Donnerstag, 21. September 2017

Feuerwehr Weinheim

Trotz vier Einsätzen, relativ ruhiger Jahreswechsel

Weinheim, 02. Januar 2014. (red/rm) Vier Einsätze der Weinheimer Feuerwehr zum Jahreswechsel 2013/2014. Das Jahr 2013 endete relativ ruhig und um 01:00 Uhr am 01. Januar 2014 konnten die Einsätze abgeschlossen werden. [Weiterlesen…]

43.456 Einwohner am Jahreswechsel

Weinheim wächst weiter 2013

Weinheim, 18. Januar 2013. (red/pm) Der Trend hält jetzt schon ein paar Jahre an: Weinheim wächst wieder stetig. Die Zahl der Bevölkerung in der größten Stadt des Rhein-Neckar-Kreises steigt, nachdem sie bis etwa zur Jahrtausendwende eine Weile rückläufig war. Zum Jahreswechsel wies das Statistische Landesamt für Weinheim exakt 43 456 Einwohner auf – 21 110 Männer und 22 346 Frauen. Das sind etwa 120 mehr als zum 31.12. 2011, also vor einem Jahr. Und das, obwohl beim Standesamt in 2012 immerhin 549 Sterbefälle registriert worden sind (gegenüber 484 im Vorjahr). Hingegen wurden beim Bürger- und Ordnungsamt im selben Zeitraum 365 neugeborene Kinder angemeldet.

Von Roland Kern

„Erfreulich hoch (575) ist die Zahl der Geburten am Weinheimer Krankenhaus; allerdings wirkt sich das nicht direkt auf die Bevölkerungsstatistik aus, denn diese Kinder stammen ja auch aus Familien der Nachbarkommunen – so wie Weinheimer Kinder zum Beispiel auch in Mannheim, Heidelberg oder Heppenheim zur Welt kommen. Insgesamt entspricht der Bevölkerungszuwachs dem seit Jahren anhaltenden positiven Saldo der Einwohnerschaft.

Im Monatsdurchschnitt melden sich im Bürgerbüro deutlich mehr Personen als neue Bürger an als ab. Marie und Felix waren die beliebtesten Kindernamen. Bei den Mädchen folgen Sophie und Emilia, bei den Jungen Ben und Luca.
Es ist keine Frage: Weinheims Beliebtheit als Wohnort wächst weiter. Das Bevölkerungswachstum findet vor allem in der Kernstadt statt. Dort wohnen im Moment 268 Personen mehr als vor einem Jahr, insgesamt 30 169. Den größten Zuwachs verzeichnet die Weststadt (+95) vor der Nordstadt (+79), der Innenstadt (+66), dem „Müll“ (+21) und der Südstadt (+7). Die Weststadt bleibt mit jetzt 16 252 Bewohnern mit Abstand der größte Stadtteil.

Unter den Ortsteilen hat Lützelsachsen im letzten Jahr recht deutlich an Einwohnern verloren, nämlich 70 in einem Jahr. Nach einem ständigen Zuwachs in den letzten Jahren durch das Neubaugebiet „West“ pendelt sich die Zahl bei jetzt rund 4500 ein. Allerdings, Abhilfe naht: Schon ab diesem Jahr wird die Bebauung im Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“ beginnen. Rund 1300 Neubürger sollen es in ein paar Jahren dort sein – das Gebiet zielt auf Familien mit Kindern ab.

80 Personen weniger wohnen aktuell auch in Rippenweier, aber das ist mehr eine statistische Besonderheit: Das frühere Ferienheim der Evangelischen Kirche am Waldrand ist mittlerweile im Besitz eines Unternehmens, das Wohnraum für Personen anbietet, die kurzfristig in der Region einen Arbeitsplatz gefunden haben und eine vorübergehende Wohnung suchen. Die meisten davon melden sich mit einem festen Wohnsitz an, wenn ihr Aufenthalt länger als ein halbes Jahr dauert. Deshalb war die Zahl der in Rippenweier gemeldeten Personen in 2011 kurzzeitig deutlich angestiegen. Jetzt ist sie mit rund 1030 wieder auf Normalmaß. Sulzbach hat leicht an Einwohnern verloren (-21), Hohensachsen, Ritschweier und Oberflockenbach haben leicht zugelegt.

