu Guttenberg nun mit der CDU Weinheim zu tun? Bis vor kurzem galt er auch dort als „Aush├Ąngeschild“ f├╝r die Partei. Als „Shooting-Star“ und Hoffnungstr├Ąger. Die d├╝rften mit dem R├╝cktritt erledigt sein.

Was hat zu Guttenberg mit der CDU Weinheim zu tun?

Die CDU im Wahlkreis Weinheim hat auch einen, den sie zum „Star“ bef├Ârdern will: Georg Wacker. Der Kandidat hat vor kurzem den Ministerpr├Ąsidenten Stefan Mappus nach Heddesheim geholt und lobt sich und seine Leistungen bei Wahlkampfveranstaltungen.

Das ist absolut legitim und nicht zu beanstanden. Ich habe mir mehrere Auftritte angeschaut und kann deshalb sagen, dass Herr Wacker immer eine „ordentliche Figur“ macht.

Ob es stimmt, dass er die „treibende Kraft“ hinter dem Ausbau der S-Bahn in der Region ist, sei dahingestellt. B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen proklamieren das f├╝r sich und meinen, Herr Wacker habe sich ganz sp├Ąt „auf diesen Zug“ gesetzt.

Herr Wacker ist nicht verantwortlich, wenn die CDU Weinheim in bester „McCarthy“-Manier (amerikanischer „Kommunistenj├Ąger“) versucht, den Kandidaten von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen mit „Kommunismus“-Vorw├╝rfen zu besch├Ądigen.

Aber Herr Wacker sollte sich daf├╝r interessieren und das Gespr├Ąch mit der CDU Weinheim suchen, denn ich bin ├╝berzeugt davon, dass sich die Partei damit besch├Ądigt. Denn wer die Aktivit├Ąten von Herrn Sckerl verfolgt, wird zwar ├╝ber Zeitungen wie die RNZ unzureichend und auch falsch informiert, aber es gibt mehr Quellen als eine einzige Zeitung.

McCarthy als Vorbild?

Auch Herr Sckerl stellt sich seinem Wahlkreis und ist ebenfalls ein sehr aktiver Landtagsabgeordneter. Zum Versuch, ihm jetzt eine „Kommunismus“-Plakette anzuh├Ąngen, will sich Herr Sckerl auf Nachfrage nicht ├Ąu├čern, beh├Ąlt sich aber rechtliche Schritte vor.

Das Ziel der Schmutzkampagne.

Das Ziel der „Schmutzkampagne“ der CDU ist klar: Man zitiert eine Zeitung, die wiederum zwei G├Ąste auf einer Veranstaltung zitiert und konstruiert daraus eine „Bedrohung“: „Uiuiui – war der Schkerl ein Kommunist? Ist das nicht eine Bedrohung f├╝r uns? Muss man den nicht verhindern?“ – das sind die billigen Reflexe, die die CDU hervorrufen m├Âchte.

In Zeiten der Medienvielfalt, vor allem aber der Informationsvielfalt durch das Internet, sollte man damit aber sehr, sehr vorsichtig sein.

B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen gibt es seit 30 Jahren – die Anf├Ąngen waren durchwachsen, aber die Partei ist im etablierten Spektrum angekommen. Sicher war sie anfangs eher links gepr├Ągt und hat bis heute mehr „soziale“ Wurzeln, als man sie bei der SPD noch vermuten darf.

Braune Vergangenheit innerhalb der CDU.

Die CDU ist eine Partei, die in der Nachkriegszeit eine Vielzahl von konservativen bis rechtsradikalen Parteien aufgenommen hat. Darunter auch Mitglieder, die im Dritten Reich als T├Ąter oder Mitl├Ąufer des Hitlerregimes „gewirkt“ haben.

Beispielsweise der ehemalige Ministerpr├Ąsident Hans Karl Filbinger, der als Nazi-Richter Todesurteile gesprochen hat und nach Bekanntwerden dieser Tatsache 1978 zur├╝cktreten musste.

Vor kurzem hat der Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus in Heddesheim seinen Vorg├Ąnger Filbinger als eine der gro├čen Pers├Ânlichkeiten Baden-W├╝rttembergs hervorgehoben.

Sollte man daraus schlie├čen: „Die Demaskierung der CDU in Baden-W├╝rttemberg: Lebt der Nazi-Geist bis heute in der Partei?“

Das w├╝rde sich so mancher CDU-Politiker doch eher verbitten, sollte man vermuten.

