Sonntag, 24. September 2017

Ausstellung zum Jubiläum

Die „Marktplatzkirche“ wird 100

Weinheim, 20. Mai 2014. (red/pm) Die St. Laurentiuskirche in Weinheim feiert Jubiläum – sie wird 100 Jahre alt. Anlässlich dieses Geburtstags gibt es eine Ausstellung im Museum der Stadt. [Weiterlesen…]

Vortragsreihe zum Stadtjubiläum

Seit 1264 ein „novum oppidum“

Weinheim, 15. März 2014. (red/pm) Zum Weinheimer Stadtjubiläum bieten das Stadtarchiv und das Museum eine historische Vortragsreihe an. Bei der Auftaktveranstaltung war das Interesse groß. [Weiterlesen…]

Sieben Jahre vegetarische Kaffee- und Espresso Bar

Das Beans & Dreams feiert Geburtstag

Weinheim, 13. Februar 2014. (red/pm) Die zauberhafte kleine Kaffee- und Espresso Bar Beans & Dreams feiert ihren 7. Geburtstag. [Weiterlesen…]

Ausstellung zum Weinheimer Stadtjubiläum 2014 im Museum

Eine Zeitreise ins Mittelalter

Weinheim, 30. Januar 2014. (red/pm) Im Jahr 2014 feiert Weinheim die 750-jährige Erwähnung als Stadt. Die Wurzeln des Ortes reichen noch viel ­weiter zurück. So wurde vor über 100 Jahren im Gewann „Kapellenäcker“ ein fränkisches Gräberfeld mit reichen Beigaben um das Jahr 600 nach Christus entdeckt. [Weiterlesen…]

Festwochenende Sulzbach mit Wandertag und bayrischem Abend

Die 112 wird 112 Jahre alt

Foto: Feuerwehr Weinheim

Die Feuerwehr lädt zum Festwochenende nach Sulzbach. Foto: Feuerwehr Weinheim


Weinheim, 26. September 2013. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim hat Grund zum Feiern: Ganze 112 Jahre existiert die Feuerwehrabteilung Sulzbach jetzt. Mit einer Veranstaltung vom 03. bis zum 05. Oktober will die Wehr nun auf ihre Notrufnummer 112 aufmerksam machen. [Weiterlesen…]

09. bis 15. September 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 09. bis 15. September 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Menü Nachbarschaft im Menü “Termine”. [Weiterlesen…]

60 Jahre Waidsiedlung und Bertleinsbrücke

„In der Theaterstraße war’s laut“

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Die Landfrauen des Ortsvereins Weinheim hatten zu Kaffee und Kuchen geladen, um das 60. Jubiläum der Bauernsiedlungen Waid und Bertleinsbrücke zu feiern.

 

Weinheim, 08. Juli 2013. (red/ld) Die Landfrauen erinnern sich noch an die Spitznamen der Straßen in den Bauernsiedlungen. Vor 60 Jahren wurden die vierzehn baugleichen Höfe verlost. Zur Feier des runden Jubiläums lud der Verband der Landfrauen ein: Zu hausgemachtem Kaffee und Kuchen und zum gemütlichen Beisammensein.

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Amerikanische Austauschschüler wurden im Rathaus empfangen

Yes, they can auch Deutsch

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Die US-Gastschüler lernen Deutsch in der Schule. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 06. Juli 2013. (red/pm) Bis zum 16. Juli sind amerikanische Austauschschüler in Weinheim. Der Schüleraustausch zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und der Hunterdon Regional High School in New Jersey, USA, besteht seit 1993. [Weiterlesen…]

Hans Mazur als Vorsitzender bestätigt

„Stadtseniorenrat mit vorbildlicher Arbeit“

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Anfang Oktober feiert der Stadtseniorenrat sein Jubiläum. Foto: Stadt Weinheim

 

 

Weinheim, 03. Juli 2013. (red/pm) Der im Dezember erkrankte Stadtrat Hans Mazur meldet sich zurück: Bei der Mitgliederversammlung des Stadtseniorenrates wurde er als Vorsitzender im Amt bestätigt. [Weiterlesen…]

Radtour zum Fest der Weidsiedlung

60-jähriges Bestehen der Aussiedlerhöfe

Weinheim, 02. Juli 2013. (red/pm) Kommenden Sonntag, 07. Juli, wird in der Feldflur das 60-jährige Bestehen der Aussiedlerhöfe an Weschnitz und Bertleinsbrücke gefeiert. [Weiterlesen…]

Akademie Deutsches Bäckerhandwerk feiert 75-jähriges Bestehen

Nachwuchssorgen, trotz voller Schulungs-Backstuben

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Weinheim, 21. Juni 2013. (red/aw) Weinheim ist in der Backbranche eine große Nummer: Denn hier wird das traditionelle deutsche Bäckerhandwerk gelehrt. Die Schüler kommen aus der ganzen Welt, um im Waldschlösschen ihre Meisterprüfung abzulegen. Der hohe Standard der deutschen Ausbildung wird international geschätzt. Mit immer neuen, innovativen Produkt- und Fortbildungsideen lockt die Fachschule pro Jahr über 3.000 Bäcker, Verkäufer und Manager in die Stadt. Dieses Jahr feiert die Akademie ihr 75-jähriges Bestehen und Direktor Bernd Kütscher erzählte uns, wie es um das Bäckerhandwerk steht und welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt. [Weiterlesen…]

Stimmen und Stimmungen zu unseren Lokalblogs

Das Heddesheimblog feiert 4-jähriges Jubiläum!

