Samstag, 25. November 2017

"Ich habe doch auch blaue Augen" - Paul Niedermann ĂŒberlebte als jĂŒdischer Junge ein Konzentrationslager der Nazis

Von Karlsruhe bis Gurs – ein weiter Weg

Weinheim/Rhein-Neckar, 13. November 2014. (red/cb) Paul Niedermann ist 87 Jahre alt, Jude und einer der letzten Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Als er 13 Jahre alt war, wurde er mit seiner gesamten Familie in ein Internierungslager nach Gurs in SĂŒdfrankreich gebracht. Außer ihm und seinem Bruder hat keiner seiner Angehörigen diese Zeit ĂŒberlebt. Am 12. November war er nun zu Gast der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) und hat ĂŒber die grausamen Erlebnisse berichtet. [Weiterlesen…]

Lehrer des Berufsschulzentrums Weinheim informierten an der Karl-Drais-Schule

Schulabschluss – was dann?

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Die LehrkrĂ€fte Erwin Weyand, Thomas Römer und Maren Mai (v.l.) informierten die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Abschlussjahrgangs der Karl-Drais-Schule ĂŒber das Berufsschulzentrum Weinheim.

 

Heddesheim/Hirschberg, 14. Januar 2014. (red/csk) Die SchĂŒler der 10. Klassen der Karl-Drais-Werkrealschule steuern auf ihren Abschluss zu. Was kommt danach? Eine Informationsveranstaltung sollte den gut 30 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern helfen sich zu orientieren. Eingeladen waren Vertreter des Berufsschulzentrums Weinheim, die einen Überblick ĂŒber die Möglichkeiten gaben, die den zukĂŒnftigen Schulabsolventen in Weinheim offen stehen. [Weiterlesen…]

UnterstĂŒtzerkreis bietet ehrenamtliche Hilfe fĂŒr Jugendliche

Der „WUB“ sucht neue Paten

Berufspaten – „eine persönliche Bereicherung“. Foto: Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises WUB.

Weinheim, 15. Oktober 2012. (red/pm) UnterstĂŒtzerkreis bietet ehrenamtliche Hilfe fĂŒr Jugendliche beim Übergang in den Beruf – „Eine persönliche Bereicherung“. Der WUB sucht dringend mehr Paten, da viele SchĂŒler auf eine Betreuung durch die ehrenamtlichen Begleiter warten.

Information des Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises WUB:

„Manch einem Jugendlichen fĂ€llt der erste Schritt in das Berufsleben nach der Schule nicht leicht. Mal fehlt die Orientierung, mal sind die Noten nicht gut genug, um PlĂ€ne verwirklichen zu können. Die Schule leistet „Berufsorientierung“, ein Lehrer kann jedoch nicht langfristig intensiv mit einem einzelnen SchĂŒler oder einer SchĂŒlerin sprechen. Diesen wichtigen Kontakt pflegen in Kooperation mit dem Lehrer die ehrenamtlichen Paten des „Weinheimer UnterstĂŒtzerkreises Berufsstart – WUB“.

Es gibt die Lern-Paten, die den SchĂŒler (oder die SchĂŒlerin) in den einzelnen SchulfĂ€chern unterstĂŒtzen, um ihm mehr Chancen fĂŒr den Übergang in den Beruf mit besseren Noten zu geben, wobei das GesprĂ€ch oft auch Fragen der beruflichen Zukunft streift. Dann gibt es die Berufs-Paten. Sie versuchen Interessen, StĂ€rken und Neigungen auszuloten. Sie vermitteln ein Praktikum, in dem FĂ€higkeiten entdeckt werden können, werten diese Erfahrungen aus und versuchen den richtigen Ausbildungsplatz zu finden.

Der WUB sucht dringend mehr Paten, da viele SchĂŒler auf eine Betreuung durch die ehrenamtlichen Begleiter warten. Die Johann-Philipp-Reis-Schule, die kaufmĂ€nnische berufliche Schule in Weinheim, ist in diesem Schuljahr mit in die Betreuung des WUB aufgenommen worden. Auch die Schillerschule – Werkrealschule in Hemsbach möchte eine eigene Initiative grĂŒnden, die der WUB unterstĂŒtzt.