Schluss mit dem Schmutz!

Nicht nur deswegen halte ich es f├╝r angebracht, dass sich die CDU mit allen Kr├Ąften in den Wahlkampf st├╝rzt, dabei aber auf eine Schmutzkampagne verzichtet und besser mit Inhalten und Argumenten ├╝berzeugt, als mit solch widerw├Ąrtigen Methoden.

Auch wenn man durch die Diskussionen und den R├╝cktritt von Herrn zu Guttenberg gerade sehr „verletzt“ ist – es gab keine „Schmutzkampagne“ gegen Herrn zu Guttenberg, sondern dieser hat sich durch seine T├Ąuschungen und seinen fehlenden Aufkl├Ąrungswillen selbst untragbar gemacht.

Die Unbelehrbaren in der CDU m├Âgen das trotzdem als Schmutzkampagne begreifen, dann sollten sie mit besserem Beispiel vorangehen und sind nicht an „konstruierten“ Schlammschlachten beteiligen.

Die B├╝rgerinnen und B├╝rger haben ein solches Verhalten satt. An der gro├čen Unterst├╝tzung von Herrn zu Guttenberg im Volk kann man erkennen, wie gro├č die Sehnsucht nach einem „Hoffnungstr├Ąger“ ist. Die ist nun wieder entt├Ąuscht und vor den Kopf gesto├čen worden.

Eine Demokratie kann aus solchen Fehlern lernen und st├Ąrker werden. Gehen die „Ent-T├Ąuschungen“ aber weiter, wird die Politikverdrossenheit wachsen, statt der Begeisterung f├╝r Politik. Und verantwortlich sind daf├╝r alle, die sich unverantwortlich verhalten.

Stuttgart 21 ist das beste Beispiel daf├╝r. B├╝rgerinnen und B├╝rger aller Altersgruppen haben „keinen Bock“ mehr auf die Bevormundung von oben, unzureichende Informationen, fehlende Beteiligung und bl├Âde Spielchen, die nichts mit inhaltlicher Politik, sondern nur mit Parteiinteressen zu tun haben.

Wahlkampf: CDU Weinheim holt die ÔÇťKommunisten-Schleuder-ÔéČ┬Ł raus


Guten Tag!

Weinheim, 01. M├Ąrz 2011. In Zeiten des Wahlkampfs sind manchen Parteien alle Mittel recht. Die CDU Weinheim holt zum Schlag gegen den Kandidaten von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, Hans-Ulrich Sckerl, aus und hat im Internet einen Text unter der ├ťberschrift ver├Âffentlicht: „Die Demaskierung der Gr├╝nen in Baden-W├╝rttemberg: War Sckerl ein Kommunist?“ Wir haben dazu den CDU-Stadtverband befragt und vom Pressesprecher Dr. Thomas Ott die Antworten ├╝bermittelt bekommen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Ott, verstehe ich den Satz richtig, dass die CDU behauptet, weil eine Person der Gr├╝nen angeblich im KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland) war, alle Gr├╝nen in BW als Kommunisten „demaskiert“ sind?

Dr. Thomas Ott: „Die ÔÇ×68er BewegungÔÇť und die kommunistischen Gruppen aus diesem Umfeld sind neben anderen eine der zentralen Wurzeln der Gr├╝nen Partei. Zahlreiche zentrale Amts- und Mandatstr├Ąger der Gr├╝nen haben eine kommunistische Vergangenheit: B├╝tikofer (ehem. Bundesvorsitzender), F├╝cks (Vorstand B├Âll-Stiftung), Kretschmann (Fraktionsvorsitzender im Landtag von BW), Nachtwei (MdB), Sager (ehem. Fraktionsvorsitzende im BT), Trittin, Vollmer (Liste ohne Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit).
Viele der genannten (z.B. Kretschmann) gehen mehr oder weniger offen mit ihrer kommunistischen Vergangenheit um. Sckerl verschweigt diesen Umstand in seinem Lebenslauf.
Nat├╝rlich waren oder sind nicht ÔÇ×alle Gr├╝nenÔÇť Kommunisten. Insofern ist die zitierte ├ťberschrift eine rhetorische Zuspitzung.
Festzuhalten bleibt jedoch, dass die Gr├╝nen und die SPD bei einem entsprechenden Wahlergebnis eine Koalition mit der Linkspartei eingehen w├╝rden, die sich in Person ihrer Bundesvorsitzenden erst im Januar ausdr├╝cklich zum Kommunismus bekannt hat.“