Anm. d. Red.: Die Beiträge sind alphabetisch geordnet, entweder nach Name oder Institution. Nicht alle angeschriebenen Personen haben zum vorgegebenen Termin aus Zeitgründen reagieren können – wir aktualisieren den Artikel im Laufe der Woche durch weitere Stimmen. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können natürlich auch Ihren Kommentar verfassen. [Weiterlesen…]

Verein „Lebendiges Weinheim“ bekommt Verstärkung im Vorstand

Einzelhändler freuen sich auf „Pflastersteinfest“ im Juli

Weinheim, 18. April 2013. (red/pm) Das „Pflastersteinfest“ am 12. und 13. Juli ist für Weinheims Einzelhändler nicht irgendein Fest – es ist schon deshalb ein besonderes Ereignis, weil es die endgültige Fertigstellung der Weinheimer Fußgängerzone bedeutet. Schon im dritten Jahr wird jetzt in Abschnitten die Weinheimer Einkaufsmeile ausgebaut und verschönert. [Weiterlesen…]

Weinheim feiert am Sonntag 50 Jahre Jugendfeuerwehr – Es ist die älteste in ganz Nordbaden

Auch Floriansjünger werden älter

Die Weinheimer Jugenfeuerwehr

Weinheim, 13. November 2012. (red/pm) Die Weinheimer Jugendfeuerwehr wird 50 und das muss entsprechend gefeiert werden: Am Sonntag, 11. November finden im Alten Rathaus am Marktplatz die Jubiläumsfeierlichkeiten statt.

Information der Stadt Weinheim:

„Sie ist Jungbrunnen und Talentschmiede der Weinheimer Feuerwehr – und das seit einem halben Jahrhundert: Am Sonntag feiern Weinheims Brandschützer im Alten Rathaus am Marktplatz das 50-jährige Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr. Sie wurde 1962 als erste in ganz Nordbaden gegründet und war damals eine echte Innovation. Im Lauf dieses halben Jahrhunderts haben sich die jüngsten Floriansjünger Weinheims als starke Einheit etabliert. [Weiterlesen…]

Sharrie Williams & The Wiseguys spielen zum Jubiläum Blues - was sonst?

25 Jahre Muddy’s Club

Weinheim, 04. November 2012. (red/pm) Muddy’s Club feiert 25 jähriges Jubiläum – Achtung: Es könnte voll werden. 🙂

Information des Veranstalters:

„19.30 Uhr: Vor 25 Jahren wurde das Bluesforum Rhein Neckar ins Vereinsregister eingetragen. Grund genug zu feiern, denn aus dem Bluesforum entwickelte sich Muddy’s Club Blues- und Jazzclub e.V. soziokulturelles Zentrum Weinheim. Wir möchten an diesem Abend Danke sagen.

Sharrie Williams & The Wiseguys

20.45 Uhr: The Princess of Rockin‘ Gospel Blues … Sharrie ist mit ihrer exzellenten Begleitband heute Abend wieder bei uns LIVE zu erleben!
„The Voice“ – eine gigantische Stimmgewalt wie eine lodernde Flamme, die mit Benzin angefacht wurde: Sharrie Williams hat eine Botschaft, die in ihrer Seele brennt. Sie ist seit vielen Jahren immer wieder ein Highlight in unserem blauen Keller und wird heute Abend den Muddy’s mit Ihrer außergewöhnlichen Performance zum Kochen bringen. She and her band are dynamite! (Paul Morgan – Riverside Festival, Nottingham.)

Einlass: 19:00 Uhr

17,- Euro Nichtmitglieder/ 15,- Euro Ermäßigte/ 14,- Euro Mitglieder/ 7,- Euro Schüler
www.sharriewilliams.com“

Show und Spaß im Hallenbad zum Jubiläum

50 Jahre HAWEI

Weinheim, 25. Oktober 2012. (red/pm) Das Weinheimer Hallenbad HAWEI feiert 50-jähriges Bestehen mit einem ganzen Festwochenende vom Freitag, 26. bis Sonntag, 28. Oktober. Mit einem bunten Programm von Wasserkino, Wasserolympiade bis Kindernachmittag wird der runde Geburtstag gefeiert. Der Eintritt kostet an allen Tagen symbolisch für alle Besucher 50 Cent oder – wer in alter Währung bezahlt – 50 Pfennig.

Information der Stadt Weinheim:

„Freuen können sich die Weinheimer auf den Freitag, 26. Oktober. Das HaWei wird dann zum schwimmenden Kino. Zu sehen gibt es zwei Filme: Um 18 Uhr läuft „König der Wellen“, ein computeranimierter Film über einen Pinguin, der leidenschaftlich gerne surft. Um 21 Uhr zeigen die Stadtwerke „Türkisch für Anfänger“, den Spielfilm zur gleichnamigen ARD-Vorabendserie.

Die Zuschauer genießen dabei die Filme von schwimmenden Inseln im Becken Am Samstag, 27. Oktober, findet die Wasserolympiade der Weinheimer Firmen statt, die auch den Zuschauern ein Spektakel bietet. Acht Weinheimer Firmenmannschaften sind angemeldet. Der Wettbewerb mit Disziplinen wie Wettrutschen oder Schlauchboot-Tauziehen beginnt ab 16
Uhr. Für die Zuschauer gibt es Cocktails von zwei Bars und Livemusik im Hallenbad – und das bis 23 Uhr. Das Bad schließt an diesem Samstag erst um 24 Uhr.