Mit neuen Paten fĂŒhren die Verantwortlichen von WUB und der regionalen Jugendagentur Job Central zuerst ein ausfĂŒhrliches GesprĂ€ch, in dem herausgefunden werden soll, welche Interessen des Paten zu welchen Aufgaben des WUB am besten passen. Sabine Beckenbach von Job Central unterstĂŒtzt den WUB mit professionellen RatschlĂ€gen.

Ein Training hilft neuen Paten, wie man am geschicktesten einen ersten Kontakt mit SchĂŒlern aufnimmt, die bisher wenig BerĂŒhrung mit der Erwachsenenwelt oder der Arbeitswelt hatten.

Paten sind sehr unterschiedlich in ihren beruflichen oder familiĂ€ren Erfahrungen. Gefragt sind Menschen, die sich auf die oft andere Vorstellungswelt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einlassen können. „Wie ticken Jugendliche?“ ist also ein stĂ€ndiges Weiterbildungsthema fĂŒr Paten.

Die Motive, Pate beim WUB zu werden, sind sehr unterschiedlich,

erklĂ€rt WUB-Sprecher Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht. Es mag die eigene schwierige Schullaufbahn sein, die zu dem Wunsch fĂŒhrte, Jugendlichen heute Hilfestellung zu geben. Manche haben die eigenen Kinder gut auf den Weg gebracht und möchten nun andere unterstĂŒtzen. Oder Paten wollen ihre eigenen Kenntnisse in Mathematik oder Englisch lebendig halten und sind als Lernpaten tĂ€tig. Immer wieder betonen Paten, so Weitbrecht, dass sie selbst durch ihre PatentĂ€tigkeit gewinnen und dazulernen.

Nicht zuletzt ist es Anerkennung durch anderen Paten oder von Bekannten. Positive RĂŒckmeldung gibt es von Eltern und gelegentlich auch explizit von SchĂŒlern. FĂŒr Paten ist es eine Belohnung, wenn eine Schulnote sich verbessert, der Übergang in eine weiterfĂŒhrende Schule oder – das eigentliche Ziel des WUB – in ein Praktikum und eine Ausbildung positiv verlaufen.

Anerkennung kommt aber auch von der Stadt fĂŒr den WUB als Teil der Bildungskette, in der Kinder und Jugendliche begleitet werden, mit Sprachunterricht, Nachhilfe und Berufsorientierung, von der KindertagesstĂ€tte bis zum Übergang in den Beruf. Dr. Susanne Felger koordiniert die BemĂŒhungen im Übergang Schule-Beruf (www.uebma-weinheim.de) im Auftrag des OberbĂŒrgermeisters. Weitbrecht: „Es ist ein gutes GefĂŒhl, mitzuwirken an einer Initiative, die als vorbildlich gilt in der Bundesrepublik.“

Der WUB sei besonders stolz, dass inzwischen fĂŒnf StadtrĂ€te als Paten mitwirken. Sie bringen ein Netzwerk an Kontakten in die Arbeit des WUB ein. StadtrĂ€tin Uschi Heil hat zusammen mit Stadtrat JĂŒrgen Hohmann jahrelang an der Karrillon-Werkrealschule SchĂŒler und SchĂŒlerinnen erfolgreich in Praktika und Ausbildungsstellen vermittelt. Jetzt bauen beide die Arbeit des WUB an der Johann-Philipp-Reis-Schule auf, wo ihnen wieder ihre Verbindungen in die Stadt und in die Weinheimer Wirtschaft helfen.

Stadtrat Otfried Ramdohr arbeitet im Team der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule mit und StadtrĂ€tin Stella Kirgiane-Efremidis in der Helen-Keller-Schule, der beruflichen Schule fĂŒr pflegerische und sozialpĂ€dagogische Berufe. Stadtrat Dr. Ditmar Flothmann ist Mitglied im Leitungsgremium Sprecherkreis des WUB und hat engen Kontakt zur Hans-Freudenberg-Schule, der beruflichen Schule mit technischer Ausrichtung.

Weitbrecht setzt eine hohe Marke: „Mehr BĂŒrger in Weinheim sollen den WUB kennen und bereit sein, als Pate mitzuwirken, im Unternehmen einen Praktikumsplatz zur VerfĂŒgung stellen oder einzelne Projekte unterstĂŒtzen. So kann unser Ziel, dass kein Jugendlicher verloren geht, erreicht werden.“