„St├╝tzen Sie sich bei der Frage, ob Sckerl ein Kommunist war, auf Fakten oder auf den Bericht der RNZ?“

Nur Wahlkampfget├Âse oder "b├Âswillige" Unterstellung? Quelle: CDU Weinheim

Ott: „Nach Informationen von glaubw├╝rdigen Zeitzeugen war Sckerl an f├╝hrender Position der Kreisorganisation einer kommunistischen Gruppe aktiv. Ob es sich dabei um den ÔÇ×KBWÔÇť, den ÔÇ×KBÔÇť, den ÔÇ×KABDÔÇť oder eine andere ÔÇ×K-GruppeÔÇť handelte, konnten (und wollten) wir bislang nicht in Erfahrung bringen. Wir w├╝rden uns freuen, wenn Sckerl selbst dazu Stellung nimmt.“

Halten Sie den Bericht der RNZ f├╝r so zutreffend, dass Sie daraus die Frage ableiten k├Ânnen, dass Sckerl Mitglied im KBW war?

Ott: „Die RNZ st├╝tzt sich in ihrem Bericht auf die Anw├╝rfe von Besuchern der Veranstaltung ÔÇ×Starker Staat f├╝r freie B├╝rgerÔÇť am 11. Februar im Br├Ąukeller der Weinheimer Hausbrauerei. Sckerl hat die Vorw├╝rfe ÔÇ×Telefonmasten umges├ĄgtÔÇť zu haben in einem Leserbrief am 15.2. vehement bestritten. Den Kommunismusvorwurf hat er hingegen nicht dementiert.
Sckerl schm├╝ckt seine Website mit einer Fotomontage, die ihn mit beim H├Ąndedruck mit Mao Zedong, einem kommunistischen Massenm├Ârder, zeigt (ÔÇ×Mao dankt Sckerl (1974)ÔÇť). Selbst wenn Sckerl dies als ÔÇ×augenzwinkerndeÔÇť Referenz an seine Vergangenheit versteht, halten wir dies f├╝r inakzeptabel.“

Quelle: http://www.uli-sckerl.de/person/galerie.html (Originalaufnahme mit R. Nixon z.B. unter http://de.academic.ru/pictures/dewiki/78/Nixon_Mao_1972-02-29.png)

Stimmen Sie dem Bericht der RNZ also vorbehaltlos zu?

Ott: „Der RNZ Bericht gibt den Ablauf der Veranstaltung verk├╝rzt aber korrekt wieder.“

Welche Intention verfolgt die CDU Weinheim mit diesem Bericht?

Ott: „Wir haben den Bericht der RNZ mit einer erg├Ąnzenden Einleitung zur Dokumentation der Veranstaltung auf unsere Website gestellt.“

Handelt es sich hierbei Ihrer Einsch├Ątzung nach um ein legitimes Wahlkampfmittel oder eher Rufmord?

Ott: „Von Rufmord kann keine Rede sein. Die Vorw├╝rfe wurden von zwei Besuchern der o.g. Veranstaltung vorgebracht. Herr Wacker hat sie sich in seiner Antwort ausdr├╝cklich nicht zu eigen gemacht, sondern betonte, dass er den Wahlkampf mit aktuellen Themen bestreiten wolle. Die ├ťbernahme des RNZ Artikels, der Vorspann und die ├ťberschrift gehen in sofern allein auf die CDU Weinheim zur├╝ck.
Die Auseinandersitzung mit der Biographie von Wahlkandidaten halten wir in jeder Hinsicht f├╝r ein legitimes Wahlkampfmittel. Die Gr├╝nen haben im Bundestag erst gestern ein Beispiel daf├╝r geliefert.“

Gerne w├╝sste ich auch, ob die CDU Weinheim Kommunisten jegliche demokratische Legitimation abspricht oder eine kommunistische Haltung als legitime demokratische Position respektiert.

Ott: „Die CDU Weinheim lehnt den Kommunismus grunds├Ątzlich ab. Wir sind der Auffassung, dass sich Kommunismus und Demokratie ausschliessen. Einen demokratischen Kommunismus (auch Maoismus, Realsozialismus, …) gibt es nicht. Das ist unseres Erachtens auch hinreichend empirisch belegt.
Dessen ungeachtet sind wir der Auffassung, dass kommunistische Gruppen in einer demokratischen Gesellschaft toleriert werden m├╝ssen, sofern diese auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht in Frage stellen.“