Am Sonntag, 28. Oktober, haben die Stadtwerke einen Familientag geplant. Ein Clown treibt Späßchen mit den Besuchern und bei einem Malwettbewerb werden die Fenster in der kleinen Halle mit Fingerfarbe neu gestaltet. Auch an diesem Tag gibt es Livemusik für die Badegäste. Tatkräftig unterstützt werden die Stadtwerke beim Jubiläumswochenende von der TSG Weinheim.

Wichtig: Außer dem gegenüberliegenden Parkplatz an der Viernheimer Straße stehen am Samstag, 27. Oktober, weitere Parkflächen für Besucher zur Verfügung. Nämlich an der Viernheimer Straße, Westraße, sowie rechts und links vor dem Haupttor der Firma Freudenberg. Außerdem in der Badeniastraße (links vom Haupttor) und vor dem Verwaltungsgebäude (rechts vom Haupttor) der Firma Naturin in Nachbarschaft zum Bad.“

Stadtwerke Weinheim

Umsatz und Gewinn rückläufig – Krämer kritisiert unsinnige Bürokratie

Geschäftsführer Peter Krämer (links) und Prokurist Helmut Röder stellen die Bilanz 2011 vor.

Weinheim, 27. Juni 2012. (red/pro) Die Stadtwerke Weinheim GmbH muss 2011 einen Gewinnrückgang von 22,8 Prozent auf 2,064 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz ging leicht um 1,6 Prozent auf 55,961 Millionen Euro zurück. Geschäftsführer Peter Krämer macht eine „irrwitzige Bürokratie“ und hohe damit verbundene Kosten für das Ergebnis verantwortlich. Zudem habe der warme Winter den Absatz geschmälert.

Von Hardy Prothmann

Die Stadtwerke Weinheim müssen nach den uns vorliegenden Bilanzzahlen das dritte Jahr in Folge Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Geschäftsführer Peter Krämer macht dafür den milden Winter verantwortlich, hier sei es zu deutlichen Absatzrückgängen gekommen. Dementsprechend habe sich bei Gas (-9 Prozent) und Wärme (-15,3 Prozent) der Umsatz negativ entwickelt. Umgekehrt sei der Wasserverbrauch um 6,9 Prozent gestiegen. Der Stromumsatz ist mit 0,9 Prozent leicht gestiegen.

Mit 94.126 Besuchern sei das Hallenbad (Hawei) gut besucht gewesen. Das Hallenbad ist ein Zuschussbetrieb mit gut 750.000 Euro Kosten – hier muss nach Abszug der Einnahmen gut eine halbe Million Euro ausgeglichen werden.

4,9 Millionen Euro in Lützelsachsen Ebene investiert

Größte Investitionsleistung ist die Erschließung des Neubaugebiets Lützelsachsen Ebene. Hier wurden 2011 insgesamt 4,9 Millionen Euro investiert. Um die Kosten stemmen zu können, wurden ein Grundstück an der Viernheimer Straße verkauft sowie EnBw-Aktien veräußert. Insgesamt konnten hier rund 750.000 Euro außerordentliche Erträge erzielt werden. Anfang 2012 habe man wegen günstiger Zinsen zudem einen Kredit aufgenommen. Der Rest sei über Eigenmittel finanziert worden.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ist mit 43,5 Prozent solide. 61 Prozent hält die Stadt Weinheim, 39 Prozent EnBw. Insgesamt beschäftigen die Stadtwerke 123 Angestellte, darunter acht in Ausbildung und zwölf Menschen mit einem Behindergrad zwischen 30 und 50 Prozent: „Die leisten Top-Arbeit.“

Energiewende: Unsinnige Bürokratie

Beim Thema Energiewandel wird der sonst eher ausgeglichene Peter Krämer richtig fuchsig:

Wir ertrinken in unsinniger Bürokratie.

Er habe deshalb Gespräche mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten aufgenommen, die häufig zwar die Gesetze zumindest können würden, aber nicht die Auswirkungen:

Ein Gesetz ist vielleicht fünfzig Seiten lang – innerhalb kurzer Zeit werden da mehrere hundert draus. Voll mit Urteilen, Vorschriften, Kommentaren. Und jährlich gibt es ein Dutzend solcher Gesetze.

Gerade kleine Gesellschaften wie die Stadtwerke Weinheim litten extrem unter der Verordnungsflut, die zudem nicht zur Vereinfachung des Alltagsgeschäfts führe, sondern zur extremen Behinderung. Weil auch konzeptionell viele Lücken bei der Energiewende beständen, habe er große Zweifel, dass diese erfolgreich zu meistern sei:

Bislang ist das Flickwerk – es gibt keine zusammenhängende Planung. Dabei ist das Thema so wichtig, dass hier parteiübergreifend an einem Strang gezogen werden muss.

Hierbei müssten auch die Regionen bei ihrer Bemühung der autarken Versorgung gestärkt werden. Immerhin ist der Umsatz mit Öko-Produkten bei Bio-Erdgas um 36 Prozent auf 1.028 Megawattstunden gestiegen, bei Strom um 22 Prozent auf 4.934 Megawattstunden. Und Lützelsachsen Ebene sei ein positives Beispiel für den „ökologischen Weg“, da die Wärme über eine nahelegende Biogas-Anlage geliefert werde. Nur bei harten Wintern müsse man in der Spitze mit Gasbrennern „aushelfen“, die aber vorsorglich installiert sind.