Hochburg des Heiratens

Weinheim bleibt im Land die Hochburg des Heiratens. Wieder haben sich 430 Paare getraut, das liegt im Schnitt der letzten Jahre. Interessant ist dabei wieder der „touristische Aspekt“, denn mehr als die Hälfte der Eheschließungen wurden wieder von außerhalb angemeldet, am meisten von Mannheimern (38). 18 Viernheimer Paare gaben sich in Weinheim das Ja-Wort, elf Birkenauer, zehn Hirschberger und zehn Heidelberger. Aus Frankfurt reisten sieben Paare zum Heiraten unter die Burgen, aber jeweils eins auch aus Berlin, Hamburg und Köln. Auch aus Lima in Peru und Shanghai in China kam ein Paar nach Weinheim.

Der Trend zum spätentschlossenen Ja-Wort hielt auch 2012 an. Das Durchschnittsalter der Männer lag bei 37,5 Jahren, der Frauen bei 34,1 Jahren. Der älteste Bräutigam war 85 Jahre alt, die älteste Braut 75. Erstmals durften 2012 im Weinheimer Rathaus auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften vollzogen werden. Zwei männliche und zwei weibliche Paare machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Die Statistik finden Sie hier.

Anm. d. Red.: Roland Kern ist Pressesprecher der Stadt Weinheim.

Kolumne: Vorsicht Jahreshoroskop

Alice und ihre Welt – eine Kolumne von Gesina Stärz

Einmal im Jahr kaufe ich mir ein Life Style Magazin. Im Dezember. Manchmal sind es auch zwei oder drei. Alle kaufe ich im Dezember. Wegen des Jahreshoroskops.

Nicht, dass ich an die Astrologie glauben wĂĽrde. Ob die Sternenkonstellationen unser Leben beeinflussen, ist nicht zu beweisen. Wie auch? Das ist so ein bisschen wie mit der Wettervorhersage oder den Prognosen fĂĽr Aktienkurse.

Anders als die Astrologie gehören die Metrologie, Betriebswirtschaft und die Zukunftsforschung zu den Wissenschaften. Aber deshalb ist der Anteil des gesicherten Wissens, das sie hervorbringen, nicht wesentlich größer. Insofern ist es nicht gerechtfertigt, wenn die Astrologie in einigen Kreisen belächelt wird.

Wissen, was sein wird.

"Johannes Keplers Horoskop für Wallenstein, dem er hinzufügte: „Ich habe das Horoskop erst aufgestellt, als ich sicher war, daß meine Arbeit für jemanden berechnet war, der die Philosophie versteht und nicht unvereinbar dem Aberglauben unterlegen ist." Quelle: Wikipedia

Wissenschaftlich hin oder her – die meisten von uns wollen dennoch wissen, wie es um ihren beruflichen Erfolg, die Finanzen, die Liebe, den Gang der Dinge hier vor Ort und vielem mehr im kommenden Jahr bestellt ist. Und so lesen Sie ihr Jahreshoroskop.

Denn immerhin enthalten Jahreshoroskope immer auch eine Tendenz zum Besseren, sei es in der Liebe, im Beruf, was Geld betrifft oder Gesundheit. So auch das Jahreshoroskop 2012. Das Jahr 2012 ist ein Merkur-Jahr und das bedeutet, so die Astrologen, ganz gleich welchem Sternzeichen Sie angehören, ein allgemeiner Aufschwung steht an.

Wir dürfen uns also freuen: Denen, den es gut ging, wird es wohl demnach noch besser gehen und denen, mit denen es das Jahr 2011 nicht so gut meinte, dürfen mit der frohen Botschaft „Es wird besser“ ins neue Jahr starten.

Was man glaubt, wird manchmal wahr.

Das ist so ein bisschen wie beim Placeboeffekt. Ă„rzte verabreichen vermeintlich Medikamente, die eigentlich keine sind, also keine Wirkstoffe enthalten, was allerdings der Patient nicht weiĂź, und dennoch geht es ihm besser.

Die Schlussfolgerung: Nicht der Wirkstoff heilt, sondern allein der Glaube, dass der Wirkstoff leistet, was er verspricht, heilt. Das ist ĂĽbrigens wissenschaftlich erwiesen.

Dies funktioniert beim Placeboeffekt nachweislich nur, solange der Patient glaubt, dass er ein richtiges Medikament einnimmt. Beim Jahreshoroskop gibt es auch so einen Hahnenfuß. Man sollte nie das Jahreshoroskop des vergangenen Jahres mit dem tatsächlichen Jahresverlauf vergleichen.

Ich habe es mal ausprobiert. Was prophezeite mir das Jahreshoroskop fĂĽr 2011? Unter meinem Sternzeichen stand geschrieben: Das beste Jahr seit langem. Viel Liebe und viel Geld.

Was soll ich sagen: Es war das schwierigste Jahr überhaupt. Insofern dürfte die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass das Jahreshoroskop 2012 wenigstens funktioniert – immerhin kann es nur noch besser werden.