HaWei feiert im Oktober Jubiläum

Ein Kostentreiber sei das Energieeinspeisegesetz. So gebe es in der Stadt 650 Einspeiser mit 3.800 „Auszahlungstatbeständen“, sagte Prokurist Helmut Röder:

Wir erhalten für die Abrechnungsleistung keinen Cent – das geht alles zu unseren Lasten.

Zusammen mit den Stadtwerken Schwetzingen wurde die Urbania GmbH gegründet. Die Vertriebsgesellschaft soll die Marke „Meine Stadt Energie“ vermarkten.

Die Stadtwerke selbst kaufen Gas und Strom über die entsprechenden Börsen ein. Trotz eines schwierigen Umfelds sei es gelungen, die Preise stabil zu halten. Erfreulich sei, dass Hemsbach, Laudenbach und Hüttenfeld die Stadtwerke für die kommenden 20 Jahre als Netzbetreiber ausgewählt hätten. Größter Kunde der Stadtwerke ist die Stadt selbst. Die Naturin sei der größte Gas-Abnehmer.

Im Jahr 2013 soll die Attraktivität der Tochterfirma WeBU (Weinheim-Bus) durch ein neues Konzept verbessert werden.

Vom 26.-28. Oktober feiert das HaWei sein 50-jähriges Jubiläum. Einzelheiten zu den Programmpunkten werden noch bekannt gegeben

 

Jubiläumswochenende mit Festakt und Tag der offenen Tür

„Feuerwehrleute sind unbezahlbar“

Großer Zapfenstreich beim festakt mit OB Heiner Bernhard. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 15. Mai 2012. (red/pm) Weinheimer Feuerwehr feierte ihr Jubiläumswochenende mit Festakt und Tag der offenen Tür. OB Heiner Bernhard begrüßte und Landesbranddirektor Herman Schröder hielt die Festrede.

Information der Stadt Weinheim:

„Für Hermann Schröder, den obersten Feuerwehrmann des Landes, war es eine Selbstverständlichkeit, alle anderen Termine zwischen Konstanz, Aalen und Weil am Rhein abzusagen. „Es gehört sich einfach“, erklärte der Landesbranddirektor der Stuttgarter Landesregierung, „dass man zu diesem Jubiläum persönlich kommt“.

Landesbranddirektor Hermann Schröder. Foto: Stadt Weinheim.

Schröder, ein Dossenheimer und der Weinheimer Feuerwehr lange verbunden, war Ehrengast und Festredner beim Festbankett zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr. Dieses Jubiläum feierte die Wehr mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen: Einer Totenehrung, dem Festbankett mit feierlichem Großen Zapfenstreich in der Stadthalle, einer Stadtrallye der Jugendfeuerwehr, einem Treffen der Altersmannschaften und am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür am neuen Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße.

Die beiden Feuerwehrseelsorger Agnes Seyferth und Tomas Knapp eröffneten dieses Fest für die Bevölkerung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dann standen ein großer Flohmarkt mit 50 Ständen, eine Fahrzeugschau mit vielen Sonderfahrzeugen der Region, spezielle Gerätewagen, Drehleiter, Löschfahrzeuge, und historische Fahrzeuge den Besuchern zur Verfügung. Geboten wurde auch eine Schauübung der Jugendfeuerwehr. Es gab Fahrradcodierung durch die Polizei. Die Resonanz auf alles war erfreulich gut.

„Der ehrenamtliche Dienst am Nächsten, nicht selten unter eigener Gefährdung, ist in unserer Stadt von unermesslichem Wert. Und deshalb ist es heute mein besonderes Anliegen, Ihnen im Namen von Verwaltung und Gemeinderat, aber ich denke auch im Sinne der gesamten Bürgerschaft, ein herzliches Dankeschön zu sagen“, so begrüßte Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Feuerwehrleute und deren Gäste am Festbankett.

Die Stadt müsste enorme Summen aufwenden, wenn sie diese Dienste bezahlen müsste. Aber der OB war sich sicher:

Ich denke, dass man mit reiner Aufrechnung der Dienstauffassung und der Ehre unserer Feuerwehrleute nicht gerecht wird – sie sind, so wie sie sind, unbezahlbar.

Die Weinheimer Feuerwehr sei gut aufgestellt, lobte der Rathauschef. Es freue ihn, dass es die Kommune – gerade in den letzten zwei Jahren – geschafft habe, trotz einer nach wie vor schwierigen kommunalen Finanzlage, die Wehr für ihre schwierigen Einsätze angemessen auszustatten. Bernhard: „Wohlgemerkt, ein neues Feuerwehrhaus oder auch ein neuer Einsatzwagen werden nicht zum Privatvergnügen oder gar Spaß der Feuerwehrleute angeschafft. Es ist das Handwerkszeug, das gebraucht wird, um Schaden von Leib und Leben der Weinheimer Bürger abzuwenden. Das war die ganzen 150 Jahre lang so.“

Eingangs des Abends hatte Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht die Ehrengäste in der Stadthalle begrüßt. Abteilungskommandant Patrick Müller bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr als „die wichtigste Bürgerinitiative in der Geschichte der Stadt Weinheim“.

Als Schirmherr erinnerte der Weinheimer Unternehmer und Zeitungsverleger Dr. Volker Diesbach an die lange und abenteuerliche Geschichte des Brandschutzes und des Feuerwehrwesens. Er bescheinigte der Wehr eine „vorausschauende Führung und eine innere Stabilität.

Einige teilweise hochkarätige Ehrungen wurden am Festabend verliehen, bevor die Trachtenkapelle Ober-Abtsteinach und der Spielmannszug Sulzbach mit Unterstützung aus Laudenbach gemeinsam den Großen Zapfenstreich anstimmten. Vom Land wurden für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt: Patrick Müller und Marco Vetter, für 40 Jahre Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht sowie für 50 Jahre Günther Eberle und Karl Kreis. Von der Wehr für zehn Jahre Jens Mandel, Daniel Paradiso, Simon Pflästerer, Daniel Schneider, Sebastian Singer. 20 Jahre: Martin Kotula, Stephan Priebe und Jörg Scherer. 40 Jahre: Werner Thielking, Hans Kasper, Gerhard Clemens. 50 Jahre: Günther Eberle, Dieter Pfenning und Alfred Röhling.“

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weinheim

Festwochenende mit „Tag der offenen Tür“

Die Jubiläumswehr. Bild: Stadt Weinheim.

Weinheim, 08. Mai 2012. (red/pm) Freiwillige Feuerwehr Weinheim feiert 150-jähriges Bestehen. Festwochenende vom 11. bis 13. Mai 2012. Tag der offenen Tür am 13. Mai mit vielen Highlights.

Information der Stadt Weinheim:

„Zum Tag der offenen Tür im Rahmen ihres Jubiläumsjahres lädt die Weinheimer Feuerwehr am Sonntag, 13. Mai, 10:00 bis 16:00 Uhr, die Öffentlichkeit in ihr topmodernes Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in der Bensheimer Straße ein (an der Automeile).

Besucher aus nah’ und fern werden erwartet. Vor allem stehen wieder die Kinder im Mittelpunkt. Neben der Hüpfburg und den Rundfahrten mit einem historischen Feuerwehrauto gibt es dieses Jahr zum ersten Mal das große Experimentarium der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg, bei dem man an verschiedenen Stationen spielerisch den richtigen Umgang mit Feuer, Rauch und Zündquellen erlernen kann.

Auch kommen die Fans von Feuerwehrfahrzeugen wieder einmal nicht zu kurz. Neben den eigenen Fahrzeugen können die Besucher erstmalig die neuen Einsatzleitwagen sowie den neuen Mannschaftstransportwagen begutachten.

Es gibt außerdem wieder eine große Bandbreite an nationalen und internationalen Feuerwehrfahrzeugen, die nicht in jeder Feuerwache vorhanden sind.

Natürlich wird es auch wieder Schauübungen geben, bei denen die Freiwilligen Feuerwehrleute sowie die Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis stellen werden.

Auch für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt. Neben leckeren regionalen Grillspezialitäten und dem schon bekannten Kesselgulasch aus der Feldküche, gibt es auch wieder das große Kuchenbuffet und erfrischende Getränke aller Art.

Auf dem großen Außengelände finden die Besucher neben der Fahrzeugausstellung auch den beliebten großen Krempel-, Kleider- und Spielzeugflohmarkt mit mehr als 50 Ständen.

Das Festwochenende beginnt für die Jubiläumswehr am Freitag, 11. Mai mit einem Festbankett in der Stadthalle und anschließendem Großen Zapfenstreich. Bis zum 12. Mai ist in der Weinheim Galerie die Ausstellung „150 Jahre Brandschutz in Weinheim zu sehen“. Das komplette Jubiläumsprogramm steht auf www.feuerwehr-weinheim.de.“

Freiwillige Feuerwehr Weinheim feiert 150-jähriges Bestehen

„Wohltätig ist des Feuers Macht“

Die Feuerwehr "Annodazumal". Bild: Stadt Weinheim.

Weinheim, 08. Mai 2012. (red/pm) Freiwillige Feuerwehr Weinheim feiert 150-jähriges Bestehen. Meilensteine in der Geschichte der Weinheimer Feuerwehr. Ein Blick zurück im Festbuch. Tag der offenen Tür am 13. Mai.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Weinheimer Feuerwehr lässt nichts anbrennen. Das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Wehr ist der willkommene Anlass, diesen Geburtstag mit möglichst vielen Menschen aus der Stadt gesellig, spannend und trotzdem geschichtsverbunden zu feiern.

Das Festwochenende vom Freitag, 11. Mai, bis Sonntag, 13. Mai, steht bevor. Für die Öffentlichkeit öffnet die Jubiläumswehr am Sonntag, 13. Mai von 10:00 bis 16:00 Uhr weit die Türen ihres Feuerwehrzentrums in der Bensheimer Straße.

Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.

Mit diesem Satz aus Schillers berühmter „Glocke“ leitet die Freiwillige Feuerwehr Weinheim ihr geschichtliches Festbuch ein, das zum Jubiläum herausgebracht wird. Es ist ein lesenswertes Stück Weinheimer Sicherheitsgeschichte geworden.

Ein paar Meilensteine daraus:

Eine historische Brandordnung. Bild: Stadt Weinheim.

Der erste Schritt zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Weinheim erfolgte durch die Mitglieder der Weinheimer Schützengesellschaft im Saal des Gasthauses „Zur Burg Windeck“ im Müllheimer Tal. Am 1. November 1861 richteten die Weinheimer Wilhelm Dell, Fild, Titus Kern, Friedrich Krafft, Nichky und R. Sommer eine Eingabe an den Gemeinderat der Stadt, „wie notwendig es sei, eine gut geschulte Feuerwehr auch hier in Weinheim zu gründen, wie es in anderen Städten wie Ladenburg und Heidelberg geschehen ist“.

Eines hat sich bis heute nicht geändert, die Feuerwehr brauchte Ausrüstung, um ihren Dienst verrichten zu können. Allerdings, der Ton gemeinderätlicher Anträge war seinerzeit noch etwas zurückhaltender. Kostprobe: „Wir erlauben uns deshalb, an den verehrlichten Gemeinderat die ergebenste Anfrage zu stellen, ob derselbe geneigt ist, der zur errichtenden Feuerwache die städtischen Löschapparate zur Verfügung zu stellen.“

Die Schmeichelei zeigte Wirkung: In einer Sitzung des Gemeinderates und des Bürgerausschusses am 8. Januar 1862 wurde „die Errichtung einer Feuerwehr in hiesiger Stadt betreffend“ beschlossen. Der neuen Feuerwehr wurde die Schützengesellschaft als „Schutz und Sicherheitswache“ zur Seite gestellt.

Die Startschwierigkeiten

Der Gemeinderat wählte am 16. März 1863 den Institutslehrer Heinrich Lamblett vom Benderschen Institut zum ersten Kommandanten der Wehr. Aber die Leistungen der Wehr im Einsatzfall blieben hinter den Erwartungen der Bürger zurück. Auf Grund dieser Unzufriedenheit legte Heinrich Lamblett am 30. August 1865 sein Amt nieder.

Am 14. Oktober 1865 wurde in Anwesenheit vom Bürgermeister Weisbrod im „Schwarzer Adler“ der Gastwirt Philip Lang zum neuen Kommandanten der Wehr gewählt. Unter dem Kommando von Adlerwirt Lang blühte die Weinheimer Feuerwehr auf. Aber die ersten Jahre blieben kritisch. Im deutsch-französischen Krieg 1871/72 ging – wohl durch die Kriegswirren – das Interesse an der Arbeit der Feuerwehr verloren. Kommandant Lang legte 1873 sein Amt nieder enttäuscht nieder. Im Jahr 1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr sogar wieder aufgelöst – aber die Brände mussten ja gelöscht werden.

Die Stadtverwaltung sah sich daher gezwungen eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen. Daraufhin wurde Mitte 1874 eine neue Feuerlöschordnung für die Stadt Weinheim erlassen. Hierin wurde bestimmt, dass alle angehenden Bürger mindestens sechs Jahre für das Feuerwehrkorps verpflichtet werden. Alle Bürger hatten bis zum 60. Lebensjahr Hilfe bei Brandfällen zu leisten.

Zum dritten Kommandanten der Weinheimer Feuerwehr wurde am 27. Juli 1874 der Landwirt Friedrich Berbner gewählt. Die Stadt Weinheim schaffte auf Anraten des „Verwaltungsrates der Freiwilligen Feuerwehr“ 100 Uniformröcke aus Tuch an, die vom Weinheimer Schneidermeister gefertigt wurden. Nach Friedrich Berbner wählten die Feuerwehrleute am 3. September den vierten Kommandanten der Wehr. Philipp Ehret, Hauptmann der Feuerwehr und Gastwirt, wurde am 11. September 1876 vom Großherzoglichen Bezirksamt in seinem Amt als Kommandant der Pflichtfeuerwehr bestätigt.

Nach nur vierjähriger Dienstzeit als Kommandant legte Ehret sein Amt am 21. Januar 1880 nieder. Am 16. Februar 1880 übernahm der Kaufmann Johann Fuchs die Geschicke der Feuerwehr. Aber: Die Anforderungen, eine Wehr zu führen, waren wohl auch für Kommandant Fuchs zu hoch, denn im November des gleichen Jahres trat Fuchs vom Kommando zurück.

Zur großen Freude der Bürger und der Feuerwehr übernahm Bürgermeister und Gastwirt Philipp Lang zum zweiten Mal das angeschlagene Schiff der Feuerwehr und brachte es auf Kurs. Erst aus Altersgründen schied er 1886 aus, sein bisheriger Stellvertreter Georg Peter Vogler rückte nach. Kaufmann Vogler, tätig bei der Feuerwehrgerätefabrik Metz, führte bei der Weinheimer Feuerwehr durch seine berufliche Tätigkeit viele technische Neuerungen ein. Unter seinem Kommando erhielt die Wehr eine moderne Schiebeleiter.

In den nächsten Jahren war Einsatzkraft gefragt. Am 11. August 1887 brach im benachbarten Ort Mörlenbach ein Großbrand aus, der durch die Sommerhitze für die ganze Gemeinde gefährlich wurde. Der Bürgermeister der hessischen Gemeinde überblickte das furchtbare Unglück und bat die Weinheimer Wehr telegraphisch um Hilfe.

Die Zeiten hatten sich wieder geändert: Viele Feuerwehrmänner, die freiwillig länger als sechs Jahre ihren Dienst bei der Weinheimer Feuerwehr leisteten, wollten wieder eine Freiwillige Feuerwehr haben. In der Generalversammlung des gleichen Jahres wurde der Beschluss gefasst, den Gemeinderat davon in Kenntnis zu setzen. Im Januar 1895 legte Kommandant Vogler sein Amt nieder. Der bisherige Vize-Kommandant, Sattlermeister und Kaufmann Philipp Kinzel wurde somit der achte Kommandant der Weinheimer Feuerwehr.

Blütezeit und Kriegswirren

Der Werdegang des achten Kommandanten der Weinheimer Feuerwehr ,Philipp Kinzel, liest sich wie das Karrierebuch eines heutigen Jungmanagers. Von Weinheim aus brachte er es 1908 bis zum Vizevorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes. Vom 15. bis 17. Juni 1912 – also vor 100 Jahren – feierte die Wehr ihr 50-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem Fackelzug vom Gasthaus „Burg Windeck“ zum Marktplatz. Am Festzug tags darauf beteiligten sich 65 Feuerwehrkorps mit über 2000 Feuerwehrleuten.

Ein historisches Feuerwehrauto. Bild: Stadt Weinheim.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Tod Kinzels, übernahm Kaufmann Carl Wild im Jahre 1919 die Leitung der Weinheimer Feuerwehr. Kaufmann Wild, ein weit über die Mauern Weinheims geachteter und beliebter Kommandant, wurde infolge seines Weitblickes und seiner Kenntnisse auf dem feuerwehrtechnischen Gebiet bald in den Kreisausschuss des Badischen Kreisfeuerwehrverbandes berufen. Das erste Spritzenhaus stand damals auf dem Dürreplatz.

Im Jahre 1939 verstarb überraschend der langjährige Kommandant. In seiner Amtszeit zwischen 1919 und 1939 wurde die Feuerwehr zu 267 Einsätzen gerufen. Darunter hatten zahlreiche Großbrände vollen Einsatz gefordert, zum Beispiel auf dem Obstgroßmarkt, bei der Seifenfabrik, der Gummifabrik Weißbrod, bei den Lederfabriken Freudenberg und Hirsch, sowie im Naturinwerk.

Der Zweite Weltkrieg griff auch in die Reihen der Weinheimer Feuerwehr ein. Ein großer Teil der Mannschaft wurde zum Kriegsdienst herangezogen. Einige wenige, die in der Heimat blieben, wurden für die Aufgaben der Feuerwehr ausgebildet. Ältere Bürger und vor allen Dingen Frauen, wurden verpflichtet, Dienst bei der Feuerwehr zu leisten.

Nach dem Tod von Carl Wild übernahm Fabrikant Hans Weisbrod 1939 die Leitung der Feuerwehr.

Der Krieg war aber auch zu Hause gefährlich. Am 10. Mai 1941 wurden die Weinheimer nach dem Bombenangriff auf die Fabrikanlagen BBC in Mannheim-Käfertal zu Hilfe gerufen.

Die Nachkriegszeit

Beim Einmarsch der Amerikaner am Gründonnerstag 1945 lösten sich die bisherigen Ämter der Verwaltung und des gesamten öffentlichen Lebens aus. Die amerikanische Regierung setzte Fabrikant Richard Freudenberg als Bürgermeister der Stadt Weinheim ein.

Am 6. April bestimmte den Kaminfegermeister Fritz Schilling zum neuen Kommandanten. In dieser schweren Zeit nach dem verlorenen Krieg bestand wenig Neigung, eine Uniform zu tragen und sich erneut unterzuordnen. Die Mannschaft der Weinheimer Feuerwehr schrumpfte zusehens.

Nach Fritz Schilling übernahm im Spätjahr 1945 Ernst Fichtner die Leitung der Weinheimer Feuerwehr. Mit Umsicht und Sachverstand ist es ihm gelungen, die Wehr wieder aufzubauen.

Im Jahr 1955 fand die 1200-Jahr-Feier der Stadt Weinheim statt. Rechtzeitig wurde das Richtfest des neuen Gerätehauses am Schlossberg gegenüber der Altstadt mit einem feierlichen Akt gewürdigt. Im Juni 1956 wurde Karl Kreis sen. zum neuen Kommandanten gewählt und Hermann Franzmann sen. zu seinem Stellvertreter. Das wichtigste Ereignis des Jahres 1956 war die Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Grundelbachstraße. Die Stärke der Wehr betrug damals 199 Mann.

Zu zwei Großbränden wurde die Wehr 1957 gerufen. Am 29. März wurde die Fabrikationsanlage der Firma Drei Glocken fast vollständig zerstört. Am 1. November wurden bei der Firm Freudenberg ebenfalls die Produktionsstätten in Schutt und Asche gelegt . Die Einsatzstärke der Wehr war zu dieser Zeit rückläufig. Zum Jahresende 1958 betrug die Gesamtstärke der Wehr nur noch 182 Mann, was den absoluten Tiefpunkt bedeutete.

Um einen festen Nachwuchs im Mannschaftsstand zu erhalten, wurde die 1962 die Bildung einer Feuerwehr-Jugendgruppe beschlossen. 14 Jungen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren fanden sich ein – damit war die Jugendfeuerwehr Weinheim gegründet. Die auch heute noch im Besitz der Wehr befindliche Drehleiter DL 30 wurde 1968 angeschafft und am 16. November durch Oberbürgermeister Theo Gießelmann übergeben. Ruckartig stieg zu dieser Zeit die Zahl der Einsätze an.

Einen personellen Tiefstand vonnur 96 aktiven Angehörigen beschäftigte das Kommando 1970. Mit 96 Einsätzen wurde im Jahre 1970 die immer mehr wachsende Beanspruchungen der Wehrmänner deutlich.
1971 gab es wieder einen Führungswechsel innerhalb der Feuerwehr. Der bisherige zweite Kommandant Dieter Neitzel wurde zum Kommandanten der Wehr gewählt. Die magische Grenze von 100 Einsätzen wurde 1971 erreicht.

Jubiläumsjahr 1987

Mit dem Jubiläumsball leitete Weinheims Feuerwehr eine Reihe von Veranstaltungen ein, die dem 125-jährigen Bestehen im Jahr 1987 gewidmet waren und am ersten Juliwochenende ihren Höhepunkt erfahren haben. Der Unternehmer Sven Hagander übernahm die Schirmherrschaft des Jubiläums. Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Weinheim feierte den 125. Geburtstag, sondern auch ihre Jugendfeuerwehr blickte gleichzeitig auf das 25-jährige Bestehen zurück.

Das Konzept war aufgegangen: Seit Jahren stieg die Zahl der aktiven Feuerwehrleute wieder an. Mit imposanten Zahlen konnte deshalb Stadtbrandmeister Dieter Neitzel zum Jubiläum aufwarten: 372 Feuerwehrleute übten aktiv ihren Dienst aus, 96 Jugendliche gab es und 183 Angehörige der Altersabteilung.

Peter Odenwälder folgte kurz darauf Dieter Neitzel als Kommandant. Neitzel hatte sich in 41 Jahren aktiven Feuerwehrdienst durch große Sachkompetenz und bestechend menschliche Qualitäten großes Ansehen erworben.
Immer wieder in der Geschichte der Feuerwehr gab es besondere Einsätze: Am 9. August 1988 wurde im Fabrikweg die alte Freudenberg-Lackierfabrik gesprengt.

Ein dumpfer, gewaltiger Schlag, einen Augenblick und das im Jahr 1893 errichtete Gebäude war nur noch ein Trümmerhaufen. Die Weinheimer Feuerwehr war angerückt mit fünfzig Mann, um die Staubentwicklung gering zu halten.
Nach einem Beschluss des Feuerwehrausschusses der Weinheimer Feuerwehr sowie der Genehmigung durch Oberbürgermeister Uwe Kleefoot durften ab 1989 Mädchen in der Jugendfeuerwehr ihren Mann stehen. Als erste weibliche Angehörige der Jugendfeuerwehr Weinheim begrüßten Stadtbrandmeister Peter Odenwälder und Jugendfeuerwehrwart Rolf Tilger die 16-jährige Rosemaria Maaß in den Reihen der männlichen Feuerwehrangehörigen.

1990 musste Stadtbrandmeister Peter Odenwälder aus gesundheitlichen Gründen sein zwei Jahre zuvor angetretenes Amt zum Bedauern der Feuerwehrmänner abgeben. Gewählt wurde Hermann Franzmann, seine Stellvertreter wurden Reinhold Albrecht und Bernd Dittes.

Eine böse Überraschung erlebten die Badegäste Miramar am 12. Mai 1993. Sämtliche Gäste mussten wegen eines Brandes im Saunabereich evakuiert werden, Schaden: Drei Millionen D-Mark.

Am 4. September ging im Rathaussaal ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Durch die Unterzeichnung einer Partnerschaftsurkunde beschloss die Freiwillige Feuerwehr der Lutherstadt Eisleben und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Weinheim die freundschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens.

Beim traditionellen Feuerwehrball im Jahr 1998 wurde Kommandant Hermann Franzmann noch für 40-jährige aktive Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt. Im Juli desselben Jahres verstarb er völlig überraschend mit 57 Jahren. Reinhold Albrecht wurde sein Nachfolger. Er ist es bis heute – im Jubiläumsjahr.

Ein weiterer Meilenstein wurde im Jahr 2001 durch den Ausschuss für Technik und Umwelt der Stadt Weinheim beschlossen: Dem Entwurf des Bebauungsplanes „Neue Feuerwehrwache“ wurde zugestimmt. In der Sitzung am 14. Februar wurde das Büro Fuchs mit der Planung beauftragt. Im September 2004 wurde mit den Bauarbeiten begonnen werden. Auf dem Gelände „zwischen den Dämmen“ wird innerhalb von nur zwölf Monaten das neue Zuhause der Innenstadtwehr entstehen.

Am 29. Oktober 2005 ist es dann endlich soweit. Nach knapp 13 Monaten Bauzeit wird das neue Feuerwehrzentrum in Betrieb genommen. An diesem Tag fahren alle 20 Fahrzeuge der Wehr mit Blaulicht und Sirene im Konvoi ein letztes Mal von der Grundelbachstrasse los und direkt in ihr neues Heim in der Bensheimer Strasse. Nach 50 Jahren am alten Standort ist die Familie Feuerwehr umgezogen. Das neue Feuerwehrhaus ist eine optimale Zentrale des Brandschutzes und der Sicherheit in der Stadt.“

Info: Wer mehr über die Geschichte des Feuerwehrwesens erfahren will, kann die ausführliche Chronik zum 150-jährigen Bestehen der Weinheimer Feuerwehr ab Sonntag (13. Mai, Tag der offenen Tür) zum Preis von 10 Euro erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Jugendfeuerwehr zugute.